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DE202024001866U1 - Matratze mit integrierten Versteifungsstreben - Google Patents

Matratze mit integrierten Versteifungsstreben Download PDF

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DE202024001866U1
DE202024001866U1 DE202024001866.0U DE202024001866U DE202024001866U1 DE 202024001866 U1 DE202024001866 U1 DE 202024001866U1 DE 202024001866 U DE202024001866 U DE 202024001866U DE 202024001866 U1 DE202024001866 U1 DE 202024001866U1
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C27/00Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas
    • A47C27/14Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas with foamed material inlays
    • A47C27/16Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas with foamed material inlays reinforced with sheet-like or rigid elements, e.g. profiled

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Abstract

Matratze mit integrierten Versteifungsstreben, wobei die Versteifungsstreben zu- einander beabstandet auf einer gemeinsamen Ebene innerhalb eines Matratzenkerns angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Matratzenkern wenigstens zwei direkt übereinander angeordnete und miteinander verklebte Schaumstoffschichten aufweist, die Versteifungsstreben zwischen den Schaumstoffschichten eingeklemmt sind und die als biegesteife Versteifungsstreben jeweils einen in Längsrichtung der Versteifungsstreben verlaufenden, faserverstärkten biegesteifen Kunststoffstab aufweisen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Matratze mit integrierten Versteifungsstreben, wobei die Versteifungsstreben voneinander beabstandet und auf einer gemeinsamen Ebene innerhalb eines Matratzenkerns angeordnet sind.
  • Aus dem Stand der Technik sind Matratzen bekannt, bei denen sich die Härte des Matratzenkerns durch Einlegen von Versteifungsstreben variieren lässt.
  • So ist aus der Druckschrift US 3 110 042 eine zweilagige Matratze mit variabler Härte bekannt. Beide Lagen der Matratze sind jeweils mit einem eigenen Stoffbezug umhüllt. Die Lagen sind übereinandergelegt und die Stoffbezüge an einer Berührungsfläche zwischen beiden Lagen zusammengenäht. Die Stoffbezüge sind dabei so miteinander vernäht, dass sich quer zur Matratze verlaufende Einschubtaschen für Versteifungsstreben ergeben. In diese Einschubtaschen können unterschiedliche Versteifungsstreben eingeführt werden, um die Härte der Matratze zu variieren. Mit anderen Worten: Durch die Versteifungsstreben kann der Härtegrad der Liegefläche bedarfsgerecht eingestellt werden, dass sich eine härtere Liegeauflage ergibt, in die ein aufliegender Körper im Vergleich zur nicht versteiften Liegeauflage weniger tief einsinkt.
  • Nachteilig an den aus dem Stand der Technik bekannten Matratzen ist, dass sie recht kompliziert aufgebaut sind und dass die bekannten Versteifungsstreben lediglich zur Variation der Härte der Matratze verwendet werden. In jedem Fall benötigt diese Matratze eine tragende Auflage.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Matratze vorzuschlagen, die wenigstens einen aus dem Stand der Technik bekannten Nachteil überwindet. Insbesondere soll eine Matratze vorgeschlagen werden, die einfacher aufgebaut ist und leichter zu handhaben ist.
  • Insbesondere soll die Matratze so gestaltet sein, dass diese ohne zusätzliche stabile Unterkonstruktion oder Auflage selbsttragend zum Einsatz kommen kann.
  • Die Aufgabe wird durch eine Matratze mit den Merkmalen des Haupanspruches gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Matratze sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die erfindungsgemäße Matratze weist integrierte Versteifungsstreben auf, die im Abstand zueinander auf einer gemeinsamen Ebene innerhalb eines Matratzenkerns angeordnet sind.
  • Ein besonders einfacher Aufbau der erfindungsgemäßen Matratze ergibt sich daraus, dass der Matratzenkern wenigstens zwei direkt übereinander angeordnete und miteinander verklebte Schaumstoffschichten aufweist und die Versteifungsstreben direkt zwischen den Schaumstoffschichten eingeklemmt sind. Dies stellt eine besonders einfache und zugleich beständige Integration der Versteifungsstreben in den Matratzenkern dar. Eine aufwendige Ausbildung von Einschubtaschen für die Versteifungsstreben innerhalb des Matratzenkerns ist damit nicht erforderlich.
  • Die Versteifungsstreben verlaufen von einem Randbereich der Matratze zu einem diesem gegenüberliegenden Randbereich der Matratze. Die Versteifungsstreben sind im Abstand zueinander und in einer Ebene angeordnet und verlaufen beispielsweise parallel zueinander.
  • Die Versteifungsstreben weisen jeweils einen in Längsrichtung der Versteifungsstreben verlaufenden, faserverstärkten Kunststoffstab auf.
  • Die Versteifungsstreben sind entweder jeweils nur aus einem einzelnen faserverstärkten biegesteifen Kunststoffstab ausgebildet oder die Versteifungsstreben bestehen aus einer länglichen biegesteifen Strebe, die zusätzlich mit einem faserverstärkten biegesteifen Kunststoffstab verstärkt ist.
  • Ein einzelner biegesteife Kunststoffstab stellt eine besonders preiswerte und gewichtsoptimierte Versteifungsstrebe dar und könnte auch in dafür vorgesehene Ausnehmungen, wie Bohrungen in der Matratze quer zur Liegefläche nachträglich eingeschoben werden. Eine mit einem biegesteifen Kunststoffstab verstärkte biegesteife Strebe weist eine im Vergleich zum Kunststoffstab verbreiterte Oberfläche auf, die für eine bessere Biegesteifigkeit und Gewichtsverteilung und eine bessere Einbindung der Versteifungsstrebe in den Matratzenkern sorgt. Die biegesteife Strebe kann dabei zum Beispiel aus Holz, Schichtholz, Aluminiumblech, Stahlblech, Kunststoff oder Laminat bestehen, in das der Kunststoffstab jeweils eingelassen oder angefügt ist.
  • In beiden Fällen sorgt der faserverstärkte biegesteife Kunststoffstab für eine besonders Armierung des Matratzenkerns, über die gezielt auf die selbstständige Tragfähigkeit und Liegeeigenschaften der Matratze eingewirkt werden kann. Bereits über die Querschnittsform des Kunststoffstabes, beispielsweise mit einem ovalen Querschnitt, lässt sich die Biegesteifigkeit richtungsorientiert verbessern. Nur durch eine derartige Armierung ist die mit biegesteifen faserverstärkten Kunststoffstäbe ausgestattete Matratze so stark, dass damit eine selbst mit Personengewicht belastete Matratze als selbsttragenge Matratze bereitsteht.
  • Das heißt, eine an ihren Randbereichen aufgebockte Matratze, bei der die mit dem faserverstärktem biegesteifen Kunststoffstab verstärkten Versteifungsstreben von einem aufgebockten Randbereich zu einem gegenüberliegenden Randbereich der Matratze verlaufen, ist stabil genug, um das Gewicht der Matratze inklusive des Gewichts einer oder mehrerer auf der Matratze liegenden Personen zu tragen, ohne dass ein nennenswertes Durchbiegen der Matratze erkennbar ist.
  • Durch die Versteifungsstreben mit faserverstärkten Kunststoffstäben, die direkt im Matratzenkern integriert sind, bildet die erfindungsgemäße Matratze eine weiche Schlafunterlage mit hohem Liegekomfort.
  • Gleichzeitig ist die Matratze durch die direkt im Matratzenkern integrierten Versteifungsstreben derart starr, dass sie nicht wie gewöhnliche Matratzen durch einen Lattenrost unterstützt werden muss. Sie ist freitragend und kann allein durch zwei randseitig unterstützende Auflagen aufgebockt werden.
  • Dadurch ist die erfindungsgemäße Matratze vielseitig einsetzbar: Sie kann wie eine gewöhnliche Matratze verwendet werden und beispielsweise auf einem Bettgestell mit Lattenrost verwendet werden; sie kann direkt auf einem Boden oder eine Ladefläche eines Transporters oder Campers gelegt werden; für eine erhöhte Liegefläche kann die Matratze beispielsweise auf Kisten aufgebockt werden. Die erfindungsgemäße Matratze ist besonders zur Ausstattung von Wohnmobilen und Campern geeignet. Zur Ausstattung eines Campers oder Wohnmobiles ist es ausreichend, wenn deren Innenraum zwei gegenüberliegende Holme oder Bänke aufweist, auf denen sich die erfindungsgemäße Matratze mit ihren Randbereichen auflegen lässt. Damit schafft die Matratze eine erhöhte, selbsttragende Liegefläche.
  • Als Fasern für den faserverstärkten biegesteife Kunststoffstab eignen sich sämtliche synthetische wie auch natürliche Fasern mit einer nur geringen Dehnung, wie zum Beispiel Glasfasern, Kohlefasern, Aramidfasern oder Basaltfasern.
  • Die Fasern sind entweder als Stapelfasern, vorzugweise jedoch als Langfasern oder Endlosfilamente in eine Kunststoffmatrix eingelassen. Durch die nur geringe Dehnung der Fasern, ergibt sich ein besonders biegesteifer Kunststoffstab.
  • Der faserverstärkte Kunststoffstab hat beispielsweise einen runden Querschnitt mit einem Durchmesser von beispielsweise 6 bis 20 mm, 8 bis 16 mm oder 10 bis 14 mm. Für eine zusätzliche Verfestigung des faserverstärkten Kunststoffstabes kann dieser mit einem Kunststoffmantel ummantelt sein. Diese zusätzliche Ummantelung verhindert, dass sich Fasern beim Verbiegen des Kunststoffstabes aus der Kunststoffmatrix herauslösen.
  • In einer Ausführungsform der Matratze weisen die Versteifungsstreben jeweils eine Kunststofflamelle auf, in die der faserverstärkte biegesteife Kunststoffstab eingelassen ist.
  • Beispielsweise bestehen die Versteifungsstreben aus einer Kunststofflamelle in deren Längsrichtung der faserverstärkte biegesteife Kunststoffstab, zum Beispiel ein glasfaserverstärkter biegesteifer Kunststoffstab, mittig eingelassen ist, wobei die Kunststofflamelle den Kunststoffstab vollständig ummantelt. Im Querschnitt weist diese Ausführungsform der Versteifungsstrebe beispielsweise folgenden Aufbau auf: In einer Mitte bildet der faserverstärkte biegesteife Kunststoffstab einen Kern, der selbst von einem zusätzlichen Kunststoffmantel ummantelt sein kann. Dieser Kern ist wiederum in eine ebenfalls biegesteife Lamelle eingeschlossen, die mittig linsenförmig aufgebaucht ist und sich an gegenüberliegenden Seiten des Kerns zu einem flachen Band hin verjüngt. In diese Lamelle ist es auch möglich, einen Kunststoffstab mit ovalem Querschnitt so einzuordnen, dass er mit seiner längsten Abmessung im rechten Winkel zur Liegefläche in der Matratze eingeordnet wird.
  • Dadurch dass der Kunststoffstab in eine Kunststofflamelle eingelassen ist, bildet sich eine bandförmige Versteifungsstrebe, die sich sehr gut zwischen die beiden Schaumstoffschichten des Matratzenkerns integrieren lässt, indem sie einfach zwischen die beiden miteinander verklebten Schaumstoffschichten geklemmt wird. Die bandförmige Versteifungsstrebe ist sehr gut zwischen den Schaumstoffschichten fixiert kann sich zwischen diesen nicht verdrehen. Auch verfügt eine so ausgebildete Versteifungsstrebe eine optimale Krafteinleitung in den faserverstärkten Kunststoffstab.
  • Es erweist sich in diesem Zusammenhang als besonders vorteilhaft, wenn die biegesteife Kunststofflamelle einen gerippten Lammellenquerschnitt aufweist. Beispielsweise weist die Kunststofflamelle in Längsrichtung, parallel zu dem eingelassenen biegesteifen Kunststoffstab verlaufende Rillen und/oder erhabene Rippen auf. Durch ein solches Profil wird eine Integration der Versteifungsstreben in den Matratzenkern zusätzlich in der Sicherung seiner Biegesteifigkeit verbessert.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Versteifungsstreben zwischen einer ersten Schaumstoffschicht und einer zweiten Schaumstoffschicht eingeklemmt, wobei die erste Schaumstoffschicht eine höhere Festigkeit aufweist als die zweite Schaumstoffschicht. Somit ergibt sich eine Matratze mit unterschiedlichen Liegeeigenschaften, je nachdem, welche der Schaumstoffschichten oben liegt. Die erste Schaumstoffschicht weist eine höhere Schaumfestigkeit auf als die zweite Schaumstoffschicht und bildet somit eine festere Auflagefläche.
  • Der Liegekomfort der Matratze lässt sich durch eine dritte Schaumstoffschicht zusätzlich variieren. Bei dieser Ausführungsform weist die Matratze eine dritte Schaumstoffschicht auf, die direkt an der zweiten Schaumstoffschicht anliegt und die eine höhere oder niedrigere Festigkeit als die zweite Schaumstoffschicht aufweist.
  • Die Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Matratze lassen sich zusätzlich dadurch erhöhen, dass die Matratze in einzelne Matratzensegmente unterteilt ist, die zu einer Liegefläche zusammengeschoben werden können. Beispielsweise ist die Matratze in zwei oder drei Matratzensegmente unterteilt, wobei jedes Matratzensegment mit den integrierten biegesteifen Versteifungsstreben versehen ist. Das heißt, jedes der Matratzensegmente verfügt über integrierte biegesteife Versteifungsstreben, die im Abstand zueinander auf einer gemeinsamen Ebene innerhalb eines Matratzenkerns oder in verschiedenen Ebenen des jeweiligen Matratzensegmentes zu den anderen Matratzensegmenten angeordnet sind, wobei die Matratzenkerne wenigstens zwei direkt übereinander angeordnete und miteinander verklebte Schaumstoffschichten aufweisen, die Versteifungsstreben zwischen den Schaumstoffschichten eingeklemmt oder mit diesen verklebt angeordnet sind und die Versteifungsstreben jeweils einen in Längsrichtung der Versteifungsstreben verlaufenden, faserverstärkten biegesteifen Kunststoffstab aufweisen.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Versteifungsstreben in der Schaumstoffschicht oder zwischen einer ersten und zweiten Schaumstoffschicht in dazwischen angeordnete Aufnahmetaschen austauschbar angeordnet sind.
  • Die einzelnen Matratzensegmente können platzsparend, einzeln verstaut werden und bei Bedarf zu einer Matratze, das heißt, zu einer gemeinsamen Liegefläche zusammengeschoben werden. Die einzelnen Matratzensegmente können auch zu einem Sitzmöbel, z.B. einem Sofa, zusammengesetzt werden. Durch die biegesteifen Versteifungsstreben gilt auch für ein solches Sitzmöbel, dass es eine freitragende Sitzfläche bereitstellt, die lediglich in ihren Randbereichen unterstützt werden muss.
  • Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Matratze werden nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
    • 1 schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Matratze;
    • 2 schematische Darstellung eines Querschnittes durch die Matratze aus 1;
    • 3 schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Matratze;
    • 4 schematische Darstellung eines Querschnittes durch eine Ausführungsform einer Versteifungsstrebe; und
    • 5 schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Matratze aus zwei Matratzensegmenten.
  • Die Darstellungen in den 1 bis 5 sind stark vereinfacht und nicht maßstabsgerecht. Auch sind einige Details in den Figuren nicht dargestellt, um einen unverstellten Blick auf wesentliche Merkmale der Erfindung zu ermöglichen.
  • 1 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Matratze 10 in einem Längsschnitt. Die Matratze 10 weist einen Matratzenkern mit einer ersten Schaumstoffschicht 1 und einer zweiten Schaumstoffschicht 2 auf. Die erste Schaumstoffschicht 1 ist direkt auf der zweiten Schaumstoffschicht 2 angeordnet und mit dieser verklebt. Die Matratze 10 weist integrierte Versteifungsstreben 4 auf, die zwischen die miteinander verklebten Schaumstoffschichten 1, 2 geklemmt sind.
  • Die Versteifungsstreben 4 verlaufen von einem Randbereich der Matratze 10 zu einem diesen Randbereich gegenüberliegenden Randbereich.
  • Die Versteifungsstreben 4 sind innerhalb des Matratzenkerns in einer gemeinsamen Ebene angeordnet. Sie sind voneinander beabstandet und verlaufen vorliegend parallel zueinander.
  • Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Versteifungsstreben 4 sandwichartig zwischen der ersten Schaumstoffschicht 1 und der zweiten Schaumstoffschicht 2 angeordnet. Sie sind zwischen die erste Schaumstoffschicht 1 und die zweite Schaumstoffschicht 2 geklemmt, ohne mit diesen verklebt zu sein. Es ist auch möglich, die Versteifungsstreben 4 zwischen die Schaumstoffschichten 1, 2 zu kleben, um deren Integration in dem Matratzenkern zu erhöhen.
  • Die erste und die zweite Schaumstoffschicht 1, 2 sind thermisch oder mit einem zusätzlichen Kleber miteinander verklebt.
  • Die erste Schaumstoffschicht 1 hat bei der in 1 gezeigten Ausführungsform eine höhere Festigkeit und eine geringere Schichtdicke als die zweite Schaumstoffschicht 2. Je nachdem, welche der beiden Schaumstoffschichten 1, 2 oben liegt, ergibt sich eine weichere oder härtere Auflagefläche und ein entsprechend anderer Liegekomfort.
  • Wie in 2 zu erkennen ist, verlaufen die Versteifungsstreben 4 in einer senkrecht zur Längsrichtung verlaufenden Querrichtung der Matratze 10, also parallel zur Liegefläche von einem Randbereich der Matratze 10 zu einem diesem gegenüberliegenden Randbereich der Matratze 10.
  • Die Versteifungsstrebe 4 weisen jeweils einen in Längsrichtung der Versteifungsstreben 4 verlaufenden, faserverstärkten biegesteifen Kunststoffstab 5 auf.
  • Bei dem faserverstärkten Kunststoffstab 5 handelt es sich um natürliche oder synthetische Fasern, beispielsweise Glas-, Kohle-, Aramid- oder Basaltfasern, die in eine Kunststoffmatrix eingebracht sind.
  • Durch die dehnungsarmen Verstärkungsfasern ist der Kunststoffstab 5 besonders belastbar und biegesteif.
  • 2 zeigt schematisch einen Querschnitt durch die Matratze 10 aus 1. Durch den biegesteifen Kunststoffstab 5 ist die Versteifungsstrebe 4 so stabil, dass es bereits ausreichend ist, die Matratze 10 lediglich in Ihren Randbereichen, zwischen denen sich die Versteifungsstreben 4 erstrecken, zu unterstützen. Wie in 2 dargestellt ist, wird die Matratze 10 lediglich in zwei gegenüberliegenden Randbereichen durch einen Auflageholm 8 unterstützt. Statt einem Auflageholm 8 kann die Matratze 10 auch auf beidseitig gestellten Stühlen, Boxen oder Getränkekisten aufgebockt sein. In allen Fällen bilden die biegesteifen Versteifungsstreben 4 eine hinreichend starre Armierung, dass sich eine freitragende Liegefläche ergibt, die ohne nennenswerte Durchbiegung mit dem Gewicht einer oder mehrerer Personen belastet werden kann.
  • 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Matratze 10 mit einer zusätzlichen dritten Schaumstoffschicht 3.
  • Die Versteifungsstreben 4 sind zwischen die erste Schaumstoffschicht 1 und die zweite Schaumstoffschicht 2 geklemmt, wobei die erste Schaumstoffschicht 1 eine höhere Festigkeit als die zweite Schaumstoffschicht 2 aufweist. Die dritte Schaumstoffschicht 3 liegt direkt auf der zweiten Schaumstoffschicht 2 auf und ist mit dieser verklebt. Vorliegend weist die dritte Schaumstoffschicht 3 eine höhere Festigkeit als die zweite Schaumstoffschicht 2 auf. Sie könnte genauso gut eine geringere Festigkeit als die zweite Schaumstoffschicht 2 aufweisen. Durch Variation von Schaumstoffdicken und Festigkeiten der Schaumstoffschichten 1, 2, 3 lassen sich unterschiedliche Liegeeigenschaften einstellen. Außerdem ergeben sich unterschiedliche Liegeeigenschaften, je nachdem welche Seite der Matratze 10 oben ist.
  • 4 zeigt einen Querschnitt einer Ausführungsform einer Versteifungsstrebe 4 der erfindungsgemäßen Matratze 10.
  • Bei dieser Ausführungsform weisen die Versteifungsstreben 4 jeweils eine ebenfalls biegesteife Kunststofflamelle 7 auf, in die der faserverstärkte biegesteife Kunststoffstab 5 eingelassen ist.
  • Bei der in 4 gezeigten Ausführungsform handelt es sich um einen glasfaserverstärkten Kunststoffstab 5.
  • Der glasfaserverstärkte Kunststoffstab 5 hat einen runden Querschnitt mit einem Durchmesser von 8 mm. Der Kunststoffstab ist mit einem Kunststoffmantel 6 ummantelt. Der Kunststoffmantel 6 unterstützt die Biegesteifigkeit des Kunststoffstabes 5 und das eventuelle Herauslösen von Fasern aus dessen Kunststoffmatrix.
  • Die Kunststofflamelle 7 ummantelt den Kunststoffstab 5 vollständig. Das heißt, mittig bildet der biegesteife faserverstärkte Kunststoffstab 5 einen Kern, der mit dem Kunststoffmantel 6 ummantelt ist. Der Kunststoffstab 5 mit seinem Kunststoffmantel 6 ist wiederum von einer linsenförmig aufgebauchten Kunststofflamelle eingeschlossen. Die mittig linsenförmig verbreiterte Kunststofflamelle 7 verjüngt sich an gegenüberliegenden Seiten des Kerns zu einem flachen flügelartigen Band.
  • Insgesamt ergibt sich durch den in 4 gezeigten Aufbau eine bandförmige biegesteife Versteifungsstrebe 4, mit einer integrierten Versteifungsrippe in Form eines in die Kunststofflamelle 7 eingebetteten, glasfaserverstärkten biegesteifen Kunststoffstabs 5.
  • Die bandförmige Versteifungsstrebe 4 gemäß 4, lässt sich sehr gut zwischen die Schaumstoffschichten 1, 2 des Matratzenkerns integrieren, indem sie einfach zwischen die beiden miteinander verklebten Schaumstoffschichten 1, 2 geklemmt wird. Die bandförmige Versteifungsstrebe 4 kann sich zwischen den Schaumstoffschichten 1, 2 nicht verdrehen. Außerdem leistet sie eine optimale Krafteinleitung und -verteilung in den faserverstärkten Kunststoffstab 5.
  • Die in 4 gezeigte Kunststofflamelle 7 weist einen gerippten Lammellenquerschnitt auf. Die Kunststofflamelle 7 weist in deren Längsrichtung, parallel zu dem eingelassenen Kunststoffstab verlaufende Rillen und erhabene Rippen auf. Der gerippte Lamellenquerschnitt verbessert die Integration der Versteifungsstreben 4 in den Matratzenkern und verleiht der Versteifungsstrebe 4 zusätzliche Stabilität.
  • Es ist auch möglich, dass die in 4 gezeigte Lamellenform aus anderen Materialien, wie beispielsweise als Aluminiumprofil ausgebildet ist.
  • 5 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Matratze 10, die in zwei einzelne Matratzensegmente 11 unterteilt ist. Beide Matratzensegmente 11 können zu einer Liegefläche zusammengeschoben werden.
  • Jedes der Matratzensegmente 11 verfügt über integrierte Versteifungsstreben 4, die voneinander beabstandet auf einer gemeinsamen Ebene innerhalb eines Matratzenkerns des jeweiligen Matratzensegmentes 11 angeordnet sind, wobei die Matratzenkerne wenigstens zwei direkt übereinander angeordnete und miteinander verklebte Schaumstoffschichten 1, 2 aufweisen, die Versteifungsstreben 4 zwischen den Schaumstoffschichten 1, 2 eingeklemmt sind und die Versteifungsstreben 4 jeweils einen in Längsrichtung der Versteifungsstreben 4 verlaufenden, faserverstärkten Kunststoffstab 5 aufweisen.
  • Die einzelnen Matratzensegmente 11 können platzsparend, einzeln verstaut werden und bei Bedarf zu einer Matratze 10, das heißt, zu einer gemeinsamen Liegefläche zusammengeschoben werden. Die einzelnen Matratzensegmente 11 können auch zu einem Sofa mit Sitzfläche und Rückenlehne zusammengesetzt werden. Durch die biegesteifen Versteifungsstreben 4 ist die Sitzfläche eines solchen Sofas ebenfalls freitragend und es genügt, die Sitzfläche lediglich in ihren Randbereichen zu unterstützen.
  • Bezugszeichenliste
  • 10
    Matratze
    11
    Matratzensegment
    1
    erste Schaumstoffschicht
    2
    zweite Schaumstoffschicht
    3
    dritte Schaumstoffschicht
    4
    Versteifungsstreben
    5
    faserverstärkter Kunststoffstab
    6
    Kunststoffmantel
    7
    Kunststofflamelle
    8
    Auflageholm
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • US 3 110 042 [0003]

Claims (7)

  1. Matratze mit integrierten Versteifungsstreben, wobei die Versteifungsstreben zu- einander beabstandet auf einer gemeinsamen Ebene innerhalb eines Matratzenkerns angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Matratzenkern wenigstens zwei direkt übereinander angeordnete und miteinander verklebte Schaumstoffschichten aufweist, die Versteifungsstreben zwischen den Schaumstoffschichten eingeklemmt sind und die als biegesteife Versteifungsstreben jeweils einen in Längsrichtung der Versteifungsstreben verlaufenden, faserverstärkten biegesteifen Kunststoffstab aufweisen.
  2. Matratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteifen Versteifungsstreben eine ebenfalls biegesteife Kunststofflamelle aufweisen, in die der faserverstärkte biegesteife Kunststoffstab eingelassen ist und welche mit der längsten Querschnittabmessung immer parallel zur Liegefläche in der Matratze eingeordnet ist.
  3. Matratze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteife Kunststofflamelle einen die Stabilität der Kunststofflamelle erhöhenden gerippten Lammellenquerschnitt aufweist.
  4. Matratze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteifen Versteifungsstreben zwischen einer ersten Schaumstoffschicht und einer zweiten Schaumstoffschicht eingeklemmt sind, wobei die erste Schaumstoffschicht eine höhere Festigkeit aufweist als die zweite Schaumstoffschicht.
  5. Matratze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteifen Versteifungsstreben zwischen einer ersten Schaumstoffschicht und einer zweiten Schaumstoffschicht in dazwischen angeordnete Aufnahmetaschen austauschbar angeordnet sind.
  6. Matratze nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze eine dritte Schaumstoffschicht aufweist, die direkt an der zweiten Schaumstoffschicht fest anliegt und die eine höhere/niedrigere Festigkeit als die zweite Schaumstoffschicht aufweist.
  7. Matratze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze in einzelne Matratzensegmente unterteilt ist, die zu einer Liegefläche zusammengeschoben werden können, wobei die biegesteife Versteifungsstreben immer quer zur Liegefläche angeordnet sind.
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