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DE202011107992U1 - Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft - Google Patents

Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft Download PDF

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DE202011107992U1
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Sweredjuk Robert Dr De
Neutec Chemie GmbH
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Neutec Chemie GmbH
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D7/00Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
    • C11D7/22Organic compounds
    • C11D7/40Products in which the composition is not well defined
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    • A61L9/01Deodorant compositions
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Abstract

Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft zumindest umfassend ein derivatisiertes Peptid in einem Volumenanteil von 1% bis 10%.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft gemäß Anspruch 1.
  • Innenraumbelastungen mit Schadstoffen sind in zunehmendem Maße für Befindlichkeitsstörungen von Menschen verantwortlich, wobei chronische Belastungen und Kombinationswirkungen von Schadstoffen im Niedrigdosisbereich hierbei im Vordergrund stehen.
  • Insbesondere Formaldehydbelastungen und Aldehyde durch Zigarettenrauch, Farben, Lacke, Kleber, Desinfektionsmittel, heiße Fette uvm. belasten die Raumluft und somit häufig auch die Gesundheit der in diesen Räumen lebenden oder arbeitenden Menschen. Hinzu kommt, daß auch Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände sowie Bodenbeläge Schadstoffe kontinuierlich an die umgebende Raumluft abgeben können.
  • Zu den schwerflüchtigen organischen Verbindungen gehören neben Pestiziden und Holzschutzmitteln, die in Innenräumen überwiegend aus Quellen im Raum selbst stammen, Dioxine, Furane, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK, PAH) und deren Derivate, die in Innenräumen und in der Außenluft vorkommen.
  • Isocyanate sind organische Verbindungen die mit Phenolen und Alkoholen zu Polyurethanen reagieren. Sie finden sich in Dispersionen, zweikomponenten- und anderen Klebern auf Polyurethanbasis, Lacken und Schaumstoffen Verwendung. Die Reaktion läuft jedoch nicht vollständig ab, so dass Restmonomere im fertigen Produkt enthalten sind, die an die Innenraumluft abgegeben werden.
  • Vor diesem Hintergrund werden Anstrengungen unternommen, die Raumluft von dieser Vielzahl von Belastungen zu reinigen und somit gesundheitlichen Problemen der Menschen vorzubeugen, die sich in den industrialisierten Ländern Europas etwa 80% bis 90% des Tages in Innenräumen aufhalten und somit den Schadstoffen ausgesetzt sind.
  • Die DE 102 12 983 C1 offenbart beispielsweise einen Sanierungsbaustoff für schadstoffbelastete Gebäude bestehend aus einer Trockenmasse aus Tonmehl und Sand, dem Schafwollfasern zugesetzt sind, deren reaktive Fläche durch Schneiden kurzer Faserlängen und Aufbrechen einer oder mehrerer Faserschichten, insbesondere der Keratinschicht, vergrößert worden ist, wobei die Schafswallfasern Schadstoffe aus der Raumluft binden sollen.
  • Aus der Veröffentlichung US 5 705 537 ist als anderer Baustoff ein Phenolharzschaum bekannt, der als Isolierung verwendet werden kann. Es handelt sich hier um ein geschäumtes Phenol-Formaldehyd-Resol-Harz, das ein Peptid, eine proteinhaltiges Material, Cystein, Glutaminsäure, Glycin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Phenylalanin, Serin, Tryptophan, oder Mischungen davon in einer Menge enthält, die wirksam eine Reduztierung von Emissionen von freiem Formaldehyd aus dem geschäumten Harz bewirken.
  • In der offenbarten Erfindung der CA 1 162 904 wird ein Verfahren der Chemisorption eingesetzt, um gasförmiges Formaldehyd zu festen, nicht-flüchtigen Verbindungen umzuwandeln und in den Absorber zu binden. Der Absorber kann hierfür in verschiedenen Formen von Filtern hergestellt werden, und eignet sich für beruflichen Atemschutz, Luft-Reinigung in Arbeits-und Wohnbereichen und für die Formaldehyd-Absorption von Prozessgasen. Der Absorber kann hier auch präventiv in Kunstharzen zur Reduzierung von Formaldehyd-Emissionen integriert werden.
  • Nachteilig bei diesen Verfahren bzw. Baustoffen ist allerdings, daß diese in der Regel nur unter bedeutendem finanziellen Aufwand in Form von Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden und Räumen anwendbar sind, die bereits mit Schadstoffemissionen belastet sind. Zudem würde eine Erneuerung dieser Baustoffe nach einer bestimmten Nutzungsdauer eine neuerliche kostenintensive Sanierung mit sich bringen.
  • Dies berücksichtigend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Reinigungsmittel zu schaffen, das eine dauerhafte Neutralisierung von Gerüchen in der Raumluft bewirkt und hierbei Schadstoffe wie Formaldehyde und Aldehyde und andere Schadstoffe katalysiert. Das Reinigungsmittel soll hierbei sehr absorptionsfähig und langfristig wirksam sein, gleichzeitig aber auch einfach und ungefährlich in der Anwendung.
  • Erreicht wird dies nach der Erfindung durch ein Reinigungsmittel mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
  • Die Unteransprüche haben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung zum Gegenstand.
  • Es wurde durch experimentelle Studien eine Wirkstoffgruppe als besonders geeignet festgestellt, um diese Aufgabenstellung als Bestandteil eines Reinigungsmittels zu verwirklichen, nämlich derivatisierte Peptide. Diese chemisch modifizierten Peptide, weisen veränderte physikochemischen Parameter und biologische Eigenschaften auf, wodurch sie die angestrebte Wirkung bei der Schadstoffneutralisation im Reinigungsmittelfilm erfüllen können. Das derivatisierte Peptid enthält reaktive Seitengruppen am Molekül, die in der Lage sind, mit den Luftschadstoffen chemisch zu reagieren und diese so zu neutraliseren.
  • Laborprüfungen haben hierbei belegen können, dass eine starke Abbauwirkung des Reinigungsmittels für den Schadstoff Formaldehyd aus der Raumluft gewährleistet ist. So wurde die Konzentration von Farmaldehyd in einer Prüfkammerluft bei einer vollständigen Verdampfung einer Formaldehydlösung innerhalb einer Stunde auf unter 20% der ursprünglichen Konzentration abgesenkt durch eine Anordnung des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels als Wasser-Alkohol-Mischung mit dem Zusatz des derivatisierten Peptides in der Prüfkammer. Nach 24 Stunden konnten nur noch 0,5% der ursprünglichen Konzentration des Formaldehydgehaltes in der Prüfkammerluft gemessen werden. Somit ist die Wirksamkeit des Reinigungsmittels unter Laborbedingungen nachgewiesen worden.
  • Grundsätzlich ist hierbei von einem Volumenanteil des derivatisierten Peptids im Reinigungsmittel von 1% bis 10% auszugehen, wobei es sich als vorteilhaft erwiesen hat, lediglich bis zu 5% eines derivatisierten Peptides in Verbindung mit zumindest 50% Wasser und zumindest 10% Alkohol zu verwenden. Auf diese Weise ist die gewünschte Wirksamkeit der Schadstoffneutralisierung im Reinigungsmittel sichergestellt.
  • In einer zweckmäßigen Ausführung der Erfindung sind als weitere Bestandteile Kohlensäurediamid und/oder Hydroxypropyl-beta-Cyclodextrin und/oder Aminoxid in Volumenanteilen bis zu 5% enthalten.
  • In einer weiteren zweckmäßigen Ausführung der Erfindung sind als weitere Bestandteile Dipropylenglykolmonomethylether und/oder eine Netzmittel in Volumenanteilen bis zu 5% enthalten. Auch kann es vorteilhaft sein, wenn ein hydrophob modifiziertes Copolymer in einem Volumenanteil von etwa 5% bis 10% enthalten ist.
  • Schließlich können in einer weiteren Ausführungsform als weitere Bestandteile Entschäumer und/oder Duftstoffe und/oder Farbstoffe in Volumenanteilen bis zu 1% enthalten sein.
  • Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel unterscheidet sich grundsätzlich sowohl im Einsatzprofil als auch im Wirkungsspektrum von herkömmlichen Reinigungsmitteln. Es ist für den Abbau von Reiz- und Geruchsstoffen in der Innenraumluft durch Chemieabsorption optimiert und enthält synergistisch wirkende Komponenten eines derivatisierten Peptides, das als Absorptionsmittel insbesondere für gasförmige, proteinreaktive Substanzen in Innenräumen zum Einsatz kommt. Hierzu gehören u. a. Aldehyde und VOC (volatile organic compounds = flüchtige organische Verbindungen).
  • Das Reinigungsmittel dient so der Aufnahme und Abreaktion von Reiz- und Geruchstoffen belasteter Innenräume und der Prävention derartiger Belastungen.
  • Folgende Voraussetzungen werden durch das Reinigungsmittel erfüllt:
    • – Die Primäreigenschaft der Anwendung, d. h. das optimale Reinigen bleibt vollständig erhalten.
    • – Die Qualität des Reinigungsergebnisses wird nicht negativ beeinflusst, die Reinigungszeit bleibt gleich
    • – Die auf den gereinigten Oberflächen in Innenräumen entstandenen Reinigungsfilme bewirken nach dem Reinigungsprozess die Absorption der Schadstoffe aus der Innenraumluft
    • – Die Reinigungsfilme bleiben dabei für den Anwender weder sichtbar noch beeinflussen sie die Oberflächenbeschaffenheit.
    • – Durch die regelmäßigen Reinigungsvorgänge in Innenräumen werden die Reinigungsfilme stets erneuert und eine entsprechende Langzeitwirkung zur Schadstoffabsorption wird erreicht.
    • – Das Reinigungsmittel ist zu 100% biologisch abbaubar nach DETVO 648/2004, materialneutral, kennzeichnungsfrei und damit ungefährlich in der Anwendung
  • In der Anwendung im Reinigungsmittel wird die naturgemäß aktive und konvektive Anströmung der Raumluft (Luftzirkulation) auf eine große, absorptive Oberfläche genutzt, die zur Folge hat, dass Reiz- und Geruchstoffe durch das enthaltene derivatisierte Peptid aus der Innenraumluft entfernt werden.
  • Vereinfacht ausgedrückt bewirkt das im Reinigungsmittel enthaltene derivatisierte Peptid eine Kondensationsreaktion, bei der schädliches Methylol in unschädliches Methylen umgewandelt wird. Die schädlichen Moleküle werden also nicht konzentriert angelagert, sondern durch chemische Umwandlung sogar beseitigt.
  • Im Fall von Aldehyden entstehen nach der Umsetzung, bzw. Neutralisation des Schadstoffes völlig neue, unschädliche Verbindungen. Die daraus resultierenden Reaktionsprodukte sind natürlicher Bestandteil aller Proteine, als auch der körpereigenen Proteine.
  • Ziel der Anwendung des Reinigungsmittels ist nicht die vollständige Eliminierung von Schadstoffen in der Raumluft. Angestrebt ist eine generelle Reduzierung von Raumluftfremdstoffen, wodurch unangenehme Gerüche, Reizstoffe und mögliche Kombinationswirkungen für den im Raum befindlichen Menschen deutlich vermindert werden und so zu einer allgemeinen Verbesserung der Raumluftqualität beigetragen wird.
  • Technisch neu im Vergleich zu bestehenden Lösungen beispielsweise in Baustoffen, die Schafswollprodukte enthalten ist, daß Reiz- und Geruchstoffe chemisch umgesetzt, dauerhaft gebunden und im Fall von proteinreaktiven Verbindungen neutralisiert werden unter Vermeidung von Geruchs- bzw. Schadstoffüberdeckungen. Der Einsatz eines derivatisierten Peptides in einem Reinigungsmittel ist bisher einzigartig.
  • Die wesentlichen Verbesserungen, die durch die Innovation erzielt werden, sind:
    • – keine „externen” Quellen erforderlich z. B. Licht, UV-Strahlung, Sauerstoff, Ionentauscher
    • – 24 Stunden Funktionalität, Tag und Nacht Langzeitwirkung durch Erneuerung des aktiven Reinigungsfilms bei der regelmäßigen Unterhaltsreinigung
    • – Der Abbau und die Neutralisation von insbesondere proteinreaktiven Reiz- und Geruchstoffen ist wissenschaftlich belegt
    • – Reaktions- und Reaktionszwischenprodukte sind identifiziert
  • Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel zeigt somit positive Auswirkungen in Bezug auf:
    • – ein Verbessertes Raumklima durch Abbau von Geruchs- und Schadstoffen
    • – eine gute Umweltverträglichkeit
    • – keinen erhöhter Aufwand, da die Schadstoffabsorption beim Reinigen erfolgt
    • – Keine Zusatzkosten
    • – und eine Wirksamkeit Rund um die Uhr.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 10212983 C1 [0007]
    • US 5705537 [0008]
    • CA 1162904 [0009]

Claims (6)

  1. Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft zumindest umfassend ein derivatisiertes Peptid in einem Volumenanteil von 1% bis 10%.
  2. Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Volumentanteile der Inhaltsstoffe: – bis zu 5% eines derivatisierten Peptides, – zumindest 50% Wasser und – zumindest 10% Alkohol.
  3. Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als weitere Bestandteile Kohlensäurediamid und/oder Hydroxypropyl-beta-Cyclodextrin und/oder Aminoxid in Volumenanteilen bis zu 5% enthalten sind.
  4. Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als weitere Bestandteile Dipropylenglykolmonomethylether und/oder eine Netzmittel in Volumenanteilen bis zu 5% enthalten sind.
  5. Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Bestandteil ein hydrophob modifiziertes Copolymer in einem Volumenanteil von etwa 5% bis 10% enthalten ist.
  6. Schadstoffneutralisationsreiniger zur Verbesserung der Raumluft nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als weitere Bestandteile Entschäumer und/oder Duftstoffe und/oder Farbstoffe in Volumenanteilen bis zu 1% enthalten sind.
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