DE202011106814U1 - Rahmenprofil mit Scharnier für Möbeltüren - Google Patents
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Abstract
Rahmenprofil (10) mit Scharnier (30), wobei das Rahmenprofil (10) als Aufnahme für das Türblatt einer Rahmentür konzipiert ist und das Scharnier (30) als Schwenkverbindung zwischen einer Möbelwandung und der Rahmentür fungiert, indem das Scharnier (30) eine Grundplatte (31) zur Befestigung an der Möbelwandung, eine Schwenkachse (36) und ein Gelenkteil (37) umfasst, das einerseits schwenkbar mit der Schwenkachse (36) verbunden ist und andererseits am Rahmenprofil (10) festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, • dass das Rahmenprofil (10) in Form einer Hohlschiene mit einem im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt realisiert ist, • dass in der Hohlschiene (10), am freien Ende des einen ersten L-Schenkels (11) eine Aufnahmenut (13) für das Türblatt ausgebildet ist, so dass das Türblatt und der erste L-Schenkel (11) des Rahmenprofils (10) in einer Ebene – der Türebene – liegen, und • dass das Gelenkteil (37) so am Rahmenprofil (10) festgelegt ist, dass die Schwenkachse (36) des Scharniers...
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung betrifft ein Rahmenprofil mit Scharnier, wobei das Rahmenprofil als Aufnahme für das Türblatt einer Rahmentür konzipiert ist. Das Scharnier fungiert als Schwenkverbindung zwischen einer Möbelwandung und der Rahmentür. Es umfasst eine Grundplatte zur Befestigung an der Möbelwandung, eine Schwenkachse und ein Gelenkteil, das einerseits schwenkbar mit der Schwenkachse verbunden ist und andererseits am Rahmenprofil festgelegt ist.
- Derartige Rahmenprofile, die mit Scharnieren ausgestattet sind, kommen beispielsweise bei Regalsystemen mit Glastüren zum Einsatz. In der Praxis werden häufig Aluminium-Hohlschienen als Rahmenprofil verwendet, da sie leicht sind und mit hoher Designfreiheit relativ kostengünstig gefertigt und einfach verarbeitet werden können. Außerdem haben Aluminium-Rahmenprofile eine ansprechende Optik.
- Rahmentüren werden zumeist so montiert, dass sie in geschlossenem Zustand auf den angrenzenden Seitenwandungen, den sogenannten Stollen, aufsitzen. in diesem Fall werden für die Schwenkverbindung zwischen Möbelwandung und Rahmentür in der Regel Scharniere vom Typ Topfscharnier verwendet. Topfscharniere werden über eine Grundplatte im Schrankinnern an der Seitenwandung montiert und über den sogenannten Topf am Rahmenprofil festgelegt. Der Hebel des Scharniers wird auf der Grundplatte befestigt und über einen Bandarm mit der Schwenkachse verbunden. Diese ist im Bereich des Topfs, also in der Türebene, angeordnet. Dadurch wird die an die Seitenwandung angrenzende Rahmenkante beim Öffnen der Tür entgegen dem Öffnungswinkel nach innen geschwenkt.
- Neben Topfscharnieren werden im Möbelbereich auch einfache gerollte Scharniere als Schwenkverbindung, insbesondere für Klappen, verwendet. Diese Scharniere bestehen im Wesentlichen aus zwei bandartigen Scharnierteilen, die im Randbereich der beiden zu verbindenden Möbelteile montiert werden und endseitig jeweils mit mindestens einem gerollten Abschnitt ausgestattet sind. Die Schwenkverbindung zwischen den beiden Scharnierteilen wird mit Hilfe eines Stifts realisiert, der durch die fluchtend zueinander angeordneten gerollten Abschnitte geführt ist und die Schwenkachse des Scharniers bildet. Die Schwenkachse wird hier in der Regel im Stoßbereich zwischen Klappe und Seitenwandung angeordnet, so dass die Klappe beim Öffnen insgesamt um die Schwenkachse nach außen geschwenkt wird. Einfache gerollte Scharniere eignen sich insbesondere für eine Montage an Holz- oder Holzfaserplatten (MDF). Eine Montage an Rahmenprofilen aus Metall ist eher unüblich.
- Offenbarung der Erfindung
- Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Rahmenprofils mit Scharnier vorgeschlagen, das eine Anordnung der Rahmentür zwischen den Seitenwandungen des zugehörigen Möbels, also innerhalb des Möbelkorpus ermöglicht.
- Dazu ist das Rahmenprofil erfindungsgemäß in Form einer Hohlschiene mit einem im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt realisiert. Außerdem ist in der Hohlschiene, am freien Ende des einen ersten L-Schenkels eine Aufnahmenut für das Türblatt ausgebildet, so dass das Türblatt und der erste L-Schenkel des Rahmenprofils in einer Ebene – der Türebene – liegen. Des Weiteren ist das Gelenkteil des Scharniers erfindungsgemäß so am Rahmenprofil festgelegt, dass die Schwenkachse des Scharniers versetzt zur Türebene im Bereich der Außenwandung des anderen, zweiten L-Schenkels des Rahmenprofils angeordnet ist.
- Erst diese Anordnung der Schwenkachse des Scharniers im Bereich des zweiten L-Schenkels des Rahmenprofils – also versetzt zur Türebene – ermöglicht die Anordnung des ersten L-Schenkel zusammen mit dem Türblatt zwischen den Seitenwandungen des Möbelkorpus. Das freie Ende des zweiten L-Schenkels tritt senkrecht aus der Türebene heraus. Dementsprechend wird der zweite L-Schenkel des Rahmenprofils beim Öffnen der Tür gegen die Stirnfläche der Seitenwandung geklappt, während der erste L-Schenkel des Rahmenprofils zusammen mit dem Türblatt aus der Möbelfront heraus geschwenkt wird.
- Die Anordnung der Rahmentür zwischen den Seitenwandungen des Möbelkorpus, die durch das erfindungsgemäße Rahmenprofil mit Scharnier erst ermöglicht wird, eröffnet ganz neue Designmöglichkeiten.
- Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rahmenprofils und die Realisierung des Scharniers, solange die versetzte Anordnung von Türebene und Schwenkachse gewährleistet ist.
- Bei dem Rahmenprofil handelt es sich vorzugsweise um eine Alu-Hohlschiene. Das Rahmenprofil kann aber auch aus anderen Materialien, wie z. B. einem geeigneten Kunststoff, gefertigt sein. Des Weiteren kann das im Wesentlichen L-förmige Rahmenprofil beispielsweise mit Verstrebungen und/oder Zwischenwandungen im Innern der L-Form ausgestattet sein, die die Formstabilität des Rahmenprofils erhöhen und/oder zur Befestigung des Scharniers am Rahmenprofil dienen.
- In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in der Außenwandung des zweiten L-Schenkels des Rahmenprofils im Bereich zwischen der Ecke und der Schwenkachse des Scharniers eine Nut zur Aufnahme einer Dichtung ausgebildet. Durch Anordnung einer geeigneten Dichtung in einer solchen Nut des Rahmenprofils kann auf sehr einfache Weise das Problem der Abdichtung des Spalts zwischen Türrahmen und Möbelkorpus gelöst werden. Als Dichtungen werden bevorzugt Bürstendichtungen verwendet. Diese verhindern wirkungsvoll das Eindringen von Staub ins Schrankinnere. Bei beleuchteten Vitrinenschränken empfiehlt sich die Verwendung von blickdichten Bürstendichtungen, um einen Lichtaustritt im Spaltbereich zwischen Türrahmen und Möbelkorpus zu verhindern, der den optischen Gesamteindruck stört.
- Als Gelenkteil des Scharniers wird bevorzugt ein L-förmiges Winkelteil verwendet, dessen einer Schenkel endseitig mit der Schwenkachse verbunden ist. Ein solches Winkelteil kann einfach in die L-förmige Außenwandung des Rahmenprofils eingepasst werden. In diesem Fall muss der mit der Schwenkachse verbundene Schenkel des Winkelteils erfindungsgemäß so dimensioniert werden, dass die Schwenkachse des Scharniers versetzt zur Türebene im Bereich der Außenwandung des anderen, zweiten L-Schenkels des Rahmenprofils angeordnet ist.
- In einer besonders platzsparenden Variante der Erfindung befindet sich die Schwenkachse des Scharniers in der Ebene der Grundplatte, und zwar in der Verlängerung des Abschnitts, der an der Seitenwandung des Möbelkorpus montiert wird. in diesem Fall kann der mit der Schwenkachse verbundene Schenkel des Winkelteils bis in die Ebene der Grundplatte geschwenkt werden, was der Geschlossen-Stellung der Rahmentür entspricht.
- Im Hinblick auf eine einfache Montage des Scharniers am Rahmenprofil während des Möbelaufbaus erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Winkelteil des Scharniers mit Hilfe eines Verbindungsteils am Rahmenprofil festgelegt wird. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in der Oberfläche dieses Verbindungsteils eine Aufnahme für den freien Schenkel des Winkelteils ausgebildet. Ansonsten ist die äußere Form des Verbindungsteils an eine dafür vorgesehene Öffnung in der Außenwandung des ersten L-Schenkels des Rahmenprofils angepasst. Dort wird das Verbindungsteil, beispielsweise mit Hilfe von Schrauben, festgelegt, und das Winkelteil wird in der Aufnahme des Verbindungsteils fixiert.
- Da das gesamte Gewicht der Rahmentür an den Scharnieren hängt, und bedingt durch die Schwenkbewegung der Scharniere ist das Rahmenprofil im Montagebereich eines Scharniers besonderen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt. Diese können zumindest teilweise durch eine Zwischenwandung im Bereich des ersten L-Schenkels aufgenommen werden. In einer besonders stabilen Variante der Erfindung ist das Verbindungsteil, das ja in eine Öffnung in der Außenwandung des ersten L-Schenkels und in das Rahmenprofil eingepasst ist, mit einer solchen Zwischenwandung des Rahmenprofils verschraubt.
- Bei der Schwenkbewegung des Scharniers wird nicht nur das Rahmenprofil mechanischen Spannungen ausgesetzt sondern auch die Verbindung zwischen dem Winkelteil des Scharniers und dem Verbindungsteil. Dabei kann es zu einer Dejustierung des Scharniers kommen. Dem kann durch geeignete Ausformung des Verbindungsteil entgegengewirkt werden. So ist das Verbindungsteil in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit einem zusätzlichen Anschlag für den mit der Schwenkachse verbundenen Schenkel des Winkelteils ausgestattet. Dieser Anschlag schließt sich an die Aufnahme für den freien Schenkel des Winkelteils an und dient der Lagestabilisierung des Winkelteils am Verbindungsteil bzw. am Rahmenprofil.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Wie bereits voranstehend erörtert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird einerseits auf die dem unabhängigen Schutzanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche verwiesen und andererseits auf die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren.
-
1a , b zeigen eine Schnittdarstellung und eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils10 im Montagebereich eines Scharniers, -
2a , b zeigen jeweils eine perspektivische Darstellung eines Verbindungsteils20 für die Montage eines Scharniers am Rahmenprofil10 –2a von oben und2b von unten, -
3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Rahmenprofils10 mit einem so montierten Scharnier30 , und -
4a , b zeigen jeweils eine Schnittdarstellung Scharniers30 mit Rahmenprofil10 montiert an einer Möbelwandung –4a in Geschlossen-Stellung und4b in Offen-Stellung. - Ausführungsform der Erfindung
- Das in den
1a und1b dargestellte Rahmenprofil10 ist für die Aufnahme eine Türblatts, insbesondere einer Glasscheibe, konzipiert. Es ist in Form einer Aluminium-Hohlschiene10 realisiert und hat einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt. Die beiden L-Schenkel11 und12 der Hohlschiene10 sind im rechten Winkel zueinander orientiert. Am freien Ende des ersten L-Schenkels11 ist eine Aufnahmenut13 ausgebildet, in die das Türblatt ggf. zusammen mit einer Dichtung eingefügt wird. Eine solche Dichtung verhindert nicht nur das Eindringen von Staub ins Möbelinnere sondern auch, dass das Türblatt bei Erschütterungen im Rahmen klappert. Die Aufnahmenut13 ist so orientiert, dass das Türblatt und der erste L-Schenkel11 des Rahmenprofils10 in einer Ebene liegen. Diese Ebene wird im Folgenden auch als Türebene bezeichnet. - Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Aufnahmenut
13 einerseits durch die innenliegende L-Wandung101 der Hohlschiene10 begrenzt und andererseits durch eine erste Zwischenwandung102 , die parallel zum ersten L-Schenkel11 orientiert ist. Stirnseitig wird die Aufnahmenut13 durch eine zweite Zwischenwandung103 abgeschlossen, die parallel zum zweiten L-Schenkel12 des Hohlprofils10 orientiert ist. - In der außenliegenden L-Wandung
104 des zweiten L-Schenkels12 ist an die Ecke105 anschließend eine Nut14 ausgeformt. In diese Nut14 kann eine Dichtung eingefügt werden zur Abdichtung des Spalts zwischen dem Rahmenprofil10 , also einem Türrahmen, und einer angrenzenden Möbelwandung, also dem Möbelkorpus. Dazu werden bevorzugt sogenannte Bürstendichtungen verwendet, die eine sehr gute Dichtwirkung haben, ohne die Schwenkbewegung der Tür nennenswert zu beeinträchtigen. - Wie bereits erwähnt, ist in den
1a und1b ein Abschnitt des Rahmenprofils10 dargestellt, an dem ein Scharnier als Schwenkverbindung einer Rahmentür mit einer Möbelwandung montiert werden soll. Diese Montage erfolgt über ein Verbindungsteil20 , das in den2a und2b dargestellt ist und in Verbindung mit diesen Figuren auch näher erläutert wird. Das Verbindungsteil20 wird in einer Öffnung15 in der außenliegenden L-Wandung104 des Rahmenprofils10 im Bereich des ersten L-Schenkels11 angeordnet und dort fixiert, indem es mit der ersten Zwischenwandung102 verschraubt wird. Die entsprechenden Schraubenlöcher16 sind besonders gut in1b zu erkennen.1a veranschaulicht, dass sich die Öffnung15 in der außenliegenden L-Wandung104 vom Bereich des ersten Schenkels11 über die Ecke105 und die Nut14 bis in den Bereich des zweiten Schenkels12 erstreckt, was nachfolgend insbesondere in Verbindung mit3 näher erläutert wird. - Bei dem in den
2a und2b dargestellten Verbindungsteil20 handelt es sich um ein Formteil, beispielsweise aus Metall oder Kunststoff, mit einer im Wesentlichen flächigen Oberseite. Die abgerundete Kontur des Verbindungsteils20 ist an die Form der Öffnung15 im Bereich des ersten Schenkels11 des Rahmenprofils10 angepasst. Die Höhe des Verbindungsteils20 entspricht in etwa dem Abstand zwischen der ersten Zwischenwandung102 und der außenliegenden L-Wandung104 des ersten Schenkels11 des Rahmenprofils10 , so dass sich das Verbindungsteil20 im Bereich des ersten Schenkels11 formschlüssig in die Öffnung15 des Rahmenprofils10 einpassen lässt. - In der flächigen Oberseite des Verbindungsteils
20 ist mittig eine Vertiefung21 ausgebildet, die als Aufnahme für das winkelförmige Gelenkteil37 eines Scharniers fungiert. Im Bereich dieser Aufnahmevertiefung21 befindet sich eine Schraubenöffnung22 für eine Schraube27 , mit der das Gelenkteil37 in der Aufnahmevertiefung21 festgelegt und justiert wird, was in3 dargestellt ist. - In den gegenüberliegenden Randabschnitten des Verbindungsteils
20 , zu beiden Seiten der Aufnahmevertiefung21 sind Schraubenöffnungen23 ausgebildet, deren Anordnung der Anordnung der Schraubenlöcher16 in der Zwischenwandung102 entspricht, so dass das Verbindungsteil20 mit Hilfe von Befestigungsschrauben28 im Rahmenprofil10 fixiert werden kann. - Die rechteckige Aufnahmevertiefung
21 erstreckt sich über die gesamte Breite des Verbindungsteils20 und ist an drei Seiten durch eine Seitenwandung24 im Verbindungsteil20 eingefasst, während sie an der vierten Seite offen ist. An dieser Seite befindet sich ein Steg25 , der als Auflage für den in der Aufnahmevertiefung21 angeordneten Schenkel und als Anschlag für den anderen Schenkel des winkelförmigen Gelenkteils37 des Scharniers30 dient. Dazu tritt der Steg25 aus dem unteren Rand des Verbindungsteils20 heraus, was insbesondere durch2b veranschaulicht wird. Auf diese Weise trägt der Steg25 wesentlich zur Lagestabilisierung des Gelenkteils37 am Rahmenprofil10 bei. - Die Funktion des Verbindungsteils
20 wird besonders gut durch3 veranschaulicht. Hier ist das Rahmenprofil10 dargestellt zusammen mit einem Scharnier30 , das über das Verbindungsteil20 am Rahmenprofil10 montiert wurde. - Das Scharnier
30 wird über eine Grundplatte31 an einer Möbelwandung montiert. Dazu wird die Grundplatte31 mit der Möbelwandung verschraubt, wobei die Befestigungsschrauben durch zwei Langlöcher32 im verbreiterten Endbereich der Grundplatte31 geführt werden. Diese Langlöcher32 sowie eine Justierschraube33 ermöglichen eine horizontale und vertikale Ausrichtung des Scharniers30 bzw. einer Rahmentür, die über das Scharnier30 mit der Möbelwandung verbunden ist. - Auf der dem verbreiterten Endbereich gegenüberliegenden Seite geht die Grundplatte
31 in zwei armartige Stege34 über, die endseitig mit Ösen35 versehen sind. In diesen Ösen35 ist die Schwenkachse36 des Scharniers30 gelagert. Da die Stege34 in einer Ebene mit der Grundplatte31 liegen, befindet sich auch die Schwenkachse36 in der Ebene der Grundplatte31 . - Ein Schenkel
371 des winkelförmigen Gelenkteils37 ist endseitig schwenkbar mit der Schwenkachse36 verbunden. Der andere Schenkel372 des Winkelteils37 ist über das Verbindungsteil20 am Rahmenprofil10 festgelegt. Dazu wurde dieser zweite Schenkel372 in die Aufnahmevertiefung21 des Verbindungsteils20 eingefügt und mit Hilfe der Schraube27 justiert und fixiert. -
3 verdeutlicht, dass das L-förmige Winkelteil37 des Scharniers30 mit Hilfe des Verbindungsteils20 so am Rahmenprofil10 festgelegt ist, dass es in die Öffnung15 in der außenliegenden L-Wandung104 des Rahmenprofils10 eingepasst ist, d. h. nicht aus der L-förmigen Profilform des Rahmenprofils10 hervortritt. Dementsprechend ist die Schwenkachse36 des Scharniers30 ebenfalls in der Ebene der außenliegenden L-Wandung104 des Rahmenprofils10 angeordnet, und zwar im Bereich des zweiten L-Schenkels12 , versetzt zur Türebene. Dieser Aspekt wird in Verbindung mit den4a und4b näher erläutert. - Das Scharnier
30 ist in3 in aufgeklapptem Zustand dargestellt. Für den Schließvorgang wird das Rahmenprofil10 um die Schwenkachse36 in Richtung der Grundplatte31 geschwenkt. Die Geschlossen-Stellung ist dann erreicht, wenn sich der mit der Schwenkachse36 verbundene Schenkel371 des Winkelteils37 in der Ebene der Grundplatte31 befindet. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Scharnier mit Verrastmitteln zur Fixierung der Geschlossen-Stellung ausgestattet. Diese Verrastmittel umfassen einen senkrecht von der Grundplatte abragenden Fortsatz38 mit einer Rastöffnung für eine federnd gelagerte Kunststoffnase39 am Winkelteil37 . Die Rastöffnung befindet sich auf der dem Betrachter abgewandten Seite des Fortsatzes38 . Die Kunststoffnase39 springt aus der Oberfläche des Winkelteils37 hervor. Der Fortsatz38 und die Kunststoffnase39 sind so konfiguriert und angeordnet, dass die Kunststoffnase39 mit fortschreitender Schwenkbewegung entlang des Fortsatzes38 geführt und dabei gegen die Federkraft immer weiter in die Oberfläche des Winkelteils37 gedrückt wird. Erst bei Erreichen der Geschlossen-Stellung des Scharniers30 erreicht die Kunststoffnase39 die Rastöffnung im Fortsatz38 , wo sie aufgrund der Federwirkung einrastet. - Die Funktionsweise der voranstehend beschriebenen Scharniervorrichtung erschließt sich besonders gut mit Hilfe der
4a und4b , wo diese Vorrichtung im montierten Zustand dargestellt ist, also in Verbindung mit einer Möbelwandung50 . Bei der Möbelwandung50 handelt es sich beispielsweise um die Seitenwandung eines Schranks, der mit einer Rahmentür mit einem Rahmenprofil10 ausgestattet ist. - Wesentlich ist, dass die Grundplatte
31 des Scharniers30 so an der Seitenwandung50 im Möbelinneren montiert ist, dass die Ösen35 mit der Schwenkachse36 über die Seitenwandung50 hinausragen, die Schwenkachse36 also vor der Stirnfläche51 der Seitenwandung50 angeordnet ist. -
4a zeigt das Scharnier30 mit dem Rahmenprofil10 in der Geschlossen-Stellung. Der mit der Schwenkachse36 verbundene Schenkel371 des Scharnier-Winkelteils37 befindet sich in der Ebene der Grundplatte31 in Anlage an der Seitenwandung50 , während sich der andere Schenkel372 des Winkelteils37 in Anlage am Fortsatz38 der Grundplatte31 befindet. Dementsprechend ist der erste L-Schenkel11 des Rahmenprofils10 senkrecht zur Seitenwandung50 orientiert.4a zeigt, dass die Aufnahmenut13 für das Türblatt versetzt Zur Schwenkachse36 angeordnet ist, so dass sich die Türebene noch im Bereich der Seitenwandung50 befindet und das Türblatt mit der Stirnfläche51 der Seitenwandung50 abschließt. Lediglich die Ösen35 mit der Schwenkachse36 und der zweite L-Schenkel12 des Rahmenprofils ragen über diese Stirnfläche51 hinaus. -
4b zeigt das Scharnier30 mit dem Rahmenprofil10 bei geöffneter Tür. Der mit der Schwenkachse36 verbundene Schenkel371 des Scharnier-Winkelteils37 wurde dazu in eine Position senkrecht zur Grundplatte31 geschwenkt. Dabei wurde der zweite L-Schenkel12 des Rahmenprofils10 auf die Stirnfläche51 der Seitenwandung50 geschwenkt. Dadurch bildet die Seitenwandung50 beim Öffnen der Tür einen Anschlag für das freie Ende des zweiten L-Schenkels12 des Rahmenprofils10 . Der erste L-Schenkel11 des Rahmenprofils10 ist hier parallel zur Seitenwandung50 orientiert.
Claims (8)
- Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ), wobei das Rahmenprofil (10 ) als Aufnahme für das Türblatt einer Rahmentür konzipiert ist und das Scharnier (30 ) als Schwenkverbindung zwischen einer Möbelwandung und der Rahmentür fungiert, indem das Scharnier (30 ) eine Grundplatte (31 ) zur Befestigung an der Möbelwandung, eine Schwenkachse (36 ) und ein Gelenkteil (37 ) umfasst, das einerseits schwenkbar mit der Schwenkachse (36 ) verbunden ist und andererseits am Rahmenprofil (10 ) festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, • dass das Rahmenprofil (10 ) in Form einer Hohlschiene mit einem im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt realisiert ist, • dass in der Hohlschiene (10 ), am freien Ende des einen ersten L-Schenkels (11 ) eine Aufnahmenut (13 ) für das Türblatt ausgebildet ist, so dass das Türblatt und der erste L-Schenkel (11 ) des Rahmenprofils (10 ) in einer Ebene – der Türebene – liegen, und • dass das Gelenkteil (37 ) so am Rahmenprofil (10 ) festgelegt ist, dass die Schwenkachse (36 ) des Scharniers (30 ) versetzt zur Türebene im Bereich der Außenwandung (104 ) des anderen, zweiten L-Schenkels (12 ) des Rahmenprofils (10 ) angeordnet ist. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Außenwandung (104 ) des zweiten L-Schenkels (12 ) des Rahmenprofils (10 ) im Bereich zwischen der Ecke (105 ) und der Schwenkachse (36 ) des Scharniers (30 ) mindestens eine Nut (14 ) zur Aufnahme einer Dichtung ausgebildet ist. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkteil (37 ) des Scharniers (30 ) in Form eines L-förmigen Winkelteils realisiert ist, dessen einer Schenkel (371 ) endseitig mit der Schwenkachse (36 ) verbunden ist, dass das Winkelteil (37 ) in die L-förmige Außenwandung (104 ) des Rahmenprofils (10 ) eingepasst ist und dass der mit der Schwenkachse (36 ) verbundene Schenkel (371 ) des Winkelteils (37 ) so dimensioniert ist, dass die Schwenkachse (36 ) des Scharniers (30 ) versetzt zur Türebene im Bereich der Außenwandung (104 ) des anderen, zweiten L-Schenkels (12 ) des Rahmenprofils (10 ) angeordnet ist. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schwenkachse (36 ) des Scharniers (30 ) in der Ebene der Grundplatte (31 ) befindet und dass der mit der Schwenkachse (36 ) verbundene Schenkel (371 ) des Winkelteils (37 ) bis in die Ebene der Grundplatte (31 ) schwenkbar ist, was der Geschlossen-Stellung der Rahmentür entspricht. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelteil (37 ) des Scharniers (30 ) mit Hilfe eines Verbindungsteils (20 ) am Rahmenprofil (10 ) festgelegt ist, indem der freie Schenkel (372 ) des Winkelteils (37 ) in einer entsprechenden Aufnahme (21 ) des Verbindungsteils (20 ) fixiert ist und das Verbindungsteil (20 ) in einer Öffnung (15 ) in der Außenwandung (104 ) im Bereich des ersten L-Schenkels (11 ) des Rahmenprofils (10 ) festgelegt ist. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Schenkel (372 ) des Winkelteils (37 ) über mindestens eine Verstellschraube (27 ) mit dem Verbindungsteil (20 ) verschraubt ist und dass die Verstellschraube (27 ) eine Justierung des Scharniers (30 ) in einer Raumrichtung ermöglicht. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (20 ) in die Öffnung (15 ) in der Außenwandung (104 ) im Bereich des ersten L-Schenkels (11 ) und in das Rahmenprofil (10 ) eingepasst ist und mit einer Zwischenwandung (102 ) des Rahmenprofils (10 ) verschraubt ist. - Rahmenprofil (
10 ) mit Scharnier (30 ) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (20 ) mit einem Anschlag (25 ) für den mit der Schwenkachse (36 ) verbundenen Schenkel (371 ) des Winkelteils (37 ) ausgestattet ist und dass sich dieser Anschlag (25 ) an die Aufnahme (21 ) für den freien Schenkel (372 ) des Winkelteils (37 ) anschließt.
Priority Applications (2)
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| DE201120106814 DE202011106814U1 (de) | 2011-10-18 | 2011-10-18 | Rahmenprofil mit Scharnier für Möbeltüren |
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| DE201120106814 DE202011106814U1 (de) | 2011-10-18 | 2011-10-18 | Rahmenprofil mit Scharnier für Möbeltüren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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