DE202011104192U1 - Vorrichtung zum Entfernen von magnetisierbaren Verunreinigungen aus Fettmassen - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung (20) zum Entfernen von magnetisierbaren Verunreinigungen (22) aus Fettmassen (21), wobei die Vorrichtung (20) ein vorwiegend zylindrisches Bauteil (24) aufweist, welches an jedem Ende eine vorzugsweise runde Verbindungsstelle (26) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bauteil (24) mindestens ein Magnet (34) lösbar an der Außenseite angeordnet ist und dass der mindestens eine Magnet (34) mit einer Einrichtung (42) zum Temperieren versehen ist.
Description
- Es ist eine Vorrichtung zum Entfernen von magnetisierbaren Verunreinigungen aus Fettmassen offenbart. Die Vorrichtung weist ein vorwiegend zylindrisches Bauteil auf, welches an jedem Ende eine vorzugsweise runde Verbindungsstelle besitzt.
- Die internationale Patentanmeldung
offenbart einen doppelwandigen Magnetscheider, der in einen Kanal oder eine Rohrleitung eingesetzt wird. Der eigentliche Magnet ist in einem Außenrohr frei beweglich. Um die ferromagnetischen Teile aus einer vorbeiströmenden Suspension und/oder Flüssigkeit aufzunehmen, wird der Magnet in das in der Suspension und/oder Flüssigkeit befindliche Außenrohr eingesetzt. Die ferromagnetischen Partikel lagern sich an dem Außenrohr an und werden somit aus der Suspension und/oder Flüssigkeit abgetrennt. Zum vollständigen Entfernen der ferromagnetischen Partikel werden der Magnet und das Außenrohr aus dem Kanal oder der Rohrleitung entnommen. Um die ferromagnetischen Partikel und das Außenrohr zu trennen wird der Magnet aus dem Außenrohr entnommen.WO 87/05536 A1 - Die deutsche Patentanmeldung
DE 44 21 058 A1 offenbart ein Verfahren zur magnetischen Abtrennung von Flüssigkeitskomponenten. Bei diesem Verfahren zur Abtrennung einer Komponente einer Flüssigkeit von anderen Komponenten durch Immobilisierung der Komponente an magnetischen suspendierten Teilchen in einem Gefäß wird eine magnetische Vorrichtung in ein Gefäß eingetaucht. Die Vorrichtung ist gegenüber der Flüssigkeit durch eine Schutzhülse aus nicht magnetischem Material abgetrennt. Das Entfernen nicht immobilisierter Komponenten sowie ein zur Durchführung des Verfahrens geeignetes Gerät haben den Vorteil der einfachen und effizienten Resuspendierung. Ansonsten arbeitet das Verfahren nach der bereits in der beschriebenen Vorgehenseise.WO 87/05536 A1 - Aus dem Artikel „Gesiebte Qualität” aus Süßwaren Technik und Wirtschaft geht hervor, dass die Abtrennung ferromagnetischer Teilchen aus Schokoladenmassen ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist: „Schokoladen und Kakaomassen werden in der Regel vor der Weiterverarbeitung Qualitätsicherungsmaßnahmen wie dem Schutzsieben unterzogen, um beispielsweise Agglomerate beziehungsweise Verklumpungen zu beseitigen. Außerdem müssen ferritische Teilchen beseitigt und Zutaten trennscharf fraktioniert werden, um die Qualität der Endprodukte auf einem gleichbleibend hohen Niveau zu halten. Beheizte Siebsysteme und Magnetscheider gelten als praktikable Lösungen für diese Aufgaben. Um letztendlich auch noch kleinste ferritische Verunreinigungen aus dem Produkt zu entfernen, gibt es beheizte doppelwandige Magnetroste. Die doppelwandige Konstruktion erlaubt auch hier die Beheizung durch warmes Wasser. Der Magnetabscheider enthält sieben Magnetstäbe, die je 250 mm lang sind. Sie erzeugen 10.000 Gauss an der Abscheideoberfläche. Schokoladenmasse lässt sich durch die Erwärmung mit Drücken bis zu zehn bar durch die permanentmagnetischen Roste pumpen. Auch für dieses System stehen verschiedene Baugrößen zur Verfügung.”
- In der japanischen Patentanmeldung
wird die Anordnung einer Magnetabscheidevorrichtung um eine Rohrleitung herum offenbart in der beschriebenen Vorrichtung wird eine Anzahl von Magneten um eine Rohrleitung herum in einem Gestell positioniert. Jeder Magnet ist aus einer Vielzahl von kleineren Magneten aufgebaut, welche sich in einem Rohr befinden. In einer weiteren Ausführungsform wird eine Anordnung beschrieben, bei welcher ein Magnetscheider zentral in einer Rohrleitung angeordnet ist. Auch dieser Magnetscheider ist aus mehreren Einzelmagneten aufgebaut, welche in einem separaten Rohr zusammengefasst sind.JP 2009 154149 A - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der magnetisierbare Verunreinigungen vollständig, prozesssicher und effizient aus einer Fettmasse entfernbar sind.
- Die Aufgabe der Erfindung wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale sind den abhängigen Unteransprüchen zu entnehmen.
- Es ist eine Vorrichtung zum Entfernen von magnetisierbaren Verunreinigungen aus Fettmassen offenbart. Bei den Fettmassen handelt es sich in bevorzugter Weise um kakaohaltige Lebens- und/oder Genussmittel.
- Die Vorrichtung weist ein vorwiegend zylindrisches Bauteil auf, welches an jedem Ende eine vorzugsweise runde Verbindungsstelle besitzt. An dem Bauteil ist mindestens ein Magnet lösbar an der Außenseite angeordnet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwei Magnete lösbar an der Außenseite des Bauteils angeordnet.
- Die Magneten sind durch ein Schnellwechselsystem an der Vorrichtung befestigt. Das Schnellwechselsystem ist durch einen gewindebewehrten Verbindungsstift und/oder durch ein Spannelement lösbar an der Vorrichtung befestigt.
- Der und/oder die Magneten sind mit einer Einrichtung zum Temperieren versehen. Eine Temperierung des und/oder der Magneten ist sinnvoll, da Magneten nur in einem bestimmten Temperaturbereich effizient arbeiten. Die Magneten der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind im Regelfall kühlbar, da die Fettmasse, um sie fließfähig zu erhalten erwärmt wird. Weiterhin ist die mindestens einem Magneten gegenüber liegende Seite des zylindrischen Bauteils mit einem halbkreisförmigen Mantel zu der Temperierung des Bauteils und der darin strömenden Fettmasse versehen.
- In den meisten Fällen wird es prozesstechnisch möglich sein, den mindestens einen Magneten zu kühlen, sobald eine negative Temperaturdifferenz zwischen Produkt und Kühloberfläche vorhanden ist. In der Regel wird zum Kühlen des Magnetscheiders Wasser zum Einsatz kommen. Wichtig ist für die Kühlung, dass zwischen der Fettmasse und dem Kühlmedium meistens eine Temperaturdifferenz von 30–40 K herrscht. Dieses ist wichtig, damit sich die magnetischen Partikeln, die sich eventuell in der Fettmasse in der Suspension befinden, weiterhin frei bewegen können. Da die magnetischen Partikel in der Regel sehr klein sind, ist ihre Bewegung in der hochviskosen Fettmasse sehr schwierig. Somit ergibt sich eine hohe Fettmassentemperatur, was eine entsprechende Kühlung des mindestens einen Magneten erforderlich macht.
- Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen, da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung im Verhältnis zu anderen Elementen vergrößert dargestellt sind.
-
1 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Seitenansicht. -
2 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Frontalansicht. -
3 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung mit gekühlten Magneten. - Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind.
-
1 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung20 in einer Seitenansicht. Die Vorrichtung20 besteht im Wesentlichen aus einem zylindrischen Bauteil24 , welches mit zwei Verbindungsstellen26 versehen ist. Weiterhin ist das Bauteil24 an einer Seite28 von einem Mantel30 teilweise umschlossen. Dieser Mantel30 ist für die Temperierung der in dem Bauteil24 strömenden Fettmasse (nicht dargestellt) vorgesehen. Auf der dem Mantel30 gegenüberliegenden Seite32 ist mindestens ein Magnet34 angeordnet. Der Magnet34 ist mit einem Schnellwechselsystem36 durch einen gewindebewehrten Verbindungsstift38 mit der Vorrichtung20 und dem Bauteil24 verbunden. -
2 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung20 in einer Frontalansicht. Im Inneren des Bauteils24 ist die Fettmasse21 zu erkennen. Die magnetisierbaren Verunreinigungen22 , die durch die Fettmasse21 transportiert wurden, sind an der Innenseite25 des Bauteils24 angelagert. Die Anlagerung geschieht durch die Magnetkräfte, die von den zwei Magneten34 ausgehen. Die Magneten sind mittels eines Schnellwechselsystems36 mit dem Bauteil24 verbunden. Das Schnellwechselsystem wird durch einen gewindebewährten Verbindungsstift38 an dem Bauteil24 lösbar fixiert. Gegenüber von den zwei Magneten34 ist ein Mantel30 zum Temperieren der Fettmasse21 angeordnet. Eine Temperierung ist notwendig, da die Fettmasse21 bei zu geringen Temperaturen fest wird und nicht mehr fließt. -
3 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung20 mit gekühlten Magneten34 . Die Magneten34 sind mit einer Einrichtung42 zum Temperieren versehen. In dieser Einrichtung42 fließt ein Kühlmittel44 . Dieses Kühlmittel44 ist bei der Verwendung von Lebensmitteln in der Regel Wasser. Durch einen Einlass46 wird das Kühlmittel44 in die Einrichtung42 eingeleitet. Durch den Auslass48 verlässt es diese wieder. - Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
- Zusammenfassung
- Es ist eine Vorrichtung zum Entfernen von magnetisierbaren Verunreinigungen aus Fettmassen offenbart. Die Vorrichtung weist ein vorwiegend zylindrisches Bauteil auf, welches an jedem Ende eine vorzugsweise runde Verbindungsstelle besitzt. An dem Bauteil ist mindestens ein Magnet lösbar an der Außenseite angeordnet.
- Bezugszeichenliste
-
- 20
- Vorrichtung
- 21
- Fettmasse
- 22
- magnetisierbare Verunreinigungen
- 24
- zylindrisches Bauteil
- 25
- Innenseite
- 26
- Verbindungsstellen
- 28
- Seite
- 30
- Mantel
- 32
- Seite
- 34
- Magnet(en)
- 36
- Schnellwechselsystem
- 38
- Verbindungsstift
- 40
- Spannelement
- 42
- Einrichtung
- 44
- Kühlmittel
- 46
- Einlass
- 48
- Auslass
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- WO 87/05536 A1 [0002, 0003]
- DE 4421058 A1 [0003]
- JP 2009154149 A [0005]
Claims (7)
- Vorrichtung (
20 ) zum Entfernen von magnetisierbaren Verunreinigungen (22 ) aus Fettmassen (21 ), wobei die Vorrichtung (20 ) ein vorwiegend zylindrisches Bauteil (24 ) aufweist, welches an jedem Ende eine vorzugsweise runde Verbindungsstelle (26 ) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bauteil (24 ) mindestens ein Magnet (34 ) lösbar an der Außenseite angeordnet ist und dass der mindestens eine Magnet (34 ) mit einer Einrichtung (42 ) zum Temperieren versehen ist. - Vorrichtung (
20 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Magnete (34 ) lösbar an der Außenseite des Bauteils (24 ) angeordnet sind. - Vorrichtung (
20 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Magneten (34 ) durch ein Schnellwechselsystem (36 ) an der Vorrichtung (20 ) befestigt sind. - Vorrichtung (
20 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schnellwechselsystem (36 ) durch einen gewindebewährten Verbindungsstift (38 ) und/oder durch ein Spannelement (40 ) lösbar an der Vorrichtung (20 ) befestigt ist. - Vorrichtung (
20 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Einrichtung (42 ) zum Temperieren der mindestens eine Magnet (34 ) kühlbar ist. - Vorrichtung (
20 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Einrichtung (42 ) zum Temperieren der mindestens eine Magnet (34 ) heizbar ist. - Vorrichtung (
20 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem mindestens einen Magneten (34 ) gegenüber liegenden Seite (28 ) mit einem halbkreisförmigen Mantel (30 ) zum Temperieren des Bauteils (24 ) und der darin strömenden Fettmasse (21 ) versehen ist.
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