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Die
Erfindung betrifft eine Befestigungsmethode in Computertechnik,
insbesondere einen zweiteiligen Befestigungsbinder zur Befestigung
unterschiedlicher Bauteile auf einer Hauptplatine in einem Computergehäuse.
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In
einem bekannten Computergehäuse
ist eine Mehrzahl von Befestigungslöchern angeordnet, die zum Befestigen
unterschiedlicher Standard-Hauptplatine dienen. Auf der Hauptplatine
befinden sich ebenfalls viele Befestigungslöcher, die jeweils einem Befestigungsloch
des Computergehäuses
passen, sodass die Hauptplatine einfach und schnell mit Schrauben
in dem Computergehäuse
befestigt werden kann. Wie allen bekannt sind einzelne Bauteile
wie Schnittstellenkarten, Hauptprozessor und dessen Lüfter usw.
auf einer Hauptplatine montiert. Um immer nach einem besseren Wirkungsgrad zu
streben, werden die Schnittstellenkarten immer größer, sodass
es heutzutage kein Wunder mehr ist, wenn eine Schnittstellenkarte
ein oder zwei Kilo wiegt. Weil eine Schnittstellenkarte normalerweise
in einem stationären
Steckplatz, dessen Anordnung schon vorher auf der Hauptplatine festgelegt
ist, eingesteckt und dann mit einer Schraube am Computergehäuse befestigt
wird, ist sie nur von einer Seite befestigt. Dies reicht oft nicht
aus, um eine längere Schnittstellenkarte
stabil zu befestigen. Außerdem
ist unbekannt, in welchem Zustand das Computergehäuse transportiert
wird. Je größer eine
Schnittstellenkarte ist, desto größer ist deren Drehmoment. So kann
es häufig
passieren, dass eine Schnittstellenkarte durch Erschütterung
beim Transport von ihrem Steckplatz losgelöst bzw. beschädigt wird.
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Um
das Problem zu lösen,
sind manche Computergehäuse 1 mit
einer in 1 dargestellten Metallleiste 2 ausgerüstet, die
sich quer über
alle Schnittstellenkarten 3 erstreckt und an beiden Seitenwänden des
Computergehäuses 1 befestigt
ist. An der Metallleiste 2 ist eine Mehrzahl von spezialen Befestigungselementen
angebracht, die für
eine zusätzliche
Befestigung einzelner Schnittstellenkarten sorgen. Nachteilig ist
jedoch bei dieser Lösung,
dass ihre Handhabung relativ kompliziert ist. Außerdem fordert diese Konstruktion
relativ hohe Anschaffungskosten, deswegen gehört sie nicht zu einer umweltfreundlichen
und energiesparenden Lösung.
Wenn ein späterer Austausch
einer Schnittstellenkarte bzw. anderer Bauteile notwendig ist, müssen die
Befestigungselemente zuerst entfernt werden, was nicht nur Kopfschmerzen
für eine
spätere
Wartung bedeutet, sondern auch gegen aktuelle Umweltschutzanforderung
ist, weil unnötige
Materialien verschwendet werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen zweiteiligen Befestigungsbinder
zur Befestigung unterschiedlicher Bauteile auf einer Hauptplatine
zu schaffen, der durch einfache Maßnahmen die oben genannten
Nachteile vermeidet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
einen zweiteiligen Befestigungsbinder zur Befestigung unterschiedlicher
Bauteile auf einer Hauptplatine, der die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale aufweist. Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
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Gemäß der Erfindung
wird ein zweiteiliger Befestigungsbinder zur Befestigung unterschiedlicher
Bauteile auf einer Hauptplatine bereitgestellt, die ein Einsteckband
und ein Verschlussband aufweist. Das Einsteckband weist an einem
seiner Enden ein Befestigungsloch in Form einer Unterlegscheibe
auf, wobei das Einsteckband ein elastischer Plastikstreifen ist,
dessen Oberfläche
mit einer Mehrzahl von Querrillen oder mit einer Verzahnung versehen
ist. Das Verschlussband 20 weist ebenfalls an einem seiner
Enden ein Befestigungsloch 22 in Form einer Unterlegscheibe
aufweist, wobei das Verschlussband ein elastischer Plastikstreifen
ist, und wobei an seinem anderen Ende des Verschlussbandes ein Verschlusskopf
ausgebildet ist, in dem eine elastische Zunge angeordnet ist. An
der elastischen Zunge ist ein Rastzahn vorgesehen. Auf diese Weise sind
das Befestigungsloch des Einsteckbandes und das Befestigungsloch
des Verschlussbandes nach den vorhandenen Befestigungslöchern der
Hauptplatine so ausgerichtet, dass eine Befestigung des Befestigungsbinders
durch Hauptplatine-Befestigungsschrauben erfolgt. Dann wird das
letzte Ende des Einsteckbandes durch die durchgehende Öffnung des
Verschlussbandes durchgesteckt, wobei der Rastzahn in die Querrillen
einrastet, sodass das Einsteckband in Rückzugsrichtung verriegelt wird.
Dann werden die beiden Bänder über die
Kopfseite einer Schnittstellenkarte oder eines Lüfter eines Hauptprozessors
geführt.
Durch Festziehen der beiden Bänder
wird eine Zugkraft erzeugt, um eine Schnittstellenkarte oder einen
Lüfter
festzubinden. Dadurch ist eine stabile Befestigung gesichert, sodass
eine Schnittstellenkarte oder ein Lüfter nicht wegen Erschütterung
beim Transport von der Hauptplatine losgelöst wird. Die vorliegende Erfindung
ist konstruktiv einfach, aber effektiv zugleich und entspricht den
Anforderungen an Umweltschutz und Energiesparen.
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Im
Folgenden werden die Erfindung und ihre Ausgestaltungen anhand der
Zeichnung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigt:
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1 eine
perspektivische Darstellung einer herkömmlichen Plattenkonstruktion
zur Befestigung einer Schnittstellenkarte;
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2 eine
perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung;
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3 eine
perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Befestigungsbinders,
der zur Befestigung einer Schnittstellenkarte auf einer Hauptplatine
dient;
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4 eine
perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Befestigungsbinders,
der zur Befestigung einer Schnittstellenkarte auf einer Hauptplatine
in einem Computergehäuse
dient;
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5 eine
perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Befestigungsbinders,
der zur Befestigung eines Lüfters auf
einer Hauptplatine dient; und
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6 eine
perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Befestigungsbinders,
der zur Befestigung des Lüfters auf
der Hauptplatine in einem Computergehäuse dient.
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In 2 ist
ein zweiteiliger Befestigungsbinder der vorliegenden Erfindung dargestellt,
zu dem zählen:
- – ein
Einsteckband 10, das an einem seiner Enden ein Befestigungsloch 12 in
Form einer Unterlegscheibe 11 aufweist. Das Einsteckband 10 kann
ein elastischer Plastikstreifen sein, dessen Oberfläche mit
einer Mehrzahl Querrillen oder mit einer Verzahnung 13 versehen
ist; und
- – ein
Verschlussband 20, das ebenfalls an einem seiner Enden
ein Befestigungsloch 22 in Form einer Unterlegscheibe 21 aufweist.
Das Verschlussband 20 kann ein elastischer Plastikstreifen
sein, wobei ein Verschlusskopf 23 an anderem Ende des Verschlussbandes 20 ausgebildet
ist. In dem Verschlusskopf 23 ist eine durchgehende Öffnung 23 ausgebildet,
in der eine elastische Zunge 232 angeordnet ist. An der
Zunge 232 ist ein Rastzahn 233 vorgesehen.
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Werden
die Befestigungslöcher 12, 22 nach den
vorhandenen Befestigungslöchern
der Hauptplatine 30 ausgerichtet, so kann der zweiteilige
Befestigungsbinder mit den gleichen Schrauben 31 an der Hauptplatine 30 befestigt
werden, wie es in der 3 dargestellt ist. Dann wird
das letzte Ende des Einsteckbandes 10 durch die durchgehende Öffnung 231 des
Verschlusskopfs 23 am Verschlussband 20 durchgesteckt.
Der Rastzahn 233 rastet in die Verzahnung 13 ein,
sodass das Einsteckband 10 in Rückzugsrichtung verriegelt wird.
In Bezug auf 3 kann der zweiteilige Befestigungsbinder
entsprechende Schnittstellenkarte 40 am Mittel- bzw. Endabschnitt
ihrer Kopfseite binden. In der 5 ist ein anderes
Ausführungsbeispiel
gezeigt, wobei ein Lüfter 50 eines
Hauptprozessors durch zwei Befestigungsbinder befestigt ist. Durch
Festziehen eines zweiteiligen Befestigungsbinders wird eine Zugkraft erzeugt,
die für
Festziehen einer entsprechenden Schnittstellenkarte oder eines entsprechenden
Lüfters
sorgt. Dadurch ist gesichert, dass eine Schnittstellenkarte 40 oder
ein Lüfter 50 nicht
wegen Erschütterung
beim Transport von der Hauptplatine 30 losgelöst werden.
Dieser erfindungsgemäße Befestigungsbinder
hat zwar eine einfache Konstruktion, weist aber doch einen optimalen
Befestigungseffekt auf und entspricht umweltfreundlichen und energiesparenden
Anforderungen.
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In
Bezug auf 3 und 4 ist ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei die Hauptplatine 30 eine
Mehrzahl von standarisierten Befestigungslöchern 32 aufweist,
die nach den Befestigungslöchern
des Computergehäuses 60 ausgerichtet
sind, sodass die Hauptplatine 30 mit Schrauben 31 einfach
im Computergehäuse 60 befestigt werden
kann. In diesem Ausführungsbeispiel sind
mehrere Schnittstellenkarten 40 auf der Hauptplatine 30 montiert.
Um nach einem besseren Wirkungsgrad zu streben, werden die Schnittstellenkarten 40 derzeit
immer größer, darunter
auch welche, die über
1 oder 2 Kilo wiegen. Weil die Schnittstellenkarte 40 nur
an einem relativ stationären
Platz der Hauptplatine 30 bzw. in einem Computergehäuse befestigt
werden kann, können
die Schnittstellenkarten 40 mit einer größeren Abmessung
oder mit einem relativ schweren Gewicht kaum gut befestigt werden. Erfindungsgemäß werden
das Befestigungsloch 12 des Einsteckbandes 10 und
das Befestigungsloch 22 des Verschlussbandes 20 jeweils
nach einem Befestigungsloch 32 der Hauptplatine 30 ausgerichtet. Dann
wird der zweiteilige Befestigungsbinder zusammen mit der Hauptplatine 30 mit
gleichen Schrauben 31 im Computergehäuse 60 befestigt.
Anschließend wird
die Kopfseite der Schnittstellenkarte mit dem Einsteckband 10 und
dem Verschlussband 20 gebunden, wobei das letzte Ende des
Einsteckbandes 10 durch die durchgehende Öffnung 231 des
Verschlussbandes 20 durchgesteckt wird. Nach Festziehen
des zweiteiligen Befestigungsbinders wird eine nach unten wirkende
Zugkraft erzeugt, die die Schnittstellenkarte 40 nach unten
drückt.
Dadurch ist eine stabile Befestigung der Schnittstellenkarte 40 gesichert.
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In
Bezug auf 5 und 6 ist ein
anderes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei eine Hauptplatine 30 eine
Mehrzahl von Befestigungslöchern 32 aufweist,
die nach den vorgesehenen Befestigungslöchern des Computergehäuses 60 ausgerichtet
sind, sodass die Hauptplatine 31 mit Schrauben 31 einfach
im Computergehäuse 60 befestigt
werden kann. In diesem Ausführungsbeispiel
ist ein Hauptprozessor mit seinem Lüfter 50 auf der Hauptplatine 30 montiert.
Um einen besseren Wirkungsgrad des Computers zu erzielen, arbeitet der
Hauptprozessor derzeit immer schneller und deswegen immer heißer. Dementsprechend
wird der Lüfter 50 auch
immer größer. Wenn
der Lüfter 50 nicht stabil
genug befestigt ist, kann es leicht zu einer Beschädigung bzw.
einer Gefahr führen.
Erfindungsgemäß werden
das Befestigungsloch 12 des Einsteckbandes 10 und
das Befestigungsloch 22 des Verschlussbandes 20 zuerst
nach den Befestigungslöchern 32 ausgerichtet,
dann werden diese zweiteiligen Befestigungsbinder mit gleichen Schrauben 31 zusammen
mit der Hauptplatine 30 im Computergehäuse 60 befestigt.
Anschließend
werden die Einsteckbänder 10 und
die Verschlussbänder 20 über die
Kopfseite des Lüfters 50 geführt, wobei
das letzte Ende der Einsteckbänder 10 durch
die durchgehende Öffnung 231 der
Verschlussbänder
durchgesteckt wird. Nach Festziehen der zweiteiligen Befestigungsbänder übt eine
nach unten wirkende Druckkraft auf den Lüfter 50 aus, sodass
eine stabile Befestigung des Lüfters 50 gesichert
wird.
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Zusammengefasst
lassen sich mit der erfindungsgemäßen Konstruktion beispielsweise
folgende Vorteile realisieren:
Die vorliegende Erfindung bietet
eine kreative Konstruktion zur Befestigung unterschiedlicher Bauteile auf
der Hauptplatine an, wobei mindestens ein zweiteiliger Befestigungsbinder
benutzt wird. Mithilfe des zweiteiligen Befestigungsbinders wird
eine Zugkraft erzeugt, die eine Schnittstellenkarte oder einen Lüfter stabil
an der Hauptplatine befestigen kann. Dadurch ist eine optimale Befestigung
verwirklicht, wobei außer
erfindungsgemäßen Befestigungsbindern nur
vorhandene Befestigungslöcher
der Hauptplatine und die beigelegten Schrauben gebraucht werden. Die
vorliegende Erfindung besitzt daher eine einfache aber effektive
Konstruktion und entspricht auch den aktuellen Anforderungen an
Umweltschutz, Energieersparen und Kohlendioxyd-Emission.
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(des Standes der Technik)
- 1
- Computergehäuse
- 2
- Metallleiste
- 3
- Schnittstellenkarte
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(der vorliegenden Erfindung)
- 10
- Einsteckband
- 11
- Unterlegscheibe
- 12
- Befestigungsloch
- 13
- Verzahnung
- 20
- Verschlussband
- 21
- Unterlegscheibe
- 22
- Befestigungsloch
- 23
- Verschlusskopf
- 231
- durchgehende Öffnung
- 232
- Zunge
- 233
- Rastzahn
- 30
- Hauptplatine
- 31
- Schraube
- 32
- Befestigungsloch
- 40
- Schnittstellenkarte
- 50
- Lüfter
- 60
- Computergehäuse