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Die
Erfindung betrifft einen verschließbaren Transportwagen
für Sterilgut sowie eine Transporteinrichtung mit einem
solchen Tranportwagen, einem Übernahmewagen, der Ankopplungselemente
zum Andocken an einem Sterilisator sowie an dem Transportwagen aufweist,
sowie einem Einschubgestell mit Einschubschienen oder Auflagen für
Sterilgut.
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Eine
Transporteinrichtung mit den eingangs beschriebenen Merkmalen ist
aus
DE 297 03 617
U1 bekannt. Durch Verwendung dieser Transporteinrichtung
kann die Effizienz der Arbeitsabläufe in einem Krankenhaus
sowie in Betriebsstätten, die sterile und nicht sterile
Bereiche umfassen, verbessert werden. Das mit Sterilgut beladene
Einschubgestell wird einem Sterilisator entnommen und an den Übernahmewagen übergeben.
Dazu wird der Übernahmewagen an den Sterilisator angedockt,
wobei die Beladefläche des Übernahmewagens und
der Innenboden des Sterilisators im Wesentlichen auf der gleichen
Ebene liegen. Dann kann das Einschubgestell aus dem Sterilisator
herausgezogen und mit einer Schiebebewegung auf der Beladefläche
des Übernahmewagens positioniert werden. Der mit dem Einschubgestell
beladene Übernahmewagen wird anschließend an einen
verschließbaren Transportwagen herangeführt, der
in einer Übergabestation zwischen einem sterilen und nicht
sterilen Bereich bereitgestellt wird. Der Übernahmewagen
wird am Transportwagen angedockt, wobei die Beladefläche
des Übernahmewagens sowie die Bodenfläche im Innern
des Transportwagens wieder im Wesentlichen auf gleicher Höhe angeordnet
sind. Danach kann das Einschubgestell von dem Übernahmewagen
in den Transportwagen eingeschoben werden. Nach Verschließen
des Transportwagens ist das Einschubgestell und damit das Sterilgut
vor äußeren Einflüssen geschützt.
Der geschlossene Transportwagen kann nunmehr durch einen unsterilen
Bereich bewegt werden, beispielsweise zu einem Operations saal, wo
das Einschubgestell wieder auf einen im sterilen Bereich bewegten Übernahmewagen übergeben
werden kann. Durch das Transportprinzip ist eine optimale Hygiene
gewährleistet.
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Der
Transportwagen sowie der Übernahmewagen sind zur Aufnahme
großer Einschubgestelle ausgelegt, die den Innenraum des
Transportwagens zumindest in der Höhe im Wesentlichen ausfüllen. Die
Sterilisatoren für solche Einschubgestelle sind auf einer
Arbeitshöhe von weniger als 400 mm angebracht. Daneben
kommen jedoch auch Sterilisatoren für kleinere Einschubgestelle
zum Einsatz, die in einer ergonomischen Arbeitshöhe von
zumeist 700 bis 900 mm angeordnet sind. Zur Aufnahme von Einschubgestellen
aus Sterilisatoren, die in einer ergonomischen Arbeitshöhe
angeordnet sind, ist die aus
DE 297 03 617 U1 bekannte Transporteinrichtung nicht
geeignet.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Transportwagen und
die beschriebene Transporteinrichtung unter Beibehaltung ihrer Funktionen
so zu erweitern, dass zusätzlich auch kleinere Einschubgestelle
aus Sterilisatoren, die in einer ergonomischen Arbeitshöhe
angeordnet sind, verwendet werden können.
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Gegenstand
der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist ein Transportwagen
für Sterilgut nach Anspruch 1. Der Transportwagen weist
einen Aufnahmeraum für mindestens ein Einschubgestell sowie
eine Einrichtung zum Verschließen des Aufnahmeraums auf.
Bei der Einrichtung zum Verschließen des Aufnahmeraumes
handelt es sich insbesondere um eine Schwenktür, die ein-
oder doppelflügelig ausgebildet sein kann. Erfindungsgemäß weist
der Aufnahmeraum Auflageelemente auf, auf den das Einschubgestell
ohne Bodenkontakt im Abstand zum Boden des Aufnahmeraumes lagerbar
ist.
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Vorzugsweise
ist das Einschubgestell innerhalb des Aufnahmeraumes in einer Höhe
positionierbar, die im Wesentlichen der Arbeitshöhe eines
dem Einschubgestell zugeordneten Sterilisators entspricht. Die Arbeitshöhe
des Sterilisators sowie die Höhe, in der sich das Einschubgestell
befindet, ist dabei von der gleichen Bezugsfläche aus zu
messen.
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Die
Höhe des Aufnahmeraumes ist zweckmäßig
abgestimmt auf die Gestellhöhe eines Referenzschubgestells,
welches auf dem Boden des Aufnahmeraumes abstellbar ist und die
Höhe des Aufnahmeraumes im Wesentlichen ausfüllt.
Auf dem Boden des Aufnahmeraumes sind üblicherweise Führungselemente
und Arretiereinrichtungen zum Führen und Fixieren des Referenzeinschubgestells
befestigt.
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Die
wandseitigen Auflageelemente im Innern des Transportwagens bestehen
vorzugsweise aus Leisten, die abnehmbar oder verschwenkbar gelagert
sind. Durch Abnahme der Leisten oder Verschwenken der Leisten kann
die volle lichte Breite des Transportwagens zur Aufnahme größerer
Einschubgestelle genutzt werden. Gemäß einer weiteren,
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind im Innenraum des
Transportwagens Abdeckhauben verschwenkbar angeordnet, die auf den
Boden des Transportwagens absenkbar sind und bodenseitig angeordnete
Führungselemente und Arretiereinrichtungen, die zum Führen
und Fixieren des Adapterwagens benötigt werden, abdecken,
wenn die Abdeckhauben auf dem Boden des Transportwagens aufliegen.
Die Oberseite der Abdeckhauben bildet eine ebene Fläche
zum Abstellen von Ver- und Gebrauchsgütern, z. B. Container.
Damit kann der Raum unterhalb des Einschubgestells zum Transport von
Gütern genutzt werden. Die Erfindung betrifft ferner eine
Transporteinrichtung für Sterilgut gemäß Anspruch
7. Sie umfasst einen verschließbaren Transport wagen wie
zuvor beschrieben, einen Übernahmewagen mit Ankopplungselementen
zum Andocken an einem Sterilisator sowie an den Transportwagen und
ein Einschubgestell mit Einschubschienen oder Auflagen für
Sterilgut. Erfindungsgemäß ist zusätzlich
ein Adapterwagen vorgesehen, der auf de Übernahmewagen
positionierbar ist und das Einschubgestell trägt. Adapterwagen
ist entlang einer Führung auf den Übernahmewagen
bewegbar– und kann mit dem Einschubgestell in einen angedockten Transportwagen
eingeschoben werden. Der Adapterwagen weist dabei eine Hubeinrichtung
auf, um das Einschubgestell anzuheben und auf den wandseitigen Auflageelementen
im Innern des Transportwagens abzusetzen.
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Bei
dem Adapterwagen handelt es sich um ein Transportgerät,
welches ein Einschubgestell für die Sterilisatorbeschickung
aufnehmen kann. Der Adapterwagen ist schmaler ausgeführt
als das Einschubgestell, damit das Einschubgestell problemlos auf
den wandseitigen Auflageelementen im Innern des Transportwagens
abgesetzt und der Adapterwagen anschließend wieder aus
dem Transportwagen herausgezogen sowie auf dem Übernahmewagen abgestellt
werden kann. Die Ansprüche 8 bis 11 beschreiben vorteilhafte
konstruktive Ausgestaltungen des Adapterwagens. Um das Einschubgestell
auf dem Adapterwagen zu sichern.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:
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1 eine
Transporteinrichtung für Sterilgut mit einem verschließbaren
Transportwagen, einem Übernahmewagen, sowie einem Adapterwagen,
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2 eine
vergrößerte Darstellung des Adapterwagens,
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3 die
Nutzung des Adapterwagens beim Beschicken oder Entladen eines Sterilisators,
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4 einen
Ausschnitt aus dem verschließbaren Transportwagen.
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Die
in 1 dargestellte Transporteinrichtung umfasst mindestens
einen verschließbaren Transportwagen 1, einen Übernahmewagen 2 sowie ein
Einschubgestell 3 mit Einschubschienen oder Auflagen für
Sterilgut. Zum Verschließen ist der Transportwagen 1 mit
einer Schwenktür ausgestattet, die im Ausführungsbeispiel
doppelflügelig ausgebildet ist. Der Übernahmewagen 2 kann
an mindestens einer Längsseite 4 an dem Transportwagen
angedockt werden. An seiner Stirnseite 5 kann er an einen
Sterilisator angedockt werden. Zur Verbindung mit dem Sterilisator
und dem Transportwagen ist er mit üblichen Ankopplungselementen
ausgestattet, die allerdings in den Figuren nicht dargestellt wurden.
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Die
Transporteinrichtung umfasst ferner einen Adapterwagen 6,
der auf dem Übernahmewagen 2 positionierbar ist
und das Einschubgestell 3 trägt. Der Adapterwagen 6 ist
entlang einer Führung auf dem Übernahmewagen bewegbar
und kann mit dem Einschubgestell 3 in den angedockten Transportwagen 1 eingeschoben
werden. Der Adapterwagen 6 weist ferner eine Hubeinrichtung 7 auf,
um das Einschubgestell 3 anzuheben und auf wandseitigen
Auflageelementen im Innern des Transportwagens 1 abzusetzen.
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Die 2 zeigt
eine vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung des Adapterwagens 6.
Dieser weist an der Oberseite Führungsschienen 9 zum
Führen des Einschubgestells 3 sowie eine federbelastete Verriegelungseinrichtung 10 zum
Arretieren des Einschubgestells 3 auf. Zur Entriegelung
der Verriegelungsein richtung 10 ist ein Handhebel 11 vorgesehen.
Die Hubeinrichtung 7 des Adapterwagens arbeitet mechanisch
und weist eine an Gelenkarme angeschlossene Hubplatte 12 sowie
einen als Kniehebel ausgebildeten Betätigungshebel 13 auf.
Durch Verschwenken des Betätigungshebels 13 kann
die Hubplatte 12 um einen vorgegebenen Stellweg, z. B.
60 mm, angehoben werden.
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Der
Adapterwagen 6 ist mit Laufrollen 14 ausgestattet
und weist unterseitige Führungsleisten 15 auf.
Die Führungsleisten 15 sind an Führungselementen 16 geführt,
die sowohl an der Tragfläche 17 des Übernahmewagens 2 als
auch auf dem Innenboden 18 des Transportwagens 1 befestigt
sind. Die Führungselemente 16 bestehen aus pilzkopfartigen Gleitelementen
oder können als drehbewegliche Scheiben ausgebildet sein.
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Der
Adapterwagen 6 ist ferner mit einem manuell betätigbaren
Feststellgestänge 19 ausgestattet, welches den
Adapterwagen 6 durch Eingriff in Arretiereinrichtungen 20 jeweils
in einer definierten Position auf dem Übernahmewagen 2 und
innerhalb des Transportwagens 1 sichert.
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Die
Anwendung und Funktionsweise der Transporteinrichtung wird im Folgenden
anhand der Darstellungen in den 1 und 3 erläutert.
In 3 ist ein Sterilisator 21 dargestellt,
der in einer ergonomischen Arbeitshöhe von beispielsweise
700 bis 900 mm angeordnet ist. Der Übernahmewagen 2 ist
an seiner Stirnseite an den Sterilisator 21 angedockt.
Die Oberseite des auf dem Übernahmewagen 2 stehenden
Adapterwagens 6 reicht an die Arbeitshöhe des
Sterilisators 21 heran, so dass das mit Sterilgut bestückte
Einschubgestell 3 nach Entriegelung vom Adapterwagen 6 in
den Sterilisator 21 händisch eingeschoben werden
kann. Nach Abschluss der Sterilisation wird das Einschubgestell 3 wieder
aus dem Sterilisator 21 entnommen, auf den Adapterwagen 6 aufgeschoben
und arretiert. Der Übernahmewagen 2 wird anschließend
zu dem Transportwagen 1 gefahren, der in einer Übergabestation
zwischen einem sterilen Arbeitsbereich und einem nicht sterilen Arbeitsbereich
bereitgestellt wird. An seiner Längsseite 4 wird
der Übernahmewagen 2 an den Transportwagen 1 angedockt,
wie dies in 1 dargestellt ist. Durch Betätigung
der Hubeinrichtung 7 des Adapterwagens 6 wird
das Einschubgestell 3 angehoben. Der Adapterwagen 6 wird
nunmehr entriegelt und zusammen mit dem Einschubgestell 3 vom Übernahmewagen 2 aus
in den Transportwagen 1 eingeschoben.
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Der
Aufnahmeraum des Transportwagens 1 weist Auflageelemente 8 auf,
auf denen das Einschubgestell 3 ohne Bodenkontakt im Abstand
zum Boden 18 des Aufnahmeraumes lagerbar ist. Durch erneute
Betätigung der Hubeinrichtung 7 wird das Einschubgestell 3 abgesenkt
und auf den wandseitigen Auflagelementen 8 im Innern des
Transportwagens 1 abgesetzt. Damit befindet sich das Einschubgestell
innerhalb des Aufnahmeraumes in einer Höhe, die im Wesentlichen
der Arbeitshöhe des Sterilisators 21 entspricht.
Um ein Verrutschen des Einschubgestells im Transportwagen 1 zu
verhindern, sind an den Auflageelementen 8 zweckmäßig
Arretierungsmöglichkeiten für das Einschubgestell 3 vorgesehen.
Nach der Positionierung des Einschubgestells auf den Auflageelementen 8 kann
der Adapterwagen von dem Einschubgestell 3 getrennt, aus
dem Transportwagen 1 herausgezogen sowie auf dem Übernahmewagen 2 wieder
abgestellt werden.
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Die
Höhe des Aufnahmeraumes des Transportwagens 1 ist
abgestimmt auf die Gestellhöhe eines Referenzeinschubgestells,
welches auf dem Boden 18 des Aufnahmeraumes abstellbar
ist und die Höhe des Aufnahmeraumes im Wesentlichen ausfüllt.
Aus einer vergleichenden Betrachtung der 1 und 3 wird
deutlich, dass mittels der beschriebenen Transporteinrichtung auch
Einschubgestelle 3 in Sterilisatoren 21 eingeschoben
werden können, die in einer ergonomischen Arbeitshöhe
angeordnet sind, aus diesen wieder entnommen werden können
und in dem verschließbaren Transportwagen 1 in
gleicher Höhe positioniert werden können. Der
unterhalb des eingeschobenen Einschubgestells 3 verbleibende
Raum innerhalb des Transportwagens 1 kann zum Transport
von Verbrauchs- und Gebrauchsgütern genutzt werden.
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Im
Innenraum des Transportwagens 1 sind Abdeckhauben 22 verschwenkbar
angeordnet, die auf den Boden 18 des Transportwagens 1 absenkbar sind
und die Führungselemente 16 sowie die Arretiereinrichtungen 20,
die zum Führen und Fixieren des Adapterwagens 6 sowie
eines Referenzeinschubgestells notwendig sind, abdecken, wenn die
Abdeckhauben 22 wie in 4 dargestellt
auf dem Boden 18 des Transportwagens 1 aufliegen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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U1 [0002, 0003]