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Die Erfindung betrifft ein Rahmenprofil sowie einen Rahmen nach den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
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Rahmenprofile aus Metall oder Kunststoff bilden in vielen Bereichen der Technik wesentliche Baukomponenten, wie beispielsweise im Gebäudebau, insbesondere im Fassadenbau. Dabei werden vorgefertigte bzw. genormte Rahmenprofile in der Industrie gefertigt und anschliessend direkt vor Ort geliefert, wo diese durch den Monteur vor Ort einzeln im Gebäude verbaut werden. Darüber hinaus werden die Rahmenprofile bereits in der Industrie zu Gebäudekomponenten, wie beispielsweise Fensterrahmen oder Türrahmen, zusammengeführt und anschliessend vor Ort geliefert sowie vor Ort vom Monteur am Gebäude bzw. an der Fassade montiert.
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Aufgrund der hohen Preisanforderungen im Baugewerbe muss der Hersteller von Rahmenprofilen darauf achten, dass die Materialkosten des Rahmenprofils niedrig gehalten werden. Zwar führen Einsparungen beim Material zu einer wesentlichen Reduktion der Herstellungskosten, jedoch muss gleichzeitig darauf geachtet werden, dass es zu keinen unnötigen Verzögerungen bei der Erstellung des Gebäudes bzw. bei der Montage der Gebäudekomponenten am Gebäude kommt.
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Die
EP 1 441 096 B1 zeigt eine Befestigung eines Beschlagteils an einem Profilstab als Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür. Der Profilstab weist eine Profilnut auf, in der ein Klemmteil einführbar ist. Das Klemmteil besteht aus vier Bauteilen, nämlich zwei identischen Druckteilen und zwei identischen Druckstücken. Mithilfe des Klemmteils und der vier Bauteile wird der Beschlagsteil am Profilstab mit Schrauben festgeklemmt.
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Nachteilig an dieser bekannten Lösung ist, dass die Befestigung des Beschlagsteils mehrere Bauteile umfasst und daher die Befestigung des Beschlags für den Monteur sehr kompliziert ist, wodurch die Montagekosten verteuert werden.
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Die
EP 0 087 504 A1 offenbart ein U-förmiges Metallprofil als Rahmenprofil bestehend aus zwei Schenkeln, die mit einer Basis verbunden sind, wobei das Metallprofil eine durchgehende Materialdicke aufweist. Im U-förmigen Metallprofil ist eine Platte angeordnet, welche mit Schraubenkörpern und Schraubenmuttern im U-förmigen Metallprofil fixiert ist. Dabei weist einer der Schenkel eine in das U-förmige Metallprofil hineinragende Montagesicke auf, in welcher eine Schraubenmutter fixiert ist, an welcher ein Beschlag mit einem Schraubenkörper angeordnet werden kann.
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Nachteilig an dieser bekannten Lösung ist, dass die Montagesicke lediglich zum Versenken der Schraubenmutter dient und zum Befestigen eines Beschlags neben dem Schraubenkörper auch eine Schraubenmutter benötigt wird.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen oder mehrere Nachteile des Standes der Technik zu beheben. Insbesondere soll ein Rahmenprofil geschaffen werden, an welches Bauteile, insbesondere Beschläge, von dem Monteur einfach fixiert werden können, wobei die Bauteile in wenigen Arbeitsschritten zeitsparend montierbar sind.
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Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Figuren und in den abhängigen Patentansprüchen dargelegt.
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Das erfindungsgemässe Rahmenprofil bestehend aus einem Band und einem vom Band zumindest teilweise begrenzten Hohlraum, mit zumindest einer Montagesicke zum Befestigen eines Bauteils am Rahmenprofil, wobei das Rahmenprofil in zumindest einem ersten Abschnitt des Bandes eine erste Materialdicke aufweist und die zumindest eine Montagesicke eine Befestigungsmittelsicke zum Aufnehmen eines Befestigungsmittels ist, wobei die Befestigungsmittelsicke zumindest abschnittsweise in den Hohlraum hineinragt. Das Band weist einen weiteren Abschnitt mit einer weiteren Materialdicke auf, wobei diese weitere Materialdicke gegenüber der ersten Materialdicke reduziert ist und die Befestigungsmittelsicke in diesem weiteren Abschnitt des Bandes angeordnet ist.
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Die hier vorliegend beschriebene Befestigungsmittelsicke ist ausgebildet, um ein Befestigungsmittel, typischerweise eine Schraube, aufzunehmen und um mit dem Befestigungsmittel eine kraftschlüssige bzw. formschlüssige Verbindung einzugehen. Dabei ist das Befestigungsmittel mit dem Band in der Befestigungsmittelsicke direkt verschraubbar, ohne dass das Befestigungsmittel übermässig verformt wird bzw. eine so hohe Kraft aufgewendet werden muss, dass dies ohne aufwändige Geräte nicht möglich ist. Eine derart ausgestaltete Befestigungsmittelsicke ermöglicht ein präzises Positionieren eines Bauteils am Rahmenprofil, ohne dass das Rahmenprofil vorgebohrt werden muss. Typischerweise wird dabei eine gewindeformende bzw. gewindefurchende Schraube, beispielsweise eine Bohrschraube, verwendet, welche in eine für das Befestigungsmittel vorgesehene Öffnung im Bauteil einführbar ist und das Bauteil an der Befestigungsmittelsicke am Rahmenprofil befestigt bzw. festklemmt. Dabei schneidet sich die gewindeformende bzw. gewindefurchende Schraube abschnittsweise durch die Befestigungsmittelsicke, wodurch eine formschlüssige Verbindung mit dem Rahmenprofil erzeugt wird. Eine wie vorliegend beschriebene Anordnung der Befestigungsmittelsicke mit einer reduzierten Materialstärke im Rahmenprofil bzw. in einem Fensterrahmenprofil oder in einem Türrahmenprofil ermöglicht überraschenderweise die Montage des Bauteils, insbesondere die Montage eines Beschlages, am Rahmenprofil in einem einzigen Arbeitsschritt, wobei das Befestigungsmittel die Befestigungsmittelsicke durchdringt und gleichzeitig das Bauteil bzw. den Beschlag am Rahmenprofil fixiert.
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Ein hier vorliegend beschriebenes Band ist ein flächiges Material, typischerweise ein flächiges Blech, welches eine Materialbreite aufweist, welche breiter als dessen Materialdicke ist und kürzer als dessen Materiallänge ist.
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Unter einer Montagesicke wird im vorliegenden Fall eine rinnenartige Vertiefung in einer ebenen oder einer gekrümmten Fläche eines Bauteils verstanden, wobei die Tiefe der Vertiefung gegenüber der Länge der Vertiefung klein ist. Typischerweise dienen Montagesicken zum Versenken von Befestigungsmitteln oder zum formschlüssigen Verbinden des Rahmenprofils mit einem Bauteil.
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Vorteilhaft weist das Rahmenprofil in der Umgebung der Montagesicke eine erste Materialdicke auf, wodurch in diesem Abschnitt eine Grundstabilität im Rahmenprofil gewährleistet ist.
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Vorzugsweise beträgt die weitere Materialdicke das 0.07-fache bis 0.55-fache der ersten Materialdicke, wodurch eine materialsparende Herstellung der Befestigungsmittelsicke ermöglicht ist.
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Bevorzugt beträgt die weitere Materialdicke das 0.33-fache der ersten Materialdicke. Somit lässt sich abhängig vom Material des Bandes und der weiteren Materialdicke im weiteren Abschnitt ein kostengünstiges Befestigungsmittel auswählen, welches einfach in der Befestigungsmittelsicke direkt verschraubbar ist, ohne dass das Befestigungsmittel ausserordentlich hohen Belastungen ausgesetzt wird.
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Bevorzugterweise ist der weitere Abschnitt des Bandes zwischen dem zumindest einen ersten Abschnitt des Bandes und einem weiteren ersten Abschnitt des Bandes angeordnet, wobei der erste Abschnitt und der weitere erste Abschnitt jeweils die erste Materialstärke aufweisen. Dadurch wird eine hohe Stabilität im Rahmenprofil gewährleistet und gleichzeitig ein einfaches Befestigen des Bauteils am Rahmenprofil ermöglicht.
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Vorzugsweise weist die Befestigungsmittelsicke einen geschlossenen Sickenboden auf, wodurch das Erstellen der Befestigungsmittelsicke in einem einzigen Arbeitsschritt zeitsparend erfolgen kann.
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Bevorzugt ist der geschlossene Sickenboden durch eine Sickenbodenrundung zum Führen des Befestigungsmittels ausgebildet, womit das Bauteil bzw. der Beschlag präzise am Rahmenprofil positionierbar ist.
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Bevorzugterweise weist die Sickenbodenrundung einen Rundungsradius zwischen 0.1 mm und 1.2 mm auf, wodurch Befestigungsmittel mit diversen Ausgestaltungen des Befestigungsmittels beim Festlegen geführt werden. Die hier verwendbaren gängigen Befestigungsmittel weisen Rundungen an deren Körper auf, die einfach in die Sickenbodenrundung passen.
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Insbesondere weist die Sickenbodenrundung einen Rundungsradius zwischen 0.25 mm und 0.8 mm auf, wodurch eine Fehlpositionierung des Befestigungsmittels am Rahmenprofil minimierbar ist und ein neuerliches Positionieren des Bauteils bzw. des Beschlags vermieden wird.
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Bevorzugt weist die Sickenbodenrundung einen Rundungsradius von 0.5 mm auf, wodurch ein exaktes Positionieren des Bauteils bzw. des Beschlags am Rahmenprofil ermöglicht wird und somit ein aufwändiges Neupositionieren des Bauteils bzw. des Beschlags ausgeschlossen ist.
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Vorzugsweise weist die Befestigungsmittelsicke einen Öffnungswinkel auf, wobei der Öffnungswinkel 20° bis 150° beträgt. Dies verbessert die Führungseigenschaften der Befestigungsmittelsicke beim Befestigen des Bauteils am Rahmenprofil mit dem Befestigungsmittel, wodurch das Befestigungsmittel bzw. der Beschlag einfach montierbar ist.
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Insbesondere beträgt der Öffnungswinkel der Befestigungsmittelsicke 40° bis 100°. Dadurch wird ein Verkanten des Befestigungsmittels beim Befestigen des Bauteils bzw. des Beschlags am Rahmenprofil minimiert.
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Bevorzugt beträgt der Öffnungswinkel der Befestigungsmittelsicke 60°, wodurch das Befestigungsmittel einfach und punktgenau ansetzbar ist, im Rahmenprofil eingreift und somit optimal platzierbar ist.
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Bevorzugterweise ist zumindest eine Nut vorgesehen, wobei die Befestigungsmittelsicke innerhalb der zumindest einen Nut angeordnet ist. Die Nut weist einen ersten Nutschenkel und einen zweiten Nutschenkel auf, welche durch eine Nutbasis verbunden sind, wobei die Befestigungsmittelsicke bevorzugterweise an der Nutbasis angeordnet ist. Das Bauteil bzw. der Beschlag liegt dabei typischerweise abschnittsweise an der Nut an oder ist in der Nut platziert und wird daran oder darin geführt oder gar stabil gehalten.
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Insbesondere ist die zumindest eine Nut eine EURO-Nut, wobei die Befestigungsmittelsicke innerhalb der zumindest einen EURO-Nut angeordnet ist. Eine EURO-Nut ist eine branchenbekannte Standardnut zur Aufnahme von Beschlagteilen an Rahmenprofilen. Somit lassen sich Bauteile mit Standardmassen am Rahmenprofil befestigen und mithilfe Befestigungsmittel an der Befestigungsmittelsicke fixieren.
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Bevorzugt weist die Nut einen ersten Verbindungsschenkel und einen zweiten Verbindungsschenkel auf, wobei der erste Verbindungsschenkel und der zweite Verbindungsschenkel die Befestigungsmittelsicke mit der Nutbasis verbindet. Dabei ist das Bauteil bzw. der Beschlag in der Nut stabil positionierbar und das Befestigungsmittel im ersten Verbindungsschenkel und im zweiten Verbindungsschenkel zusätzlich fixierbar, wodurch eine verbesserte Befestigung des Bauteils bzw. des Beschlags erfolgt.
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Vorzugsweise ist die Nut zumindest bei einer Falzung des Bandes angeordnet. Damit wird die Stabilität des Rahmenprofils trotz der angeordneten Nut verbessert, sodass ein unerwünschtes Verformen des Rahmenprofils während der Bauteilmontage vermieden wird.
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Insbesondere liegt die Falzung an einem Bereich des Bandes an, wodurch die Nut stabil im Rahmenprofil angeordnet ist.
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Bevorzugterweise ist das Band aus Metall gefertigt, wodurch das Rahmenprofil eine erhöhte Stabilität gegenüber weicheren Materialen, wie typischerweise Kunststoff, aufweist und vielseitig einsetzbar ist.
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Bevorzugt ist das Band aus Stahl gefertigt, wodurch das Rahmenprofil eine besonders hohe Stabilität aufweist und einfach maschinell gefertigt werden kann.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Rahmen, insbesondere einen Fensterrahmen oder einen Türrahmen mit mehreren Rahmenprofilen, wobei zumindest eines dieser Rahmenprofile als ein wie hier vorliegend beschriebenes Rahmenprofil ausgebildet ist. Dadurch lässt sich ein Bauteil bzw. ein Beschlag an zumindest einem Rahmenprofil direkt verschrauben, wodurch der Monteur den Rahmen vor Ort einfach montieren kann.
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Ein weiterer Aspekt betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines wie hier vorliegend beschriebenen Rahmenprofils, wobei eine Befestigungsmittelsicke zumindest durch folgende Schritte hergestellt wird:
- - Bereitstellen eines Bandes mit einer ersten Materialdicke;
- - Reduzieren der ersten Materialdicke in einem Abschnitt entlang des Bandes;
- - Formen der Befestigungsmittelsicke in diesem Abschnitt mit der reduzierten weiteren Materialdicke.
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Mit diesem Verfahren lässt sich das hier vorliegend beschriebene Rahmenprofil mit einer Befestigungsmittelsicke einfach und kostengünstig herstellen, wobei die Dickenreduktion im Abschnitt entlang des Bandes zu geringen inneren Spannungen und starken Verwerfungen des Bandes führt. Dadurch lässt sich anschliessend die Befestigungsmittelsicke formen, ohne dass im Abschnitt mit reduzierter Materialdicke eine wesentliche Materialverhärtung auftritt, sodass eine Direktverschraubung eines Befestigungsmittels in der Befestigungsmittelsicke einfach ermöglicht wird.
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Vorzugsweise erfolgt das Reduzieren der weiteren Materialdicke im Abschnitt entlang des Bandes mit einem Walzverfahren. Mit einem Walzverfahren lässt sich die Reduktion der weiteren Materialdicke im Abschnitt entlang des Bandes kostengünstig ausführen, wobei die inneren Spannungen im Abschnitt mit reduzierter Materialdicke minimiert werden können. Darüber hinaus erlaubt ein Walzverfahren die wirtschaftliche Herstellung von grossen Stückzahlen. Das Walzverfahren am Band wird dabei in einer typischen Walzvorrichtung mit zumindest zwei rotierbaren Walzen durchgeführt, welche gegenüberliegend angeordnet sind. Beim Reduzieren der ersten Materialdicke im Abschnitt entlang des Bandes im Walzverfahren wird der überschüssige Materialanteil typischerweise verdrängt. Bevorzugterweise kommt hierfür ein Rollshaping-Verfahren zur Anwendung.
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Vorzugsweise erfolgt das Reduzieren der ersten Materialdicke in einem Abschnitt entlang des Bandes gleichzeitig mit der Ausbildung einer Vorform des Rahmenprofils, was eine besonders wirtschaftliche Herstellung ermöglicht.
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Vorteilhaft erfolgt das Formen der Befestigungsmittelsicke mithilfe einer Gegenform und profilierten Rollen, welche im Abschnitt mit der reduzierten weiteren Materialdicke geführt werden und den Abschnitt mit reduzierter Materialdicke in die Gegenform drücken, wodurch die Befestigungsmittelsicke ausgebildet wird. Dadurch lässt sich die Befestigungsmittelsicke besonders einfach und entlang des gesamten Abschnitts mit reduzierter Materialdicke kostengünstig formen.
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Alternativ erfolgt das Reduzieren der ersten Materialdicke in einem Abschnitt entlang des Bandes mit einem Ziehverfahren. Dabei wird typischerweise ein Tiefziehverfahren eingesetzt, wobei das Reduzieren der weiteren Materialdicke einfach eingestellt werden kann.
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Vorteilhaft erfolgt im Ziehverfahren gleichzeitig das Formen der Befestigungsmittelsicke im Abschnitt mit der reduzierten weiteren Materialdicke. Damit lässt sich in einem Arbeitsschritt das Reduzieren der weiteren Materialdicke sowie das Formen der Befestigungsmittelsicke ausführen, was zu einer beträchtlichen Zeitersparnis in der Herstellung des Rahmenprofils führt.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben sind.
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Die Bezugszeichenliste ist wie auch der technische Inhalt der Patentansprüche und Figuren Bestandteil der Offenbarung. Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an.
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Es zeigen dabei:
- 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Rahmenprofils in einer Schnittdarstellung,
- 2 das Rahmenprofil gemäss 1 in einer perspektivischen Darstellung,
- 3 das Rahmenprofil gemäss 1 mit einem Beschlag und einem Befestigungsmittel in einer perspektivischen Darstellung,
- 4 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen Rahmenprofils in einer Schnittdarstellung,
- 5 eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rahmenprofils in einer Schnittdarstellung,
- 6 eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rahmenprofils in einer Schnittdarstellung,
- 7 eine fünfte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rahmenprofils in einer Schnittdarstellung, und
- 8 eine sechste Ausführungsform des erfindungsgemässen Rahmenprofils in einer Schnittdarstellung.
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Die 1, 2 und 3 zeigen ein Rahmenprofil 10, hier ein Fensterrahmenprofil oder ein Türrahmenprofil. Das Rahmenprofil besteht aus einem flächigen Band 11 aus Stahl, wobei das Band 11 den Hohlraum 14 zumindest teilweise begrenzt bzw. aufgrund der Ausgestaltung des Bandes 11 den Hohlraum 14 bildet. Das Band 11 ist einteilig ausgebildet und weist einen ersten Abschnitt 13 mit einer ersten Materialdicke D1 auf, welcher den Grossteil des einteiligen Bands 11 umfasst. Der erste Abschnitt 13 mit der ersten Materialdicke D1 erstreckt sich dabei von einem Ende des einteiligen Bandes 11 bis zu einer Montagesicke. Die Montagesicke ist als Befestigungsmittelsicke 15 zum Aufnehmen eines Befestigungsmittels ausgebildet und weist eine weitere Materialdicke D2 auf, die geringer als die Materialdicke D1 ist. Das Band 11 erstreckt sich nach der Befestigungsmittelsicke 15 in einem weiteren ersten Abschnitt 16 mit der ersten Materialdicke D1 bis zum weiteren Ende des Bandes 11. Die Befestigungsmittelsicke 15 ragt in den Hohlraum 14 des Rahmenprofils 10 hinein und ist zwischen dem ersten Abschnitt 13 und dem weiteren ersten Abschnitt 16 angeordnet, wobei diese beiden Abschnitte 13 bzw. 16 die gleiche erste Materialstärke D1 aufweisen. Die erste Materialdicke D1 des Bandes 11 beträgt hier 1.5 mm und die weitere Materialdicke D2 des Bandes beträgt hier 0.5 mm, was dem 0.33-fachen der ersten Materialdicke D1 entspricht. Es hat sich gezeigt, dass sich eine weitere Materialdicke D2 zwischen 0.1 mm und 0.8 mm in der Befestigungsmittelsicke 15 ebenfalls eignet, wobei dann die weiteren Materialdicke D2 das 0.07-fache bis 0.55 der ersten Materialdicke D1 beträgt.
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Die Befestigungsmittelsicke 15 weist einen geschlossenen Sickenboden 17 auf, wobei der geschlossene Sickenboden 17 durch eine Sickenbodenrundung 18 ausgebildet ist, welche das Befestigungsmittel bei der Montage des Befestigungsmittels in Richtung zum tiefsten Punkt des Sickenbodens 17 führt. Dabei weist die Sickenbodenrundung einen Rundungsradius R von 0.5 mm auf und die Befestigungsmittelsicke 15 einen Öffnungswinkel β auf, wobei der Öffnungswinkel β idealerweise 60° gross ist.
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Das Band 11 weist eine Nut 20 auf, hier eine sogenannten EURO-Nut, wobei die Befestigungsmittelsicke 15 innerhalb der EURO-Nut angeordnet ist. Die EURO-Nut weist einen ersten Nutschenkel 22 und einen zweiten Nutschenkel 24 auf und ist mit einer Nutbasis 25 verbunden. Das Band 11 weist mehrere Falzungen 21 auf, wobei die EURO-Nut benachbart zu einer der Falzungen 21 angeordnet ist.
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Die Enden des Bandes 11 weisen jeweils einen Aufnahmebereich 29 bzw. 30 zum Aufnehmen einer Dichtungseinheit 31 auf.
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Das flächige Band 11 weist eine Materialbreite B auf, welche breiter ist als die Materialdicken D1 bzw. D2 und kürzer als deren abgewickelte Materiallänge ist. Die Befestigungsmittelsicke 15 erstreckt sich parallel zur Materialbreite B des Bandes 11.
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In 3 ist ein mithilfe einer gewindeformenden bzw. gewindefurchenden Schraube 40 am Rahmenprofil befestigter Beschlag 32 gezeigt. Der Beschlag 32 weist eine Beschlagsöffnung 33 auf, in welche die Schraube 40 hindurchgeführt ist. Der Beschlag 32 liegt abschnittsweise an der Falzung 21 des Bandes 11 und an dem Nutschenkel 24 der EURO-Nut auf. Die Schraube 40 hat im am Rahmenprofil 10 befestigten Zustand die Befestigungsmittelsicke 15 im Bereich des Sichenbodens 17 durchdrungen und fixiert dadurch den Beschlag 32 am Rahmenprofil 10.
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Die 4 bis 8 zeigen Rahmenprofile 110, 210, 310, 410 bzw. 510, die sich von dem zuvor beschriebenen Rahmenprofil 10 im Wesentlichen durch die Ausgestaltung bzw. der Anordnung der jeweiligen Nut 120, 220, 320, 420 bzw. 520 im jeweiligen Rahmenprofil 110, 210, 310, 410 bzw. 510 unterscheiden, wobei die jeweilige Nut 120, 220, 320, 420 bzw. 520 im Wesentlichen als EURO-Nut ausgebildet ist.
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4 zeigt das Rahmenprofil 110, welches vom Band 111 gebildet wird. Die Nut 120 im Rahmenprofil 110 weist zwischen der Nutbasis 125 und der Befestigungsmittelsicke 115 einen ersten Verbindungsschenkel 126 einen zweiten Verbindungschenkel 127 zum verbesserten Führen des Befestigungsmittels auf. Der erste Verbindungsschenkel 126 und der zweite Verbindungschenkel 127 sind dabei jeweils parallel zu ersten Nutschenkel 122 und zweiten Nutschenkel 124 angeordnet.
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5. zeigt eine Nut 220 im Rahmenprofil 210 mit einem ersten Nutsteg 234 und einem weiteren Nutsteg 235, an welchem ein Beschlag stützend angeordnet sein kann. Das Rahmenprofil 210 wird vom Band 211 gebildet. Der erste Nutsteg 234 ist mit einem ersten gebogenen Verbindungsschenkel 226 verbunden und der zweite Nutsteg 235 ist mit einem zweiten gebogenen Verbindungsschenkel 227 verbunden, wobei der erste Verbindungsschenkel 226 und der zweite Verbindungsschenkel 227 jeweils mit der Befestigungsmittelsicke 215 verbunden sind.
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6 zeigt eine Nut 320 im Rahmenprofil 310 wobei die Nutbasis 325 von einer Falzung 321 des Bandes 311 gestützt wird, welche an einem Randbereich 323 des Bandes 311 anliegt und den Hohlraum 314 des Rahmenprofils 310 schliesst.
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Das Rahmenprofil 410 in der 7 wird vom Band 411 gebildet und zeigt eine Nut 420, welche zwischen der Nutbasis 425 und der Befestigungsmittelsicke 415 einen ersten Verbindungsschenkel 426 einen zweiten Verbindungschenkel 427 zum verbesserten Führen des Befestigungsmittels aufweist. Der erste Verbindungsschenkel 426 und der zweiten Verbindungschenkel 427 sind dabei jeweils schräg zum ersten Nutschenkel 422 und zweiten Nutschenkel 424 angeordnet, wobei sich der erste Verbindungsschenkel 426 und der zweiten Verbindungschenkel 427 in Richtung zur Befestigungsmittelsicke 415 voneinander kontinuierlich öffnen.
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8 zeigt ein Rahmenprofil 510, welches vom Band 511 gebildet wird und eine Nut 520 aufweist, wobei die Nutbasis 525 eine Falzung 521 des Bandes 511 aufweist, welche an einem Randbereich 528 des Bandes 511 anliegt und die Nut 520 stabilisiert. Die Befestigungsmittelsicke 515 ist in der Nut 520 angeordnet.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Rahmenprofil
- 11
- Band von 10
- 12
- erster Abschnitt
- 13
- weiterer Abschnitt
- 14
- Hohlraum von 10
- 15
- Befestigungsmittelsicke
- 16
- weiterer erster Abschnitt
- 17
- Sickenboden
- 18
- Sickenbodenrundung
- 20
- Nut
- 21
- Falzung
- 22
- erster Nutschenkel
- 24
- zweiter Nutschenkel
- 25
- Nutbasis
- 29
- Aufnahmebereich
- 30
- Aufnahmebereich
- 31
- Dichtungseinheit
- 32
- Beschlag
- 33
- Beschlagsöffnung
- 40
- Schraube
- B
- Materialbreite von 11
- D1
- erste Materialdicke von 11
- D2
- weitere Materialdicke von 11
- R
- Rundungsradius von 18
- β
- Öffnungswinkel von 15
- 110
- Rahmenprofil
- 111
- Band von 110
- 115
- Befestigungsmittelsicke
- 120
- Nut
- 122
- erster Nutschenkel
- 124
- zweiter Nutschenkel
- 125
- Nutbasis
- 126
- erster Verbindungsschenkel
- 127
- zweiter Verbindungsschenkel
- 210
- Rahmenprofil
- 211
- Band von 210
- 215
- Befestigungsmittelsicke
- 220
- Nut
- 221
- Falzung
- 222
- erster Nutschenkel
- 224
- zweiter Nutschenkel
- 225
- Nutbasis
- 226
- erster Verbindungsschenkel
- 227
- zweiter Verbindungsschenkel
- 234
- erste Nutsteg
- 235
- weitere Nutsteg
- 310
- Rahmenprofil
- 311
- Band von 310
- 315
- Befestigungsmittelsicke
- 314
- Hohlraum von 310
- 320
- Nut
- 321
- Falzung
- 323
- Randbereich von 311
- 410
- Rahmenprofil
- 411
- Band von 410
- 415
- Befestigungsmittelsicke
- 420
- Nut
- 421
- Falzung
- 422
- erster Nutschenkel
- 424
- zweiter Nutschenkel
- 425
- Nutbasis
- 426
- erster Verbindungsschenkel
- 427
- zweiter Verbindungsschenkel
- 510
- Rahmenprofil
- 511
- Band von 511
- 515
- Befestigungsmittelsicke
- 520
- Nut
- 521
- Falzung
- 525
- Nutbasis
- 528
- Randbereich
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 1441096 B1 [0004]
- EP 0087504 A1 [0006]