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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine alternative Innenbeleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 und die Verwendung einer solchen Vorrichtung nach Anspruch 10.
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Hintergrund:
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Lichtquellen, die nicht unbedingt eine externe Energieversorgung benötigen, sind grundsätzlich bekannt. Ein Teil dieser Lichtquellen gehört zur sogenannten Lumineszenz, die eine Lichtemission durch eine Substanz ist, die nicht durch Wärme entsteht, z. B. Glühlampen.
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Ein Beispiel für diese Art der Lumineszenz ist zum Beispiel seit vielen Jahrzehnten als nachtleuchtende Uhren bekannt. Eine gewöhnliche Uhr, die bekannt ist und im Dunkeln leuchtet, wird als phosphoreszierende Uhr bezeichnet. Die Uhr ist mit einer Farbe beschichtet, die Licht absorbiert und dann wieder abgibt. Diese besteht aus Phosphor und leuchtet typischerweise blassgrün oder grünlich-blau.
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Die zweite Art von Uhr wird als Tritium-Uhr bezeichnet. Diese ist Teil der so genannten radiolumineszierenden Materialien. Tritium ist ein radioaktives Wasserstoffisotop mit einer Halbwertszeit von ca. 12,32 Jahren, das sehr energiearme Beta-Strahlung abgibt. Es gibt in der Bauweise eine Ähnlichkeit mit Leuchtstoffröhren, da sie aus einer hermetisch dichten Röhre bestehen, die innen mit einem Phosphor beschichtet und mit Tritium gefüllt ist. Tritium-Lichtquellen werden häufig für Armbanduhren verwendet, die für den Tauch-, Nacht- oder taktischen Gebrauch bestimmt sind, oder in selbstleuchtenden Exit-Schildern, Kompassen, um nur einige Beispiele zu nennen.
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Die dritte zu erwähnende Uhr ist eine Radiumuhr, die ebenfalls zur Gruppe der radiolumineszierenden Materialien gehört. Es beinhaltet meist eine kleine Menge eines radioaktiven Isotops (Radionuklid) mit einer radiolumineszierenden Phosphorchemikalie. Da Konsumgüter wie Uhren den Sicherheitsvorschriften genügen müssen, werden zunehmend phosphoreszierende und radiolumineszierende Substanzen eingesetzt.
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Vor allem in der Automobilindustrie wird die Beleuchtung vom traditionellen Ansatz der Beleuchtungsgrafik, Symbole und Funktionsanzeigen auf die Beleuchtung ausgedehnt. Als integraler Bestandteil des Designs werden Komponenten, wie etwa die Peripherie von Zierleisten, Griffen und Fußräumen, beleuchtet, um eine so genannte Umgebungsbeleuchtung zu schaffen.
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Die größte Herausforderung bei diesen Systemen ist das komplexe Hohllichtleiterdesign zur Erzielung eines einheitlichen und homogenen Effekts, die erhöhte Anzahl der Lichtquellen und damit die aufwändige Verkabelung im gesamten Fahrzeug. Auch wenn es technische Lösungen gibt, sind die meisten davon bisher für Mittel- und Oberklassefahrzeuge erschwinglich.
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Die fortschreitende Entwicklung zu so genannten Elektrofahrzeugen erfordert auch, dass der Energieverbrauch reduziert wird, da die Leistung der Batterien zum Fahren des Fahrzeugs begrenzt ist.
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Die oben genannte Problematik und Herausforderung gilt nicht für Abteile von Fahrzeugen oder Fahrzeugen im Allgemeinen, sondern für alle vergleichbaren Situationen und Orte, an denen Lichtquellen benötigt werden, die nicht unbedingt eine externe Energieversorgung erfordern, oder an denen Lumen, d. h. die Einheit des Lichtstroms im Internationalen System, im Vergleich zu anderen Lichtquellen niedriger sein können.
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Unter Berücksichtigung dieses Standes der Technik und dessen Probleme ist es Gegenstand der Erfindung, eine alternative Innenbeleuchtungsvorrichtung bereitzustellen, die keine teuren und komplexen Werkzeuge und Geometrien benötigt, um Licht von einer Mindestanzahl von Lichtquellen zu transportieren, die intern teure und komplexe Verbindungen zu einer externen Energieversorgung, z. B. einer Fahrzeugbatterie, benötigen.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist es, eine Umgebungsbeleuchtung bereitzustellen, die sich leicht herstellen und verwenden lässt.
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Gegenstand der Erfindung ist es, einen sanften Glanz zu erzeugen, der Helligkeit liefert, die ausreicht, um die Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung zu beleuchten, aber keine Aktivitäten der Person stört, die etwas anderes benutzt, z. B. beim Fahren eines Fahrzeugs in der Nacht.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, eine zuverlässige Lichtquelle für den langfristigen Gebrauch zu schaffen.
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Zusätzlich soll ein weniger kostenintensives Beleuchtungssystem zum Beleuchten von Innenräumen, Abteilungen und dergleichen bereitgestellt werden.
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Es ist auch ein Aspekt der Erfindung, eine vollständige Palette an Beleuchtungsfarben für die Innenbeleuchtungsvorrichtung bereitzustellen.
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Diese verschiedenen Aspekte werden durch eine alternative Innenbeleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 und durch die Verwendung einer solchen Innenbeleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 10 erreicht.
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Kurzdarstellung der Erfindung:
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Die vorgeschlagene Lösung nutzt eine alternative Lichtquelle, die nicht unbedingt eine externe Energieversorgung benötigt - je nach Standort der beleuchteten Fläche. Im Allgemeinen wird die Komponente, deren Oberfläche zur Erzeugung des Umgebungslichtes beleuchtet wird, aus einem transparenten oder lichtdurchlässigen Material injiziert, das eine Lichtdurchlässigkeit ermöglicht. Das Grundmaterial der Beleuchtungsvorrichtung wird entweder während des Injektionsprozesses oder während der Herstellung von Polymerpellets mit mindestens einem Pigment gemischt, das aus einem Leuchtmaterial besteht - dieses Material wird durch die Absorption von Licht, insbesondere Blau- oder UV-Licht, angeregt, dessen Quellen entweder natürliches Licht oder eine externe batteriebetriebene Lichtquelle, wie etwa eine LED oder Glühbirne, sein können, die so angeordnet ist, dass mindestens ein Prozentsatz dieses Lichts auf die Oberfläche der beleuchtbaren Komponente trifft. Die beleuchtbaren Komponenten, die mit einem solchen Leuchtpigment injiziert werden, absorbieren Lichtenergie entweder tagsüber oder durch eine unsichtbare UV-Lichtquelle, und im Inneren speichert dieses Pigment genügend Anregungsenergie, so dass es in einer dunklen Umgebung leuchtet und die gespeicherte Energie, die durch die oben genannten externen Quellen gesammelt wurde, freisetzt.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung:
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Das technische Gebiet, das die vorliegende Erfindung umfasst, verwendet Begriffe wie Fluoreszenz, Phosphoreszenz, Lumineszenz und so weiter. Da diese Ausdrücke manchmal anders verwendet werden, erscheint es angebracht, eine gewisse Erklärung zu geben, wie diese Ausdrücke in dieser Beschreibung der Erfindung verwendet werden.
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Lumineszenz ist die Lichtemission durch eine Substanz, die nicht durch Wärme entsteht, z. B. Glühlampenlicht, wie es von klassischen Glühlampen emittiert wird. Lumineszierendes Material absorbiert Energie und gibt diese als Licht ab. Die Lichtemission kann entweder sofort, zeitverzögert oder über einen längeren Zeitraum erfolgen.
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Persistente Lumineszenz ist eine Bedingung, nach der die Lumineszenz Stunden oder Tage nach Beendigung der Anregung dauern kann.
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Die Fluoreszenz ist eine Art der Photolumineszenz. Fluoreszenz ist die Lichtemission durch eine Substanz, die Licht oder andere elektromagnetische Strahlung mit unterschiedlicher Wellenlänge absorbiert hat. Fluoreszenz ist das Licht, das von einem Material ausgestrahlt wird, wenn es einer Anregungsenergie oder elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt ist. Daher ist sie eine Form der Photolumineszenz.
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Die Phosphoreszenz ist eine Art der Lumineszenz im Zusammenhang mit der Fluoreszenz. Phosphoreszenz ist das nachtleuchtende Licht oder Nachleuchten, das vom menschlichen Auge nach Beendigung der Anregung erfasst werden kann.
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Phosphoreszierendes Material gibt die Strahlung, die es absorbiert, nicht sofort wieder ab, wie es die Fluoreszenz tut. Die absorbierte Strahlung wird in der Regel bis zu mehreren Stunden oder sogar Tagen nach der ursprünglichen Anregung mit geringerer Intensität wieder abgegeben. Die Phosphoreszenz beschreibt somit einen Zustand, in dem die von einer Substanz aufgenommene Energie relativ langsam in Form von Licht freigesetzt wird. Daher wird dieser Mechanismus für so genannte nachtleuchtende Produkte oder Materialien verwendet, die - im Allgemeinen gesprochen - durch Lichteinwirkung „geladen“ werden. Es ist eine Eigenschaft des phosphoreszierenden Materials - wiederum allgemein gesprochen -, absorbierte Energie über einen längeren Zeitraum zu „speichern“.
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Die Eigenschaften des fluoreszierenden Materials sowie des phosphoreszierenden Materials werden entweder durch fluoreszierende Pigmente oder durch phosphoreszierende Pigmente bestimmt, die somit die beleuchtbaren Komponenten sind.
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Fluoreszierende Pigmente sind eine Art Farbstoff, der Licht absorbiert und reflektiert. Fluoreszierende Pigmente wandeln die „gespeicherte“ Energie in Licht einer dominanten Wellenlänge oder Farbe um. Ohne eine Lichtquelle gibt es keine Wiederabstrahlung der Wellenlänge oder Farbe, d. h. des sichtbaren Lichts für das bloße Auge einer Person.
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Phosphoreszierende Pigmente speichern Energie und geben sie beim Entfernen der Lichtquelle wieder ab. Sie sind also für das bloße Auge eines Menschen für einen gewissen Zeitraum im Dunkeln sichtbar.
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Anstelle von Pigmenten können auch Kristalle verwendet werden. Die Begriffe Pigmente und Kristalle werden daher synonym verwendet.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Lichtquelle. Die geometrische Form der Lichtquelle hängt hauptsächlich von Aspekten der Gestaltung, des Raumes und des Einsatzortes ab. Daher kann die Lichtquelle die Form einer klassischen Glühbirne, eines Streifens, einer Schleife oder einer anderen zwei- oder dreidimensionalen Konfiguration aufweisen.
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Die Lichtquelle kann aus jedem geeigneten Material, z. B. Glas oder Kunststoff, hergestellt werden.
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Die Lichtquelle umfasst das Leuchtmaterial, das für seine Fähigkeit verantwortlich ist, im Dunkeln für eine bestimmte Zeitdauer zu leuchten, ohne eine externe Energieversorgung zu benötigen. Somit ist das lumineszierende Material in der Lage, eine dauerhafte Lumineszenz zu gewährleisten.
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Das Leuchtmaterial kann am besten ein phosphoreszierendes Material sein.
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Das lumineszierende Material kann auch ein fluoreszierendes Material umfassen.
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In einer bestimmten Ausführungsform der Erfindung kann das lumineszierende Material eine Mischung aus phosphoreszierendem Material und fluoreszierendem Material umfassen.
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Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung ein phosphoreszierendes Material und/oder ein fluoreszierendes Material bereit, das seinerseits eine bestimmte Menge an Pigmenten umfasst, die zur Re-Emission von Licht führen.
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Die phosphoreszierenden Pigmente, d. h. die nach der vorliegenden Erfindung verwendeten Leuchtpigmente, sind die Grundlage für das Leuchten der Lichtquelle. Leuchten im Sinne der Erfindung bedeutet, Licht auszusenden, das für das bloße Auge einer Person sichtbar ist. Je nach Wahl der Pigmente gibt es Unterschiede in Bezug auf Helligkeit, Farbe und Dauer der Lumineszenz nach Beendigung der Anregung.
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Wie bereits erwähnt, ist die Phosphoreszenz in der Lage, Licht zu absorbieren und das Licht über einen längeren Zeitraum wieder abzugeben. Auch wenn der spezifische Prozess seiner Funktionsweise in seinen sehr durchdachten Details vielleicht nicht geklärt ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Elektronen der Lichtpigmente Energie in Gegenwart von Licht aufnehmen und auf einem höheren Niveau speichern. Wenn Lichtenergie fehlt, bewegen sich diese Elektronen von diesem höheren Niveau zu einem stabileren Energieniveau und geben dabei Energie in Form von sichtbarem Licht ab, das keine zusätzliche chemische Reaktion benötigt.
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Die Lichtquelle, in der das Leuchtmaterial verwendet wird, muss durch ein Umgebungslicht oder Blau-Licht oder UV-Licht, das auf die Oberfläche der beleuchtbaren Komponente trifft, „aufgeladen“ werden. Es ist nur notwendig, dass das Umgebungslicht oder das Blau- oder UV-Licht die Lichtquelle mit dem lumineszierenden Material erreicht, damit dieses Material durch die Absorption von Licht angeregt wird. In den meisten Fällen reicht es aus, dass dieses externe Licht für einige Minuten die Lichtquelle mit dem Leuchtmaterial erreicht, um das Licht für mehrere Stunden wieder abzugeben.
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Die Menge der phosphoreszierenden und/oder fluoreszierenden Pigmente wird je nach Verwendungszweck gewählt. Vorzugsweise wird die Menge des Pigments sowie die Art des Pigments gewählt, um eine Lichtemission von über 12 Stunden zu gewährleisten. Vorzugsweise ist beabsichtigt, die Pigmente in einer Menge und in einer chemischen Struktur zu wählen, die die Anfangshelligkeit der Lichtquelle für mehrere Stunden, am besten auch für mehr als 12 Stunden, fortsetzt, bevor sie für zusätzliche Stunden und sogar Tage weiterhin auf einem niedrigeren Niveau leuchtet.
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Das für die Lichtquelle verwendete Leuchtmaterial wird vorzugsweise aus nicht-radioaktiven natürlichen Seltenerdmineralien gewonnen, die in der Lage sind, Energie aus Umgebungslicht aufzunehmen und zu speichern. In der Dunkelheit beginnen die Pigmente der nicht-radioaktiven natürlichen Seltenerdmineralien ein leuchtendes Licht oder eine Leuchtkraft zu erzeugen, indem sie die gespeicherte Lichtenergie freisetzen.
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Fachleuten werden jedoch nicht daran gehindert, andere Mineralien oder chemische Verbindungen mit gleichen oder ähnlichen, zumindest geeigneten Eigenschaften zu verwenden.
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Für die vorliegende Erfindung ist es vorzuziehen, Pigmente in verschiedenen Farben und unterschiedlichen Partikelgrößen zu verwenden, um die von der Lichtquelle beabsichtigte Funktion zu erfüllen.
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Die Pigmente sind in einer Vielzahl von Farben und Partikelgrößen erhältlich. Sie sind entweder selbst lumineszierend oder sie bilden eine nicht-lumineszierende Verbindung, die z. B. mit einer lumineszierenden Verbindung versetzt wird. Natürlich sind auch Kombinationen dieser Verbindungen möglich.
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Es ist vorzuziehen, Pigmente oder Kristalle mit Phosphor zu verwenden. Phosphor strahlt sichtbares Licht aus, nachdem er mit Energie versorgt wurde. Zwei der wichtigsten Phosphorarten sind Zinksulfid und Strontiumaluminat.
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Während Zinksulfid ein seit langem bekanntes Produkt ist, wird die Verwendung von Strontiumaluminat bevorzugt, da es eine 5 bis 15-mal höhere Leuchtdichte aufweist als Zinksulfid. Das Strontiumaluminat kann mit verschiedenen Farbpigmenten gemischt werden, z. B. phosphoreszierendes Pigment rot (Calciumsulfid), phosphoreszierendes Pigment blau (Erdalkalisilikat) und anderen.
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Die für das Leuchtmaterial verwendeten Pigmente sind vorzugsweise geruchlos.
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Vorzugsweise ist das Leuchtmaterial ungiftig, umweltfreundlich und entspricht den gängigen internationalen Normen, z. B. der DIN 67510, Teil 1 und 2.
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Je nach Anforderung kann das Leuchtmaterial aus verschiedenen Größen bestehen. Relativ große Partikelgrößen von 40 - 90 µm ermöglichen eine hohe Helligkeit und ein hohes intensives Glühen.
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Mittelgroßes Leuchtmaterial der Pigmente in der Größe von etwa 10-40 µm führt zu geringerer Helligkeit und Glühintensität und kann z. B. für Innenanwendungen und dergleichen geeignet sein, die eine höhere Dimmwirkung haben sollen.
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Pigmente mit einer kleinen Partikelgröße von etwa 5 - 10 µm liefern eine moderate Helligkeit und Leuchtkraft.
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Natürlich können auch andere Größen verwendet werden. Eine Partikelgröße von 150 - 1800 um führt beispielsweise zu einer sehr hohen Helligkeit und einer langen Lebensdauer.
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So kann beispielsweise die Tagesfarbe der beleuchtbaren Verbindung grünlich-gelb sein, während die Leuchtfarbe dann natürlich ist. Es können auch andere Farben verwendet werden, z. B. eine Tagesfarbe in naturweiß und bis hin zu einer ozeanähnlichen Leuchtfarbe. Pigmente in der Tagesfarbe cremeweiß können ebenfalls zu einer königsblauen Leuchtfarbe führen. Andere Pigmente sind tageszeitabhängig cremeweiß und ergeben eine königsblaue Leuchtfarbe.
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Diese Leuchtmaterialien, d. h. die Pigmente, Kristalle oder Partikel, können im Produktionsbereich vieler Kunststoffmaterialien oder Musterchargen verwendet werden, z. B. ABS - Acrylnitril-Butadien-Styrol, PC - Polycarbonat, EVA - Ethylen-Vinylacetat, PA-Polyamide, PU - Polyurethan, PET - Polyester, PP - Polypropylen, PE - Polyethylen, PS - Polystyrole, PVC - Polyvinylchlorid etc.
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Die Pigmente oder die Musterchargen werden in einem weiteren Transformationsprozess eingesetzt. Entweder während des Injektionsprozesses oder während der Herstellung von Polymergranulaten wird das Musterchargenmaterial mit einem Pigment gemischt, das aus einem phosphoreszierenden Material besteht. Anstelle der Injektion ist auch ein Blasformen oder Rotationsformen sinnvoll.
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Fachleute werden berücksichtigen, dass die Herstellung der Lichtquelle aus langlebigem Leuchtmaterial das Ergebnis einer Interaktion zwischen dem Design des Produkts, den Pigmenteigenschaften und natürlich den Verarbeitungsparametern ist. Um ein gutes Ergebnis der lang anhaltenden Lumineszenz zu erhalten, ist daher unabhängig von der Wahl der phosphoreszierenden Pigmente mit höchster Helligkeit.
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Daher ist für die Herstellung einer solchen Lichtquelle auch eine optimale Bindemittelmatrix von Bedeutung, die die Eigenschaften und Anwendung von Lack, Pigmentbeschichtung, Bindung, Mischung und Kunststoffen berücksichtigt.
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Für die Produktion stehen gängige Anwendungsverfahren zur Verfügung, z. B. in Form von Extrudieren, Sprühen, Drucken, Abfüllen.
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Das Design und das Layout hängen in der Regel von Aspekten der Form der Lichtquelle, der Schichtdicke, der Pigmenteigenschaften und der gewünschten Produktionsparameter ab.
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Für die Extrusion können bekannte Technologien eingesetzt werden. Diese sind nicht Teil der vorliegenden Erfindung.
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Anstelle einer Formgebungstechnik ist es auch möglich, Vinylfolien zu verwenden, die mit dem Leuchtmaterial beschichtet sind. Diese Vinylfolien können auf die Oberfläche der entsprechenden Lichtquelle aufgebracht werden, z. B. auf das transparente oder lichtdurchlässige Material der Lichtquelle.
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Die beleuchtbaren Komponenten, die mit einem solchen phosphoreszierenden Pigment injiziert werden, absorbieren Lichtenergie entweder tagsüber oder durch eine unsichtbare UV-Lichtquelle, und im Inneren speichert dieses Pigment genügend Anregungsenergie, so dass es in einer dunklen Umgebung leuchtet und die gespeicherte Energie, die durch die oben genannten externen Quellen gesammelt wurde, freisetzt. Eine solche Lösung macht teure und komplexe Werkzeuge und Geometrien überflüssig, die darauf ausgelegt sind, Licht von einer minimalen Anzahl von Lichtquellen zu transportieren, die intern teure und komplexe Verbindungen zur Fahrzeugbatterie erfordern, so dass die Umgebungsbeleuchtung auch in Fahrzeugen mit geringerem Segment realisiert werden kann, ohne die Kosten für die oben genannten teuren Werkzeuge und Komponenten der Lichtquelle zu tragen.
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Unter Berücksichtigung dieser Aspekte wird eine lang anhaltende Phosphoreszenz in verschiedenen sichtbaren und infraroten Bereichen durch den Mechanismus des langsamen, anhaltenden Energietransfers erreicht. Die sichtbare sowie die infrarote Lumineszenz halten mehr als 12 Stunden an und können direkt mit den Augen betrachtet werden.
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Beispiele für Leuchtmaterial:
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Ohne die Erfindung einzuschränken, folgen einige Beispiele für geeignetes Leuchtmaterial: Persistente Lumineszenz kann durch natürliche Seltenerdmaterialien wie EU2+ oder Europium EU3+ und/oder Terbium Tb3+ und/oder Cerium CE3+ erreicht werden.
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Ein weiteres persistentes Leuchtmaterial, das für die vorliegende Erfindung geeignet ist, ist SrAl2O4: Eu2+, Dy3+ mit einer Wellenlänge von etwa 250 - 450 nm.
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Bariumaluminat (BaAl2O4) oder andere Typen wie SrAl2O4, MgAl2O4 oder CaAl2O4 können als Grundlage für Eu2+, Eu3+, Tb3+, Ce3+ oder ein anderes Seltenerdmaterial verwendet werden. Das Ergebnis ist eine lang anhaltende Lumineszenz, die für verschiedene der genannten Anwendungen geeignet ist. Zum Beispiel BaAl2O4: Eu2+ (oder Dy3+, Tb3+, Ce3+, Nd3+ und/oder andere) führt zu blau emittierendem Licht.
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Eine hohe Helligkeitsintensität kann durch BaAl2O4 erreicht werden: Er3+. Ein lang anhaltendes Nachleuchten wird insbesondere durch BaAl2O4 erreicht: Eu2+, co-dotiert mit Nd3+.
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Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung von Erdalkalialuminaten wie oben erwähnt, wie SrAl2O4, CaAl2O4, die zusammen mit Eu2+, Dy3+, Nd3+ oder anderen verwendet werden.
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Ein gelbes Licht kann mit Sr3SiO5 erreicht werden: Eu2+ (oder: Ce3+; Nd3+, Dy3+, Er3+, Yb3+ oder anderen). Orange-rotes Licht kann mit Sr3-xBaxSiO5 erreicht werden: Eu2+ (oder: Ce3+; Nd3+, Dy3+, Er3+, Yb3+ oder anderen). Es ist vorzuziehen, diese beleuchtbaren Komponenten mit UV-Licht im Wellenlängenbereich von etwa 240 bis etwa 500 nm anzuregen.
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Sr2MgSi2O7: Eu2+ (oder Dy3+, Y3+ oder andere) führt zu einer blau anhaltenden Emission von langanhaltendem Nachleuchten von z. B. mehr als einem Tag.
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ZnGa2O4: Cr3+ führt zu einer roten, anhaltenden Emission mit hoher Helligkeit.
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Figurenliste
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Ausführungsformen der Erfindung, auf die sich die Erfindung jedoch nicht beschränkt, sind in den 1 - 5 offenbart und sind dargestellt in:
- 1: ein Blockdiagramm eines Beleuchtungssystems in einem Fahrzeuginnenraum gemäß dem Stand der Technik;
- 2: eine Veranschaulichung des Prinzips der Energieaufnahme während eines Tages;
- 3: eine Veranschaulichung des Prinzips der Re-Emission von Licht in der Nacht;
- 4: ein Beispiel für das Nachleuchten im Bereich eines Türgriffs eines Autos;
- 5: ein Beispiel für eine Beleuchtungsanordnung in einer Mittelkonsole eines Fahrzeugs gemäß der Erfindung.
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1 zeigt im Blockdiagramm ein komplexes bestehendes Beleuchtungssystem in einem Fahrzeug. Eine Linse 1 einer LED ist mit einer komplexen Schalterkonfiguration 2 für ein LED-Beleuchtungssystem verbunden, die unter anderem einen Stecker 3 und eine Reihe von Kabeln 4 umfasst, die alle miteinander verbunden werden müssen.
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2 + 3 veranschaulichen in vergleichender Weise die Einfachheit der vorgeschlagenen Lösung. 2 zeigt die externe Lichtquelle 6, in diesem Fall eine Glühlampe. Das Licht der externen Lichtquelle 6 wird auf die Beleuchtungsvorrichtung 7 gerichtet, die der Lichtquelle 5 entspricht oder Teil der Lichtquelle 5 sein kann. Die Pfeile 10 zeigen die Richtung des Lichteinfalls, d. h. die Richtung der Wellenlänge des Lichts der externen Lichtquelle 6, die auf die Oberfläche (21) trifft und durch die Oberfläche (21) der Innenbeleuchtungsvorrichtung 7 und damit der Lichtquelle 5 geht.
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Gemäß 2 umfasst die Beleuchtungsvorrichtung sowohl transparentes oder lichtdurchlässiges Material 8, beispielsweise eine Polymerzusammensetzung, als auch das Leuchtmaterial 9, z. B. die vorstehend ausführlich beschriebenen phosphoreszierenden Pigmente und/oder Farbpigmente. 2 beschreibt somit die Situation einer Absorption von Fremdlicht durch die Innenbeleuchtungsvorrichtung 7 bei Tag.
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3 zeigt das Prinzip der Re-Emission von Licht in der Nacht, die tagsüber absorbiert wird. Das phosphoreszierende Pigment setzt Lichtenergie mit langsamer Geschwindigkeit frei, was zu einem Leuchten des Umgebungslichts führt. Obwohl in 3 nicht dargestellt, umfasst die Innenbeleuchtungsvorrichtung 7 wieder das transparente oder das transluzente Material 8 sowie das Leuchtmaterial 9, das dem lumineszierenden Material entspricht, wie in Verbindung mit 2 erläutert. Die Pfeile 11 zeigen die Richtung des re-emittierenden Lichts in der Nacht an.
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4 zeigt ein Beispiel für die Verwendung der Erfindung in einem Fahrzeug mit einer Tür 12, einem Türgriff 13, der durch glühendes Umgebungslicht 14 beleuchtet wird.
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5 zeigt ein weiteres Beispiel für eine Beleuchtungsanordnung gemäß der Erfindung, wie sie in einer Mittelkonsole eines Fahrzeugs verwendet werden kann. Die Beleuchtungsanordnung 15 zeigt zwei Beispiele für einen Scheinwerfer 16, 17 sowie ein Beispiel für die Beleuchtung eines Anschlusses 18, eines Getränkehalters 19 und einer Ortungsleuchte für Fächer, wie etwa Gläser, Flaschen, Getränkehalter, Telefonladeort etc.
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Fachleute verstehen leicht, dass die Beleuchtungsvorrichtung gemäß der Erfindung nicht auf ein spezifisches Beispiel beschränkt ist, wie in 1 - 5 dargestellt, sondern auf zahlreiche verschiedene Ausführungsformen und Beispiele angewendet werden kann.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- LED-Linse
- 2
- Schalter sind für eine LED-Beleuchtung vorgesehen.
- 3
- Anschlussstecker
- 4
- Kabel
- 5
- Lichtquelle
- 6
- Externe Lichtquelle
- 7
- Innenbeleuchtungsvorrichtung
- 8
- Transparentes/transluzentes Material
- 9
- Leuchtmaterial
- 10
- Lichteinfallsrichtung
- 11
- Richtung der Re-Emission von Licht
- 12
- Tür
- 13
- Türgriff
- 14
- Glühendes Umgebungslicht
- 15
- Beleuchtungsanordnung
- 16
- Scheinwerfer
- 17
- Scheinwerfer
- 18
- Beleuchtungsanschluss
- 19
- Beleuchtungsanschluss-Getränkehalter
- 20
- Ortungsleuchte
- 21
- Oberfläche
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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