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Technisches Gebiet
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Das vorliegende Gebrauchsmuster betrifft das technische Gebiet der biologischen Untersuchungen, insbesondere ein Analysegerät zur Verwendung bei biologischen Untersuchungen.
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Stand der Technik
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In medizinischen klinischen Labors und biologischen Labors ist es oftmals erforderlich, große Probenmengen zu untersuchen. Während der Durchführung der Untersuchung müssen normalerweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Prüfreagenzien oder Flüssigkeiten in die Proben hineingegeben werden, um die Bearbeitungsschritte von Verdünnung, Mischung, Reaktion, Reinigung usw. zu vollziehen. Ein Gerät zur Analyse von immunologischen Proteinspuren ist beispielsweise eine gebräuchliche Vorrichtung zur Bestimmung von Antigenen mittels besonderer Antikörper. Die betreffende Vorrichtung nutzt für die Durchführung der Untersuchungen die stattfindenden besonderen immunologischen Reaktionen von Antikörpern mit an Membranstreifen anhaftenden Zielproteinen. Um noch zuverlässigere Untersuchungsergebnisse erhalten zu können, muss hinsichtlich der Aktionen der verschiedenen Teile des Analysegerätes eine präzise Steuerung erfolgen. Allerdings weisen Analysegeräte für Proteinspuren nach dem Stand der Technik die Mängel einer komplizierten Konstruktion bei schwieriger präziser Steuerung usw. auf. Aus diesem Grund besteht in dem betreffenden technischen Bereich Bedarf an einem Analysegerät für biologische Untersuchungen mit angemessener Konstruktion, das eine präzise Steuerung ermöglicht.
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Im Hinblick auf das vorstehend bezeichnete technische Problem erfolgt durch die vorliegende Anmeldung die Bereitstellung eines Analysegerätes zur biologischen Untersuchung, welches umfasst: eine Reaktionsvorrichtung, eine Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung, eine Bewegungskomponente, welche mit der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung verbunden ist und die vorstehend bezeichnete Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung zu einer bestimmten Position der vorstehend bezeichneten Reaktionsvorrichtung bewegt; sowie eine Abfallflüssigkeitsaufbereitungskomponente, welche mit der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung verbunden ist; wobei die vorstehend bezeichnete Bewegungskomponente umfasst: eine erste Antriebsvorrichtung und eine auf die vorstehend bezeichnete erste Antriebsvorrichtung abgestimmte Sondierungsvorrichtung der ersten Position, wobei entsprechend den Signalen der vorstehend bezeichneten Sondierungsvorrichtung der ersten Position die Position der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung ermittelt werden kann; wobei die vorstehend bezeichnete Bewegungskomponente weiterhin eine auf die vorstehend bezeichnete Sondierungsvorrichtung der ersten Position abgestimmte Codierungsvorrichtung umfasst, wobei entsprechend den Signalen der vorstehend bezeichneten Codierungsvorrichtung die Position der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung ermittelt werden kann.
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Inhalt des Gebrauchsmusters
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In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Sondierungsvorrichtung der ersten Position die Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position.
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In einer bevorzugten Ausführungsform spiegelt die Signale der vorstehend bezeichneten Sondierungsvorrichtung der ersten Position die Bewegungsdistanz der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung wider, wobei die Signale der vorstehend bezeichneten Codierungsvorrichtung dazu dienen, eine Mikroregulierung der Position der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung vorzunehmen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Analysegerät außerdem eine Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position umfasst. Eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt, wobei die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung eine eigenständige Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und eine eigenständige Flüssigkeitssaugvorrichtung umfasst.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei es sich bei der vorstehend bezeichneten ersten Antriebsvorrichtung um einen ersten elektrischen Schrittmotor handelt, wobei es sich bei der vorstehend bezeichneten Sondierungsvorrichtung der ersten Position um einen ersten optisch-elektrischen Schalter handelt, wobei die vorstehend bezeichnete Codierungsvorrichtung an dem vorstehend bezeichneten ersten elektrischen Schrittmotor angebracht ist, wobei die vorstehend bezeichnete Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung an einer horizontalen Führungsschiene vorgesehen ist und an einem parallel zu der vorstehend bezeichneten horizontalen Führungsschiene befindlichen Riemen befestigt ist, wobei der vorstehend bezeichnete erste elektrische Schrittmotor den vorstehend bezeichneten Riemen zur Drehung antreibt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die vorstehend bezeichnete Reaktionsvorrichtung eine Schüttelvorrichtung umfasst, wobei die vorstehend bezeichnete Schüttelvorrichtung um die am Rand einer Seite der vorstehend bezeichneten Schüttelvorrichtung befindliche erste Drehachse drehbar ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, welches/welche weiterhin ein Exzenterrad umfasst/umfassen, wobei das vorstehend bezeichnete Exzenterrad unterhalb der vorstehend bezeichneten Schüttelvorrichtung vorgesehen ist, wobei das vorstehend bezeichnete Exzenterrad um die vorstehend bezeichnete zweite Drehachse drehbar ist und somit die vorstehend bezeichnete Schüttelvorrichtung zum Aufwärts- und Abwärtsschwenken antreibt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, welches/welche weiterhin einen zwischen dem vorstehend bezeichneten Exzenterrad und der vorstehend bezeichneten Schüttelvorrichtung vorgesehenen Erschütterungsdämpfungsmechanismus umfasst/umfassen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die vorstehend bezeichnete Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung eine Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und eine Flüssigkeitssaugvorrichtung umfasst, wobei das vorstehend bezeichnete Gerät weiterhin eine beziehungsweise eine Mehrzahl von peristaltischen Pumpen umfasst, wobei jede der vorstehend bezeichneten peristaltischen Pumpen zwischen den Prüfreagenz-Flaschen und der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung verbunden ist, wobei die vorstehend bezeichnete Abfallflüssigkeitsaufbereitungsvorrichtung eine Abfallflüssigkeitspumpe umfasst, wobei die vorstehend bezeichnete Abfallflüssigkeitspumpe mit der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitssaugvorrichtung verbunden ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die vorstehend bezeichnete Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung ein beziehungsweise eine Mehrzahl von Flüssigkeitshinzufügungsrohren sowie eine Halterungsvorrichtung zur Haltung der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungsrohre umfasst; wobei jede der vorstehend bezeichneten peristaltischen Pumpen die in den Prüfreagenz-Flaschen befindlichen Prüfreagenzien in die vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungsrohre pumpt; wobei die vorstehend bezeichneten peristaltischen Pumpen durch Rückwärtslauf die an der Spitze der vorstehend bezeichneten Flüssigkeitshinzufügungsrohre hängende Prüfreagenz zurücksaugen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die vorstehend bezeichnete Flüssigkeitssaugvorrichtung ein Flüssigkeitssaugrohr und einen Flüssigkeitssaugarm zur Haltung des vorstehend bezeichneten Flüssigkeitssaugrohres umfasst, wobei das vorstehend bezeichnete Flüssigkeitssagrohr mit der vorstehend bezeichneten Abfallflüssigkeitspumpe verbunden ist, wobei der vorstehend bezeichnete Flüssigkeitssaugarm unter Steuerung durch eine zweite Antriebsvorrichtung in die vorstehend bezeichnete Reaktionsvorrichtung hineinragen kann.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die Spitze des vorstehend bezeichneten Flüssigkeitssaufrohres einen Flüssigkeitssaugkopf umfasst, wobei die Kontaktfläche des vorstehend bezeichneten Flüssigkeitssaugkopfes mit dem Membranstreifen größer als 1/10 der Fläche des Flüssigkeitssaugkopfes und weniger als 1/2 der Fläche des Flüssigkeitssaufkopfes beträgt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei es sich bei der vorstehend bezeichneten Abfallflüssigkeitspumpe um eine korrosionsbeständige, durch einen elektrischen Gleichstrommotor angetriebene Pumpe handelt. Eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt, welches weiterhin eine elektrische Stromkreiskomponente umfasst, wobei die vorstehend bezeichnete elektrische Stromkreiskomponente eine Signalverarbeitungseinheit umfasst.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, welches/welche weiterhin ein Gehäuse umfasst/umfassen, wobei das Gehäuse unterhalb des vorstehend bezeichneten Analysegerätes einen Hohlraumbereich bildet.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei der vorstehend bezeichnete Hohlraumbereich eine beziehungsweise eine Mehrzahl von peristaltischen Pumpen aufnimmt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die vorstehend bezeichneten peristaltischen Pumpen durch einen elektrischen Gleichstrommotor angetrieben werden.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, wobei die vorstehend bezeichnete elektrische Stromkreiskomponente an der Seitenfläche des vorstehend bezeichneten Hohlraumbereiches, aber nicht in dem vorstehend bezeichneten Hohlraumbereich, angebracht ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung eines beziehungsweise mehrere Analysegeräte wie vorstehend aufgeführt vor, welches/welche weiterhin einen Überlauf- und Sammeltank umfasst/umfassen, wobei der vorstehend bezeichnete Überlauf- und Sammeltank unterhalb der vorstehend bezeichneten Schüttelvorrichtung vorgesehen ist.
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Erläuterung der Abbildungen
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Nachstehend aufgeführt erfolgt anhand der beigefügten Abbildungen eine weitere detaillierte Erläuterung bevorzugter praktischer Ausführungsbeispiele des vorliegenden Gebrauchsmusters:
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Vorderansicht eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Rückansicht eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Rückansicht eines Analysegerätes nach Wegnahme von Teilen des Gehäuses nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Systemlogik nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung des Flüssigkeitstransports nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Reaktionsvorrichtung eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Explosionsdarstellung der Reaktionsvorrichtung eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Explosionsdarstellung von Exzenterrad und Erschütterungsdämpfungsteil eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die zusammengesetzte Darstellung von Exzenterrad und Erschütterungsdämpfungsteil eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung von Schüttelvorrichtung und Reaktionsbetthalterung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Schnittdarstellung entlang der Linie B-B aus der .
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Bei handelt es sich um die Darstellung des Flüssigkeitssaugwinkels nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Montagekonstruktion der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Bewegungskomponente nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung des Ablaufs der Flüssigkeitshinzufügung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Abfallflüssigkeitsaufbereitung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion des Abfallflüssigkeitskopfes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion des Reinigungsbeckens nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion des Überlauf- und Sammeltanks nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Praktische Ausführungsbeispiele
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Zwecks besserem Verständnis von Zielsetzung, technischer Konzeption und Vorteilen des vorliegenden Gebrauchsmusters erfolgt nachstehend aufgeführt anhand von beigefügten Abbildungen zu praktischen Ausführungsbeispielen des vorliegenden Gebrauchsmusters eine deutliche und vollständige Beschreibung der technischen Konzeption des vorliegenden Gebrauchsmusters. Selbstverständlich handelt es sich bei den beschriebenen praktischen Ausführungsbeispielen lediglich um einen Teil der praktischen Ausführungsbeispiele des vorliegenden Gebrauchsmusters und nicht um dessen sämtliche praktische Ausführungsbeispiele. Anhand der praktischen Ausführungsbeispiele des vorliegenden Gebrauchsmusters kann ein Fachmann des betreffenden technischen Gebietes ohne Aufwendung eigener kreativer Anstrengung sämtliche weiteren praktischen Ausführungsbeispiele erhalten, welche sämtlich in den Schutzbereich des vorliegenden Gebrauchsmusters fallen.
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Die in dem vorliegenden Text verwendete Formulierung ”Prüfreagenz” umfasst: Sämtliche Flüssigkeiten, welche in das Reaktionsbett hinzugefügt werden können, einschließlich, ohne hierauf beschränkt zu sein: Verdünnungsflüssigkeit, Reinigungsflüssigkeit, Wasser, Abschirmungsflüssigkeit, Färbeflüssigkeit, Lösungsflüssigkeit mit aktiven Substanzen, sekundäre Antikörper, Substrate usw.
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Die in dem vorliegenden Text verwendete Formulierung ”Abfallflüssigkeit” umfasst: Sämtliche Abfallflüssigkeiten, welche aus dem Reaktionsbett zu entfernen sind, einschließlich, ohne hierauf beschränkt zu sein: Flüssigkeit nach erfolgter Reaktion, Flüssigkeit nach erfolgter Reinigung, Flüssigkeit nach erfolgter Färbung, Proben-Verdünnungsflüssigkeit, Substratflüssigkeitsgemische usw.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Vorderansicht eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in gezeigt ist, umfasst das Analysegerät 100 ein Gehäuse 101 und eine Abdeckung 102. Die Abdeckung 102 ist an dem Gehäuse 101 angebracht und kann von dem Gehäuse 101 her geöffnet werden. An dem Gehäuse 101 ist außerdem eine Anzeige- und Steuerungsplatte 103 vorgesehen, welche eine Anzeigevorrichtung und eine Tastatur umfasst. Selbstverständlich kann die Anzeige- und Steuerungsplatte 103 auch durch eine separiert vorgesehene Anzeigevorrichtung und Tastatur ersetzt werden.
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Das Analysegerät 100 gemäß dem vorliegenden praktischen Ausführungsbeispiel umfasst außerdem die Reaktionsvorrichtung 200 sowie die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300. Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters umfasst die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300 eine Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und eine Flüssigkeitssaugvorrichtung. Selbstverständlich kann die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300 auch voneinander unabhängig eine Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und eine Flüssigkeitssaugvorrichtung umfassen. Wie in gezeigt ist die Abdeckung 102 geöffnet und die Reaktionsvorrichtung 200 und die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300 sind sichtbar.
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Das Gehäuse 101 des Analysegerätes 100 bildet nach innen hin eingebuchtet einen Hohlraumkörperbereich 110. Der Hohlraumkörperbereich 110 ermöglicht die Aufnahme von einer beziehungsweise einer Mehrzahl von Prüfreagenz-Flaschen (in der Abbildung nicht dargestellt). Eine beziehungsweise eine Mehrzahl von peristaltischen Pumpen 104 sind innerhalb des Hohlraumkörperbereichs 110 vorgesehen. Jede der peristaltischen Pumpen ist durch ein Leitungsrohr mit einer beziehungsweise einer Mehrzahl von Prüfreagenz-Flaschen verbunden. Auf die gleiche Weise kann jede der Prüfreagenz-Flaschen durch ein Leitungsrohr mit einer beziehungsweise einer Mehrzahl von peristaltischen Pumpen verbunden sein. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters umfasst der Hohlraumkörperbereich 110 eine Unterseitenplatte, eine Seitenflächenplatte und eine Rückseitenplatte. Mehrere peristaltische Pumpen 104 sind an der Rückseitenplatte beziehungsweise an der Seitenflächenplatte des Hohlraumkörperbereichs 110 angebracht. Die Unterseitenplatte des Hohlraumkörperbereichs 110 ist eben und erlaubt das Vorsehen mehrerer Prüfreagenz-Flaschen. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters kann an der Unterseitenplatte beziehungsweise der Seitenflächenplatte des Hohlraumkörperbereichs 110 eine beziehungsweise eine Mehrzahl freigebbarer Halterungen vorgesehen werden, welche der Halterung einer beziehungsweise einer Mehrzahl von Prüfreagenz-Flaschen dient. Das Vorsehen des Hohlraumkörperbereichs 110 ist günstig hinsichtlich des Schutzes der Prüfreagenz-Flaschen und erleichtert ebenso die Handhabung der Prüfreagenz-Flaschen durch das Bedienpersonal, beispielsweise bei der Hinzufügung von Prüfreagenz oder beim Austausch von Prüfreagenz. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass das Bedienpersonal die Abdeckung 102 öffnet und es ist noch nicht einmal erforderlich, die Reaktionsvorrichtung 200, die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300 sowie andere Vorrichtungen zu stoppen, ebenso wenig wie das Analysegerät abgeschaltet werden muss. Außerdem handelt es sich bei den peristaltischen Pumpen um Teile mit möglicherweise auftretenden Störungen, welche regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Weil die peristaltischen Pumpen innerhalb des Hohlraumkörperbereichs 110 angebracht sind, kommt es selbst im Falle von Störungen der peristaltischen Pumpen mit Auftreten von Flüssigkeitsleckagen nicht zu Kontaminierungen der anderen Teile des Analysegerätes 100, was sehr günstig in Hinblick auf die direkte Demontage und Ersetzung der peristaltischen Pumpen ist.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Rückansicht eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. In der erfolgt ebenso die Darstellung von Gehäuse 101 und Abdeckung 102 des Analysegerätes 100. Wie in gezeigt weist das Analysegerät 100 einen elektrischen Stromquellenschalter 105 und einen Informationsübertragungsanschluss 106 auf. Der elektrische Stromquellenschalter 105 und der Informationsübertragungsanschluss 106 sind an dem Gehäuse 101 angebracht. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters weist der Informationsübertragungsanschluss 106 die Funktionen von Signaleingabe und/oder Signalausgabe auf. Wie in gezeigt ist die Abfallflüssigkeitsausströmungsöffnung 107 ebenso an dem Gehäuse 101 angebracht. Die Abfallflüssigkeitsausströmungsöffnung 107 ist durch ein Leitungsrohr mit der Abfallflüssigkeitssammelflasche beziehungsweise einer anderen Abfallflüssigkeitssammelvorrichtung verbunden. Die Überlaufausströmungsöffnung 108 ist ebenfalls an dem Gehäuse 101 angebracht. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters ist die Überlaufausströmungsöffnung 108 in der Nähe der Abfallflüssigkeitsausströmungsöffnung 107 vorgesehen. Gemäß einem anderen praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters umfasst das Analysegerät 100 eine Überlaufflasche und keine Überlaufausströmungsöffnung. Hierbei erfolgt manuell die Entsorgung der in der Überlaufflasche gesammelten Überlaufflüssigkeit. Beziehungsweise das Analysegerät 100 umfasst eine Überlaufflasche und eine Überlaufausströmungsöffnung. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters kann das Gehäuse außerdem einen Haltegriff 109 umfassen, welcher dem einfachen Bewegen des Analysegerätes dient.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Rückansicht eines Analysegerätes nach Wegnahme von Teilen des Gehäuses nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Die zeigt einen Teil der inneren Konstruktion von Analysegerät 100. Wie in gezeigt weist das Analysegerät 100 ein Gestell auf. Das betreffende Gestell umfasst eine obere Platte 301 und eine untere Platte 302 sowie mehrere zwischen der oberen Platte 301 und der unteren Platte 302 vorgesehene Stützzylinder 303. Die Reaktionsvorrichtung 200 und die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300 sind grundsätzlich an der oberen Platte 301 angebracht. Wie in gezeigt weist das Analysegerät 100 weiterhin die Bewegungskomponente 400 auf. Die Bewegungskomponente 400 ist ebenfalls grundsätzlich an der oberen Platte 301 angebracht. Die Abfallflüssigkeitsaufbereitungskomponente 310 und die elektrische Stromquellenkomponente 320 sind grundsätzlich an der unteren Platte 302 angebracht. In der werden eine Seitenflächenplatte und eine Rückseitenplatte gezeigt, welche der Bildung des Hohlraumkörperbereichs 110 zur Aufnahme der Prüfreagenz-Flaschen und der auf selbige abgestimmten peristaltischen Pumpen dient. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters umfasst das Analysegerät 100 eine elektrische Stromkreiskomponente 330. Wie in gezeigt ist die elektrische Stromkreiskomponente 330 nicht in dem Hohlraumkörperbereich 110 vorgesehen, sondern wird an einer Seitenflächenplatte beziehungsweise Rückseitenplatte angebracht, welche den Hohlraumkörperbereich 110 bilden. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass wegen bei einer Störung auftretender Flüssigkeitsleckage eine Beschädigung der elektrischen Stromkreiskomponente 330 erfolgt. Gemäß einem weiteren praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters kann die elektrische Stromkreiskomponente 330 an der unteren Platte 302 angebracht werden und ist höher als die untere Platte 302.
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Wie in den – gezeigt umfasst das Analysegerät 100 eine Reaktionsvorrichtung 200, eine Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300, eine Bewegungskomponente 400, eine Abfallflüssigkeitsaufbereitungskomponente 310, eine elektrische Stromquellenkomponente 320 und eine elektrische Stromkreiskomponente 330. Die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung ist durch eine beziehungsweise eine Mehrzahl von peristaltischen Pumpen mit einer beziehungsweise einer Mehrzahl von Prüfreagenz-Flaschen verbunden. Die in den Prüfreagenz-Flaschen befindliche Prüfreagenz wird durch die peristaltischen Pumpen und die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung in die Reaktionsvorrichtung 200 zugeführt und reagiert mit dem Membranstreifen. Nach der Beendigung der Reaktion saugt die Flüssigkeitssaugvorrichtung die Abfallflüssigkeit aus der Reaktionsvorrichtung 200. Die Bewegungskomponente 400 steuert die Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300, damit die Prüfreagenz genau an einer angegebenen Position in die Reaktionsvorrichtung 200 hinzugefügt wird, oder damit die Abfallflüssigkeit aus der Reaktionsvorrichtung 200 abgesaugt wird. Die Abfallflüssigkeitsaufbereitungskomponente 310 treibt die Abfallflüssigkeit aus der Abfallflüssigkeitsausströmungsöffnung 107 hinaus. Die elektrische Stromquellenkomponente erhält über Verbindung mit einem elektrischen Stromquellenanschluss elektrischen Strom und versorgt mit diesem elektrischen Strom die Reaktionsvorrichtung 200, die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300, die Bewegungskomponente 400, die Abfallflüssigkeitsaufbereitungskomponente 310, die elektrische Stromquellenkomponente 320 und die elektrische Stromkreiskomponente 330. Die elektrische Stromkreiskomponente 330 steuert das gesamte Analysegerät 100 und treibt die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 300, die Bewegungskomponente 400 und die Abfallflüssigkeitsaufbereitungskomponente 310 zur Ausführung der entsprechenden Funktionen an.
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Nachstehend aufgeführt erfolgt eine detaillierte Beschreibung der jeweiligen Teile des Analysegerätes gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Systemlogik nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in gezeigt umfasst das Analysegerät eine Signalsteuerungseinheit 401 (beispielsweise MCU). Die Signalsteuerungseinheit 401 ist über einen Antriebschip 402 mit der Antriebsvorrichtung 4021 (beispielsweise einem elektrischen Schrittmotor) der Reaktionsvorrichtung verbunden und erhält über eine darauf abgestimmte Positionssondierungsvorrichtung 4022 (beispielsweise ein optisch-elektrischer Schalter) Positionsrückkopplungen der Antriebsvorrichtung 4021, wobei die Positionsrückkopplungen zum Beispiel Drehwinkel sind. Die aktuelle Position der Reaktionsvorrichtung kann auf der Grundlage der Positionsrückkopplungen der Antriebsvorrichtung 4021 berechnet werden. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters sondiert die Positionssondierungsvorrichtung (beispielsweise ein optisch-elektrischer Schalter) unmittelbar die aktuelle Position der Reaktionsvorrichtung und koppelt diese Positionsinformation an die Signalsteuerungseinheit 401 zurück. Die Signalsteuerungseinheit 401 ist über den Antriebschip 403 mit der Antriebsvorrichtung 4031 (beispielsweise ein horizontal bewegender elektrischer Schrittmotor) der Bewegungskomponente verbunden. Die Signalsteuerungseinheit 401 erhält über eine darauf abgestimmte Positionssondierungsvorrichtung 4032 (beispielsweise ein optisch-elektrischer Schalter) Positionsrückkopplungen der Antriebsvorrichtung 4031, so dass gemäß der Positionsrückkopplung der Antriebsvorrichtung 4031 eine Berechnung der aktuellen Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung durchgeführt werden kann. Weiterhin wird vorgesehen, dass die Signalsteuerungseinheit 401 mit einer Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position (beispielsweise ein optisch-elektrischer Schalter) verbunden ist, um die Nullpunkt-Position bereitzustellen. Dies bedeutet, dass bei Signalerzeugung durch den betreffenden optisch-elektrischen Schalter die Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung die Nullpunkt-Position ist. Andere Positionen der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung werden durch deren Abstand zur Nullpunkt-Position ausgedrückt. Die Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position bewirkt, dass bei jeder Positionsrückkehr oder Anfangsbewegung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung sämtlich eine Rückkehr oder ein Anfang von der festgelegten Nullpunkt-Position möglich ist. Auf diese Weise kann die Präzision der Positionssteuerung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung enorm gesteigert werden.
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Gemäß einer gängigen Auffassung in dem betreffenden technischen Bereich sind die Breiten der jeweiligen Reaktionsbetten innerhalb der Reaktionsvorrichtung sehr gering und sehr dicht in Reihe angeordnet, aber durch die Kombination von optisch-elektrischem Schalter und elektrischem Schrittmotor kann eine sehr präzise Steuerung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung durchgeführt werden. Allerdings hegt der Erfinder des vorliegenden Gebrauchsmusters Zweifel an dieser gängigen Auffassung. Nach Stoppen des elektrischen Schrittmotors stoppt die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung wegen Trägheit und anderen Gründen nicht unverzüglich, sondern kann weiter über eine sehr kurze Distanz bewegt werden, beispielsweise über eine Distanz von einem halben Schritt, von einem Schritt beziehungsweise von mehreren Schritten. Weil der optisch-elektrische Schalter außerdem durch Messung der Drehung des elektrischen Schrittmotors die Berechnung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung vornimmt, kann der optisch-elektrische Schalter keine Distanz von weniger als einem Schritt widerspiegeln.
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Wenn sich solche Fehlerabweichungen allerdings akkumulieren und dies zu Fehlschritten oder Schrittverlusten des elektrischen Schrittmotors führt, kann dies eine enorme Beeinträchtigung der Steuerungspräzision der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung bedeuten.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters erhält die Signalsteuerungseinheit 401 über eine auf die Antriebsvorrichtung 4031 (beispielsweise ein horizontal bewegender elektrischer Schrittmotor) der Bewegungsvorrichtung abgestimmte Codierungsvorrichtung 4033 Rückkopplung der Position der Antriebsvorrichtung 4031. Bei einem Beispiel mit elektrischem Schrittmotor errechnet die Signalsteuerungseinheit gemäß der zu bewegenden Position die erforderliche Impulszahl des elektrischen Schrittmotors und steuert anschließend den Betrieb des elektrischen Schrittmotors mit der errechneten Impulszahl. Nach Stoppen der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung koppelt die Codierungsvorrichtung 4033 die tatsächliche gegenwärtige Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung an die Signalsteuerungseinheit 401 zurück. Falls eine Fehlerabweichung vorliegt, beispielsweise eine Fehlerabweichung von einem halben Schritt, von einem Schritt beziehungsweise von einigen Schritten, erfolgt Anweisung des elektrischen Schrittmotors zu Durchführung einer Feinjustierung bezüglich der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung, beziehungsweise bei der nächsten Steuerung der Bewegung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung erfolgt Wegnahme bereits durch die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung bewegter Distanz. Auf diese Weise findet keine Akkumulierung der Fehlerabweichungen statt und die Steuerung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung erfolgt präziser.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters werden die Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position und die Codierungsvorrichtung 4033 gemeinsam zur Steuerung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung verwendet. Die Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position spiegelt präzise jede Positionsrückkehr beziehungsweise Nullpunkt-Position der Anfangsbewegung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung wider, während die Codierungsvorrichtung 4033 die Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung festlegt. Falls eine Fehlerabweichung zu der vorab festgelegten Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung auftritt, weist die Codierungsvorrichtung den elektrischen Schrittmotor zur Durchführung einer Feinjustierung bezüglich der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung an beziehungsweise es erfolgt die Feinjustierung der Distanz der nächsten Bewegung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters erfolgt die Verwendung des optisch-elektrischen Schalters 4032 und der Codierungsvorrichtung 4033 zur Steuerung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung. Der optisch-elektrische Schalter 4032 steuert die Bewegung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung und die Codierungsvorrichtung eliminiert die Distanzabweichungen nach Stoppen des elektrischen Schrittmotors. Jedes Mal wird die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung präzise an der vorab festgelegten Position gestoppt, beziehungsweise durch Feinjustierung der weiteren Bewegungsdistanz der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung erfolgt die Verhinderung der Akkumulierung von Fehlerabweichungen, um die präzise Steuerung der Position vorzunehmen.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters erfolgt die Verwendung einer Sondierungsvorrichtung der Nullpunkt-Position, einer Positionssondierungsvorrichtung und einer Codierungsvorrichtung zur präzisen Steuerung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung. Falls keine ausreichend präzise Steuerung der Position der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung erfolgt, kommt es zu Fehlerabweichungen bei Flüssigkeitshinzufügung und Flüssigkeitssaugen, was zu überschneidenden Verunreinigungen zwischen den jeweiligen Reaktionsbetten der Reaktionsvorrichtung führt und die ordnungsgemäße Verwendung der Anlage beeinträchtigt.
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Somit erhöht das vorliegende Gebrauchsmuster diesbezüglich die Anwendbarkeit der betreffenden Anlage enorm. Die Signalsteuerungseinheit 401 ist über einen Antriebschip 404 mit der Antriebsvorrichtung 4041 (beispielsweise einem elektrischen Schrittmotor der Abfallflüssigkeitsaufbereitung) der Abfallflüssigkeitsaufbereitungsvorrichtung verbunden und erhält über eine darauf abgestimmte Positionssondierungsvorrichtung 4042 (beispielsweise ein optisch-elektrischer Schalter) Positionsrückkopplungen der Antriebsvorrichtung 4041. Die Antriebsvorrichtung 4041 der Abfallflüssigkeitsaufbereitungsvorrichtung dient der Steuerung, dass die Flüssigkeitssaugvorrichtung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung in die Reaktionsvorrichtung hineinragt. Gemäß der Positionsrückkopplung der Antriebsvorrichtung 4041 kann die Berechnung der Position des Hineinragens der Flüssigkeitssaugvorrichtung in die Reaktionsvorrichtung erfolgen. Die Signalsteuerungseinheit 401 ist über einen Antriebschip 405 mit der anderen Antriebsvorrichtung (beispielsweise elektrischem Gleichstrommotor der Abfallflüssigkeitsaufbereitung) verbunden und steuert das kontinuierliche Saugen von Abfallflüssigkeit durch die betreffende Antriebsvorrichtung aus der Reaktionsvorrichtung.
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Die Signalsteuerungseinheit 401 ist über einen Antriebschip 406 mit dem die peristaltischen Pumpen antreibenden elektrischen Gleichstrommotor für peristaltische Pumpen verbunden und steuert, dass der betreffende elektrische Gleichstrommotor kontinuierlich Prüfreagenz aus den Prüfreagenz-Flaschen über die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung in die Reaktionsvorrichtung hinzufügt. Die Signalsteuerungseinheit 401 ist mit der Tastensteuerungsplatte 407 verbunden und über die Tasten erfolgt der Erhalt der durch das Bedienpersonal eingegebenen Daten und Befehle. Die Signalsteuerungseinheit 401 ist außerdem mit der Anzeigevorrichtung (nicht dargestellt) verbunden. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters umfasst die elektrische Stromkreiskomponente eine Signalsteuerungseinheit 401. Die elektrische Stromkreiskomponente kann einen beziehungsweise eine Mehrzahl von Antriebschips umfassen.
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Bei handelt es sich um die Darstellung des Flüssigkeitstransports nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in der gezeigt umfasst das Analysegerät 6 peristaltische Pumpen 1041–1046. Die peristaltischen Pumpen 1041–1046 sind jeweils mit verschiedenen Prüfreagenz-Flaschen 5011–5016 verbunden. Die Zuordnungsbeziehungen zwischen den peristaltischen Pumpen und den Prüfreagenz-Flaschen können eine zu mehreren betragen oder mehrere zu einer oder mehrere zu mehreren. Die anderen Enden der peristaltischen Pumpen 1041–1046 werden durch Flüssigkeitshinzufügungsrohre jeweils mit der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung (optional mit Flüssigkeitshinzufügungskopf 513) verbunden. Somit können die peristaltischen Pumpen 1041–1046 die in den Prüfreagenz-Flaschen 5011–5016 befindliche Prüfreagenz in die Reaktionsbetten 512 der Reaktionsvorrichtung hinzufügen, so dass die Reaktion mit dem darin befindlichen Membranstreifen 511 erfolgt. Die Flüssigkeitssaugvorrichtung umfasst einen Flüssigkeitssaugkopf 514. Der Flüssigkeitssaugkopf 514 ist über ein Flüssigkeitssaugrohr mit der Abfallflüssigkeitspumpe 515 der Abfallflüssigkeitsaufbereitungsvorrichtung verbunden, unter deren Antrieb das Saugen der Abfallflüssigkeit nach erfolgter Reaktion aus dem Reaktionsbett 512 erfolgt. Die Abfallflüssigkeit wird in den mit der Abfallflüssigkeitspumpe 515 verbundenen Abfallflüssigkeitssammeltank 516 befördert. Somit wird der Abfallflüssigkeitskreislauf des gesamten Analysegerätes verwirklicht.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Reaktionsvorrichtung eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Bei handelt es sich um die Explosionsdarstellung der Reaktionsvorrichtung eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Die zeigt mehr Einzelheiten des praktischen Ausführungsbeispiels aus . Wie in den und gezeigt umfasst die Reaktionsvorrichtung 600: eine linke Abstützungsplattform 601 und eine rechte Abstützungsplattform 602. Die linke Abstützungsplattform 601 und die rechte Abstützungsplattform 602 können an der oberen Platte des Gestells angebracht werden. An den gegenüberliegenden Seiten der linken Abstützungsplattform 601 und der rechten Abstützungsplattform 602 ist ein Paar von Stützhalterungen 603 vorgesehen. Die Reaktionsvorrichtung 600 umfasst eine Schüttelvorrichtung 604 und mehrere an der Schüttelvorrichtung 604 vorgesehene Reaktionsbetten (beispielsweise Wärmekulturbetten) 605. An dem Rand der Schüttelvorrichtung 604 ist eine Drehachse 606 vorgesehen. Die Drehachse 606 ist in einem Paar von Stützhalterungen 603 angebracht, so dass die Schüttelvorrichtung 604 um die an ihrem Rand befindliche Drehachse 606 schwenkbar ist und auf diese Weise auch die Reaktionsbetten 605 entsprechend schwenken.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters ist an der linken Abstützungsplattform 601 und der rechten Abstützungsplattform 602 außerdem ein Reinigungsbecken 607 vorgesehen, um die Reinigung der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung vorzunehmen. An einer Seite der unterhalb der Schüttelvorrichtung 604 vorgesehenen linken Abstützungsplattform 601 beziehungsweise der rechten Abstützungsplattform 602 ist ein Exzenterrad 608 vorgesehen. Das Exzenterrad 608 weist über eine an selbigem vorgesehene Erschütterungsdämpfungsplatte 609 Kontakt mit der Schüttelvorrichtung 604 auf. Wenn sich das Exzenterrad 608 um die Drehachse des elektrischen Schrittmotors dreht, erfolgt durch die Erschütterungsdämpfungsplatte 609 der Antrieb der Schüttelvorrichtung 604 zum Aufwärts- und Abwärtsschwenken um die Drehachse 606.
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Bei handelt es sich um die Explosionsdarstellung von Exzenterrad und Erschütterungsdämpfungsteil eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Bei handelt es sich um die zusammengesetzte Darstellung von Exzenterrad und Erschütterungsdämpfungsteil eines Analysegerätes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Bei handelt es sich um die Darstellung der Auswirkung verschiedener Winkelpositionen der Abfallflüssigkeit nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in den , , und gezeigt ist die Erschütterungsdämpfungsplatte 609 über Erschütterungsdämpfungszylinder an der Schüttelvorrichtung 606 befestigt. Die beiden Erschütterungsdämpfungszylinder 611 und 612 sind jeweils an beiden Enden oberhalb der Erschütterungsdämpfungsplatte 609 vorgesehen, während sich das Exzenterrad 608 in der Mitte unterhalb der Erschütterungsdämpfungsplatte 609 befindet. Die unteren Enden der Erschütterungsdämpfungszylinder 611 und 612 sind an der Erschütterungsdämpfungsplatte 609 befestigt, während die oberen Enden an der Schüttelvorrichtung 606 befestigt sind.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters sind die Erschütterungsdämpfungszylinder 611 und 612 an sich elastisch und auch die Erschütterungsdämpfungsplatte 609 weist an sich eine gewisse Elastizität auf. Weiterhin wird vorgesehen, dass die Erschütterungsdämpfungsplatte 609 mit den Erschütterungsdämpfungszylindern 611 und 612 eine Erschütterungsdämpfungskonstruktion bildet, so dass eine enorme Verminderung der durch die Drehung von Exzenterrad 608 hervorgerufenen Erschütterung bewirkt werden kann. Somit wird das Schwenken der Schüttelvorrichtung 606 außerordentlich stabil.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters ist an dem Exzenterrad 608 eine Drehachse 616 mit der Achsenlinie 615 vorgesehen. Der elektrische Schrittmotor 610 ist innerhalb der Stützplattformen angebracht und auch die Drehachse 617 des elektrischen Schrittmotors ist entlang der Achsenlinie 615 an der Drehachse 616 vom Exzenterrad 608 befestigt, so dass das Exzenterrad 608 entlang der Achsenlinie 615 zu Drehung mitgenommen wird. Das Exzenterrad 608 kann in asymmetrischer Form vorgesehen werden oder es kann sich bei dem Exzenterrad 608 um eine symmetrische Form handeln, wobei die Drehachse 615 keineswegs durch das Zentrum der symmetrischen Form geführt ist. Somit weist nach Drehen des Exzenterrades 608 die Höhe der Kontaktposition der Erschütterungsdämpfungsplatte 609 mit dem Exzenterrad wegen verschiedener Winkel Unterschiedlichkeiten auf. Das Exzenterrad 608 treibt die Erschütterungsdämpfungsplatte 609 und die damit verbundene Schüttelvorrichtung 604 an, so dass die Schüttelvorrichtung 604 Aufwärts- und Abwärtsschwenken um die Drehachse 606 vollzieht.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters ist an der Seite der Abstützungsplattform mit angebrachtem Exzenterrad eine optische Kopplung 613 (beispielsweise ein optisch-elektrischer Schalter) vorgesehen. An entsprechender Position der Schüttelvorrichtung 604 ist eine optische Kopplungssperrplatte 614 vorgesehen. Wenn die Schüttelvorrichtung 604 beim Schwenken die optische Kopplung 613 passiert, blockiert die optische Kopplungssperrplatte 614 die optische Kopplung 613. Somit kann die optische Kopplung 613 die Position der Schüttelvorrichtung 604 sensorisch ermitteln.
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Die Schwenkweise der Reaktionsvorrichtung bei dem vorliegenden praktischen Ausführungsbeispiel bietet zahlreiche Vorteile. Zunächst wird die Drehachse 606 an einem Rand der Schüttelvorrichtung 604 vorgesehen, während an der anderen Seite der Antrieb des Aufwärts- und Abwärtsschwenkens der Schüttelvorrichtung 604 erfolgt. Diese Konzeption ist sehr raffiniert. Eine Seite der Schüttelvorrichtung bleibt statisch, während die andere Seite eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung erfährt, was sehr günstig in Hinblick auf die präzise Steuerung des Schwenkens der Schüttelvorrichtung sowie in Hinblick auf die unkomplizierte Konstruktion der gesamten Anlage ist. Noch bedeutender ist, dass zwar eine präzise Steuerung der Drehung des elektrischen Schrittmotors 612 durch den darauf abgestimmten optisch-elektrischen Schalter erfolgt, wobei aber wie vorstehend aufgeführt immer noch Fehlerabweichungen gewissen Ausmaßes möglich sind. Nach der Beendigung des Schwenkens der Schüttelvorrichtung 604 verweilt die Schüttelvorrichtung in einer festen Position, so dass die Flüssigkeitssaugvorrichtung die Abfallflüssigkeit aus dem Reaktionsbett 605 der Schüttelvorrichtung 604 saugen kann. Die Flüssigkeitssaugdüse der Flüssigkeitssaugvorrichtung ragt in die niedrigste Position des Reaktionsbettes 605, um zu gewährleisten, dass die Abfallflüssigkeit vollständig abgesaugt wird. Bei dem vorliegenden praktischen Ausführungsbeispiel wird die Schüttelvorrichtung nach Beendigung des Schwenkens in der höchsten Position des Schwenkens positioniert, um Flüssigkeitshinzufügung und Flüssigkeitssaugen zu ermöglichen. Daher ist die Position der Schüttelvorrichtung am weit entfernten Ende der Drehachse höher als die Position des gegenwärtigen Endes der Drehachse. Weil die Position der einen Seite der Schüttelvorrichtung 604, die nah zur Drehachse 606 ist, unverändert bleibt, bleibt selbst bei gewissen Winkelveränderungen die niedrigste Position des Reaktionsbettes 605 unverändert (siehe ). Daher ist es erforderlich, dass die Flüssigkeitssaugdüse der Flüssigkeitssaugvorrichtung an dieser optimalen Flüssigkeitssaugposition positioniert wird, um einen optimalen Flüssigkeitssaugeffekt zu erreichen, ohne dass eine Berücksichtigung der Fehlerabweichungen des elektrischen Schrittmotors 612 erforderlich ist. Auf diese Weise ist eine enorme Vereinfachung der Anforderungen an die Steuerung des Schwenkens der Schüttelvorrichtung und der Bewegung der Flüssigkeitssaugvorrichtung möglich, was die Geschwindigkeit des Flüssigkeitssaugvorgangs beschleunigt und die Gesamtdauer für Analyse und Aufbereitung verkürzt.
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Außerdem ist die Art der Steuerung des Schwenkens des Exzenterrades nicht nur einfach und bequem vorzunehmen, sondern es können auch komplizierte Schwenkmodi verwirklicht werden. Entsprechend dem erforderlichen Schwenkmodus kann eine Konzeption der Form des Exzenterrades und der Umdrehungsgeschwindigkeit des elektrischen Schrittmotors durchgeführt werden, so dass Erschütterungsausmaß und Frequenz der Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Kontaktpunktes von Exzenterrad und Erschütterungsdämpfungsplatte den Anforderungen an dem betreffenden Schwenkmodus entsprechen. Außerdem ist für verschiedene Schwenkmodi lediglich ein Austausch des Exzenterrades erforderlich, ohne dass eine Abänderung der anderen Teile des Analysegerätes erforderlich ist.
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Weiterhin bewirkt die raffinierte Konzeption der Erschütterungsdämpfungsteile bei dem vorliegenden Gebrauchsmuster einen guten Erschütterungsdämpfungseffekt. Durch Auswahl der Materialien für die Erschütterungsdämpfungsplatte und die Erschütterungsdämpfungszylinder – beispielsweise können diese beiden Elemente aus noch elastischerem Material hergestellt sein – kann die Erschütterung noch weiter reduziert werden. Gemäß einem anderen praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters ist an dem Exzenterrad eine Führungsschiene vorgesehen und an der unteren Fläche der Schüttelvorrichtung ist ein Befestigungsrad angebracht. Das Befestigungsrad der Schüttelvorrichtung bewegt sich entlang der Führungsschiene an dem Exzenterrad (ohne die Führungsschiene zu verlassen) und verbindet auf diese Weise das Exzenterrad mit der Schüttelvorrichtung. Bei dieser Ausführung werden Erschütterungen zwischen dem Exzenterrad und der Schüttelvorrichtung ebenfalls beseitigt.
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Bei handelt es sich um die Darstellung von Schüttelvorrichtung und Reaktionsbetthalterung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in der gezeigt ist der Hohlteller 900 des Reaktionsbettes in der Schüttelvorrichtung 901 vorgesehen. Der Hohlteller 900 des Reaktionsbettes umfasst mehrere parallel in Reihe angeordnete Reaktionsbetten 902, beispielsweise 50 Stück. An entsprechenden Stellen der jeweiligen Reaktionsbetten der Schüttelvorrichtung können Markierungen vorgesehen sein, beispielsweise fortlaufende Nummern 1–50. Jedes der Reaktionsbetten 902 ist unabhängig und in jedem der Reaktionsbetten ist ein Membranstreifen zur Durchführung der biologischen Analyse vorgesehen.
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Bei handelt es sich um die Schnittdarstellung entlang der Linie B-B aus der . Die zeigt die Form eines einzelnen Reaktionsbettes. Die Form des Reaktionsbettes 902 ist grundsätzlich trapezförmig, mit langer oberer Öffnung und kurzer unterer Öffnung. An der linken und rechten Seite sind nach innen geneigte schräge Flächen befindlich. Wie in der gezeigt weist der Winkel der in der Nähe zu der Seite der Drehachse befindlichen schrägen Fläche 904 zu der unteren Fläche des Reaktionsbettes eine besondere Konzeption auf. Normalerweise umfasst der Membranstreifen 903 zwei Teile, den Kennzeichnungsteil 9031 und den Reaktionsteil 9032. Bei der Flüssigkeitshinzufügung muss zur Gewährleistung des gleichzeitigen Reaktionsbeginns sämtlicher Reaktionsbetten sichergestellt werden, dass die Prüfreagenz lediglich Kontakt mit dem Kennzeichnungsteil 9031 des Membranstreifens 903 aufweist und keinen Kontakt mit dem Reaktionsteil 9032 aufweist. Auf diese Weise kann nach Beginn des Schwenkens der Schüttelvorrichtung 901 die Prüfreagenz in sämtlichen Reaktionsbetten 902 gleichzeitig Kontakt mit dem Reaktionsteil 9032 der Membranstreifen 903 beginnen, so dass der gleichzeitige Reaktionsbeginn in den Reaktionsbetten 902 gewährleistet ist. Dieser Winkel sollte relativ groß sein, um noch mehr Prüfreagenz aufnehmen zu können. Um andererseits während des Schwenkvorgangs ein Herausströmen von Prüfreagenz möglichst zu verhindern, sollte dieser Winkel auch nicht zu groß sein. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters beträgt dieser Winkel 110°–145°.
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Bei handelt es sich um die Darstellung des Flüssigkeitssaugwinkels nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in gezeigt ist die Drehachse des Schwenkens der Schüttelvorrichtung 901 in der Nähe von einem Ende des Reaktionsbettes 902 befindlich. Diese Konzeption ermöglicht es, dass, egal ob sich das Reaktionsbett 902 in der ersten Position 902a mit leicht abweichendem Winkel oder in der zweiten Position 902b befindet, die niedrigste Position 905 des Reaktionsbettes 902 stets grundsätzlich unverändert bleibt. Auf diese Weise kann eine bequeme Positionierung der Position der Flüssigkeitssaugvorrichtung (beispielsweise des Flüssigkeitssaugkopfes 1021) erfolgen und somit kann die Flüssigkeitssaugeffizienz gewährleistet werden.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Montagekonstruktion der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Bewegungskomponente nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in den – gezeigt sind die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 1000 und die Bewegungskomponente 1200 aufeinander abgestimmt. Die Bewegungskomponente 1200 bewegt die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 1000 zu einer bestimmten Position und die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 1000 fügt zu dem Reaktionsbett der betreffenden Position Flüssigkeit hinzu oder entnimmt Abfallflüssigkeit aus dem Reaktionsbett.
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Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters umfasst die Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung 1000 eine Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung 1010 und eine Flüssigkeitssaugvorrichtung 1020. Die Funktionen der Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung sind unabhängig voneinander, aber es ist die gemeinsame Nutzung einer Bewegungskomponente möglich, um Bewegungen zu bestimmten Positionen zu verwirklichen. Daher können Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und Flüssigkeitssaugvorrichtung zusammen vorgesehen werden. Selbstverständlich können unabhängig vorgesehene Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und Flüssigkeitssaugvorrichtung ebenso eine Flüssigkeitshinzufügungs- und Flüssigkeitssaugvorrichtung darstellen, was ebenso in den Schutzbereich des vorliegenden Gebrauchsmusters fällt. Die Positionen der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und der Flüssigkeitssaugvorrichtung können die Position der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und/oder die Position der Flüssigkeitssaugvorrichtung sein.
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Wie in den – gezeigt umfasst die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung 1010: einen beziehungsweise eine Mehrzahl von Flüssigkeitshinzufügungsköpfen 1011 und ein beziehungsweise eine Mehrzahl von Flüssigkeitshinzufügungsrohren 1012. Die Flüssigkeitshinzufügungsköpfe 1011 sind jeweils an der Spitze der Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 angebracht. Ein Fachmann des betreffenden technischen Gebietes versteht, dass die Flüssigkeitshinzufügungsköpfe 1011 optional sind. Die Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 können auch nicht mit Flüssigkeitshinzufügungsköpfen 1011 versehen sein. Die Halterungsvorrichtung 1013 hält einen beziehungsweise eine Mehrzahl von Flüssigkeitshinzufügungsrohren 1012. Die Halterungsvorrichtung 1013 ist in der Nähe der Flüssigkeitshinzufügungsköpfe 1011 vorgesehen. Die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung 1010 umfasst weiterhin ein Gestell 1014 und eine Haube 1101. Die Haube 1101 weist eine Öffnung auf, während das Gestell 1014 sich aus der betreffenden Öffnung nach oben und nach außen hin erstreckt. An dem oberen Ende des Gestells 1014 ist weiterhin ein horizontales Teil 1015 und ein zum horizontalen Teil 1015 grundsätzlich vertikal befindliches Armteil 1016 vorgesehen. Das Flüssigkeitshinzufügungsrohr 1012 ist in der Nähe an dem Gestell 1014, dem horizontalen Teil 1015 und dem Armteil 1016 vorgesehen und wird durch diese Teile geführt. An dem über die Haube 1101 herausragenden Teil des Gestells 1014 sind die Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 vertikal angeordnet. An dem Armteil 1016 sind die Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 horizontal angeordnet. An dem horizontalen Teil 1015 vollziehen die Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 einen Übergang von vertikaler Anordnung zu horizontaler Anordnung. Die Halterungsvorrichtung 1013 ist an dem Gestell 1014 beziehungsweise an der Haube 1101 angebracht und weist eine Reihe von Durchführungsöffnungen auf. Die Flüssigkeitshinzufügungsrohre werden nach dem Herausragen über das Armteil 1016 nach unten durch die Durchführungsöffnung der Halterungsvorrichtung 1013 geführt und werden von der Halterungsvorrichtung 1013 gehalten. Das andere Ende der Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 wird durch die andere Öffnung der Haube 1101 in die Rohrleitung beziehungsweise die Zugkette (towline) 1103 eingeführt und nach Führung durch die Rohrleitung beziehungsweise die Zugkette 1103 mit der vorstehend bezeichneten einen beziehungsweise einer Mehrzahl von peristaltischen Pumpen verbunden.
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Wie vorstehend aufgeführt erfolgt eine Verbindung der peristaltischen Pumpen mit den Prüfreagenz-Flaschen, um die Prüfreagenz in die Reaktionsbetten zuzufügen. Durch diese Reihe von Teilen werden die Halterung und der Schutz der Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 verwirklicht. Insbesondere im Verlauf der Bewegung der Bewegungskomponente bewegen sich die Halterungsvorrichtung 1013, das Gestell 1014, das horizontale Teil 1015, das Armteil 1016, die Haube 1101 und die Rohrleitung beziehungsweise die Zugkette 1103 gemeinsam. Auf diese Weise wird der Schutz der Flüssigkeitshinzufügungsrohre 1012 während des gesamten Bewegungsablaufs in größtem Maße gewährleistet, was die Lebensdauer des Produkts verlängert.
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Bei handelt es sich um die Darstellung des Ablaufs der Flüssigkeitshinzufügung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in der Abbildung gezeigt wird die Prüfreagenz aus der Prüfreagenz-Flasche 5011 durch die peristaltische Pumpe 1041 entnommen und anschließend durch das Flüssigkeitshinzufügungsrohr 1012 über den Flüssigkeitshinzufügungskopf 1011 in das Reaktionsbett hinzugefügt. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters wird die peristaltische Pumpe durch einen elektrischen Gleichstrommotor angetrieben und nicht durch einen elektrischen Schrittmotor. Die Flüssigkeitshinzufügungsmenge wird durch die Umdrehungsdauer des elektrischen Gleichstrommotors gesteuert. Die Kosten des elektrischen Gleichstrommotors sind geringer und auch die Steuerung ist relativ einfach. Bezogen auf das vorliegende Analysegerät bedarf auch die Flüssigkeitshinzufügungsmenge einer präzisen Steuerung. Beim gegenwärtig vorhandenen Stand der Technik wird normalerweise ein elektrischer Schrittmotor verwendet, um die peristaltischen Pumpen zu steuern und um somit die Flüssigkeitshinzufügungsmenge zu steuern. Allerdings wurde bei dem vorliegenden Gebrauchsmuster festgestellt, dass die Verwirklichung der präzisen Steuerung der Flüssigkeitshinzufügungsmenge nicht in der hochpräzisen Steuerung der Drehung der peristaltischen Pumpen liegt. Mittels Steuerung der elektrischen Stromführungsdauer durch einen elektrischen Gleichstrommotor kann ebenfalls eine präzise Steuerung der Flüssigkeitshinzufügungsmenge durchgeführt werden. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters können die peristaltischen Pumpen rückwärts gedreht werden. Nach Abschluss jeder Flüssigkeitshinzufügung kann an dem Flüssigkeitshinzufügungskopf ein halber Tropfen Prüfreagenz übrig bleiben. Wenn diesbezüglich keine Handhabung erfolgt, kann dieser halbe Tropfen Prüfreagenz bei einer Bewegung der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung in andere Reaktionsbetten fallen. Oder der halbe Tropfen Prüfreagenz wird in das nächste Reaktionsbett hinzugefügt, ohne bei der Verzeichnung der Flüssigkeitshinzufügungsmenge Berücksichtigung zu finden. Dies beeinträchtigt die präzise Steuerung der Flüssigkeitshinzufügungsmenge und führt leicht zu überschneidenden Verunreinigungen. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters erfolgt nach Beendigung jeder Flüssigkeitshinzufügung das Rücksaugen der übrigen Prüfreagenz durch Rückwärtslauf der peristaltischen Pumpe. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters kann die peristaltische Pumpe rückwärtslaufen, um Prüfreagenz aus dem Flüssigkeitshinzufügungsrohr zurückzugewinnen, wobei die überschüssige Prüfreagenz zurück in die Prüfreagenz-Flaschen geführt wird, was Verschwendung vermeidet und gleichzeitig sekundäre Verunreinigungen der Flüssigkeitshinzufügungsrohre verhindert.
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Wie in den – gezeigt weist die Flüssigkeitssaugvorrichtung einen Flüssigkeitssaugkopf 1021 und einen Flüssigkeitssaugarm 1022, der den Flüssigkeitssaugkopf 1021 hält, auf. Der Flüssigkeitssaugarm 1022 ist mit dem innerhalb der Außenhaube 1102 vorgesehenen elektrischen Schrittmotor verbunden. Der Flüssigkeitssaugarm 1022 ist aus der Außenhaube 1102 herausgeführt und kann, gesteuert von dem elektrischen Schrittmotor, um eine gewisse Drehachse drehen beziehungsweise aufwärts und abwärts bewegt werden. Auf diese Weise erfolgt die Mitnahme des gehaltenen Flüssigkeitssaugkopfes 1021 zur Aufwärts- und Abwärtsbewegung. Beim Flüssigkeitssaugen wird der Flüssigkeitssaugkopf unter Steuerung durch den elektrischen Schrittmotor nach abwärts in das Reaktionsbett bewegt und saugt die Abfallflüssigkeit an. Ansonsten ist der Flüssigkeitssaugkopf angehoben. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters sind die Haube 1101 der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und die Außenhaube 1102 der Flüssigkeitssaugvorrichtung als ein Teil hergestellt und das Gestell 1014 der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und der elektrische Schrittmotor der Flüssigkeitssaugvorrichtung sind sämtlich an der betreffenden Haube beziehungsweise Außenhaube befestigt, so dass die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und die Flüssigkeitssaugvorrichtung gemeinsam bewegt werden.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion der Bewegungskomponente nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. In der Abbildung werden die Flüssigkeitshinzufügungsrohre und die Abfallflüssigkeitsrohre nicht dargestellt, um die Bewegungskomponente besser sichtbar zu machen. Die Bewegungskomponente bewegt sich hauptsächlich horizontal, um die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und/oder Flüssigkeitssaugvorrichtung horizontal zu bewegen. Wie in der Abbildung gezeigt umfasst die Bewegungskomponente 400 eine horizontale Führungsschiene 1104. Die Haube 1101 der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und die Außenhaube 1102 der Flüssigkeitssaugvorrichtung sowie deren jeweiligen inneren Teile sind sämtlich an der horizontalen Führungsschiene 1104 vorgesehen und können entlang der horizontalen Führungsschiene 1104 gleitend bewegt werden. Parallel zu der horizontalen Führungsschiene 1104 sind die Halterungen 1106 und 1107 vorgesehen.
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Der elektrische Schrittmotor 1105 wird an der Halterung 1106 angebracht und die Codierungsvorrichtung 1108 wird an der Halterung 1107 angebracht. Zwischen dem elektrischen Schrittmotor 1106 und der Codierungsvorrichtung 1108 ist der Riemen 1109 vorgesehen. Die Haube 1101 der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und die Außenhaube 1102 der Flüssigkeitssaugvorrichtung werden an dem Riemen 1109 befestigt. Somit treibt der elektrische Schrittmotor 1105 den Riemen 1109 zur Drehung an und gleichzeitig nimmt der Riemen die Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und die Flüssigkeitssaugvorrichtung zur horizontalen Bewegung mit. Bei dem vorliegenden praktischen Ausführungsbeispiel sind die horizontale Führungsschiene und die Steuerung durch den elektrischen Schrittmotor von einfacher Konstruktion bei einfacher Durchführung der Steuerung, was sich positiv auf die Lebensdauer des Produktes auswirkt. Ein Fachmann des betreffenden technischen Gebietes versteht, dass auch andere Steuerungen der horizontalen Bewegung bei dem Analysegerät gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster zum Einsatz kommen können, um die Positionen der Flüssigkeitshinzufügungsvorrichtung und der Flüssigkeitssaugvorrichtung zu steuern.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Abfallflüssigkeitsaufbereitung nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. In der Abbildung wird die Entnahme von Abfallflüssigkeit aus dem Reinigungsbecken gezeigt. Die Entnahme von Abfallflüssigkeit aus dem Reaktionsbett verläuft identisch hierzu. Bei Beginn der Entnahme von Abfallflüssigkeit ragt der Flüssigkeitssaugkopf 1021 nach unten in das Reinigungsbecken beziehungsweise in den unteren Teil des Reaktionsbettes. Unter Antrieb durch die Abfallflüssigkeitspumpe 1024 erfolgt die Entnahme von Abfallflüssigkeit aus dem Reinigungsbecken beziehungsweise aus dem Reaktionsbett. Nach Passieren von Abfallflüssigkeitsrohr 1023 und Abfallflüssigkeitspumpe 1023 wird die Abfallflüssigkeit in dem Abfallflüssigkeitsbehälter 1025 gesammelt oder über die Abfallflüssigkeitsausströmungsöffnung ausgeleitet. Beim Flüssigkeitssaugen steuert der elektrische Schrittmotor das Schwenken der Schüttelvorrichtung zum höchsten Punkt und bei dem niedrigsten Punkt im Reaktionsbett handelt es sich um die Flüssigkeitssaugposition. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters erfolgt die Verwendung kontinuierlichen Abfallflüssigkeitssaugens, ohne dass für jedes Reaktionsbett unabhängig Starten und Beenden des Abfallflüssigkeitssaugens durchgeführt wird. Dies bedeutet mit anderen Worten, das, im Verlauf der Bewegung der Flüssigkeitssaugvorrichtung von einem Reaktionsbett zu einem anderen Reaktionsbett die Abfallflüssigkeitspumpe 1023 keineswegs stoppt, sondern kontinuierlich weiter betrieben wird. Durch diese Vorgehensweise kann einerseits verhindert werden, dass keine ausreichende Last besteht, so dass jedes der Reaktionsbetten ausreichend Last erfährt und für das einzelne Reaktionsbett eine Restflüssigkeit von < 20 ul gewährleistet ist. Andererseits wird das Hängen von Flüssigkeit am Flüssigkeitssaugkopf 1012 mit Verunreinigung der anderen Reaktionsbetten verhindert.
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Weil der durch die peristaltischen Pumpen bereitgestellte Druck nicht ausreichend ist und weil die Abfallflüssigkeit Korrosion hervorruft, wird beim gegenwärtig vorhandenen Stand der Technik ein mittelbares Verfahren zur Entnahme der Abfallflüssigkeit verwendet.
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Normalerweise wird vorgesehen, dass zunächst ein Zwischenbehälter, beispielsweise ein Abfallflüssigkeitskübel, zum Vakuum abgesaugt wird, um anschließend über den Abfallflüssigkeitskübel das Saugen der Abfallflüssigkeit vorzunehmen. Dieses Verfahren bietet allerdings zahlreiche Mängel.
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Erstens ist der Ablauf zu kompliziert bei langsamer Geschwindigkeit. Zweitens bietet die Dichtigkeit des Abfallflüssigkeitskübels möglicherweise Probleme, was die Verwendungsdauer der Anlage verringert. Falls drittens die Abfallflüssigkeitsmenge das Fassungsvermögen des Abfallflüssigkeitskübels überschreitet, kommt es leicht zu Überlaufen und Verunreinigung der gesamten Anlage mit entsprechendem Sicherheitsrisiko. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters handelt es sich bei der Abfallflüssigkeitspumpe um eine über einen elektrischen Gleichstrommotor angetriebene korrosionsbeständige Flüssigkeitspumpe.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion des Abfallflüssigkeitskopfes nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in der Abbildung gezeigt weist der Flüssigkeitssaugkopf 1021 eine nadelförmige Konstruktion auf, wobei an dem Ende 1026 eine Gabelnadel-Konstruktion vorgesehen ist. Der Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, dass eine Verringerung der Restmenge von Abfallflüssigkeit erfolgt und verhindert wird, dass der Membranstreifen durch den Abfallflüssigkeitskopf fortgenommen wird. Weiter wird vorgesehen, dass die genannte Gabelnadel-Konstruktion am Ende eine kleine Fläche aufweist, so dass nur wenig Flüssigkeit anhaftet und eine Bearbeitung der Oberfläche einfach möglich ist. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters beträgt die Kontaktfläche des Abfallflüssigkeitskopfes mit dem Membranstreifen weniger als 1/2 der Fläche des Abfallflüssigkeitskopfes und mehr als 1/10 der Fläche des Abfallflüssigkeitskopfes. Gemäß einem anderen praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters weist das Ende des Abfallflüssigkeitskopfes eine Schrägflächen-Konstruktion auf.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion des Reinigungsbeckens nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie in , , und gezeigt umfasst das Analysegerät außerdem ein Reinigungsbecken 1600, welches der Reinigung von Flüssigkeitshinzufügungsrohren und Flüssigkeitshinzufügungsköpfen dient. Das Reinigungsbecken 1600 ist an einer Seite der Schüttelvorrichtung befindlich, weist eine Stufenform auf und bietet an der unteren Seite eine Neigung 1601 sowie eine ebene Fläche 1602. Durch die Konzeption der Stufenform erfolgt eine Erweiterung der Flüssigkeitsannahmefläche des Reinigungsbeckens 1600. Gemäß einem praktischen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Gebrauchsmusters beträgt die Fläche des Reinigungsbeckens mindestens 12 Quadratzentimeter und der vertikale Abstand des Flüssigkeitshinzufügungskopfs zu dem Reinigungsbecken beträgt mindestens 5 mm und/oder es wird ein Flüssigkeitshinzufügungskopf kleiner Fläche vorgesehen, um zu verhindern, dass die in dem Flüssigkeitshinzufügungsrohr befindliche Flüssigkeit bei Luftabführung nach außerhalb des Reinigungsbeckens spritzt. Der entscheidende Punkt dieser Konzeption besteht darin, dass bei bevorstehender Luftabführung des Flüssigkeitshinzufügungsrohres ein Teil des Gases in das Flüssigkeitshinzufügungsrohr gelangt. Wenn das Gas aus dem Flüssigkeitshinzufügungsrohr abgeleitet wird, kann es leicht zu gleichzeitigem Spritzen von Flüssigkeit nach außerhalb des Reinigungsbeckens kommen, was für den Fachmann des betreffenden technischen Gebietes ein Problem bedeutet. Durch die vorstehend aufgeführte Konzeption kann dieses Phänomen vollständig vermieden werden.
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Bei handelt es sich um die Darstellung der Konstruktion des Überlauf- und Sammeltanks nach einem praktischen Ausführungsbeispiel gemäß dem vorliegenden Gebrauchsmuster. Wie aus und ersichtlich ist der Überlauf- und Sammeltank 1700 unterhalb der Schüttelvorrichtung befindlich und dient dem Sammeln von Abfallflüssigkeit, welche im Verlauf des Schwenkens von Schüttelvorrichtung und Reaktionsbetten möglicherweise überläuft. Der Überlauf- und Sammeltank 1700 umfasst gegenüberliegende gerade Kanten 1701 und 1703 sowie zwei Seitenkanten und eine untere Fläche 1702. Die Breite der geraden Kante 1701 ist breiter als die gerade Kante 1703. Die untere Fläche 1702 bildet eine zu der geraden Kante 1701 weisende Neigung. An der unteren Fläche 1702 ist in der Nähe zu der geraden Kante 1701 ein Überlaufrohr 1704 vorgesehen. Die aus dem Reaktionsbett überlaufende Flüssigkeit wird durch den Überlauf- und Sammeltank 1700 gesammelt und durch das Überlaufrohr 1704 in die Überlaufflasche des Analysegerätes geleitet oder durch die Überlaufausströmungsöffnung abgeleitet.
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Die vorstehend aufgeführten praktischen Ausführungsbeispiele dienen lediglich der Erläuterung des vorliegenden Gebrauchsmusters, ohne diesbezüglich irgendeine Beschränkung des vorliegenden Gebrauchsmusters zu bedeuten. Ein Fachmann des betreffenden technischen Gebietes kann im Rahmen der technischen Lehre des vorliegenden Gebrauchsmusters Abänderungen und Modifikationen vornehmen, wobei sämtliche äquivalente technische Konzeptionen gleichermaßen in den Schutzbereich des vorliegenden Gebrauchsmusters fallen.