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Technisches Gebiet
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Dieses Gebrauchsmuster betrifft das Gebiet der Sprühbeschichtung und betrifft konkreter eine Spritzpistole und deren Abzugsrolle.
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Stand der Technik
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Spritzpistolen sind ein in der Industrie häufig verwendetes Werkzeug, das zum Beispiel dafür verwendet werden kann, um Spritzmedien (Farben (paint), Lacke, Spritzmedien, Pigmente usw.) auf die Oberfläche von Körpern zu sprühen, zum Beispiel Möbel, Maschinen sowie insbesondere Fahrzeuge, wobei es sich entsprechend um Fahrzeugkarosserien (auto bodies) handelt. Spritzpistolen können einen Becher für die Aufnahme des Spritzmaterials sowie einen Pistolenkorpus für das Spritzen des Spritzmediums umfassen. Der Becher kann auf der Oberseite, der Unterseite oder auf der Seitenfläche der Spritzpistole angeordnet sein. Wenn der Becher auf der Oberseite angeordnet ist, wird die Spritzpistole als schwerkraftbeschickt bezeichnet; wenn der Becher an der Unterseite ist, wird sie als Spritzpistole mit Saug- oder Druckbeschickung bezeichnet; wenn der Becher sich an der Seite befindet, wird sie als Spritzpistole mit seitlichem Becher bezeichnet. Als alternatives Konzept für den Becher kann die Spritzpistole einen Schlauch umfassen, der mit einem Drucktank oder einer Pumpe verbunden ist, um der Spritzpistole das Spritzmedium unter Druck bereitzustellen.
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Zeichnung 1 zeigt ein Schnittbild einer Spritzpistole mit Schwerkraftbeschickung in der jetzigen Technik. Die Spritzpistole 1 umfasst einen einteiligen Pistolenkorpus 2 mit Griff 21 sowie einen oberen Pistolenkorpus 22, der einen Spritzpistolenkopf 23 aufweist. Der Spritzpistole wird von dem Luftanschlusselement 3 Druckluft zugeführt. Die Spritzpistole 1 weist ein Becheranschlusselement 4 auf, mit dem der Becher verbunden werden kann, der Becher ist mit dem Spritzmedium zum Sprühen für die Spritzpistole gefüllt. Das Spritzmedium fließt aus dem Becher durch den Materialeinlass 41 in den Farbkanal 42. Die Farbdüse 6 wird durch die Farbnadel 10 abgedichtet, deshalb kann das Spritzmedium die Spritzpistole nicht verlassen. Wenn der Abzug 11 betätigt wird, bewegt sich der Luftkolbenkopf 12 nach hinten und in die Richtung weg von seinem Ventilsitz (seat), dabei liegt der Luftkolbenkopf 12 [oben] am internen Luftkanal der Spritzpistole an, um für das Luftzufuhrelement 9 die Dichtung bereitzustellen. Auf diese Weise kann die Druckluft [durch] diesen internen Luftkanal zur Luftdüse 5 fließen, bei dieser Luftdüse 5 handelt es sich um eine kreisförmige Öffnung, die um die Farbdüse 6 herum angeordnet ist. Die Druckluft wird unter Druck von der Luftdüse 5 ausgeblasen.
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Wenn der Abzug 11 über einen bestimmten voreingestellten Punkt hinaus gedrückt wird, bewegt sich die Farbnadel 10 nach hinten und verlässt den Ventilsitz in der Farbdüse 6, daraufhin öffnet sich die Farbdüse 6. Das Spritzmedium im Farbkanal 42 kann aus der Farbdüse 6 nach außen fließen. Die aus der Luftdüse 5 ausgeblasene Druckluft erzeugt ein Vakuum, wodurch das Spritzmedium nach außerhalb der Farbdüse 5 gesaugt wird. Außerdem wird das Spritzmedium von dem nachfolgenden Spritzmedium aus der Düse hinausgedrückt. Unter der Wirkung der Schwerkraft in Fällen mit Schwerkraftbeschickung, unter der Wirkung des Unterdrucks in Fällen mit Saugbeschickung und unter der Wirkung des Drucks in Fällen mit Druckbeschickung oder in Fällen der Beschickung aus einem Spritzmedientank durch einen Schlauch fließt das Spritzmedium entlang der Richtung der Düse. Wenn das Spritzmedium nach außerhalb der Farbdüse 5 geflossen ist, wird das Spritzmedium zerstäubt und nach vorn geblasen. Hier wird ein im wesentlichen kegelförmiges rundes Sprühen erzeugt.
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Für viele Arten von Sprühbeschichtung und Reparaturarbeiten (paint and finishing works) gilt jedoch, dass es sich bevorzugt um ebenes Sprühen handelt, um in relativ kurzer Zeit größere Oberflächen besprühen zu können. Außerdem ist ein homogeneres und effizienteres Beschichten möglich. Das ist der Grund, weshalb die Mehrzahl von Spritzpistolen zwei horizontale Hornelemente 71 aufweist, insbesondere auf der Luftdüse, die in Richtung des Strahls des Spritzmediums hervorstehen. Diesen beiden Hornelementen 71 wird ebenfalls Druckluft zugeführt. Die Druckluft wird durch eine oder mehrere Hornelementluftdüsen 72 in jedem Hornelement freigesetzt. In der großen Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei den Hornelementluftdüsen 72 um Zylinderöffnungen, sie können jedoch außerdem andere Formen aufweisen. Viele Spritzpistolen weisen zwei Hornelementdüsen auf, jedes Hornelement weist einen unterschiedlichen Durchmesser auf. Die Luft der Hornelemente wird zur Stelle des Spritzmedienstrahls geführt und veranlasst ihn von zwei Seiten zur Verformung. Dadurch wird der Spritzmedienstrahl flach. In Richtung des Hervortretens der Luft der Hornelemente wird deren Querschnitt kleiner, während er in den beiden anderen Richtungen größer wird. Die Luftdüse sowie die Hornelemente 71 können um die Strahlachse rotieren. Dadurch kann der Winkel für den flachen Strahl der Spritzpistole verändert werden. Im Großteil der Fälle wird ein vertikaler Strahl erwartet. Durch die Menge und den Druck der Luft der Hornelemente kann der Grad der Verformung des Strahls reguliert werden. Aus diesem Grund weist der Großteil der Spritzpistolen einen nur in Zeichnung 1 dargestellten Druckluftverteiler 8 auf. Durch diesen Druckluftverteiler 8 wird die vom Luftbeschickungselement 9 kommende Druckluft entlang entlang der beiden verschiedenen Kanäle getrennt. Dabei wird ein Kanal als Rundstrahlkanal bezeichnet und stellt der Luftdüse 5 die Druckluft bereit, der andere Kanal wird als Flachstrahlkanal bezeichnet und stellt den Hornelementen 71 die Druckluft bereit. Es ist möglich, durch den Druckluftverteiler die Verteilung der Luft dieser beiden Kanäle zu regulieren.
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Der obere Pistolenkorpus 22 weist eine Bohrung 13 und ein Fenster 14 auf, der Abzugsbolzen und die Abzugsrolle (in Zeichnung 1 nicht dargestellt) sind durch diese hindurchgehend angeordnet. Der Abzugsbolzen und die Abzugsrolle befestigen den Abzug 11 drehbar an der Spritzpistole.
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Zeichnung 2 zeigt den Abzug 11, der zwei Abzugsarme 11a und 11b aufweist, bei der Montage des Abzugs 11 werden sie an der Peripherie des Pistolenkorpus festgeklemmt. Jeder Arm 11a und 11b weist eine obere Öffnung und eine untere Öffnung auf. Bevor der Abzugsbolzen 15 in die Oberteilöffnung und die Bohrung 13, die durch die Abzugsarme 11a und 11b hindurchgehen, gesteckt wird, wird die obere Öffnung mit der Bohrung 13 im Pistolenkorpus 22 ausgerichtet. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Abzugsbolzen 15 um ein hohles oder nicht-hohles zylinderförmiges Bauteil. Um zu vermeiden, dass der Abzugsbolzen 15 zu tief in den Pistolenkorpus 2 eingesteckt wird, weist ein Ende des Abzugsbolzens 15 einen Flansch auf, dessen Außendurchmesser größer als der Innendurchmesser der Bohrung 13 und als die obere Öffnung im Abzugsarm 11b ist. Der Abzugsbolzen 15 wird durch die Halteklemme 15a befestigt, die Halteklemme kann in die Aussparung des anderen Endes des Abzugsbolzens 15 geklemmt werden. Vorzugsweise handelt es sich bei der Aussparung um eine Ringform, die den Abzugsbolzen 15 umschließt. Anschließend kann der Abzug 11 sich um die Achslinie der Bohrung 13 drehen. Dieses Drehen wird durch den Pistolenkorpus 2 begrenzt, deshalb kann sich das untere Ende des Abzugs 11 nur einige Zentimeter bewegen. Wie in Zeichnung 2 gezeigt, kann der Abzug an verschiedenen Positionen, zum Beispiel an der Peripherie seiner oberen Öffnungen, ein oder mehrere Distanzstücke 11aa (distance piece) aufweisen. Wenn der Abzug 11 bewegt wird, kann dadurch verhindert werden, dass der Abzug 11 auf dem Pistolenkorpus 2 Kratzer bildet. Vorzugsweise handelt es sich bei mindestens einem Distanzstück 11aa um eine Tellerfeder, insbesondere um eine Ringfeder. Die Ringfeder presst auf den Abzug 11 und den Pistolenkorpus 2, damit beim Schütteln der Spritzpistole der Abzug 11 keine Geräusche (rattle) abgibt. Falls der Abzug 11 später Geräusche abgibt, wird der Eindruck von der Qualität der Spritzpistole relativ ungünstig sein. Im Vergleich zu einem starren Distanzstück weist eine Ringfeder den Vorzug auf, dass der Abzug 11 weiterhin geringfügig beweglich ist und diese Toleranz ausgeglichen werden kann.
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Nachdem oder bevor der Abzugsbolzen 15 an der Spritzpistole 1 mit dem Pistolenkorpus 2 angeordnet wird, wird die Abzugsrolle 16 angeordnet. Zu diesem Zweck werden die unteren Öffnungen der Abzugsarme 11a und 11b mit dem Fenster 14 im oberen Pistolenkorpus 22 ausgerichtet. Die Abzugsrolle 16 wird durch die unteren Öffnungen der Abzugsarme 11a und 11b und das Fenster 14 eingesteckt. Ähnlich wie der Abzugsbolzen 15 kann die Abzugsrolle 16 auf einer Seite einen Flansch aufweisen und an der anderen Seite eine Aussparung aufweisen. Die Abzugsrolle 16 kann durch die Halteklemme 16a befestigt werden. Wenn auf der Abzugsrolle 16 kein Flansch angeordnet ist, kann die Abzugsrolle auch durch Halteklemmen 16a auf beiden Seiten befestigt werden.
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Der Abzug 11 kann sich weiterhin um die Achslinie der Bohrung 13 drehen. Wenn der Abzug 11 betätigt wird, bewegt sich die Abzugsrolle 16 in das Fenster 14 hinein. Da die Abzugsrolle 16 im Vergleich zum unteren Ende des Abzugs 11 noch näher an der Drehachse ist, bewegt sie sich nicht so weit wie das untere Ende des Abzugs 11. Die Bewegungsdistanz der Abzugsrolle 16 ist kleiner als [ein] Zentimeter, insbesondere etwa 7 mm.
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Wie in Zeichnung 2 gezeigt, ist auf der Abzugsrolle 16 die Bohrung 16b angeordnet. Durch diese Bohrung 16b wird die in Zeichnung 1 gezeigte Farbnadel 10 montiert. Wie in Zeichnung 1 gezeigt, weist die Farbnadel 10 das dauerhaft an der Farbnadel 10 befestigte Zubehörteil 17 auf.
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Wenn der Abzug 11 betätigt wird, bewegt sich die Abzugsrolle 16 entlang der Richtung des Zubehörteils 17 nach hinten. Nach einigen Millimetern Bewegung bewegt sich in diesem Prozess der Luftkolbenkopf 12 aus Zeichnung 1 unter Anregung durch die Luftzufuhr nach außerhalb seines Ventilsitzes, das Zubehörteil 17 der Abzugsrolle 16 hat Kontakt, aufgrund der weiteren Bewegung nach hinten drückt sie das Zubehörteil 17 und die mit ihr verbundene Farbnadel nach hinten. Dadurch trennt sich die Farbnadel 10 von der vorderen Öffnung der Farbdüse 6, das Spritzmedium kann aus der Farbdüse 6 herausfließen.
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Die jetzige Technik weist folgende Mängel auf: Zum Beispiel müssen bei erforderlicher Reinigung oder Reparatur der Spritzpistole 1 oder ihrer Teile die Farbnadel 10 und diese Teile von der Spritzpistole 1 abmontiert werden. Nach der Reinigung oder Reparatur ist ein erneuter Zusammenbau der Spritzpistole 1 erforderlich. Wenn die Farbnadel 10 hindurchgehend in der Bohrung der Abzugsrolle 16 montiert wird, muss die Abzugsrolle 16 eine bestimmte Ausrichtung aufweisen. Der Grund ist, dass der Winkel zwischen der Achslinie der Bohrung 16b und der Achslinie der Farbnadel 10 nicht zu groß sein kann. Wenn sich die beiden Achslinien decken, wird die Farbnadel 10 unkompliziert in der Bohrung 16b montiert, da die Bohrung 16b in die Richtung der Farbnadel 10 zeigt. Wenn jedoch die Abzugsrolle 16 gedreht wird und die Bohrung 16b nach oben oder nach unten zeigt, ist es nicht möglich, die Farbnadel 10 in der Bohrung 16b zu montieren.
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In letzterem Fall muss die Abzugsrolle 16 teilweise nach außerhalb der Öffnung des Abzugs gezogen werden und in die korrekte Position gedreht werden, anschließend wird sie in die Öffnung des Abzugs geschoben, die Abzugsrolle 16 muss nicht weiter gedreht werden.
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Der Benutzer der Spritzpistole kann das sehr zeitaufwendig und deprimierend finden. Außerdem kann es, wenn die Abzugsrolle 16 eine fehlerhafte Richtung aufweist, dazu kommen, dass der Anwender mit Richtung auf die äußere Oberfläche der Abzugsrolle 16 die Farbnadel 10 schiebt oder aufliegend an der Innenwand der Bohrung 16b kratzt, wodurch die Farbnadel 10 schnell beschädigt wird. Da die Farbnadel ein sehr genaues und präzises Herstellungsteil und für die Spritzqualität der Spritzpistole sehr wichtig ist, können kleine Beschädigungen äußerst schwere Beeinträchtigungen für das Spritzergebnis bedeuten. Da die Farbnadel als Dichtungselement für die Farbdüse dient, kann eine beschädigte Farbnadel außerdem zu einem mangelhaften Ergebnis der Abdichtung führen, wenn die Spritzpistole nicht in Betrieb ist. In einem solchen Fall kann das Spritzmedium nach außerhalb der Farbdüse tropfen.
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Zwecks weitergehender Beschreibung zeigt die Zeichnung 3 eine dreidimensionale Darstellung der Spritzpistole 1, die den in Zeichnung 1 dargestellten Pistolenkorpus 2 aufweist. Dabei wurde der Griff weggelassen, um das Erkennen der Abzugsrolle 16 zu erleichtern. Des weiteren ist die Zeichnung 4 eine schematische Darstellung des Teils Z der Zeichnung 3.
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Gegenstand des Gebrauchsmusters
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Dieses Gebrauchsmuster zielt darauf ab, eine Spritzpistole und deren Abzugsrolle bereitzustellen, die zuverlässiger montiert werden kann und nicht die Einzelteile der Spritzpistole beschädigt.
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Um das genannte technische Problem zu lösen, wird gemäß dem ersten Aspekt dieses Gebrauchsmusters eine Spritzpistole bereitgestellt, umfassend einen Pistolenkorpus, eine Farbnadel, einen Abzug und eine Abzugsrolle, die Farbnadel ist beweglich im Pistolenkorpus angeordnet, der Abzug ist mittels der Abzugsrolle auf dem Pistolenkorpus montiert, die Farbnadel geht durch die Abzugsrolle hindurch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzpistole außerdem eine Antirotationsvorrichtung für die Ausrichtung und die Arretierung der Abzugsrolle umfasst.
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Weitergehend umfasst die Antirotationsvorrichtung einen aufeinander abgestimmten ersten Teil und zweiten Teil, ist der erste Teil am Abzug angeordnet, ist der zweite Teil an der Abzugsrolle angeordnet.
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Weitergehend weisen der erste Teil und der zweite Teil eine aufeinander abgestimmte Form auf, um die Antirotationsvorrichtung zu bilden.
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Weitergehend handelt es sich bei dem ersten Teil um eine auf dem Abzug angeordnete Öffnung, befindet sich mindestens ein Teil des zweiten Teils in der Öffnung und weist der zweite Teil einen mit der Öffnung zusammenpassenden nicht-kreisförmigen Querschnitt auf.
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Weitergehend ist die Form des nicht-kreisförmigen Querschnitts D-förmig oder schlitzförmig oder sternförmig oder rechteckig oder dreieckig oder kreuzförmig oder elliptisch oder S-förmig.
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Weitergehend bilden der Abzug und die Abzugsrolle durch Kraftschluss die Antirotationsvorrichtung.
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Weitergehend sind der Abzug und die Abzugsrolle verbunden und bilden die Antirotationsvorrichtung.
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Weitergehend umfasst die Antirotationsvorrichtung einen aufeinander abgestimmten ersten Teil und zweiten Teil, ist der erste Teil an der Abzugsrolle angeordnet, ist der zweite Teil am Pistolenkorpus angeordnet.
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Weitergehend weisen der erste Teil und der zweite Teil eine aufeinander abgestimmte Form auf, um die Antirotationsvorrichtung zu bilden.
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Gemäß dem zweiten Aspekt dieses Gebrauchsmusters wird eine Abzugsrolle einer Spritzpistole bereitgestellt, weist die Abzugsrolle eine Öffnung auf, durch welche die Farbnadel der Spritzpistole hindurchgeht, weist mindestens ein Teil der Abzugsrolle einen nicht-kreisförmigen Querschnitt auf, welcher der Öffnung im Abzug der Spritzpistole entspricht.
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Weitergehend ist die Form des nicht-kreisförmigen Querschnitts D-förmig oder schlitzförmig oder sternförmig oder rechteckig oder dreieckig oder kreuzförmig oder elliptisch oder S-förmig.
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Durch die Verwendung der genannten Antirotationsvorrichtung ist es nach der Montage der Abzugsrolle an der Spritzpistole nicht erforderlich, die Abzugsrolle auszurichten, die Abzugsrolle kann sofort korrekt montiert und ausgerichtet werden, so dass in dem Fall, dass die Abzugsrolle nicht weiter bewegt wird, die Farbnadel hindurchgehend an der Abzugsrolle angeordnet werden kann.
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Beschreibung der Zeichnungen
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Zeichnung 1 zeigt ein Schnittbild einer Spritzpistole in der jetzigen Technik.
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Zeichnung 2 zeigt die schematische Darstellung der Montage von Abzugsrolle und Abzug in der jetzigen Technik.
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Zeichnung 3 zeigt die räumliche Darstellung einer Spritzpistole in der jetzigen Technik.
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Zeichnung 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Teils Z in Zeichnung 3.
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Zeichnung 5 zeigt ein Schnittbild einer Spritzpistole in diesem Gebrauchsmuster.
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Zeichnung 6 zeigt eine räumliche Darstellung einer Spritzpistole in diesem Gebrauchsmuster.
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Zeichnung 7 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Teils Z1 in Zeichnung 6.
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Konkrete Ausführungsformen
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Nachfolgend werden die Ausführungsbeispiele dieses Gebrauchsmusters detailliert beschrieben, dieses Gebrauchsmuster kann jedoch von einer Vielzahl von unterschiedlichen Formen ausgeführt werden, die von den Ansprüchen definiert und abgedeckt werden.
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Als erster Aspekt dieses Gebrauchsmusters wird unter Verweis auf die Zeichnungen 5 bis 7 eine Spritzpistole (insbesondere eine Farbspritzpistole) bereitgestellt, umfassend einen Pistolenkorpus 2a, eine Farbnadel 10a, einen Abzug 11a und eine Abzugsrolle 16c, die Farbnadel ist beweglich im Pistolenkorpus 2a angeordnet, der Abzug 11a ist mittels der Abzugsrolle 16c auf dem Pistolenkorpus 2a montiert, die Farbnadel 10a geht durch die Abzugsrolle 16c hindurch. Diese Spritzpistole umfasst außerdem eine Antirotationsvorrichtung für die Ausrichtung und die Arretierung der Abzugsrolle 16c.
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Durch die Verwendung der genannten Antirotationsvorrichtung ist es nach der Montage der Abzugsrolle 16c an der Spritzpistole 1a nicht erforderlich, die Abzugsrolle 16c zu orientieren (d. h. auszurichten), die Abzugsrolle 16c kann sofort korrekt montiert und ausgerichtet werden, so dass in dem Fall, dass die Abzugsrolle 16c nicht weiter bewegt wird, die Farbnadel 10a hindurchgehend an der Abzugsrolle 16c angeordnet werden kann. Die Abzugsrolle 16c wird korrekt ausgerichtet, und ein erneutes Drehen in eine falsche Richtung kann verhindert werden.
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Vorzugsweise umfasst diese Antirotationsvorrichtung einen aufeinander abgestimmten ersten Teil und zweiten Teil, ist der erste Teil am Abzug 11a angeordnet, ist der zweite Teil an der Abzugsrolle 16c angeordnet. Das heißt, durch die Abzugsrolle 16c und den Abzug 11a kann eine Antirotationsvorrichtung eingerichtet werden, die sich der Rotation widersetzt und der Ausrichtung und Arretierung der Abzugsrolle 16c dient. Dies bedeutet, dass die Ausrichtung des Abzugs 11a mit der Abzugsrolle 16c deren Rotation verhindert. Am meisten bevorzugt kann diese Antirotationsvorrichtung durch die Abzugsrolle 16c und mindestens einen Arm des Abzugs 11a eingerichtet werden.
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Vorzugsweise weisen dieser erste Teil und zweite Teil eine aufeinander abgestimmte Form auf, um die Antirotationsvorrichtung zu bilden. Das heißt, diese Vorrichtung wird durch den Formschluss (form-fit) zwischen der Abzugsrolle 16c und dem Abzug 11a eingerichtet. Dies bedeutet, die Abzugsrolle 16c weist eine Form auf, die der Gegenform (counter shape) des Abzugs 11a entspricht. Wenn die Abzugsrolle 16c veranlasst wird, in diese Gegenform einzugehen, kann sie sich dann nicht in einer oder mehreren Richtungen bewegen. Am meisten bevorzugt handelt es sich bei dem Formschluss um einen Typ, welcher der Abzugsrolle 16c nur eine axiale Bewegung ermöglicht. Sie kann sich nicht nach links, rechts, oben und unten bewegen und kann sich auch nicht drehen.
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Aus diesem Grund handelt es sich bei dem ersten Teil vorzugsweise um eine auf dem Abzug 11a angeordnete Öffnung, befindet sich mindestens ein Teil des zweiten Teils in der Öffnung und weist der zweite Teil einen mit der Öffnung zusammenpassenden nicht-kreisförmigen Querschnitt auf. Am meisten bevorzugt entspricht er der Öffnung im Arm des Abzugs 11a. Alternativ oder weiterführend kann der Abzug 11a einen nicht-kreisförmigen Vorsprung aufweisen, dieser nicht-kreisförmige Vorsprung greift mit der Gegenöffnung (counter-hole) in der Abzugsrolle 16c ineinander.
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Vorteilhaft ist es, wenn die Abzugsrolle 16c ein zylinderförmiges Bauteil ist, sie kann die in Zeichnung 7 gezeigten unterschiedlichen Durchmesser aufweisen. Der Vorteil der Zylinderform besteht darin, dass sie sehr einfach herzustellen und zu handhaben ist. Zum Beispiel ist es ohne großen Aufwand möglich, Zonen hervorzubringen, die einen relativ kleinen Durchmesser oder eine Aussparung aufweisen.
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In einer Ausführungsform der Abzugsrolle 16c in diesem Gebrauchsmuster weist sie im mittleren Teil den maximalen Durchmesser auf. Auf mindestens einer Seite ist die Zone 16c1 mit einem relativ kleinen Durchmesser angeordnet, sie kann auf dieser mindestens einen Seite einen flachen Querschnitt (flat section) aufweisen. Auf diese Weise kann der Querschnitt dieser Zone 16c1 der Abzugsrolle 16c eine D-Form aufweisen, offenkundig kann der Querschnitt auch andere Formen aufweisen. Es zeigt sich, dass die Form dieses nicht-kreisförmigen Querschnitts vorzugsweise D-förmig oder schlitzförmig oder sternförmig oder rechteckig oder dreieckig oder kreuzförmig oder elliptisch oder S-förmig oder von einer anderen nicht-kreisförmigen Form sein kann.
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Nahe bei der Zone 16c1 ist eine Aussparung für die Montage eines Halteelements angeordnet, dadurch wird die Abzugsrolle 16c axial befestigt. Nahe bei der Aussparung kann eine Zone 16c2 mit einem noch kleineren Durchmesser als Zone 16c1 existieren, die mit der Zone 16c1 die Aussparung begrenzt.
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Vorzugsweise weist die Abzugsrolle 16c eine Form auf, mit der sie in die Öffnung der Gegenform eingedreht wird, ohne dass ein Gewinde erforderlich ist, und sie automatisch in die korrekte Position und Richtung gedreht wird. Zum Beispiel kann dies durch eine Schräge (inclination) auf der äußeren Zone des nicht-kreisrunden Querschnitts und/oder auf der Öffnung der Gegenform realisiert werden. Wenn die Richtung nicht mehr korrekt ist, zwingt diese Schräge dieses Teil zum Drehen. Hinter der Schräge kann eine vertikale Wand angeordnet werden, die verhindert, dass die Abzugsrolle 16c bis nach außerhalb der Öffnung des Abzugs dreht.
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Am zweiten Ende der Abzugsrolle 16c kann außerdem ein Flansch angeordnet werden, der verhindert, dass die Abzugsrolle 16c zu tief eingesteckt wird. Alternativ kann außerdem eine Aussparung für die Montage einer Halteklemme angeordnet werden. Die andere Seite kann außerdem einen nicht-kreisförmigen Querschnitt aufweisen, welcher der Öffnung der Gegenform in den Armen des Abzugs 11a entspricht. Dadurch kann die Abzugsrolle 16c in zwei Richtungen eingesteckt werden, sie kann sowohl zuerst in die eine Seite eingesteckt als auch zuerst in die andere Seite eingesteckt werden.
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Die Alternative zum Formschluss ist ebenfalls ein zusätzliches Konzept, vorzugsweise bilden der Abzug 11a und die Abzugsrolle 16c durch Kraftschluss (force-fit) eine Antirotationsvorrichtung. Auf diese Weise ist es außerdem möglich, durch den Kraftschluss zwischen der Abzugsrolle 16c und dem Abzug 11a diese Antirotationsvorrichtung einzurichten. Diese kann vor allem für die Arretierung verwendet werden, um eine Drehung zu verhindern, und wird dazu verwendet, die Abzugsrolle 16c am Abzug 11a zu befestigen.
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Vorzugsweise sind der Abzug 11a und die Abzugsrolle 16c verbunden und bilden die Antirotationsvorrichtung. Das heißt, die Abzugsrolle 16c wird mit dem Abzug 11a verbunden, damit sie nicht nach außerhalb ihrer Position gleiten kann. Diese Verbindung ist wichtig für die Befestigung der Abzugsrolle 16c in axialer Richtung, weil durch die genannte Vorrichtung eine rotationsresistente sowie eine nach oben, nach unten, nach links und nach rechts bewegungsresistente Befestigung realisiert wird. Diese Verbindung kann durch eine Halteklemme, die wie oben genannt in der Aussparung in der Abzugsrolle 16c eingreift, geschaffen werden, jedoch kann diese Verbindung außerdem durch eine Klemm- oder Schnellverbindung (snapping connection), durch Schrauben, durch einen Bajonettverschluss, durch Kraftschluss oder Formschluss (shape-fit) oder eine andere demontierbare Verbindung realisiert werden. Bei dieser Verbindung kann es sich außerdem um eine dauerhafte Verbindung handeln, die durch Schweißen (welding), Löten (soldering), Kleben, Nieten oder ein beliebiges anderes Verfahren geschaffen wird.
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Als alternatives oder zusätzliches Verfahren zur Einrichtung dieser Antirotationsvorrichtung umfasst diese Antirotationsvorrichtung einen aufeinander abgestimmten ersten Teil und zweiten Teil, ist der erste Teil an der Abzugsrolle 16c angeordnet, ist der zweite Teil am Pistolenkorpus 2a angeordnet. Das heißt, durch die Abzugsrolle 16c und den Pistolenkorpus 2a kann diese Vorrichtung eingerichtet werden. Vorzugsweise wird sie zwischen der Abzugsrolle 16c und dem Pistolenkorpus 2a durch Formschluss eingerichtet. Zum Beispiel kann die Abzugsrolle 16c die entsprechende Form aufweisen, die dem Fenster 14a des in den Zeichnungen 5, 6 und 7 dargestellten Pistolenkorpus 2a entspricht. Vorzugsweise weist die Abzugsrolle 16c eine Form auf, die der vorderen unteren Zone des Fensters 14a entspricht. Die Abzugsrolle 16c kann anliegend an die vordere runde Ecke des Fensters 14a platziert werden und weist eine Form auf, die der Form dieser runden Ecke entspricht. Wenn die Abzugsrolle 16c im Fenster 14a platziert wird, kann sie sich nicht drehen, da sie durch benachbarte Teile des Pistolenkorpus 2a arretiert wird. Der Abzug 11a kann am Pistolenkorpus 2a und der Abzugsrolle 16c angebracht werden, anschließend kann die Farbnadel 10 hindurchgehend in der Bohrung der korrekt ausgerichteten Abzugsrolle 16c montiert werden. Wenn der Abzug 11a betätigt wird, kann sich die Abzugsrolle 16c nach hinten bewegen. Nur in der Richtung nach vorn wird diese Begrenzung geschaffen. Wenn die Farbnadel 10a aus der Abzugsrolle 16c und der Spritzpistole 1a entfernt wird, wird die Abzugsrolle 16c in der korrekten Ausrichtung gehalten.
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Vorzugsweise weisen dieser erste Teil und zweite Teil eine aufeinander abgestimmte Form auf, um die Antirotationsvorrichtung zu bilden.
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Als zweiter Aspekt dieses Gebrauchsmusters wird unter Verweis auf die Zeichnungen 5 bis 7 eine Abzugsrolle einer Spritzpistole bereitgestellt, weist die Abzugsrolle eine Öffnung auf, durch welche die Farbnadel 10a der Spritzpistole hindurchgeht. Mindestens ein Teil dieser Abzugsrolle 16c weist einen nicht-kreisförmigen Querschnitt auf, welcher der Öffnung im Abzug 11a der Spritzpistole entspricht.
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Vorzugsweise ist die Form dieses nicht-kreisförmigen Querschnitts D-förmig oder schlitzförmig oder sternförmig oder rechteckig oder dreieckig oder kreuzförmig oder elliptisch oder S-förmig.
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Alle in der vorstehenden Beschreibung der Spritzpistole erwähnten Inhalte gelten auch für diese Abzugsrolle 16c.
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Die Bohrung auf der Abzugsrolle 16c ist größer als der Außendurchmesser der Farbnadel. Das ist so, weil sich die Abzugsrolle 16c in Wirklichkeit nicht linear bewegt, sondern eine leichte Bogenform ausführt, aufgrund der axialen Drehung des Abzugs 11 um die Abzugsrolle 16c. Im Gegensatz dazu bewegt sich die Farbnadel 10 streng gemäß der Linearform. Deshalb benötigt die Abzugsrolle 16c einen relativ geringen Raum, um sich relativ zur Farbnadel 10a nach oben und unten zu bewegen. Außerdem kann der Formschluss zwischen der Abzugsrolle 16c und der Öffnung im Abzug 11a ein geringes zulässiges Spiel (allowance for clearance) aufweisen, das heißt, die Abzugsrolle 16c kann sich relativ zum Abzug 11a geringfügig bewegen. Dadurch kann die Umwandlung von der Drehbewegung der Abzugs 11a zur linearen Bewegung der Farbnadel 10a ausgeglichen werden.
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Die Spritzpistole 1a kann zum Beispiel, ohne darauf beschränkt zu sein, alle anderen Teile einer Spritzpistole aufweisen, die in den Zeichnungen 1 bis 4 von der jetzigen Technik beschrieben wird.
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Bei der vorstehenden Darstellung handelt es sich lediglich um bevorzugte Ausführungsbeispiele dieses Gebrauchsmusters, sie dient nicht der Einschränkung dieses Gebrauchsmusters, für technisches Personal dieses Gebietes gilt, dass dieses Gebrauchsmuster verschiedenartige Abänderungen und Variationen aufweisen kann. Alle Modifikationen, äquivalenten Substitutionen, Verbesserungen usw., die innerhalb des Geistes und der Prinzipien dieses Gebrauchsmusters vorgenommen werden, sollen im Schutzumfang dieses Gebrauchsmusters enthalten sein.