DE2020028C3 - Elektrisches Gerät, wie Transformator, Drosselspule, Mefiwandler u.dgl., mit Gießharzumhüllung und Verdampfungskühlung - Google Patents
Elektrisches Gerät, wie Transformator, Drosselspule, Mefiwandler u.dgl., mit Gießharzumhüllung und VerdampfungskühlungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Gerät,
wie Transformator, Drosselspule, Meßwandler und dgl., mit einer Gießharzumhüllung und einer Kühlung mittels
einer verdampfenden Flüssigkeit
Bekanntlich entsteht beim Betrieb derartiger Geräte Wärme, die nach außen abgeführt werden muß. Bei
kleineren Einheiten ist die wärmeabgebende Oberfläche des Gerätes groß genug, um die im Inneren entstehende
Wärme abzuführen. Bei größeren Einheiten ist jedoch meist eine Fremdkühlung erforderlich, die bekanntlich
in den meisten Fällen mit Hilfe eines die Wicklung um- und durchspülenden Öles erfolgt. Zwar ist diese
Kühlmethode für den Normalbetrieb ausreichend, sie kann jedoch die bei einer Überlastung auftretenden
Überhitzung der Wicklungen beispielsweise eines Transformators u. U. nicht verhindern. Da bekanntlich
mit der Temperatur auch der elektrische Widerstand eines Leiters anwächst, steigt bei einer Überlastung die
Temperatur mehr als quadratisch an, was sehr schnell zu einer Überhitzung der Wicklung führt.
Es ist zwar üblich, bei elektrischen Geräten, bei deren Betrieb mit derartigen Überlastungen zu rechnen ist, die
Kühlanlage so auszulegen, daß auch die bei Überlast entstehende Wärmemenge genügend rasch abgeführt
oder zumindest in der vorhandenen oder vergrößerten Wärmekapazität bis zum Abklingen der Überlast
schadlos gespeichert wird. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird jedoch eine solche Maßnahme gerne
vermieden.
Eine erhebliche Vergrößerung der Wärmekapazität des Systems und damit eine Verlängerung der
Zeitspanne in welcher bei einer Überlast kritische Temperaturen erreicht werden, wird bei einem bekannten
Vorschlag durch die Verwendung von Verdampfungskühlung erreicht, d. h. an Stelle von öl wird zur
Durchströmung der Kühlkanäle in den Wicklungen eine verdampfende Flüssigkeit verwendet, die in angeschlossenen
Wärmetauschern wieder rückkondensiert wird. Bekanntlich ist die zur Verdampfung einer Flüssigkeit
verbrauchte Wärmemenge beträchtlich. Da hierbei jedoch die isolierende Eigenschaft des Öles in den
spannungsbeanspruchten Strecken in Wegfall kommt, werden bei der bekannten Ausführung die Wicklungen
in mit Kühlkanälen versehene Gießharze oder schmelzbare Harzmassen eingebettet (CH-PS 4 09 131). Diese
Anordnung macht einen besonderen kostspieligen und empfindlichen, sowie raumaufwendigen Rückkühler
zum Kondensieren der verdampften Flüssigkeit notwendig, bedarf einer speziellen Auslegung und Formgebung
des ganzen Transformators und ist an sich nur für größere Transformatoren mit kostspielig herzustellenden
Kühlkanälen vorgesehen.
Für viele Zwecke in Industrie-, Verkehr- und ähnliche Anwendungen, insbesondere auch als Trenntransformatoren
zur Erzeugung einer ungefährlichen Niederspannung, sowie als Drosselspulen, Meßwandler, etc. sind
kleinere kompakte Einzelgeräte vorgesehen, die heute fast ausschließlich eine Komplettumhüllung aus Kunstharz
als Isolierung und Schutz aufweisen. Infolge der relativ niedrigen Grenztemperatur dieser organischen
ίο Kunstharzisolierung ist ein Überlastbetrieb des Gerätes
nur sehr begrenzt und kurzzeitg möglich, als Abhilfe kann im Bedarfsfalle praktisch nur eine größere Type
eingesetzt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein solches kleines kunstharzisoliertes Kompaktgerät zu schaffen,
das ohne wesentliche Vergrößerung seines Volumens auf einfache, zuverlässige und billige Art durch
Anwendung des bekannten Verdampfungsprinzips eine erhebliche Vervielfachung seiner Wärmeaufnahmefä-
higkeit und damit große und langdauernde Überlastungszustände
auszuhalten im Stande ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Transformator oder gleichartigen elektrischen Gerät der oben beschriebenen
Bauweise durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs angegebenen Maßnahmen gelöst.
Die Wärmeleitfähigkeit des Gießharzes sowie die Menge und die Siedetemperatur des verwendeten
Kühlmittels wird zweckmäßigerweise so gewählt, daß eine Überheizung der Wicklung bei Überlast mit
Sicherheit vermieden wird.
An sich ist es bekannt, dem Kunstharz für den Umguß von elektrischen Geräten, insbesondere Transformatoren,
durch den Zusatz besonderer Füllstoffe eine verbesserte Wärmeleitfähigkeit zu geben, um die
Wärme vom Erzeugungsort in Wicklung und Kern besser und mit einem kleineren Temperatursprung an
die Oberfläche zu bringen (DE-GM 69 16 811, US-PS 34 67 929).
In vorlegendem Falle, bei welchem für den
Überlastzustand praktisch nur eine Seitenfläche des Gerätes als Wärmeabgabeoberfläche zur Verfügung
steht, ist eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit der Kunstharzumhüllung von spezifischer Bedeutung.
Ein Aüsführungsbeispiel wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Der Kern 1 sowie die im
Wickelraum 2 untergebrachten Wicklungen des elektrischen Gerätes sind völlig im Gießharz 3 eingeschlossen.
An der nach oben weisenden größten Oberfläche des Gießharzmantels ist eine wannenförmige Vertiefung 4
vorgesehen, in der das Kühlmittel enthalten ist. Die wannenförmige Vertiefung 4 ist mit einer Haube 5
abgedeckt, die tiefe Kühlwellen 6 aufweist. 1st die Temperatur des Transformators auf den Siedepunkt des
Kühlmittels angestiegen, so verdampft dieses unter Aufnahme einer beträchtlichen Wärmemenge und
schlägt sich an den Kühlwellen 6 der Haube 5 nieder und tropft wieder in die Vertiefung 4 zurück. Dabei gibt es
seine Wärmeenergie über die Kühlwellen 6 an die Umgebung ab. Die besonders hochgezüchtete Wärmeleitfähigkeit
des Gießharzes gewährleistet einen raschen Transport der Verlustwärme von den aktiven
Teilen des Transformators zum Kühlmittel auch von den von der Kühloberfläche entfernt liegenden Wärmequellen.
Die bei einer Überlastung des Transformators verursachte größere Erwärmung äußert sich daher
zunächst lediglich in einer schnelleren Verdampfungsgeschwindigkeit des Kühlmittels, während die Tempera-
ransformators konstant bleibt Damit bleibt ilektrische Widerstand der Wicklung konstant,
ier bei üblichen Wicklungen beobachtete ratische Verlauf der Erwärmung vermieden
die Temperatur des Transformators bis zur Verdampfung des Kühlmittels konstant bleibt.
dabei jedoch laufend schon eine Rückkondensation stattfindet, ist es ohne weiteres möglich, den erfindungsgemäß
ausgeführten Transformator während einer längeren Zeit zu überlasten, ohne daß die Wicklung
Schaden nimmt
Hierzu j Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektrisches Gerät, wie Transformator, Drosselspule, Meßwandler und dgl. mit einer Gießharzumhüllung und einer Kühlung mittels einer verdampfenden Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß das Gießharz mit besonders hoher Wärmeleitfähigkeit ausgebildet ist, daß die größte Oberfläche des Gerätes waagrecht angeordnet und mit einer wannenförmigen mit Verdanipfungsflüssigkeit gefüllten Vertiefung (4) versehen ist und diese luftdicht durch eine mit Kühlwellen (6) versehene Haube (5) abgedeckt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702020028 DE2020028C3 (de) | 1970-04-24 | 1970-04-24 | Elektrisches Gerät, wie Transformator, Drosselspule, Mefiwandler u.dgl., mit Gießharzumhüllung und Verdampfungskühlung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19702020028 DE2020028C3 (de) | 1970-04-24 | 1970-04-24 | Elektrisches Gerät, wie Transformator, Drosselspule, Mefiwandler u.dgl., mit Gießharzumhüllung und Verdampfungskühlung |
Publications (3)
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| DE2020028B2 DE2020028B2 (de) | 1977-10-06 |
| DE2020028C3 true DE2020028C3 (de) | 1978-06-01 |
Family
ID=5769201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19702020028 Expired DE2020028C3 (de) | 1970-04-24 | 1970-04-24 | Elektrisches Gerät, wie Transformator, Drosselspule, Mefiwandler u.dgl., mit Gießharzumhüllung und Verdampfungskühlung |
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| DE2020028B2 (de) | 1977-10-06 |
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