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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmetauscher gemäss
dem Oberbegriff von Schutzanspruch 1.
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Solche
Wärmetauscher werden in einem Kamin oder in einer Leitung
für die Rauchgase angeordnet und sollen einen möglichst
grossen Teil der Restwärme des Rauchgases einer Wärmequelle
wie einer Heizung oder eines Chenminés oder einer sonstigen
Feuerung wieder verwendbar machen. Sie sind in verschiedensten Ausführungsformen
bekannt.
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So
zeigt
DE 201 03 124 einen
Wärmetauscher, der aus einem Doppelrohr besteht. Das innere Rohr
dient als Leitung für die Rauchgase, das äussere
Rohr bildet die Aussenseite des Wärmetauschers. Der ringförmige
Zwischenraum zwischen innerem Rohr und äusserem Rohr wird
für den Wärmetausch verwendet. In einer Ausführungsform
ist eine Wasserleitung vorgesehen, die um das inne re Rohr, an dieses
anliegend, herumgewunden ist, so dass das durch die Rauchgase erhitzte
innere Rohr die Wärme an die Wasserleitung abgeben kann,
wo sie durch das Wasser abgeführt wird. Hier ist vorteilhaft,
dass einerseits die Leitung für Rauchgase nach wie vor leicht
zu reinigen ist, da das innere Rohr eine glatte Innenseite besitzt,
und dass andererseits die Wasser führende Wendel (die nur
aufwendig zu reinigen wäre) im Ringraum vor Verschmutzung
geschützt ist. Nachteilig ist jedoch, dass der Wärmeübergang
vom inneren Rohr an die Wendel problematisch ist, da diese das innere
Rohr im Wesentlichen entlang einer Linie berührt.
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In
einer weiteren Ausführungsform ist deshalb der Ringraum
zwischen dem inneren und dem äusseren Rohr von Wasser durchflossen,
so dass das innere Rohr von einem Wassermantel umgeben ist. Auf
Grund der im Betrieb des Wärmetauschers sich ergebenden
unregelmässigen Strömung im Wassermantel ergibt
sich eine unregelmässige Kühlung des inneren,
die Rauchgase führenden Rohrs, mit der Folge, dass die
Wärmeabfuhr nicht optimal ist.
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Die
DE 10 2004 023 026 zeigt
eine Kombination von Wassermantel und Wendel, mit dem Vorteil, dass
der Wärmetauscher über seinen modularen Aufbau
beliebig verlängerbar ist, so dass wenigstens bei langen
Kaminen trotz unregelmässigem oder wenig effizientem Wärmeübergang
ein grösserer Anteil der Restwärme verfügbar
gemacht werden kann. Hier steigt jedoch der konstruktive Aufwand
an, insbesondere dann, wenn die oft vorgeschriebene thermische Ablaufsicherung
zusätzlich vorgesehen werden muss.
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In
der
CA 02499775 wird
offenbart, im inneren, die Rauchgase führenden Rohr mit
diesem verbundene Wärmeleitbleche anzuordnen, die das innere
Rohr durchsetzen, so dass nun auch Wärme aus dem inneren
Kern der aufsteigenden Rauchgase entnommen werden kann, was den
schnellen Wärmeübergang zwischen Rauchgasen und
dem inneren Rohr erleichtert und zur Verkürzung des Wärmetauschers führen
könnte. Ungelöst bleibt aber der Wärmeübergang
vom inneren Rohr zur dieses umschlingenden Wendel.
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Das
Problem des Wärmeübergangs von der Wand des die
Rauchgase leitenden Rohrs zum kühlenden Wasserkreislauf
wird verbessert gelöst durch die in
DE 40 10 151 gezeigte Anordnung, die
aus vier koaxial verlaufenden Rohren besteht, die zusammen drei
Ringräume bilden. Der mittlere Ringraum dient als Leitung
für die Rauchgase; der innere sowie der äussere
Ringraum je als Leitung für das Kühlmedium, auch
hier in der Regel Wasser. Zudem verläuft im mittleren Ringraum
ein schraubenlinienförmiges Leitblech, so dass die Rauchgase
diesen nicht mehr parallel zur Längsachse der Rohre, sondern
entlang dieses Leitblechs durchfliessen müssen. Einerseits wird
damit der Weg der Rauchgase verlängert und andererseits
fliessen diese zwischen zwei ihre Wärme aufnehmenden Wänden,
so dass die Nachteile des unregelmässigen Wärmeübergangs
in den umgebenden Wassermantel vermindert werden. Nachteilig ist
dieser Konstruktion, dass sie aufwendig ist und dann notwendigerweise
entweder einen übergrossen Gesamtdurchmesser oder knappen
bzw. zu kleinen Strömungsquerschnitt für die Rauchgase
aufweist. Schliesslich ist diese Anordnung nur unter grösstem
Aufwand zu reinigen.
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Entsprechend
ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wärmetauscher
für den Rauchgaskanal zu schaffen, der die Wärme
der Rauchgase effizient abführt, leicht zu reinigen ist
und so auch als Einsatz in vorbestehenden Rauchgaskanälen,
wie z. B. Kaminen verwendet werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 bzw.
der Ansprüche 14 und 15 gelöst.
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Dadurch,
dass der Wärmetauscher einen Rauchgasteiler aufweist, der
selbst vom Wärme tauschenden Medium durchflossen ist, kann die
Wärme den Rauchgasen auch in deren Kernbereich mit maximaler
Effizienz entnommen werden, da der Temperaturunterschied zwischen
den Rauchgasen und den Wänden, an denen diese entlang streichen,
stets so gross wie möglich bleibt. Durch die geeignete
Aufteilung des Rauchgasstroms wird überdies auch die Wärmestrahlung
der Rauchgase effizient absorbiert, Dies gilt über den
ganzen Querschnitt des Rauchgasstroms, und nicht nur für
dessen äussere Peripherie. Strömungshemmnisse
bzw. Wirbelleitbleche im Rauchgaskanal sind nicht mehr notwendig.
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Da
alle Wände parallel zur Längsachse des Wärmetauschers
verlaufen, ergibt sich kein nennenswerter Strömungswiderstand
für die Rauchgase. Dies ist vorteilhaft, da der natürliche
Kaminzug bei der nun auch in der Kernzone erfolgenden starken Abkühlung
der Rauchgase beträchtlich an Wirkung verliert. Weiter
ist nach wie vor einfache Reinigung möglich, da die einzelnen
durch die Trennwände gebildeten Kammern von den Reinigungswerkzeugen
der Länge nach leicht durchfahren werden können.
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Überraschend
hat sich gezeigt, dass bei der Kühlung auch in der Kernzone
(d. h. über den ganzen Querschnitt des Rauchgasstroms)
der Auswurf an Feststoffen wie Russpartikel erheblich abnimmt. Dies wird
auf die nun auch in der Kernzone verminderte Strömungsgeschwindigkeit
zurückgeführt, die nun wenigstens für
grössere Feinstaubpartikel nicht mehr ausreichend ist,
um sie durch einen vertikalen Rauchgaskanal hinaus zu befördern.
Diese Partikel fallen in den Kamin zurück, lagern sich
am untern Ende ab, was zu einem erhöhten Reinigungsbedarf führt,
der wiederum den verminderten Feststoffauswurf belegt. Bei Holzheizungen
zeigt es sich weiter, das Färbungen, z. B. die Braunfärbund
des Rauchs vermindert auftreten, was ebenso den verminderten Feststoffauswurf
und die damit gesteigerte Umweltfreundlichkeit belegt.
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Bei
einem Verfahren zum Betrieb des erfindungsgemässen Wärmetauschers
kann dieser vor dem Anfeuern der vorgeschalteten Feuerung z. B. mit
heissem Speicherwasser geflutet werden. Die Gase im Rauchgaskanal
werden so über dessen ganzen Querschnitt auf einer minimalen
Temperatur gehalten und erst dann gekühlt, wenn die Betriebstemperatur
des Systems erreicht ist. Dadurch herrscht bereits in der Phase
des Anfeuerns ein Zug, der demjenigen des Normalbetriebs nahe kommt, was
das Anfeuern selbst erheblich erleichtert und zugleich die Bildung
von Schadstoffen im Verbrennungsprozess während dem Anfeuerprozess
vermindern kann.
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Es
ergibt sich, dass neben der Wärmerückgewinnung
als solcher auch der Feinstaubauswurf verbessert wird.
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Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren näher erläutert.
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Es
zeigt:
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1 eine
erste Ausführungsform eines Wärmetauschers gemäss
der vorliegenden Erfindung
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2 eine
zweite Ausführungsform eines Wärmetauschers gemäss
der vorliegenden Erfindung, und
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3 eine
dritte Ausführungsform eines Wärmetauschers gemäss
der vorliegenden Erfindung.
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1 zeigt
einen Wärmetauscher 1 mit einem Rauchgasteiler 2 für
einen in den Rauchgasteiler 2 eintretenden Rauchgasstrom 3.
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Drei
Trennwände 4, 5, 6 trennen den
eintretenden Rauchgasstrom 3 in drei Teile 7, 8, 9 von Rauchgasstrom,
die sich hinter dem Rauchgasteiler 2 wieder zu einem abgekühlten
Rauchgasstrom 10 vereinigen.
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Die
Trennwände 4, 5, 6 sind vorzugsweise dünn,
aber hohl ausgebildet; sie können aus im spitzen Winkel
abgekanteten zusammengeschweissten Blechen aus V4A bestehen. Dadurch
kann in den Trennwänden 4, 5, 6 ein
Wärme tauschendes Medium, z. B. Wasser, hindurchfliessen,
welches über die Anschlussstutzen 12, 13, 14 eintreten
und über die Ausgabestutzen 15, 16, 17 wieder
austreten kann. Anschlussstutzen 12, 13, 14 und
Ausgabestutzen 15, 16, 17 sind in der
Figur nur schematisch dargestellt und können vom Fachmann
für den konkreten Anwendungsfall leicht geeignet konzipiert
und in den Rauchgasteiler 2 eingebaut werden. Der Rauchgasteiler 2 ist
mit anderen Worten für den Durchfluss des Wärme
tauschenden Mediums ausgebildet.
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Vorliegend
sind die Trennwände 4, 5, 6 über ein
Zentralrohr 20 mit einander verbunden, wobei das Zentralrohr 20 vom
Wärme tauschenden Medium nicht durchflossen ist. Hingegen
kann alternativ zur Darstellung in 1 an den
Enden des Zentralrohrs 20 je eine zentraler Anschluss-
bzw. Ausflussstutzen angeordnet werden, mit je einer Verzweigungsleitung unmittelbar
danach, die in die Enden der Trennwände hinein führt
(bzw. aus diesen hinaus), so dass sich das Wärme transportierende
Medium vom zentralen Zufluss in die Trennwände hinein verteilt,
und danach zentral abgeführt werden kann. Dadurch fliesst
das die Wärme tauschende Medium nach wie vor im Wesentlichen
durch die Trennwände 4, 5, 6.
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Der
Rauchgasteiler 2 ist langgestreckt und besitzt eine Längsachse 21;
er kann seiner Länge nach in einen beliebigen Rauchgaskanal
eingesetzt werden, z. B. ein Kamin eines Cheminées, ein Kamin oder
ein Rauchgasrohr einer Heizung oder in irgend einen heisse Rauchgase
führenden Kanal. Im Fall einer Heizung, wie auch in den
anderen Fallen, ist die Führung der Vorlauf- und Rücklaufleitungen
für das die Wärme transportierende Medium, vorzugsweise Wasser,
vom Fachmann zu bestimmen; die Führung dieser Leitungen
wird von den lokal in einer Baute herrschenden Verhältnissen
vorgegeben. Dabei ist es nicht zwingend, aber vorteilhaft, dass
der Rauchgasteiler 2 derart dimensioniert ist, dass die äusseren Längskanten 25, 26, 27 an
den Wänden des gegebenen Rauchgaskanals anliegen.
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Wie
erwähnt, wird im Betrieb ein fliessender Rauchgastrom 3 in
Teile 7, 8, 9 aufgetrennt, die parallel
zu einander und parallel zur Längsachse 20 geführt
werden; somit fliessen die Teile 7, 8, 9 auch
parallel zur Längsachse des Rauchgaskanals. Die heissen
Rauchgase heizen über Wärmestrahlung und Kontakt
mit den Trennwänden 4, 5, 6 diese
auf, welche ihrerseits die Wärme an das Wärme
transportierende Medium (Wasser) abgeben.
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Durch
diese Anordnung wird insbesondere dem in der Mitte des Rauchgaskanals
fliessenden heissen Kern der Rauchgase die Wärme wirksam entzogen,
ohne dass Strömungshindernisse zur Verwirbelung der Rauchgase,
welche ihrerseits den Kaminzug und die Reinigung erschweren oder
verunmöglichen, vorgesehen werden müssen.
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Besonders
vorteilhaft sind die Trennwände 4, 5, 6 dünn
ausgeführt, so dass der Strömungsquerschnitt für
die Rauchgase wenig verringert wird, mit der Folge, dass zusätzliche
Gebläse für den Zug im Rauchgaskanal nicht nötig
sind oder nur geringe Leistung aufweisen müssen.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform wird das Zentralrohr 20 an
einen weiteren Kühlmittelkreislauf angeschlossen, der aufgrund
von Übertemperatur durch einen Temperaturfühler 72 (3)
ak tiviert und so als Notkühlung im Sinn der thermischen
Ablaufsicherung dient. Da das Zentralrohr 20 vom Wärme
tauschenden Medium bevorzugt nicht durchflossen wird (die Wandfläche
des Zentralrohrs 20 ist klein im Vergleich zu derjenigen
der Trennwände 4 bis 6) kann es dennoch,
trotz der vergleichsweise kleinen Effizienz, als Notkühlleitung
dienen.
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2 zeigt
eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen
Wärmetauschers 30. Dargestellt sind Trennwände 31 bis 36 eines
Rauchgasteilers 37, die Teile des Rauchgasstroms 38 kanalisieren.
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Wie
die Trennwände 4 bis 7 in 1 sind auch
hier die Trennwände 31 bis 36 im Querschnitt sternförmig
angeordnet. Bevorzugt, aber nicht notwendigerweise, stehen diese
Trennwände radial von einer mittigen Längsachse 21 (1)
bzw. 39 des Rauchgasteilers 2 (1)
bzw. 37 ab. Damit bildet sich im Querschnitt ein symmetrischer,
mehrzackiger Stern, durch welchen der Rauchgasstrom 38 in
die entsprechende Anzahl parallel zu einander fliessenden Teilströme
aufgeteilt wird.
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Die
optimale Anzahl der Trennwände, seien dies (im Sinn des
Sterns) minimal zwei (3), oder drei (1),
oder mehr, wird durch den Fachmann anhand der Temperatur der eintretenden
Rauchgase sowie den lokal vorherrschenden Gegebenheiten wie z. B.
den gegebenen Massen des Rauchgaskanals bestimmt.
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Die
Figur zeigt weiter, dass die Trennwände 31 bis 36 mit
einem inneren Rohr 40 verbunden sind, welches seinerseits
koaxial in einem äusseren Rohr 41 angeordnet ist.
Das innere Rohr 41 und das äussere Rohr 42 bilden
ein Doppelrohr 43, welches einen Ringraum 44 einschliesst.
Dieser Ringraum 44 kann ebenfalls für den Durchfluss
von Wärme tauschendem Medium vorgesehen werden. Dann wird jeder
Teilstrom an Rauchgasen allseitig gleichmässig gekühlt.
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Besonders
hier, aber auch in der Anordnung von 1, ist vorteilhaft,
wenn sich die Trennwände nach aussen hin verjüngen,
so dass deren Dicke an der äusseren Längskante 25, 26, 27 (1)
geringer ist als an deren Wurzel. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die Dicke kontinuierlich abnimmt.
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Z.
B. beträt die Dicke der Trennwände an der Wurzel
in einem Rauchgaskanal mit 200 mm Durchmesser 22 mm, vorzugsweise
nur 16 mm. Zum einen wird so, wie oben erwähnt, der Querschnitt
des Rauchgaskanals nicht zu sehr beschränkt; dann wird sich
das Wasser in den Trennwänden schnell etwas erwärmen,
so dass die Rauchgase nicht unter eine Temperatur von z. B. 55°C
fallen, also der unerwünschte Kaltrauch und die Bildung
von Kondenswasser im Wesentlichen unterbleiben.
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In 2 nicht
dargestellt ist eine Ausführungsform, bei welcher der Rauchgasteiler 37 nicht von
einem Doppelrohr 43, sondern nur von einem einfachen Rohr
umschlossen ist. Solch ein einfaches Rohr dient der Stabilisierung
der Trennwände, so dass z. B. Zentralrohr 18 entfallen
kann; weiter entsteht dadurch ein Wärmetauscher, der als
Einsatz in einen beliebigen, z. B. gemauerten Rauchgaskanal, wie
er etwa in älteren Bauten zu finden ist, verwendet werden
kann. Alternativ ist es auch möglich, dass das so gebildete
Wärmetauscherrohr als auszutauschender Abschnitt in eine
vorhandene Rauchgas-Rohrleitung eingesetzt wird. Wie oben im Zusammenhang mit 1 erwähnt,
kann der Wärmetauscher aber auch ohne äusseres
Rohr im Rauchgaskanal verwendet werden. Vorteilhaft ist dann, dass
ein Wärmetauscher auch in einem Rauchgaskanal mit unregelmässigen
Wänden, z. B. einem grob gemauerten Kamin, leicht eingesetzt
werden kann, was bei einem Aussenrohr nicht mehr möglich
wäre.
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3 zeigt
eine weitere Ausführungsform eines Wärmetauschers 50 gemäss
der vorliegenden Erfindung in einer Ansicht von aussen. Ein Rauchgasteiler 51 (der
im Querschnitt einem Stern mit zwei Zacken entspricht) ist von einem
doppelwandigen Rohr 52, bestehend aus einem inneren Rohr 53 und einem äusseren
Rohr 54 umschlossen. Zwischen dem inneren Rohr 53 und
dem äusseren Rohr 54 liegt ein Ringraum 55,
in welchem wiederum ein Leitungsrohr 56 für ein
Kühlmedium wie Wasser angeordnet ist. Das Rohr 56 verläuft
vorzugsweise um das innere Rohr 53 herum, derart, dass
es auf einer Schraubenlinie liegt, die sich über einen
Längenabschnitt, oder die ganze Länge des Wärmetauschers 50 erstreckt.
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Weiter
besitzt das Rohr 56 einen Durchmesser, der dem Abstand
zwischen dem inneren Rohr 53 und dem äusseren
Rohr 54 entspricht. Es ist also mit beiden Rohren 53, 54 im
Kontakt. Dadurch wird das den Ringraum 55 durchfliessende
Medium auf einen schraubenlinienförmigen Durchflussweg
gebracht, der durch den Ringraum 55 hindurch führt.
An Stelle der Rohrleitung 56 können auch ein einfaches
Blech oder ähnliche Mittel vorgesehen werden; bei der Verwendung
einer Leitung 56 ergeben sich aber die weiter unten näher
beschriebenen Vorteile.
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Mit
anderen Worten sind im Ringraum 55 Mittel vorgesehen, die
den Durchflussweg des Wärme tauschenden Mediums bestimmen,
derart, dass dieses den Ringraum 55 einer Schraubenlinie
entlang durchfliesst. Dadurch ergibt sich ein längerer Strömungsweg
und eine längere Verweilzeit des Mediums durch den Ringraum 55 hindurch,
mit dem Vorteil des verbesserten Wärmeübergangs
zwischen Rauchgas und Wärme transportierendem Medium.
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Schematisch
in sind weiter die Anschlüsse für den Ringraum 55 dargestellt:
Ein Anschluss 57 dient dem Zufluss von kaltem Wasser und
ein Anschluss 58 dem Abfluss des erwärmten Wassers. Ebenso
dient ein Anschluss 59 dem Zufluss von kaltem Wasser in den
Rauchgasteiler 51 und ein Anschluss 60 dem Abfluss
von erwärmten Wasser aus diesem hinaus. Je nach der Auslegung
im konkreten Fall kann das bereits im Ringraum 55 erwärmte
Wasser vom Anschluss 58 direkt in den Anschluss 59, und
dann im Gegenstrom durch den Rauchgasteiler 51 geleitet
werden, wo es sich schliesslich auf eine Betriebstemperatur von
gegen 95°C erhitzt und dem Anschluss 60 entnommen
werden kann. Selbstverständlich sind auch andere Schaltungen
der Wasserströme möglich, die der Fachmann wiederum
nach den örtlichen Gegebenheiten bestimmt.
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Das äussere
Rohr 54 ist zur Veranschaulichung entlang der Linie 62 aufgeschnitten,
so dass der Blick auf das innere Rohr 53 und einen Abschnitt des
Leitungsrohrs 56 frei ist. Ersichtlich ist weiter ein als
Querschott 63 ausgebildetes Strömungshindernis für
das den Ringraum 55 durchfliessende Medium. Das Querschott
besteht hier aus einem den Durchflussweg für das Medium
versperrenden Blech, das einen Schlitz 64 besitzt, durch
welchen das Medium hindurchfliessen kann. Die Ränder des
Schlitzes 64 sind vorzugsweise gebogen ausgebildet, wie
dies in der Figur ersichtlich ist; was die Durchmischung und damit
die gleichmässige Erwärmung des Mediums fördert.
Bevorzugt ist solch ein Strömungshindernis in jeder vierten
Windung des schraubenlinienförmigen Durchflusswegs vorgesehen.
Zudem kann so eine zu schnelle Durchströmung des Wärme
transportierenden Mediums vermieden werden, wenn die Pumpenleistung
zu gross eingestellt ist.
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Ein
Rauchgasadapter 64 für die eintretenden Rauchgase 64' durchstösst
den Boden 65 des Wärmetauschers 50 und
entlässt die in den Wärmetauscher 50 einzubringenden
Rauchgase 64' etwas oberhalb des unteren Randes 66 des
inneren Rohrs 53. Durch das äussere Rohr 54,
den Boden 55 und den oberen Teil des Rauchgasadapters 64 wird
eine Rinne 67 gebildet, die an der inneren Seitenwand des inneren
Rohrs 53 herablaufendes Kondenswasser auffängt, welches
durch den ebenfalls schematisch angedeuteten Anschluss 68 abfliessen
kann.
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Am
unteren Ende des Rauchgasteilers 51 seitlich von diesem
abstehende Leitbleche 70 erfüllen eine analoge
Funktion: Allfälliges am Rauchgasteiler 51 herablaufendes
Kondenswasser wird durch diese Leitbleche 70 gegen die
Wand des inneren Rohrs 53 geleitet und rinnt dann nach
unten, in die Rinne 67.
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Weiter
ist in der Figur ein Temperaturfühler 72 dargestellt,
der die Temperatur des erhitzten Wassers feststellt. Der Temperaturfühler 72 ist
mit einer zur Entlastung der Figur nicht dargestellten Steuerung
verbunden, die bei Übertemperatur einen Kühlwasseranschluss 74 aktiviert,
so dass die Leitung 56 von Kühlwasser durchflossen
wird und das Medium im Wärmetauscher 50 abkühlt.
Dadurch ergibt sich eine thermische Ablaufsicherung für
den Fall, dass der Durchfluss vom Wärme tauschenden Medium gestört
ist. Vorteilhafterweise erfüllt damit die Leitung 56 zwei
Funktionen: einmal die eines Leitblechs für den Durchflussweg
des Wärme tauschenden Mediums durch den Ringraum 55 hindurch,
dann die der Notkühlung im Sinn der thermischen Ablaufsicherung.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform ist der Rauchgasteiler nicht
vorgesehen, aber das Doppelrohr 52 mit allen in der Figur
dargestellten Elementen versehen, und damit mit einer schraubenlinienförmigen
Leitung 56, Strömungshindernissen 63,
einer Rinne 67 für Kondenswasser sowie einem Temperaturfühler 72 für
eine durch die Leitung 56 gebildeten thermischen Ablaufsicherung
ausgerüstet.
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Der
Wärmetauscher 1 für die Rauchgase einer
Heizung besitzt einen Rauchgasteiler 2, der eintretende
Rauchgase 3 in parallele Teilströme 7, 8, 9 aufteilt,
wobei jede der Trennwände 4, 5, 6 von
einem Wärme transportierenden Medium durchflossen ist, wel ches
die Wärme der Rauchgase aufnimmt und im Heizungskreislauf
einspeist. Der Wärmetauscher kann in den Rauchgaskanal
einer Heizung eingesetzt werden.
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Der
erfindungsgemässe Wärmetauscher kann auch mit
einem vorgewärmten Medium beschickt werden, wenn z. B.
im Rauchgaskanal die Betriebstemperatur nicht erreicht ist, wie
dies beim Anfeuern einer Heizung der Fall sein kann. Ist der Rauchgaskanal
zu kalt, kühlen sich die Rauchgase zu fest ab, es herrscht
ungenügender Zug, was wiederum zu einer verlängerten
Anfeuerphase mit den bekannten Nachteilen wie z. B. erhöhter
Schadstoffproduktion führen kann. Die Untertemperatur (und auch
die einmal erreichte untere Betriebstemperatur) im Rauchgaskanal
kann über Wärmefühler detektiert oder über
das allgemeine Temperaturniveau in Verbindung mit der seit dem Anfeuern
verflossenen Zeit bestimmt werden. Je nach den örtlichen
Verhältnissen kann der Fachmann die geeigneten Parameter bestimmen.
Ist eine untere Betriebstemperatur einmal erreicht, werden durch
das Wärme transportierende Medium die Rauchgase, dem Normalbetrieb entsprechend,
gekühlt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 20103124 [0003]
- - DE 102004023026 [0005]
- - CA 02499775 [0006]
- - DE 4010151 [0007]