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DE202009011060U1 - Halteeinrichtung zum Einscannen eines Oberkiefermodells und eines Unterkiefermodells - Google Patents

Halteeinrichtung zum Einscannen eines Oberkiefermodells und eines Unterkiefermodells Download PDF

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DE202009011060U1
DE202009011060U1 DE202009011060U DE202009011060U DE202009011060U1 DE 202009011060 U1 DE202009011060 U1 DE 202009011060U1 DE 202009011060 U DE202009011060 U DE 202009011060U DE 202009011060 U DE202009011060 U DE 202009011060U DE 202009011060 U1 DE202009011060 U1 DE 202009011060U1
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Amann Girrbach AG
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Amann Girrbach AG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C11/00Dental articulators, i.e. for simulating movement of the temporo-mandibular joints; Articulation forms or mouldings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C9/00Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods
    • A61C9/004Means or methods for taking digitized impressions
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Abstract

Halteeinrichtung (1) zum Einscannen eines Oberkiefermodells (2) und eines Unterkiefermodells (3) mittels, insbesondere in, einer Scanneinrichtung (4), wobei die Halteeinrichtung (1) eine erste Modellhalteplatte (5) zum daran Befestigen des Oberkiefermodells (2) und zumindest eine zweite Modellhalteplatte (6) zum daran Befestigen des Unterkiefermodells (3) und einen Verbindungssteg (7) aufweist, welcher die Modellhalteplatten (5, 6) miteinander verbindet, wobei am oder im Verbindungssteg (7) oder zwischen dem Verbindungssteg (7) und zumindest einer der Modellhalteplatten (5, 6) eine Schwenkachse (8) angeordnet ist, um die zumindest eine der Modellhalteplatten (5, 6) relativ zum Verbindungssteg (7) und/oder relativ zur anderen der Modellhalteplatten (5, 6) verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse (8) in ihrer Lage relativ zum Verbindungssteg (7) fix ist oder ausschließlich in zueinander parallele Positionen verstellbar ist, wobei die Halteeinrichtung (1) eine Achsenarretiervorrichtung (9) zum wieder lösbaren Arretieren der Schwenkachse (8) in zumindest einer Arretierstellung, in der die Modellhalteplatten (5, 6) relativ zum Verbindungssteg (7) und/oder...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung zum Einscannen eines Oberkiefermodells und eines Unterkiefermodells.
  • Die Anfertigung von Modellen des Oberkiefers und/oder Unterkiefers eines Patienten ist in der Zahntechnik altbekannt. Die erzeugten Ober- bzw. Unterkiefermodelle dienen der Herstellung von Zahnersatz und werden häufig in sogenannte Artikulatoren eingesetzt. In diese Artikulatoren werden die Ober- und Unterkiefermodelle so eingebaut, dass sie lagerichtig zueinander zugeordnet sind, sodass die Herstellung des Zahnersatzes patientenanalog erfolgen kann. Die Artikulatoren dienen dazu, bei der Herstellung von Zahnersatz statische und auch dynamische Parameter des Patienten nachzuahmen. Mit den Artikulatoren können die Öffnungs-, Schließ- und Kaubewegungen des Patienten nachempfunden werden, z. B. um die Funktionsweise und Passgenauigkeit des Zahnersatzes überprüfen zu können. Der lagerichtige Einbau von Ober- und Unterkiefermodellen in einen Artikulator ist beispielsweise in der DE 198 38 283 A1 beschrieben und in den 1 bis 3 dieser Schrift auch veranschaulicht.
  • Beim Stand der Technik ist es weiters bekannt, Ober- und Unterkiefermodelle einzuscannen, um dadurch digitale Datensätze zu erzeugen, welche die Formgestaltung des Unter- und/oder Oberkiefermodells wiedergeben. Auf Grundlage dieser Datensätze kann dann Zahnersatz über entsprechende computergesteuerte Fräseinrichtungen hergestellt werden. Weiters können die mittels Einscannen erzeugten Datensätze auch in einem sogenannten virtuellen Artikulator dargestellt und weiter untersucht werden. Bei einem virtuellen Artikulator handelt es sich um einen auf einem Computer simulierten und dargestellten Artikulator mit dem z. B. auf einem Bildschirm des Computers die Öffnungs-, Schließ- und Kaubewegungen ähnlich wie in einem physisch tatsächlich vorhandenen Artikulator simuliert werden können.
  • Wie auch bei den üblicherweise in den Zahnlabors verwendeten, physisch tatsächlich vorhandenen Artikulatoren ist es auch bei der digitalen Bearbeitung und Verwendung von eingescann ten Ober- und Unterkiefermodellen notwendig, diese beiden Kiefermodelle lagerichtig relativ zueinander zuordnen zu können, sodass ihre relative Lage zueinander derjenigen im Gebiss des Patienten entspricht.
  • Aus der DE 198 38 238 A1 ist es zur Erzeugung eines digitalen Datensatzes eines Oberkiefermodells und Unterkiefermodells und zu deren lagerichtiger Zuordnung zueinander bekannt, Oberkiefermodell und Unterkiefermodell zunächst getrennt voneinander mittels einer entsprechenden, beim Stand der Technik bekannten Scanneinrichtung einzuscannen. Die räumliche Zuordnung dieser beiden Datensätze bzw. digitalen Kiefermodelle zueinander erfolgt gemäß dieser Schrift dann anschließend auf Grundlage einer virtuell hinterlegten Drehachse. Dieses Verfahren ist vergleichsweise aufwendig, da die beiden Kiefermodelle zunächst unabhängig voneinander eingescannt und anschließend die dabei erzeugten Datensätze in einem weiteren Schritt noch lagemäßig richtig zueinander zugeordnet werden müssen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine vereinfachte Möglichkeit zu schaffen, digitale Datensätze zu erzeugen, die sowohl die Form des Unterkiefermodells als auch die Form des Oberkiefermodells als auch deren lagerichtige Zuordnung zueinander wiedergeben.
  • Hierzu sieht die vorliegende Erfindung eine Halteeinrichtung gemäß Anspruch 1 vor.
  • Mittels dieser erfindungsgemäßen Halteeinrichtung können Oberkiefermodell und Unterkiefermodell gleichzeitig und lagerichtig zueinander in eine handelsübliche Scanneinrichtung eingebaut werden, um dann in einem einzigen Arbeitsschritt von der Scanneinrichtung eingescannt zu werden. Im Ergebnis dessen, kann durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Halteeinrichtung ein Datensatz erzeugt werden, welcher sowohl das Oberkiefermodell als auch das Unterkiefermodell als auch die lagerichtige Zuordnung dieser beiden Kiefermodelle zueinander widerspiegelt. Entsprechend geeignete Scanneinrichtungen sind beim Stand der Technik bekannt. Z. B. ist hier der vollautomatische Scanner „Ceramil map 300” zu nennen, welcher im Handel erhältlich ist. Solche handelsüblichen Scanneinrichtungen haben üblicherweise vier Bewegungsachsen. Zur Erzeugung des digitalen Datensatzes werden die in den Scanner eingebauten Kiefermodelle mit Licht oder Elektrodenstrahlen oder mechanisch abgetastet. Die so eingemessenen Geometrien werden als digitale Datensätze abgespeichert und gegebenenfalls weiter verarbeitet. Um die räumliche Ausgestaltung des jeweiligen Kiefermodells voll erfassen zu können, haben handelsübliche Scanneinrichtungen bis zu vier Bewegungsachsen, mit denen bzw. um die das einzuscannende Objekt bzw. Modell in der Scanneinrichtung bewegt werden kann.
  • Mittels der erfindungsgemäßen Halteeinrichtung ist es nun, wie bereits erwähnt, möglich, Ober- und Unterkiefermodell lagerichtig zueinander in die Scanneinrichtung einzubauen und gemeinsam in einem einzigen Scannvorgang einzuscannen. Zur Montage von Oberkiefermodell und Unterkiefermodell weist die erfindungsgemäße Halteeinrichtung jeweils eine Modellhalteplatte auf. Die Modellhalteplatten sind über einen Verbindungssteg mechanisch miteinander verbunden. Am oder im Verbindungssteg oder zwischen dem Verbindungssteg und zumindest einer der Modellhalteplatten ist bei der erfindungsgemäßen Halteeinrichtung eine Schwenkachse angeordnet. Um diese ist zumindest eine der Modellhalteplatten relativ zum Verbindungssteg und/oder zur anderen Modellhalteplatte verschwenkbar, wobei die Schwenkachse in ihrer Lage relativ zum Verbindungssteg fix ist oder in anderen Ausgestaltungsformen vorgesehen ist, dass die Schwenkachse ausschließlich in zueinander parallelen Positionen verstellbar ist. Über diese Schwenkachse können die an den Modellhalteplatten befestigten Ober- und Unterkiefermodelle in der Halteeinrichtung genau so wie im Gebiss des Patienten zuklappen, z. B. wenn eine, wie in 1 der DE 198 38 238 A1 gezeigte Bissgabel zwischen Ober- und Unterkiefermodell entfernt wird oder eine Bearbeitung der Zähne des Ober- und/oder Unterkiefermodells ein weiteres Zuklappen der beiden Kiefermodelle erlaubt. Da für diese Bewegung eine fixe oder nur in parallele Positionen verstellbare Schwenkachse ausreicht, ist dies in dieser Form auch in erfindungsgemäßen Halteeinrichtungen vorgesehen, um einen unnötig komplizierten und aufwendigen Aufbau der Halteeinrichtung zu vermeiden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Halteeinrichtung eine Achsenarretiervorrichtung aufweist, mit der die Modellhalteplatten der Halteeinrichtung in einer einmal eingestellten Schwenkstellung arretiert werden können. Dies ist notwendig, da, wie bereits erwähnt, die Halteeinrichtung samt Ober- und Unterkiefermodell beim Scannvorgang in der Scanneinrichtung bewegt wird und während des Einscannens ein Auf- und Zuklappen von Ober- und Unterkiefermodell bzw. der Modellhalteplatten verhindert werden soll. Bei der Achsenarretiervorrichtung handelt es sich um eine wieder lösbare Achsenarretiervorrichtung, sodass die Arretierung der Schwenkachse bei Bedarf, in der Regel also nach dem Einscannvorgang, wieder gelöst werden kann, womit die Modelhalteplatten und damit auch das daran befestigte Ober- und Unterkiefermodell dann wieder relativ zueinander um die Schwenkachse verschwenkbar sind. Um sowohl das Unter- als auch das Oberkiefermodell möglichst vollständig und ohne störende Einflüsse einscannen zu können, sieht die erfindungsgemäße Halteeinrichtung weiters vor, dass der Bereich zwischen den Modellhalteplatten abgesehen von den Modellhalteplatten und abgesehen vom Verbindungssteg und abgesehen von gegebenenfalls an den Modellhalteplatten befestigten Ober- und/oder Unterkiefermodellen von außen frei zugänglich und/oder einsehbar ist. Dies bedeutet vor allem, dass keine störenden weiteren bzw. zusätzlichen Bauteile der Halteeinrichtung in diesem Bereich angeordnet sind oder diesen ver decken. So weist die erfindungsgemäße Halteeinrichtung z. B. im Gegensatz zu handelsüblichen Artikulatoren keinen Frontzahnstift auf, wie er in der DE 198 38 238 A1 in den 2 und 3 gezeigt ist, da dieser Frontzahnstift die Zugänglichkeit von Ober- und Unterkiefermodell beim Einscannvorgang stören würde. Bei dieser Maßnahme wird also sichergestellt, dass Ober- und Unterkiefermodell in dem Bereich, in dem sie eingescannt werden sollen, nicht von Bauteilen der Halteeinrichtung abgedeckt sind, was das vollständige Einscannen behindern oder gar verhindern und damit Fehler im digitalen Datenmodell erzeugen könnte. Besonders wichtig ist dabei, dass die Frontpartien von Ober- und Unterkiefermodell frei zugänglich sind.
  • Im Sinne der freien Zugänglichkeit bzw. Einsehbarkeit handelt es sich günstigerweise bei dem Verbindungssteg um die einzige Verbindung zwischen den Modellhalteplatten in allen möglichen Stellungen der Modellhalteplatten. Der Verbindungssteg ist dabei bevorzugt einstückig aufgebaut. Es sind aber auch mehrteilige Ausgestaltungen des Verbindungssteges denkbar.
  • Im Sinne einer freien Zugänglichkeit bzw. Einsehbarkeit des in die Halteeinrichtung eingebauten Ober- und Unterkiefermodells ist günstigerweise vorgesehen, dass der Verbindungssteg in einer Längsrichtung längs erstreckt ist und der Bereich zwischen den Modellhalteplatten, in einer Ebene normal zur Längsrichtung und von einer zur Längsrichtung parallelen Zentrumsachse durch das Zentrum einer der Modellhalteplatten gesehen, abgesehen von gegebenenfalls an den Modellhalteplatten befestigten Ober- und/oder Unterkiefermodellen in einem Winkelbereich von zumindest 270°, vorzugsweise von zumindest 300°, von außen frei zugänglich und/oder einsehbar ist.
  • Bei der oben genannten Schwenkachse handelt es sich günstigerweise um die einzige Schwenkachse der Halteeinrichtung. Auch diese Maßnahme sorgt für einen einfachen und damit kostengünstigen Aufbau der Halteeinrichtung. Um in ihrer Höhe verschieden große Ober- und Unterkiefermodelle in die Halteeinrichtung einbauen zu können, sehen bevorzugte Ausgestaltungsformen der Erfindung vor, dass der Verbindungssteg in seiner Länge und/oder der Abstand zwischen den Modellhalteplatten verstellbar ist. Durch diese Längenverstellung des Verbindungssteges kann dann auch die weiter oben genannte Verstellung der Schwenkachse in die zueinander parallelen Positionen erfolgen. Günstigerweise ist in diesem Zusammenhang dann eine Längenarretiervorrichtung vorgesehen, mit der der Verbindungssteg in seiner eingestellten Länge lösbar fixierbar ist. Durch das Fixieren wird verhindert, dass sich der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefermodell beim Einscannvorgang in der Scanneinrichtung verändert. Nach dem Scannen kann die Fixierung dann gelöst werden, um andere Ober- bzw. Unter kiefermodelle in die Halteeinrichtung einzubauen bzw. die Länge des Verbindungssteges und/oder den Abstand zwischen den Modellhalteplatten zu verändern.
  • Im Sinne einer möglichst freien Zugänglichkeit der Ober- und Unterkiefermodelle beim Einscannvorgang ist bevorzugt vorgesehen, dass die Achsenarretiervorrichtung und/oder die Längenarretiervorrichtung am Verbindungssteg und/oder an zumindest einer der Modellhalteplatten angeordnet ist.
  • Um den Platzbedarf in der Scanneinrichtung für die Halteeinrichtung möglichst klein zu halten, ist vorgesehen, dass die Halteeinrichtung von ihren äußeren Abmessungen her deutlich kleiner als ein Artikulator ausgebildet ist. Bevorzugte Ausgestaltungsformen sehen dabei vor, dass der Verbindungssteg in einer Längsrichtung längs erstreckt ist und die Halteeinrichtung in einer zur Längsrichtung orthogonalen Tiefenrichtung zwischen einem vom Verbindungssteg abgewandten ersten Ende einer der Modellhalteplatten und dem vom ersten Ende wiederum abgewandten zweiten Ende der Halteeinrichtung eine Tiefenerstreckung von maximal 150 mm, vorzugsweise von maximal 100 mm, aufweist. Weiters ist in diesem Sinne günstigerweise vorgesehen, dass der Verbindungssteg in einer Längsrichtung längs erstreckt ist und die Halteeinrichtung in einer zur Längsrichtung orthogonalen Tiefenrichtung zwischen einem vom Verbindungssteg abgewandten ersten Ende einer der Modellhalteplatten und dem vom ersten Ende wiederum abgewandten zweiten Ende der Halteeinrichtung erstreckt ist und in einer zur Längsrichtung und zur Tiefenrichtung jeweils orthogonalen Breitenrichtung eine maximale Breitenerstreckung kleiner 110 mm, vorzugsweise von kleiner 80 mm, aufweist.
  • Neben der Halteeinrichtung selbst bezieht sich die Erfindung auch auf eine Anordnung mit zumindest einer Scanneinrichtung und zumindest einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung. Um die Halteeinrichtung beim Einscannvorgang in der Scanneinrichtung sicher zu befestigen ist bevorzugt vorgesehen, dass die Scanneinrichtung einen bewegbaren, vorzugsweise schwenkbaren, Objektträger für ein einzuscannendes Objekt aufweist und die Halteeinrichtung, vorzugsweise mit daran befestigtem Oberkiefermodell und Unterkiefermodell, an dem Objektträger mittels einer, vorzugsweise magnetischen und/oder mechanischen, Halterbefestigungseinrichtung, vorzugsweise wieder lösbar, befestigbar oder befestigt ist.
  • Um einartikulierte, also lagerichtig zueinander in einen Artikulator eingebaute Ober- und Unterkiefermodelle ohne Verlust der Information der relativen Lage zueinander innerhalb eines Labors oder zwischen Labor und Zahnarzt von einem Artikulator in einen anderen Artikulator übertragen zu können, ist es bekannt, Artikulatoren miteinander gleichzuschalten. Von Gleichschal tung spricht man dabei, wenn die Artikulatormodellhalteplatten, an denen Ober- und Unterkiefermodell im Artikulator befestigt werden, von zumindest zwei Artikulatoren in ihrer relativen Lage zueinander exakt gleich ausgerichtet sind. Um dies zu erreichen, ist beim Stand der Technik die Verwendung von Gleichschaltungseinrichtungen bekannt, mit denen die Positionen von zwei Artikulatormodellhalteplatten in einem Artikulator exakt auf die Artikulatormodellhalteplatten eines anderen Artikulators übertragen werden können.
  • Um nun lagerichtig zueinander in einen Artikulator eingebaute Ober- und Unterkiefermodelle auch lagerichtig in eine erfindungsgemäße Halteeinrichtung einbauen zu können, sieht die Erfindung neben der Halteeinrichtung selbst auch eine Anordnung mit zumindest einem Artikulator und zumindest einer Gleichschaltungseinrichtung und zumindest einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung vor, wobei die Lage der Modellhalteplatten der Halteeinrichtung relativ zueinander mittels der Gleichschaltungseinrichtung so einstellbar und/oder fixierbar ist, wie die Lage von zwei Artikulatormodellhalteplatten relativ zueinander im Artikulator.
  • Um die Modellhalteplatten der Halteeinrichtung in der von der Gleichschaltungseinrichtung vorgegebenen Position relativ zueinander anordnen zu können, ist bei einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung wiederum günstigerweise vorgesehen, dass zumindest eine der Modellhalteplatten, vorzugsweise die Modellhalteplatte für das Unterkiefermodell, zweiteilig aufgebaut ist und ein am Verbindungssteg, gegebenenfalls schwenkbar, befestigtes Basisteil und ein am Basisteil in verschiedenen Positionen fixierbares oder fixiertes, vorzugsweise anklebbares oder angeklebtes, Zwischenteil aufweist, an dem das Ober- oder Unterkiefermodell befestigbar ist.
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale bevorzugter Ausgestaltungsformen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung. Es zeigen:
  • 1 bis 4 Darstellungen einer ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltungsform einer Halteeinrichtung;
  • 5 und 6 Darstellungen eines zweiten, vereinfachten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels;
  • 7 eine schematische Darstellung zur Anordnung einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung in einer Scanneinrichtung und
  • 8 und 9 Darstellungen zur Gleichschaltung von Artikulator und Halteeinrichtung.
  • Das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in 1 in einer Seitenansicht und in den 2 bis 4 in einer perspektivischen Darstellung abgebildet. Diese Halteeinrichtung 1 weist eine, in der in 1 gezeigten Normalstellung obere, erste Modellhalteplatte 5 sowie eine zweite, untere Modellhalteplatte 6 auf. An den Modellhalteplatten können das Oberkiefermodell 2 und das Unterkiefermodell 3, wie beispielhaft in 7 zu sehen, befestigt werden. Für diese Befestigung ist günstigerweise vorgesehen, dass jede Modellhalteplatte 5, 6 zumindest einen Teil einer, vorzugsweise magnetischen und/oder mechanischen, Modellbefestigungseinrichtung 18 zur wieder lösbaren Fixierung des Ober- bzw. Unterkiefermodells 2, 3 an der jeweiligen Modellhalteplatte 5, 6 aufweist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist bei beiden Modellhalteplatten 5 und 6 jeweils vorgesehen, dass diese magnetisch oder magnetisierbar sind, so dass die Oberkiefer- und Unterkiefermodelle über entsprechende Gegenstücke in Form der Modellträgerplatten 35 und 36 magnetisch an den Modellhalteplatten 5 und 6 befestigt werden können. Die magnetische Ausgestaltung der Modellbefestigungseinrichtung 18 hat den Vorteil, dass man zur Montage und Demontage von Ober- und Unterkiefermodell 2, 3 bzw. Modellträgerplatten 35 und 36 an den Modellhalteplatten 5 und 6 der Halteeinrichtung 1 kein Werkzeug benötigt. Über eine entsprechende Stärke des Magnetfeldes wird einerseits eine sichere Befestigung von Ober- und Unterkiefermodell 2, 3 an den beiden Modellhalteplatten 5 und 6 gewährleistet. Andererseits können diese auch ohne Werkzeug aufgesetzt und auch wieder abgenommen werden. Damit Ober- und Unterkiefermodell 2, 3 bzw. ihre Modellträgerplatten 35 und 36 nur in einer einzigen Position an der jeweiligen Modellhalteplatte 5 bzw. 6 befestigbar sind, weist jede der Modellhalteplatten günstigerweise eine Ausrichtungseinrichtung 17 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind diese Ausrichtungseinrichtungen 17 in Form einer Oberflächenstruktur der Modellhalteplatten 5 und 6 ausgebildet, welche ein Aufsetzen bzw. Befestigen von Oberkiefermodell und Unterkiefermodell 2 und 3 nur in einer einzigen, vorgegebenen Position erlaubt. In diesem Zusammenhang ist klar, dass die Ausrichtungseinrichtungen von Ihrer Art und Form her sehr unterschiedlich ausgebildet sein können. Wichtig ist letztendlich im Wesentlichen, dass sie sicherstellen, dass das Oberkiefermodell 2 bzw. das Unterkiefermodell 3 ausschließlich in einer einzigen Position an der jeweiligen Modellhalteplatte 5 bzw. 6 befestigbar ist.
  • Wie in den 1 bis 4 zu sehen ist, sind die beiden Modellhalteplatten 5 und 6 dieses Ausführungsbeispiels ausschließlich über den Verbindungssteg 7 miteinander verbunden. Dies gewährleistet, wie insbesondere in den 4 und 7 zu sehen, eine freie Zugänglichkeit bzw. Einsehbarkeit zum Oberkiefermodell 2 und Unterkiefermodell 3 von außen, wenn die Halteeinrichtung 1 zum Einscannen der beiden Kiefermodelle 2 und 3 in einer Scanneinrichtung 4 befestigt ist.
  • Im gezeigten ersten Ausführungsbeispiel gem. der 1 bis 4 weist die Halteeinrichtung 1 erfindungsgemäß eine Schwenkachse 8 auf, um die die erste Modellhalteplatte 5 gegen die zwei te Modellhalteplatte 6 bzw. den Verbindungssteg 7 in den Richtungen 29 verschwenkt werden kann. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schwenkachse 8 am bzw. im Verbindungssteg 7 angeordnet. Die Schwenkachse 8 erlaubt eine Frontabsenkung eines in die Halteeinrichtung 1 eingesetzten Oberkiefermodells 2 auf ein, ebenfalls in die Halteeinrichtung 1 eingesetztes Unterkiefermodell 3 in einer Art und Weise, wie dies auch beim Gebiss des Patienten passieren würde, wenn man eine Bissgabel zwischen den beiden Kiefermodellen herausnimmt oder die Zähne in einer Art und Weise bearbeitet, dass ein gegenüber dem vorherigen Zustand weitergehendes Aufeinanderklappen der beiden Kiefermodelle 2 und 3 möglich wird. Die Schwenkachse 8 hat daher erhebliche Bedeutung, um die Kiefermodelle 2 und 3 patientenanalog in die Scanneinrichtung 4 einbauen zu können.
  • Um ein Auf- und Zuklappen der Modellhalteplatten 5 und 6 und damit der Ober- und Unterkiefermodelle 2 und 3 in einer der Schwenkrichtungen 29 während des Scannvorgangs zu unterbinden, ist die Achsearretiervorrichtung 9 vorgesehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist diese Wiederum am Verbindungssteg 7 angeordnet. Bei der gezeigten Variante handelt es sich um eine Klemmschraube, welche im angezogenen Zustand ein Verschwenken um die Schwenkachse 8 unterbindet und im gelockerten Zustand ein Verschwenken in eine der Schwenkrichtungen 29 erlaubt.
  • Um die erste Modellhalteplatte 5 durch Schwenken um die Schwenkachse 8 langsam und in kleinen Schritten in Richtung hin zur zweiten Modellhalteplatte 6 absenken zu können, ist, wie auch hier im gezeigten Ausführungsbeispiel realisiert, günstigerweise eine Winkelstelleinrichtung 28 vorgesehen. Mit dieser ist der Schwenkwinkel der schwenkbaren Modellhalteplatte 5 um die Schwenkachse 8 in Richtung hin zur anderen Modellhalteplatte 6 somit einstellbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Winkelstelleinrichtung 28 um eine Stellschraube, welche in einem Gewinde in der ersten Modellhalteplatte 5 geführt ist und sich mit einem vorderen, hier nicht zu sehenden, Ende an einer entsprechenden Fläche des Verbindungssteges 7 abstützt. Bei dieser Ausgestaltungsform dient die Winkelstelleinrichtung 28 im Wesentlichen dem langsamen und definierten Absenken bzw. -schwenken der ersten Modellhalteplatte 5 in Richtung zweiter Modellhalteplatte 6, während bei diesem Ausführungsbeispiel in die andere Richtung bei geöffneter Achsenarretiervorrichtung 9 ein Freilauf vorhanden ist. Es sind aber auch andere Ausgestaltungsformen denkbar, bei denen die Winkelstelleinrichtung 28 in beide oder in die andere Richtung wirkt.
  • Um die Länge des Verbindungssteges 7 in seiner Längsrichtung 13 verstellen zu können, ist dieser im gezeigten Ausführungsbeispiel teleskopierbar bzw. längenverstellbar ausgeführt. Bei der dargestellten Variante befindet sich auf der Rückseite des Verbindungssteges 7 hierzu eine Längenarretiervorrichtung 12. Mit dieser kann die Länge des Verbindungssteges 7 im gewünschten Maß arretiert werden. Bei der dargestellten Variante handelt es sich wiederum um eine Feststellschraube. Durch Lösen der Längenarretiervorrichtung 12 ist ein Veränderung der Länge des Verbindungsstabes 7 bzw. ein Verstellen des Abstandes 11 der Modellhalteplatten 5 und 6 möglich. Durch ein solches Längenverstellen des Verbindungssteges 7 wird im gezeigten Ausführungsbeispiel die Schwenkachse 8 in zueinander parallele Positionen verschoben. Wie besonders gut in 2 zu sehen ist, weist der Verbindungssteg 7 eine Scala 41 auf, an der die eingestellte Länge des Verbindungssteges 7 abgelesen werden kann. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die hier gezeigte Längenarretiervorrichtung 12 auch gleichzeitig als Längenjustiervorrichtung ausgebildet sein kann, so dass man durch Betätigen der Längenarretiervorrichtung eine Verstellung der Länge des Verbindungssteges 7 herbeiführen kann. Hierzu wäre es denkbar, an entsprechender Stelle in den Verbindungssteg 7 ein Schneckengetriebe einzubauen, welches einerseits eine Verstellung der Länge des Verbindungssteges 7 in Längsrichtung 13 erlaubt und andererseits selbsthemmend ausgeführt ist, so dass, sobald man die Vorrichtung nicht mehr betätigt, die Länge des Verbindungssteges 7 arretiert ist.
  • Um den Platzbedarf und auch die bewegten Massen und damit Trägheitskräfte in der Scanneinrichtung 4 möglichst gering zu halten, sollte eine erfindungsgemäße Halteeinrichtung 1 möglichst klein gebaut sein. Günstige Varianten sehen dabei vor, dass die zwischen dem vom Verbindungssteg 7 abgewandten ersten Ende 21 und dem wiederum vom ersten Ende 21 abgewandten zweiten Ende 22 der Halteeinrichtung 1 zu messende Tiefenerstreckung 23 maximal 150 mm, vorzugsweise maximal 100 mm, beträgt. Bei der dargestellten Realisierungsform der Erfindung beträgt die Tiefenerstreckung 23, in Tiefenrichtung 20 sogar nur 92 mm. Auch die Breitenerstreckung 25 in Breitenrichtung 24 sollte möglichst gering sein. Sie beträgt günstigerweise weniger als 110 mm, besonders bevorzugt weniger als 80 mm. Tiefen- und Breitenerstreckung sind im Zweifelsfall bei parallel zueinander ausgerichteten Modellhalteplatten 5 und 6 zu bestimmen. Längsrichtung 13, Tiefenrichtung 20 und Breitenrichtung 24 bilden ein gedachtes rechtwinkliges Koordinatensystem.
  • 4 zeigt schematisch, dass, um den Scannvorgang nicht zu stören, der Bereich 10 zwischen den Modellhalteplatten 5 und 6 möglichst von weiteren Bauteilen der Halteeinrichtung freigehalten werden sollte. Im gezeigten Ausführungsbeispiel stellt der Verbindungssteg 7 daher die einzige Verbindung zwischen den beiden Modellhalteplatten 5 und 6 dar. Dieser sollte möglichst schmal ausgebildet sein. In diesem Sinne ist es günstig, wenn der Bereich 10 zwischen den Modellhalteplatten 5 und 6, wie in 4 anhand der Modellhalteplatte 6 veranschaulicht, in ei ner Ebene normal zur Längsrichtung 13 und von der zur Längsrichtung 13 parallelen Zentrumsachse 14 durch das Zentrum 15 der Modellplatte 6 aus gesehen, abgesehen von den gegebenenfalls an den Modellhalteplatten 5 und 6 befestigten Ober- und/oder Unterkiefermodellen 2 und 3 in einem Winkelbereich 16 von zumindest 270°, vorzugsweise von zumindest 300°, von außen frei zugänglich bzw. einsehbar ist. Im ersten Ausführungsbeispiel ist, bezogen auf die Zentrumsachse 13, sogar ein Winkelbereich 16 von 340° frei gehalten.
  • 5 und 6 zeigen ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel. Dieses unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel gem. der 1 bis 4 lediglich dadurch, dass der Verbindungssteg 7 nicht in seiner Länge verstellbar ist. Entsprechend können auch die Längenarretiervorrichtung 12 und die Scala 41 entfallen. Ansonsten gilt für das zweite Ausführungsbeispiel das oben zum ersten Ausführungsbeispiel Geschilderte.
  • 5 zeigt eine Stellung, bei der die obere Modellhalteplatte 5 nach oben, also von der unteren Modellhalteplatte 6 um die Schwenkachse 8 herum weggeschwenkt ist. In dieser Stellung ist auch eine nutförmige Ausnehmung 45 zu sehen, welche mit der Achsenarretiervorrichtung 9 (hier als Klemmschraube ausgebildet) zusammenwirkt. Die nutförmige Ausnehmung 45 ist in den 1 bis 4 nicht zu sehen, aber in dem ersten Ausführungsbeispiel genauso realisiert. 6 zeigt eine Stellung, in der die beiden Modellhalteplatten 5 und 6 aufeinander zugeschwenkt sind und von der Achsenarretiervorrichtung 9 in dieser Stellung auch arretiert werden können.
  • 7 zeigt stark schematisiert eine an sich bekannte Scanneinrichtung 4 mit einem nur schematisiert dargestellten Scannergehäuse 38. Innerhalb des Scannergehäuses 38 ist ein ebenfalls nur stark schematisiert dargestellter Objektträger 30 vorhanden. Die Bewegungsrichtungen 43 und 44 symbolisieren beispielhaft und stark schematisiert die Bewegungen des zu scannenden Objektes, hier des Oberkiefer- und Unterkiefermodells 2 und 3 samt Halteeinrichtung 1 beim Scannvorgang. Wie eingangs erwähnt, kann es sich hierbei um Scanneinrichtungen mit bis zu 4 Bewegungsachsen und mehr handeln. Die erfindungsgemäße Halteeinrichtung 1 sorgt nun dafür, dass das Oberkiefermodell 2 und das Unterkiefermodell 3 lagerichtig gleichzeitig in die Scanneinrichtung 4 eingebaut und mit dieser gescannt werden können, so das der durch den Scannvorgang erzeugte Datensatz sowohl die Geometrie des Oberkiefermodells 2 und des Unterkiefermodells 3 als auch die korrekte Information zur relativen Lage dieser beiden Kiefermodelle 2 und 3 zueinander beinhaltet. Hierzu sind Ober- und Unterkiefermodell 2 und 3 mittels der Modellträgerplatten 5 und 6 in der bereits erläuterten Art und Weise an den Modellhalteplatten 5 und 6 der Halteeinrichtung befestigt. Vor dem Scannvorgang wird dann die Schwenkachse 8, sowie die gegebenenfalls vorhandene Längeneinstellung des Verbindungssteges 7 arre tiert. Hierdurch wird sichergestellt, dass sich die relative Lage von Ober- und Unterkiefermodell 2 und 3 während des Scannvorgangs nicht mehr verändern kann. Zur Fixierung der Halteeinrichtung 1 samt Kiefermodellen 2 und 3 am Objektträger 30 ist eine günstigerweise magnetische und/oder mechanische Halterbefestigungseinrichtung 19 vorgesehen. Mit dieser kann die Halteeinrichtung 1, vorzugweise wieder lösbar, in oder an der Scanneinrichtung 4 bzw. am Objektträger 30 für den Scannvorgang befestigt werden. Bei der Halterbefestigungseinrichtung 19 im gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Befestigungsschraube. Es ist aber auch jede andere, insbesondere magnetische oder mechanische, entsprechend starke Befestigung zwischen Halteeinrichtung 1 und Objektträger 30 denkbar. Bei der gezeigten Variante stehen die Standfüße 40 der Halteeinrichtung 1 jedenfalls auf dem Objektträger 30 auf bzw. an. Die Halterbefestigungseinrichtung 19 ist bei der gezeigten Variante an der Modellhalteplatte 6 zur Befestigung des Unterkiefermodells 3 vorgesehen. Es sind aber auch Befestigungen an anderen Bauteilen der Halteeinrichtung 1 denkbar. Der Scannvorgang an sich ist bekannt und wird, wie bei anderen einzuscannenden Objekten, durchgeführt. In 7 ist lediglich schematisch der Scannerkopf 37 und der Scannstrahl 42 dargestellt.
  • Die Neuerung durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Halteeinrichtung 1 besteht bezüglich des Einscannverfahrens im Wesentlichen darin, dass Ober- und Unterkiefermodell 2 und 3 zunächst an den Modellhalteplatten 5 und 6 befestigt werden, dann durch verschwenken um die Schwenkachse 8 die beiden Kiefermodelle 2 und 3 in eine lagerichtige Position gebracht werden. Nach Schließen der Achsenarretiervorrichtung 9 und gegebenenfalls der vorhandenen Längenarretiervorrichtung 12 kann dann die Halteeinrichtung 1 zusammen mit Ober- und Unterkiefermodell 2 und 3 in oder an der Scanneinrichtung 4 bzw. ihrem Objektträger 30 befestigt werden, woraufhin dann der eigentliche Scannvorgang durchgeführt werden kann, mit dem Ober- und Unterkiefermodell 2 und 3 gleichzeitig und in ihrer korrekten Lage zueinander gescannt werden.
  • Anhand der 8 und 9 soll nun noch einmal die eingangs erwähnte Gleichschaltung der Halteeinrichtung 1 (siehe 9) mit einem Artikulator 31 (siehe 8) erläutert werden. Der in 8 gezeigte Artikulator ist nur ein Beispiel, an sich in vielerlei Ausgestaltungsformen bekannt und z. B. in der DE 198 38 238 A gezeigt und beschrieben. Da Zahnlabors und Zahnärzte in der Regel mehrere bzw. verschiedene Artikulatoren besitzen, ist es beim Stand der Technik bekannt, diese gleichzuschalten, damit Ober- und Unterkiefermodelle 2 und 3 aus einem Artikulator entnommen und in einfacher Art und Weise lagerichtig wieder in einen anderen Artikulator eingesetzt werden können. Hierzu ist es notwendig, dass die Artikulatormodellhalteplatten 33 und 34 für Oberkiefermodell 2 und Unterkiefermodell 3 zumindest in einer Ausgangsstellung des Frontzahnstiftes 46 in allen Artikulatoren, zwischen denen die Kiefermodelle ausgetauscht werden sollen, in ihrer relativen Lage relativ zueinander gleich ausgerichtet bzw. gleichgeschaltet sind. Dies wird beim Stand der Technik über sogenannte Gleichschaltungseinrichtungen 32 erreicht, welche dazu dienen, die relative Lage der Artikulatormodellhalteplatten 33 und 34 in einem Artikulator 31 auf einen anderen Artikulator 31 übertragen zu können bzw. mit anderen Worten die beiden Modellträgerplatten 35 und 36 in einem Artikulator 31 in der selben relativen Lage anzuordnen, wie in einem anderen Artikulator 31. Bei der Gleichschaltungseinrichtung 32 handelt es sich somit um einen Eichkörper, der die relative Lage der beiden Artikulatormodellhalteplatten 33 und 34 im Artikulator in einer eindeutigen und fixen Art und Weise vorgibt. Um ein in einen Artikulator 31 einartikuliertes, also lagerichtig eingebautes Oberkiefermodell 2 und Unterkiefermodell 3 nun auch lagerichtig in eine erfindungsgemäße Halteeinrichtung 1 um- bzw. einsetzen zu können, ist bei dieser günstigerweise vorgesehen, dass auch hier die Modellhalteplatten 5 und 6 gleichgeschaltet werden können. Dies erfolgt, wie bei den Artikulatoren 31 an sich bekannt, indem man mit Hilfe der Gleichschaltungseinrichtung 32 die obere Modellhalteplatte 5 und untere Modellhalteplatte 6 in ihrer relativen Lage entsprechend den Vorgaben der Gleichschaltungseinrichtung 32 anordnet. Um dies realisieren zu können, ist, wie in den gezeigten Ausführungsbeispielen der Halteeinrichtung 1 realisiert, günstigerweise vorgesehen, dass zumindest eine der Modellhalteplatten 5, 6, vorzugsweise die Modellhalteplatte 6 für das Unterkiefermodell 3, zweiteilig aufgebaut ist und ein am Verbindungssteg, gegebenenfalls schwenkbar, befestigtes Basisteil 26 und ein am Basisteil 26 in verschiedenen Positionen fixierbares oder fixiertes, vorzugsweise anklebbares oder angeklebtes, Zwischenteil 27 aufweist, an dem das Ober- oder Unterkiefermodell 2, 3 befestigbar ist. Mittels der Gleichschaltungseinrichtung 32, welche hier zunächst an der oberen Modellhalteplatte 5 aufgesetzt wird, kann dann die Lage des Zwischenteils 27 vorgegeben werden, woraufhin das Zwischenteil 27 in dieser Lage am Basisteil 26 fixiert wird. Dies kann eine dauerhafte Fixierung wie z. B. ein Verkleben sein. Es ist aber auch denkbar, dass über Klemmschrauben oder dergleichen die relative Lage zwischen Zwischenteil 27 und Basisteil 26 feststellbar aber auch wieder veränderbar ist.
  • 1
    Halteeinrichtung
    2
    Oberkiefermodell
    3
    Unterkiefermodell
    4
    Scanneinrichtung
    5
    erste Modellhalteplatte
    6
    zweite Modellhalteplatte
    7
    Verbindungssteg
    8
    Schwenkachse
    9
    Achsenarretiervorrichtung
    10
    Bereich
    11
    Abstand
    12
    Längenarretiervorrichtung
    13
    Längsrichtung
    14
    Zentrumsachse
    15
    Zentrum
    16
    Winkelbereich
    17
    Ausrichtungseinrichtung
    18
    Modellbefestigungseinrichtung
    19
    Halterbefestigungseinrichtung
    20
    Tiefenrichtung
    21
    erstes Ende
    22
    zweites Ende
    23
    Tiefenerstreckung
    24
    Breitenrichtung
    25
    Breitenerstreckung
    26
    Basisteil
    27
    Zwischenteil
    28
    Winkelstelleinrichtung
    29
    Schwenkrichtung
    30
    Objektträger
    31
    Artikulator
    32
    Gleichschaltungseinrichtung
    33
    Artikulatormodellhalteplatte
    34
    Artikulatormodellhalteplatte
    35
    Modellträgerplatte
    36
    Modellträgerplatte
    37
    Scannerkopf
    38
    Scannergehäuse
    40
    Standfüße
    41
    Scala
    42
    Scannstrahl
    43
    Bewegungsrichtung
    44
    Bewegungsrichtung
    45
    nutförmige Ausnehmung
    46
    Frontzahnstift
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19838283 A1 [0002]
    • - DE 19838238 A1 [0005, 0009, 0009]
    • - DE 19838238 A [0036]

Claims (15)

  1. Halteeinrichtung (1) zum Einscannen eines Oberkiefermodells (2) und eines Unterkiefermodells (3) mittels, insbesondere in, einer Scanneinrichtung (4), wobei die Halteeinrichtung (1) eine erste Modellhalteplatte (5) zum daran Befestigen des Oberkiefermodells (2) und zumindest eine zweite Modellhalteplatte (6) zum daran Befestigen des Unterkiefermodells (3) und einen Verbindungssteg (7) aufweist, welcher die Modellhalteplatten (5, 6) miteinander verbindet, wobei am oder im Verbindungssteg (7) oder zwischen dem Verbindungssteg (7) und zumindest einer der Modellhalteplatten (5, 6) eine Schwenkachse (8) angeordnet ist, um die zumindest eine der Modellhalteplatten (5, 6) relativ zum Verbindungssteg (7) und/oder relativ zur anderen der Modellhalteplatten (5, 6) verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse (8) in ihrer Lage relativ zum Verbindungssteg (7) fix ist oder ausschließlich in zueinander parallele Positionen verstellbar ist, wobei die Halteeinrichtung (1) eine Achsenarretiervorrichtung (9) zum wieder lösbaren Arretieren der Schwenkachse (8) in zumindest einer Arretierstellung, in der die Modellhalteplatten (5, 6) relativ zum Verbindungssteg (7) und/oder relativ zueinander unverschwenkbar sind, aufweist und der Bereich zwischen den Modellhalteplatten (5, 6) abgesehen von den Modellhalteplatten (5, 6) und abgesehen vom Verbindungssteg (7) und abgesehen von gegebenenfalls an den Modellhalteplatten (5, 6) befestigten Ober- und/oder Unterkiefermodellen (2, 3) von außen frei zugänglich und/oder einsehbar ist.
  2. Halteeinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (7), vorzugsweise in allen möglichen Stellungen der Modellhalteplatten (5, 6) zueinander, die einzige Verbindung zwischen den Modellhalteplatten (5, 6) ist und/oder die Schwenkachse (8) die einzige Schwenkachse der Halteeinrichtung (1) ist.
  3. Halteeinrichtung (1) nach Anspruche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (7) in seiner Länge und/oder der Abstand (11) zwischen den Modellhalteplatten (5, 6) verstellbar ist.
  4. Halteeinrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (1) eine Längenarretiervorrichtung (12) aufweist, mit der der Verbindungssteg (7) in seiner eingestellten Länge lösbar fixierbar ist.
  5. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsenarretiervorrichtung (9) und/oder die Längenarretiervorrichtung (12) am Verbindungssteg (7) und/oder an zumindest einer der Modellhalteplatten (5, 6) angeordnet ist.
  6. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (7) in einer Längsrichtung (13) längs erstreckt ist und der Bereich (10) zwischen den Modellhalteplatten (5, 6), in einer Ebene normal zur Längsrichtung (13) und von einer zur Längsrichtung (13) parallelen Zentrumsachse (14) durch das Zentrum (15) einer der Modellhalteplatten (5, 6) gesehen, abgesehen von gegebenenfalls an den Modellhalteplatten (5, 6) befestigten Ober- und/oder Unterkiefermodellen (2, 3) in einem Winkelbereich (16) von zumindest 270°, vorzugsweise von zumindest 300°, von außen frei zugänglich ist.
  7. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der, vorzugsweise alle, Modellhalteplatten (5, 6) eine Ausrichtungseinrichtung (17) aufweist (aufweisen), mittels der das Oberkiefermodell (2) bzw. das Unterkiefermodell (3) ausschließlich in einer einzigen Position an der jeweiligen Modellhalteplatte (5, 6) befestigbar ist.
  8. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Modellhalteplatte (5, 6) zumindest einen Teil einer, vorzugsweise magnetischen und/oder mechanischen, Modellbefestigungseinrichtung (18) zur wieder lösbaren Fixierung des Ober- bzw. Unterkiefermodells (2, 3) an der jeweiligen Modellhalteplatte (5, 6) aufweist.
  9. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (1), vorzugsweise die Modellhalteplatte (5, 6) zur Befestigung des Unterkiefermodells (3), zumindest einen Teil einer, vorzugsweise magnetischen und/oder mechanischen, Halterbefestigungseinrichtung (19) zur, vorzugsweise wieder lösbaren, Fixierung der Halteeinrichtung (1) in oder an der Scanneinrichtung (4) aufweist.
  10. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (7) in einer Längsrichtung (13) längs erstreckt ist und die Halteeinrichtung (1) in einer zur Längsrichtung (13) orthogonalen Tiefenrichtung (10) zwischen einem vom Verbindungssteg (7) abgewandten ersten Ende (21) einer der Modellhalteplatten (5, 6) und dem vom ersten Ende (21) wiederum abgewandten zweiten Ende (22) der Halteeinrichtung (1) eine Tiefenerstreckung (23) von maximal 150 mm, vorzugsweise von maximal 100 mm, aufweist.
  11. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (7) in einer Längsrichtung (13) längs erstreckt ist und die Halteeinrichtung (1) in einer zur Längsrichtung (13) orthogonalen Tiefenrichtung (20) zwischen einem vom Verbindungssteg (7) abgewandten ersten Ende (21) einer der Modellhalteplatten (5, 6) und einem vom ersten Ende (21) wiederum abgewandten zweiten Ende (22) des Verbindungssteges (7) erstreckt ist und in einer zur Längsrichtung (13) und zur Tiefenrichtung (20) jeweils orthogonalen Breitenrichtung (24) eine maximale Breitenerstreckung (25) kleiner 110 mm, vorzugsweise von kleiner 80 mm, aufweist.
  12. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Modellhalteplatten (5, 6), vorzugsweise die Modellhalteplatte (6) für das Unterkiefermodell (3), zweiteilig aufgebaut ist und ein am Verbindungssteg (7), gegebenenfalls schwenkbar, befestigtes Basisteil (26) und ein am Basisteil (26) in verschiedenen Positionen fixierbares oder fixiertes, vorzugsweise anklebbares oder angeklebtes, Zwischenteil (27) aufweist, an dem das Ober- oder Unterkiefermodell (2, 3) befestigbar ist.
  13. Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (1) eine Winkelstelleinrichtung (28), vorzugsweise eine Winkelstellschraube, aufweist, mit der die schwenkbare Modellhalteplatte (5, 6) um die Schwenkachse (8) in Richtung hin zur anderen Modellhalteplatte (5, 6) schwenkbar ist und/oder mit der ein Schwenkwinkel der schwenkbaren Modellplatte (5, 6) einstellbar ist.
  14. Anordnung mit zumindest einer Scanneinrichtung (4) und zumindest einer Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Scanneinrichtung (4) einen bewegbaren, vorzugsweise schwenkbaren, Objektträger (30) für ein einzuscannendes Objekt aufweist und die Halteeinrichtung (1), vorzugsweise mit daran befestigtem Oberkiefermodell (2) und Unterkiefermodell (3), an dem Objektträger (30) mittels einer, vorzugs weise magnetischen und/oder mechanischen, Halterbefestigungseinrichtung (19), vorzugsweise wieder lösbar, befestigbar oder befestigt ist.
  15. Anordnung mit zumindest einem Artikulator (31) und zumindest einer Gleichschaltungseinrichtung (32) und zumindest einer Halteeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Lage der Modellhalteplatten (5, 6) der Halteeinrichtung (1) relativ zueinander mittels der Gleichschaltungseinrichtung (32) so einstellbar und/oder fixierbar ist, wie die Lage von zwei Artikulatormodellhalteplatten (33, 34) relativ zueinander im Artikulator (31).
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