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DE202009017009U1 - Fügewerkzeug und Halteeinrichtung dafür - Google Patents

Fügewerkzeug und Halteeinrichtung dafür Download PDF

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DE202009017009U1
DE202009017009U1 DE202009017009U DE202009017009U DE202009017009U1 DE 202009017009 U1 DE202009017009 U1 DE 202009017009U1 DE 202009017009 U DE202009017009 U DE 202009017009U DE 202009017009 U DE202009017009 U DE 202009017009U DE 202009017009 U1 DE202009017009 U1 DE 202009017009U1
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Abstract

Halteeinrichtung (30) eines Fügewerkzeuges (11) zum Halten einer auf ein Werkstück (18) zu fügenden Befestigungsanordnung (16), wobei die Befestigungsanordnung (16) einen Clip (20) und einen daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse (23) erstreckenden Bolzen (22) aufweist, wobei die Halteeinrichtung (30) wenigstens einen Cliphalterfinger (52) zur Anlage an dem Clip (20) und wenigstens zwei Bolzenhalterfinger (46) zur Anlage an dem Bolzen (22) aufweist, wobei die Bolzenhalterfinger (46) gegenüber dem Cliphalterfinger (52) in Umfagsrichtung versetzt angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenhalterfinger (46) sich in Längsrichtung von einem Bolzenhaltergrundkörper (44) erstrecken und in radialer Richtung gegeneinander elastisch aufweitbar sind, so dass die Halteeinrichtung (30) zum Aufnehmen und Halten der Befestigungsanordnung (16) in Längsrichtung auf die Befestigungsanordnung (16) aufschiebbar ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges zum Halten einer auf ein Werkstück zu fügenden Befestigungsanordnung, wobei die Befestigungsanordnung einen Clip und einen daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse erstreckenden Bolzen aufweist, wobei die Halteeinrichtung wenigstens einen Cliphalterfinger zur Anlage an dem Clip und wenigstens zwei Bolzenhalterfinger zur Anlage an dem Bolzen aufweist, wobei die Bolzenhalterfinger gegenüber dem Cliphalterfinger in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sind.
  • Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Fügewerkzeug zum Fügen von Befestigungsanordnungen auf Werkstücke, wobei das Fügewerkzeug eine Halteeinrichtung aufweist.
  • Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Befestigungsanordnung mit einem Clip und einem daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse erstreckenden Bolzen, wobei der Clip einen Flanschabschnitt aufweist, der vorzugsweise an einem Bolzenflansch anliegt, und einen sich von dem Flanschabschnitt in Längsrichtung erstreckenden Hauptabschnitt aufweist, an dem eine Mehrzahl von um die Längsachse verteilt angeordneten Flügeln ausgebildet ist, wobei ein zu befestigendes flächiges Bauteil, wie ein Verkleidungsbauteil, zwischen dem Flanschabschnitt und den Flügeln festlegbar ist.
  • Befestigungsanordnungen der oben bezeichneten Art werden häufig zum Befestigen von Verkleidungen an der Unterseite einer Karosserie verwendet (so genannte UBF-Clips, ”Under-Body-Fasteners”). Dabei wird die Befestigungsanordnung mit dem Clip und dem daran vormontierten Bolzen auf das Werkstück in Form eines Karosseriebleches gefügt, insbesondere im Wege des so genannten Bolzenschweißens.
  • Während das herkömmliche Bolzenschweißen einen Prozess beinhaltet, bei dem zunächst ein Bolzen auf ein Werkstück geschweißt wird und anschließend ein Clip an dem Bolzen befestigbar ist, werden die oben angesprochenen Befestigungsanordnungen im vormontierten Zustand auf Werkstücke geschweißt.
  • Der Clip der Befestigungsanordnung weist dabei zwischen den Flügeln Radialausnehmungen auf, in die Cliphalterfinger und, in Umfangsrichtung versetzt, Bolzenhalterfinger greifen. Die Bolzenhalterfinger kontaktieren dabei den in einer Bolzenaufnahme des Clips aufgenommenen Bolzen, so dass ein elektrischer Schweißstrom von den Bolzenhalterfingern auf den Bolzen leitbar ist.
  • Die zum Halten derartiger Befestigungsanordnungen verwendeten Halteeinrichtungen weisen dabei motorisch auf und zu bewegbare Cliphalterfinger und, in Umfangsrichtung versetzt hierzu, motorisch auf und zu verfahrbare Bolzenhalterfinger auf. Diese Halteeinrichtungen werden in Verbindung mit automatischen Fügesystemen verwendet, bei denen ein Fügewerkzeug beispielsweise mittels eines Roboters geführt wird.
  • Bei den eingangs genannten Befestigungsanordnungen ist es ferner problematisch, dass die zur Verfügung stehende Kontaktfläche zwischen Bolzenhalterfinger und Bolzenschaft relativ klein ist.
  • Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges, ein verbessertes Fügewerkzeug sowie eine verbesserte Befestigungsanordnung anzugeben.
  • Die obige Aufgabe wird bei der eingangs genannten Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges dadurch gelöst, dass die Bolzenhalterfinger sich in Längsrichtung von einem Bolzenhaltergrundkörper erstrecken und in radialer Richtung gegeneinander elastisch aufweitbar sind, so dass die Halteeinrichtung zum Aufnehmen und Halten der Befestigungsanordnung in Längsrichtung auf die Befestigungsanordnung aufschiebbar ist.
  • Durch diese Maßnahme wird die Halteeinrichtung insgesamt vereinfacht. Eine Aktuatorik zum Betätigen von Bolzenhalterfingern ist nicht notwendig. Daher eignet sich die Halteeinrichtung beispielsweise auch in Verbindung mit Fügewerkzeugen in Form von Handfügepistolen. Die Halteeinrichtung lässt sich jedoch auch in Verbindung mit Fügewerkzeugen verwenden, die automatisch geführt werden, beispielsweise mittels eines Roboters.
  • Ferner wird die obige Aufgabe gelöst durch ein Fügewerkzeug mit einer derartigen Halteeinrichtung.
  • Schließlich wird die obige Aufgabe gelöst durch eine Befestigungsanordnung der eingangs genannten Art, wobei ein Schaftabschnitt eines Bolzenschaftes des Bolzens aus dem Hauptabschnitt des Clips heraus vorragt, so dass dieser vorragende Schaftabschnitt von einer Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges großflächig kontaktierbar ist.
  • Während der Schaftabschnitt des Bolzens bei Befestigungsanordnungen des Standes der Technik generell vollumfänglich und auch stirnseitig von der Bolzenaufnahme eines Hauptabschnittes des Clips umgeben ist, so dass die Kontaktierung durch Bolzenhalterfinger lediglich über kleinere radiale Kontaktierausnehmungen möglich ist, wird durch den vorragenden Schaftabschnitt ermöglicht, den Bolzen großflächig zu kontaktieren. Hierbei sinkt der elektrische Übergangswiderstand, so dass Fügeprozesse effizienter werden.
  • Generell eignen sich die erfindungsgemäße Halteeinrichtung, das erfindungsgemäße Fügewerkzeug und die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung insbesondere für Fügeprozesse, die auf dem so genannten Bolzenschweißen basieren. Alternativ ist es jedoch auch möglich, die Erfindung auf andere Fügeprozesse anzuwenden, beispielsweise auf Klebeprozesse, thermoplastische Fügeprozesse etc. Auch in diesen Fällen kann es sinnvoll bzw. notwendig sein, einen elektrischen Strom in den Bolzen zu leiten, beispielsweise um diesen zu erwärmen. Dabei kann es vorteilhaft sein, zwischen dem Bolzen und dem Clip eine thermische Isolierung vorzusehen.
  • Die Aufgabe wird somit vollkommen gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Halteeinrichtung ist es von besonderem Vorzug, wenn der wenigstens eine Cliphalterfinger sich in Längsrichtung von einem Cliphaltergrundkörper erstreckt.
  • Auch durch diese Maßnahme kann die Halteeinrichtung mechanisch vereinfacht werden.
  • Ferner ist es hierbei vorteilhaft, wenn der Cliphaltergrundkörper eine axiale Durchbrechung aufweist, durch die hindurch sich die Bolzenhalterfinger erstrecken.
  • Bei dieser Ausführungsform ist es konstruktiv auf vergleichsweise einfache Weise möglich, die Bolzenhalterfinger mit einem Abstand entsprechend einem Schaftabschnitt des Bolzens durch den Cliphaltergrundkörper hindurch zu führen.
  • Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Cliphaltergrundkörper an dem Bolzenhaltergrundkörper festgelegt ist.
  • Dies kann beispielsweise mittels eines sich radial erstreckenden Verbindungsstiftes erfolgen, der entsprechende Stiftbohrungen in dem Cliphaltergrundkörper und dem Bolzenhaltergrundkorper durchsetzt.
  • Ferner ist es bevorzugt, wenn der Cliphaltergrundkörper und der Bolzenhaltergrundkörper über entsprechende Schultern in linearer Richtung formschlüssig aneinander festgelegt sind, so dass die beim Fügeprozess auftretenden Linearkräfte vom Bolzenhaltergrundkörper über den Cliphaltergrundkörper und den Clip auf einen Bolzenflansch des Bolzens übertragbar sind.
  • Zwar ist es generell auch möglich, eine entsprechende formschlüssige Verbindung zwischen den Bolzenhalterfingern und dem Bolzen einzurichten. Die mittelbare formschlüssige Verbindung über den Cliphalter und den Clip ist jedoch zum einen mechanisch deutlich robuster zu realisieren und zudem prozesstechnisch sicherer.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Bolzenhalterfinger Teil eines Bolzenhalters, der mit einem in der Halteeinrichtung linear verschieblichen Schlittenelement starr verbunden ist.
  • Die starre Verbindung kann beispielsweise über ein Gewinde erfolgen. Das Schlittenelement ist vorzugsweise dazu ausgelegt, einen elektrischen Strom zu führen und in den Bolzenhalter zu leiten.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Clip zwei radiale Kontaktierausnehmungen auf, durch die hindurch die Bolzenhalterfinger greifen.
  • Folglich kann ein elektrischer Strom über die Bolzenhalterfinger in den Bolzen geleitet werden, beispielsweise um einen Bolzenschweißprozess durchzuführen.
  • Der Bolzenhalter ist vorzugsweise einstückig mit den Bolzenhalterfingern ausgebildet. In entsprechender Weise ist der Cliphalter einschließlich der Cliphalterfinger vorzugsweise einstückig ausgebildet. Der Bolzenhalter ist vorzugsweise aus Metall hergestellt. Der Cliphalter ist vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden Material hergestellt, beispielsweise aus Kunststoff.
  • Bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung kann eine beliebige Halteeinrichtung verwendet werden, beispielsweise eine erfindungsgemäße Halteeinrichtung. Alternativ ist es jedoch auch möglich, eine derartige Befestigungsanordnung mittels einer Halteeinrichtung des Standes der Technik zu halten. Dabei ist es möglich, die Bolzenhalterfinger so auszubilden, dass diese den Bolzenschaft großflächig kontaktieren.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombi nation, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Fügesystems mit einem erfindungsgemäßen Fügewerkzeug zum Fügen einer Befestigungsanordnung auf ein Werkstück;
  • 2 eine Explosionsansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung;
  • 3 eine Ansicht der Halteeinrichtung der 2 von unten, mit eingesetzter Befestigungsanordnung;
  • 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV der 3;
  • 5 eine Schnittansicht entlang der Linie V-V der 3;
  • 6 eine Seitenansicht einer Befestigungsanordnung, die mittels der Halteeinrichtung der 2 bis 5 gehalten werden kann;
  • 7 eine Ansicht der Befestigungsanordnung der 6 von oben;
  • 8 eine Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII der 7;
  • 9 eine perspektivische Ansicht des Cliphalters der 2 von schräg oben; und
  • 10 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung.
  • In 1 ist ein Fügesystem generell mit 10 bezeichnet. Das Fügesystem 10 ist insbesondere als Bolzenschweißsystem ausgebildet.
  • Das Fügesystem 10 beinhaltet ein Fügewerkzeug 11, das einen Fügekopf 12 aufweist, der mittels eines Roboters 14 automatisiert führbar ist.
  • Alternativ hierzu kann das Fügewerkzeug 11 auch als Handfügewerkzeug ausgebildet sein.
  • Ferner zeigt 1 eine Befestigungsanordnung 16, die mittels des Fügewerkzeuges 11 auf ein Werkstück 18, wie ein Karosserieblech, gefügt worden ist, beispielsweise im Wege des an sich bekannten Bolzenschweißverfahrens.
  • Die Befestigungsanordnung 16 beinhaltet einen Kunststoff-Clip 20 sowie einen Bolzen 22 aus einem elektrisch leitfähigen und schweißbaren Material. Der Bolzen 22 ist entlang einer Längsachse 23 ausgerichtet, die einer Fügeachse entspricht.
  • Der Bolzen 22 weist einen Bolzenflansch 24 auf, mittels dessen die Befestigungsanordnung 16 auf das Werkstück 18 gefügt ist. Ferner weist der Bolzen 22 einen Bolzenschaft 26 auf, der sich von dem Bolzenflansch 24 nach oben erstreckt. Der Clip 20 ist an dem Bolzenschaft 26 festgelegt und liegt vorzugsweise auf einer Oberseite des Bolzenflansches 24 auf.
  • Zum Zwecke der Festlegung des Clips 20 an dem Bolzen 22 kann der Bolzenschaft 26 mit einem Gewinde, wie beispielsweise einem Grobgewinde, versehen sein.
  • Der Clip 20 ist dazu ausgelegt, ein flächiges Bauteil, wie ein Verkleidungsbauteil 28, festzulegen, derart, dass dieses im Wesentlichen parallel zu dem Werkstück ausgerichtet ist.
  • Der Fügekopf 12 beinhaltet eine schematisch angedeutete Halteeinrichtung 30, die dazu ausgelegt ist, jeweils eine Befestigungsanordnung 16 während eines Fügeprozesses zu halten.
  • Ferner beinhaltet das Fügesystem 10 ein Magazin 31, an dem eine Mehrzahl von Befestigungsanordnungen 16A, 16B, 16C, ... bereitgestellt sind. Das Fügesystem 10 kann dazu ausgelegt sein, den Fügekopf 12 zu dem Magazin 31 zu verfahren, um jeweils eine neue Befestigungsanordnung aufzunehmen und anschließend auf ein Werkstück 18 zu fügen. Alternativ kann das Magazin an dem Fügekopf vorgesehen sein.
  • Der Fügeprozess erfolgt am Beispiel des Bolzenschweißens folgendermaßen. Zunächst wird eine Befestigungsanordnung 16 von der Halteeinrichtung 30 aufgenommen. Anschließend wird der Fügekopf 12 in Richtung auf das Werkstück 18 abgesenkt, bis der Bolzenflansch 24 das Werkstück 18 kontaktiert. Anschließend wird ein Pilotstrom eingeschaltet, der von dem Fügekopf 12 durch die Halteeinrichtung 30 und den Bolzen 22 in das Werkstück 18 fließt. Anschließend wird die Befestigungsanordnung 16 von dem Werkstück 18 abgehoben, und zwar entweder mittels des Fügekopfes 12 oder mittels einer in dem Fügekopf 12 vorgesehenen Linearbewegungsvorrichtung, mittels der die Halteeinrichtung 30 in linearer Richtung verfahrbar ist. Dabei wird zwischen dem Bolzenflansch 24 und dem Werkstück 18 ein Lichtbogen gezogen. Anschließend wird ein Schweißstrom eingeschaltet, so dass gegenüberliegende Flächen des Bolzenflansches 24 und des Werkstückes 18 anschmelzen. Dann wird die Befestigungsanordnung 16 wieder auf das Werkstück 18 abgesenkt, so dass die Schmelzen der angeschmolzenen Oberflächen sich vermischen. Anschließend wird der Schweißstrom abgeschaltet. Die Gesamtschmelze erstarrt, so dass der Bolzen 22 stoffschlüssig mit dem Werkstück 18 verbunden ist.
  • Die 2 bis 5 zeigen eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung 30.
  • Die Halteeinrichtung 30 beinhaltet ein Mundstück 32. Das Mundstück 32 wird bei einem Fügeprozess vorzugsweise auf das Werkstück 18 aufgesetzt, um eine definierte Auflage zu erzielen. Dies ist insbesondere bei der Verwendung in Handfügepistolen vorteilhaft.
  • Ferner weist die Halteeinrichtung 30 eine Haltehülse 34 auf, die in der Regel starr mit dem Schlittenelement 36 in dem Fügewerkzeug verbunden ist. An der Haltehülse 34 ist ein Schlittenelement 36 in Linearrichtung verschieblich gelagert. Das Schlittenelement 36 ist mittels einer Linearantriebseinheit in Linearrichtung bewegbar, beispielsweise mittels eines Elektromotors, oder mittels eines Hubmagnets oder mittels einer Federanordnung mit zugeordneter Spanneinrichtung.
  • Das Schlittenelement 36 erstreckt sich in linearer Richtung aus der Haltehülse 34 heraus und ist mit einem Bolzenhalter 38 verbunden. An dem Bolzenhalter 38 ist ein Cliphalter 40 festgelegt.
  • Genauer gesagt ist der Bolzenhalter 38 über einen Gewindeabschnitt 42 mit dem Schlittenelement 36 verbunden. Zu diesem Zweck weist der Bolzenhalter 38 einen Bolzenhaltergrundkörper 44 auf, der eine Vertiefung mit einem Innengewinde beinhaltet
  • Der Bolzenhalter 38 weist ferner zwei Bolzenhalterfinger 46 auf, die einstückig mit dem Bolzenhaltergrundkörper 44 ausgebildet sind und sich hiervon in Längsrichtung erstrecken. Dabei sind die Bolzenhalterfinger 46 auf gegenüberliegenden Seiten der Längsachse 12 angeordnet. Die Haltefinger 46 können an ihren Enden nach außen abgewinkelt sein (wie dargestellt), um am Chip 20 eine größere Anschlagfläche zu bilden.
  • In dem Bolzenhaltergrundkörper 44 ist ferner eine Radialbohrung 48 vorgesehen, die zur Verbindung mit dem Cliphalter 40 dient.
  • Der Cliphalter 40 weist einen Cliphaltergrundkörper 50 auf, von dem sich zwei Cliphalterfinger 52 erstrecken. Ferner weist der Cliphaltergrundkörper 50 eine axiale Durchbrechung 54 auf, durch die hindurch sich die Bolzenhalterfinger 46 erstrecken. Die axiale Durchbrechung 54 ist dabei als Langloch ausgebildet. Dieses ist quer zu einer Verbindungsachse der Cliphalterfinger 52 ausgerichtet. Auf diese Weise sind die Bolzenhalterfinger 46 gegenüber den Cliphalterfingern 52 in Umfangsrichtung versetzt angeordnet.
  • In dem Cliphaltergrundkörper 50 ist eine Radialbohrung 56 vorgesehen. Wenn der Bolzenhalter 38 in den Cliphalter 40 eingeführt ist, sind die Radialbohrungen 48, 56 miteinander ausgerichtet. Ein Verbindungsstift 58 durchsetzt die Radialbohrungen 48, 56, so dass der Cliphalter 40 starr an dem Bolzenhalter 38 festgelegt ist.
  • In den 6 bis 8 ist eine Befestigungsanordnung gezeigt, die mittels der Halteeinrichtung 30 der 2 bis 5 gehalten werden kann. Der Clip 20 der Befestigungsanordnung 16 weist einen Flanschabschnitt 60 auf, dessen Durchmesser deutlich größer ist als der Durchmesser des Bolzenflansches 24. Ferner weist der Clip 20 einen sich von dem Flanschabschnitt 60 in Längsrichtung nach oben erstreckenden Hauptabschnitt 62 auf. Der Bolzen 22 ist in einer nicht näher bezeichneten Bolzenaufnahme des Hauptabschnittes 62 aufgenommen, wie es insbesondere in 8 zu erkennen ist. Dabei ist der Bolzenschaft 26 vollumfänglich von dem Hauptabschnitt 62 umgeben. Auch eine Oberseite des Bolzenschaftes 26 ist durch den Hauptabschnitt 62 abgedeckt.
  • Von dem Hauptabschnitt 62 erstrecken sich eine Mehrzahl von Flügeln 64, im vorliegenden Fall vier Flügel 64. Die Flügel 64 erstrecken sich dabei von einem oberen Ende des Hauptabschnittes 62 hin zu dem Flanschabschnitt 60, und zwar derart, dass sie eine sich in Richtung hin zu dem Flanschabschnitt 60 aufweitende Konusform definieren. Ein zu befestigendes flächiges Bauteil 28 weist eine nicht näher bezeichnete Ausnehmung auf. Das Bauteil 28 wird dann auf den Clip 20 aufgeschoben, so dass die Flügel 64 die Ausnehmung in dem Bauteil 28 durchdringen. Die Flügel 64 können dabei in radialer Richtung elastisch deformierbar sein. In dem Endmontagezustand, der in 6 schematisch angedeutet ist, ist das Bauteil 28 zwischen einer Oberseite des Flanschabschnittes 60 und Unterseiten der jeweiligen Flügel 64 formschlüssig und vibrationsstabil aufgenommen.
  • Die Flügel 64 überstreichen jeweils einen Umfangswinkel von weniger als 90°. Auf diese Weise sind zwischen den Flügeln 64 jeweilige Radialausnehmungen 66 ausgebildet. Die Radialausnehmungen 66 weisen zwei gegenüberliegende erste Radialausnehmungen 66a auf. Die ersten Radialausnehmungen 66a sind dazu ausgelegt, die Cliphalterfinger 52 aufzunehmen. Die Cliphalterfinger 52 sind zu diesem Zweck zur Längsachse 23 hin etwas konisch zulaufend ausgebildet, so dass zwischen den Cliphalterfingern 52 und den Flügeln 64 ein Formschluss in Umfangsrichtung eingerichtet wird.
  • Die Radialausnehmungen beinhalten ein zweites Paar von Radialausnehmungen 66b. Der Hauptabschnitt 62 ist am radial inneren Ende der zweiten Radialausnehmungen 66b mit Kontaktierausnehmungen 68 ausgebildet. Die Kontaktierausnehmungen 68 erstrecken sich in Längsrichtung bis zum oberen Ende des Hauptabschnittes 62. Demzufolge können beim Aufschieben der Halteeinrichtung 30 auf die Befestigungsanordnung 16 die Bolzenhalterfinger 46 von oben in die Kontaktierausnehmungen 68 eingeschoben werden, derart, dass sie Außenumfangsabschnitte des Schaftabschnittes 26 elektrisch kontaktieren.
  • In 9 ist der Cliphalter 40 perspektivisch dargestellt. Man erkennt, dass der Cliphaltergrundkörper 50 einen ringförmigen Abschnitt aufweist, der von der Radialbohrung 56 durchsetzt ist. Am Boden des ringförmigen Abschnittes ist die axiale Durchbrechung 54 zum Durchführen der Bolzenhalterfinger 46 vorgesehen.
  • 10 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Befestigungsanordnung 16.
  • Die Befestigungsanordnung 16' entspricht grundsätzlich hinsichtlich Aufbau und Funktionsweise der Befestigungsanordnung 16, die in den 6 bis 8 gezeigt ist. Gleiche Elemente sind daher mit gleichen Bezugsziffern versehen. Im Folgenden werden im Wesentlichen die Unterschiede erläutert.
  • Bei der Befestigungsanordnung 16' ist eine Bolzenaufnahme zur Aufnahme des Bolzenschaftes 26' axial durchgehend ausgebildet. Ferner weist der Bolzenschaft 26 eine solche Länge auf, dass ein Abschnitt 70 des Bolzenschaftes 26' gegenüber einer Oberseite des Clips 20' vorragt.
  • Auf diese Weise ist es möglich, den vorragenden Schaftabschnitt 70 mittels geeignet ausgebildeter Bolzenhalterfinger 46 großflächig zu kontaktieren, so dass der elektrische Übergangswiderstand gering gehalten werden kann.
  • Als Halteeinrichtung zum Halten der Befestigungsanordnung 16' können daher entsprechend angepasste Halteeinrichtungen des Standes der Technik oder die Halteeinrichtung 30 der 2 bis 5 verwendet werden. Im letzteren Fall können die Bolzenhalterfinger 46 kürzer ausgebildet werden und Kontaktflächen aufweisen, die den vorragenden Schaftabschnitt 70 nahezu vollumfänglich kontaktieren. Ferner ist auch eine Kontaktierung über die Oberseite des Bolzenschaftes 26' denkbar.
  • Der vorragende Schaftabschnitt 70 kann ohne Lageorientierung in beliebiger Position entweder durch einen Greifer oder eine klemmende Aufnahme gehalten werden. Der vorragende Schaftabschnitt 70 kann zur Erhöhung einer Abzugskraft ferner mit einer Sicke oder anderen formschlüssigen Geometrien versehen werden.
  • Ferner ist es denkbar, denn Hauptabschnitt 62' des Clips 20 an der Oberseite mit einer vergrößerten Vertiefung zu versehen, so dass Bolzenhalterfinger 46 zwischen einem Innenumfang dieser Vertiefung und dem Außenumfang des Schaftabschnittes 26' eingeführt werden können. In diesem Fall ist es möglich, dass der vorragende Schaftabschnitt 70 gegenüber dem Hauptabschnitt 62' des Clips 20' derart vorragt, dass der vorragende Schaftabschnitt 70 von einem Boden einer solchen Vertiefung vorragt, gegenüber einer Oberseite des Clips 20' jedoch nicht vorsteht.

Claims (8)

  1. Halteeinrichtung (30) eines Fügewerkzeuges (11) zum Halten einer auf ein Werkstück (18) zu fügenden Befestigungsanordnung (16), wobei die Befestigungsanordnung (16) einen Clip (20) und einen daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse (23) erstreckenden Bolzen (22) aufweist, wobei die Halteeinrichtung (30) wenigstens einen Cliphalterfinger (52) zur Anlage an dem Clip (20) und wenigstens zwei Bolzenhalterfinger (46) zur Anlage an dem Bolzen (22) aufweist, wobei die Bolzenhalterfinger (46) gegenüber dem Cliphalterfinger (52) in Umfagsrichtung versetzt angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenhalterfinger (46) sich in Längsrichtung von einem Bolzenhaltergrundkörper (44) erstrecken und in radialer Richtung gegeneinander elastisch aufweitbar sind, so dass die Halteeinrichtung (30) zum Aufnehmen und Halten der Befestigungsanordnung (16) in Längsrichtung auf die Befestigungsanordnung (16) aufschiebbar ist.
  2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Cliphalterfinger (52) sich in Längsrichtung von einem Cliphaltergrundkörper (50) erstreckt.
  3. Halteeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Cliphaltergrundkörper (50) eine axiale Durchbrechung (54) aufweist, durch die hindurch sich die Bolzenhalterfinger (46) erstrecken.
  4. Halteeinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Cliphaltergrundkörper (50) an dem Bolzenhaltergrundkörper (44) festgelegt ist.
  5. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenhalterfinger (46) Teil eines Bolzenhalters (38) sind, der mit einem in der Halteeinrichtung (30) linear verschieblichen Schlittenelement (36) starr verbunden ist.
  6. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Clip (20) zwei radiale Kontaktierausnehmungen (68) aufweist, durch die hindurch die Bolzenhalterfinger (46) greifen.
  7. Fügewerkzeug (11) zum Fügen von Befestigungsanordnungen (16) auf Werkstücke (18), wobei die Befestigungsanordnungen (16) jeweils einen Clip (20) und einen daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse (23) erstreckenden Bolzen (22) aufweisen, wobei das Fügewerkzeug (11) eine Halteeinrichtung (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 aufweist.
  8. Befestigungsanordnung (16') mit einem Clip (20') und einem daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse erstreckenden Bolzen (22'), wobei der Clip (20') einen Flanschabschnitt (60') und einen sich von dem Flanschabschnitt (60') in Längsrichtung erstreckenden Hauptabschnitt (62') aufweist, an dem eine Mehrzahl von um die Längsachse verteilt angeordneten Flügeln (64') ausgebildet ist, wobei ein zu befestigendes flächiges Bauteil (28) zwischen dem Flanschabschnitt (60') und den Flügeln (64') festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaftabschnitt (70) eines Bolzenschaftes (26') des Bolzens (22') aus dem Hauptabschnitt (62') des Clips (20') heraus vorragt, so dass dieser vorragende Schaftabschnitt (70) von einer Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges großflächig kontaktierbar ist.
DE202009017009U 2009-12-16 2009-12-16 Fügewerkzeug und Halteeinrichtung dafür Expired - Lifetime DE202009017009U1 (de)

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EP10192420.7A EP2335858A3 (de) 2009-12-16 2010-11-24 Verbindungswerkzeug und Haltevorrichtung dafür

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