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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges
zum Halten einer auf ein Werkstück
zu fügenden
Befestigungsanordnung, wobei die Befestigungsanordnung einen Clip und
einen daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse
erstreckenden Bolzen aufweist, wobei die Halteeinrichtung wenigstens
einen Cliphalterfinger zur Anlage an dem Clip und wenigstens zwei
Bolzenhalterfinger zur Anlage an dem Bolzen aufweist, wobei die
Bolzenhalterfinger gegenüber
dem Cliphalterfinger in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sind.
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Ferner
betrifft die vorliegende Erfindung ein Fügewerkzeug zum Fügen von
Befestigungsanordnungen auf Werkstücke, wobei das Fügewerkzeug eine
Halteeinrichtung aufweist.
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Schließlich betrifft
die vorliegende Erfindung eine Befestigungsanordnung mit einem Clip
und einem daran vormontierten und sich entlang einer Längsachse
erstreckenden Bolzen, wobei der Clip einen Flanschabschnitt aufweist,
der vorzugsweise an einem Bolzenflansch anliegt, und einen sich
von dem Flanschabschnitt in Längsrichtung
erstreckenden Hauptabschnitt aufweist, an dem eine Mehrzahl von um
die Längsachse
verteilt angeordneten Flügeln ausgebildet
ist, wobei ein zu befestigendes flächiges Bauteil, wie ein Verkleidungsbauteil,
zwischen dem Flanschabschnitt und den Flügeln festlegbar ist.
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Befestigungsanordnungen
der oben bezeichneten Art werden häufig zum Befestigen von Verkleidungen
an der Unterseite einer Karosserie verwendet (so genannte UBF-Clips, ”Under-Body-Fasteners”). Dabei
wird die Befestigungsanordnung mit dem Clip und dem daran vormontierten
Bolzen auf das Werkstück
in Form eines Karosseriebleches gefügt, insbesondere im Wege des
so genannten Bolzenschweißens.
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Während das
herkömmliche
Bolzenschweißen
einen Prozess beinhaltet, bei dem zunächst ein Bolzen auf ein Werkstück geschweißt wird
und anschließend
ein Clip an dem Bolzen befestigbar ist, werden die oben angesprochenen
Befestigungsanordnungen im vormontierten Zustand auf Werkstücke geschweißt.
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Der
Clip der Befestigungsanordnung weist dabei zwischen den Flügeln Radialausnehmungen auf,
in die Cliphalterfinger und, in Umfangsrichtung versetzt, Bolzenhalterfinger
greifen. Die Bolzenhalterfinger kontaktieren dabei den in einer
Bolzenaufnahme des Clips aufgenommenen Bolzen, so dass ein elektrischer
Schweißstrom
von den Bolzenhalterfingern auf den Bolzen leitbar ist.
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Die
zum Halten derartiger Befestigungsanordnungen verwendeten Halteeinrichtungen
weisen dabei motorisch auf und zu bewegbare Cliphalterfinger und,
in Umfangsrichtung versetzt hierzu, motorisch auf und zu verfahrbare
Bolzenhalterfinger auf. Diese Halteeinrichtungen werden in Verbindung
mit automatischen Fügesystemen
verwendet, bei denen ein Fügewerkzeug
beispielsweise mittels eines Roboters geführt wird.
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Bei
den eingangs genannten Befestigungsanordnungen ist es ferner problematisch,
dass die zur Verfügung
stehende Kontaktfläche
zwischen Bolzenhalterfinger und Bolzenschaft relativ klein ist.
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Vor
diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte
Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges,
ein verbessertes Fügewerkzeug
sowie eine verbesserte Befestigungsanordnung anzugeben.
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Die
obige Aufgabe wird bei der eingangs genannten Halteeinrichtung eines
Fügewerkzeuges
dadurch gelöst,
dass die Bolzenhalterfinger sich in Längsrichtung von einem Bolzenhaltergrundkörper erstrecken
und in radialer Richtung gegeneinander elastisch aufweitbar sind,
so dass die Halteeinrichtung zum Aufnehmen und Halten der Befestigungsanordnung
in Längsrichtung
auf die Befestigungsanordnung aufschiebbar ist.
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Durch
diese Maßnahme
wird die Halteeinrichtung insgesamt vereinfacht. Eine Aktuatorik
zum Betätigen
von Bolzenhalterfingern ist nicht notwendig. Daher eignet sich die
Halteeinrichtung beispielsweise auch in Verbindung mit Fügewerkzeugen
in Form von Handfügepistolen.
Die Halteeinrichtung lässt
sich jedoch auch in Verbindung mit Fügewerkzeugen verwenden, die
automatisch geführt
werden, beispielsweise mittels eines Roboters.
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Ferner
wird die obige Aufgabe gelöst
durch ein Fügewerkzeug
mit einer derartigen Halteeinrichtung.
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Schließlich wird
die obige Aufgabe gelöst durch
eine Befestigungsanordnung der eingangs genannten Art, wobei ein
Schaftabschnitt eines Bolzenschaftes des Bolzens aus dem Hauptabschnitt
des Clips heraus vorragt, so dass dieser vorragende Schaftabschnitt
von einer Halteeinrichtung eines Fügewerkzeuges großflächig kontaktierbar
ist.
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Während der
Schaftabschnitt des Bolzens bei Befestigungsanordnungen des Standes
der Technik generell vollumfänglich
und auch stirnseitig von der Bolzenaufnahme eines Hauptabschnittes
des Clips umgeben ist, so dass die Kontaktierung durch Bolzenhalterfinger
lediglich über
kleinere radiale Kontaktierausnehmungen möglich ist, wird durch den vorragenden
Schaftabschnitt ermöglicht,
den Bolzen großflächig zu
kontaktieren. Hierbei sinkt der elektrische Übergangswiderstand, so dass
Fügeprozesse effizienter
werden.
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Generell
eignen sich die erfindungsgemäße Halteeinrichtung,
das erfindungsgemäße Fügewerkzeug
und die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung
insbesondere für
Fügeprozesse,
die auf dem so genannten Bolzenschweißen basieren. Alternativ ist es
jedoch auch möglich,
die Erfindung auf andere Fügeprozesse
anzuwenden, beispielsweise auf Klebeprozesse, thermoplastische Fügeprozesse
etc. Auch in diesen Fällen
kann es sinnvoll bzw. notwendig sein, einen elektrischen Strom in
den Bolzen zu leiten, beispielsweise um diesen zu erwärmen. Dabei kann
es vorteilhaft sein, zwischen dem Bolzen und dem Clip eine thermische
Isolierung vorzusehen.
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Die
Aufgabe wird somit vollkommen gelöst.
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Bei
der erfindungsgemäßen Halteeinrichtung ist
es von besonderem Vorzug, wenn der wenigstens eine Cliphalterfinger
sich in Längsrichtung
von einem Cliphaltergrundkörper
erstreckt.
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Auch
durch diese Maßnahme
kann die Halteeinrichtung mechanisch vereinfacht werden.
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Ferner
ist es hierbei vorteilhaft, wenn der Cliphaltergrundkörper eine
axiale Durchbrechung aufweist, durch die hindurch sich die Bolzenhalterfinger erstrecken.
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Bei
dieser Ausführungsform
ist es konstruktiv auf vergleichsweise einfache Weise möglich, die Bolzenhalterfinger
mit einem Abstand entsprechend einem Schaftabschnitt des Bolzens
durch den Cliphaltergrundkörper
hindurch zu führen.
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Ferner
ist es vorteilhaft, wenn der Cliphaltergrundkörper an dem Bolzenhaltergrundkörper festgelegt
ist.
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Dies
kann beispielsweise mittels eines sich radial erstreckenden Verbindungsstiftes
erfolgen, der entsprechende Stiftbohrungen in dem Cliphaltergrundkörper und
dem Bolzenhaltergrundkorper durchsetzt.
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Ferner
ist es bevorzugt, wenn der Cliphaltergrundkörper und der Bolzenhaltergrundkörper über entsprechende
Schultern in linearer Richtung formschlüssig aneinander festgelegt
sind, so dass die beim Fügeprozess
auftretenden Linearkräfte
vom Bolzenhaltergrundkörper über den
Cliphaltergrundkörper
und den Clip auf einen Bolzenflansch des Bolzens übertragbar
sind.
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Zwar
ist es generell auch möglich,
eine entsprechende formschlüssige
Verbindung zwischen den Bolzenhalterfingern und dem Bolzen einzurichten.
Die mittelbare formschlüssige
Verbindung über den
Cliphalter und den Clip ist jedoch zum einen mechanisch deutlich
robuster zu realisieren und zudem prozesstechnisch sicherer.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die Bolzenhalterfinger Teil eines Bolzenhalters, der mit einem
in der Halteeinrichtung linear verschieblichen Schlittenelement
starr verbunden ist.
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Die
starre Verbindung kann beispielsweise über ein Gewinde erfolgen. Das
Schlittenelement ist vorzugsweise dazu ausgelegt, einen elektrischen Strom
zu führen
und in den Bolzenhalter zu leiten.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
weist der Clip zwei radiale Kontaktierausnehmungen auf, durch die
hindurch die Bolzenhalterfinger greifen.
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Folglich
kann ein elektrischer Strom über
die Bolzenhalterfinger in den Bolzen geleitet werden, beispielsweise
um einen Bolzenschweißprozess durchzuführen.
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Der
Bolzenhalter ist vorzugsweise einstückig mit den Bolzenhalterfingern
ausgebildet. In entsprechender Weise ist der Cliphalter einschließlich der Cliphalterfinger
vorzugsweise einstückig
ausgebildet. Der Bolzenhalter ist vorzugsweise aus Metall hergestellt.
Der Cliphalter ist vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden
Material hergestellt, beispielsweise aus Kunststoff.
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Bei
der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
kann eine beliebige Halteeinrichtung verwendet werden, beispielsweise
eine erfindungsgemäße Halteeinrichtung.
Alternativ ist es jedoch auch möglich,
eine derartige Befestigungsanordnung mittels einer Halteeinrichtung
des Standes der Technik zu halten. Dabei ist es möglich, die
Bolzenhalterfinger so auszubilden, dass diese den Bolzenschaft großflächig kontaktieren.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombi nation, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Fügesystems
mit einem erfindungsgemäßen Fügewerkzeug
zum Fügen
einer Befestigungsanordnung auf ein Werkstück;
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2 eine
Explosionsansicht einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung;
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3 eine
Ansicht der Halteeinrichtung der 2 von unten,
mit eingesetzter Befestigungsanordnung;
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4 eine
Schnittansicht entlang der Linie IV-IV der 3;
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5 eine
Schnittansicht entlang der Linie V-V der 3;
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6 eine
Seitenansicht einer Befestigungsanordnung, die mittels der Halteeinrichtung
der 2 bis 5 gehalten werden kann;
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7 eine
Ansicht der Befestigungsanordnung der 6 von oben;
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8 eine
Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII der 7;
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9 eine
perspektivische Ansicht des Cliphalters der 2 von schräg oben;
und
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10 eine
schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung.
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In 1 ist
ein Fügesystem
generell mit 10 bezeichnet. Das Fügesystem 10 ist insbesondere
als Bolzenschweißsystem
ausgebildet.
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Das
Fügesystem 10 beinhaltet
ein Fügewerkzeug 11,
das einen Fügekopf 12 aufweist,
der mittels eines Roboters 14 automatisiert führbar ist.
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Alternativ
hierzu kann das Fügewerkzeug 11 auch
als Handfügewerkzeug
ausgebildet sein.
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Ferner
zeigt 1 eine Befestigungsanordnung 16, die
mittels des Fügewerkzeuges 11 auf
ein Werkstück 18,
wie ein Karosserieblech, gefügt
worden ist, beispielsweise im Wege des an sich bekannten Bolzenschweißverfahrens.
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Die
Befestigungsanordnung 16 beinhaltet einen Kunststoff-Clip 20 sowie
einen Bolzen 22 aus einem elektrisch leitfähigen und
schweißbaren
Material. Der Bolzen 22 ist entlang einer Längsachse 23 ausgerichtet,
die einer Fügeachse
entspricht.
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Der
Bolzen 22 weist einen Bolzenflansch 24 auf, mittels
dessen die Befestigungsanordnung 16 auf das Werkstück 18 gefügt ist.
Ferner weist der Bolzen 22 einen Bolzenschaft 26 auf,
der sich von dem Bolzenflansch 24 nach oben erstreckt.
Der Clip 20 ist an dem Bolzenschaft 26 festgelegt
und liegt vorzugsweise auf einer Oberseite des Bolzenflansches 24 auf.
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Zum
Zwecke der Festlegung des Clips 20 an dem Bolzen 22 kann
der Bolzenschaft 26 mit einem Gewinde, wie beispielsweise
einem Grobgewinde, versehen sein.
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Der
Clip 20 ist dazu ausgelegt, ein flächiges Bauteil, wie ein Verkleidungsbauteil 28,
festzulegen, derart, dass dieses im Wesentlichen parallel zu dem Werkstück ausgerichtet
ist.
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Der
Fügekopf 12 beinhaltet
eine schematisch angedeutete Halteeinrichtung 30, die dazu
ausgelegt ist, jeweils eine Befestigungsanordnung 16 während eines
Fügeprozesses
zu halten.
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Ferner
beinhaltet das Fügesystem 10 ein Magazin 31,
an dem eine Mehrzahl von Befestigungsanordnungen 16A, 16B, 16C,
... bereitgestellt sind. Das Fügesystem 10 kann
dazu ausgelegt sein, den Fügekopf 12 zu
dem Magazin 31 zu verfahren, um jeweils eine neue Befestigungsanordnung
aufzunehmen und anschließend
auf ein Werkstück 18 zu fügen. Alternativ
kann das Magazin an dem Fügekopf vorgesehen
sein.
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Der
Fügeprozess
erfolgt am Beispiel des Bolzenschweißens folgendermaßen. Zunächst wird eine
Befestigungsanordnung 16 von der Halteeinrichtung 30 aufgenommen.
Anschließend
wird der Fügekopf 12 in
Richtung auf das Werkstück 18 abgesenkt,
bis der Bolzenflansch 24 das Werkstück 18 kontaktiert.
Anschließend
wird ein Pilotstrom eingeschaltet, der von dem Fügekopf 12 durch die
Halteeinrichtung 30 und den Bolzen 22 in das Werkstück 18 fließt. Anschließend wird
die Befestigungsanordnung 16 von dem Werkstück 18 abgehoben,
und zwar entweder mittels des Fügekopfes 12 oder
mittels einer in dem Fügekopf 12 vorgesehenen
Linearbewegungsvorrichtung, mittels der die Halteeinrichtung 30 in
linearer Richtung verfahrbar ist. Dabei wird zwischen dem Bolzenflansch 24 und
dem Werkstück 18 ein
Lichtbogen gezogen. Anschließend
wird ein Schweißstrom
eingeschaltet, so dass gegenüberliegende
Flächen
des Bolzenflansches 24 und des Werkstückes 18 anschmelzen.
Dann wird die Befestigungsanordnung 16 wieder auf das Werkstück 18 abgesenkt,
so dass die Schmelzen der angeschmolzenen Oberflächen sich vermischen. Anschließend wird
der Schweißstrom
abgeschaltet. Die Gesamtschmelze erstarrt, so dass der Bolzen 22 stoffschlüssig mit
dem Werkstück 18 verbunden
ist.
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Die 2 bis 5 zeigen
eine Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Halteeinrichtung 30.
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Die
Halteeinrichtung 30 beinhaltet ein Mundstück 32.
Das Mundstück 32 wird
bei einem Fügeprozess
vorzugsweise auf das Werkstück 18 aufgesetzt, um
eine definierte Auflage zu erzielen. Dies ist insbesondere bei der
Verwendung in Handfügepistolen vorteilhaft.
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Ferner
weist die Halteeinrichtung 30 eine Haltehülse 34 auf,
die in der Regel starr mit dem Schlittenelement 36 in dem
Fügewerkzeug
verbunden ist. An der Haltehülse 34 ist
ein Schlittenelement 36 in Linearrichtung verschieblich
gelagert. Das Schlittenelement 36 ist mittels einer Linearantriebseinheit
in Linearrichtung bewegbar, beispielsweise mittels eines Elektromotors,
oder mittels eines Hubmagnets oder mittels einer Federanordnung
mit zugeordneter Spanneinrichtung.
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Das
Schlittenelement 36 erstreckt sich in linearer Richtung
aus der Haltehülse 34 heraus
und ist mit einem Bolzenhalter 38 verbunden. An dem Bolzenhalter 38 ist
ein Cliphalter 40 festgelegt.
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Genauer
gesagt ist der Bolzenhalter 38 über einen Gewindeabschnitt 42 mit
dem Schlittenelement 36 verbunden. Zu diesem Zweck weist
der Bolzenhalter 38 einen Bolzenhaltergrundkörper 44 auf,
der eine Vertiefung mit einem Innengewinde beinhaltet
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Der
Bolzenhalter 38 weist ferner zwei Bolzenhalterfinger 46 auf,
die einstückig
mit dem Bolzenhaltergrundkörper 44 ausgebildet
sind und sich hiervon in Längsrichtung
erstrecken. Dabei sind die Bolzenhalterfinger 46 auf gegenüberliegenden
Seiten der Längsachse 12 angeordnet.
Die Haltefinger 46 können
an ihren Enden nach außen
abgewinkelt sein (wie dargestellt), um am Chip 20 eine
größere Anschlagfläche zu bilden.
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In
dem Bolzenhaltergrundkörper 44 ist
ferner eine Radialbohrung 48 vorgesehen, die zur Verbindung
mit dem Cliphalter 40 dient.
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Der
Cliphalter 40 weist einen Cliphaltergrundkörper 50 auf,
von dem sich zwei Cliphalterfinger 52 erstrecken. Ferner
weist der Cliphaltergrundkörper 50 eine
axiale Durchbrechung 54 auf, durch die hindurch sich die
Bolzenhalterfinger 46 erstrecken. Die axiale Durchbrechung 54 ist
dabei als Langloch ausgebildet. Dieses ist quer zu einer Verbindungsachse
der Cliphalterfinger 52 ausgerichtet. Auf diese Weise sind
die Bolzenhalterfinger 46 gegenüber den Cliphalterfingern 52 in
Umfangsrichtung versetzt angeordnet.
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In
dem Cliphaltergrundkörper 50 ist
eine Radialbohrung 56 vorgesehen. Wenn der Bolzenhalter 38 in
den Cliphalter 40 eingeführt ist, sind die Radialbohrungen 48, 56 miteinander
ausgerichtet. Ein Verbindungsstift 58 durchsetzt die Radialbohrungen 48, 56,
so dass der Cliphalter 40 starr an dem Bolzenhalter 38 festgelegt
ist.
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In
den 6 bis 8 ist eine Befestigungsanordnung
gezeigt, die mittels der Halteeinrichtung 30 der 2 bis 5 gehalten
werden kann. Der Clip 20 der Befestigungsanordnung 16 weist
einen Flanschabschnitt 60 auf, dessen Durchmesser deutlich
größer ist
als der Durchmesser des Bolzenflansches 24. Ferner weist
der Clip 20 einen sich von dem Flanschabschnitt 60 in
Längsrichtung
nach oben erstreckenden Hauptabschnitt 62 auf. Der Bolzen 22 ist
in einer nicht näher
bezeichneten Bolzenaufnahme des Hauptabschnittes 62 aufgenommen, wie
es insbesondere in 8 zu erkennen ist. Dabei ist
der Bolzenschaft 26 vollumfänglich von dem Hauptabschnitt 62 umgeben.
Auch eine Oberseite des Bolzenschaftes 26 ist durch den
Hauptabschnitt 62 abgedeckt.
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Von
dem Hauptabschnitt 62 erstrecken sich eine Mehrzahl von
Flügeln 64,
im vorliegenden Fall vier Flügel 64.
Die Flügel 64 erstrecken
sich dabei von einem oberen Ende des Hauptabschnittes 62 hin zu
dem Flanschabschnitt 60, und zwar derart, dass sie eine
sich in Richtung hin zu dem Flanschabschnitt 60 aufweitende
Konusform definieren. Ein zu befestigendes flächiges Bauteil 28 weist
eine nicht näher bezeichnete
Ausnehmung auf. Das Bauteil 28 wird dann auf den Clip 20 aufgeschoben,
so dass die Flügel 64 die
Ausnehmung in dem Bauteil 28 durchdringen. Die Flügel 64 können dabei
in radialer Richtung elastisch deformierbar sein. In dem Endmontagezustand,
der in 6 schematisch angedeutet ist, ist das Bauteil 28 zwischen
einer Oberseite des Flanschabschnittes 60 und Unterseiten
der jeweiligen Flügel 64 formschlüssig und
vibrationsstabil aufgenommen.
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Die
Flügel 64 überstreichen
jeweils einen Umfangswinkel von weniger als 90°. Auf diese Weise sind zwischen
den Flügeln 64 jeweilige
Radialausnehmungen 66 ausgebildet. Die Radialausnehmungen 66 weisen
zwei gegenüberliegende
erste Radialausnehmungen 66a auf. Die ersten Radialausnehmungen 66a sind
dazu ausgelegt, die Cliphalterfinger 52 aufzunehmen. Die
Cliphalterfinger 52 sind zu diesem Zweck zur Längsachse 23 hin
etwas konisch zulaufend ausgebildet, so dass zwischen den Cliphalterfingern 52 und
den Flügeln 64 ein
Formschluss in Umfangsrichtung eingerichtet wird.
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Die
Radialausnehmungen beinhalten ein zweites Paar von Radialausnehmungen 66b.
Der Hauptabschnitt 62 ist am radial inneren Ende der zweiten
Radialausnehmungen 66b mit Kontaktierausnehmungen 68 ausgebildet.
Die Kontaktierausnehmungen 68 erstrecken sich in Längsrichtung
bis zum oberen Ende des Hauptabschnittes 62. Demzufolge
können
beim Aufschieben der Halteeinrichtung 30 auf die Befestigungsanordnung 16 die
Bolzenhalterfinger 46 von oben in die Kontaktierausnehmungen 68 eingeschoben
werden, derart, dass sie Außenumfangsabschnitte
des Schaftabschnittes 26 elektrisch kontaktieren.
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In 9 ist
der Cliphalter 40 perspektivisch dargestellt. Man erkennt,
dass der Cliphaltergrundkörper 50 einen
ringförmigen
Abschnitt aufweist, der von der Radialbohrung 56 durchsetzt
ist. Am Boden des ringförmigen
Abschnittes ist die axiale Durchbrechung 54 zum Durchführen der
Bolzenhalterfinger 46 vorgesehen.
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10 zeigt
eine erfindungsgemäße Ausführungsform
einer Befestigungsanordnung 16.
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Die
Befestigungsanordnung 16' entspricht grundsätzlich hinsichtlich
Aufbau und Funktionsweise der Befestigungsanordnung 16,
die in den 6 bis 8 gezeigt
ist. Gleiche Elemente sind daher mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Im Folgenden werden im Wesentlichen die Unterschiede erläutert.
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Bei
der Befestigungsanordnung 16' ist
eine Bolzenaufnahme zur Aufnahme des Bolzenschaftes 26' axial durchgehend
ausgebildet. Ferner weist der Bolzenschaft 26 eine solche
Länge auf,
dass ein Abschnitt 70 des Bolzenschaftes 26' gegenüber einer Oberseite
des Clips 20' vorragt.
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Auf
diese Weise ist es möglich,
den vorragenden Schaftabschnitt 70 mittels geeignet ausgebildeter
Bolzenhalterfinger 46 großflächig zu kontaktieren, so dass
der elektrische Übergangswiderstand gering
gehalten werden kann.
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Als
Halteeinrichtung zum Halten der Befestigungsanordnung 16' können daher
entsprechend angepasste Halteeinrichtungen des Standes der Technik
oder die Halteeinrichtung 30 der 2 bis 5 verwendet
werden. Im letzteren Fall können
die Bolzenhalterfinger 46 kürzer ausgebildet werden und Kontaktflächen aufweisen,
die den vorragenden Schaftabschnitt 70 nahezu vollumfänglich kontaktieren.
Ferner ist auch eine Kontaktierung über die Oberseite des Bolzenschaftes 26' denkbar.
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Der
vorragende Schaftabschnitt 70 kann ohne Lageorientierung
in beliebiger Position entweder durch einen Greifer oder eine klemmende
Aufnahme gehalten werden. Der vorragende Schaftabschnitt 70 kann
zur Erhöhung
einer Abzugskraft ferner mit einer Sicke oder anderen formschlüssigen Geometrien
versehen werden.
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Ferner
ist es denkbar, denn Hauptabschnitt 62' des Clips 20 an der Oberseite
mit einer vergrößerten Vertiefung
zu versehen, so dass Bolzenhalterfinger 46 zwischen einem
Innenumfang dieser Vertiefung und dem Außenumfang des Schaftabschnittes 26' eingeführt werden
können.
In diesem Fall ist es möglich,
dass der vorragende Schaftabschnitt 70 gegenüber dem
Hauptabschnitt 62' des
Clips 20' derart vorragt,
dass der vorragende Schaftabschnitt 70 von einem Boden
einer solchen Vertiefung vorragt, gegenüber einer Oberseite des Clips 20' jedoch nicht vorsteht.