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DE202009003093U1 - Heizungsanlage und Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums - Google Patents

Heizungsanlage und Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums Download PDF

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DE202009003093U1
DE202009003093U1 DE202009003093U DE202009003093U DE202009003093U1 DE 202009003093 U1 DE202009003093 U1 DE 202009003093U1 DE 202009003093 U DE202009003093 U DE 202009003093U DE 202009003093 U DE202009003093 U DE 202009003093U DE 202009003093 U1 DE202009003093 U1 DE 202009003093U1
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Abstract

Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums auf mehrere einzeln absperrbare Heizkreise einer Heizungsanlage, mit einer Vorlaufleitung (12) und einer Rücklaufleitung (30), von denen mehrere Heizkreise (20) abzweigen, gekennzeichnet durch eine Messeinrichtung (28) zur Bestimmung des Volumenstroms in der Vorlaufleitung (12) oder der Rücklaufleitung (30).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums auf mehrere einzeln absperrbare Heizkreise einer Heizungsanlage, mit einer Vorlaufleitung und einer Rücklaufleitung, von denen mehrere Heizkreise abzweigen. Weiter betrifft die Erfindung eine Heizungsanlage zum Beheizen von Gebäuden, mit mindestens einer Pumpe zum Fördern eines Heizmediums, mehreren einzeln absperrbaren Heizkreisen und mit einer derartigen Vorrichtung zum Verteilen des Heizmediums auf die Heizkreise.
  • Als Beispiel kann eine Heizungsanlage für ein Wohngebäude betrachtet werden, bei der jeder Heizkreis Radiatoren und/oder Fußbodenheizungen zur Beheizung eines einzelnen Raumes enthält. Die einzelnen Heizkreise können beispielsweise absperrbar sein durch ihnen jeweils zugeordnete Raumthermostate oder Rücklauftemperaturfühler. Beispielsweise kann bei einem Heizkreis mit einer Fußbodenheizung gemäß DE 196 50 892 C2 eine Absperrung eines Heizkreises durch ein Raumthermostatventil und ein Rücklauftemperaturbegrenzerventil im Rücklauf eines jeweiligen Heizkreises vorgesehen sein. Die Heizkreise können alternativ oder zusätzlich von Hand betätigbare Sperrventile aufweisen.
  • Die Pumpe sollte so eingestellt oder geregelt werden, daß die Durchflußmenge gerade eben ausreicht, den aktuellen Wärmebedarf in den verschiedenen Heizkreisen zu decken. Da die Heizkreise im allgemeinen unterschiedliche Längen und Querschnitte und damit auch unterschiedliche Durchflußwiderstände haben werden, erhält man ohne weitere Gegenmaßnahmen unterschiedliche Durchflußmengen und unterschiedliche Wärmeabgabemengen für die verschiedenen Heizkreise, und die Gesamt-Förderleistung der Pumpe muß folglich so groß sein, daß auch in dem Heizkreis mit der geringsten Durchflußmenge noch der Wärmebedarf gedeckt werden kann. Im Sinne eines möglichst energiesparenden Betriebs der Heizungsanlage ist es deshalb wünschenswert, die Durchflußmengen in den verschiedenen Heizkreisen möglichst genau aufeinander abzustimmen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Heizungsanlage zu schaffen, die eine einfache und genaue Einstellung der Durchflußmengen in den verschiedene Heizkreisen ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums auf mehrere einzeln absperrbare Heizkreise einer Heizungsanlage der oben genannten Art gelöst, die eine Meßeinrichtung zur Bestimmung des Volumenstroms in der Vorlaufleitung oder der Rücklaufleitung aufweist. D. h., die Meßeinrichtung ist dazu eingerichtet, den Volumenstrom in der gemeinsamen Vorlaufleitung oder der gemeinsamen Rücklaufleitung der Heizkreise zu bestimmen, also den gemeinsamen Volumenstrom der Heizkreise.
  • In einer Heizungsanlage der oben genannten Art, die die erfindungsgemäße Vorrichtung aufweist, kann eine genaue Abstimmung der Durchflußmengen der verschiedenen Heizkreise beispielsweise durch Einstellung eines Stellventils im jeweils einzustellenden Heizkreis erfolgen, indem sämtliche übrigen Heizkreise abgesperrt werden, so daß die Meßeinrichtung gerade den Volumenstrom durch den einzelnen, nicht abgesperrten Heizkreis erfaßt. Die Vorrichtung kann beispielsweise eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen des von der Meßeinrichtung bestimmten Volumenstroms aufweisen. Der Volumenstrom kann dann auf einen dem Wärmebedarf entsprechenden Wert eingestellt werden. Auf diese Weise können nacheinander die Durchflußmengen der jeweiligen Heizkreise eingestellt werden.
  • Da für die gesamte Vorrichtung nur eine Meßeinrichtung notwendig ist, kann auf Durchflußmeßeinrichtungen in den einzelnen Heizkreisen verzichtet werden, so daß sich eine Kostenersparnis ergibt und/oder eine besonders genaue Meßeinrichtung in wirtschaftlicher Weise eingesetzt werden kann.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Vorzugsweise weist die Vorrichtung Stellventile für jeweilige Heizkreise auf. Die Stellventile erlauben es, eine Durchflußmenge des zugeordneten Heizkreises zu begrenzen.
  • In einer Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Steuereinrichtung zum Steuern einer im Vorlauf oder im Rücklauf angeordneten Pumpe auf, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, die Pumpe zu steuern auf der Basis von Signalen, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise enthalten. Beispielsweise ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, diese Signale zu erhalten.
  • Bei dem Sperrzustand kann es sich beispielsweise um einen Soll-Sperrzustand handeln. Beispielsweise können die Signale Stellsignalen zum Ansteuern von Absperreinrichtungen der Heizkreise entsprechen.
  • Bei dem Sperrzustand kann es sich auch um einen Ist-Sperrzustand handeln. Beispielsweise können die Signale von den Absperreinrichtungen ausgegebene Zustandsignale sein, die Informationen darüber enthalten, ob ein jeweiliger Heizkreis abgesperrt ist oder nicht.
  • Wenn im Betrieb einer Heizungsanlage ein oder mehrere Heizkreise abgesperrt werden, beispielsweise durch eine Temperaturregelung, so würde bei unveränderter Pumpen-Gesamtförderleistung der Pumpe der Volumenstrom in den noch offenen Heizkreisen ansteigen, so daß beispielsweise eine optimale Durchflußmenge für einen energiesparenden Betrieb überschritten werden kann. Indem die Steuereinrichtung die Pumpe auf der Basis von Signalen steuert, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise enthalten, kann eine Anpassung der Gesamt-Förderleistung der Pumpe an den Bedarf für die jeweils nicht abgesperrten Heizkreise angepaßt werden.
  • In einer vereinfachten Ausführungsform erhalten die Signale wenigstens Informationen über die Anzahl der abgesperrten und/oder nicht abgesperrten Heizkreise.
  • In einer Ausführungsform ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, die Pumpe zu steuern auf der Basis von gespeicherten, den jeweiligen Heizkreisen zugeordneten Volumenstromwerten und auf der Basis der Signale, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise enthalten. Die den jeweiligen Heizkreisen zugeordneten Volumenstromwerte sind beispielsweise Werte, die gemessen wurden bei Messungen des Volumenstroms, bei denen sämtliche Heizkreise mit Ausnahme jeweils eines Heizkreises abgesperrt waren. Beispielsweise ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, ein Signal von der Meßeinrichtung zu erhalten, welches Signal Information über den Volumenstrom in der Vorlaufleitung oder der Rücklaufleitung enthält. Die Steuereinrichtung kann beispielsweise dazu eingerichtet sein, das von der Meßeinrichtung erhaltene Signal in einem einem jeweiligen Heizkreis zugeordneten Speicherplatz einzuspeichern. Auf diese Weise können beim Einstellen der Durchflußmengen der einzelnen Heizkreise, beispielsweise mit den erwähnten Stellventilen, die jeweils eingestellten, von der Meßeinrichtung erfaßten Volumenstromwerte auf einfache Weise eingespeichert werden.
  • Beim Steuern der Pumpe auf der Basis von gespeicherten, den jeweiligen Heizkreisen zugeordneten Volumenstromwerten, kann die Steuerung der Pumpe zusätzlich auf der Basis eines gespeicherten Gesamtvolumenstromwertes erfolgen. Dieser kann beispielsweise bestimmt werden, indem sämtliche Heizkreise geöffnet werden. Beispielsweise bestimmt die Steuereinrichtung aus den Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise und aus den den jeweiligen nicht abgesperrten Heizkreisen zugeordneten Volumenstromwerten sowie aus dem gespeicherten Gesamtvolumenstromwert eine Förderleistung der Pumpe, um möglichst einen Gesamtvolumenstrom zu erzielen, bei dem die Durchflußmengen in den jeweils nicht abgesperrten Heizkreisen möglichst nahe an dem optimalen Volumenstromwert für den jeweiligen Heizkreis liegen.
  • In einer Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Steuereinrichtung zum Regeln des Volumenstroms in der Vorlaufleitung oder der Rücklaufleitung auf, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, ein Signal von der Mcßeinrichtung zu erhalten, welches Signal Information über den Volumenstrom in der Vorlaufleitung oder der Rücklaufleitung enthält, und wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, eine im Vorlauf oder im Rücklauf angeordnete Pumpe zu steuern. Somit kann eine Regelung des Gesamtvolumenstroms auf einfache Weise erfolgen.
  • Beispielsweise ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, die Pumpe zu steuern auf der Basis des genannten Signals von der Meßeinrichtung und von Signalen, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise enthalten.
  • Beispielsweise ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, einen Sollwert für den Volumenstrom zu bestimmen auf der Basis von gespeicherten, den jeweiligen Heizkreisen zugeordneten Volumenstromwerten, und auf der Basis der Signale, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise enthalten. Beispielsweise erfolgt die Bestimmung des Sollwertes für den Volumenstrom zusätzlich auf der Basis eines gespeicherten Gesamtvolumenstromwertes. Der Gesamtvolumenstromwert wurde beispielsweise gemessen bei einer Messung, bei der sämtliche Heizkreise nicht abgesperrt waren.
  • Vorzugsweise weist die Vorrichtung Absperreinrichtungen für die jeweiligen Heizkreise auf.
  • Beispielsweise sind die Absperreinrichtungen dazu eingerichtet, Signale, die Informationen darüber enthalten, ob ein jeweiliger Heizkreis abgesperrt ist oder nicht, an eine Steuereinrichtung der Heizungsanlage auszugeben.
  • Beispielsweise sind die Absperreinrichtungen dazu eingerichtet, durch Signale von jeweiligen Heizkreisen zugeordneten Raumthermostaten und/oder Fernverstellern und/oder Rücklauftemperaturfühlern oder dergleichen gesteuert zu werden. Beispielsweise können diese Signale auch an die Steuereinrichtung geleitet werden.
  • Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
  • Die einzige Figur zeigt eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Heizungsanlage mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verteilen des Heizmediums.
  • Die in der Figur gezeigte Heizungsanlage weist einen Kessel 10 auf, in dem ein Heizmedium, z. B. heißes Wasser, erhitzt und auf einer bestimmten Solltemperatur gehalten wird. Ein Vorlaufanschluß 12 des Kessels 10 ist über eine Pumpe 14 an einen in einen Armaturenblock 16 integrierten Verteiler angeschlossen. Im gezeigten Beispiel hat der Verteiler vier Leitungszweige, die jeweils über ein Stellventil 18 mit einem Vorlauf 20a eines Heizkreises 20 verbunden sind. Im gezeigten Beispiel ist das Stellventil 18 des jeweiligen Heizkreises 20 in den Armaturenblock 16 integriert.
  • Ein Rücklauf 20b des jeweiligen Heizkreises ist an eine Absperreinrichtung 22 in Form eines Sperrventils angeschlossen. Dieses ist wiederum mit einem Thermometer 24 und über ein durchsichtiges Meßrohr 26 mit einem oberen Teil des Armaturenblocks 16 verbunden, in welchem die oberen Enden der Meßrohre 26 miteinander verbunden sind. Diese sind über eine Meßeinrichtung 28 mit einem Rücklaufanschluß 30 des Kessels 10 verbunden.
  • Das in den einzelnen Heizkreisen 20 zirkulierende Heizmedium strömt jeweils durch die Stellventile 18 in den Vorlauf 20a, und aus dem Rücklauf 20b von unten nach oben im Armaturenblock 16 durch die Absperreinrichtungen 22, die Thermometer 24 und die Meßrohre 26. Beim Durchfluß durch das jeweils zugehörige Meßrohr 26 umströmt das Heizmedium einen vertikalbeweglich in dem Meßrohr 26 aufgenommenen Staukörper 32 in Form einer Kugel, der daduch entgegen der Schwerkraft mehr oder weniger weit nach oben mitgerissen wird und so anzeigt, ob der jeweilige Heizkreis 20 durch das zugehörige Absperrventil 22 abgesperrt ist oder nicht.
  • Die Meßeinrichtung 28 ist dazu eingerichtet, den durch sie fließenden Volumenstrom im Rücklauf zu messen und ein entsprechendes Meßsignal auszugeben. Das Meßsignal wird in eine Steuereinrichtung 34 zum Regeln des Volumenstroms eingespeist, die mit der Meßeinrichtung 28 verbunden ist. Die Meßeinrichtung 28 ist beispielsweise eine Meßeinrichtung ohne bewegliche Bauteile, beispielsweise eine Meßeinrichtung mit Wirbelgenerator und Drucksensor, bei der vom Wirbelgenerator Wirbel im durchströmenden Medium erzeugt werden und der Drucksensor von den Wirbeln bewirkte Druckschwankungen mißt. Beispielsweise kann die Frequenz der Druckschwankungen proportional zum Volumenstrom sein.
  • In der Figur sind Signalwege durch gestrichelte Pfeile gekennzeichnet.
  • Die Steuereinrichtung 34 steuert die Leistung der Pumpe 14 so, daß der von der Meßeinrichtung 28 gemessene Gesamtvolumenstrom in der Rücklaufleitung 30 auf einen Sollwert geregelt wird. Die Bestimmung des Sollwertes wird weiter unten erläutert.
  • Die Meßeinrichtung 28 umfaßt beispielsweise einen Temperaturfühler, und ein Temperatursignal wird beispielsweise zusätzlich zu dem Volumenstromsignal an die Steuereinrichtung 34 übermittelt.
  • Die Heizkreise 20 dienen beispielsweise zur Versorgung mehrerer zu beheizender Wohnungen eines Gebäudes, mehrerer Wohnungsteile innerhalb derselben Wohnung oder auch einzelner Räume einer Wohnung. Als Beispiel zeigt die Figur einen Radiator 36 einer Wohnungsheizung, der an einen Vorlauf 20a und einen Rücklauf 20b eines der Heizkreise 20 angeschlossen ist. Entsprechende Radiatoren oder auch Heizschlangen von Fußbodenheizungen (nicht gezeigt) sind auch an die übrigen Heizkreise 20 angeschlossen. Dem Radiator 36 ist beispielsweise ein Raumthermostat 38 zugeordnet, das dazu eingerichtet ist, ein Stellsignal zum Absperren des zugeordneten Heizkreises 20 an die zugehörige Absperreinrichtung 22 zu übermitteln, wenn die Raumtemperatur einen voreingestellten Wert überschreitet. Ein entsprechendes Signal wird an die Steuereinrichtung 34 übermittelt. Bei diesem Signal kann es sich um das von dem Raumthermostat 38 ausgegebene Signal handeln, oder die Absperreinrichtungen 22 können ein entsprechendes Signal ausgeben. Alternativ können auch die Signale der Raumthermostate 38 an die Steuereinrichtung 34 übermittelt werden, und die Steuereinrichtung 34 kann entsprechende Stellsignale an die Absperreinrichtungen 22 übermitteln.
  • Das Sperrventil der jeweiligen Absperreinrichtung 22 ist beispielsweise mit einem elektrischen Stellantrieb versehen, der von dem eingehenden Signal gesteuert wird. Alternativ kann ein Fernversteller vorgesehen sein, beispielsweise in Form eines Dehnstoffkörpers, der mit einer Druckleitung verbunden ist.
  • Die Steuereinrichtung 34 bestimmt beispielsweise einen Sollwert für den Gesamtvolumenstrom in Abhängigkeit von den Zuständen der Absperreinrichtungen, d. h., in Abhängigkeit davon, ob die jeweiligen Absperreinrichtungen 22 gesperrt sind oder nicht. Dabei kann die Steuereinrichtung 34 in der im folgenden beschriebenen Weise betrieben werden.
  • Einstellvorgang
  • Beim Einstellen der für die jeweiligen Heizkreise 20 optimalen Durchflußmengen mittels der Stellventile 18 werden mittels der Absperreinrichtungen 22 alle Heizkreise 20 bis auf einen, dessen Durchflußmenge einzustellen ist, abgesperrt. Mittels des zugehörigen Stellventils 18 wird dann die gewünschte Durchflußmenge eingestellt. Dabei kann der Volumenstrom, der von der Meßeinrichtung 28 gemessen wird, beispielsweise auf einem Display 40 der Steuereinrichtung 34 angezeigt werden. Außerdem kann beispielsweise das von der Meßeinrichtung 28 erhaltene Temperatursignal, d. h. die Rücklauftemperatur, angezeigt werden. Mit dem Stellventil 18 wird der Volumenstrom dann auf einen Sollwert eingeregelt. Der Sollwert ergibt sich beispielsweise aus einer Wärmebedarfsberechnung für den jeweiligen Heizkreis 20. Der jeweils eingestellte Sollvolumenstromwert kann beispielsweise in der Steuereinrichtung 34 gespeichert werden. Indem die Rücklauftemperatur angezeigt wird, kann beispielsweise der Volumenstrom so eingestellt werden, daß eine vorgegebene Rücklauftemperatur nicht überschritten wird.
  • Auf die beschriebene Weise werden nacheinander die Sollvolumenstromwerte für die einzelnen Heizkreise 20 bestimmt und in der Steuereinrichtung 34 abgespeichert. Außerdem wird der Gesamtvolumenstrom gemessen und gespeichert, der sich ergibt, wenn sämtliche Absperreinrichtungen 22 der Heizkreise 20 geöffnet sind. Während des beschriebenen Einstellvorgangs wird die Pumpe 14 beispielsweise jeweils mit derselben, konstanten Förderleistung betrieben.
  • Heizbetrieb
  • Im Heizbetrieb erfolgt dann eine Regelung der Förderleistung der Pumpe 14 wie im folgenden beschrieben.
  • Die Steuereinrichtung 34 bestimmt einen jeweils aktuell gültigen Sollwert für den Volumenstrom auf der Basis der jeweiligen Zustände der Absperreinrichtungen 22 (gesperrt oder nicht). Der Sollwert wird dabei auf der Basis der gespeicherten Volumenstromwerte für die einzelnen Heizkreise sowie des Gesamtvolumenstromwertes bei Durchströmung sämtlicher Heizkreise berechnet. Beispielsweise kann sich der Sollwert aus der Addition der Volumenstromwerte für die aktuell nicht abgesperrten Heizkreise 20 ergeben. Optional kann zusätzlich die Abnahme des Strömungswiderstands des gesamten Heizungssystems berücksichtigt werden, die sich ergibt, wenn beispielsweise statt eines einzigen Heizkreises 20 zusätzlich ein oder mehrere weitere Heiz kreise 20 geöffnet werden. Der beim Einstellvorgang gemessene Gesamtvolumenstrom für den Fall, daß alle Absperreinrichtungen 22 geöffnet sind, dient dabei als Referenzwert.
  • Mit Hilfe der Stellventile 18 können also die Durchflußmengen so eingestellt und abgeglichen werden, daß sich das von der Pumpe 14 geförderte Medium gleichmäßig auf alle Heizkreise 20 verteilt und somit eine gleichmäßige Versorgung aller Verbraucher, beispielsweise eine gleichmäßige Beheizung aller Räume ermöglicht wird. Aufgrund der beschriebenen Arbeitsweise der Steuereinrichtung 34 ergibt sich beim Absperren einzelner Heizkreise, etwa über einen zugehörigen Raumthermostat 38, eine Anpassung des Volumenstroms, so daß für die verbleibenden, nicht abgesperrten Heizkreise 20 weiterhin eine unveränderte Beheizung der Räume ermöglicht wird.
  • Die Steuereinrichtung 34 kann dazu eingerichtet sein, bei Absperrung sämtlicher Heizkreise 20 die Pumpe 14 abzuschalten.
  • Die Steuereinrichtung 34 kann dazu eingerichtet sein, bei einer Überschreitung einer vorgegebenen oder voreingestellten Rücklauftemperatur, die durch die Meßeinrichtung 28 gemessen wird, die Pumpe 14 abzuschalten. Auf diese Weise wird eine Rücklauftemperaturbegrenzung für den gemeinsamen Rücklauf der Heizkreise 20 bewirkt. Dadurch können insbesondere Fußbodenheizungen vor zu hohen Temperaturen geschützt werden. Beispielsweise kann bei einer Überschreitung eines Temperaturwertes von 35°C die Pumpe 14 zeitweise abgeschaltet werden, beispielsweise für eine vorgegebene Zeitdauer und/oder bis eine vorgegebene Temperatur wieder unterschritten wird. Während der Abschaltung kühlt das Heizmedium allmählich ab, so daß schließlich auch an der Meßeinrichtung 28 die Temperatur wieder auf einen zulässigen Wert sinkt.
  • Ein Heizkreis 20 kann beispielsweise eine Fußbodenheizung gemäß DE 196 50 892 C2 aufweisen. Beispielsweise ist einem Heizkreis 20 mit einer Fußbodenheizung alternativ zu oder zusätzlich zu dem Raumthermostat 38 ein Rücklauftemperaturfühler zugeordnet, der im Rücklauf 20b des Heizkreises angeordnet ist und dazu eingerichtet ist, ein Stellsignal zum Absperren des zugeordneten Heizkreises 20 an die zugehörige Absperreinrichtung 22 zu übermitteln, wenn die Rücklauftemperatur einen voreingestellten Wert über schreitet. Ein entsprechendes Signal wird an die Steuereinrichtung 34 übermittelt. Bei diesem Signal kann es sich um das von dem Rücklauftemperaturfühler ausgegebene Signal handeln, oder die Absperreinrichtungen 22 können ein entsprechendes Signal ausgeben. Alternativ können auch die Signale der Rücklauftemperaturfühler an die Steuereinrichtung 34 übermittelt werden, und die Steuereinrichtung 34 kann entsprechende Stellsignale an die Absperreinrichtungen 22 übermitteln.
  • Der Armaturenblock 16 mit den beschriebenen Elementen und die Meßeinrichtung 28 und die Steuereinrichtung 34 bilden eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums auf mehrere einzeln absperrbare Heizkreise einer Heizungsanlage. Dabei sind Anschlüsse der Vorlaufleitung für die mehreren Heizkreise bereits intern mit den jeweiligen Stellventilen 18 verbunden. Auch Anschlüsse der Rücklaufleitung sind bereits intern mit den verschiedenen Meßrohren 26 der Heizkreise 20 sowie den Thermometern 24 und den Absperreinrichtungen 22 verbunden.
  • Im gezeigten Beispiel sind die Verteiler im Vorlauf und im Rücklauf mit weiteren Armaturen in einem Anschlußblock integriert. Die Verteiler können dabei entsprechend der in EP 0 584 120 B1 näher beschriebenen Weise aufgebaut sein.
  • Während im beschriebenen Beispiel die Stellventile 18 am Vorlauf der jeweiligen Heizkreise 20 angeordnet sind, und die Absperreinrichtungen 22, Thermometer 24 und Meßrohre 26 am Rücklauf angeordnet sind, kann diese Anordnung auch variiert werden. So können die Stellventile 18 wahleise im Vorlauf oder im Rücklauf angeordnet sein, und ebenso können die Absperreinrichtungen 22 wahlweise im Vorlauf oder im Rücklauf angeordnet sein. Auch die Reihenfolge, in der die genannten Elemente durchströmt werden, kann variiert werden.
  • Zusätzlich zur Anzeige, ob ein Heizkreis abgeschaltet ist, können die Meßrohre 26 auch zur Anzeige des durch sie fließenden Volumenstroms dienen. Beispielsweise ist der Innenquerschnitt der Meßrohre 26 jeweils nach oben geringfügig konisch erweitert, so daß der zwischen dem Staukörper 32 und der Innenwand des Meßrohres gebildete Ringspalt größer wird, wenn sich der Staukörper nach oben bewegt und kleiner, wenn er sich nach unten bewegt.
  • Dadurch kann sich jeder Staukörper 32 beispielsweise auf eine Gleichgewichtsposition einstellen, in der sein Eigengewicht die durch das strömende Medium verursachte Kraft gerade ausgleicht, so daß die Höhe des Staukörpers 32 in dem Meßrohr 26 zu der Durchflußmenge in dem betreffenden Meßrohr 26 proportional ist. Das Meßrohr 26 kann beispielsweise eine Skala aufweisen, um die Durchflußmenge abzulesen.
  • Wahleise kann die Steuereinrichtung 34 auch einen Anschluß für ein Servicegerät aufweisen, mittels dessen die oben beschriebene Einspeicherung der Volumenstromwerte in die Steuereinrichtung 34 erfolgen kann. Das Servicegerät kann beispielsweise das Display 40 und/oder weitere Bedienungseinrichtungen aufweisen, die im gezeigten Beispiel Teil der Steuereinrichtung 34 sind. Insbesondere kann das Display 40 mit der Vorrichtung verbindbar sein.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19650892 C2 [0002, 0042]
    • - EP 0584120 B1 [0044]

Claims (9)

  1. Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums auf mehrere einzeln absperrbare Heizkreise einer Heizungsanlage, mit einer Vorlaufleitung (12) und einer Rücklaufleitung (30), von denen mehrere Heizkreise (20) abzweigen, gekennzeichnet durch eine Messeinrichtung (28) zur Bestimmung des Volumenstroms in der Vorlaufleitung (12) oder der Rücklaufleitung (30).
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anzeigeeinrichtung (40) zum Anzeigen des von der Messeinrichtung (28) bestimmten Volumenstroms.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (34) zum Steuern einer im Vorlauf oder im Rücklauf angeordneten Pumpe (14), wobei die Steuereinrichtung (34) dazu eingerichtet ist, die Pumpe (14) zu steuern auf der Basis von Signalen, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise (20) enthalten.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (34) dazu eingerichtet ist, die Pumpe (14) zu steuern auf der Basis von gespeicherten, den jeweiligen Heizkreisen (20) zugeordneten Volumenstromwerten, und auf der Basis der Signale, die Informationen über einen Sperrzustand der jeweiligen Heizkreise (20) enthalten.
  5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (34) zum Regeln des Volumenstroms in der Vorlaufleitung (12) oder der Rücklaufleitung (30), wobei die Steuereinrichtung (34) dazu eingerichtet ist, ein Signal von der Messeinrichtung (28) zu erhalten, welches Signal Information über den Volumenstrom in der Vorlaufleitung (12) oder der Rücklaufleitung (34) enthält, und wobei die Steuereinrichtung (34) dazu eingerichtet ist, eine im Vorlauf oder im Rücklauf angeordnete Pumpe (14) zu steuern.
  6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Absperreinrichtungen (22) für die jeweiligen Heizkreise (20).
  7. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperreinrichtungen (22) dazu eingerichtet sind, durch Signale von jeweiligen Heizkreisen (20) zugeordneten Raumthermostaten (38) und/oder Fernverstellern und/oder Rücklauftemperaturfühlern gesteuert zu werden.
  8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (28) eingerichtet ist zur Bestimmung des Volumenstroms und der Temperatur in der Rücklaufleitung (30), und daß die Vorrichtung eine Steuereinrichtung (34) aufweist, die dazu eingerichtet ist, eine im Vorlauf oder im Rücklauf angeordnete Pumpe (14) abzuschalten, wenn die von der Meßeinrichtung (28) bestimmte Temperatur einen vorgegebenen Temperaturwert überschreitet.
  9. Heizungsanlage zum Beheizen von Gebäuden, mit mindestens einer Pumpe (14) zum Fördern eines Heizmediums, mehreren einzeln absperrbaren Heizkreisen (20), und mit einer Vorrichtung zum Verteilen des Heizmediums auf die Heizkreise (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
DE202009003093U 2009-03-05 2009-03-05 Heizungsanlage und Vorrichtung zum Verteilen eines Heizmediums Expired - Lifetime DE202009003093U1 (de)

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