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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Gleitbeschlag, insbesondere
für eine Schiebetür, wie sie insbesondere bei
Schrankmöbeln mit Schiebetüren oder Duschabtrennungen
eingesetzt werden.
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In
der
DE 2339127 ist eine
Dusch- oder Badewannenabtrennung offenbart, die mehrere Schiebetüren
aufweist, die entlang einer Laufschiene über Führungsglieder
geführt sind. Die Laufschiene weist dabei nur eine einzige
Führungsnut auf, in der die Türelemente über
Führungshaken bzw. Führungsbügel geführt
sind. Die einzelnen Führungsglieder sind dabei an den Rahmenecken
der Türelemente festgelegt und hakenartig ausgebildet.
Solche Führungsglieder sind relativ aufwändig
in der Herstellung und Montage. Für Schrankmöbel
lassen sich solche Gleitbeschläge schlecht montieren, wobei
zudem die Stabilität der Befestigung begrenzt ist.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Gleitbeschlag
für eine Schiebetür zu schaffen, der einfach aufgebaut
und leicht zu montieren ist, wobei eine stabile Führung
gewährleistet werden soll.
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Diese
Aufgabe wird mit einem Gleitbeschlag mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
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Der
Gleitbeschlag umfasst eine an einem Schiebeelement festlegbare Schiene,
an der an einer Längskante mindestens eine Öffnung
ausgespart ist, wobei an der Schiene ein Gleitelement vorgesehen ist,
das in eine Nut einer Führungsschiene zumindest teilweise
eingreift. Das Gleitelement weist ein Fußteil auf, das
auf die Schiene aufgesteckt ist und an der Öffnung klemmend
und/oder rastend festgelegt ist. Dadurch kann auf einfache Weise
das Gleitelement an der Schiene montiert werden, indem es an der Öffnung
aufgesteckt wird und somit ein Führungselement ausbildet,
das in der Nut der Führungsschiene bewegbar gelagert ist.
Die Herstellung der mindestens einen Öffnung an der Schiene
kann dabei schon bei der Herstellung des Gleitbeschlages erfolgen,
so dass bei der Montage das Gleitelement ohne Werkzeug auf die Schiene
aufgesteckt werden kann. Durch die Klemmung und/oder Rastung an
der Öffnung kann ferner eine stabile Befestigung erreicht werden,
wobei auftretende Belastungen von dem Gleitelement an die Schiene
weitergeleitet werden.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Fußteil ein Oberteil
und ein Unterteil auf, zwischen denen ein Schlitz ausgebildet ist,
in dem ein Abschnitt der Schiene eingefügt ist. Dadurch
wird eine stabile Befestigung erreicht, insbesondere kann die Schiene
formschlüssig zwischen dem Oberteil und dem Unterteil gehalten
sein, so dass auftretende Kräfte mit einer günstigen
Hebelwirkung in die Schiene eingeleitet werden.
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Vorzugsweise
ist das Oberteil mit dem Unterteil über einen Steg verbunden,
der in die Öffnung an der Schiene eingefügt ist.
Dadurch kann der Steg eine Bewegung des Gleitelementes parallel
zur Längskante vermeiden, da er als Anschlag wirkt und zudem
das Unterteil und das Oberteil stabil aneinander hält.
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In
einer Ausgestaltung ist benachbart zu der Öffnung eine
Anschlagöffnung an der Längskante ausgespart,
in die ein Anschlag an dem Fußteil als Verdrehsicherung
eingefügt ist. Dadurch können auftretende Kräfte
an dem Gleitelement sicher an die Schiene abgeleitet werden, insbesondere
können auch Drehmomente über den Anschlag aufgenommen
werden, ohne dass sich das Gleitelement von der Schiene löst.
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Die
ausgesparte Öffnung kann an der Außenseite einen
verjüngten Halsabschnitt aufweisen. Dabei kann der Steg
zwischen Oberteil und Unterteil des Fußelementes einen
rechteckförmigen Querschnitt aufweisen, so dass der Steg
in dem kreisförmigen Abschnitt drehbar gelagert ist. Die
Montage des Gleitelementes kann dadurch auf einfache Weise durch
ein Einschieben und ein Schwenken erfolgen, so dass durch zwei Bewegungsschritte
eine stabile Festlegung an der Schiene ermöglicht wird.
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Für
eine gute Führung des Gleitelementes kann dieses plattenförmig
ausgebildet sein, wobei die ebene Platte sich parallel zur Längskante
erstreckt.
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Vorzugsweise
ist in der Schiene benachbart zu der Öffnung mindestens
eine Rastöffnung zum Einfügen eines Rastmittels
des Fußteils vorgesehen. Dadurch kann das Gleitelement
besonders gut gegen ein Abziehen von der Schiene gesichert werden.
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Erfindungsgemäß wird
auch ein Schrankmöbel bereitgestellt, das einen Möbelkorpus
aufweist, an dem an einer Halteschiene ein Schiebeelement über
Rollen verfahrbar gelagert ist, wobei ein erfindungsgemäßer
Gleitbeschlag vorgesehen ist, bei dem die Schiene an dem Schiebeelement
festgelegt ist. Das Gleitelement kann dabei von unten in eine nach
unten offene Nut der Führungsschiene eingreifen, die an
dem Möbelkorpus festgelegt ist. Vorzugsweise sind an dem
Schrankmöbel mindestens zwei Schiebeelemente an der Halteschiene
und der Führungsschiene verfahrbar gelagert, die in unterschiedlichen
parallelen Ebenen angeordnet sind.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele
mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Schrankmöbels ohne Schiebeelemente;
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2–4 mehrere
Ansichten des Schrankmöbels der 1 mit Schiebeelementen
im Bereich der Führungsschiene;
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5 eine
perspektivische Ansicht des Schrankmöbels der 1 mit
Schiebeelementen;
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6 eine
perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Gleitbeschlages;
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7 eine
Explosionsdarstellung des Gleitbeschlages der 6;
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8A–8C mehrere
Ansichten des Gleitelementes des Gleitbeschlages der 6;
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9 eine
perspektivische Explosionsdarstellung eines Gleitbeschlages gemäß eines
zweiten Ausführungsbeispiels;
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10 eine
Unteransicht des Gleitbeschlages der 9 in der
montierten Position, und
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11 eine
Unteransicht des Gleitbeschlags der 9 bei der
Montage.
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Ein
Schrankmöbel 1 umfasst einen Möbelkorpus 2,
an dem an einer Oberseite eine Halteschiene 3 zur Aufhängung
ein oder mehrerer Schiebeelemente ausgebildet ist. An der Unterseite
des Möbelkorpus 2 ist eine Führungsschiene 4 festgelegt.
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In
den 2 bis 4 ist die Lagerung eines ersten
Schiebeelementes 5 und eines benachbarten zweiten Schiebeelementes 6 dargestellt.
An der oberen Halteschiene 3 ist das Schiebeelement 5 über eine
Laufrolle 7 verfahrbar gelagert, die in einer Nut an der
Halteschiene 3 aufgenommen ist. Benachbart zu der Laufrolle 7 ist
eine weitere Laufrolle 9 in einer benachbarten Nut gehalten,
die über einen Bügel 8 mit einem zweiten
Schiebeelement 6 gekoppelt ist. Die Schiebeelemente 5 und 6 sind
entlang der Halteschiene 3 verfahrbar gelagert und können übereinander
bewegt werden.
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Um
die Schiebeelemente 5 und 6 im unteren Bereich
zu führen, ist eine Führungsschiene 4 mit
einer nach unten offenen Nut 12 an dem Möbelkorpus 2 montiert.
Dabei ist das Schiebeelement 5 über einen Gleitkörper 10 an
der Führungsschiene 4 geführt, der einen
nach oben gerichteten Vorsprung 11 aufweist. Der Gleitkörper 10 ist über
Schrauben an dem Schiebeelement 5 fixiert.
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Das
vom Möbelkorpus 2 weiter entfernt liegende Schiebeelement 6 ist über
einen erfindungsgemäßen Gleitbeschlag an der Führungsschiene 4 verfahrbar
gehalten. An dem Schiebeelement 6 ist eine Schiene 15,
vorzugsweise aus einem Metallblech, fixiert, wobei eine abgewinkelte
Leiste 17 über Schrauben an dem Schiebeelement 6 befestigt
ist. An der Schiene 15 ist ein Gleitelement 13 festgelegt, das
ein Fußteil 14 aufweist. Das Fußteil 14 ist
an der Schiene 15 festgelegt, während das plattenförmige Gleitelement 13 mit
einem Endabschnitt in die Nut 12 der Führungsschiene 4 eingreift.
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In 5 ist
der Bereich der unteren Führung der Schiebeelemente 5 und 6 dargestellt.
Das Schiebeelement 5 ist über den Gleitkörper 10 an
der Führungsschiene 4 gehalten, während
das Schiebeelement 6 einen größeren Abstand
zu dem Möbelkorpus 2 besitzt und daher über
eine Schiene 15 und ein Gleitelement 13 mit der
Führungsschiene 4 gekoppelt ist. Die Schiene 15 umgreift
einen unteren Endbereich des Schiebeelementes 5, wenn die
Schiebeelemente 5 und 6 in eine sich überdeckende
Position gefahren sind.
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In
den 6 und 7 ist ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Gleitbeschlages dargestellt, der eine Schiene 15 umfasst,
die leistenförmig ausgebildet ist und an einer abgewinkelten
Leiste 17 mehrere Öffnungen 16 aufweist,
durch die Befestigungselemente zur Befestigung an dem Schiebeelement 6 vorgesehen
sind. An der Schiene 15 ist eine Längskante 18 auf
der zu der abgewinkelten Leiste 17 gegenüberliegenden
Seite ausgebildet, an der das Gleitelement 13 festgelegt
ist. Das Gleitelement 13 umfasst ein Fußteil 14,
das ein Oberteil 30 und ein Unterteil 31 aufweist,
zwischen denen ein Schlitz 22 ausgebildet ist. In den Schlitz 22 wird
die Schiene 15 im Bereich der Längskante 18 eingefügt.
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An
der Längskante 18 der Schiene 15 ist eine
längliche Öffnung 19 ausgespart, die
sich senkrecht zur Längskante 18 erstreckt. Benachbart
ist eine Anschlagöffnung 20 ausgespart, die etwas
kürzer als die Öffnung 19 ausgebildet
ist, aber sich ebenfalls senkrecht zur Längskante 18 erstreckt.
Ferner sind zwei Rastöffnungen 21 in der Schiene 15 ausgespart,
die die Längskante 18 nicht durchgreifen, aber
benachbart zur Längskante 18 angeordnet sind.
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Wie
in den 8A bis 8C gezeigt
ist, umfasst das Gleitelement 13 im Bereich des Fußteiles 14 Mittel
zum Festlegen des Gleitkörpers 13 an der Schiene 15.
Im Bereich des Schlitzes 22 sind in einem mittleren Bereich
zwei Stege 24 ausgebildet, zwischen denen ein Biegeschlitz 25 angeordnet
ist, so dass die Stege 24 in die Öffnung 19 eingefügt
werden können und klemmend an einer Wand der Öffnung 19 festgelegt
werden können. Benachbart zu den Stegen 24 ist
ein Anschlagsteg 26 ausgebildet, der an dem Oberteil 30 angeformt
ist und sich nach hinten an einem Abschnitt 28 verbreitert.
Der verbreiterte Abschnitt 28 wird als Anschlag in die
Anschlagöffnung 20 eingefügt.
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Um
das Fußteil 14 auch gegen ein Herausziehen zu
sichern, sind an dem Fußteil 14 zwei zapfenförmige
Rastelemente 23 ausgebildet, die auf der nach außen
offenen Seite des Schlitzes 22 eine Anlaufschräge 27 aufweisen.
Die Anlaufschräge 27 wird beim Aufstecken des
Fußteils 14 gegen die Längskante 18 gedrückt,
so dass die Rastelemente 23 nach oben gebogen werden. Hierbei
ist an dem Fußteil 14 an dem Oberteil 30 eine
Entlastungsöffnung 40 und eine Entlastungsöffnung 41 ausgebildet,
die ein federndes Biegen der Rastelemente 23 nach oben
ermöglichen. Sobald die Rastelemente 23 an die
Rastöffnungen 21 gelangt sind, rasten diese ein und
legen das Fußteil 14 mit dem Gleitelement 13 an der
Schiene 15 fest. Das Gleitelement 13 ist aufgrund der
form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit der Schiene 15 auch
zur Aufnahme von Kräften aus unterschiedlichen Richtungen
sowie zur Einleitung von Drehmomenten in die Schiene 15 geeignet.
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In
den 9 bis 11 ist ein zweites Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Gleitbeschlages dargestellt,
der an der Schiene 15 montiert ist, die wie bei dem ersten
vorangegangenen Ausführungsbeispiel eine abgewinkelten
Leiste 17 mit Öffnungen 16 für
Befestigungsschrauben aufweist. An einer Längskante 18 ist
eine Öffnung 19' ausgebildet, die benachbart zu
einer Anschlagöffnung 20' angeordnet ist. An der
Schiene 15 wird ein Gleitelement 13' befestigt,
das ein Fußteil 14' aufweist. Das Fußteil 14' umfasst
ein Oberteil 30' und ein Unterteil 31', zwischen
denen ein Schlitz 22' ausgebildet ist, in den die Schiene 15 mit
der Längskante 18 eingefügt wird.
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Zwischen
dem Oberteil 30' und dem Unterteil 31' ist ein
Steg 32 ausgebildet, der einen im Wesentlichen recheckförmigen
Querschnitt besitzt und in Längsrichtung in die Öffnung 19' einfügbar
ist. Die Öffnung 19' weist einen verjüngten
Halsabschnitt 34 auf, der schmaler ausgebildet ist als
ein anschließender kreisförmiger Abschnitt 36.
An dem kreisförmigen Abschnitt 36 der Öffnung 19' sind
Rastausnehmungen 35 ausgebildet, die an gegenüberliegenden
Seiten angeordnet sind und sich parallel zur Längskante 18 erstrecken.
Zur Montage des Gleitelementes 13' wird das Fußteil 14' so
in die Öffnung 19' bewegt, dass der Steg 32 mit
einer Stirnkante in den kreisförmigen Abschnitt 36 der Öffnung 19' eingefügt
wird. Nach dem Einschieben des Steges 32 wird dieser um 90° gedreht,
so dass der Steg 32 in dem kreisförmigen Abschnitt 36 gelagert
ist, bis der Steg 32 in die Rastausnehmungen 35 eingreift.
Im Bereich des kreisförmigen Abschnittes 36 wird
der Steg 32 geringfügig zusammengedrückt,
wobei in dem Steg 32 entsprechende Schlitze 37 ausgebildet
sind, um eine elastische Lagerung des Steges 32 zu ermöglichen. Im
Bereich der Rastausnehmungen 35 kann sich der Steg 32 nach
außen entspannen, so dass ein Einrasten erfolgt.
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In
der eingerasteten Position ist ferner ein Anschlag 33 in
Form eines Anschlagsteges zwischen dem Oberteil 30' und
dem Unterteil 31' in der Anschlagöffnung 20' angeordnet.
Dadurch wird eine Drehbewegung des Gleitelementes 13' zumindest
in eine Drehrichtung verhindert.
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Das
Gleitelement 13 bzw. 13' ist in den dargestellten
Ausführungsbeispielen im Wesentlichen plattenförmig
ausgebildet. Es ist auch möglich, an dem hervorstehenden
Abschnitt auch eine Rolle mit einer Achse parallel zu der Richtung
des Vorsprunges vorzusehen, so dass die Rolle an den Innenwänden
der Nut 12 anliegt. Je nach Anpressdruck kann die Rolle
auf einer der Innenwände abrollen oder entlang der Nut 12 gleiten.
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Der
erfindungsgemäße Gleitbeschlag kann für
Schiebetüren sowohl für Möbel als auch
für Duschabtrennungen oder andere Schiebeelemente eingesetzt
werden.
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In
den dargestellten Ausführungsbeispielen wird das Gleitelement
an der Schiene 15 klemmend und/oder rastend festgelegt.
Es ist natürlich möglich, die mechanischen Klemm-
und Rastmittel zu modifizieren, insbesondere können an
dem Fußteil 14' des zweiten Ausführungsbeispieles
zusätzlich noch Rastmittel vorgesehen sein, wie sie bei
dem ersten Ausführungsbeispiel enthalten sind (Rastelement 23). Auch
andere Rastmittel können zur Festlegung des Gleitkörpers
eingesetzt werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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