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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme und zum
Sammeln von Leergut, insbesondere bruchgefährdete Objekte,
wie z. B. Getränkepfandflaschen, Mehrwegflaschen oder Mehrwegverpackungen,
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
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Vorrichtungen
und Verfahren zum Sammeln von bruchgefährdeten Objekten,
wie z. B. Mehrwegflaschen, sind in der Technik hinlänglich
bekannt. Meist sind solche Flaschenrücknahmevorrichtungen mit
der Ausgabe von Rückgeld oder einer entsprechenden Quittung
gekoppelt, was bedingt, dass die Flaschen aufgrund eines Strichcodes
oder ihrer Form erkannt werden. Die Erkennung, kombiniert mit der entsprechenden
Geldrückgabe oder Quittungsausgabe, erfordert einen relativ
hohen technischen Aufwand.
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So
wird in der
DE 1 084 063 ein
Rückkaufautomat für leere Flaschen beschrieben,
der ein Aufnahmefach zur Einzelaufnahme von leeren Flaschen aufweist
sowie eine Fördereinrichtung, die die leeren Flaschen in
einen Sammelbehälter fördert. Abgesehen davon,
dass dieser Rückkaufautomat mit einer Pfandgeldausgabe
kombiniert ist und aus diesem Grund bereits relativ kompliziert
aufgebaut ist, weist auch die Fördereinrichtung selber
einen komplizierten Mechanismus auf, der insbesondere den Nachteil hat,
dass er so ausgelegt ist, die jeweiligen Flaschen einzeln zu transportieren
und abzulagern, was entsprechend zeitaufwändig ist.
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Der
technische Aufwand reduziert sich automatisch dann, wenn das Leergut
ausschließlich gesammelt werden soll, ohne dass ein Rückgabepfand ausgehändigt
wird, bzw. wenn Leergutaufnahme bzw. Leergutrückgabestelle
und Leergutsammelstelle separate Anlagenteile darstellen.
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In
der
DE 101 96 599
T1 wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Handhaben
von Rückgabeflaschen beschrieben, bei dem die Flaschen,
die von einer Flaschenrückgabestelle kommen, zu einem Sammelband
gefördert werden, das sich oberhalb eines Sammelbehälters
befindet, und dort gesammelt werden. Das Sammelband wird dann, nachdem
es einen bestimmten Füllgrad erreicht hat, in den Sammelbehälter
abgesenkt. Auf diese Weise gelingt es, auch leicht zerbrechliche
Flaschen zu lagern, die zunächst im Sammelband schonend
aufgefangen und dann unversehrt in den Behälter abgesenkt
werden, wobei das Absenken in den Sammelbehälter abhängig
ist vom Füllgrad des Sammelbandes, der wiederum über
einen Sensor beobachtet wird, der bei Erreichen eines bestimmten
Füllgrades einen Motor in Gang setzt, der das Absenken
bzw. ein Abrollen des Sammelbandes initiiert. Der Nachteil dieses
Verfahrens besteht darin, dass der Auffangmechanismus mit dem sich
absenkenden Sammelband sowie die Handhabung des gesamten Sammelbehälters
relativ unhandlich ist.
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Es
besteht somit weiterhin ein Interesse daran, eine Vorrichtung zur
Aufnahme und zum Sammeln von Leergut zu erhalten, die die Nachteile
des Standes der Technik nicht aufweist.
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Gelöst
wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Aufnahme und zum Sammeln
von Leergut mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
Erfindung betrifft ein System zum Sammeln und Aufnehmen von Leergut,
insbesondere von bruchgefährdeten Objekten, wie z. B. Getränkemehrwegflaschen,
Pfandflaschen oder Mehrwegverpackungen, wobei zunächst
die oben genannten zerbrechlichen Objekte durch Schwerkraft oder
durch eine motorbetriebene Transportvorrichtungen zu der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Aufnahme und zum Sammeln von Leergut transportiert
werden.
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Die
Vorrichtung selber umfasst einen Sammelbehälter mit einer
im Sammelbehälter angeordneten, mit einer Leergutaufnahme
kompatiblen Fördereinrichtung mit vertikaler Förderrichtung.
Bei dieser Transport- oder Fördereinrichtung handelt es
sich um ein Förderband, das ein- und ausklappbare Leergutaufnahmen
aufweist, mit deren Hilfe das Leergut vertikal in den dazugehörigen
Sammelbehälter gefördert wird. Der Klappmechanismus
der Leergutaufnahmen ist so konzipiert, dass die einzelnen Leergutaufnahmen
am Scheitelpunkt des vertikal angeordneten Förderbandes
aufgrund der Schwerkraft aufklappen, wobei eine integrierte Sperre
dafür sorgt, dass zwischen Aufnahmeklappe und Förderband
ein Winkel von kleiner 90° gebildet wird, so dass das auf der
Leergutaufnahme abgelegte Leergut für den vertikal nach
unten vorgesehenen Transport eine stabile Position erhält.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann das Aufklappen
auch durch Federkraft oder durch einen entsprechend geeigneten Mechanismus
bewirkt oder unterstützt werden.
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Sammelbehälter
und Fördereinrichtung bilden vorteilhaft eine Einheit,
wobei die Fördereinrichtung im Sammelbehälter
integriert ist und eine maximale Förderstrecke bis zu einer
Entladeposition am Boden des Sammelbehälters aufweist.
Je nach Füllstand des Sammelbehälters wird der
Entladevorgang entweder erst am Boden des Sammelbehälters
durch Umklappen der klappbaren Leergutaufnahme an der Umlenkstelle
des Förderbandes unter gleichzeitiger Freigabe des Leergutes
initiiert, oder das ge sammelte Leergut, das sich im Aufnahmebehälter
angesammelt hat, bewirkt ein Zusammenklappen der Aufnahme und ein
Wegdrücken des Leergutes.
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Das
Einklappen der Leergutaufnahme am Boden des Sammelbehälters
kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung durch am Boden angebrachte Barrieren unterstützt
werden.
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Eine
bevorzugte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass
der Boden des Sammelbehälters als eine von der Entladeposition wegführende,
abwärts geneigte, schiefe Ebene ausgeführt ist.
Auf diese Weise verteilt sich das Leergut im Sammelbehälter
aufgrund der Schwerkraft und die Verteilung des Leergutes im Sammelbehälter wird
erleichtert.
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Das
vertikal angeordnete Förderband wird vorzugsweise durch
einen Motor betrieben, der mit einem optischen Sensor zur Überwachung
des Füllstandes des Sammelbehälters kombiniert
ist. Dieser optische Sensor, der vorteilhaft am oberen Rand des Sammelbehälters
angeordnet ist, überwacht den Füllgrad des Sammelbehälters
und stoppt gleichzeitig den Motor der Fördereinrichtung,
sobald der maximale Füllstand erreicht ist. Diese Steuerung
kann zusätzlich mit akustischen oder optischen Anzeigen kombiniert
sein, die das Bedienpersonal über den Füllstand
des Sammelbehälters informieren.
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Da
die erfindungsgemäße Vorrichtung als Sammel- und
Transportbehälter für bruchgefährdetes
Leergut vorgesehen ist, sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung
der vorliegenden Erfindung vor, dass der Sammelbehälter
mit entsprechenden Rädern oder Rollen als fahrbarer Container
ausgeführt ist. Darüber hinaus ist der Sammelbehälter
an einer seiner Seitenwände optional mit einer Entleerungsklappe
ausgerüstet.
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Auch
wenn die Fördereinrichtung mitsamt Sammelbehälter
in einer bevorzugten Ausgestaltung als funktionelle Einheit vorgesehen
ist, die mit einer passenden Aufgabestelle für Leergut
kombiniert wird, ist es ebenso denkbar, dass die vertikale Fördereinrichtung
in die Leergutaufgabe direkt integriert ist und der fahrbare Sammelbehälter
so unter der Leergutaufgabe angeordnet wird, dass die Fördereinrichtung
bzw. das Förderband die oben beschriebene maximale Förderstrecke
bis der Entladeposition am Boden des Sammelbehälters aufweist.
Bei dieser Variante könnte der Sammelbehälter
nach dem Füllen durch Absenken entfernt werden. Der Vorteil
bei dieser Variante wäre darin zu sehen, dass mehrere,
austauschbare Sammelbehälter in Kombination mit nur einer
vertikalen Fördereinrichtung eingesetzt werden könnten.
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand einer Zeichnung
erläutert, wobei die 1 eine schematische
Darstellung des Funktionsprinzips der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wiedergibt.
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In
der 1 ist ein Sammelbehälter 5 zu
sehen, in den eine vertikal angeordnete Fördereinrichtung 2 integriert
ist. Bei dieser Fördereinrichtung 2 handelt es
sich um ein Förderband 2, das klappbare Aufnahmen 1 aufweist,
die zum Transport des bruchgefährdeten Leergutes 6 vorgesehen
sind. Das bruchgefährdete Leergut 6 wird entweder
mechanisch oder über ein Förderband lageorientiert
zu einer Aufgabestelle gefördert, wo das bruchgefährdete Objekt 6 dann
von der Fördereinrichtung 2 übernommen
wird, indem die Objekte auf der klappbaren Aufnahme 1 abgelegt
und anschließend vertikal nach unten gefördert
wer den. Die Aufgabestelle, an der das Leergut von der Fördereinrichtung 2 übernommen
wird, ist in der vorliegenden Abbildung nicht dargestellt. An dieser
Stelle kann eine übliche mechanische Aufgabe aufgrund der
Schwerkraft oder eine Aufgabe über ein Förderband
erfolgen.
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Das
Entladen der Fördereinrichtung 2 findet an ihrem
unteren Ende in unmittelbarer Nähe zum Boden 3 des
Behälters 5 statt, wo an der Umlenkung des Förderbandes 2 sich
die klappbaren Leergutaufnahmen 1 an das Förderband
anlegen und damit das Leergut 6 mechanisch auswerfen. An
dieser Stelle kann das Anlegen der Leergutaufnahmen durch eine zusätzliche
Schikane oder Barriere, die in der vorliegenden Zeichnung nicht
eingezeichnet sind, unterstützt werden. Das Leergut 6 wird
dann aufgrund der Schwerkraft über die schiefe Ebene 3 im
Behälter 5 verteilt. Das vertikale Förderband 2 ist
platzsparend in unmittelbarer Nähe zu einer Seitenwand
des Behälters 5 angeordnet, sodass die Leergutaufnahmen 1 beim
Rücktransport zwischen Seitenwand und Förderband 2 eingeklappt
bleiben.
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Mit
wachsendem Füllstand des Sammelbehälters 5 verändert
sich die Entleerung der klappbaren Leergutaufnahmen 1 durch
den Kontakt mit dem angesammelten Leergut 6. Dabei wirkt
das gesammelte Leergut 6 als Hindernis, wodurch die Leergutaufnahmen 1 eingeklappt
werden, sodass das Leergut 6 mechanisch aus der Leergutaufnahme 1 herausgedrückt
wird und das Band 2 mit eingeklappter Leergutaufnahme 1 am
gesammelten Leergut 6 vorbeigeführt werden kann.
Die Leergutaufnahme hat somit gleichzeitig die Funktion eines Auswerferelementes.
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Bei
dem in der 1 gezeigten Sammelbehälter 5 handelt
es sich um eine fahrbare, auf Rollen 4 angeordnete Ausführungsform.
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- 1
- Leergutaufnahme
- 2
- Förderband
- 3
- Behälterboden
- 4
- Rolle
- 5
- Sammelbehälter
- 6
- Leergut
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 1084063 [0003]
- - DE 10196599 T1 [0005]