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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Halsschutz und eine Schutzhelm-Halsschutz-Kombination
insbesondere für
Motorradfahrer.
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Schutzhelme
für Fahrer
von Motorrädern und
anderen Fahrzeugen, die den Fahrer unmittelbar der Umwelt aussetzen,
sind in den verschiedensten Ausführungsformen
bekannt. Insbesondere bei tiefen Außentemperaturen ist es üblich und
zweckmäßig, den
Halsbereich und bei Helmen ohne Kinnteil auch einen Teil des Gesichts
des Fahrers zusätzlich
mit einem Halstuch oder einem Schal vor Wind und Kälte zu schützen.
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Dabei
besteht jedoch die Gefahr, dass das Halstuch oder der Schal in dem
an den Schutzhelm angrenzenden Bereich die entsprechende Hals- und/oder
Gesichtspartie nicht luftdicht bedeckt oder während der Fahrt verrutscht.
Dadurch kann kalte Luft in den zwischen Helm und Halstuch bzw. Schal gebildeten
Zwischenraum eindringen und eine Auskühlung der betreffenden Hals-
und/oder Gesichtspartie des Fahrers bewirken, sodass eine anschließende Erkrankung
des Fahrers begünstigt
werden kann.
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Der
Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, einen Halsschutz und
eine Schutzhelm-Halsschutz-Kombination insbesondere für Motorradfahrer zu
schaffen, mit dem bzw. der ein verbesserter Kälteschutz insbesondere für die Halspartie
des Fahrers ermöglicht
wird.
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Diese
Aufgabe wird mit einem Halsschutz gemäß Anspruch 1 und einer Schutzhelm-Halsschutz-Kombination
gemäß Anspruch
5 gelöst.
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Der
erfindungsgemäße Halsschutz
weist ein Halstuch aus Textilmaterial und ein an der Oberkante des
Halstuchs befestigtes Verbindungselement auf. Das Verbindungselement
dient dazu, eine weitgehend luftdichte Verbindung mit einem Schutzhelm des
Trägers
herzustellen. Durch diese Verbindung wird verhindert, dass der Halsschutz
während
der Fahrt verrutscht und in der Folge der Fahrtwind eine Auskühlung des
Hals- oder Gesichtsbereichs des Fahrers bewirkt.
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Bevorzugt
ist das Verbindungselement eine die Oberkante des Halstuchs wenigstens
teilweise umlaufende Leiste aus biegeelastischem Kunststoffmaterial.
Die Leiste ist ausreichend stabil, um im Bereich der Öffnungskante
des Schutzhelms des Trägers
beispielsweise durch Einklemmen befestigt zu werden, und gleichzeitig
flexibel genug, um sich während
des Befestigungsvorgangs an den Verlauf der Biegung der Öffnungskante
anzupassen. Dies ermöglicht
eine einfache Handhabung, sodass die Befestigung und Ablösung des
Halsschutzes von dem Schutzhelm durch wenige Handgriffe erfolgen
kann.
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In
vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind die Form und Länge der
Leiste an die Form und die Umfangslänge der Öffnungskante der Einschlupföffnung eines
Schutzhelms angepasst. Bei dieser Ausführungsform kann der erfindungsgemäße Halsschutz
lückenlos
an dem Schutzhelm befestigt werden, sodass zwischen Halsschutz und
Schutzhelm praktisch kein Luftaustausch stattfinden kann.
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Besonders
vorteilhafterweise sind das Halstuch und das Verbindungselement
mittels lösbarer Verschlusselemente
im Nackenbereich des Trägers verschließbar. Dies
erleichtert das An- und Ausziehen des Halsschutzes in Verbindung
mit dem Schutzhelm, wobei gleichzeitig die direkt dem Fahrtwind ausgesetzten
vorderen und seitlichen Hals- und Gesichtspartien des Fahrers lückenlos
und damit optimal von dem Halstuch vor Auskühlung geschützt sind.
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Als
Verschlusselemente sind aufgrund der einfachen Handhabung Klettverschlüsse besonders bevorzugt.
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Die
erfindungsgemäße Schutzhelm-Halsschutz-Kombination
umfasst einen Schutzhelm, der eine Helmschale mit einer Einschlupföffnung und
innerhalb der Helmschale angeordnete Polster aufweist. Die Helmschale
weist entlang der Öffnungskante
der Einschlupföffnung
mindestens ein wenigstens abschnittsweise umlaufendes Befestigungselement
zur Befestigung eines vorstehend beschriebenen Halsschutzes auf.
Der Träger
einer erfindungsgemäßen Schutzhelm-Halsschutz-Kombination
wird aufgrund der weitgehend luftdichten Verbindung zwischen Halsschutz
und Schutzhelm sicher vor kaltem Fahrtwind und somit vor einer Auskühlung der
Gesichts- und Halspartie geschützt.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Befestigungselement
eine Einfassung aus flexiblem Kunststoffmaterial, die mindestens
eine in das Helminnere weisende Lippe aufweist. In diese Einfassung
kann das Verbindungselement eines Halsschutzes durch Klemmung in
das Helminnere zwischen Helmschale und Einfassung eingefügt werden, wobei
die Lippe das Verbindungselement einerseits abdichtet und andererseits
gegen Herausrutschen schützt.
Dadurch wird eine luftdichte und belastbare Verbindung zwischen
Halsschutz und Schutzhelm geschaffen.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden ausführlichen
Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
und der angefügten
Zeichnung. Darin zeigen
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1 eine
erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Schutzhelms
in Schnittansicht,
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2 eine
zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Schutzhelms
in Schnittansicht,
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3 einen
erfindungsgemäßen Halsschutz in
Draufsicht,
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4 eine
Teilschnittansicht des Kinnteils einer ersten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Schutzhelm-Halsschutz-Kombination
aus dem Schutzhelm aus 1 und dem Halsschutz aus 3,
und
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5 eine
Teilschnittansicht des Kinnteils einer zweiten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Schutzhelm-Halsschutz-Kombination
aus dem Schutzhelm aus 2 und dem Halsschutz aus 3.
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1 zeigt
eine erste Ausführungsform
eines Integralhelms 10 für Motorradfahrer in schematischer
Schnittansicht mit einer Helmschale 12, einem Visier 14 im
Frontbereich des Schutzhelms 10 und im Helminneren angeordneten
Kinn-, Kopf- und Nackenpolstern 16, 17 bzw. 18.
Die Helmschale 12 weist eine Einschlupföffnung auf, entlang der eine
die Öffnungskante 13 vollständig umlaufende
Einfassung 19 vorgesehen ist. Die Einfassung 19 weist
eine zwischen Helmschale 12 und Kinn- bzw. Nackenpolster 16, 18 in
das Helminnere weisende, angeformte Lippe 15 auf, die zur
Aufnahme eines Halsschutzes 30 dient. Wie besser aus der
Teilschnittansicht des Kinnteils in 4 ersichtlich
ist, sichert die Lippe 15 eine Leiste 34 des Halsschutzes 30,
die zwischen die Helmschale 12 und das Kinnpolster 16 eingeschoben
ist, gegen Herausrutschen aus dem Helminneren. An der Leiste 34 ist
mittels einer Steppnaht 35 ein Halstuch 32 befestigt,
das über
die Lippe 15 hinweg aus dem Helminneren herausragt. Die
Lippe 15 wirkt somit als Barriere einer Verschiebung der Leiste 34 entgegen
und bewirkt gleichzeitig eine luftdichte Abdichtung der Schutzhelm-Halsschutz-Verbindung.
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2 zeigt
eine zweite Ausführungsform
eines Integralhelms 10',
der sich von dem in 1 gezeigten Schutzhelm durch
die Ausgestaltung der Einfassung 19' unterscheidet. Die Einfassung 19' weist eine
erste Lippe 15a und eine zweite Lippe 15b auf, die
beabstandet zueinander im Wesentlichen parallel zur Helmschale 12 in
das Helminnere weisen. Bevorzugt ist die erste Lippe 15a mit
der Innenseite der Helmschale fest verbunden. In den Zwischenraum zwischen
erster Lippe 15a und zweiter Lippe 15b kann, wie
in 5 dargestellt ist, eine Leiste 34 eines erfindungsgemäßen Halsschutzes
eingefügt
werden, der somit durch die zweite Lippe 15b gegen Herausrutschen
gesichert und abgedichtet ist.
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Die
Einfassung 19, 19' besteht
vorteilhafterweise aus einem flexiblen Kunststoffmaterial und ist mit
der Öffnungskante 13 mittels
Klebung, durch Anvulkanisieren oder durch andere, Fachleuten geläufige Maßnahmen
fest verbunden.
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3 zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Halsschutzes 30 in schematischer
Draufsicht, der zur Verbindung mit einem der 1 und 2 gezeigten
Schutzhelme 10, 10' geeignet
ist. Der Halsschutz 30 besteht aus einem Halstuch 32,
das entlang seiner gesamten Oberkante 33 eine Leiste 34 aufweist.
Die Leiste 34 ist mittels einer Steppnaht an dem Halstuch 32 befestigt. Es
ist aber auch möglich,
die Leiste 34 mittels lösbarer
Verbindung, z. B. Klettverschlüssen
an dem Halstuch 32 zu befestigen.
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Die
Leiste 34 weist eine gebogene Form auf, die im Wesentlichen
dem Konturverlauf der Öffnungskante 13 eines
Schutzhelms 10 gemäß 1 oder 2 entspricht,
und kann mittels Klettverschlüssen 33,
die auf verbreiterte Enden 35 der Leiste 34 gesteppt
sind, zu einem Ring verbunden werden. In dieser Ringform kann die
Leiste 34 passgenau in eine Einfassung 19, 19' (vgl. 1, 2, 4 und 5)
eingesetzt werden, wobei die Klettverbindung im Nackenbereich zwischen
Nackenpolster 18 und Helmschale 12 zu liegen kommt.
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Die
Leiste 34 kann weitere Verbreiterungen 36 aufweisen,
die hier im seitlichen Kinnbereich vorgesehen sind. Diese Verbreiterungen 36 bewirken
im zwischen Helmschale 12 und Kinnpolster 16 eingesetzten
Zustand eine zusätzliche
Stabilisierung der Schutzhelm-Halsschutz-Verbindung.
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Das
an der Leiste 34 befestigte Halstuch 32 hat eine
im Wesentlichen rechteckige Grundform, wobei die Seiten mittels
im Seitenkantenbereich aufgesteppten Klettverschlüssen 37 miteinander
verbindbar sind. Im Bereich seiner Unterkante weist das Halstuch 32 Schulterausschnitte
auf, die einen mittleren Brustlappen 38 und zwei seitliche
Rückenlappen 39 voneinander
trennen. Das Halstuch 32 weist ferner zwei seitlich angeordnete
Raffungen 40 auf, welche durch aufgesteppte Gummibänder ausgebildet sind
und zur Verbesserung der Passform des Halstuchs im Halsbereich dienen.
Das Halstuch 32 besteht bevorzugt aus einem luftdichten
Textilmaterial. Geeignete Textilmaterialien sind beispielsweise
wasserabweisende, atmungsaktive und waschbare Textilien, insbesondere
Baumwoll-Mischgewebe mit Neopren.
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Es
versteht sich, dass sich der erfindungsgemäße Halsschutz, obgleich er
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
in Verbindung mit einem Integralhelm beschrieben ist, auch für andere
Helmarten mit festem Kinnteil, wie z. B. Klapphelme, Motocrosshelme,
und für
Helme ohne festes Kinnteil, wie z. B. Jethelme oder Halbschalenhelme
eignet.
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So
ist es beispielsweise möglich,
den Halsschutz zweiteilig mit einem Basisabschnitt und einem Kinnabschnitt auszuführen, die
mittels seitlich angeordneter Verschlusselemente verbindbar sind.
Ein derartiger Halsschutz wäre
für die
Verwendung in Kombination mit einem Klapphelm geeignet, wobei die
seitlichen Verschlusselemente die Verbindung des Kinnabschnitts
des Halsschutzes mit dem Basisabschnitt bei zugeklapptem Helm ermöglichen.