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Die
Erfindung betrifft eine Ohrkerze mit einem luftdurchlässigen
Rückhalteelement, welches innerhalb der Ohrkerze angeordnet
ist.
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Zum
Stand der Technik (
DE
10 2006 004 138 A1 ) gehört eine Ohrkerze mit integriertem
Rückhalteelement, bei dem an einem rückwärtigen
Ende, das heißt einem ohrseitigen Ende der Ohrkerze, das Rückhalteelement
innerhalb der Ohrkerze angeordnet ist.
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Es
handelt sich bei diesem Rückhalteelement um ein luftdurchlässiges
Rückhalteelement, welches eine Querschnittsfläche
aufweist, welche spitzkegelig oder stumpfke gelig oder kuppelförmig oder
schrägdachförmig oder pyramidenförmig
oder hohlzylindrisch ist, wobei die Spitze oder der Stumpf oder
die Krümmung dieses Rückhalteelementes in Richtung
eines frontwärtigen Endes der Ohrkerze ausgerichtet ist.
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Die
Ohrkerze besteht im Wesentlichen aus einem mit Bienenwachs getränkten
Baumwollstoff. Der Baumwollstoff ist zu einer Röhre gerollt,
derart, dass beim Rollen wenigstens zwei Lagen des Stoffes übereinanderliegen.
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Diese
Röhre wird mit einem Ende in den äußeren
Gehörgang aufgesetzt, und das andere Ende wird angezündet,
so dass eine offene Flamme entsteht.
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Die
Ohrkerzen wirken rein physikalisch. Ein leichter Unterdruck (Kamineffekt)
und die durch die Bewegung der Flamme hervorgerufenen Vibrationswellen
der Luft in der Kerze wirken wie eine sanfte Trommelfellmassage.
Dies führt zu einem intensiven Gefühl angenehmer
Wärme und einem als befreiend empfundenen Druckausgleich
im Ohr-, Stirn- und Nebenhöhlenbereich.
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Die
Wachsmenge in dem Baumwollstoff ist auf den Verbrennungsvorgang
abgestimmt. Das heißt, dass im optimalen Fall die Ohrkerze
möglichst rückstandsfrei verbrennen soll.
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Beim
Abbrennen bleibt eine Aschefahne erhalten, die zum Schluss in der
Regel abknickt.
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Im
Inneren der Ohrkerze entsteht Rauchgas. Das Rauchgas kühlt
in der Ohrkerze ab, fällt nach unten, kondensiert und würde
ohne Rückhalteelement ungehindert in den äußeren
Gehörgang gelangen.
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Beim
Abbrennen der Ohrkerze schmilzt darüber hinaus das Bienenwachs.
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass, wenn das Bienenwachs in
zu großer Menge vorhanden ist, auch das Bienenwachs in
der Ohrkerze nach unten fließt und ohne Rückhalteelement
in den äußeren Gehörgang gelangen würde.
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Die
im Stand der Technik (
DE
10 2006 004 138 A1 ) beschriebene Ohrkerze mit Rückhalteelement
weist den Nachteil auf, dass das dort beschriebene Rückhalteelement
das entstehende Kondensat und eventuell abfließendes Wachs
entweder nicht ausreichend zurückhält, je nach
dem aus welchem Material das Rückhalteelement besteht,
beispielsweise wenn es aus einem Fliegengitter oder einem feinmaschigen
Draht besteht. Besteht das Rückhalteelement aus einem Filterpapier
oder einem Filterstoff, setzt es sich zu leicht zu, so dass die
Luftdurchlässigkeit nicht mehr gewährleistet ist.
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Das
der Erfindung zugrunde liegende technische Problem besteht darin,
eine Ohrkerze mit einem Rückhalteelement anzugeben, welches
Kondensat und eventuell abfließendes Bienenwachs zuverlässig am
Weiterfließen hindert und darüber hinaus auch bei
größeren Kondensat- und Wachsmengen eine Luftdurchlässigkeit
des Rückhalteelementes gewährleistet.
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Dieses
technische Problem wird durch eine Ohrkerze mit einem luftdurchlässigen
Rückhalteelement mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Ohrkerze mit einem luftdurchlässigen
Rückhalteelement, welches innerhalb der Ohrkerze angeordnet
ist, zeichnet sich dadurch aus, dass das Rück halteelement
eine Innenwandung aufweist und dass an der Innenwandung wenigstens
ein Vorsprung angeordnet ist, wobei der Vorsprung schraubenlinienförmig
oder ringförmig ausgebildet ist.
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Ist
der Vorsprung schraubenlinienförmig ausgebildet, was eine
besonders vorteilhafte Ausführungsform darstellt, so fließt
Kondensat oder Bienenwachs an dem Schraubengang. Richtung Ohr herunter.
Durch den deutlich verlängerten Weg, den das Kondensat
oder das Wachs beim Herabfließen an dem Schraubengang zurücklegen
muss, kühlt das Kondensat und das Wachs ab, oder es wird
durch den Schraubengang das gesamte Kondensat oder Wachs aufgenommen.
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Sollte
in ganz wenigen Fällen so viel Kondensat entstehen oder
Bienenwachs herabfließen, dass das Rückhalteelement
das Wachs oder Kondensat nicht vollständig aufnehmen kann,
würde das Kondensat oder Bienenwachs zumindest stark abgekühlt
in Richtung Ohr abfließen und dort zumindest annähernd
auf Körpertemperatur abgekühlt ankommen.
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Gemäß der
Alternative des Anspruches 1 ist der wenigstens eine Vorsprung ringförmig
ausgebildet. Durch die ringförmige Ausbildung wird das
Kondensat und/oder das Bienenwachs an dem ungehinderten Durchfluss
durch das Rückhalteelement gehindert. Entweder kann der
wenigstens eine Vorsprung das gesamte Kondensat und/oder Bienenwachs
aufnehmen oder das Kondensat und/oder das Bienenwachs kühlen
durch das Rückhalten auf dem Vorsprung derart ab, dass
bei einem Weiterfließen das Kondensat und/oder das Bienenwachs
eine für den Körper angenehme Temperatur aufweist.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
der wenigstens eine schraubenlinienförmige Vorsprung derart
ausgebildet, dass er wenigstens einmal vollständig an der
Innenwandung in dem Rückhalteelement umlaufend vorgesehen
ist. Hierdurch ist gewährleistet, dass das Kondensat und/oder
das Bienenwachs auf jeden Fall auf den schraubenlinienförmigen
Vorsprung gelangt und nicht an einer Mantellinie der Innenwandung
des Rückhalteelementes ungehindert an dem Vorsprung vorbeifließen
kann.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
zwei schraubenlinienförmige Vorsprünge, die ineinandergreifend
ausgebildet sind, vorgesehen. Vorteilhaft sind diese zwei schraubenlinienförmigen
Vorsprünge derart angeordnet, dass jede Mantellinie der
Innenwandung wenigstens einen Vorsprung schneidet, damit kein Kondensat
oder Bienenwachs ungehindert durch das Rückhalteelement
durchfließen kann. Es ist hierbei ausreichend, wenn jeder
schraubenlinienförmige Vorsprung wenigstens 180° der
Innenwandung abdeckt.
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Eine
weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zwei
schraubenlinienförmige Vorsprünge an der Innenwandung
vorgesehen sind, dass die Schraubenlinienvorsprünge jeweils
wenigstens einmal vollständig umlaufend an der Innenwandung
angeordnet sind, so dass die schraubenlinienförmigen Vorsprünge
ineinandergreifend ausgebildet sind.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind wenigstens
zwei ringförmige Vorsprünge vorgesehen, wobei
die zwei ringförmigen Vorsprünge unterschiedliche
Innendurchmesser aufweisen. Die ringförmigen Vorsprünge
mit den kleineren Innendurchmessern sind in Richtung des ohrseitigen
Endes der Ohrkerze angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass, wenn
sich Kondensat oder Bienenwachs auf dem ersten ringförmigen
Vorsprung ansammelt, und zwar in einer Menge, dass es heruntertropfen
würde, das Kondensat auf den nächsten ringförmigen
Vorsprung fällt oder tropft, der einen kleineren Innendurchmesser
aufweist und so weiter. Hierdurch ist vermieden, dass das Kondensat
oder Bienenwachs von dem ersten ringförmigen Vorsprung unmittelbar
in das Ohr, das heißt in den Gehörgang tropfen
kann.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
das Rückhalteelement auf einer ohrabgewandten Seite wenigstens
einen in radialer Richtung verlaufenden Steg auf. Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
der Steg als Kreuzsteg ausgebildet. Es besteht auch die Möglichkeit,
einen Fünffach-Steg oder dergleichen vorzusehen. Es muss
jedoch darauf geachtet werden, dass die Luftdurchlässigkeit
erhalten bleibt. Durch das Vorsehen wenigstens eines Steges, bevorzugt
eines Kreuzsteges, wird gewährleistet, dass Kondensat sich
in erster Linie auf dem Steg absetzt.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist
das Rückhalteelement auf der ohrabgewandten Seite einen
umlaufenden Bund auf, um ebenfalls herabfließendes Wachs
oder Kondensat aufzufangen.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
das Rückhalteelement aus Kunststoff gebildet.
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Es
besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass das Rückhalteelement
aus Glas, Keramik, Holz oder Metall gebildet ist.
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Das
Rückhalteelement ist vorteilhaft zylinderförmig
oder kegelabschnittsförmig ausgebildet, derart, dass das
Rückhalteelement mit einer Außenwandung flächig
an der In nenwandung der Ohrkerze anliegt. Das Rückhalteelement
ist vorteilhaft in der Ohrkerze ohne zusätzliche Klebemittel
klemmend gehalten.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen
Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Rückhalteelementes einer Ohrkerze nur beispielhaft dargestellt
ist. In der Zeichnung zeigen:
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1 ein
Rückhalteelement in perspektivischer Ansicht;
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2 ein
Rückhalteelement in Draufsicht;
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3 ein
Rückhalteelement in perspektivischer Ansicht von unten;
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4 ein
Rückhalteelement in perspektivischer Ansicht von unten;
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5 ein
Rückhalteelement mit Schraubengang im Längsschnitt;
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6 ein
Rückhalteelement in perspektivischer Ansicht geschnitten;
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7 einen
Querschnitt durch ein Rückhalteelement mit ringförmigen
Vorsprüngen;
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8 ein
Rückhalteelement mit schraubenförmigem Vorsprung
in Ansicht von unten;
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9 eine
Ohrkerze im Längsschnitt.
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1 zeigt
ein Rückhalteelement 1, welches im Wesentlichen
kegelabschnittsförmig ausgebildet ist. Das Rückhalteelement 1 weist
einen Kreuzsteg 2 auf. An einer Innenwandung 3 des
Rückhalteelementes 1 ist ein schraubenförmiger
Vorsprung 4 angeordnet.
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2 zeigt
das Rückhalteelement 1 mit dem Kreuzsteg 2.
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In 3 ist
erkennbar, dass zwei schraubenlinienförmige Vorsprünge 4, 5 vorgesehen
sind. Die schraubenlinienförmigen Vorsprünge 4, 5 sind
derart angeordnet, dass jede Mantellinie 6, 7 des
Rückhalteelementes 1 wenigstens einmal einen schraubenlinienförmigen
Vorsprung 4, 5 schneidet.
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Wie
in den 3 und 4 zu erkennen ist, beginnen
die schraubenlinienförmigen Vorsprünge 4, 5 an
jeweils einem Teilsteg 2a, 2b des Kreuzsteges 2.
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Wie
in den 5 und 6 zu erkennen ist, läuft
der schraubenlinienförmige Vorsprung 4 über 180° in
dem Ruckhalteelement 1 an der Innenwandung 3 entlang.
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7 zeigt
ein Rückhalteelement 8, welches ebenfalls einen
Kreuzsteg 2 aufweist. In dem Rückhalteelement 8 sind
an einer Innenwandung 9 ringförmige Vorsprünge 10, 11, 12 angeordnet.
Der ringförmige Vorsprung 11 weist einen kleineren
Innendurchmesser als der ringförmige Vorsprung 10 auf
und der ringförmige Vorsprung 12 weist einen kleineren
Innendurchmesser als der ringförmige Vorsprung 11 auf.
Sammelt sich herabfließendes Kondensat oder Bienenwachs
auf dem ersten ringförmigen Vorsprung 10, und
zwar in einer Menge, dass das Kondensat oder das Bienenwachs herabtropft,
so tropft das Kondensat oder das Bienenwachs auf den ringförmigen Vorsprung 11.
Sollte sich hier so viel Kondensat oder Bienenwachs sammeln, dass
es ebenfalls herabtropft, so tropft es auf den ringförmigen
Vorsprung 12.
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Öffnungen 13, 14 zwischen
dem Kreuzsteg 2 und dem Rückhalteelement 8 sowie
eine Öffnung 15 gewährleisten die Luftdurchlässigkeit
des Rückhalteelementes 8.
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8 zeigt
das Rückhalteelement 1 mit dem Kreuzsteg 2 und
mit zwischen dem Kreuzsteg 2 und dem Rückhalteelement 1 verbleibenden Öffnungen 16, 17, 18, 19,
die die Luftdurchlässigkeit des Rückhalteelementes 1 gewährleisten.
Im Bereich des Steges 2a des Kreuzsteges 1 beginnt
ein schraubenlinienförmiger Vorsprung 20 und zwar
an der Stelle 21. Der schraubenlinienförmige Vorsprung 20 endet
an der Stelle 22. Das heißt, im Bereich A überlappt
sich der schraubenlinienförmige Vorsprung 20.
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9 zeigt
eine Ohrkerze 23 mit einer Hülse 24,
die aus einem mit Bienenwachs getränkten Baumwollstoff
besteht. Im ohrseitigen Teil 25 der Ohrkerze 23 ist
das Rückhalteelement 1 angeordnet. Das Rückhalteelement 1 weist
die schraubenlinienförmigen Vorsprünge 4, 5 auf
sowie den Kreuzsteg 2. Das Rückhalteelement 1 weist
darüber hinaus einen umlaufenden Bund 26 auf,
so dass hier die erste Barriere für Kondensat oder Bienenwachs
vorhanden ist, welches an einer Innenwandung 27 der Ohrkerze 23 abfließt.
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Dieses
herabfließende Kondensat wird als erstes von dem umlaufenden
Bund 26 und von dem Kreuzsteg 2 aufgehalten. Gelangt
Kondensat und/oder Bienenwachs in das Rückhal teelement 1, so
fließt es auf die schraubenlinienförmigen Vorsprünge 4, 5.
Dort wird das Abfließen durch die schraubenlinienförmige
Form der Vorsprünge 4, 5 verlangsamt,
so dass das Kondensat und/oder das Bienenwachs abkühlt.
Durch die vergrößerte Ablauffläche der
schraubenlinienförmigen Vorsprünge 4, 5 kann
eine große Menge Kondensat und/oder Bienenwachs aufgenommen
werden. Sollte in seltenen Fällen das Kondensat und/oder
Bienenwachs das Rückhalteelement 1 durch die Öffnung 28 verlassen,
ist es zumindest stark abgekühlt, so dass es im Gehörgang keinen
Schaden anrichten kann.
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Durch
den Kreuzsteg 2 sind die in 9 nicht
dargestellten Öffnungen 16, 17, 18, 19 begrenzt.
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- 1
- Rückhalteelement
- 2
- Kreuzsteg
- 2a
- Steg
- 2b
- Steg
- 3
- Innenwandung
des Rückhalteelementes 1
- 4
- schraubenlinienförmige
Vorsprünge
- 5
- schraubenlinienförmige
Vorsprünge
- 6
- Mantellinie
- 7
- Mantellinie
- 8
- Rückhalteelement
- 9
- Innenwandung
des Rückhalteelementes 8
- 10
- ringförmige
Vorsprünge
- 11
- ringförmige
Vorsprünge
- 12
- ringförmige
Vorsprünge
- 13
- Öffnungen
- 14
- Öffnungen
- 15
- Öffnung
- 16
- Öffnungen
- 17
- Öffnungen
- 18
- Öffnungen
- 19
- Öffnungen
- 20
- schraubenlinienförmiger
Vorsprung
- 21
- Anfang
des schraubenlinienförmigen Vorspunges 20
- 22
- Ende
des schraubenlinienförmigen Vorsprunges 20
- 23
- Ohrkerze
- 24
- Hülse
- 25
- ohrseitiges
Ende der Ohrkerze
- 26
- umlaufender
Bund
- 27
- Innenwand
der Ohrkerze 23
- 28
- Öffnung
- A
- Überlappungsbereich
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102006004138
A1 [0002, 0011]