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Die
Erfindung betrifft einen Mitnehmer zur Anbindung einer Fensterscheibe
an einen Fensterheber eines Kraftfahrzeugs gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Ein
derartiger Mitnehmer ist über mindestens eine Führungsschiene
einer Kraftfahrzeugtür oder Kraftfahrzeugkarosserie zugeordnet
und weist eine Grundplatte, die an der Führungsschiene
oder einer Führungsbahn des Fensterhebers, insbesondere aber
nicht ausschließlich, eines bahngesteuerten Fensterhebers,
geführt ist, und einen Scheibenhalter auf, an dem die Fensterscheibe
befestigt wird. Durch eine Einstellvorrichtung wird bei der Montage
des Fensterhebers die räumliche Lage, insbesondere die Neigung
der Fensterscheibe eingestellt, um ein exaktes Anliegen der Fensterscheibe
an eine zugeordnete Dichtungskontur an der Fahrzeugkarosserie zu
ermöglichen.
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Ein
exaktes, dichtendes Anliegen der Fensterscheibe an der Dichtungskontur
ist insbesondere bei rahmenlosen Kraftfahrzeugtüren erforderlich,
bei denen im Unterschied zu einer Kraftfahrzeugtür mit Rahmen,
bei der die Fensterscheibe im Rahmen geführt ist und die
Abdichtung zwischen dem Türrahmen und der Karosserie erfolgt,
die Seiten scheibe im geschlossenem Zustand und bei geschlossener Kraftfahrzeugtür
direkt an der Dichtungskontur der Fahrzeugkarosserie anliegt. Um
eine zuverlässige Dichtung zu gewährleisten, muss
die Fensterscheibe bei einer rahmenlosen Kraftfahrzeugtür
daher im geschlossenen Zustand und bei geschlossener Kraftfahrzeugtür
fest gegen die Dichtungskontur der Fahrzeugkarosserie drücken.
Zu diesem Zweck wird die Fensterscheibe in Richtung der Dichtungskontur leicht
vorgespannt und bewirkt somit den erforderlichen Anpressdruck.
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Stand der Technik
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Aus
der
WO 99/57400 ist
ein einstellbarer Mitnehmer zur Anbindung einer Fensterscheibe an einen
Fensterheber einer Kraftfahrzeugtür bekannt, der über
Führungsschienen der Kraftfahrzeugtür zugeordnet
ist und im Wesentlichen aus einem an der Führungsschiene
des Fensterhebers geführten Grundkörper und einem
Aufnahmekörper besteht, in dem die Fensterscheibe eingespannt
ist. Der Aufnahmekörper ist mittels einer zwischen dem
Grundkörper und dem Aufnahmekörper vorgesehenen
gelenkigen Verbindung zum Grundkörper verschwenkbar, indem ein
durch ein Werkzeug betätigbares Einstellmittel die Stellung
des Aufnahmekörpers zum Grundkörper direkt oder
indirekt verändert.
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Aus
der
DE 101 45 180
A1 ist ein einstellbarer Mitnehmer zur Anbindung einer
Fensterscheibe an einen Fensterheber bekannt, der einen in einer Führungsschiene
des Fensterhebers geführten Grundkörper und einen
Aufnahmekörper zur Aufnahme der Fensterscheibe aufweist.
Der Aufnahmekörper ist über ein Gelenk schwenkbar
mit dem Grundkörper verbunden, wobei zu einer exakten Positionierung
des Aufnahmekörpers bezüglich des Grundkörpers
und damit zur Festlegung der Ausrichtung der Fensterscheibe Blockiermittel
vorgesehen sind, die unter Vorspannung auf den Aufnahmekörper
einwirken, so dass sie bei einem Verschwenken des Aufnahmekörpers
gegenüber dem Grundkörper in eine Position bewegt
werden, in der sie ein Zurückschwenken des Aufnahmekörpers
in entgegen gesetzter Richtung blockieren und hierdurch die zuvor eingestellte
Lage der Fensterscheibe erhalten.
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Aus
der
DE 102 46 159
B4 ist eine Einstelleinrichtung für eine von einem
Fensterheber betätigbare Scheibe einer rahmenlosen Tür
eines Kraftfahrzeuges bekannt, bei der die Scheibe im montierten Zustand
zum Toleranzausgleich in einer Richtung quer zur Fahrzeuglängsachse
kipp- oder schwenkbar ist. Zu diesem Zweck ist ein mit einem Mitneh mer
des Fensterhebers verbundener Scheibenhalter für die Scheibe
mittels einer in Richtung einer Längsachse verstellbaren
Verstellschraube relativ zum Mitnehmer kipp- oder schwenkbar, wobei
die Längsachse der Verstellschraube etwa rechtwinklig zur
Scheibenfläche angeordnet ist. Ein mit einem Werkzeug in
Eingriff gelangender Betätigungsabschnitt der Verstellschraube
ist als Teil eines Umlenkgetriebes ausgebildet, so dass die Verstellschraube
mittels des in Richtung der Scheibenfläche an der Verstellschraube
angreifenden Werkzeugs verstellbar ist.
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Aufgabenstellung
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein exaktes Anlegen
der Fensterscheibe an eine zugeordnete Dichtungskontur an einer
Kraftfahrzeugkarosserie mit einfachen konstruktiven Mitteln, geringem
Montageaufwand und wenigen Bauteilen zu gewährleisten.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Lösung bewirkt mit einfachen
konstruktiven Mitteln, geringem Montageaufwand und wenigen Bauteilen
ein exaktes Anlegen der Fensterscheibe an eine zugeordnete Dichtungskontur
an der Kraftfahrzeugkarosserie im montierten Zustand der Fensterscheibe,
insbesondere bei bahngesteuerten Fensterhebern.
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Die
erfindungsgemäße Lösung ermöglicht
es insbesondere, die Vorspannung der Fensterscheibe eines Fensterhebers
für rahmenlose Kraftfahrzeuge in Y-Richtung des Kraftfahrzeugs
ohne eine gelenkige Verbindung zwischen der Grundplatte und dem Scheibenhalter
des Mitnehmers einzustellen. Die Einstellung wird im montierten
Zustand der Fensterscheibe von einem frei wählbaren Einstellort
vorgenommen, so dass eine unmittelbare Kontrolle der Einstellung
und insbesondere der Vorspannung möglich ist, mit der sich
die Fensterscheibe an die Dichtungskontur anlegt.
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In
Abhängigkeit von der Anordnung und Ausrichtung einer Werkzeugaufnahme
für ein Einstellwerkzeug sowie der Anordnung und Ausgestaltung eines
das Justierelement betätigenden Getriebes zwischen der
Werkzeugaufnahme und dem Justierelement kann die Einstellung in
Z-Richtung des Kraftfahrzeugs über die obere Schachtöffnung,
vom Schachtboden des Türschachtes einer Kraftfahrzeugtür
sowie senkrecht dazu in X- oder Y-Richtung des Kraftfahrzeugs erfolgen.
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Die
Kulissenführungen zur Verstellung der Neigung des Scheibenhalters
gegenüber der in den Führungsschienen des Fensterhebers
geführten Grundplatte und damit der mit dem Scheibenhalter verbundenen
Fensterscheibe enthalten Führungsbahnen, in die zueinander
beabstandete Führungsstege des Justierelements eingreifen
bzw. in kinematischer Umkehr Führungsstege, die in zueinander
beabstandete Führungsbahnen des Justierelements eingreifen.
In weiterer Ausgestaltung können die Kulissenführungen
beispielsweise aus Führungsbahnen in der Grundplatte und
Führungsstegen im Scheibenhalter mit entsprechend korrespondierenden
Führungsstegen bzw. Führungsbahnen im Justierelement
bestehen.
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Die
Ausgestaltung der Kulissenführungen als Führungsbahnen
und Führungsstege, die in die Führungsbahnen eingreifen,
ermöglicht es, einen beliebigen Verlauf der Neigungsverstellung
vorzugeben und unterschiedliche Passungen zwischen den Führungsbahnen
und den in sie eingreifenden Führungsstegen vorzusehen.
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Dem
entsprechend können die Führungsbahnen die Führungsbahnen
geradlinig oder bogenförmig zueinander geneigt derart verlaufen,
dass bei einer Verstellung des Justierelements die Grundplatte und
der Scheibenhalter einen veränderbaren Winkel zwischen
sich einschließen.
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Da
ausgehend von einer (virtuellen) Anlagekante bei einer gegenseitigen
Verstellung von Scheibenhalter und Grundplatte die Verstellbewegung
des Justierelements auf einer gekrümmten Bahn verläuft, ist
bei entsprechend engen Passungen und geringer Elastizität
des Scheibenhalters bzw. der Grundplatte eine bogenförmige
Führungsbahn vorzusehen, während bei hinreichenden
Elastizitäten des Scheibenhalters bzw. der Grundplatte
oder hinreichendem Spiel zwischen den Führungsbahnen und
den in sie eingreifenden Führungsstegen auch geradlinig
verlaufende Führungsbahnen vorgesehen werden können.
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Die
am Scheibenhalter angeordneten Führungsbahnen oder Führungsstege
können in Z-Richtung in einer Y-Z-Ebene gekrümmt
sein oder zwischen den im Scheibenhalter angeordneten Führungsbahnen
oder Führungsstegen und den in diese Führungsbahnen
oder Führungsstege eingreifenden Führungsstege
oder Führungsbahnen des Justierelements ist ein Bewegungsspiel
senkrecht zur Verstellrichtung des Justierelements vorgesehen.
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Alternativ
können die in die Führungsbahnen eingreifenden
Führungsstege ballig ausgebildet und mit einer vorbestimmten
elastischen Pressung in den Führungsbahnen geführt
werden, so dass ohne ein zusätzliches Federelement eine
exakte Führung gewährleistet ist. Dabei entspricht
die ballige Form der Führungsstege (bzw. Führungsbahnen
in umgekehrter Ausführung) der Krümmung der Führungsbahnen,
so dass die Führungsstege verklemmungsfrei auf einer gekrümmten
Bahn geführt werden.
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Da
bei geradlinig verlaufenden Führungsbahnen und entsprechendem
Spiel zwischen den Führungsstegen und den Führungsbahnen
störende Klappergeräusche auftreten können
bzw. bei geradlinig verlaufenden Führungsbahnen und geringer Elastizität
des Scheibenhalters bzw. der Grundplatte die Gefahr eines Verklemmens
beim Verstellen des Justierelements zur Einstellung der Neigung
der Fensterscheibe besteht, kann nach einem weiteren Merkmal der
Erfindung zwischen dem Justierelement und dem Scheibenhalter ein
das Justierelement gegen den Scheibenhalter vorspannendes Federelement
vorgesehen werden. Ein solches als Spielausgleichsfeder wirkendes
Federelement bewirkt eine spielfreie Anlage der Führungsstege
oder Führungsbahnen des Justierelements an den Führungsstegen oder
Führungsbahnen des Scheibenhalters, so dass weder Klappergeräusche
auftreten können noch die Gefahr eines Verklemmens bei
der Verstellung des Justierelements besteht.
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Die
in Z-Richtung des Kraftfahrzeugs verlaufenden Führungsbahnen
oder Führungsstege sind vorzugsweise im Bereich einer in
Abzugsrichtung der Fensterscheibe unteren Kante der Grundplatte
und des Scheibenhalters angeordnet.
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In
bevorzugter Ausgestaltung weist die Einstellvorrichtung eine Werkzeugaufnahme
für ein Drehwerkzeug und ein Verstellgetriebe auf, das
eine Drehung des Drehwerkzeugs in eine translatorische Verstellbewegung
des Justierelements umformt.
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Das
Verstellgetriebe kann als Schraubengetriebe ausgebildet sein, das
eine mit dem Scheibenhalter verbundene oder im Scheibenhalter ausgebildete
Verstellöse mit einem Innengewinde und eine über
die Werkzeugaufnahme verstellbare Verstellschraube aufweist, deren
Außengewinde mit dem Innengewinde der Verstellöse
in Eingriff steht und deren Schraubenschaft mit einem Koppelring
versehen ist, der in eine Koppelnut einer Koppelklaue des Justierelements
eingreift.
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Alternativ
kann ein Zahnstangengetriebe, ein Exzentergetriebe oder dergleichen
vorgesehen werden, mit dem die Verstellung des Justierelements aus einem
beliebigen Winkel in Bezug auf die Verstellrichtung des Justierelements
realisiert wird.
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Hierfür
kann die Werkzeugaufnahme als Innenmehrkant ausgebildet werden,
in den ein mit einem Außenmehrkant versehenes Drehwerkzeug
eingreift, so dass eine sehr feinfühlige Einstellung des Justierelements
und damit der Neigung der Fensterscheibe gewährleistet
ist.
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Vorzugsweise
ist die Werkzeugaufnahme parallel zur Oberfläche des Scheibenhalters
derart ausgerichtet, dass das Drehwerkzeug von der Schachtöffnung
oder vom Schachtboden der Kraftfahrzeugtür in die Werkzeugaufnahme
einsetzbar ist, um so eine Einstellung der Lage und Ausrichtung
des Mitnehmers in Bezug auf die durch die Führungsschiene(n)
vorgegebene Abzugslinie der Fensterscheibe im fertig montierten
Zustand des Fensterhebers zu ermöglichen und dadurch eine
optimale Anlage der Fensterscheibe an der Dichtungskontur der Fahrzeug-
oder Fahrzeugtürkarosserie insbesondere bei bahngesteuerten
Fensterhebern sicherzustellen.
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In
bevorzugter Anwendung ist die Grundplatte mit mindestens zwei Gleitelementen
verbunden, die in Führungsschienen eines bahngesteuerten Fensterhebers
geführt sind.
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Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus den Zeichnungsfiguren und der zugehörigen
Figurenbeschreibung.
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Ausführungsbeispiel
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Anhand
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
und der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungsfiguren sollen
der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke und weitere Varianten
der erfindungsgemäßen Lösung näher
erläutert werden.
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Es
zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Mitnehmers für einen Kraftfahrzeug-Fensterheber mit
einem eine Fensterscheibe aufnehmenden Scheibenhalter, einer an
Führungsschienen des Fensterhebers geführten Grundplatte
und einer die Neigung des Scheibenhalters gegenüber der
Grundplatte einstellenden Einstellvorrichtung;
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2 eine
perspektivische Explosionsdarstellung der Bauteile des Mitnehmers
gemäß 1;
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3 eine
perspektivische Ansicht des Mitnehmers gemäß den 1 und 2 mit
Blick auf die den Führungsschienen des Fensterhebers zugewandte
Seite der Grundplatte;
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4 einen
Längsschnitt durch den Mitnehmer gemäß den 1 bis 3;
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5 eine
teilweise geschnittene Darstellung des Mitnehmers gemäß den 1 bis 4 mit in
den Scheibenhalter eingesetzter Fensterscheibe und in die Einstellvorrichtung
eingesetztem Drehwerkzeug;
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6 eine
Draufsicht auf eine Fensterheberplatte eines bahngesteuerten Fensterhebers
mit darin eingesetztem Mitnehmer und
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7 eine
Draufsicht auf die Fensterheberplatte gemäß 6 von
der gegenüberliegenden Seite mit daran befestigtem Fensterheberantrieb.
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Der
in den 1 bis 5 dargestellte Mitnehmer für
einen Fensterheber, insbesondere für einen bahngesteuerten
Kraftfahrzeug-Fensterheber, setzt sich aus einer Grundplatte 2 mit
Aufnahmen 26, 27 für Gleitelemente, die
in die Führungsschienen des Fensterhebers eingreifen, und
einem Scheibenhalter 3 zusammen, der einen Aufnahmeschacht 37 für
eine Fensterscheibe 1 sowie Aufnahmen 35, 36 für
Befestigungselemente enthält, die beispielsweise durch Öffnungen 10 in
der Fensterscheibe 1 greifen und die Fensterscheibe 1 am
Scheibenhalter 3 sichern.
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Um
eine dichtende Anlage der Fensterscheibe 1 an der Dichtungskontur
einer Kraftfahrzeugtür oder Kraftfahrzeugkarosserie, insbesondere
ab rahmenlosen Kraftfahrzeugtüren, zu gewährleisten,
ist eine Einstellvorrichtung 4 vorgesehen, mit der die Neigung
des Scheibenhalters 3 gegenüber der Grundplatte 2 eingestellt
werden kann, so dass die Fensterscheibe 1 bei geschlossener
Fensterscheibe fest dichtend und mit Vorspannung an der Dichtungskontur
der Kraftfahrzeugtür anliegt. Die Einstellvorrichtung 4 besteht
aus Kulissenführungen 20, 21, 22 bzw. 30, 31, 32,
einem Justierelement 5 sowie einem Verstellgetriebe 6, 7,
das mit einem Drehwerkzeug 8 betätigt werden kann,
so dass das Justierelement 5 entlang der Kulissenführungen 20, 21, 22 bzw. 30, 31, 32 verstellt
wird.
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Die
Kulissenführungen 20, 21, 22 bzw. 30, 31, 32 setzen
sich aus zueinander gerichteten Führungsbahnen 21, 22 in
einem Führungskörper 20 der Grundplatte 2 sowie
zueinander gerichteten Führungsbahnen 31, 32 eines
Führungskörpers 30 im Scheibenhalter 3 zusammen.
Die Führungsbahnen 21, 22 bzw. 31, 32 sind
in Abzugsrichtung der Fensterscheibe 1, d. h. in Richtung
ihrer Längserstreckung so in den Führungskörpern 20, 30 der
Grundplatte 2 und des Scheibenhalters 3 angeordnet,
dass sie bei paralleler Ausrichtung der Grundplatte 2 und
des Scheibenhalters 3 winklig zueinander verlaufen. Dies wird
in dem in den 1 bis 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel dadurch erzielt, dass die in der Grundplatte 2 angeordneten
Führungsbahnen 21, 22 geneigt zur Ebene
der Grundplatte 2 bzw. zur Ausrichtung der Fensterscheibe 1 im
Aufnahmeschacht 37 des Scheibenhalters 3 verlaufen,
während die Führungsbahnen 31, 32 im
Grundkörper 30 des Scheibenhalters 3 parallel
zur Ausrichtung der Fensterscheibe 1 im Aufnahmeschacht 37 des
Scheibenhalters 3 verlaufen, wie insbesondere dem in 4 dargestellten
Längsschnitt durch den Mitnehmer zu entnehmen ist.
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Das
Justierelement 5 weist von einem Grundkörper 50 seitlich
abstehende Führungsstege 51 bis 54 auf,
von denen breite Führungsstege 51, 52 in
die Führungsbahnen 31, 32 des Scheibenhalters 3 eingreifen,
während schmale Führungsstege 53, 54 in
die Führungsbahnen 21, 22 der Grundplatte 2 eingreifen.
Die Führungsstege 51, 52 bzw. 53, 54 sind parallel
zueinander ausgerichtet und jeweils paarweise voneinander weg gerichtet.
Weiterhin weist das Justierelement 5 eine Koppelklaue 55 auf,
in die eine Koppelnut 56 eingelassen ist.
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Zum
Verstellen des Justierelements 5 entlang der Führungsbahnen 31, 32 bzw. 21, 22 dient ein
als Schraubengetriebe ausgebildetes Verstellgetriebe mit einer Verstellschraube 6 mit
einem Außengewinde 61 und einer Verstellöse 7 mit
einem Innengewinde 71, das mit dem Außengewinde 61 der
Verstellschraube 6 in Eingriff steht. Der Schraubenschaft der
Verstellschraube 6 ist mit einem Koppelring 62 versehen,
der in die Koppelnut 56 der Koppelklaue 55 am
Justierelement 5 eingreift. Durch den gabelförmigen
Verlauf der Koppelklaue 55 mit der darin angeordneten Koppelnut 56 ist
ein Eingriff des Koppelrings 62 der Verstellschraube 6 auch
bei einem Bewegungsspiel der Führungsstege 51, 52 bzw. 53, 54 innerhalb
der Führungsbahnen 31, 32 bzw. 21, 22 gewährleistet.
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Das
dem Koppelring 62 entgegengesetzte Ende der Verstellschraube 6 weist
eine Werkzeugaufnahme 63 auf, in die das Drehwerkzeug 8 zur
Neigungseinstellung der Fenster scheibe 1 eingesetzt wird.
Die Werkzeugaufnahme 63 kann beispielsweise aus einem Innenmehrkant
bestehen, in den das mit einem Außenmehrkant versehene
Drehwerkzeug 8 eingreift.
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Die
Koppelöse 7 mit dem darin vorgesehenen Innengewinde 71 ist
als Teil des Führungskörpers 30 am Scheibenhalter 3 ausgebildet
und fluchtet mit einer Werkzeugführung 33, 34 für
das Drehwerkzeug 8 gemäß den 1 und 5.
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Zur
Einstellung und Justage der Neigung der Fensterscheibe 1 gegenüber
der Abzugslinie des Fensterhebers, die durch die Führungsschienen
des Fensterhebers bestimmt wird, in die über die Aufnahmen 26, 27 mit
der Grundplatte 2 verbundene Gleitelemente eingreifen,
wird das Drehwerkzeug 8 in die Werkzeugaufnahme 63 eingesetzt
und durch Drehen des Drehwerkzeugs 8 die Verstellschraube 6 in
der einen oder anderen Richtung gedreht, wobei durch den Verzahnungseingriff
der Außenverzahnung 61 der Verstellschraube 6 in
die Innenverzahnung 71 der Koppelöse 7 der
Abstand des Koppelrings 62 der Verstellschraube 6 zur
Koppelöse 7 verändert wird und dadurch
das Justierelement 5 entlang der Führungsbahnen 31, 32 bzw. 21, 22 verstellt
wird. Infolge der winkligen Anordnung einerseits der Führungsbahnen 31, 32 und
andererseits der Führungsbahnen 21, 22 zueinander
wird dabei der Scheibenhalter 3 gegenüber der
Grundplatte 2 gekippt und damit die Neigung der mit dem
Scheibenhalter 3 verbundenen Fensterscheibe 1 gegenüber
der Grundplatte 2 und damit der Abzugslinie des Fensterhebers
verstellt.
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Das
Kippen des Scheibenhalters 3 gegenüber der Grundplatte 2 beim
Verstellen des Justierelements 5 entlang den Führungsbahnen 31, 32 bzw. 21, 22 erfolgt
dabei über eine virtuelle Kippachse, die senkrecht zu den
Führungsbahnen 31, 32, bzw. 21, 22 ausgerichtet
ist. Aufgrund dieser Kippbewegung um die virtuelle Kippachse ist
eine hinreichende Elastizität der durch die Führungsbahnen 21, 22 bzw. 31, 32 und
die Führungsstege 51 bis 54 am Justierelement 5 gebildeten
Kulissenführungen erforderlich, was beispielsweise dadurch
erzielt werden kann, dass der Scheibenhalter 3 aus einem
hinreichend elastischen Werkstoff, beispielsweise aus Kunststoff, hergestellt
wird, ohne dass die zur Aufnahme und stabilen Halterung der Fensterscheibe 1 erforderliche Stabilität
beeinträchtigt wird.
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Alternativ
kann ein hinreichendes Bewegungsspiel zwischen den Führungsstegen 51, 52 und den
Führungsbahnen 31, 32 am Führungskörper 30 des
Scheibenhalters 3 bzw. ein hinreichendes Bewegungsspiel
zwischen den Führungsbahnen 21, 22 am
Führungskör per 20 der Grundplatte 2 und
den Führungsstegen 53, 54 am Justierelement 5 vorgesehen
werden. Um sowohl ein hinreichendes Bewegungsspiel beim Verstellen
des Justierelements 5 zur Neigungseinstellung der Fensterscheibe 1 als
auch eine exakte, klapperfreie Führung des Justierelements 5 in
den Führungsbahnen 21, 22 bzw. 31, 32 zu
gewährleisten, kann zwischen den Führungsstegen 51, 52 am
Justierelement 5 und den Führungsbahnen 31, 32 am
Führungskörper 30 des Scheibenhalters 3 ein
hinreichendes Bewegungsspiel vorgesehen werden, das mittels einer
zwischen dem Justierelement 5 und dem Führungskörper 30 angeordnete
Ausgleichsfeder kompensiert wird.
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6 zeigt
in einer Draufsicht den in die Führungsschienen eines Fensterhebers
eingesetzten Mitnehmer 2, 3. Die Führungsschienen
bestehen in diesem Ausführungsbeispiel aus Führungsbahnen 91, 92, 93 in
einer Fensterheberplatte 9, die unterschiedliche Verläufe
in Abzugsrichtung des Fensterhebers mit variierenden Abständen
und Bahnverläufen entsprechend einem an sich bekannten
bahngesteuerten Fensterheber aufweisen. Die Grundplatte 2 des
Mitnehmers ist mit Gleitelementen 15, 16, 17 (7)
verbunden, die in die Führungsbahnen 91, 92, 93 eingreifen.
Eine Draufsicht auf die andere Oberfläche der Fensterheberplatte 9 gemäß 7 zeigt
die Anordnung eines Fensterheberantriebs, der aus einer elektromotorischen
Antriebseinrichtung 11, einem Fensterheberseil 12 und
Umlenkungen 13, 14 besteht und über eine
mit dem Gleitelement 17 verbundene Seilaufnahme mit dem
Mitnehmer 2, 3 verbunden ist.
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Durch
Betätigung der elektromotorischen Antriebseinrichtung 11 wird
der Mitnehmer 2, 3 über die Seilaufnahme
entlang der Führungsbahnen 91, 92, 93 bewegt,
wobei infolge des unterschiedlichen Verlaufs der Führungsbahnen 91, 92, 93 die
in die Führungsbahnen 91, 92, 93 eingreifenden
Gleitelemente 15, 16, 17 den Mitnehmer 2, 3 und
damit die mit dem Mitnehmer 2, 3 verbundene Fensterscheibe 1 beim
Anheben und Absenken der Fensterscheibe 1 entsprechend
einem vorgegebenen Verlauf in der Scheibenebene kippen.
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- 1
- Fensterscheibe
- 2
- Grundplatte
- 3
- Scheibenhalter
- 4
- Einstellvorrichtung
- 5
- Justierelement
- 6
- Verstellschraube
- 7
- Verstellöse
- 8
- Drehwerkzeug
- 9
- Fensterheberplatte
- 10
- Öffnungen
- 11
- Antriebseinrichtung
- 12
- Fensterheberseil
- 13,
14
- Umlenkungen
- 15,
16, 17
- Gleitelemente
- 20
- Führungskörper
der Grundplatte
- 21,
22
- Führungsbahnen
der Grundplatte
- 26,
27
- Aufnahmen
für Gleitelemente
- 30
- Führungskörper
des Scheibenhalters
- 31,
32
- Führungsbahnen
des Scheibenhalters
- 33,
34
- Werkzeugführungen
- 35,
36
- Aufnahmen
für Befestigungselemente
- 37
- Aufnahmeschacht
- 50
- Grundkörper
des Justierelements
- 51–54
- Führungsstege
- 55
- Koppelklaue
- 56
- Koppelnut
- 61
- Außengewinde
- 62
- Koppelring
- 63
- Werkzeugaufnahme
- 71
- Innengewinde
- 91–93
- Führungsbahnen
(Führungsschienen)
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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- - WO 99/57400 [0004]
- - DE 10145180 A1 [0005]
- - DE 10246159 B4 [0006]