-
Die
Erfindung betrifft eine Rundumleuchte, vorzugsweise eine Rundumkennleuchte,
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bzw. 7.
-
Rundumleuchten,
insbesondere blinkende oder blitzende Rundumkennleuchten, werden
zu Hinweis- und vor allem Warnzwecken eingesetzt. Hauptsächlich finden
Rundumkennleuchten als sogenanntes Blaulicht für Sondereinsatzfahrzeuge oder
als Gelblicht für
Arbeitsfahrzeuge, beispielsweise Baufahrzeuge, Verwendung. Rundumleuchten
werden aber auch stationär
eingesetzt im industriellen Bereich, beispielsweise an Maschinen.
-
Rundumleuchten,
und zwar vor allem Rundumkennleuchten, verfügen über eine helle Lichtquelle,
beispielsweise eine Gasentladungslampe. Optische Blitz- oder Blinksignale
werden bei Rundumkennleuchten durch Drehspiegel oder eine gepulste Ansteuerung
der Lichtquelle erzeugt. Übliche
helle Lichtquellen, insbesondere Gasentladungslampen oder sogenannte
Blitzröhren,
benötigen
verhältnismäßig viel
elektrische Energie und verfügen
nur über eine
begrenzte Lebensdauer. Deswegen ist es bekannt, die konventionellen
Leuchtmittel auch bei Rundumleuchten und Rundumkennleuchten zu ersetzen
durch Leuchtdioden (LED's),
und zwar vorzugsweise einem Raster mehrerer Leuchtdioden. Solche
Leuchtdioden zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine lange Lebensdauer
aufweisen und nur wenig Energie verbrauchen. Problematisch ist es
jedoch, mit Leuchtdioden die vor allem bei Rundumleuchten und Rundumkennleuchten
geforderten hohen Lichtstärken
zu erzeugen, die konventionellen Leuchtmitteln, insbesondere Gasentladungslampen, möglichst
nahe kommen.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rundumleuchte, vorzugsweise
eine Rundumkennleuchte, zu schaffen, die über eine mit Leuchtdioden erzeugte
hohe Lichtstärke
verfügt.
-
Eine
Rundumleuchte zur Lösung
dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Demnach sind
die Leuchtdioden von einer aus mehreren Linsenteilen gebildeten
Linse umgeben. Die einzelnen Linsenteile können komplexer gestaltet sein
als einstückige,
insbesondere ringförmige
Linsen. Die Linsenteile lassen sich sogar mit komplex profilierten Innenflächen und
auch Außenflächen aus
Kunststoff im Spritzguss bilden. Durch die Teilung der Linse in Linsenteile
kann die Linse solchermaßen
profilierte Innen- und/oder
Außenflächen aufweisen,
die zu einer überraschend
hohen Lichtausbeute der Leuchtdioden und damit einer lichtintensiven
Rundumleuchte führen.
-
Bevorzugt
ist es vorgesehen, die Linsenteile gleich groß auszubilden. Dadurch ist
nur eine einzige Form zur Herstellung aller Linsenteile einer Linse
erforderlich.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Rundumleuchte
bzw. Rundumkennleuchte ist es vorgesehen, die aus den Linsenteilen
zusammengesetzte Linse mit einem unrunden Querschnitt zu versehen.
Dadurch ist der Querschnitt der Linse nicht als ein Kreisring ausgebildet,
sondern als ein Ring dessen als Lichtaustrittsfläche dienende Außenfläche und/oder
als Lichteintrittsfläche
dienende Innenfläche
bezogen auf den Querschnitt der Linse nicht kreisförmig ist.
Die Linsenteile können
so ausgebildet sein, dass die zusammengesetzte Linse nur eine unrunde
Außenfläche, aber
eine kreisrunde Innenfläche
oder umgekehrt nur eine unrunde Innenfläche und eine kreisrunde Außenfläche aufweist. Bevorzugt
sind sowohl die Innenfläche
als auch die Außenfläche unrund
ausgebildet, so dass die Wandstärke
der Linsenteile der Linse überall
etwa gleich sind. Die Linse verfügt
durch ihre unrunde Ausbildung über
besonders gute optische Eigenschaften, die zu einer großen Lichtausbeute
der die Lichtquelle bildenden Leuchtdioden führt. Außerdem können durch die unrunde Ausbildung
der Linse die Linsenteile so gestaltet sein, dass sie mehr Platz
für die Leuchtdioden
schaffen.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung verfügt die Linse
dort, wo die Linsenteile zusammengesetzt sind, über aufrechte Kanten. Die aufrechten
Kanten begrenzen Trennebenen, die durch das Zusammensetzen der Linsenteile
zur Linse entstehen.
-
Es
ist weiterhin vorgesehen, dass die Linsenteile im Querschnitt gewölbt sind.
Bevorzugt ist der Radius der gewölbten
Linsenteile größer als
der halbe Durchmesser eines Hüllkreises,
auf dem die Kanten liegen, an denen sich die Linsenteile berühren. Dadurch
liegen die Mitten der Linsenteile zwischen den Kanten auf einem
separaten Hüllkreis
mit einem geringeren Durchmesser. Durch die unterschiedlich großen Hüllkreise,
auf denen einerseits die Kanten und andererseits die Mitten der
Linsenteile liegen, kommt der unrunde Querschnitt der Linse zustande, wobei
zumindest eine Seite, vorzugsweise die Außenseite, der Linse überall gewölbt ist
und keine im Querschnitt gesehen flache Bereiche aufweist.
-
Eine
weitere Rundumleuchte bzw. Rundumkennleuchte zur Lösung der
eingangs genannten Aufgabe, wobei es sich auch um eine bevorzugte Weiterbildung
der zuvor beschriebenen Rundumleuchte handeln kann, weist die Merkmale
des Anspruchs 7 auf. Diese Rundumleuchte, insbesondere Rundumkennleuchte,
zeichnet sich dadurch aus, dass die Leuchtdioden von einer im Querschnitt
unrunden Linse umgeben sind. Diese Linse kann ein- und mehrteilig
ausgestaltet sein. Durch den unrunden Querschnitt erhält die Linse
besonders vorteilhafte optische Eigenschaften, die dazu führen, dass das
von den im Raster angeordneten Leuchtdioden abgegebene Licht verteilt
und eine gute Lichtausbeute erzielt wird, wodurch die erfindungsgemäße Rundumleuchte,
insbesondere Rundumkennleuchte, trotz der von Leuchtdioden gebildeten
Lichtquelle über eine
Leuchtstärke
verfügt,
die mindestens der Leuchtstärke
von Rundumleuchten und Rundumkennleuchten mit einer herkömmlichen
Lichtquelle entspricht.
-
Die
unrunde Linse weist bevorzugt mehrere aufrechte Kanten, vorzugsweise
parallele Kanten, auf. Dadurch weist die Linse im Querschnitt gesehen eine
von der Kreisform abweichende Außenfläche und/oder Innenfläche auf.
-
Die
im Querschnitt unrunde Linse der Rundumleuchte kann aus mehreren
im Querschnitt vorzugsweise gewölbten
Linsenabschnitten gebildet sein, wobei der Radius der Linsenabschnitte
größer ist
als der halbe Durchmesser eines Hüllkreises, auf dem die Kanten
der Linse liegen. Dadurch ist die Linse zwischen benachbarten Kanten
flacher als der Hüllkreis,
auf der alle Kanten der Linse liegen. Es hat sich gezeigt, dass
eine solche Linse besonders gute optische Eigenschaften hat und
so zu einer hohen Lichtausbeute des von den Leuchtdioden abgegebenen
Lichts führt.
Insbesondere werden die vom Raster aus einer Vielzahl von Leuchtdioden
erzeugten Lichtpunkte von der Linse so modelliert, dass sie vom Betrachter
der Rundumleuchte bzw. Rundumkennleuchte nicht mehr als Raster einzelner
von den Leuchtdioden erzeugter Lichtpunkte erkennbar sind.
-
Bevorzugt
ist die Linse aus mehreren vorzugsweise gleichen Linsenteilen zusammengesetzt. Dadurch
lässt sich
besonders einfach die erfindungsgemäß einen unrunden Querschnitt
aufweisende Linse bilden.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen,
die Linsenteilen an den Kanten der unrunden Linse zusammenzusetzen.
An diesen Kanten stören
die Nahtstellen, an denen korrespondierende Stirnseite benachbarter
Linsenteile zusammentreffen, nicht oder zumindest nicht wesentlich.
Dadurch trägt
die erfindungsgemäß vorgesehene
unrunde Ausbildung der Linse im Wesentlichen dazu bei, die Linse
aus mehreren vorzugsweise gleichen Linsenteilen zusammensetzen zu
können. Das
Zusammensetzen der Linsenteile an den Kanten der unrunden Linse
führt auch
dazu, dass vom Betrachter der Rundumleuchte, insbesondere Rundumkennleuchte,
nicht erkennbar ist, dass diese aus Linsenteilen zusammengesetzt
ist.
-
Bei
einer bevorzugten Weiterbildung sämtlicher Rundumleuchten zur
Lösung
der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist es vorgesehen, die Linse,
insbesondere die zur Bildung derselben zusammengesetzten Linsenteile,
an mindestens einer Stirnseite formschlüssig mit dem Sockel der Rundumleuchte
und/oder einem Kopplungsmittel zu verbinden. Dadurch kann die Linse
positionsgenau und dauerhaft mit übrigen Teilen der Rundumleuchte,
insbesondere des Sockels, verbunden werden. Bei aus mehreren vorzugsweise
gleichen Linsenteilen zusammengesetzten Linsen dient die formschlüssige Verbindung
der Linsenteile mit dem Sockel und/oder einem Kopplungsmittel auch
dazu, die Linsenteile genau positioniert und dicht zusammenzuhalten,
um daraus die Linse zu bilden. Die formschlüssige Verbindung der Linsenteile
mit dem Sockel und/oder einem separaten Kopplungsmittel führt auch
dazu, dass die Linsenteile symmetrisch und in der vorgesehenen Relativposition
zueinander zusammengesetzt sind, um der so gebildeten Linse in allen
Richtungen gleiche optische Eigenschaften zu verleihen. Vor allem
bei aus mehreren Linsenteilen zusammengesetzten Linsen ist es vorteilhaft,
alle Linsenteile an gegenüberliegenden
Stirnseiten formschlüssig
zu verbinden. Das bietet sich vor allem an den unteren Stirnseiten
der Sockel der Rundumleuchte an. An der oberen Stirnseite wird bevorzugt
ein separates Kopplungsmittel verwendet. Dieses kann weitere Funktionen
aufweisen, beispielsweise auch zur Kühlung der Leuchtdioden dienen.
-
Eine
auch für
alle zuvor beschriebenen Ausführungsformen
der Rundumleuchte dienende vorteilhafte Ausgestaltung derselben
sieht es vor, mindestens eine zum Lichtdurchtritt dienende Fläche zu profilieren.
Vorzugsweise sind so die Linsenteile profiliert, und zwar in idealer
Weise gleichermaßen.
Die Profilierung dient zu verschiedenen Zwecken. Insbesondere hat
die Profilierung die Aufgabe, das von der Matrix der Leuchtdioden
erzeugte punktuelle Licht über
die Fläche
zu vergleichmäßigen, beispielsweise Strahlen,
die in die Linse eintreten und/oder austreten, zu streuen bzw. zu
brechen.
-
Bevorzugt
ist die Profilierung einer zu den Leuchtdioden weisenden innenliegenden
lichtdurchlässigen
Fläche
mit Vertiefungen für
die Leuchtdioden versehen. Dadurch wird nicht nur Platz geschaffen,
um die Linse dicht um die Leuchtdioden herum anordnen zu können. Die
Vertiefungen sorgen auch für
eine vorteilhafte und vor allem wirksame Einleitung des von den
Leuchtdioden erzeugten Lichts in die Linse. Die Vertiefungen tragen
auch zur diffusen Verteilung des von den Leuchtdioden erzeugten punktuellen
Lichts beim Entritt in die Linse bei.
-
Bevorzugt
ist vorgesehen, auch die äußere lichtdurchlässige Fläche der
Linse bzw. der Linsenteile zu profilieren. Gegebenenfalls können die
Linse bzw. Linsenteile auch nur an der äußeren lichtdurchlässigen Fläche profiliert
sein. Durch die Profilierung der äußeren lichtdurchlässigen Fläche wird
ein gleichmäßiger Lichtaustritt
aus der Linse herbeigeführt,
wobei gleichzeitig eine Lichtbündelung
auf eine gezielte geometrische Abstrahlung des Lichts von der Rundumleuchte,
insbesondere Rundumkennleuchte, herbeigeführt wird. Insbesondere wird
durch die äußere Profilierung
das Profil der Lichtabstrahlung der Rundumleuchte in einer durch
die Längsmittelachse
derselben verlaufende Ebene bestimmt.
-
Um
bestimmte Leuchtgeometrien zu erreichen, ist es denkbar, die Linse
an der Außenseite
der lichtdurchlässigen
Fläche
so zu profilieren, dass sie als Mehrfachlinse mit vorzugsweise übereinander angeordneten
Einzellinsen ausgebildet ist. Dadurch wird erreicht, dass das von
dem Raster der Leuchtdioden punktuell abgegebene Licht nach außen aus der
Rundumleuchte als vor allem in vertikaler Richtung ununterbrochen
und gleichmäßig verteiltes
Licht erscheint.
-
Die
Erfindung sieht es schließlich
vor, die Linse, insbesondere die Linsenteile, aus durchscheinendem,
insbesondere transparenten, vorzugsweise glasklaren Kunststoff zu
bilden. Dadurch lässt
sich die Linse vor allem dann, wenn sie aus einzelnen Linsenteilen
zusammengesetzt wird, wirtschaftlich im Spritzgussverfahren herstellen.
-
Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigen:
-
1 eine
Seitenansicht einer Rundumkennleuchte,
-
2 einen
mittigen, vertikalen Schnitt durch die Rundumkennleuchte der 1,
-
3 die
Rundumkennleuchte ohne ein Gehäuse
in einer perspektivischen Darstellung,
-
4 eine
Seitenansicht der Darstellung der 3,
-
5 einen
Schnitt V-V gemäß der 4,
-
6 eine
perspektivische Darstellung eines Linsenteils einer Linse der Rundumkennleuchte,
-
7 eine
Vorderansicht des Linsenteils der 6,
-
8 eine
Seitenansicht des Linsenteils der 7, und
-
9 eine
Draufsicht auf das Linsenteil der 7.
-
Die
Figuren zeigen eine als Rundumkennleuchte ausgebildete Rundumleuchte.
Die Rundumkennleuchte strahlt über
ihren gesamten Umfang periodisch Licht in Form von Blitzlicht oder
auch Blinklicht ab. Eine solche Rundumkennleuchte wird vor allem
für Sondereinsatzfahrzeuge,
aber auch für
andere Signalzwecke, beispielsweise an Arbeitsfahrzeugen oder Maschinen,
verwendet.
-
Die
gezeigte Rundumkennleuchte weist ein Gehäuse aus einer Kappe 10 und
einem Unterteil 11 auf. Die Kappe 10 und das Unterteil 11 sind
rotationssymmetrisch, nämlich
im Wesentlichen zylindrisch, ausgebildet. Die Kappe 10 ist
lösbar
mit dem Unterteil 11 verbunden. Die Kappe 10 ist
mindestens größtenteils
lichtdurchlässig
ausgebildet, indem sie vorzugsweise aus einem klarsichtigen Kunststoff
besteht. Die lichtdurchlässige
Kappe 10 kann aber auch eingefärbt sein, beispielsweise blau
oder orange. Die Außenseite
der Kappe 10 ist bevorzugt glatt. Die Innenseite der Kappe 10 kann
glatt oder auch profiliert sein. Das Unterteil 11 ist aus
einem eingefärbten lichtundurchlässigen Kunststoff
gebildet.
-
Die
Farbe des Unterteils 11 kann beliebig sein. Wenn die lichtdurchlässige Kappe 10 eingefärbt ist,
weist das Unterteil 11 bevorzugt die gleiche Farbe auf.
-
Im
Gehäuse
befinden sich im Wesentlichen ein Sockel 12 mit einem Leuchtmittelträger, vorzugsweise
einem hochstehenden Kühlkern 13,
mehrere als Leuchtmittel dienende Leuchtdioden 14, eine
Linse 15, ein als Klemmdeckel 16 ausgebildetes
Kopplungsmittel und eine Kühlronde 17.
Des Weiteren sind im Inneren des Gehäuses noch eine nur andeutungsweise
dargestellte Platine 18 zur Aufnahme der Leuchtdioden 14 sowie
eine Steuerplatine 19 angeordnet.
-
Der
Sockel 12 mit dem damit verbundenen, hochstehenden Kühlkern 13 sind
aus einem gute wärmleitende
Eigenschaften aufweisenden Material, beispielsweise Aluminium, hergestellt.
Der eine zylindrische Grundfläche
aufweisende Sockel 12 ist zur Vergrößerung seiner Oberfläche mit
einer Vielzahl vom Außenumfang
ausgehenden Einschnitten 20 und auf einer Oberseite hochstehenden
Kühlrippen 21 versehen.
Der Sockel 12 verfügt über mehrere Durchgangsbohrungen 22 für Schrauben,
womit der Sockel 12 mit dem Unterteil 11 des Gehäuses verschraubbar
ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verfügt das an
der Oberseite offene, napfartige Unterteil 11 über säulenartige,
hochstehende Abstandshalter 23, die mit den Durchgangsbohrungen 22 im Sockel 12 korrespondieren
und in die Schrauben zur Verbindung des Sockels 12 mit
dem Unterteil 11 einschraubbar sind. Gegebenenfalls kann
der Sockel 12 an seiner Unterseite Vertiefungen aufweisen,
in die ein oberer Teil der Abstandshalter 23 hineinragt
zum Zentrieren des Sockels 12 gegenüber dem Unterteil 11.
Durch die Abstandshalter 23 wird der Sockel 12 vom
Boden des Unterteils 11 beabstandet, so dass die Unterseite
des Sockels 12 von zur Kühlung desselben dienender Luft
umströmt
werden kann (2). Der im Unterteil 11 verbleibende
Freiraum unter dem Sockel 12 kann zur Aufnahme von Schraubanschlüssen dienen,
womit die Rundumkennleuchte an fahrzeugseitige oder maschinenseitige
elektrische Versorgungsleitungen anschließbar ist.
-
Der
mit dem Sockel 12 verbundene Kühlkern 13 ist annähernd zylindrisch
ausgebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
verjüngt
sich der Kühlkern 13 geringfügig zu seiner
Oberseite 24 hin. Der Kühlkern 13 ist
hohl ausgebildet, so dass er Luft zur Wärmeabfuhr aufnehmen kann.
-
Um
den Kühlkern 13 herum
ist eine Vielzahl von vorzugsweise gleich ausgebildeten Leuchtdioden 14 angeordnet.
Alle Leuchtdioden 14 sind in einem gleichmäßigen Raster
neben- und übereinander angeordnet.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Leuchtdioden 14 in mehreren mit gleichem Abstand übereinanderliegenden
horizontalen Ebenen angeordnet, wobei in jeder Ebene mehrere Leuchtdioden 14 ringartig
auf den Umfang des Kühlkerns 13 verteilt
sind. Die Leuchtdioden 14 sind in jeder Ebene derart ringartig
verteilt, dass die Leuchtdioden 14 der einzelnen Ringe
senkrecht übereinander
liegen. Alle Leuchtdioden 14 sind in den unterschiedlichen
Ebenen ringartig verteilt auf einer gemeinsamen Platine 18 befestigt,
die vorzugsweise als eine flexible Leiterbahn ausgebildet ist, die
zur Stromversorgung aller Leuchtdioden 14 dient. Die Leiterbahnen
auf den flexiblen Leiterplatten können so angeordnet sein, dass sie
die Leuchtdioden 14 elektrisch leitend in einer Reihen-,
Parallel- oder Gruppenschaltung verbinden. Alle Leuchtdioden 14 sind
auf der den Kühlkern 13 zylindrisch
umgebenden flexiblen Platine 18 so angeordnet, dass ihre
Längsachsen
horizontalgerichtet radial zur Längsmittelachse 25 der
Rundumkennleuchte, insbesondere des mittig in der Rundumkennleuchte
angeordneten Kühlkerns 13,
radial nach außen
gerichtet sind. Dadurch wird von den Leuchtdioden 14 horizontalgerichtet
radial zur Längsmittelachse 25 nach
außen
gerichtetes Licht abgestrahlt.
-
Dem
Sockel 12 ist die Steuerplatine 19 zugeordnet.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
befindet sich die Steuerplatte 19 unter dem Sockel 12,
also im Zwischenraum zwischen dem Sockel 12 und dem Boden
des Unterteils 11 (2). Anschlussleiterbahnen
der die Leuchtdioden 14 tragenden Platine 18 um
den Kühlkern 13 herum
sind mit der Steuerplatine 19 verbunden. Die Steuerplatine 19 ist
ausgebildet, um zur Erzeugung des Blitz- oder Blinkeffekts der Leuchtdioden 14 eine
gepulste Ansteuerung derselben vorzunehmen. Außerdem enthält die Steuerplatine 19 alle
notwendigen elektronischen Bauteile zum Betrieb der Leuchtdioden 14.
Beispielsweise kann die Steuerplatine 19 elektronische
Bauteile zum stufenweisen oder kontinuierlichen Verändern der Leuchtintensität der Leuchtdioden 14 aufweisen. Auch
kann die Steuerplatine 19 dazu dienen, die Leuchtdioden 14 periodisch,
insbesondere periodisch gepulst, zu betreiben, und zwar bevorzugt
so, dass auf den Umfang des Kühlkerns 13 gesehen
abwechselnd umlaufend nur einzelne oder mehrere senkrechte Reihen übereinanderliegender
Leuchtdioden 14 betrieben werden. Dadurch kann eine ringsherum
umlaufende Lichterscheinung zustande kommen, die derjenigen konventioneller
Rundumkennleuchten mit Drehspiegeln entspricht. Es können aber
auch alle Leuchtdioden 14 gleichzeitig gepulst betrieben
werden, so dass die Runkumkennleuchte ringsherum Blitz- oder Blinklicht
erzeugt.
-
Die
Leuchtdioden 14 sind umgeben von der Linse 15,
die koaxial zum Kühlkern 13 verläuft, so dass
die Längsmittelachse
der Linse 15 auf der Längsmittelachse 25 der
Rundumkennleuchte, insbesondere des Kühlkerns 13, liegt.
Die Linse 15 ist als ein ring förmiger Hüllkörper ausgebildet, den den Kühlkern 13 mit
Abstand umgibt, so dass zwischen der Innenseite der Linse 15 und
dem Kühlkern 13 ein Freiraum
zur Aufnahme der Leuchtdioden 14 und der Platine 18 entsteht.
-
Erfindungsgemäß ist die
Linse 15 im Querschnitt, das heißt senkrecht zur Längsmittelachse 25 gesehen,
unrund ausgebildet. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der unrunden
Linse 15 geht besonders anschaulich aus den 3 und 5 hervor. Demnach
weist die Linse 15 senkrechte Kanten 26 auf. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
verfügt
die Linse 15 über
vier senkrechte Kanten 26. Hierauf ist die Erfindung aber
nicht beschränkt.
Die Linse 15 kann mehr als vier Kanten 26, aber
auch weniger als vier Kanten 26 aufweisen.
-
Alle
vier Kanten 26 der gezeigten Linse 15 liegen auf
einem gedachten Hüllkreis
mit Mittelpunkt auf der Längsmittelachse 25.
Die zwischen benachbarten Kanten 26 verlaufenden Flächen der
Linse 15 sind nach außen
gewölbt,
wobei der Radius dieser Wölbung
größer ist
als der Radius eines gedachten Hüllkreises,
auf dem alle Kanten 26 liegen. Dadurch sind die Flächen der
Linse 15 zwischen zwei benachbarten Kanten 26 flacher
als der gedachte Hüllkreis durch
alle Kanten 26. Es entsteht so eine eckige Linse 15 mit
im gezeigten Ausführungsbeispiel
vier Ecken (jeweils an einer Kante 26) und dazwischen verlaufenden
weniger stark gewölbten
Bereichen.
-
Die
Linse 15 der gezeigten Rundumkennleuchte ist als Mehrfachlinse
ausgebildet, indem sie drei übereinanderliegende
ringförmige
Einzellinsen 27 aufweist. Jeweils eine Einzellinse 27 ist
den ringartig um die in der jeweiligen Ebene angeordneten Leuchtdioden 14 herum
zugeordnet. Folglich sind im gezeigten Ausführungsbeispiel die Leuchtdioden 14 in
drei voneinander beabstandeten horizontalen Ebenen in der Mitte
jeder Einzellinse 27 angeordnet. Wenn die Rundumkennleuchte
Leuchtdioden 14 in mehr oder weniger als drei Ebenen aufweist,
ist die Anzahl der Einzellinsen 27 entsprechend größer oder kleiner.
Die Einzellinsen sind gebildet durch eine Profilierung der äußeren Lichtaustrittsfläche 28 der
Linse 15. Demnach ist jede Einzellinse 27 oben
und unten begrenzt durch einen umlaufenden, zu den Rändern hin
abgeschrägten
Vorsprung 29 auf der Lichtaustrittsfläche 28 jeder Einzellinse 27.
Auch die Vorsprünge 29 dienen
dem Lichtaustritt, wobei durch die schrägen Randbereiche der Vorsprünge 29 eine Lichtverteilung
erzeugt wird, die zu einem homogenen Lichtaustritt aus der gesamten
Lichtaustrittsfläche 28 der
Linse 15 führt.
-
Auch
die innere Lichteintrittsfläche 30 der Linse 15 ist
profiliert. Die Profilierung ist für jede Einzellinse 27 die
gleiche. In der Mitte jeder Einzellinse 27 befindet sich
eine umlaufende Nut 31 mit im gezeigten Ausführungsbeispiel
rechteckigen Querschnitt. Diese Nut 31 befindet sich in
den Bereichen der gegenüber
den Platinen 18 radial nach außen gerichtet vorstehenden
Leuchtdioden 14, so dass die Nuten 31 Raum für die Leuchtdioden 14 schaffen,
der groß genug
ist, um durch die von den Leuchtdioden 14 abgestrahlte
Wärme die
Linse 15 nicht übermäßig zu erwärmen, indem
die Leuchtdioden 14 die Linse 15 im Bereich der
Nuten 31 nicht berühren.
Weitere umlaufenden V-förmige
Nuten 32 befinden sich in den Bereichen der äußeren Vorsprünge 29,
also zwischen den Nuten 31. Die V-förmigen
Nuten 32 reduzieren die Wanddicke der Linse 15 in
den Bereichen der Vorsprünge 29,
so dass die Nuten 32 zusammen mit den Nuten 31 der
Linse 15 eine im Wesentlichen überall gleiche Wandstärke verleihen
(2).
-
Es
ist erfindungsgemäß des Weiteren
vorgesehen, die Linse 15 mehrteilig auszubilden. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel
(3 und 4) besteht die Linse 15 aus
vier gleichen Linsenteilen 33. Hierauf ist die Erfindung
aber nicht beschränkt.
Die Linse 15 kann auch aus weniger oder mehr als vier gleichen
Linsenteilen 33 gebildet sein. Denkbar ist es auch, die
Linse 15 aus mehreren ungleichen Linsenteilen zu bilden.
-
Durch
die Bildung der Linse 15 aus vorzugsweise gleichen Linsenteilen 33 lässt sich
besonders einfach die Linse 15 mit dem unrunden Querschnitt bilden.
Die einzelnen Linsenteile 33 sind an ihren vertikalen Randflächen 34 zusammengesetzt,
und zwar im Wesentlichen spaltlos. Die Randflächen 34 sind aufgrund
der gleichen Ausbildung der Linsenteile 33 auch gleich
groß.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind
die Randflächen 34 benachbarter
Linsenteile 33 in jeweils einer vertikalen Trenneben 35 zusammengesetzt,
die sowohl durch die jeweilige Kante 26 der Linse 15 als
auch die Längsmittelachse 25 der
Linse 15 und des Kühlkerns 13 verläuft. Bei
der hier gezeigten Linse 15 mit vier gleichen Linsenteilen 33 liegen jeweils
zwei Trennebenen 35 paarweise auf einer durch die Längsmittelachse 35 verlaufende
Ebene. Die Ebenen, auf denen jeweils zwei Trennebenen 35 sich
befinden, kreuzen sich rechtwinklig (3 und 5).
-
Der
unrunde Querschnitt der aus den vier Linsenteilen 33 zusammengesetzte
Linse 15 kommt dadurch zustande, dass jedes Linsenteil 33 flacher
ist als ein gedachter Hüllkreis,
auf dem alle Kanten 26 der unrunden Linse 15 liegen,
indem der Radius jedes Linsenteils 33 größer ist
als der Radius eines Hüllkreises,
auf dem alle Kanten 26 liegen, und zwar vorzugsweise um
das 1,5- bis 3-fache.
-
Die
Linsenteile 33 werden formschlüssig zur Linse 15 zusammengehalten.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
geschieht das mit Steckverbindungen an den gegenüberliegenden Stirnflächen 36, 37 jedes
Linsenteils 33. Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel (3; 6 bis 9)
weist die obere Stirnfläche 36 jedes
Linsenteils 33 einen vorzugsweise zylindrischen Vorsprung 38 auf,
während
die untere Stirnfläche 37 jedes
Linsenteils 33 über
zwei vorzugsweise gleiche zylindrische Vorsprünge 39 verfügt. Dadurch
sind Verwechslungen beim Montieren der Linsenteile 33 ausgeschlossen.
Die unteren Vorsprünge 39 greifen
in korrespondierende Vertiefungen des Sockels 12 ein, und
zwar bevorzugt spielfrei, so dass die mit den Vorsprüngen 39 in
die korrespondierenden Vertiefungen des Sockels 12 eingesteckten
Linsenteile 33 stramm und im Wesentlichen spaltfrei zur
Linse 15 zusammengesetzt werden können. An der oberen Stirnfläche 36 werden
die Linsenteile 33 durch ihre einzigen Vorsprünge 38 zusammengehalten
durch den oberen ringförmigen
Klemmdeckel 16, der zu den Vorsprüngen 38 korrespondierende Durchgangsbohrungen 40 aufweist
(2). Der Klemmdeckel 16 hält die Linsenteile 33 an
der oberen Stirnfläche 36 auch
im Wesentlichen spaltfrei zusammen.
-
Die
Linse 15, insbesondere die Linsenteile 33, sind
aus einem hochtransparenten, glasklaren Kunststoff im Spritzgussverfahren
hergestellt. Bei diesem Kunststoff handelt es sich bevorzugt um
einen thermoplastischen Kunststoff, beispielsweise ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol).
-
Auf
dem Klemmdeckel 16 ist bei der hier gezeigten Rundumkennleuchte
die Kühlronde 17 aus einem
gut wärmeleitenden
Material, beispielsweise Aluminium, aufgesetzt. Diese kreisrunde,
plattenförmige
Kühlronde 17 weist
auch Durchgangsbohrungen 41 zum Durchtritt der Vorsprünge 38 auf
der oberen Stirnfläche 36 der
Linsenteile 33 auf. Dadurch trägt auch die Kühlronde 17 zum
Zusammenhalten der Linsenteile 33 an ihrer oberen Stirnfläche 36 bei. Gegebenenfalls
kann dadurch der Klemmdeckel 16 entfallen. Die Kühlronde 17 ist
vorzugsweise mittig verschraubt mit der eine obere Stirnfläche des
Kühlkerns 13 bildenden
Oberseite 24 desselben.
-
Die
Erfindung eignet sich nicht nur für Rundumleuchten, insbesondere
Rundumkennleuchten, mit einer aus Linsenteilen 33 zusammengesetzten unrunden
Linse 15. Die Erfindung eignet sich auch für Rundumleuchten
bzw. Rundumkennleuchten mit aus mehren Linsenteilen zusammengesetzten
kreisrunden Linsen sowie einstückigen
Linsen mit einem unrunden Querschnitt.
-
- 10
- Kappe
- 11
- Unterteil
- 12
- Sockel
- 13
- Kühlkern
- 14
- Leuchtdiode
- 15
- Linse
- 16
- Klemmdeckel
- 17
- Kühlronde
- 18
- Platine
- 19
- Steuerplatine
- 20
- Einschnitt
- 21
- Kühllippe
- 22
- Durchgangsbohrung
- 23
- Abstandshalter
- 24
- Oberseite
- 25
- Längsmittelachse
- 26
- Kante
- 27
- Einzellinse
- 28
- Lichtaustrittsfläche
- 29
- Vorsprung
- 30
- Lichteintrittsfläche
- 31
- Nut
- 32
- Nut
- 33
- Linsenteil
- 34
- Randfläche
- 35
- Trennebene
- 36
- Stirnfläche
- 37
- Stirnfläche
- 38
- Vorsprung
- 39
- Vorsprung
- 40
- Durchgangsbohrung
- 41
- Durchgangsbohrung
- 42
- Stirnfläche