DE202009006152U1 - Tanksystem für aggressive Flüssigkeiten, insbesondere Harnstoff - Google Patents
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Abstract
Tanksystem für aggressive Flüssigkeiten, insbesondere Harnstoff (3), insbesondere für landwirtschaftliche Geräte, Kraftfahrzeuge und dgl., das wenigstens aufweist
– ein Tankelement (1) mit einer Tankausnehmung (32), über der
– ein Tankstutzen (16) angeordnet ist,
– ein Befüllelement (7),
dadurch gekennzeichnet,
– dass das Stutzenelement (16) eine Reinigungseinheit (6, 8, 8.1, ... 8.n) mit einer Reinigungsbefüllausnehmung (9) aufweist, die mit dem Tankelement (1) über der Tankausnehmung (32) verbunden ist,
– dass die Reinigungseinheit aus einem Reinigungsbefüllkörper (6) besteht, auf dem wenigstens teilweise und höhenverstellbar ein Aufsetzrohrelement (8) mit wenigstens einer Absaugausnehmung (8.1, ..., 8.n) angeordnet ist und
– dass das Aufsetzrohrelement (8) auf einen Tankboden des Tankelements (1) aufzusetzen ist.
– ein Tankelement (1) mit einer Tankausnehmung (32), über der
– ein Tankstutzen (16) angeordnet ist,
– ein Befüllelement (7),
dadurch gekennzeichnet,
– dass das Stutzenelement (16) eine Reinigungseinheit (6, 8, 8.1, ... 8.n) mit einer Reinigungsbefüllausnehmung (9) aufweist, die mit dem Tankelement (1) über der Tankausnehmung (32) verbunden ist,
– dass die Reinigungseinheit aus einem Reinigungsbefüllkörper (6) besteht, auf dem wenigstens teilweise und höhenverstellbar ein Aufsetzrohrelement (8) mit wenigstens einer Absaugausnehmung (8.1, ..., 8.n) angeordnet ist und
– dass das Aufsetzrohrelement (8) auf einen Tankboden des Tankelements (1) aufzusetzen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Tanksystem für aggressive Flüssigkeiten, insbesondere Harnstoff, insbesondere für landwirtschaftliche Geräte, Kraftfahrzeuge und dgl., das wenigstens aufweist
- – ein Tankelement mit einer Tankausnehmung, über der
- – ein Tankstutzen angeordnet ist.
- Ein Tanksystem der eingangs genannten Art ist aus der
DE 201 18 747 U1 (EP 14 60 031 A1 ) bekannt. Eine Zapfsäule enthält einen integrierten beheizbaren Behälter zur Aufnahme eines bestimmten Vorrats an Harnstoff-Lösung. Eine Pumpe ist saugseitig über eine Saugleitung an eine Saugöffnung im unteren Bereich eines Behälters und druckseitig über einen Zapfschlauch an eine Zapfpistole angeschlossen. Vorgesehen ist ein 3-Wege-Ventil an der Saugleitung, das die Pumpe in einer ersten Stellung mit der Saugöffnung und in der zweiten Stellung mit einer an das Ventil und einen Nachfüllbehälter anschließbaren Nachfüll-Leitung verbindet. Es besteht eine verschließbare Einfüllöffnung des Behälters, in den die Zapfpistole einführbar ist. - Ein Tanksystem ist weiterhin aus der
DE 103 24 009 A1 bekannt. Durch einen Differenzdrucksensor wird die Flüssigkeitshöhe einer in einen in einem Tank eingefüllten Harnstoff-Wasser-Lösung gemessen, wobei ein erstes Druckaufnahmemittel zur Messung eines Drucks am Boden des Tanks und ein zweites Druckaufnahmemittel zur Messung eines Referenzdrucks in einem oberen Bereich des Tanks vorgesehen sind. Das zweite Druckaufnahmemittel ist in einer solchen Befestigungshöhe des Tanks angeordnet, dass das zweite Druckaufnahmemittel höchstens bei einer Flüssigkeitshöhe, bei der der Tank als voll definiert ist, von Flüssigkeit umgeben ist. - Der Umgang mit Harnstoff-Lösungen bzw. Harn-Stoff-Wasser-Lösungen ist an sich gefährlich. Im laufe der Zeit setzen sich im Tankelement feste Bestandteile des Harnstoffs ab. Diese feinen Kristalle können die Harnstoffzufuhr unterbinden. Bei landwirtschaftlichen Geräten wie Mähdreschern, Traktoren und dgl. kommt noch die Staubbelastung hinzu, der die bekannten Vorrichtungen nicht standhalten können. Die Staubbelastung führt zu einer frühzeitigen Verstopfung von Filtern und Einspritzsystemen. Das ist besonders fatal, da der Einsatz von Erntemaschinen zeitlich auf eine kurze Erntezeit begrenzt ist und die Maschinen 24 Stunden im Einsatz sind. Ein Ausfall wegen einer Reparatur oder einer Wartung bedeutet einen extrem hohen finzanziellen Verlust.
- Es stellt sich deshalb die Aufgabe, ein Tanksystem der eingangs genannten Art so weiter zu entwickeln, dass der Umgang mit Harnstoff und dessen Funktion sicherer wird.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
- – dass das Stutzenelement eine Reinigungseinheit mit einer Reinigungsbefüllausnehmung aufweist, die mit dem Tankelement über der Tankausnehmung verbunden ist,
- – dass die Reinigungseinheit aus einem Reinigungsbefüllkörper besteht, auf dem wenigstens teilweise und höhenverstellbar ein Aufsetzrohrelement mit wenigstens einer Absaugausnehmung angeordnet ist und
- – dass das Aufsetzrohrelement auf einen Tankboden des Tankelements aufzusetzen ist.
- Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass zu festgelegten Inspektionzeiten das Tankelement mit der Reinigungseinheit gesäubert wird. Das Aufsetzrohrelement mit seinen Absaugausnehmungen saugt den „Harnstoffsumpf” ab. Dadurch, dass das Aufsetzrohrelement höhenverstellbar ist, wird dieser Absaugvorgang vollständig vorgenommen. Der „Harnstoffsumpf” ist beseitigt und im Harnstoff die Harnsoffpartikel gesenkt. Im Folgenden wird unter Harnstoff eine Harnstoff-Lösung verstanden
- Die Aufgabe wird darüber hinaus durch die Merkmale des Anspruchs 2 oder 3 gelöst.
- Die hiermit erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine Reinheitlösung angegeben wird, die die äußere Sauberheit und die innere Sauberkeit des Tankelements sichert. Die äußere Sauberkeit des Tankelements umfaßt das Verschließen des Tankelements und das Andocken des Befüllelements beim Tanken. Die innere Sauberkeit des Tankelements rückt in den Vordergrund bei Inspektionsintervallen. So ist gesichert, dass die Erntemaschinen in der zeitlich auf eine kurze Erntezeit begrenzten Zeit 24 Stunden im Einsatz sind. Ein Ausfall wegen einer Reparatur oder einer in dieser Zeit wegen eines Fehlers erforderlichen Wartung ein damit verbundener extrem hoher finzanzieller Verlust wird vorsorglich vermieden.
- In weiterer Ausgestaltung kann zwischen Reinigungsbefüllkörper und Aufsetzrohrelement ein Niveaufederelement angeordnet sein.
- Hiermit wird ein sicheres Aufsetzen des Aufsetzrohrelements auf den Grund des Tankelements sicher gestellt.
- Das Tankelement kann über der Tankausnehmung in einen Tankadapter übergehen, in den der Reinigungsbefüllkörper eingesetzt werden kann.
- Wenigstens in den Tankadapterkörper kann ein Filterelement eingesetzt werden. Grobe Verunreinigungen können so sofort ausgefildert werden. Die Bildung des „Harnstoffsumpfs” kann so hinaus gezögert werden.
- Auf den Reinigungsbefüllkörper kann ein Spülschlauch mit einer Anschlußkupplung aufzusetzt werden.
- Die Anslußkupplung kann wenigstens durch einen Kupplungshebel auf den Reinigungsbefüllkörper aufgesetzt werden.
- Hierdurch läßt sich der Spülvorgang mit wenigen Handgriffen einleiten.
- Wenigstens der Reinigungsbefüllkörper und das Aufsetzrohrelement können aus Kunststoff sein.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 ein Tanksystem für Harnstoff in einer schematischen Darstellung, -
2 ein Tankelement mit einem Tankstutzen für ein Tanksystem gemäß1 in einer schematischen, geschnittenen, teilweise perspektivischen Ausschnittsdarstellung, -
3 einen Tankstutzen gemäß2 mit abgenommen Tankdeckel in einer schematischen, geschnittenen, teilweise perspektivischen Ausschnittsdarstellung, -
4 einen Tankstutzen gemäß3 mit abgenommen Befüllverschluß in einer schematischen, geschnittenen, teilweise perspektivischen Ausschnittsdarstellung, -
5a ein Befüllelement für ein Tanksystem in einer schematischen, perspektivischen Darstellung, -
5b ein in einen geöffneten Tankstutzen gemäß4 eingesetztes Befüllelement gemäß5a in einer schematischen, geschnittenen, teilweise perspektivischen Ausschnittsdarstellung, -
6a ein in einen geöffneten Tankstutzen gemäß1 bis5b eingesetzte Reinigungseinheit in einer schematischen, geschnittenen, teilweise perspektivischen Darstellung, -
6b einen Spülschlauch mit Anschlußkupplung für eine Reinigungseinheit gemäß6a in einer schematischen, perspektivischen Darstellung, -
7 ein in einen geöffneten Tankstutzen gemäß1 bis5b eingesetztes Filterelement in einer schematischen, geschnittenen, teilweise perspektivischen Darstellung und -
8 ein eingesetztes Filterelement gemäß7 einer schematischen, perspektivischen, teilweise geschnittenen Darstellung. - Zur Einhaltung der hohen Abgasnormen werden Katalysatoren mit einem SCRi-System ausgerüstet. SCRi kombiniert den Katalysator mit selektiver katalytischer Reduktion (SCRi) – bei dem Harnstoff eingespritzt wird – mit einem einem Oxydationskatalysator mit einem Partikelfilter. Alle Monolithen des Katalysators sind aus Metallfolien bzw. aus Metallvlies ausgelegt. Der Partikelfilter, als Nebenstrom-Tiefbettfilter ausgelegt, garantiert eine optimale Durchmischung des von ihm eingedüsten Harnstoff-Wassergemischs mit dem Abgas und erzeugt einen geringeren Abgasdruck, was dem Kraftstoffverbrauch zugutekommt. Der Oxydationskatalylasator beseitigt vorrangig Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxyd. Der Oxydationskatalylasator wird daneben dazu genutzt, um aus dem Abgasstrom möglichst viel NO2, also Stickstoffoxyd, zu erzeugen, das für eine kontinuierliche Regeneration des Partikelfilters sorgt. Dort haben sich die Rußpartikel an den feinen Metalldrähten des Vlieses angelagert, die von den Schaufeln der struktuierten Folie mit dem Abgas dort hineingeleitet wurden. Insgesamt werden beim SCRi-Verfahren etwa 60% bis 90% der Feinpartilel eleminiert. Der eingespritzte Harnstoff wird zu Amoniak umgewandelt. Mit dem Amoniak werden die im folgenden SCR-Kat die Stickoxyde in Stickstoff und Wasserdampf zerlegt. (Auszug aus „Harnstoff optimiert den Kat", Interview mit Wolfgang Maus, VDI nachrichten, 22. August 2008, Nr. 34, S. 9)
- Für das SCRi-System wird für landwirtschaftliche Fahrzeuge, wie Mähdräscher, Traktoren, Kartoffelkombines und dgl. ein Tanksystem für ein Betanken mit Harnstoff angegeben, das besonders hohe Sicherheitsanforderungen zu erfüllen hat. Denn es ist starken Schmutzeinflüssen, extremen Rüttelbeanspruchungen, unsanfter Behandlung und dgl. ausgesetzt. Es darf darüber hinaus nicht mit den üblichen Tanksystemen für Treibstoffe, wie z. B. Diesel verwechselbar sein.
- Den landwirtschaftlichen Fahrzeugen sind militärische, wie Panzer, Schützenpanzerwagen und dgl. gleich zu setzen.
- Für alle diese Fahrzeuge gilt, dass ein Ausfall während ihres speziellen Einsatzes mit großen negativen Folgen verbunden ist.
- Das Tanksystem besteht gemäß
1 aus einem Tankelement1 , das bis zu einer Füllstandshöhe3.1 mit einem Harnstoff3 bzw. Harnstoff-Wasser-Gemisch betankt werden kann. Dabei befindet sich über dem Harnstoff Tankluft4 . Zum Tanksystem umfasst ein Befüllelement7 , mit dem die Betankung mit Harnstoff bzw. dem Gemisch möglich ist. - Während das Tankelement
1 als zusätzlicher Tank in das Fahrzeug an geeigneter Stelle eingebaut ist, gehört das Befüllelement7 als Harnstoff-Tankpistole zu einer Harnstoff-Tankeinheit. Die Harnstoff-Tankeinheit kann wie die bekannten Treibstoff-Tankeinheiten stationär oder mobil ausgebildet sein. - Das Tankelement
1 gemäß1 wird durch einen Tankboden14 , Tankseitenwandelemente12 ,13 und eine Tankdecke11 begrenzt. Das Tankelement1 ist aus wenigstens einem Kunststoff geformt. Auf der Tankdecke11 ist ein Tankstutzen16 angeordnet. - Wie
2 zeigt, weist der Tankstutzen16 einen Tankdeckel17 auf, der aus einem Kappenkörper18 besteht, der von einem Kappenkörperrand19 umgeben ist. An Kappenkörper18 ist unten und beabstandet neben dem Kappenkörperrand19 ein Zylinderkörper20 angeordnet ist. Der Zylinderkörper20 ist mit einem Kappengewinde20.1 , ...,20.n versehen. - In
3 ist der Tankdeckel17 angenommen, sodass ein Behälterzylinderkörper21 mit einem umlaufenden Zylinderkörperrand22 zu sehen ist. Der Behälterzylinderkörper21 ist auf der Tankdecke11 aufgeformt. - Wie die
2 bis4 zeigen, ist die Tankdecke11 über einer Tankausnehmung32 zu einem Tankadapterkörper29 hoch geformt. Über dem Tankadapterkörper29 ist ein Befüllgrundkörper26 mit einem Grundscheibenkörper28 , der randseitig von einem Grundringkörper27 umfasst ist, aufgebracht. Auf dem Grundscheibenkörper28 ist ein Befüllkörper23 angeordnet. Eine Befüllausnehmung24 durchzieht den Befüllkörper23 und den Befüllgrundkörper26 . - Befestigungselemente ermöglichen einen Zusammenhalt der einzelnen Körper, indem
- – der Befüllkörper
23 mit einem Befüllkörpergewinde23.1 , ...,23.n als Außengewinde, - – der Grundringkörper
27 mit einem Grundkörpergewinde27.1 , ...,27.n als Außengewinde und einem Grundkörpergewinde28.1 , ...,28.n als Innengesinde, - – der Tankadapterkörper
29 mit einem Adaptergewinde29.1 , ...,29.n als Außengewinde versehen ist. - Wie die
2 und3 zeigen ist ein Befüllverschluß25 mit einem Befüllverschlußgewinde25.1 , ...,25.n auf den Befüllkörper23 aufgebracht. - Die Beschriebenen Teile werden einzeln mit ihren besonderen Merkmalen vorrangig aus Kunststoff geformt.
- Beim Zusammensetzen wird auf den Tankadapterkörper
29 der Befüllgrundkörper26 mit dem Befüllkörper23 solange aufgeschraubt, bis der Tankadapterkörper29 bis an die Unterseite des Grundscheibenkörpers28 anstößt. Anschließend werden dann die weiteren Teile aufgesetzt. - Abschließend wird auf den Behälterzylinderkörper
21 der Tankdeckel17 aufgeschraubt. Dessen Kappenkörper18 senkt sich dabei auf den Zylinderkörperrand22 und drückt ihn zwischen dessen Kappenkörperrand19 und dessen Zylinderkörper20 . Die Unterseite des Kappenkörpers drückt dabei auf den Befüllverschluß25 und hält ihn selbst bei stärksten Erschütterungen fest auf dem Befüllkörper23 . Der eingefaßte Zylinderkörperrand22 dichtet den Tankdeckel17 so wirksam ab, dass ein staubfreier Raum30 entsteht. Dadurch, dass der der Zylinderkörperrand22 gegenüber der Tankdecke11 einen solchen Randabstand31 aufweist, dass der Kappenkörperrand19 nicht auf der Tankdecke11 aufsetzen kann, entsteht genügend Freiraum, um angesammelten Schmutz bequem vor einem Abschrauben des Tankdeckels17 entfernen zu können. So wird gesichert, dass der staubfreie Raum30 auch nach einem Abnehmen des Tankdeckels17 im wesentlichen sauber bleibt. - Um das Tankelement
1 befüllen zu können, weist das Tanksystem ein Befüllelement7 auf, das die Funktion einer Tankpistole übernimmt, aber aufgrund des hohen Sicherheitsstandards anders ausgebildet ist. - Das Befüllelement
7 ist in5a und5b zu sehen. Es weist einen im wesentlichen zylinderförmigen Befüllbefestigungskörper71 mit Befestigungsgewinde71.1 , ...,71.n ,71.1' , ...,71.n' auf, der in einen Befestigungsradkörper72 übergeht. - Wie insbesondere
5b zeigt, umgibt den Befüllbefestigungskörper71 eine Befüllkörperkappe88 , die randseitig mit einem Befüllkörperkappenrand89 umgeben ist. Befüllkörperkappe88 und Befüllkörperkappenrand89 sind aus Kunststoff und/oder aus Gummi und am Befüllbefestigungskörper71 so befestigt, dass sie sich beim Aufsetzen auf den Zylinderkörperrand21 gut führen lassen. Der Befüllbefestigungskörper71 hält einen Nabenzylinder mit einem Tankpistolenzylinderhohlkörper, der eine Tankpistolenbefüllausnehmung aufweist. Auf den Tankpistolenzylinderhohlkörper ist eine Schlaucheinheit73 geschoben, die durch den Nabenzylinder geführt ist. - Die Schlaucheinheit
73 weist einen Befüllschlauch und eine Meßleitung auf, die zu einer Tankstation83 geführt sind. Neben dem Tankpistolenzylinderhohlkörper ist eine Füllstandsmeßeinheit78 vorgesehen. - Es ist erkennbar, dass die Füllstandsmeßeinheit
78 nicht bis in die Tankausnehmung32 hinein reichen kann. Deshalb sind entsprechende Meßverlängerungskörper als ein Lichtleiter, ein Prisma, ein Metalldraht oder dgl. installiert. - Zum Tanken fährt ein Mähdräscher als landwirtschaftliches Gerät zur Tankstation
83 . Dort angekommen, wird um den Tankstutzen16 der Staub und dgl. entfernt und der Tankdeckel17 und der Befüllverschluß25 abgeschraubt. Auf die vollkommen sauberen Grundringkörper27 und Befüllkörper23 wird der Befüllbefestigungskörper71 geschraubt. Hierbei wird mit Hilfe des Befestigungsradkörpers72 der Befüllbefestigungskörper71 um den Nabenzylinder solange gedreht, bis der Tankpistolenzylinderhohlkörper auf den Befüllkörper23 und die Befüllkörperkappe88 und der Befüllkörperkappenrand89 auf den Zylinderkörperrand21 aufsetzen und einen staufreien Raum30' ausbilden. Befüllkörperkappe88 und Befüllkörperkappenrand89 mit Behälterzylinderkörper21 und Zylinderkörperrand21 stellen wieder staubfeie Verhältnisse her wie im staubfreien Raum30 . - Der Befüllschlauch und die Befüllausnehmungen geben den Weg für den Harnstoff
3 von der Tankstation83 bis in das Innere des Tankelements1 frei. Pumpen können nun Harnstoff3 auf diesem Weg solange fließen lassen, bis die Füllstandshöhe3.1 (vgl.1 ) sich der Tankdecke11 nähert. Beim Tankvorgang wird die Tankluft4 verdrängt. Die Tankluft kann mit Luft-Filtern gereinigt werden. - Um den Tankpistolenzylinderhohlkörper des Befüllbefestigungskörpers
71 kann mindestens ein Spritzschutzlabyrinthelement angeordnet werden. Er kann Lüftungsbohrungen aufweisen. - Über den Meßverlängerungskörper
79 wird ein Signal „Tank voll” von der Füllstandsmeßeinheit78 erfaßt und durch die Meßleitung an die Tankstation83 weiter geleitet. Das Signal führt insbesondere dazu, dass die Harnstoffzufuhr unterbrochen wird. - Danach wird der Befüllbefestigungskörper
71 abgeschraubt, der Befülverschluß und anschließend der Tankdeckel17 wieder aufgeschraubt. Hierdurch wird zum Einen der Tank wieder flüssigkeitsdicht verschlossen und zum Anderen der staubfreie Raum30 wieder hergestellt. In einer sehr belasteten Umgebung werden wieder Verhältnisse ähnlich einem sterielen Operationssaal geschaffen. - Nachdem beim clean concept mit den beschriebenen Mitteln den äußeren hohen Sauberkeitsanforderungen Genüge getan wurde, sind in den
6a bis8 Mittel gezeigt, die die inneren ebenso hohen inneren Sauberkeitsanforderungen gewährleisten. - Gemäß
6a ist in den Tankadapterkörper29 nachdem der Tankdeckel17 abgeschraubt und die Befülleinheit23 ,26 ausgeschraubt wurden, eine Reinigungseinheit eingesetzt worden. - Die Reinigungseinheit besteht aus einem in den Tankadapterkörper eingesetzten Reinigungsbefüllkörper
6 mit einer Reinigungsbefüllausnehmung9 . Der Reinigungsbefüllkörper ist so lang, dass er den Behälterzylinderkörper21 überragt. Auf den Reinigungsbefüllkörper6 ist ein Aufsetzrohrelement8 mit Absaugausnehmungen8.1 , ...,8.n aufgeschoben, der durch ein Federelement2 das Ausetzrohrelement8 auf den Tankboden14 drückt. - Auf den Reinigungsbefüllkörper
6 wird eine Anschlußkupplung90 gemäß6b geschoben. Mit Hilfe seines Kupplungshebels91 wird ein Anschlußstück95 zurück gezogen, so dass eine Kupplungskappe92 an seiner Kupplungsausnehmung93 auf den Reinigungsbefüllkörper6 geschoben werden kann. Beim Loslassen des Kupplungshebels91 legt sich das Anschlußstück95 an den Reinigungsbefüllkörper6 an und wird mit seinem Haltebügel an ihm fest gehalten. - Nun kann mit dem sich auf dem Tankboden gebildten Harnstoffsumpf
3 S (vgl.1 ) begonnen werden der über Spülschlauch96 in einen Sammelbehälter geleitet werden kann. Mit Frischwasser kann das Tankelement1 noch ausgespült werden. Nachdem über den Spülschlauch sämtliche Fremdflüssigkeit und alle Harnstofffestpartikel abgesaugt worden sind, das Tankelement1 auch Innen sauber. - Bevor die Befülleinheit
23 ,26 wieder eingesetzt wird, wird ein Filterelement10 gemäß7 und8 in den Grundringkörper28 eingebaut. Das Filterelement10 ermöglicht ein frühzeitiges Herausfiltern fester Bestandteile, so die Bildung eines Harnstoffsumpf3 S hinaus zögern kann. - Zusammenfassend ist fest zu stellen, dass durch die äußere und innere Sauberkeit ein sicherer und zuverlässiger Umgang mit Harnstoff
3 gegeben ist. Harnstoff ist nicht irgend eine Flüssigkeit. Sie verhält sich nämlich vollkommen anders als die aus der Verbrennungsmotoren bekannten Flüssigkeiten. Die Merkmale des beschriebenen clean concepts trägt dem in allen Belangen umfassend Rechnung. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 20118747 U1 [0002]
- - EP 1460031 A1 [0002]
- - DE 10324009 A1 [0003]
- Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - „Harnstoff optimiert den Kat”, Interview mit Wolfgang Maus, VDI nachrichten, 22. August 2008, Nr. 34, S. 9 [0030]
Claims (10)
- Tanksystem für aggressive Flüssigkeiten, insbesondere Harnstoff (
3 ), insbesondere für landwirtschaftliche Geräte, Kraftfahrzeuge und dgl., das wenigstens aufweist – ein Tankelement (1 ) mit einer Tankausnehmung (32 ), über der – ein Tankstutzen (16 ) angeordnet ist, – ein Befüllelement (7 ), dadurch gekennzeichnet, – dass das Stutzenelement (16 ) eine Reinigungseinheit (6 ,8 ,8.1 , ...8.n ) mit einer Reinigungsbefüllausnehmung (9 ) aufweist, die mit dem Tankelement (1 ) über der Tankausnehmung (32 ) verbunden ist, – dass die Reinigungseinheit aus einem Reinigungsbefüllkörper (6 ) besteht, auf dem wenigstens teilweise und höhenverstellbar ein Aufsetzrohrelement (8 ) mit wenigstens einer Absaugausnehmung (8.1 , ...,8.n ) angeordnet ist und – dass das Aufsetzrohrelement (8 ) auf einen Tankboden des Tankelements (1 ) aufzusetzen ist. - Tanksystem für aggressive Flüssigkeiten, insbesondere Harnstoff (
3 ), insbesondere für landwirtschaftliche Geräte, Kraftfahrzeuge und dgl., das wenigstens aufweist – ein Tankelement (1 ) mit einer Tankausnehmung (32 ), über der – ein Tankstutzen (16 ) angeordnet ist, und – ein Befüllelement (7 ), dadurch gekennzeichnet, dass A) das Stutzenelement (16 ) eine Befülleinheit (23 ,26 ) mit einer Befüllausnehmung (24 ) aufweist, die mit dem Tankelement (1 ) über der Tankausnehmung (32 ) verbunden ist, – wobei auf dem Tankelement (1 ) und wenigstens teilweise um die Befülleinheit (23 ,26 ) eine Behälterzylindereinheit (21 ,22 ) angeordnet ist und – wobei wenigstens die Behälterzylindereinheit (21 ,22 ) mit einem Tankdeckel (17 ) so verschlossen ist, dass die Befülleinheit (23 ,26 ) von wenigstens einem staubfreien Raum (30 ) umgeben ist, B) wenigstens die Befülleinheit (23 ,26 ) mit einer Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) des Befüllelements (7 ) verbunden ist, – wobei die Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) eine Füllstandsmeßeinheit (78 ) aufweist, – wobei Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) mit einer Schlaucheinheit (73 ) verbunden ist und – wobei an einem Befüllbefestigungskörper (71 ) der Befüllbefestigungseinheit eine Befüllkörperkappe (88 ) angeordnet ist, die wenigstens teilweise von einem Befüllkörperrand (89 ) umgeben ist, mit der die Behälterzylindereinheit (21 ,22 ) wiederum so verschlossen ist, dass die Befülleinheit (23 ,26 ) von wenigstens einem weiteren staubfreien Raum (30' ) umgeben ist und C) das Stutzenelement (16 ) eine Reinigungseinheit (6 ,8 ,8.1 , ...8.n ) mit einer Reinigungsbefüllausnehmung (9 ) aufweist, die mit dem Tankelement (1 ) über der Tankausnehmung (32 ) verbunden ist, – wobei die Reinigungseinheit aus einem Reinigungsbefüllkörper (6 ) besteht, auf dem wenigstens teilweise und höhenverstellbar ein Aufsetzrohrelement (8 ) mit wenigstens einer Absaugausnehmung (8.1 , ...,8.n ) angeordnet ist und – wobei das Aufsetzrohrelement (8 ) auf einen Tankboden des Tankelements (1 ) aufzusetzen ist. - Tanksystem für aggressive Flüssigkeiten, insbesondere Harnstoff (
3 ), insbesondere für landwirtschaftliche Geräte, Kraftfahrzeuge und dgl., das wenigstens aufweist – ein Tankelement (1 ) mit einer Tankausnehmung (32 ), über der – ein Tankstutzen (16 ) angeordnet ist, und – ein Befüllelement (7 ), dadurch gekennzeichnet, dass A) das Stutzenelement (16 ) wenigstens einen Tankadapterkörper (29 ) aufweist, der mit dem Tankelement (1 ) über einer Tankausnehmung (32 ) verbunden ist, – wobei wenigstens der Tankadapterkörper (29 ) mit einem Tankdeckel (17 ) so verschlossen ist, dass der Tankadapterkörper (29 ) flüssigkeitsdicht abgedichtet und von wenigstens einem staubfreien Raum (30 ) umgeben ist., B) dass wenigstens der Tankadapterkörper (29 ) mit einer Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) eines Befüllelements (7 ) verbunden ist, – wobei die Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) eine Füllstandsmeßeinheit (78 ) aufweist, – wobei Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) mit einer Schlaucheinheit (73 ) verbunden ist und – wobei wenigstens durch die Befüllbefestigungseinheit (71 ,72 ,81 ) des Befüllelements (7 ) wenigstens der Tankadapterkörper (29 ) wiederum so verschlossen ist, dass der Tankadapterkörper (29 ) von wenigstens einem weiteren staubfreien Raum (30' ) umgeben ist und C) das in den Tankadapterkörper (29 ) eine Reinigungseinheit (6 ,8 ,8.1 , ...8.n ) mit einer Reinigungsbefüllausnehmung (9 ) einzubringen ist, dessen Aufsetzrohrelement (8 ) mit wenigstens einer Absaugausnehmung (8.1 , ...,8.n ) auf einen Tankboden des Tankelements (1 ) aufzusetzen ist. - System nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Reinigungsbefüllkörper (
6 ) und Aufsetzrohrelement ein Niveaufederelement (2 ) angeordnet ist. - System nach Anspruch 1 oder 4 oder 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Tankelement (
1 ) über der Tankausnehmung (32 ) in den Tankadapter (29 ) übergeht, in den der Reinigungsbefüllkörper (6 ) eingesetzt ist. - System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in den Tankadapterkörper (
29 ) ein Filterelement (10 ) eingesetzt ist. - System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Reinigungsbefüllkörper (
6 ) ein Spülschlauch (96 ) mit einer Anschlußkupplung (90 ) aufzusetzen ist. - System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anslußkupplung (
90 ) wenigstens durch einen Kupplungshebel (92 ) auf den Reinigungsbefüllkörper (6 ) aufzusetzen ist. - System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Füllstandssensor vorgehen ist.
- System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der Reinigungsbefüllkörper (
6 ) und das Aufsetzrohrelement (8 ) aus Kunststoff sind.
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|---|---|---|---|---|
| DE20118747U1 (de) | 2001-11-16 | 2002-02-28 | Günther, Michael, 97769 Bad Brückenau | Zapfsäule für Harnstofflösung |
| DE10324009A1 (de) | 2002-12-17 | 2004-07-08 | Robert Bosch Gmbh | Differenzdrucksensor zur Messung der Höhe der Flüssigkeit in einem Tank, insbesondere dem Harnstofftank eines Harnstoffdosiersystems |
| EP1460031A1 (de) | 2003-03-21 | 2004-09-22 | Michael Günther | Zapfsäule für Harnstoff-Lösung |
-
2009
- 2009-04-28 DE DE202009006152U patent/DE202009006152U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| "Harnstoff optimiert den Kat", Interview mit Wolfgang Maus, VDI nachrichten, 22. August 2008, Nr. 34, S. 9 |
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