DE202009004802U1 - Führungsanordnung - Google Patents
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Abstract
Führungsanordnung einer Schiebetür (2, 3) eines Schiebetürmöbels (1) mit mindestens zwei Schiebetüren (2, 3) die in einer Schließstellung flächenbündig in einer Ebene stehen, aufweisend
a. einen horizontal und parallel zu einer Außenfläche der Schiebetür (2, 3) entlang einer Führungsschiene (35, 104) verschiebbaren Laufwagen (4) mit einem äußeren Führungshebel (10, 105) und einem inneren Führungshebel (20, 107),
b. wobei an den Enden des Laufwagens (4) Aufnahmen (17, 22, 112, 113) ausgebildet sind, die jeweils mit einem Ende der Führungshebel (10, 20, 105, 107) drehgelenkig verbunden sind,
c. wobei an dem anderen Ende jedes der Führungshebel (10, 20, 105, 107) eine Halterung (11, 21, 106, 108) zur drehgelenkigen Verbindung mit der Schiebetür (2, 3) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
d. an der Führungsschiene (35, 104) jeweils ein von der Schiebetür (2, 3) weg drehendes Kurvenstück (9, 115, 116) angeordnet ist und dass
e. an dem...
a. einen horizontal und parallel zu einer Außenfläche der Schiebetür (2, 3) entlang einer Führungsschiene (35, 104) verschiebbaren Laufwagen (4) mit einem äußeren Führungshebel (10, 105) und einem inneren Führungshebel (20, 107),
b. wobei an den Enden des Laufwagens (4) Aufnahmen (17, 22, 112, 113) ausgebildet sind, die jeweils mit einem Ende der Führungshebel (10, 20, 105, 107) drehgelenkig verbunden sind,
c. wobei an dem anderen Ende jedes der Führungshebel (10, 20, 105, 107) eine Halterung (11, 21, 106, 108) zur drehgelenkigen Verbindung mit der Schiebetür (2, 3) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
d. an der Führungsschiene (35, 104) jeweils ein von der Schiebetür (2, 3) weg drehendes Kurvenstück (9, 115, 116) angeordnet ist und dass
e. an dem...
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsanordnung einer Schiebetür eines Schiebetürmöbels mit mindestens zwei in einer Schließstellung flächenbündig in einer Ebene stehenden Schiebetüren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Schiebetür und ein Schiebetürmöbel.
- Gattungsgemäße Führungsanordnungen für Schiebetüren für Schiebetürschränke sind an sich bekannt. Schiebetürmöbel mit bündig in einer Ebene nebeneinander angeordneten Schiebetüren wirken für einen Betrachter sehr ästhetisch.
- Nachteilig bei den bekannten Führungsanordnungen ist, dass diese Führungsanordnungen bislang sehr aufwändig und teuer gestaltet sind. Um die eine Schiebetür an der zweiten Schiebetür vorbei zu führen, wird zum Öffnen des Schiebetürenmöbels die eine Schiebetür zunächst senkrecht zur Schiebetürenfläche nach vorne verschoben und anschließend seitwärts über die andere Schiebetür geschoben. Um einen solchen Bewegungsvorgang durchführen zu können, muss das Schiebetürmöbel mit mehreren Führungen zur Führung der entsprechenden Verschiebebewegungen ausgestattet sein.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Führungsanordnung für Schiebetüren eines Schiebetürmöbels bereit zu stellen, die mit nur einer Führungsanordnung pro Schiebetür auskommt.
- Diese Aufgabe wird durch eine Führungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Erfindungsgemäß weist die Führungsanordnung eine obere und eine untere Führungsschiene auf, die an ihren Enden jeweils ein für jede Schiebetür wegdrehendes Kurvenstück aufweisen. Weiterhin weist die Führungsanordnung für jede Schiebetür an mindestens einem der Führungshebel eine Steuerrolle mit vertikaler Drehachse auf, die über einen Schließvorgang in dem Kurvenstück führbar ist und mit der der Führungshebel von einer etwa senkrecht zur Längsachse der Führungsschiene stehenden Position in eine an die Führungsschiene angeschmiegte Position schwenkbar ist.
- Mit einer derart ausgebildeten Führungsanordnung kann eine Schiebetür in einfacher Weise aus einer bündig neben einer zweiten Schiebetür stehenden Position in eine vor die zweite Schiebetür versetzte Position verschwenkt werden.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Kurvenstück vorzugsweise für die obere Führungsschiene jeweils als geneigte Gleitebene ausgebildet. Dabei kann das Kurvenstück jeweils so angeordnet sein, dass es auf der darunter liegenden durchgehenden Führungsschiene aufliegt, so dass das Führungsprofil der Führungsschiene nicht weiter bearbeitet werden muss, um ein Einschwenken der Schiebetür zu vollziehen.
- Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an dem Kurvenstück und/oder einem Laufwagen ein Puffer angeordnet. Dadurch wird der Schwung der sich verschließenden Türen nicht auf die in die Kurve fahrende Steuerrolle übertragen. Die Steuerrolle selbst hat dadurch lediglich die Aufgabe zu erfüllen, die Tür in ihre Endposition einzufahren.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist auf einem der Laufwagenteile ein Druckelement befestigt, das derart mit einem der Führungshebel gekoppelt ist, dass der Führungshebel von einer Öffnungsstellung des Führungshebels in eine Schließstellung und/oder umgekehrt drückbar ist. Dieses insbesondere als Gasdruckfeder ausgebildete Druckelement sorgt zusammen mit der Steuerrolle dafür, dass die Schiebetür aufgeschwenkt bleibt, bis die Steuerrolle von der Kurve aufgenommen wird. Anschließend drückt die Gasdruckfeder den mit ihr verbundenen Führungshebel in die an die Führungsschiene angeschmiegte Position und sorgt auf diese Weise dafür, dass beide Schranktüren flächenbündig zueinander angeordnet das Schiebetürenmöbel verschließen.
- In weitere Ausgestaltung kann analog dazu beispielsweise eine Zugfeder so an einen der Führungshebel angeordnet sein, dass sie beim Schwenken nach Überschreiten eines vorbestimmten Winkels das Öffnen und Verschließen der Schiebetür unterstützt.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
-
1a bis c eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Führungsanordnung an einem Schiebetürenmöbel, -
2a bis c Detailansichten der1a bis c -
3a bis c und4a bis c schematische Draufsichten und geschnittene Seitenansichten des in2 gezeigten Details zur Darstellung einer Öffnungsbewegung der Führungsanordnung. -
5 bis7 unterschiedliche schematische Darstellungen eines Laufwagens der Führungsanordnung in einer Öffnungsposition, -
8 bis10 den5 bis7 entsprechende unterschiedliche schematische Darstellungen eines Laufwagens der Führungsanordnung in einer Schließstellung, -
11 eine schematische perspektivische Darstellung des Laufwagens in einer Schließstellung, -
12 und13 zwei schematische Schnittansichten einer Führungsschiene, -
14a und b und15a und b schematische Ansichten einer unteren Führungsanordnung eines an einer Schiebetür angeordneten Laufwagens, -
16 eine schematische perspektivische Ansicht des Laufwagens aus den14 und15 in einer Öffnungsstellung, -
17 eine schematische perspektivische Darstellung des Laufwagens aus16 in einer Schließstellung und -
18 eine schematische Draufsicht auf eine Führungsschiene, in der ein in16 und17 gezeigter Laufwagen führbar ist. - In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position der Führungsanordnung und anderer Teile. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, das heißt, durch verschiedene Arbeitsstellungen und/oder eine spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
- In den
1a bis c ist mit dem Bezugszeichen1 insgesamt ein Schiebetürenmöbel mit Schiebetüren2 ,3 bezeichnet. Die Schiebetüren2 ,3 liegen in ihrer Schließstellung flächenbündig in einer Ebene, wie gezeigt in1a . Um den Schiebetürenschrank zu öffnen, wird beispielsweise eine Schiebetür2 , wie in1b gezeigt, aus ihrer Schließposition heraus teilweise vor eine Schiebetür3 verschwenkt und anschließend in diesem verschwenkten Zustand, wie in1c gezeigt, über die Schiebetür3 geschoben. - An jeder der Schiebetüren
2 ,3 ist in der hier gezeigten Ausführungsvariante in einem oberen Schiebetürenbereich ein Laufwagen mit zwei Führungshebeln10 ,20 angeordnet, der in einem Führungsprofil einer Führungsschiene35 , welche sich über die gesamte Breite des Schiebetürenmöbels erstreckt, führbar ist. In einem unteren Bereich des Schiebetürenschrankes ist eine Führungsschiene104 angeordnet, in der ein Laufwagen mit ebenfalls zwei Führungshebeln105 ,107 führbar ist. - Beim Öffnen der Schiebetür
2 werden die Führungshebel10 ,20 ,105 ,107 aus einer an die jeweilige Führungsschiene35 ,104 angeschmiegten Position in eine um einen Winkel von etwa 90° verschwenkte Position von dem Schiebetürenmöbel weg verschwenkt, um so über die Schiebetür3 , ohne diese zu berühren, hinweg gleiten zu können. - Ein Öffnen der Schiebetür
3 erfolgt demgemäss spiegelsymmetrisch zum beschriebenen Öffnen der Schiebetür2 . Während des Verschiebevorgangs einer der beiden Schiebetüren2 ,3 über die andere Schiebetür2 ,3 bleibt der parallele Abstand zwischen den beiden Schiebetüren2 ,3 konstant erhalten. Die Längen der Führungshebel10 ,20 ,105 ,107 können sich dabei danach richten, ob eine definierte Beabstandung für eventuell an der Frontseite der Schiebetüren2 ,3 angebrachten Türgriffe notwendig ist oder ob lediglich die Schiebetüren2 ,3 flach aneinander vorbei gleiten sollen. - Die Laufwagen sind an den Schiebetüren
2 ,3 sowohl oben als auch unten seitlich der Türmitte angeordnet, um ein vollständiges Verschieben der einen Schiebetür2 über die andere Schiebetür3 zu ermöglichen. - Wie in den
5 bis11 gezeigt, weist der obere Laufwagen einen äußeren Führungshebel10 und einen inneren Führungshebel20 auf, wobei an den Enden des Laufwagens4 Aufnahmen17 ,22 ausgebildet sind, die jeweils mit einem Ende der Führungshebel10 ,20 drehgelenkig verbunden sind. An den Führungshebeln ist dazu bevorzugt ein Bügel19 befestigt, der zusammen mit einem oberen Teil des Führungshebels10 ,20 das jeweilige Ende des Laufwagens4 von zwei Seiten umfasst und über einen Drehbolzen befestigt ist. Das andere Ende jedes der Führungshebel10 ,20 weist eine Halterung11 ,21 zur drehgelenkigen Verbindung mit an der jeweiligen Schiebetür2 ,3 angeordneten Türbeschlägen30 ,31 auf. Im montierten Zustand bilden die Schiebetüren2 ,3 der Laufwagen4 und die beiden Führungshebel10 ,20 in der Draufsicht eine trapezartige Gestaltung, wobei die Schiebetüren2 ,3 und der Laufwagen4 die parallelen Seiten bilden und wobei diese trapezartige Gestaltung durch die gelenkigen Verbindungen des Laufwagens mit den beiden Führungshebeln10 ,20 und der Schiebetür2 ,3 mit den beiden Führungshebeln10 ,20 in seiner Winkligkeit veränderbar ist. - Unterhalb des äußeren Führungshebels
10 ist eine Steuerrolle12 mit einer vertikalen Drehachse18 angeordnet, die bei einem Schließvorgang in einem in den1 bis5 gezeigten Kurvenstück9 der Führungsschiene35 führbar ist und mit der der Führungshebel10 von einer etwa senkrecht zur Längsachse der Führungsschiene35 stehenden Position in einer an die Führungsschiene35 angeschmiegte Position verschwenkbar ist. - Der obere Laufwagen besteht bevorzugt aus einem ersten Laufwagenteil
5 und einem zweiten Laufwagenteil6 . Die beiden Laufwagenteile5 ,6 sind über ein Verbindungsstück7 miteinander verbunden, welches bevorzugt als Rohrstück ausgebildet ist. Jedes der Laufwagenteile5 ,6 weist einen auf dem Verbindungsstück befestigten Schlitten13 ,23 auf, an dem der äußere Führungshebel10 bzw. der innere Führungshebel20 schwenkbar angeordnet ist. - An dem ersten Schlitten
13 sind, wie beispielsweise in der Draufsicht in5 zu erkennen ist, eine Rolle14 und eine Rolle15 mit horizontaler Drehachse angeordnet, welche in dem Führungsprofil35 laufen. Um einen stabilen gleichbleibenden Abstand der Schiebetüren2 ,3 zum Korpus des Schiebetürenmöbels1 zu halten und einem Abkippen der Schiebetüren2 ,3 entgegen zu wirken, ist an dem ersten Schlitten13 des weiteren eine Führungsrolle16 mit vertikaler Drehachse angeordnet, die ebenfalls in dem Führungsprofil35 läuft. - In gleicher Wirkungsweise sind an dem zweiten Schlitten
23 eine Rolle28 und eine Rolle33 mit horizontaler Drehachse angeordnet, die im Führungsprofil35 laufen. Diese Rollen28 ,33 sind bevorzugt als in Richtung des Führungsprofils35 hintereinander angeordnete Rollenpaare ausgeführt, wobei jedes Rollenpaar eine zusätzliche Achslagerung hat, um so die Rollen gleichmäßig belasten zu können. Des weiteren ist an diesem zweiten Laufwagenteil23 ebenfalls eine Führungsrolle29 zur Aufrechterhaltung eines stabilen gleichbleibenden Abstands der Schiebetür2 ,3 zum Korpus des Schiebetürenmöbels1 . - Für das Führen der Rollen
14 ,15 ,28 ,33 mit horizontaler Drehachse ist das Führungsprofil35 so gestaltet, dass die Rollen14 ,15 ,28 ,33 in einem ausgeformten Kastenprofil aufgenommen sind, so dass sie auch oben mit dem Führungsprofil35 in Kontakt kommen können. Die Schiebetüren2 ,3 sind durch die Rollen14 ,15 ,28 ,33 leicht verfahrbar und gleichzeitig gegen ein Kippverhalten aufgrund des von oben abdeckenden Kastenprofils abgesichert. - Der zweite Schlitten
23 ist des weiteren durch ein Montageblech24 erweitert, das seitlich an dem Schlitten23 befestigt ist. Auf diesem Montageblech24 ist ein Druckelement25 befestigt, das derart mit dem Führungshebel20 gekoppelt ist, dass der Führungshebel20 von einer Öffnungsstellung des Führungshebels20 in eine Schließstellung oder umgekehrt drückbar ist. Das Druckelement25 ist dabei bevorzugt als Gasdruckfeder ausgebildet, mit der der Führungshebel20 in zwei unterschiedliche Positionen gedrückt werden kann. Dies erfolgt über eine gelenkige Verbindung zwischen dem Führungshebel20 und einem Kopfstück26 des Druckelements25 . Das Kopfstück26 des Druckelements25 ist dabei, wie beispielsweise in5 gezeigt, an einer Eckposition eines dem Laufwagenteil23 zugewandten Endes des Führungshebels20 um eine vertikale Achse drehbar befestigt. Das Druckelement unterstützt so nach Überschreitung eines vorbestimmten Winkels durch eine Druckbeaufschlagung auf den Führungshebel20 das Öffnen oder Verschließen der Schiebetüren2 ,3 . - Des weiteren ist auf der Oberseite des zweiten Laufwagenteils
23 ein Pufferelement27 angeordnet, mit dem ein Zusammenstoß der beiden inneren Laufwagenteile23 der beiden Schiebetüren2 ,3 , beim Erreichen einer Öffnungsendposition abdämpfbar ist. - Wie in den
2 bis4 zu erkennen ist, rollt die Steuerrolle12 während eines Schließvorgangs der Schiebetür2 ,3 in einer als Kurvenstück9 ausgelegten Führung. Wie insbesondere in4 erkennbar ist, ist dieses Kurvenstück9 als geneigte Ebene ausgebildet, was den Vorteil hat, dass das darunter liegende durchgehende Führungsprofil35 nicht weiter bearbeitet werden muss, um ein Einschwenken der Schiebetür2 zu vollziehen. - Wie oben dargelegt verfährt die Schiebetür
3 spiegelsymmetrisch zur Schiebetür2 und taucht demzufolge beim Verschließen mit einer Steuerrolle12 in ein Kurvenstück9 . - Kurz bevor die Steuerrolle
12 in das Kurvenstück9 einrollt, stößt das erste Laufwagenteil13 an das Kurvenstück9 an. Um den Aufprall dabei abzudämpfen, ist an dem Kurvenstück9 und/oder dem Laufwagen ein Puffer34 , bevorzugt als Gummipuffer ausgebildet, angeordnet. Dadurch wird der Schwung der sich verschließenden Tür nicht auf die in die Kurve fahrende Steuerrolle12 übertragen. Das Kurvenstück9 ist in seiner Grundfläche als geneigte Ebene gestaltet, die an der Vorderfront des Möbelkorpus beginnt und bis zum Ende der Kurve des Kurvenstücks9 hin ansteigt. Die Kurve bildet dabei vorzugsweise etwa einen Viertelkreis aus. Die Steuerrolle12 ist dabei bevorzugt federbelastet ausgebildet, das heißt, die vertikale Achse18 , an der die Steuerrolle12 befestigt ist, ist beispielsweise in Gestalt einer federbelasteten Teleskopstange ausgeführt. - Beim Öffnen der Schiebetür
2 ,3 , verfährt die Steuerrolle12 über das Kurvenstück9 über die geneigte Ebene und rollte beim weiteren Aufschieben der Schiebetür2 ,3 am vorderen Führungsprofilrand35 an der Frontseite des Möbelkorpus entlang. Dabei lenkt die Steuerrolle12 den Führungshebel10 so mit, dass sie den Führungshebel10 und damit die Schiebetür2 oder3 nach außen schwenkt. Durch die trapezartige Verbindung der beiden Führungshebel10 ,20 , der Schiebetür2 3 und denn Laufwagen wird durch diese durch die Steuerrolle12 bewirkte Verschwenkung des äußeren Führungshebels10 auch der innere Fühungshebel20 mitgenommen. Dadurch entsteht ein erwünschter Abstand zwischen den beiden Schiebetüren2 ,3 , um die eine Schiebetür2 ,3 über die andere Schiebetür3 ,2 zu schieben, ohne diese zu berühren. Damit die Führungshebel10 ,20 annähernd einen Öffnungswinkel von 90° beibehalten, ist, wie in11 zu erkennen ist, unterhalb des inneren Führungshebels20 ein Anschlag32 angeordnet, der bei diesem Öffnungswinkel an den Schlitten23 anschlägt. - Wie in den
14 bis18 gezeigt, besteht auch die in einem unteren Bereich der Schiebetüren2 ,3 angeordnete Führungsanordnung aus zwei durch ein Verbindungsstück103 miteinander verbundenen Laufwagenteile101 ,102 mit jeweils ei nem Führungshebel105 ,107 , wobei an den Enden des Laufwagens Aufnahmen112 ,113 ausgebildet sind, die jeweils mit einem Ende der Führungshebel105 ,107 drehgelenkig verbunden sind. An einem Kopfteil119 des äußeren Laufwagenteils101 und an einem an dem inneren Laufwagenteil102 angeordneten Schlitten114 ist jeweils eine Laufrolle110 ,111 angeordnet, die von unten in ein U-Profil einer Führungsschiene104 ragen. An dem äußeren Führungshebel105 ist zudem eine Steuerrolle109 angeordnet, welche bei einem Schließen der Schiebetür2 ,3 in ein Kurvenstück115 ,116 der Führungsschiene104 einfährt und somit mit der oberen Führungsanordnung ein synchrones Verschließen der Schiebetüren2 ,3 bewirkt. Das Kurvenstück115 ,116 ist dabei insbesondere in jeweiligen Endstücken117 ,118 , die an den Enden der Führungsschiene104 befestigt sind, ausgebildet. - Analog dem Druckelement
25 kann beispielsweise eine Zugfeder das Öffnen oder Verschliefen der Schiebetüren2 ,3 unterstützen. Dazu kann die Zugfeder beispielsweise in Nähe des Drehgelenks der Aufnahme113 und am Türbeschlag108 so angeordnet sein, dass sie nach Überschreitung eines vorbestimmten Winkels durch eine Zugbeaufschlagung das Öffnen oder Verschließen der Schiebetüren2 ,3 unterstützt. -
- 1
- Schiebetürenmöbel
- 2
- Schiebetür
- 3
- Schiebetür
- 4
- Laufwagen
- 5
- Erstes Laufwagenteil
- 6
- Zweites Laufwagenteil
- 7
- Verbindungsstück
- 9
- Kurvenstück
- 10
- Führungshebel
- 11
- Halterung
- 12
- Steuerrolle
- 13
- Schlitten
- 14
- Rolle
- 15
- Rolle
- 16
- Führungsrolle
- 17
- Aufnahme
- 18
- Drehachse
- 19
- Bügel
- 20
- Führungshebel
- 21
- Halterung
- 22
- Aufnahme
- 23
- Schlitten
- 24
- Montageblech
- 25
- Druckelement
- 26
- Kopfstück
- 27
- Pufferelement
- 28
- Rolle
- 29
- Führungsrolle
- 30
- Türbeschlag
- 31
- Türbeschlag
- 32
- Anschlag
- 33
- Rolle
- 34
- Puffer
- 35
- Führungsschiene
- 101
- Erstes Laufwagenteil
- 102
- Zweites Laufwagenteil
- 103
- Verbindungsstück
- 104
- Führungsschiene
- 105
- Führungshebel
- 106
- Türbeschlag
- 107
- Führungshebel
- 108
- Türbeschlag
- 109
- Steuerrolle
- 110
- Laufrolle
- 111
- Laufrolle
- 112
- Aufnahme
- 113
- Aufnahme
- 114
- Schlitten
- 115
- Kurvenstück
- 116
- Kurvenstück
- 117
- Endstück
- 118
- Endstück
- 119
- Kopfteil
Claims (16)
- Führungsanordnung einer Schiebetür (
2 ,3 ) eines Schiebetürmöbels (1 ) mit mindestens zwei Schiebetüren (2 ,3 ) die in einer Schließstellung flächenbündig in einer Ebene stehen, aufweisend a. einen horizontal und parallel zu einer Außenfläche der Schiebetür (2 ,3 ) entlang einer Führungsschiene (35 ,104 ) verschiebbaren Laufwagen (4 ) mit einem äußeren Führungshebel (10 ,105 ) und einem inneren Führungshebel (20 ,107 ), b. wobei an den Enden des Laufwagens (4 ) Aufnahmen (17 ,22 ,112 ,113 ) ausgebildet sind, die jeweils mit einem Ende der Führungshebel (10 ,20 ,105 ,107 ) drehgelenkig verbunden sind, c. wobei an dem anderen Ende jedes der Führungshebel (10 ,20 ,105 ,107 ) eine Halterung (11 ,21 ,106 ,108 ) zur drehgelenkigen Verbindung mit der Schiebetür (2 ,3 ) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass d. an der Führungsschiene (35 ,104 ) jeweils ein von der Schiebetür (2 ,3 ) weg drehendes Kurvenstück (9 ,115 ,116 ) angeordnet ist und dass e. an dem Führungshebel (10 ,20 ,105 ,107 ) eine Steuerrolle (12 ,109 ) mit vertikaler Drehachse (18 ) angeordnet ist, die bei einem Schließvorgang in dem Kurvenstück (9 ,115 ,116 ) führbar ist und mit der der Führungshebel (10 ,20 ,105 ,107 ) von einer etwa senkrecht zur Längsachse der Führungsschiene (35 ,104 ) stehenden Position in eine an die Führungsschiene (35 ,104 ) angeschmiegte Position schwenkbar ist. - Führungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kurvenstück (
9 ) als geneigte Ebene ausgebildet ist. - Führungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerrolle (
12 ) federbelastet ausgebildet ist. - Führungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kurvenstück (
9 ) und/oder dem Laufwagen ein Puffer (34 ) angeordnet ist. - Führungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Puffer (
34 ) als Gummipuffer ausgebildet ist. - Führungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen ein erstes Laufwagenteil (
5 ,119 ), ein zweites Laufwagenteil (6 ,114 ) und ein die beiden Laufwagenteile (5 ,6 ,114 ,119 ) verbindendes Verbindungsstück (7 ,103 ) aufweist. - Führungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (
7 ) als Rohrstück ausgebildet ist. - Führungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (
103 ) als flächiges Blechstück ausgebildet ist. - Führungsanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der Laufwagenteile (
5 ,6 ,114 ,119 ) eine Führungsrolle (16 ,29 ,110 ,111 ) mit vertikaler Drehachse angeordnet ist, die im montierten Zustand in ein U-Profil der Führungsschiene (35 ,104 ) hinein ragt. - Führungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem der Laufwagenteile (
5 ,6 ) ein Druckelement (25 ) befestigt ist, das derart mit einen der Führungshebel (10 ,20 ) gekoppelt ist, dass der Führungshebel (10 ,20 ) von einer Öffnungsstellung des Führungshebels (10 ,20 ) in eine Schließstellung und/oder umgekehrt drückbar ist. - Führungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (
25 ) als Gasdruckfeder ausgebildet ist. - Führungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens einem der Laufwagenteile (
114 ,119 ) und dem jeweiligen Türbeschlag (106 ,108 ) eine Zugfeder zur Arretierung des Führungshebels107 in einer Öffnungsstellung oder einer Schließstellung angeordnet ist. - Führungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der Laufwagenteile (
5 ,6 ) mehrere Rollen (14 ,15 ,28 ,33 ) mit horizontaler Drehachse in einem jeweiligen ausgeformten Kastenprofil der Führungsschiene (35 ) aufgenommen sind. - Schiebetür (
2 ,3 ) eines Schiebetürmöbels mit mindestens zwei Schiebetüren (2 ,3 ) die in einer Schließstellung flächenbündig in einer Ebene stehen, auf weisend eine Führungsanordnung zur Führung der Schiebetüren (2 ,3 ) in einem oberen Führungsprofil (35 ) und eine Führungsanordnung zur Führung der Schiebetür (2 ,3 ) in einer unteren Führungsschiene (104 ), dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnungen gemäß einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet sind. - Schiebetür (
2 ,3 ) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zu einer Führungsanordnung gehörenden Halterungen (11 ,21 ,106 ,108 ) zur drehgelenkigen Verbindung mit der Schiebetür (2 ,3 ) jeweils seitlich der Mitte der Schiebetür (2 ,3 ) an der Schiebetür (2 ,3 ) angeordnet sind. - Schiebetürmöbel, aufweisend mindestens zwei Schiebetüren (
2 ,3 ), die in einer Schließstellung flächenbündig in einer Ebene stehen, mit mindestens einer Führungsanordnung zur Führung der Schiebetür in einer oberen Führungsschiene (35 ) und einer Führungsanordnung zur Führung der Schiebetür (2 ,3 ) in einer unteren Führungsschiene (104 ) des Schiebetürmöbels, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schiebetür (1 ) gemäß einem der Ansprüche 14 oder 15 ausgebildet ist.
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