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Die
Erfindung betrifft Boden-Sockelleisten für Bodenbeläge in Gebäuderäumen nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, ein Komplettset bestehend aus Boden-Sockelleisten nach
dem Anspruch 11 sowie eine Boden-Sockelleiste nach Anspruch 12.
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Allgemein
sind eine Vielzahl unterschiedlicher Bodenbeläge für Gebäuderäume bekannt, wie beispielsweise
Parkettböden,
Laminatböden,
Teppichböden,
Teppichfliesen, etc. Der Anschluss von Bodenbelägen zu Begrenzungen, wie beispielsweise zu
Raumseitenwänden
wird üblicherweise
mit Boden-Sockelleisten durchgeführt,
die in unterschiedlichen Ausführungsformen
angeboten werden: es sind Boden-Sockelleisten aus Holz, Kunststoff,
Metall oder in entsprechenden Materialkombinationen auf dem Markt,
die je nach Ausführung
beispielsweise durch Kleben, durch Nageln oder durch eine Befestigung
auf Basisprofilen montiert werden. Zudem werden Boden-Sockelleisten mit
unterschiedlichen Profilausgestaltungen angeboten, insbesondere
für unterschiedliche
optische Eindrücke
bei der Raumausgestaltung und zum Teil mit Zusatzfunktionen, wie
beispielsweise zur Abdeckung von Kabelführungen.
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Alle
solche unterschiedlichen Sockelleisten haben jedoch eine Gemeinsamkeit,
nämlich
dass sie etwa zwischen 200 cm und 300 cm lang sind, wobei der überwiegende
Großteil
mit einer Sockelleistenlänge
von 240 cm bis 250 cm zum Verkauf angeboten wird. Dadurch ergeben
sich folgende gravierende Nachteile:
Die Boden-Sockelleisten
werden in allgemein bekannter Weise für den Endkunden in Baumärkten und
Fachmärkten überwiegend
stehend in einer Verkaufswand gelagert und angeboten. Aufgrund der großen Leistenlänge hat
der Endverbraucher in so einem Markt Probleme bei der Auswahl, beim
Transport an die Kasse, beim Weitertransport aus einem solchen Markt,
beim Beladen oder Befestigen auf einem Fahrzeug und beim Transport
in den Gebäuderaum
bis zur Endmontage. Zudem besteht die Gefahr sowohl in den Märkten als
auch auf dem Weg bis zur Endmontage, dass Leisten, insbesondere
Holzleisten, abgebrochen und Metallleisten verbogen werden, so dass
sie zumindest teilweise unbrauchbar werden.
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Aber
nicht nur der Endverbraucher hat mit den langen Boden-Sockelleisten
die vorstehenden Probleme: vom Herstellerwerk werden üblicherweise die
Boden-Sockelleisten
auf langen Paletten per LKW an Händler
geliefert. An Fachmärkte
und Baumärkte
werden vom Händler
jedoch wesentlich kleinere Verpackungseinheiten von zwischen 10
bis 20 Stück
in langen Kartons geliefert. Dies erfordert einerseits einen hohen
manuellen Kommissionieraufwand und zudem bei der Verschickung über Paketdienste
oder als Stückgut über Spediteure
einen hohen Transportpreis, da aufgrund der großen Paketlängen ein erheblicher Handlingzuschlag
zum normalen Transportpreis gefordert wird. Wenn diese Lieferungen
in den Märkten
ankommen, ist auch dort der Umgang mit der Ware aufwendig, da die
Leisten ausgepackt und in die Verkaufswände eingestellt werden müssen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, eine Lösung vorzuschlagen, mit der
die vorstehenden Probleme und Nachteile behoben oder zumindest weitgehend
reduziert sind.
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Diese
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Gemäß Anspruch
1 sind mehrere kurze Boden-Sockelleisten in entsprechend kurzen
und handlichen längenangepassten
Verkaufsverpackungen jeweils zu einer Verkaufseinheit abgepackt.
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Solche
handlichen Verkaufseinheiten können
bereits beim Produzenten und/oder gegebenenfalls bei einem Händler abgepackt
und hergestellt werden. Der Transport zu Baumärkten und Fachmärkten kann
sowohl einfach und kostengünstig
auf Europaletten (80 cm × 120
cm) als auch als normale Paketdiensteinheit ohne Handlingzuschlag
erfolgen. Dies gilt für
die Logistik vom Produzenten zum Händler und auch vom Händler zu
den Fachmärkten
und Baumärkten.
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In
den Fachmärkten
und Baumärkten
entfällt das
Umpacken und Einstellen von langen Leisten in Verkaufswände, da
die Leisten direkt in der Transportverpackung als Verkaufsverpackung
angeboten werden können.
Damit sind auch hier der Handlingaufwand und die Kosten erheblich
reduziert.
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Zudem
ist der Transportaufwand für
den Endverbraucher sowohl im Fach- oder Baumarkt als auch beim Weitertransport
bis zum Verlegeort extrem vereinfacht, da die kurzen Verkaufseinheiten
einfach getragen werden können
und in jeden Kofferraum passen.
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Gemäß Anspruch
2 sind die Boden-Sockelleisten in einer Verkaufseinheit gleich lang
und weisen eine Leistenlänge
von 100 cm bis 130 cm, bevorzugt von 110 cm bis 120 cm, besonders
bevorzugt von 115 cm auf. Nach Anspruch 3 ist es zudem vorteilhaft,
die Boden-Sockelleisten in einem Karton, vorzugsweise in einem Pappkarton
mit einer geringen Überlänge im Vergleich
zur Leistenlänge
als Verkaufsverpackung abzupacken.
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Ein
solcher Karton kann insbesondere eine Länge von 120 cm bei einer Leistenlänge von
115 cm haben, so dass damit die mögliche Länge von 120 cm einer Europalette
voll ausgenützt
wird.
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Der
Karton soll nach Anspruch 4 quaderförmig und damit einfach stapelbar
ausgeführt
sein und bei der vorstehend angegebenen Länge sollen die Kartonhöhe und Kartonbreite
so gewählt
werden, dass etwa 10 bis 20 Boden-Sockelleisten gegebenenfalls mit
Zubehörteilen
zu einer Verkaufseinheit im Karton abgepackt werden können.
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Solche
Verkaufsverpackungen können
dann leistenspezifische Aufkleber und/oder Aufdrucke, insbesondere
mit Angaben über
die enthaltenen Leisten und Barcodes für die Kassen aufweisen. Zudem
können
gegebenenfalls Sichtfenster angebracht werden, so dass der Endkunde
zumindest teilweise eine der Leisten in der Verkaufsverpackung unmittelbar
sieht. Diese Verkaufsverpackungen können vorteilhaft neben zugeordneten
Bodenbelägen
gestapelt und angeboten werden.
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Die
bisher üblichen
langen Boden-Sockelleisten werden erst beim Verlegen an den Leistenenden
auf Gehrung geschnitten und auf Stoß verarbeitet oder mit Zubehör, wie Verbindungsteilen
oder Verbindungsecken verarbeitet. Da bei den erfindungsgemäßen kurzen
Boden-Sockelleisten relativ viele Stoßstellen bei der Verlegung
erforderlich sind, wird mit Anspruch 6 vorgeschlagen, dass die Leistenenden
gegebenenfalls zusammen mit Zubehörteilen schon in der Verkaufsverpackung
für die
Verbindung zu stirnseitig angrenzenden Boden-Sockelleisten bereits vorbereitet und
hergerichtet sind. Dies kann bereits beim Produzenten oder gegebenenfalls
eine Ergänzung
mit Zubehörteilen
beim Händler
erfolgen und verringert vorteilhaft den Montageaufwand bei der Verlegung.
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Je
nach Art der Boden-Sockelleisten kann diese Vorbereitung für die Leistenverbindung
unterschiedlich sein, wobei gemäß Anspruch
7 die Leistenenden auf Gehrung geschnitten werden können und/oder
eine Steckprofilausbildung vorgesehen werden kann. Ein solcher Formschluss
durch eine Steckverbindung kann unmittelbar durch eine entsprechende
Stirnseitenausbildung hergestellt werden oder mittelbar durch Zwischensteckelemente, wie
beispielsweise durch Stifte und/oder Klammerteile erfolgen. Gegebenenfalls
können
auch Verbindungsmuffen und/oder Eckteile und/oder Abschlusskappen
als Zubehörteile
vorgesehen sein.
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Besonders
vorteilhaft können
die Verkaufseinheiten in der Verkaufsverpackung nach Anspruch 8
alle erforderlichen Zubehörteile
für die
gegenseitige Leisten-Verbindung
und für
die Montage enthalten. Damit entfällt für den Endverbraucher im Fachmarkt oder
Baumarkt das bisher lästige
Suchen der erforderlichen Zubehörteile
und Montageteile, ebenso wie die richtige Auswahl und die Zusammenstellung
der erforderlichen Mengen sowie deren separater Kauf mit der nicht
auszuschließenden
Möglichkeit,
falsche Teile oder falsche Mengen zu kaufen.
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Solche
Zubehörteile
und/oder solches Montagematerial soll nach Anspruch 9 in funktionsspezifischen
Einheiten abgepackt in der Verkaufsverpackung einliegen und je nach
Bedarf aus Nägeln und/oder
Schrauben und/oder Dübeln
und/oder Befestigungsclipsen und/oder Basisprofilen und/oder Bohrschablonen
und/oder Eckteilen und/oder Verbindungsmuffen und/oder Zwischensteckelementen und/oder
Klebebändern
bestehen.
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Gemäß Anspruch
10 sind die erfindungsgemäßen Verkaufseinheiten
aus praktisch allen auf dem Markt angebotenen Boden-Sockelleisten
herstellbar unabhängig
vom Leistenmaterial und von der Verlege- und Montageart.
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Die
erfindungsgemäß in der
Verkaufsverpackung abgepackten Boden-Sockelleisten können daher gemäß Anspruch
11 als Komplettset im Baumarkt bereitgestellt werden, in dem neben
den Boden-Sockelleisten auch weitere Zubehörteile zur Montage der Leisten
enthalten sein können.
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Ergänzend zum
Komplettset mit den abgepackten kurzen Sockelleisten können diese
gemäß Anspruch
12 auch einzelne Sockelleisten im Baumarkt bereitgestellt werden.
Dies hat den Vorteil, dass der Kunde nicht immer einmal oder mehrfach die
Menge von im Komplettset abgepackten Sockelleisten kaufen muss,
sondern bedarfsgerecht auch eine geringe Anzahl.
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Anhand
einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer geöffneten Verkaufsverpackung
mit Boden-Sockelleisten,
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2 eine
schematische Teilansicht in einem Baumarkt mit gestapelten Verkaufseinheiten, und
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3 eine
schematische Teilansicht in einem Baumarkt mit Boden-Sockelleisten an
einer Verkaufswand nach dem Stand der Technik.
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In 1 ist
eine Verkaufseinheit 1 gezeigt bestehend aus einer Verkaufsverpackung
in der Art eines quaderförmigen
Pappkartons 2 mit darin enthaltenen Boden-Sockelleisten 3 und
zwei ebenfalls im Pappkarton 2 enthaltenen Zubehörpäckchen 4.
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Über dem
Pappkarton 2 ist eine daraus entnommene Boden-Sockelleiste 3' dargestellt,
mit einer Länge
von 115 cm. Damit ist der Pappkarton 2 etwa 120 cm lang
und geeignet auf einer normierten Europalette (80 cm × 120 cm)
zusammen mit weiteren Verkaufseinheiten 1 transportiert
zu werden.
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Im
Pappkarton 2 sind je nach Leistenausführung zwischen 10 und 20 Boden-Sockelleisten 3 enthalten
sowie das für
die Verlegung und gegebenenfalls für die gegenseitige Verbindung
erforderliche Zusatzmaterial, welches funktionsspezifisch in den Zubehörpäckchen 4 abgepackt
sein kann. Ersichtlich können
die Boden-Sockelleisten 3 bei geöffnetem Kartondeckel 5 beim
Hersteller oder Händler
einfach eingepackt und vom Endverbraucher auch einfach wieder entnommen
werden. Im Kartondeckel 5 ist ein Sichtfenster 6 enthalten,
durch das bei geschlossener Verkaufsverpackung die enthaltenen Boden-Sockelleisten 3 teilweise
angesehen werden können. Weiter
können
auf dem Pappkarton 2 leistenspezifische Aufkleber 7 (siehe 2)
und/oder Aufdrucke angebracht sein.
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In 2 ist
ein Endverbraucher 8 in einem Baumarkt vor einem Stapel 9 mit
Kartons 10 dargestellt, wobei die Kartons 10 Bodenbelagsplatten,
beispielsweise Fertigparkettplatten, enthalten. Unmittelbar daneben
befindet sich ein weiterer Stapel 11 mit den Verkaufseinheiten
gemäß 1,
die Boden-Sockelleisten 3 enthalten.
Die Boden-Sockelleisten 3 im Stapel 11 passen
zu den Fertigparkettplatten im Stapel 9 und die Verkaufseinheiten 1 enthalten
zudem die für
die Verlegung erforderlichen richtigen Zubehörteile in der richtigen Anzahl.
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Die
Boden-Sockelleisten 3 sind somit zusammen mit den Zubehörteilen
in einem abgepackten Komplettset angeboten. Damit ist der Kauf der geeigneten
Boden-Sockelleisten mit dem erforderlichen Zubehör für den Endverbraucher 8 einfach. Ebenso
ist der Transport der Sockelleisten in den Verkaufseinheiten 1 ersichtlich
einfach und bequem.
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Zusätzlich zu
dem Komplettset können
die kurzen Boden-Sockelleisten 3 auch als Einzelstücke etwa
im Baumarkt bereitgestellt werden. Der Kunde kann daher bedarfsweise,
anstelle des Komplettsets, auch einzelne kurze Sockelleisten 3 kaufen.
Fehlen beispielsweise am Verlegeort über eine Länge von 3 m Sockelleisten,
so können
drei der kurzen Sockelleisten 3 als Einzelstücke nachgekauft
werden. Die als Einzelstücke
angebotenen Leisten können
farblich und geometrisch den im Komplettset abgepackten Leisten
angepasst sein. Im Verkaufsraum können solche Einzelleisten leistenspezifische
Pappreiter oder Plastikreiter mit Eurolochung aufweisen, so dass
die Einzelleisten in jeder Verkaufswand untergebracht werden können.
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In 3 ist
dagegen der Stand der Technik dargestellt mit dem Angebot langer
Boden-Sockelleisten 12 an einer Verkaufswand 13 in
einem Baumarkt. Der Endverbraucher 8 ist hier schematisch dargestellt,
wie er sich bei der Auswahl und beim Transport einer solchen Boden-Sockelleiste 12 abmüht. Zudem
muss er hier an anderer Stelle im Baumarkt die erforderlichen Zubehörteile und
das Montagematerial in geeigneten Mengen mit relativ hoher Fehlerwahrscheinlichkeit
zusammensuchen und separat kaufen.