DE20200896U1 - Fieberthermometer - Google Patents
FieberthermometerInfo
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Description
K 38 009
Die Erfindung betrifft das Gebiet elektronischer Thermometer und insbesondere ein verbessertes Fieberthermometer.
Herkömmliche elektronische Fieberthermometer besitzen allgemein die folgenden Nachteile:
Wie in Fig. 7 gezeigt ist, enthält ein herkömmliches elektronisches Fieberthermometer 40 typischerweise einen hülsenförmigen Metallspitzenabschnitt
42 über seinem Meßglied 41, eine Erzeugungskomponente 43 und einen in dem Metallspitzenabschnitt 42 liegenden Draht 44, wobei die Angabe der Körpertemperatur durch die Erzeugungskomponente 43 in der Weise geschieht, daß die Temperatur auf einem Anzeigebildschirm auf der Oberfläche des Fieberthermometers 40 angezeigt wird. Obgleich der Metallspitzenabschnitt 42 die Körperwärme leiten kann, kann, da in dem Metallspitzenabschnitt 42 erstarrter Gummi 45 enthalten ist, der die Erzeugungskomponente
43 trägt und außerdem das Meßglied 41 mit dem Metallspitzenabschnitt 42 verbindet, durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit des inneren erstarrten Gummis 45 die Körperwärme, wenn der Metallspitzenabschnitt 42 mit der Epidermis in Kontakt gelangt, nicht gleichmäßig und vollständig um die in der unteren Verlängerung des Metallspitzenabschnitts 42 angeordnete Erzeugungskomponente 43 erzeugt werden. Außerdem kann anhand des Fouriersehen Gesetzes der Thermodynamik die durch die Erzeugungskomponente 43 und den Erzeugerdraht 44 erzeugte Temperatur nicht schnell durch Wärmeleitung übertragen werden, um ein thermisches Gleichgewicht herzustellen, wobei die auf diese Weise erzeugte Wärme zunehmend zur Spitze befördert und abgeleitet wird. Somit benötigt das Fieberthermometer 40 längere Zeit zum Messen der Körpertemperatur und besitzt außerdem einen hohen Fehlergrad.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fieberthermometer zu
• ·
schaffen, das die obenerwähnten Nachteile nicht besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Fieberthermometer nach Anspruch 1. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlich beim Lesen der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die auf die Zeichnung Bezug nimmt; es zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Zeichnung des Fieberthermometers der
Erfindung;
Fig. 2A, 2B Querschnittsansichten des biegsamen Abschnitts des Fieberthermometers, von vorn und von der Seite gesehen;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht des Meßglieds und der Innen
konstruktion des Metallspitzenabschnitts des Fieberthermometers;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht eines weiteren Meßglieds und einer
Innenkonstruktion des Metallspitzenabschnitts des Fieberthermometers;
Fig. 5 eine Explosionsdarstellung der Meßglied-Drehkonstruktion
des Fieberthermometers;
Fig. 6 eine Querschnittsansicht des Meßglieds des Fieberthermome
ters nach Drehung um einen Winkel;
Fig. 6A, 6B Seitenansichten von Fig. 6; und
Fig. 7 die bereits erwähnte Querschnittsansicht des Meßglieds und
der Innenkonstruktion der Metallspitze eines herkömmlichen Fieberthermometers.
Wie in den Fig. 1, 2A und 2B gezeigt ist, umfaßt die Konstruktion des erfindungsgemäßen Fieberthermometers einen Fieberthermometerkörper 10, ein mit dem Körper 10 verbundenes Meßglied 11, einen auf das Meßglied 11 aufgesteckten Metallspitzenabschnitt 20 und eine am Ende des Körpers 10 befindliche hintere Abdeckung 12, wobei der Fieberthermometerkörper 10 eine einteilig gegossene Konstruktion ist, so daß der gesamte Körper sowohl staub- als auch wasserdicht ist. Über einem flachen Element 101 des Körpers 10 für den Ein- und Ausschalter 13 des Thermometers befindet sich ein U-förmiger biegsamer Abschnitt 14, auf dem ein Druckfeld 141 liegt, auf das gedrückt werden kann, während das flache Element 101 außerdem leicht nach unten gebogen werden kann, so daß ein Druck auf das Druckfeld 141 den Ein- und Ausschalter 13 betätigt, um die Schaltung im Innenabschnitt des Fieberthermometers einzuschalten. Der Zwischenraum zwischen dem flachen Element 101 und dem biegsamen Abschnitt 14 ist gefüllt, um den Ein- und Ausschalter 13 abzudichten, so daß er wasser- und staubdicht ist, während sich auf der Oberfläche des biegsamen Abschnitts 14 ein rauhes Muster 142 befindet, das das Ergreifen mit der Hand erleichtert. Außerdem enthält der Körper 10 ein einteiliges konvexes Deckglas 15, das über seinem Anzeigeschirm angebracht ist und die von dem Thermometer angegebenen alphanumerischen Zeichen der gemessenen Temperatur vergrößert, damit sie durch den Nutzer besser betrachtet werden können. Dort, wo das konvexe Deckglas 15 angebracht ist, ist der Körper 10 durchsichtig, während der restliche Teil des Körpers 10 die gleiche Farbe wie seine Innenwände besitzt.
Wie in Fig. 3 gezeigt ist, befindet sich in dem Verbindungsbereich zwischen dem Metallspitzenabschnitt 20 des Fieberthermometers und dem Fieberthermometerkörper 10 Hartgummi 21 zur Verstärkung und Befestigung des Erzeugerdrahts 23, während in den Metallspitzenabschnitt 20 ein Dielektrikum (wie etwa Luft oder ein Hart- oder Weichschaum mit niedrigem Wärmeleitungskoeffizienten) gepackt ist, so daß die Erzeugungskomponente 22 und der Erzeugerdraht 23 in dem Metallspitzenabschnitt 20 schraubenförmig angeordnet und vollständig an der Innenwand des Metallspitzenabschnitts 20 befestigt sind. Dies ermöglicht, daß die erzeugte Temperatur schnell und vollständig das Gleichgewicht erreicht, sowie die schnelle Wärmeleitung gemäß dem Fourierschen Gesetz der Thermodynamik (die Wärmeleitungsgeschwindigkeit ist direkt proportional zur Kontaktfläche), so daß das Fieberthermometer der
Erfindung sofort die genaue Temperatur angeben kann.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, sind die Erzeugungskomponente 22 und der Erzeugerdraht 23 nicht schraubenförmig angeordnet, sondern gleichfalls direkt und vollständig an der Innenwand des Metallspitzenabschnitts 20 befestigt, so daß die erzeugte Temperatur schnell und vollständig das thermische Gleichgewicht erreicht und das Thermometer schnell wärmeleitend wird.
Wie in den Fig. 5, 6, 6A und 6B gezeigt ist, ist die Drehkonstruktion 11 des Fieberthermometers so beschaffen, daß sie ein Vorderteil 111 und ein Basisteil 112 enthält, die jeweils mit einer geneigten Oberfläche in gegenseitigem Kontakt und gegenseitiger Verbindung ausgebildet sind. An der geneigten Oberfläche 1111 des Vorderteils 111 befindet sich eine Flanschhalterung 1113 mit einer Verschlußnase 1112, während sich in dem Basisteil 112 eine Verschlußhülse 1121 mit einem vorstehenden Eingriffsrand 11211 befindet. An dem Basisteil 112 ist ein abgesetzter Abschnitt 1122 ausgebildet, der das Befestigen einer hohlen Metallhülse 30 ermöglicht, so daß die Metallhülse 30 in der Verschlußhülse 1121 enthalten ist. Die Metallhülse 30 besitzt eine geneigte Oberfläche 31, wobei auf der geneigten Oberfläche 31 ein großes Einsetzloch 32 ausgebildet ist, das mit einem kleinen Einsetzloch 33 verbunden ist.
Beim Zusammenbau der Konstruktion können die geneigten Oberflächen 1111 und 31 zusammengebracht werden, wobei die Flanschhalterung 1113 in das große Einsetzloch 32 gleitet, so daß sie auch in das kleine Einsetzloch 33 gleiten kann, so daß das Vorderteil 111 und das Basisteil 112 verbunden werden, wobei sie sich drehen können. Das vordere Ende des Eingriffsrandes 11211 der Verschlußhülse 1121 liegt der geneigten Oberfläche 1111 des Vorderteils 111 gegenüber und verläuft außerdem in den Wurzelabschnitt mit kleinerem Durchmesser der Flanschhalterung 1113, so daß das große Einsetzloch 32 beim Halten gefüllt ist, um während der Drehung die Trennung des Vorderteils 111 von dem Basisteil 112 zu verhindern. Die Verschlußnase 1112 liegt normalerweise einer Seite des Eingriffsrands 11211 gegenüber, um nach dem Drehen des Meßglieds 11 eine statische Abstützung der Anordnung zu schaffen. Außerdem ist der Erzeugerdraht 23 durch ein in der Flanschhalterung 1113 ausgebildetes Loch 11131 geführt, so daß er in den Fieberthermo-
meterkörper 10 verläuft.
Wenn das Vorderteil 111 des Meßglieds 11 gedreht wird, wird das Vorderteil 111 wegen seiner geneigten Oberfläche 1111 schnell unter einem geeigneten Winkel (das Thermometer der Ausführungsformen läßt einen Winkel von 120° zu) an dem Verbindungspunkt des Basisabschnitts 112 angeordnet. Da die Verschlußnase 1112 der Flanschhalterung 1113 nach der Drehung der anderen Seite des Eingriffsrands 11211 gegenüberliegt, wird außerdem der Drehwinkel des Meßglieds 11 in einer festen Stellung gehalten. Somit ermöglicht die Konstruktion des beweglichen Vorderteils 111 ein ergonomisches und zweckmäßiges Ergreifen und Halten mit der Hand, wenn der Nutzer das Fieberthermometer zur Temperaturmessung verwendet.
Claims (7)
1. Fieberthermometer, das einen Fieberthermometerkörper (10), ein Meßglied (11), das mit dem Körper (10) verbunden ist, einen Metallspitzenabschnitt (20), der auf das Meßglied (11) aufgesteckt ist und eine Erzeugungskomponente (22) sowie einen Erzeugerdraht (23) enthält, und eine hintere Abdeckung (12) am Ende des Körpers (10) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugungskomponente (22) und der Erzeugerdraht (23) in dem Metallspitzenabschnitt (20) vollständig an der Innenwand des Metallspitzenabschnitts (20) befestigt sind, so daß die erzeugte Temperatur schnell das thermische Gleichgewicht erreicht und eine schnelle Wärmeleitfähigkeit erreicht wird, so daß das Fieberthermometer im wesentlichen sofort die genaue Temperatur anzeigen kann.
2. Fieberthermometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugungskomponente (22) und der Erzeugerdraht (23) in dem Metallspitzenabschnitt (20) schraubenlinienförmig angeordnet und vollständig an der Innenwand des Metallspitzenabschnitts (20) befestigt sind.
3. Fieberthermometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Metallspitzenabschnitt (20) ein Hart- oder Weichschaum mit niedrigem Wärmeleitungskoeffizienten gepackt ist.
4. Fieberthermometer nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Fieberthermometerkörper (10) eine einteilige gegossene Konstruktion besitzt.
5. Fieberthermometer nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Fieberthermometerkörper (10) einen U-förmigen biegsamen Abschnitt (14) besitzt, der sich über seinem Ein- und Ausschalter (13) befindet, während auf dem biegsamen Abschnitt (14) ein Druckfeld (141) liegt, das gedrückt und gebogen werden kann.
6. Fieberthermometer nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßglied (11) eine Drehkonstruktion besitzt, die ein Vorderteil (111) und ein Basisteil (112) enthält, die jeweils mit einer geneigten Oberfläche zum gegenseitigen Kontakt und zur gegenseitigen Verbindung ausgebildet sind.
7. Fieberthermometer nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß in der Flanschhalterung (1113) ein Loch (11131) ausgebildet ist, durch das der Erzeugerdraht (23) eingeführt und in den Fieberthermometerkörper (10) geführt ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE20200896U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2394059A (en) * | 2002-10-07 | 2004-04-14 | Actherm Inc | Rapid response clinical thermometer with heat compensation |
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2002
- 2002-01-22 DE DE20200896U patent/DE20200896U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| GB2394059A (en) * | 2002-10-07 | 2004-04-14 | Actherm Inc | Rapid response clinical thermometer with heat compensation |
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20020516 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20050125 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20080215 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20100205 |
|
| R071 | Expiry of right | ||
| R071 | Expiry of right |