DE202008010007U1 - Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes - Google Patents
Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes Download PDFInfo
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-
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Abstract
Anordnung
zur Lagerung einer Abtriebswelle (1) eines Automatgetriebes, wobei
die Abtriebswelle (1) als Stegwelle eines abtriebsseitigen Planetenradsatzes
(8) ausgebildet und gegenüber einem Getriebegehäuse
(4) über ein erstes und ein zweites Wälzlager
(2, 3) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Abtriebswelle (1) zusätzlich über ein drittes
Lager (20), welches auf der der Stegwelle (1) abgewandten Seite
des Planetenradsatzes (8) angeordnet ist, abgestützt ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes nach dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1, bekannt durch die
DE 10 2006 009 622 A1 der Anmelderin. - Eine Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes wurde durch die
DE 10 2006 009 622 A1 der Anmelderin bekannt. Der abtriebsseitige Teil des bekannten Automatgetriebes weist einen Planetenradsatz mit einer als Abtriebswelle ausgebildeten Stegwelle auf. Auf der der Stegwelle abgewandten Seite des Planetenradsatzes ist ein Ringzylinder (durch eine Nietverbindung) mit einem Stegblech eines Planetenträgers verbunden. Radial innerhalb des Ringzylinders ist eine als Hohlwelle ausgebildete Sonnenwelle angeordnet, welche mit den Planetenrädern des Planetenradsatzes kämmt und – über eine Zwischenwelle – in der Abtriebswelle gelagert ist. Die Stegwelle, respektive die Abtriebswelle ist über zwei Wälzlager, ein äußeres Rillenkugellager und ein inneres Nadellager gegenüber dem Getriebegehäuse gelagert. Auf einem aus dem Getriebegehäuse herausragenden Ende der Abtriebswelle ist ein Abtriebsflansch drehfest angeordnet, welcher über eine Sicherungsmutter, so genannte Nut- oder Bundmutter, gegen den Innenring des Rillenkugellagers und einen axialen Anschlag der Abtriebswelle verspannt ist. Das Rillenkugellager ist somit als Festlager ausgebildet. Das Ende der Abtriebswelle weist ferner einen über den Abtriebsflansch hinausragenden Zentrierzapfen auf. Die Lagerung der Abtriebswelle ist verschiedenen radialen Belastungen, so genannten Störkräften, ausgesetzt, welche aus radialen Kräften des Planetenradsatzes, einer am Planetenradsatz befestigten Lamellenkupplung, der Lagerung der Getriebewelle innerhalb der Abtriebswelle und des Anschlusses einer Kardanwelle auf der Abtriebsseite resultieren. Andererseits weisen die Lager – aus Gründen einer kompakten Bauweise – einen relativ geringen Lagerabstand auf. Dies kann unter dem Einfluss der genannten Kräfte zu einer Kippneigung der Abtriebswelle, damit zu Unwuchten und Getriebeschwingungen führen, welche den Fahrkomfort beeinträchtigen. - Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung zur Lagerung der Abtriebswelle gemäß der eingangs genannten Art zu schaffen, wodurch eine Kippneigung der Abtriebswelle und die damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen reduziert oder vermieden werden.
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Schutzanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Neuheitsgemäß ist ein weiteres Lager zur Abstützung der Abtriebswelle vorgesehen, welches sich auf der dem ersten und dem zweiten Lager abgewandten Seite des Planetenradsatzes befindet. Durch dieses zusätzliche, dritte Lager wird die Lagerbasis zur Abstützung der Abtriebswelle erheblich vergrößert, ohne dass die Abmessungen (die Länge) des Getriebegehäuses vergrößert werden müssen – d. h. die Anordnung des zusätzlichen Lagers ist bauraumneutral. Durch die vergrößerte Lagerbasis werden die Kippneigung der Abtriebswelle und damit verbundene Getriebeschwingungen vermieden oder reduziert.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das dritte Lager zwischen einem am Planetenradsatz befestigten Ringzylinder eines Schaltelementes und der Sonnenwelle des Planetenradsatzes angeordnet. Die Sonnenwelle ist ihrerseits über eine Zwischenwelle, welche die Antriebswelle des Getriebes sein kann, in der Abtriebswelle gelagert, sodass sich ein zusätzlicher Abstützeffekt ergibt, welcher den Vorteil mit sich bringt, dass durch die Abtriebswelle größere Kippmomente aufgenommen werden können. Das Automatgetriebe wird somit ruhiger und komfortabler.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das dritte Lager als Nadellager ausgebildet, wodurch lediglich ein geringer radialer Bauraum benötigt wird, der beim bekannten Stand der Technik ohnehin bereits als Ringspalt teilweise gegeben war. Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Lagerung ist ferner, dass außer dem Nadellager keine zusätzlichen Teile zur Aufnahme des Lagers benötigt werden, da einerseits die Sonnenwelle als „Innenring" und der Ringzylinder als „Außenring" verwendbar sind. Die erfindungsgemäße Lösung kann somit mit geringem Aufwand an einem bekannten Getriebe nachgerüstet werden. Vorteilhaft ist ferner, dass das zusätzliche Lager an der vorgesehen Stelle zwischen Ringzylinder und Sonnenwelle nur einer relativ geringen Belastung, insbesondere geringen Differenzdrehzahlen ausgesetzt ist und die im Betrieb auftretenden Beanspruchungen ohne Weiteres aufnehmen kann.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben, wobei sich aus der Beschreibung auch weitere Vorteile und Merkmale ergeben können.
- Die einzige Figur zeigt einen Ausschnitt aus der Endstufe eines Automatgetriebes für Kraftfahrzeuge. Eine Abtriebswelle
1 ist über zwei Wälzlager, ein innen angeordnetes Nadellager2 und ein außen angeordnetes Rillenkugellager3 gegenüber einem Getriebegehäuse4 gelagert. Das Rillenkugellager3 ist über einen Abtriebsflansch5 und ein als Bund- oder Nutmutter ausgebildetes Sicherungselement6 gegenüber einem axialen Anschlag1a der Abtriebswelle1 verspannt. Gegenüber dem Getriebegehäuse4 ist das Rillenkugellager3 über einen axialen Anschlag4a des Getriebegehäuses4 und einen Sicherungsring7 axial fixiert. Die Abtriebswelle1 ist gleichzeitig Stegwelle eines Planetenradsatzes8 , welcher ein erstes Stegblech9 und ein zweites Stegblech10 eines nicht vollständig dargestellten Planetenträgers aufweist. Der Planetenradsatz8 , im Folgenden auch kurz Radsatz genannt, umfasst Planetenbolzen11 , Planetenräder12 , ein Sonnenrad13 sowie eine mit dem Sonnenrad13 verbundene, als Hohlwelle ausgebildete Sonnenwelle14 . Letztere ist auf einer Antriebswelle15 gelagert, die ihrerseits mit ihrem stirnseitigen Ende mittels eines Lagers16 in der Abtriebswelle1 abgestützt ist. Am zweiten Stegblech10 des Planetenträgers ist ein Ringzylinder17 , vorzugsweise durch eine nicht dargestellte Nietverbindung befestigt. Der Ringzylinder17 arbeitet mit einem Ringkolben18 zusammen und ist Teil eines als Lamellenkupplung19 ausgebildeten Schaltelementes, welches nicht vollständig dargestellt ist. Insoweit entspricht die beschriebene Anordnung dem eingangs genannten Stand der Technik, d. h. derDE 10 2006 009 622 A1 , die hiermit vollumfänglich in den Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung einbezogen wird. - Ausgehend von diesem Stand der Technik, ist zwischen dem Ringzylinder
17 ein weiteres Lager20 vorgesehen, welches bevorzugt als Nadellager ausgebildet ist. Das Nadellager20 bildet somit zusätzlich zu dem Nadellager2 und dem Rillenkugellager3 ein drittes Lager. Für die Anordnung des Nadellagers20 weist der Ringzylinder17 einen zylindrischen Sitz17a (Bohrung) und die Sonnenwelle14 einen zylindrischen Sitz14a auf, welcher auch als Lauffläche für die Wälzkörper des Nadellagers20 dienen kann. Im Lagersitz17a ist vorzugsweise ein Lageraußenring20a als Lauffläche eingepresst. Um eine Überbestimmung zwischen den drei Lagern2 ,3 ,20 zu vermeiden, wird eine Abstimmung der Lagerspiele vorgenommen. Damit wird die Abtriebswelle1 durch drei Lager abgestützt, wodurch sich als Abstand zwischen den beiden äußeren Lagern3 ,20 eine vergrößerte Lagerbasis b gegenüber der wesentlich geringeren Lagerbasis a zwischen den beiden Lagern2 ,3 ergibt. Der Abstützeffekt durch das dritte Lager20 ergibt sich durch die Abstützung der Sonnenwelle14 gegenüber der Antriebswelle15 , die ihrerseits über das Lager16 in der Abtriebswelle1 abgestützt ist. Die Abtriebswelle1 , welche im Betrieb diversen radial gerichteten Störkräften unterworfen ist, kann aufgrund der vergrößerten Lagerbasis höhere Kippmomente aufnehmen, d. h. die Kippneigung der Abtriebswelle1 ist damit deutlich reduziert. - Berechnungen der Anmelderin haben ergeben, dass die Relativdrehzahlen für das zusätzliche Lager
20 , also die Differenz der Drehzahlen von Abtriebswelle1 und Sonnenwelle14 relativ niedrig sind, sodass das dritte Lager20 nur geringen Beanspruchungen unterliegt und daher relativ klein dimensioniert werden kann. -
- 1
- Abtriebswelle
- 1a
- axialer Anschlag
- 2
- Nadellager
- 3
- Rillenkugellager
- 4
- Getriebegehäuse
- 4a
- axialer Anschlag
- 5
- Abtriebsflansch
- 6
- Bundmutter
- 7
- Sicherungsring
- 8
- Planetenradsatz
- 9
- erstes Stegblech
- 10
- zweites Stegblech
- 11
- Planetenbolzen
- 12
- Planetenrad
- 13
- Sonnenrad
- 14
- Sonnenwelle
- 14a
- Lagersitz/Lauffläche
- 15
- Antriebswelle
- 16
- Lager
- 17
- Ringzylinder
- 17a
- Lagersitz
- 18
- Ringkolben
- 19
- Schaltelement
- 20
- Nadellager (drittes Lager)
- 20a
- Außenring
- a
- Lagerabstand
- b
- Lagerbasis
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102006009622 A1 [0001, 0002, 0009]
Claims (6)
- Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle (
1 ) eines Automatgetriebes, wobei die Abtriebswelle (1 ) als Stegwelle eines abtriebsseitigen Planetenradsatzes (8 ) ausgebildet und gegenüber einem Getriebegehäuse (4 ) über ein erstes und ein zweites Wälzlager (2 ,3 ) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebswelle (1 ) zusätzlich über ein drittes Lager (20 ), welches auf der der Stegwelle (1 ) abgewandten Seite des Planetenradsatzes (8 ) angeordnet ist, abgestützt ist. - Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Planetenradsatz (
8 ) eine gegenüber der Abtriebswelle (1 ) abgestützte Sonnenwelle (14 ) sowie einen am Planetenradsatz (8 ,10 ) befestigten Ringzylinder (17 ) aufweist und dass das dritte Lager (20 ) zwischen dem Ringzylinder (17 ) und der Sonnenwelle (14 ) angeordnet ist. - Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dritte Lager als Nadellager (
20 ) ausgebildet ist. - Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sonnenwelle (
14 ) ein Lagersitz (14a ) eingearbeitet ist. - Anordnung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringzylinder (
17 ) einen zylindrischen Lagersitz (17a ) aufweist. - Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet dass in den Lagersitz (
17a ) ein Außenring (18a ) für das Nadellager (18 ) eingepresst ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200820010007 DE202008010007U1 (de) | 2008-07-25 | 2008-07-25 | Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200820010007 DE202008010007U1 (de) | 2008-07-25 | 2008-07-25 | Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202008010007U1 true DE202008010007U1 (de) | 2008-11-06 |
Family
ID=39942540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200820010007 Expired - Lifetime DE202008010007U1 (de) | 2008-07-25 | 2008-07-25 | Anordnung zur Lagerung einer Abtriebswelle eines Automatgetriebes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202008010007U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009000925A1 (de) | 2009-02-17 | 2010-08-19 | Zf Friedrichshafen Ag | Dichthülsenanordnung |
| DE102018211491A1 (de) | 2018-07-11 | 2020-01-16 | Zf Friedrichshafen Ag | Anordnung zur Lagerung einer als Stegwelle eines Planetenradsatzes eines Getriebes ausgebildeten Abtriebswelle |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102006009622A1 (de) | 2006-03-02 | 2007-09-13 | Zf Friedrichshafen Ag | Planetenradsatz |
-
2008
- 2008-07-25 DE DE200820010007 patent/DE202008010007U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006009622A1 (de) | 2006-03-02 | 2007-09-13 | Zf Friedrichshafen Ag | Planetenradsatz |
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| US10823226B2 (en) | 2018-07-11 | 2020-11-03 | Zf Friedrichshafen Ag | Arrangement for a bearing of an input shaft build as planet carrier of a planetary gear set |
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| R150 | Term of protection extended to 6 years |
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Effective date: 20150203 |