DE202008017828U1 - Antriebssystem für verstellbare Möbelstücke - Google Patents
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Abstract
Antriebssystem für verstellbare Möbel in Form von Behandlungs- oder Untersuchungstischen, Krankenhaus- und Pflegebetten, umfassend
mindestens einen elektromechanischen Antrieb (5, 7) für Verstellung des Möbels,
eine elektrische Steuereinheit woran der Antrieb verbunden ist,
eine Stromversorgung, die an der Steuerung und dem Antrieb verbunden ist,
mindestens eine Fußbedienung (11) für Aktivierung der Steuereinheit,
mindestens eine Bedieneinheit (10), die an. der Steuereinheit verbunden ist für Aktivierung des Antriebs, und ferner
mindestens eine Bedieneinheit (10) mit Funktionstasten (12, 13), die an der Steuereinheit verbunden ist für Aktivierung des Antriebs,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bedieneinheit (10) eine Bedientaste (19) umfasst, die aktiviert werden muss damit die Fußbedienung (11) operativ wird.
mindestens einen elektromechanischen Antrieb (5, 7) für Verstellung des Möbels,
eine elektrische Steuereinheit woran der Antrieb verbunden ist,
eine Stromversorgung, die an der Steuerung und dem Antrieb verbunden ist,
mindestens eine Fußbedienung (11) für Aktivierung der Steuereinheit,
mindestens eine Bedieneinheit (10), die an. der Steuereinheit verbunden ist für Aktivierung des Antriebs, und ferner
mindestens eine Bedieneinheit (10) mit Funktionstasten (12, 13), die an der Steuereinheit verbunden ist für Aktivierung des Antriebs,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bedieneinheit (10) eine Bedientaste (19) umfasst, die aktiviert werden muss damit die Fußbedienung (11) operativ wird.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Untersuchungs- oder Behandlungstisch, Krankenhaus- und Pflegebette nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
J. Nesbit Evans & Co. Ltd. offenbart ein Krankenhausbett, bei dem sich die Tragfläche für die Matratze durch zwei elektrische Antriebe verstellen lässt und bei dem der Rahmen, in dem die Matratzentragfläche angeordnet ist, durch zwei weitere Antriebe angehoben und abgesenkt sowie über eine Querachse gekippt (Trendelenburg Positionen) werden kann. Die Antriebe sind an eine Steuer- oder Kontrollbox (Bedienungsset) angeschlossen, die eine Netz-basierte Stromversorgung sowie ein wiederaufladbares Batteriepaket enthält wie auch die Kontrollbox eine Steuereinheit einschließt. Mit der Steuereinheit sind wahlweise Handbedienungen für Patienten wie auch für das Personal verbunden, oder es kann zusätzlich ein Bedienungsset (ACP) am Fußende des Betts angeordnet sein. Darüber hinaus kann das Bett auf jeder Seite mit einer Fußbedienung versehen sein, typischerweise mit zwei-drei Betätigungspedalen. Ein Beispiel für ein Bett mit Fußbedienung ist inEP 498 111 B2 Hill-Rom Services, Inc. gezeigt.WO 01/47340 - Es gab leider eine Reihe Unfälle, bei denen der Patient aus unverständlichen Gründen auf die Fußbedienung gefallen ist, wodurch eine oder mehrere Funktionen aktiviert wurden. Nach der Aktivierung hat sich der Patient z. B. den Kopf in der Bettkonstruktion eingeklemmt, und es gab Fälle mit tödlichem Ausgang.
- Aus
Linak A/S ist eine Lösung bekannt wo die Betätigungspedalen der Fußbedienung in einer bestimmten Reihenfolge aktiviert werden müssen um das Bett zu verstellen. Erstens wird das Fußpedal kurzzeitig bedient, losgelassen und danach wieder betätigt und wieder gehalten, bis die Funktion ausgeführt ist. Die Lösung ist soweit gut, aber in der Praxis hat es sich ergeben dass es sehr schwierig für das Personal ist, die Fußpedale in einer bestimmten Reihenfolge zu bedienen.WO 2006/056203 A2 - Ziel der Erfindung ist es, eine optionale Lösung für das skizzierte Problem bereit zu stellen, nämlich dass das Möbel infolge einer unabsichtlichen Aktivierung der Fußbedienung in Bewegung gesetzt wird.
- Nach der Erfindung wird dieses durch Einrichten des Antriebssystems entsprechend den Angaben in Anspruch 1 gelöst. Da die Bedieneinheit eine Bedientaste umfasst, die aktiviert werden muss damit die Fußbedienung operativ wird, ist gesichert, dass die Fußbedienung nicht unabsichtlich das Antriebssystem aktiviert.
- Es ist ferner zweckdienlich, dass die Funktionstaste der Bedieneinheit auch ausgeschalten sind und nicht operativ werden bis die Bedientaste aktiviert wird.
- Die Tatsache, dass die Fußbedienung und vorzugsweise auch die Funktionen der Bedieneinheit nicht operativ werden bis die Bedientaste aktiviert wird, lässt sich auf verschiedene Weise ausführen, aber in einer besonders einfachen Ausführungsform, schaltet die Bedientaste einen elektrischen Leiter, vorzugsweise einen gemeinsamen elektrischen Leiter für die Fußbedienung und die Bedieneinheit, aus.
- Zweckmäßig ist die Bedieneinheit eine Handbedienung, aber kann auch ein Bedienungsset (ACP – Attendant Control Panel) sein. Ein Bedienungsset (ACP) ist eine Steuer- oder Kontrollbox, die besonders für das Personal beabsichtigt ist, und die am Fußende unter dem Bett platziert ist, und sich, wenn sie bedient werden soll, von einer weggestauten Position herausziehen lässt.
- Die Steuereinheit lässt sich so konstruieren, dass die Bedientaste auf der Bedieneinheit aktiviert bleiben sollen um die Fußbedienung, und vorzugsweise auch die Bedieneinheit, zu aktivieren, aber es besteht dann der Nachteil, dass der Benutzer nicht beide Hände frei hat, aber andererseits wird gewährleistet, dass das Bett sofort anhält wenn entweder die Bedientaste oder die Fußbedienung freigegeben ist.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinheit so aufgebaut, dass die Fußbedienung und die Bedieneinheit in einem bestimmten Zeitraum nach Aktivierung der Bedientaste der Bedieneinheit aktiv bleibt – genügend Zeit für eine Verstellung unter normalen Umstände. Hiermit hat der Benutzer während der Verstellung beide Hände frei und ferner wird gewährleistet, dass die Verstellung automatisch nach einer festgelegten Zeitspanne anhalten wird.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt:
-
1 , eine Prinzipskizze eines Krankenhausbetts, und -
2 , eine Nahaufnahme einer Handbedienung für das Bett. - Ein Krankenhausbett mit einem Unterrahmen
1 , an dem Räder3 montiert sind, sowie einem Bettrahmen (nicht gezeigt) ist auf die beigefügte Zeichnung dargestellt. Dieser Bettrahmen ist an dem Unterrahmen1 mittels einer teleskopischen Hubsäule2 ,3 verbunden, die an jedem Ende des Betts in seiner Längsmittelachse platziert ist. Ein verstellbarer Lattenrost, der die Matratze trägt ist in dem Bettrahmen angeordnet. Dieser Lattenrost weist eine Rückensektion4 aus, die sich um eine Querachse zu einer gehobenen Position mittels eines Linearantriebs5 (z. B. von der Type LA31 von Linak A/S, Dänemark) schwenken lässt. Ferner weist der Lattenrost eine gegliederte Beinsektion6 aus, die sich mittels eines Linearantriebs7 verstellen lässt. Zwischen der zwei Sektionen4 ,6 ist eine fixierte Mittelsektion8 platziert. - Die Hubsäulen
2 ,3 und die zwei Antriebe5 ,7 sind an einer Kontrollbox9 drahtgebunden, die eine Stromversorgung und eine Steuereinheit umfasst. Für Bedienung des Betts ist eine Bedieneinheit in Form einer Handbedienung10 und einer Fußbedienung11 an der Kontrollbox9 drahtgebunden. -
2 der Zeichnung zeigt eine Nahaufnahme der Handbedienung10 , die oben ein Paar Funktionstaste12 für Heben und Senken der Beinsektion6 und darunter ein Paar Funktionstaste13 für Heben und Senken der Rückensektion4 ausweist. Die Handbedienung10 und die Fußbedienung11 sind durch einen T-Konnektor14 an der Kontrollbox9 verbunden, da der Stecker15 für die Kontrollbox und der Stecker16 für die Fußbedienung bestimmt ist. Die Fußbedienung11 weist zwei Betätigungspedalen17 ,18 aus für Bedienung der Hubsäulen2 ,3 für Heben und Senken des Bettrahmens, so dass der Patient zum Liegen in einer gewünschten Höhe gebracht werden kann. Die Fußbedienung11 ist normalerweise inaktiv, so dass selbst wenn die Pedalen aktiviert sind, sind die Hubsäulen nicht aktiv. Dasselbe gilt für die Handbedienung, d. h. ihre Funktionstaste sind normalerweise auch inaktiv, so dass selbst wenn eine Funktionstaste irrtümlich gedruckt wird, wird eine Funktion nicht veranlasst, z. B. unabsichtliches Heben der Rückensektion. Es ist notwendig erst eine Bedientaste auf der Handbedienung zu aktivieren damit die Funktionstasten der Fußbedienung und der Handbedienung operativ wird. Das Kabel ist in einer solchen Weise verbunden, dass die Handbedienung und die Fußbedienung einen gemeinsamen Leiter ausweist, der mittels der Bedientaste ausgeschaltet wird oder genauer gesagt mittels eines Schalters, der durch die Bedientaste aktiviert wird. Wenn die Bedientaste19 aktiviert wird, wird der Leiter geschlossen und die Funktionstasten der Handbedienung und der Fußbedienung werden damit aktiv. Z. B. werden der Hubsäulen durch einen nachträglichen Druck auf einer der Pedals17 ,18 der Fußbedienung in Betrieb gesetzt und wenn die Fußbedienung wieder entlasst ist, wird die Fußbedienung wieder inaktiv und es ist wieder notwendig de Bedientaste19 auf der Handbedienung10 zu aktivieren damit die Fußbedienung und die Handbedienung operativ werden. Die Steuereinheit ist mit einem Timer versehen, der bewirkt dass die Fußbedienung11 eine festgelegte Zeitspanne nach Aktivierung der Bedientaste19 auf der Handbedienung aktiv bleibt. Der Umfang der Zeitverzögerung ist derart, dass seine normale Verstellung mittels der Hubsäulen und der Antrieben während diese Zeitspanne sich ausführen lässt. - Es versteht sich, dass das Obengenannte nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist und nicht für die Entwicklung der Erfindung begrenzend ist. Somit ist ein gemeinsamer Leiter für die Handbedienung und die Fußbedienung nicht unbedingt bereitgestellt, ebenso wie der Leiter sich auf andere Weise als mit einem Schalter ausschaltet lässt, z. B. durch einen Transistorkreis oder einen Thyristor.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 498111 B2 [0002]
- - WO 01/47340 [0002]
- - WO 2006/056203 A2 [0004]
Claims (6)
- Antriebssystem für verstellbare Möbel in Form von Behandlungs- oder Untersuchungstischen, Krankenhaus- und Pflegebetten, umfassend mindestens einen elektromechanischen Antrieb (
5 ,7 ) für Verstellung des Möbels, eine elektrische Steuereinheit woran der Antrieb verbunden ist, eine Stromversorgung, die an der Steuerung und dem Antrieb verbunden ist, mindestens eine Fußbedienung (11 ) für Aktivierung der Steuereinheit, mindestens eine Bedieneinheit (10 ), die an. der Steuereinheit verbunden ist für Aktivierung des Antriebs, und ferner mindestens eine Bedieneinheit (10 ) mit Funktionstasten (12 ,13 ), die an der Steuereinheit verbunden ist für Aktivierung des Antriebs, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (10 ) eine Bedientaste (19 ) umfasst, die aktiviert werden muss damit die Fußbedienung (11 ) operativ wird. - Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionstaste (
12 ,13 ) der Bedieneinheit (10 ) auch nicht operativ wird bis die Bedientaste (19 ) aktiviert wird. - Antriebssystem nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedientaste (
19 ) einen gemeinsamen Leiter für die Fußbedienung und die Bedieneinheit ausschaltet. - Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit eine Handbedienung (
10 ) ist. - Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit so ausgeformt ist, dass die Bedientaste (
19 ) auf der Bedieneinheit (10 ) betätigt gehalten werden muss um die Fußbedienung (11 ) zu aktivieren. - Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit so aufgebaut ist, dass die Fußbedienung (
11 ) aktiv in einem bestimmten Zeitraum nach Aktivierung der Bedientaste (19 ) der Bedieneinheit (10 ) bleibt – genügend Zeit für eine Verstellung der Hubsäulen (2 ,3 ) unter normalen Umstände.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DK200701311 | 2007-09-11 | ||
| DKPA200701311 | 2007-09-11 |
Publications (1)
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|---|---|
| DE202008017828U1 true DE202008017828U1 (de) | 2010-08-19 |
Family
ID=40084473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE202008017828U Expired - Lifetime DE202008017828U1 (de) | 2007-09-11 | 2008-09-11 | Antriebssystem für verstellbare Möbelstücke |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE202008017828U1 (de) |
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| WO2001047340A2 (en) | 1999-12-29 | 2001-07-05 | Hill-Rom Services, Inc. | Hospital bed |
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2008
- 2008-09-11 DE DE202008017828U patent/DE202008017828U1/de not_active Expired - Lifetime
- 2008-09-11 EP EP08016044A patent/EP2036524A3/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| Publication number | Publication date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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