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TECHNISCHES GEBIET
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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeug zum Polieren und Feinschleifen
von optisch wirksamen Flächen in der Feinoptik, umfassend
asphärische, sphärische und Freiformflächen.
Das Werkzeug besitzt einen Grundkörper, der an einer Werkzeugspindel
einer Bearbeitungsmaschine drehfest anbringbar ist, ein konzentrisch
im Grundkörper angeordnetes und darin axial verschiebbar
gelagertes Führungsglied und ein am äußeren
Ende des Führungsgliedes auswechselbar angebrachten Bearbeitungsteller,
an dessen Außenfläche Polier- bzw. Schleifmittel
vorgesehen sind, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Bei
der Polier- oder Feinschleifbearbeitung rotieren Werkzeug und Werkstück
gleich- oder gegensinnig, während Werkzeug und Werkstück
relativ zueinander verschwenkt werden, so daß sich der Eingriffsbereich
zwischen Werkzeug und Werkstück durch ein bahngesteuertes
Verfahren laufend ändert.
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STAND DER TECHNIK
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Bei
einem derartigen bekannten Werkzeug (
EP 1 698 432 A2 ) zur Feinbearbeitung von
optisch wirksamen Flächen an insbesondere Brillengläsern ist
am Ende des Führungsglieds ein Kugelkopf angeordnet, der
in eine zugeordnete Aufnahmekammer des Bearbeitungstellers eingreift,
so daß der Bearbeitungsteller gegenüber dem Führungsglied
am Kugelkopf verkippen kann. Wenn zum Beispiel zur Erhöhung
des Materialabtrags eine höhere relative Bearbeitungsgeschwindigkeit
gewünscht wird, muß das Werkzeug im Randbereich,
d. h. mit radialem Abstand zur Werkzeugdrehachse, mit dem Werkstück
in Eingriff gebracht werden. Dabei kann sich durch Verkippen des
Bearbeitungstellers am Kugelkopf eine Rückstellbewegung
des Bearbeitungstellers bezüglich des Werkstücks
in Richtung der Werkzeugdrehachse ergeben. Daraus können
Relativstellungen zwischen Bearbeitungsteller und Werkstück
resultieren, bei denen sich ein undefinierbarer Materialabtrag am
Werkstück ergibt, was bei feinoptischen Anwendungen nicht
erwünscht ist. Bei dem bekannten Werkzeug erfolgt der rotierende
Antrieb des Bearbeitungstellers durch einen elastischen Faltenbalg,
der einerseits am Grundkörper und andererseits am Bearbeitungsteller
durch Ringschellen befestigt ist.
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AUFGABENSTELLUNG
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Werkzeug der eingangs angegebenen
Ausbildung bereitzustellen, das einen stabilen, klar definierbaren Polier-
bzw. Feinschleifprozeß für feinoptische Anwendungen
ermöglicht.
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DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch
1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte und/oder zweckmäßige
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor und sind nachfolgend ebenfalls beschrieben.
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Erfindungsgemäß ist
das Werkzeug zum Polieren und Feinschleifen von optisch wirksamen
Flächen in der Feinoptik ausgehend von der eingangs angegebenen
Ausbildung dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper
mit dem darin axial verschiebbar gelagerten Führungsglied über
den vollen Verschiebeweg starr drehfest verbunden ist, und daß der Bearbeitungsteller
unverkippbar starr an dem Führungsglied befestigt ist.
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Durch
die erfindungsgemäße Anordnung mit ihrer starren
Axialführung des Bearbeitungstellers durch das Führungsglied
und der starren unelastischen Drehmitnahme des Poliertellers wird
eine sehr genaue Positionierung des Bearbeitungstellers bezüglich
des Werkstücks und damit der Eingriffsstelle zwischen Werkzeug
und Werkstück ermöglicht.
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In
weiterer Ausbildung der Erfindung ist gemäß Anspruch
2 vorgesehen, daß in das Führungsglied quer zur
Werkzeugdrehachse ein Anschlagstift eingesetzt ist, der zur drehfesten
Verbindung des Grundkörpers mit dem Führungsglied
in eine im Grundkörper vorgesehene Axialnut eingreift,
deren axiale Länge den maximalen Schiebeweg des Führungsglieds
in dem Grundkörper begrenzt. Dabei ist durch eine auf das
Führungsglied axial einwirkende Federkraft das Führungsglied
in der Grundstellung des Werkzeugs bis zum Anschlag des Anschlagstifts an
ein Ende der Axialnut verschoben.
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In
Weiterführung des Erfindungsgedankens ist hierbei, wie
im Anspruch 3 angegeben ist, in dem Grundkörper zur Aufnahme
des Führungsglieds koaxial mit der Werkzeugdrehachse eine
Stufenbohrung vorgesehen, und das Führungsglied weist einen Schaftabschnitt
und einen Kopfabschnitt auf, von denen der Schaftabschnitt durch
einen Führungsabschnitt mit dem kleinsten Durchmesser der
Stufenbohrung hindurch in Richtung auf den Bearbeitungsteller aus
dem Grundkörper austritt. Hierbei ist der Kopfabschnitt
des Führungsglieds in einem Bohrungsabschnitt größeren
Durchmessers geführt, wobei die Stufenbohrung an ihrem
der Werkzeugspindel benachbarten Ende durch ein am Grundkörper
zu befestigendes Verschlußstück geschlossen ist.
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Zur
Befestigung dieses Verschlußstücks kann die Anordnung
entsprechend Anspruch 4 so getroffen sein, daß das Verschlußstück
eine mit einem Innengewindeabschnitt versehene Zentralbohrung koaxial
mit der Werkzeugdrehachse aufweist, wobei in dem Ver schlußstück
mehrere bis zur Zentralbohrung radial durchgehende Gewindebohrungen
vorgesehen sind, in welche Stiftschrauben zur Befestigung des Verschlußstücks
in der Stufenbohrung eingeschraubt sind.
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Das
erfindungsgemäße Werkzeug kann vorteilhaft unter
Verwendung weitgehend übereinstimmender Komponenten an
unterschiedliche Bearbeitungsmaschinen angepaßt werden,
wie weiter unten noch näher beschrieben wird. Während
an Poliermaschinen regelmäßig ein Druckluftsystem
vorhanden ist, das zur Druckbeaufschlagung des Werkzeugs verwendbar
ist, ist an Schleifmaschinen meistens kein solches System gegeben.
Die dazu erforderliche Anpassung des erfindungsgemäßen
Werkzeugs an beide Maschinentypen beschränkt sich hierbei
im wesentlichen auf den Austausch einer elastischen Membran für
den Druckluftbetrieb gegen eine Druckfeder und die Verwendung eines
Poliertellers oder eines Feinschleiftellers. Das erfindungsgemäße
Werkzeug ist daher ein vorteilhaftes Kombinationswerkzeug für
beide Anwendungen.
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Für
den Druckluftbetrieb ist die Anordnung gemäß Anspruch
5 so getroffen, daß in den Innengewindeabschnitt der Zentralbohrung
des Verschlußstücks eine Madenschraube eingeschraubt
ist, die eine Durchgangsbohrung besitzt, und daß zwischen dem
Kopfabschnitt des Führungsglieds und einer Stufe der Stufenbohrung
eine den Schaftabschnitt des Führungsglieds umschließende
erste Schraubenfeder eingespannt ist. Diese hält in der
Grundstellung des Werkzeugs den Anschlagstift in der Anschlagposition
an dem der ersten Schraubendruckfeder benachbarten Ende der Axialnut
des Grundkörpers. Dabei ist am Verschlußstück
eine elastische Membran angebracht, die dem Kopfabschnitt des Führungsglieds
anliegt und durch Zuführung von Druckluft durch die Durchgangsbohrung
unter Verschiebung des Führungsglieds zur Erzeugung des Bearbeitungsdrucks
am Werkstück auswölbbar ist, und in ihrer Maximalauswölbungsposition
den Anschlagstift gegen die Kraft der ersten Schraubendruckfeder
in der Anschlagposition am dem Bearbeitungsteller zugekehrten Ende
der Axialnut des Grundkörpers hält.
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Für
den Betrieb ohne Druckluft ist die Anordnung gemäß Anspruch
6 zweckmäßig so gewählt, daß in
den Innengewindeabschnitt der Zentralbohrung des Verschlußstücks
eine Madenschraube eingeschraubt ist, an welcher sich eine in ihrer
Vorspannung durch die Madenschraube einstellbare zweite Schraubendruckfeder,
die bei dieser Ausbildung den Bearbeitungsdruck am Werkstück
erzeugt, mit ihrem eine Ende abstützt, deren anderes Ende
an dem Kopfabschnitt des Führungsglieds angreift und in
der Grundstellung des Werkzeugs den Anschlagstift in der Anschlagposition
am dem Bearbeitungsteller zugekehrten Ende der Axialnut des Grundkörpers
hält.
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Beiden
Ausführungsformen des Werkzeugs ist auch gemeinsam, daß entsprechend
Anspruch 7 auf das dem Bearbeitungsteller zugekehrte zylindrische
Ende des Grundkörpers teleskopartig ein becherförmiges
Teil mit Bewegungsspiel aufgeschoben ist, das an dem Führungsglied
durch eine zentrale Schraube befestigt ist.
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Bei
Ausrüstung des Werkzeugs für das Polieren ist
gemäß Anspruch 8 zweckmäßig
vorgesehen, daß an dem becherförmigen Teil ein
Aufnahmeabschnitt mit mehreren Schrauben befestigt ist, mit welchem
der als Polierteller ausgebildete Bearbeitungsteller drehfest verrastbar
ist. Aufgrund dieser Verrastungsmöglichkeit ist der Polierteller
leicht auswechselbar.
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Bei
Ausrüstung des Werkzeugs als Schleifwerkzeug ist zweckmäßig
gemäß Anspruch 9 vorgesehen, daß das
becherförmige Teil und der als Schleifteller ausgebildete,
dem becherförmigen Teil anliegende, Bearbeitungsteller
gemeinsam durch die zuvor erwähnte zentrale Schraube an
dem Führungsglied befestigt sind. Hierbei ist durch mindestens
einen den Schleifteller mit dem becherförmigen Teil verbindenden
Zylinderstift, der mit radialem Abstand zur Werkzeugdrehachse angeordnet
ist, die Drehmitnahme des Schleiftellers bei Rotationsantrieb des
Werkzeugs sichergestellt.
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Zur
Kapselung der miteinander verschiebbaren Teile des Werkzeugs ist
zweckmäßig gemäß Anspruch 10
vorgesehen, daß der Grundkörper und das becherförmige
Teil durch einen umhüllenden Faltenbalg miteinander verbunden
sind.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand von zwei bevorzugten Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert,
wobei gleiche oder entsprechende Teile mit denselben Bezugszahlen
versehen sind. In den Zeichnungen zeigt:
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1 einen
Längsschnitt durch ein für den Druckluftbetrieb
ausgerüstetes Polierwerkzeug in nicht druckbeaufschlagter
Grundstellung des Werkzeugs,
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2 einen
weiteren Längsschnitt durch das Polierwerkzeug entsprechend
der Schnittverlaufslinie II-II in 1,
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3 die
Unteransicht des in den 1 und 2 im Schnitt
dargestellten Aufnahmeabschnitts für den Polierteller,
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4 die
Draufsicht auf die Befestigungsseite des in den 1 und 2 im
Schnitt dargestellten Poliertellers,
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5 einen
der 2 ähnlichen Längsschnitt durch
das Polierwerkzeug, jedoch in druckbeaufschlagter Stellung,
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6 der
Aufnahmeabschnitt gemäß 3 in perspektivischer
Darstellung,
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7 der
Polierteller gemäß 4 in perspektivischer
Darstellung,
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8 einen
Längsschnitt durch ein nur durch Federkraft wirkendes Feinschleifwerkzeug
in seiner Grundstellung,
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9 einen
weiteren Längsschnitt durch das Feinschleifwerkzeug entsprechend
der Schnittverlaufslinie IX-IX in 8 und
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10 den
Querschnitt durch das Feinschleifwerkzeug entsprechend der Schnittverlaufslinie
X-X in 8.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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In 1 ist
von der mit einem Druckluftsystem ausgerüsteten Poliermaschine
nur die einen DIN-Anschluß aufweisende Werkzeugspindel 1 in strichpunktierten
Linien dargestellt. Die Werkzeugspindel 1 besitzt ein Hydrodehn-Spannfutter 2,
mit dessen Hilfe das Werkzeug 3 drehfest an der Werkzeugspindel 1 angebracht
ist. Dabei ist das Werkzeug 3 mit einem an seinem Grundkörper 4 vorgesehenen
Schaft 5 bis zum Anschlag an einen Flansch 6 des
Grundkörpers 4 in die Werkzeugspindel 1 eingeführt
und dadurch axial lagegenau fixiert.
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Konzentrisch
mit der Werkzeugdrehachse 7 ist im Grundkörper 4 ein
darin auf unten noch näher beschriebene Weise axial begrenzt
verschiebbar gelagertes Führungsglied 8 angeordnet,
an dessen äußerem Ende ein Polierteller 9 auswechselbar
angebracht ist. Wie ebenfalls noch beschrieben wird, ist der Grundkörper 4 mit
dem darin kolbenartig axial verschiebbaren Führungsglied 8 über
den vollen Verschiebeweg starr drehfest verbunden. Wie bereits aus
den Zeichnungen hervorgeht, ist der Polierteller 9 unverkippbar
starr mit dem Führungsglied 8 verbunden.
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In
das Führungsglied 8 ist quer zur Werkzeugdrehachse 7 ein
Anschlagstift 10 unverschiebbar eingesetzt, der zur drehfesten
Verbindung des von der Werkzeugspindel 1 drehend angetriebenen Grundkörpers 4 mit
dem Führungsglied 8 in eine im Grundkörper 4 vorgesehene
Axialnut 11 eingreift. Im gezeigten Beispiel befindet sich
die Axialnut 11 zu beiden Seiten des Führungsglieds 8,
und der Anschlagstift 10 steht aus dem Führungsglied 8 zum Eingriff
mit der zweigeteilten Axialnut 11 beidseitig aus dem Führungsglied 8 vor,
wie die 2 und 5 verdeutlichen.
Die axiale Länge der Axialnut 11 begrenzt den
maximalen Schiebeweg des Führungsglieds 8 in dem
Grundkörper 4.
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Eine
auf das Führungsglied 8 einwirkende Federkraft
verschiebt das Führungsglied 8 in die Grundstellung
des Werkzeugs 3 bis zum Anschlag des Anschlagstifts 10 an
eines der beiden Enden der Axialnut 11, im Beispiel nach
den 1 und 2 an das dem Flansch 6 benachbarte
Ende der Axialnut 11, wie weiter unten noch beschrieben
wird.
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Im
Grundkörper 4 ist zur Aufnahme des Führungsglieds 8 koaxial
mit der Werkzeugdrehachse 7 eine Stufenbohrung 12 vorgesehen.
Das Führungsglied 8 weist einen Schaftabschnitt 13 und
einen Kopfabschnitt 14 auf. Der Schaftabschnitt 13 tritt durch
einen Führungsabschnitt 15 der Stufenbohrung 12,
der den kleinsten Durchmesser der Stufenbohrung 12 besitzt,
hindurch in Richtung auf den Polierteller 9 aus dem Grundkörper 4 aus.
Der Kopfabschnitt 14 des Führungsglieds 8 ist
in einem Bohrungsabschnitt 16 der Stufenbohrung 12 geführt,
der einen größeren Durchmesser als der Führungsabschnitt 15 der
Stufenbohrung 12 besitzt, wodurch in der Stufenbohrung 12 ein
den Führungsabschnitt 15 umgebender Aufnahmeraum 17 geschaffen
wird.
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Die
Stufenbohrung 12 ist an ihrem der Werkzeugspindel 1 benachbarten
Ende durch ein am Grundkörper 4 zu befestigendes
Verschlußstück 18 geschlossen. Das Verschlußstück 18 weist
eine mit einem Innengewindeabschnitt 19 versehene mit der Werkzeugdrehachse 7 koaxiale
Zentralbohrung 20 auf. Wie aus 2 in Verbindung
mit 10 des weiter unten beschriebenen Ausführungsbeispiels hervorgeht,
sind in dem Verschlußstück 18 mehrere bis
zur Zentralbohrung 20 radial durchgehende Gewindebohrungen 21 vorgesehen,
in welche Stiftschrauben 22 zur Befestigung des Verschlußstücks 18 im
Schaft 5 des Grundkörpers 4 eingeschraubt sind.
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In
den Innengewindeabschnitt 19 der Zentralbohrung 20 des
Verschlußstücks 18 ist eine Madenschraube 23 eingeschraubt,
die eine Durchgangsbohrung 24 besitzt. Zwischen dem Kopfabschnitt 14 des
Führungsglieds 8 und einer Stufe 25 der
Stufenbohrung 12 ist eine den Schaftabschnitt 13 des
Führungsglieds 8 umschließende, im Aufnahmeraum 17 befindliche
erste Schraubendruckfeder 26 eingespannt. Diese hält
in der Grundstellung des Werkzeugs 3 den Anschlagstift 10 in
der in den 1 und 2 dargestellten
Anschlagposition an dem der ersten Schraubendruckfeder 26 benachbarten Ende
der Axialnut 11 des Grundkörpers 4. An
dem Verschlußstück 18 ist eine elastische
Membrane 27 angebracht, die dazu mit einem inneren Ringvorsprung 28 in
eine entsprechende Ringnut 29 am Verschlußstück 18 eingreift.
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Die
Membrane 27 liegt in der Grundstellung des Werkzeugs 3 dem
Kopfabschnitt 14 des Führungsglieds 8 an,
wie die 1 und 2 zeigen. Durch
Zuführung von Druckluft durch die Durchgangsbohrung 24 der
Madenschraube 23 ist die Membrane 27 unter Verschiebung
des Führungsglieds 8 zum Polierteller 9 hin
auswölbbar, wodurch der Bearbeitungsdruck des Poliertellers 9 am
Werkstück (nicht dargestellt) erzeugt wird. In ihrer maximalen
Auswölbungsposition hält die Membrane 27 den
Anschlagstift 10 ge gen die Kraft der ersten Schraubendruckfeder 26 in
der Anschlagposition am dem Polierteller 9 zugekehrten
Ende der Axialnut 11 des Grundkörpers 4,
wie 5 verdeutlicht. Im Bearbeitungsbetrieb stellt
sich eine Zwischenstellung des Anschlagstifts 10 zwischen
den beiden Anschlagpositionen in der Axialnut 11 ein.
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Bei
dem in den 8 und 9 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist anstelle der Membrane 27 eine zweite Schraubendruckfeder 30 vorgesehen, die
eine größere Federkraft als die erste Schraubendruckfeder 26 hat.
Die zweite Schraubendruckfeder 30, die den Bearbeitungsdruck
am Werkstück erzeugt, stützt sich einerseits an
der Madenschraube 23 ab und ist in ihrer Vorspannung durch
die Madenschraube 23 einstellbar, die zu diesem Zweck mehr oder
weniger weit in den Innengewindeabschnitt 19 des Verschlußstücks 18 eingeschraubt
wird. Andererseits greift die zweite Schraubendruckfeder 30 an den
Kopfabschnitt 14 des Führungsglieds 8 unter Vorspannung
an, wo sie in eine mit der Werkzeugdrehachse 7 konzentrische
Nut 31 eingreift. Die zweite Druckfeder 30 verschiebt
das Führungsglied 8 gegen die Kraft der schwächeren
ersten Schraubendruckfeder 26, die bei diesem Ausführungsbeispiel
auch entbehrlich wäre, in die Grundstellung des Werkzeugs 3, in
welcher der Anschlagstift 10 in der Anschlagposition am
dem Bearbeitungsteller, bei diesem Ausführungsbeispiel
dem Schleifteller 32, zugekehrten Ende der Axialnut 11 gehalten
wird.
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Wie
aus den 1, 2, 5, 8 und 9 hervorgeht,
ist auf das dem Polierteller 9 bzw. dem Schleifteller 32 zugekehrte
zylindrische Ende 33 des Grundkörpers 4 teleskopartig
ein becherförmiges Teil 34 mit Bewegungsspiel
aufgeschoben. Im ersten Ausführungsbeispiel (1, 2)
ist das becherförmige Teil 34 unmittelbar durch
eine zentrale Schraube 35 am Führungsglied 8 befestigt.
Im zweiten Ausführungsbeispiel (8, 9)
ist das becherförmige Teil 34, dem der als Schleifteller 32 ausgebil dete
Bearbeitungsteller anliegt, gemeinsam mit dem Schleifteller 32 durch
eine zentrale Schraube 35 am Führungsglied 8 befestigt.
Zusätzlich ist hierbei mindestens ein den Schleifteller 32 mit
dem becherförmigen Teil 34 verbindender Zylinderstift 36 (8),
der mit radialem Abstand zur Werkzeugdrehachse 7 angeordnet
ist, vorgesehen, der die Drehmitnahme des Schleiftellers 32 sicherstellt.
Der Schleifteller 32 ist auf seiner Bearbeitungsseite mit Schleifpellets 37 versehen,
deren Schleifpartikel vorzugsweise mit einer Kunststoffmasse gebunden
sind und die auf Form abgerichtet sein können.
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Der
beim Ausführungsbeispiel gemäß der
1 bis
7 verwendete
Polierteller
9 kann den aus der
EP 1 698 432 A2 oder der
DE 10 2007 026 841
A1 ersichtlichen Aufbau haben, bestehend aus einem Trägerkörper
38,
einer daran befestigten Schaumstoffschicht
39 und einer
damit verbundenen Polierfolie
40.
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Um
ein schnelles Auswechseln des Poliertellers 9 zu ermöglichen,
ist zwischen dem becherförmigen Teil 34 und dem
Polierteller 9 ein Aufnahmeabschnitt 41 vorgesehen,
der an dem becherförmigen Teil 34 mit mehreren
Schrauben 42 befestigt ist, wie aus den 3 und 6 hervorgeht.
Mit dem Aufnahmeabschnitt 41 ist der Polierteller 9 auf
die nachfolgend beschriebene Weise drehfest verrastbar.
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Der
Aufnahmeabschnitt 41 und der Trägerkörper 38 sind
aus einem geeigneten Kunststoff jeweils einteilig mit allen daran
vorgesehenen Vorsprüngen und Vertiefungen spritzgeformt.
Zur Erläuterung des Aufnahmeabschnitts 41 wird
auf die 3 und 6 Bezug
genommen.
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Auf
seiner dem becherförmigen Teil 34 zugekehrten
Seite ist der Aufnahmeabschnitt 41 zur flächigen
Anlage auf die ebene Stirnfläche des becherförmigen
Teils 34 eben ausgebildet. Auf seiner dem Trägerkörper 38 zugekehrten
Seite ist ein zentraler Vor sprung 43 angeformt, der an
seinem Umfang nach Art eines Torx-Profils ausgebildet ist. Weiterhin
sind zwei diametral gegenüberliegende Rastvorsprünge 44 und
vier Stiftvorsprünge 45, die paarweise und diametral
gegenüberliegend angeordnet sind, angeformt. Schließlich
sind auch noch vier Durchgangsbohrungen zur Aufnahme der Schrauben 42 vorgesehen.
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Der
aus den 4 und 7 ersichtliche Trägerkörper 38 ist
an seiner dem Aufnahmeabschnitt 41 zugekehrten Seite komplementär
ausgebildet. Er besitzt eine zentrale profilierte Vertiefung 46 für
die drehfeste Aufnahme des entsprechenden zentralen Vorsprungs 43 des
Aufnahmeteils 41, zwei diametral gegenüberliegende
und durch jeweils vier Federarme 47 gebildete Rasthülsen 48,
die zusammen mit den Rastvorsprüngen 44 des Aufnahmeteils 41 Schnappverbindungen
zur lösbaren Befestigung des Poliertellers 9 bilden,
und sechs angeformte Stege. Von den Stegen finden die beiden gegenüberliegenden
Stege 49 beim Verrasten Aufnahme zwischen den paarweise
angeordneten Stiftvorsprüngen 45 und sorgen damit
dafür, daß der Polierteller 9 in richtiger
d. h. unverdrehter Stellung auf den Aufnahmeabschnitt 41 aufgesetzt
wird, in welcher die Rastvorsprünge 44 in Eingriff
mit den Rasthülsen 48 gelangen.
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Beiden
Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß der Grundkörper 4 und
das becherförmige Teil 34 durch einen umhüllenden
elastischen Faltenbalg 50 miteinander verbunden sind. Zu
diesem Zweck sind am becherförmigen Teil 34 und
dem Grundkörper 4 Umfangsnuten 51 eingeformt,
in welche Endringe 52 des Faltenbalgs 50 eingreifen.
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- 1
- Werkzeugspindel
- 2
- Hydrodehn-Spannfutter
- 3
- Werkzeug
- 4
- Grundkörper
- 5
- Schaft
- 6
- Flansch
- 7
- Werkzeugdrehachse
- 8
- Führungsglied
- 9
- Polierteller
- 10
- Anschlagstift
- 11
- Axialnut
- 12
- Stufenbohrung
- 13
- Schaftabschnitt
- 14
- Kopfabschnitt
- 15
- Führungsabschnitt
- 16
- Bohrungsabschnitt
- 17
- Aufnahmeraum
- 18
- Verschlußstück
- 19
- Innengewindeabschnitt
- 20
- Zentralbohrung
- 21
- Gewindebohrung
- 22
- Stiftschraube
- 23
- Madenschraube
- 24
- Durchgangsbohrung
- 25
- Stufe
- 26
- erste
Schraubendruckfeder
- 27
- Membrane
- 28
- Ringvorsprung
- 29
- Ringnut
- 30
- zweite
Schraubendruckfeder
- 31
- Nut
- 32
- Schleifteller
- 33
- Ende
- 34
- becherförmiges
Teil
- 35,
35'
- Schraube
- 36
- Zylinderstift
- 37
- Schleifpellet
- 38
- Trägerkörper
- 39
- Schaumstoffschicht
- 40
- Polierfolie
- 41
- Aufnahmeabschnitt
- 42
- Schraube
- 43
- zentraler
Vorsprung
- 44
- Rastvorsprung
- 45
- Stiftvorsprung
- 46
- zentrale
Vertiefung
- 47
- Federarm
- 48
- Rasthülse
- 49
- Steg
- 50
- Faltenbalg
- 51
- Umfangsnut
- 52
- Endring
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 1698432
A2 [0003, 0039]
- - DE 102007026841 A1 [0039]