DE202008015050U1 - Sicherheitsraum - Google Patents
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Classifications
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- E04—BUILDING
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-
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Abstract
Sicherheitsraum
(1) insbesondere für informationstechnische Einrichtungen,
der in einem gebäudeseitigen Raum modulartig aus brandschutzsicheren
Seitenwandelementen (20) und brandschutzsicheren Deckwandelementen
(30) zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem gebäudeseitigen
Boden (4) im gesamten Innenbereich des Sicherheitsraumes (1) ein beim
Auftragen fließfähiger und danach ausgehärteter brandschutzsicherer
Belag (10) aufgebracht ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Sicherheitsraum insbesondere für informationstechnische Einrichtungen, der in einem gebäudeseitigen Raum modulartig aus brandschutzsicheren Seitenwandelementen und brandschutzsicheren Deckwandelementen zusammengesetzt ist.
- Ein Sicherheitsraum dieser Art zum brandschutzsicheren Unterbringen von informationstechnischen Einrichtungen ist in der
DE 198 52 927 B4 angegeben. Bei diesem bekannten Sicherheitsraum sind die Seitenwände, die Deckwand und der Boden modulartig aus einzelnen Wandelementen zusammengesetzt, womit sich innerhalb eines gebäudeseitigen Raums schnell und einfach Sicherheitsräume unterschiedlicher Größe je nach Wunsch des Anwenders aufbauen lassen. Die Wandelemente sind mit ihrem unteren Rand in im Querschnitt U-förmige Bodenprofile eingesetzt, die ihrerseits in dem bauseitigen Boden verankert sind. Zum Erfüllen hoher brandschutztechnischer Anforderungen sind die Wandelemente einschließlich der Bodenelemente kassettenartig mit flachen Stahlblech-Abdeckungen auf ihren beiden Außenseiten und dazwischen eingebrachtem brandschutzsicherem Füllmaterial aufgebaut und über spezielle brandschutzsichere und feuchtigkeitsdichte Dichtungen und Verbindungsmittel miteinander verbunden, um das Durchdringen von Brandgasen und Feuchtigkeit zu verhindern. Dabei sind im Bodenbereich auch besondere Abdichtung und Verbindungen zum Erreichen eines brandschutzsicheren Übergangs im unteren Bereich der Seitenwände vorgesehen. Um den Brandschutz sicherzustellen, müssen die Montage- und Installationsarbeiten sorgfältig durchgeführt und die Einzelteile genau zusammengefügt werden und aneinander angepasst sein. Dies erfordert einen entsprechenden Aufwand. - In der
DE 2001 20 707 U1 ist ein weiterer Sicherheitsraum dieser Art angegeben, wobei die Bodenelemente als Bodenplatten mit sich überlappenden Rändern und Vorsprüngen ausgestaltet sind, um eine passgenaue Überdeckung zu erreichen. Auch dieser Aufbau ist aufwändig. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherheitsraum der eingangs genannten Art bereit zu stellen, der bei vereinfachtem Aufbau eine zuverlässige Brandschutzfunktion gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass auf dem gebäudeseitigen Boden im gesamten Innenbereich des Sicherheitsraumes ein beim Aufbringen fließfähiger und danach ausgehärteter dampfdiffusionssicherer Schutzbelag aufgebracht ist.
- Zusammen mit dem gebäudeseitigen Boden wird im Bodenbereich des Sicherheitsraumes mit dem so ausgebildeten Schutzbelag eine hohe Schutzsicherheit gegen Dampfdiffusion im Brandfall erreicht.
- Zum Errichten des Sicherheitsraumes wird dabei so vorgegangen, dass auf dem gebäudeseitigen Boden eines gebäudeseitigen Raumes aus brandschutzsicheren Sei tenwandelementen zusammengesetzte Seitenwände aufgestellt werden und dass anschließend der gebäudeseitige Boden mit dem flüssigen Schutzbelag bestrichen und aushärten gelassen wird, wobei die Deckwand an den Seitenwänden vor oder nach dem Auftragen des Schutzbelages montiert wird.
- Eine zum Erfüllen hoher brandschutztechnischer Anforderungen vorteilhafte Ausbildung des Sicherheitsraums besteht darin, dass der Schutzbelag zusammen mit dem gebäudeseitigen Boden so ausgebildet ist, dass er bei 90-minütiger Beflammung des gebäudeseitigen Bodens von dessen Unterseite stabil bleibt und innerhalb der ersten 30 Minuten höchstens eine Temperatursteigerung auf seiner Oberseite von 50 Kelvin ergibt.
- Ferner tragen zum Schutz von Einrichtungen innerhalb des Sicherheitsraumes im Brandfall die Maßnahmen bei, dass der Schutzbelag an sich als Dampfdiffusionssperre so ausgebildet ist, dass er bei einem Brand über eine Prüfungsdauer von 90 Minuten innerhalb der ersten 30 Minuten einen Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit auf über 85% verhindert.
- Die Brandschutzfunktion wird dabei dadurch unterstützt, dass der Schutzbelag als Sockel auch entlang des inneren unteren Bereiches der Seitenwände des Sicherheitsraumes bis zu einer Höhe von mindestens 2 cm aufgetragen und mit diesen haftend verbunden ist.
- Mit den genannten Maßnahmen wird der brandschutzsichere Aufbau des Bodens sicher gewährleistet, wobei aufwändige Anpassmaßnahmen und Abdichtmaßnahmen eingespart werden. Dabei ergibt sich auch im Übergangsbereich des unteren Randes der Wandelemente und des aufgestrichenen flüssigen und anschließend ausgehärteten Bodenbelags eine zuverlässige Abdichtung gegen Brandschutzgase und Hitzeentwicklung und Diffusionsfeuchte. Das Belagsmaterial verhindert dabei auch die Ausbildung gefährlicher Dämpfe, besitzt eine auch bei längerem Brand stabile Struktur und verbindet sich fest haftend mit der gebäudeseitigen Bodenfläche, wobei evtl. Unebenheiten ausgeglichen werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 ein Ausführungsbeispiel eines Sicherheitsraumes in aufgebrochener Darstellung mit Sicht in den Innenraum mit dem Bodenbereich in perspektivischer Ansicht und -
2 einen Ausschnitt in einem Übergangsbereich zwischen dem Boden und einer Seitenwand des Sicherheitsraumes sowie einem gebäudeseitigen Boden im Querschnitt. -
1 zeigt einen im Grundriss rechteckförmigen Sicherheitsraum1 mit vier Seitenwänden2 , einer Deckwand3 und einem Boden mit einem Schutzbelag10 , der auf einem gebäudeseitigen Boden4 aufgebracht ist. Die aus mehreren rechteckförmigen, vom Boden bis zur Decke durchgehenden Seitenwandelementen20 zusammengesetzten Seitenwände2 enthalten eine Tür5 mit Türzarge5.1 und Türschließer5.2 sowie eine Kabeleinführung6 . Ferner ist der Sicherheitsraum1 mit einer Brandlöschanlage8 , einer Löschmittelentsorgung9 sowie einer Beleuchtungsvorrichtung7 in seinem Inneren ausgestattet. Die Deckwand3 ist aus Deckwandelementen30 zusammengesetzt. Die Seitenwandelemente20 und Deckwandelemente30 sind kassettenartig aufgebaut und weisen zur Raumaußenseite eine Außenabdeckung21 und zur Rauminnenseite eine Innenabdeckung23 , beide vorzugsweise aus Stahlblech, und dazwischen angeord netes brandschutzsicheres Füllmaterial22 auf, wie in der eingangs genanntenDE 198 52 927 B4 näher erläutert. Auch die Abdichtungen zwischen den einzelnen Wandelementen20 ,30 sind brandschutzsicher ausgeführt, um ein Durchdringen von Brandgasen und Feuchtigkeit sicher zu verhindern. Hierzu sind zwischen den Wandelementen20 ,30 untereinander und in deren Übergangsbereichen einfach zu montierende, dabei aber stabile Verbindungsmittel vorgesehen. - Der Boden des Sicherheitsraums
1 ist mit einem dampfdiffusionssicheren Schutzbelag10 über seine gesamte Fläche ausgestrichen, der in flüssiger Form eingebracht und anschließend aushärten gelassen wird. Die Brandschutzsicherheit wird dabei, wie2 verdeutlicht, zusammen mit dem gebäudeseitigen Boden4 bewirkt. - Die Belagstärke kann in gewissen Grenzen abhängig von dem gebäudeseitigen Boden (z. B. einer Zwischendecke mit Trägern) variiert werden. Hierbei ist es vorteilhaft, die Schicht nicht zu dick zu wählen, damit die Trocknungszeit nicht zu lange ist und z. B. weniger als 12 Stunden beträgt.
- Der aufgetragene Schutzbelag wirkt bei Brand als Dampfdiffusionssperre, wobei im Brandfall über eine Prüfungsdauer von 90 Minuten eine Dampfdiffusion verhindert wird und innerhalb der ersten 30 Minuten die relative Luftfeuchtigkeit um höchstens 85% ansteigt. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann nämlich die Einrichtungen in dem Sicherheitsraum, insbesondere informationstechnische Einrichtungen, beschädigen oder zerstören. Die Luftfeuchtigkeit wird mittels Feuchtemessfühlern erfasst.
- Wie
2 weiter zeigt, wird der Anstrich vorteilhaft auch im unteren, inneren Bereich der Seitenwände etwas hochgezogen, z. B. um mindestens 2, vorteilhaft über 3 cm, wobei der Anstrich einen Sockel11 ergibt, der an der Innenabdeckung23 der Seitenwände2 sicher haftet und einen dichten Übergang in den bodenseitigen Abschnitt des Schutzbelags10 bildet, ohne dass zusätzliche Dichtungen erforderlich sind. - Eventuelle Spalte oder Lücken zwischen der Unterseite der Seitenwandelemente
20 und der Oberseite des gebäudeseitigen Bodens werden durch den Auftrag des flüssigen Materials beim Aufbringen des Belags10 gleichzeitig ausgeglichen und verschlossen. Über die gesamte Bodenfläche ergibt sich ein durchgehend dichter, brandschutzsicherer Abschluss mit Dampfdiffusionssperre. - Bei der Herstellung des Sicherheitsraumes
1 werden vorteilhaft zunächst die Seitenwände2 aus den Seitenwandelementen20 modulartig zusammengesetzt, wonach das flüssige Belagsmaterial in der erforderlichen Stärke in dem von den Seitenwänden2 umgrenzten Bereich auf den gebäudeseitigen Boden4 aufgetragen und der Sockel11 gestrichen wird. Bevor der Schutzbelag10 aufgetragen wird, kann die Deckwand3 aus den Deckwandelementen30 im oberen Bereich der Seitenwände2 montiert und mit diesen stabil und dicht verbunden werden, so dass der anschließend aufgebrachte Schutzbelag10 ungehindert, z. B. über Nacht, trocknen kann. Denkbar ist es aber auch, die Deckwand3 nach dem Aufbringen und Trocknen des Schutzbelages10 zu montieren. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19852927 B4 [0002, 0015]
- - DE 200120707 U1 [0003]
Claims (4)
- Sicherheitsraum (
1 ) insbesondere für informationstechnische Einrichtungen, der in einem gebäudeseitigen Raum modulartig aus brandschutzsicheren Seitenwandelementen (20 ) und brandschutzsicheren Deckwandelementen (30 ) zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem gebäudeseitigen Boden (4 ) im gesamten Innenbereich des Sicherheitsraumes (1 ) ein beim Auftragen fließfähiger und danach ausgehärteter brandschutzsicherer Belag (10 ) aufgebracht ist. - Sicherheitsraum nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der brandschutzsichere Belag (
10 ) zusammen mit dem gebäudeseitigen Boden (4 ) so ausgebildet ist, dass er bei 90-minütiger Beflammung des gebäudeseitigen Bodens (4 ) auf dessen Unterseite stabil bleibt und innerhalb der ersten 30 Minuten höchstens eine Temperatursteigerung auf seiner Oberseite von 50 Kelvin ergibt. - Sicherheitsraum nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der brandschutzsichere Belag (
10 ) an sich als Dampfdiffusionssperre so ausgebildet ist, dass er bei einem Brand über eine Prüfungsdauer von 90 Minuten innerhalb der ersten 30 Minuten einen Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit auf über 85% verhindert. - Sicherheitsraum nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der brandschutzsichere Belag als Sockel (
11 ) auch entlang des inneren unteren Bereiches der Seitenwände des Sicherheitsraumes (1 ) bis zu einer Höhe von mindestens 2 cm aufgetragen und mit diesen haftend verbunden ist.
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