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DE202008003498U1 - Vorrichtung zum Dosieren eines Gutes - Google Patents

Vorrichtung zum Dosieren eines Gutes Download PDF

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DE202008003498U1
DE202008003498U1 DE200820003498 DE202008003498U DE202008003498U1 DE 202008003498 U1 DE202008003498 U1 DE 202008003498U1 DE 200820003498 DE200820003498 DE 200820003498 DE 202008003498 U DE202008003498 U DE 202008003498U DE 202008003498 U1 DE202008003498 U1 DE 202008003498U1
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Abstract

Dosiervorrichtung zum Dosieren eines Gutes (G), insbesondere eines zu trocknenden Gutes wie ein Gärsubstrat oder Kot, mit
– einem ersten Fördermittel (14) zum Zuführen des Gutes (G) zu einem Abschnitt (18),
– einem zweiten Fördermittel (16) zum Abführen des Gutes (G) aus dem Abschnitt (18),
– einer Einrichtung (38) zum Bestimmen der Masse des sich auf dem Abschnitt (18) der Einrichtung (38) befindenden Gutes (G) und zum Erzeugen eines entsprechenden ersten Signals,
– einer Eingabeeinheit (34) zum Eingeben von das Gut (G) betreffende Informationen, und
– einer Steuereinheit (36) zum Empfangen und Verarbeiten der von der Eingabeeinheit (34) gelieferten Informationen und des von der Einrichtung (38) gelieferten ersten Signals sowie zum Erzeugen eines die Dosierung des Gutes (G) betreffenden zweiten Signals.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren eines Gutes, insbesondere eines zu trocknenden Gutes wie ein Gärsubstrat oder Kot.
  • Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der DE 198 51 793 bekannt und werden insbesondere für den Trocknungsprozess von Frischkot aus Legehennenställen oder Gärsubstraten aus Biogasanlagen verwendet. Die Trocknung derartiger Güter ist die Voraussetzung dafür, dass man diese gut lagern und weiter vermarkten kann. Für die Trocknung werden vorzugsweise Trocknungstunnel verwendet, in welche Luft, beispielsweise die warme Abluft aus einem Legehennenstall, über Ventilatoren in einen Druckkorridor geleitet wird. Über und neben dem Druckkorridor sind mehreren Etagen perforierter Trocknungsbänder angeordnet, so dass die Abluft durch seitliche Öffnungen in den Trocknungstunnel einströmen und durch die Perforationen hindurchströmen kann, wodurch dem Gut Feuchtigkeit entzogen und das Gut getrocknet wird. Die Trocknung kann in einem geschlossenen Raum stattfinden, wenn die vom Trocknungstunnel abgegebene Luft gefiltert werden soll, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, den Trocknungsprozess weitgehend geruchsneutral zu gestalten. Voraussetzung für eine optimale Trocknung ist, dass die Bänder möglichst gleichmäßig mit dem zu trocknenden Gut beladen werden. Zur Beladung der Trocknungsbänder wird das zu trocknende Gut über Zuführbänder zu einer Befüllstation gefördert, die sich üblicherweise an der obersten Etage des Trocknungstunnels befindet. In der Befüllstation wird das Gut auf das oberste Trocknungsband abgelegt und weiter über die tieferen Etagen des Trocknungstunnels gefördert, so dass das Gut beim Austritt aus dem Trocknungstunnel einen möglichst hohen Trockensubstanzgehalt aufweist. Das getrocknete Gut kann dann weiter transportiert und gelagert werden kann, ohne dass es zu einer Geruchsbelästigung kommt oder diese zumindest reduziert wird.
  • Zur Beladung des Bandes weisen Dosiervorrichtungen, welche aus dem Stand der Technik bekannt sind, Abschnitte auf, die bei Vorhandensein eines bestimmten Massewertes der Masse welche sich auf dem Abschnitt befindet, die Zufuhr oder die Abfuhr des Gutes stoppen, um somit eine gleichmäßige Beladung zu erreichen. Dieser Abschnitt ist durch ein Förderband realisiert, welches durch das Zuführband mit Gut beladen wird und das Gut an die Trocknungsbänder weitergibt. Dieses Förderband ist an seinem ersten Ende drehbar gelagert und am zweiten Ende an Federn aufgehängt. Wird nun dieses Förderband mit Gut über das Zuführband beladen, so wird das zweite Ende in Richtung der Wirkrichtung der Schwerkraft g ausgelenkt und die Federn werden gedehnt. Bei Erreichen einer bestimmten Auslenkung aktiviert das zweite Ende einen am Trocknergehäuse befestigten Endlagenschalter, der die Zufuhr des Gutes durch Abschalten des Zuführbandes stoppt. Das Förderband selbst läuft aber normal weiter, so dass seine Beladung abnimmt und folglich weniger Gut pro Zeiteinheit auf das nachfolgende Trocknungsband übertragen wird. Dadurch dass die Beladung abnimmt, verringert sich die Auslenkung des hinteren Endes, so dass der Endlagenschalter wieder deaktiviert und das Zuführband angeschaltet wird. Die Zufuhr des Gutes wird wieder aufgenommen.
  • Sollte es aus einem bestimmten Grund, etwa aufgrund eines Produktionsausfalles dazu kommen, dass kein oder nur sehr wenig Gut auf das Förderband gefördert wird, so wird das zweite Ende gegen die Wirkrichtung der Schwerkraft g ausgelenkt, wodurch ein zweiter Endlagenschalter aktiviert wird. Dieser wieder um stoppt die Abfuhr des Gutes vom Förderband weg durch Abschalten des Trocknungsbandes so lange, bis dass sich auf dem Förderband wieder genügend Gut befindet. Dann wird der zweite Endlagenschalter deaktiviert und die Abfuhr des Trocknungsgutes wird wieder aufgenommen. Durch diese Ausgestaltung der Dosiervorrichtung wird erreicht, dass das Trocknungsband innerhalb eines bewünschten Massebereiches mit Gut beladen wird.
  • Nachteilig an einer derartigen Dosiervorrichtungen ist, dass für den Fall, dass ein anderes Gut getrocknet oder ein anderer Trocknungsgrad erreicht werden soll, die Lage der Endlagenschalter geändert werden muss. Wie oben bereits erwähnt, befindet sich die Befüllstation üblicherweise in der obersten Etage des Trocknungstunnels, womit die Endlagenschalter nur schwer zugänglich sind. Eine Anpassung der Trocknung an sich ändernde Anforderungen ist daher aufwendig. Ferner ist ein Zusammenhang zwischen einem gewünschten Trocknungsgrad und der dafür benötigten Lage der Endlagenschalter nur mit viel Aufwand zu ermitteln. Hiermit ist nur eine Aussage auf das Vorhandensein von Gut in einem Bereich möglich („Masse des zu trocknenden Gutes unterhalb, innerhalb oder oberhalb des gewünschten Bereichs").
  • Je nach Anwendung kann es wünschenswert sein, die Bänder bei einer anderen Beladung anzuschalten als abzuschalten. Da die Schaltpunkte im Betrieb nicht verändert werden können, erfolgen die An- und Abschaltung eines Bandes stets bei derselben Beladung. Weiterhin nachteilig ist, dass zur Dosierung der Masse des zu trocknenden Gutes die Zuführ- und Trocknungsbänder an- und abgeschaltet werden. Derartige Anfahr- und Abschaltvorgänge wirken sich jedoch nachteilig auf den Verschleiß der Antriebe und der Lagerungen der betreffenden Bänder aus.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Dosieren eines Gutes beispielsweise für Trocknungstunnel anzugeben, welche die oben genannten Nachteile zumindest reduziert und insbesondere die Dosierung genauer vornimmt. Weiterhin sollen die Dosierung selbst und die Schaltpunkte der Dosiervorrichtung flexibel und einfach an verschiedene Anforderungen angepasst werden können, ein Zusammenhang zwischen Beladung und Trocknungsgrad feststellbar sein und die Antriebe der Bänder schonend einsetzt werden.
  • Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, welche eine Einrichtung zum Bestimmen der Masse des sich auf einem Abschnitt der Einrichtung befindenden Gutes und zum Erzeugen eines entsprechenden ersten Signals, ein erstes Fördermittel zum Zuführen des Gutes zum Abschnitt, ein zweites Fördermittel zum Abführen des Gutes aus dem Abschnitt, eine Eingabeeinheit zum Eingeben von das Gut betreffende Informationen, und eine Steuereinheit zum Empfangen und Verarbeiten der von der Eingabeeinheit gelieferten Informationen und des von der Einrichtung gelieferten ersten Signals sowie zum Erzeugen eines die Dosierung des Gutes betreffenden zweiten Signals umfasst.
  • Im Gegensatz zu aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen ist es erfindungsgemäß möglich, nicht nur eine bereichsweise, sondern eine quantitative Bestimmung der Masse des sich auf dem Abschnitt befindenden Gutes durchzuführen. Ferner werden Informationen eingegeben, welche bei der Trocknung des Gutes zu berücksichtigen sind. Derartige Informationen könnten in Form von Parametern eingegeben werden, etwa der gewünschte Trocknungsgrad oder die durchschnittliche Trocknungsgeschwindigkeit des Gutes, welche dann bei der Trocknung berücksichtigt werden können. Derartige Informationen werden über die Eingabeeinheit der Steuereinheit zugeführt, welche die Dosierung entsprechend vornimmt. Die Eingabeeinheit kann bequem an einem Steuerstand platziert werden, so dass es nicht mehr notwendig ist, Änderungen direkt in der Befüllstation des Trocknungstunnels durch verändern der Position der Endlagenschalter vorzunehmen. Vorzunehmende Änderungen können daher flexibel und einfach durchgeführt werden.
  • Eine vorteilhafte Weiterentwicklung der Dosiervorrichtung, welche weiterhin erste Antriebsmittel zum Antreiben der ersten Fördermittel und zweite Antriebsmittel zum Antreiben der zweiten Fördermittel umfasst, zeichnet sich dadurch aus, dass das erste und/oder das zweite Antriebsmittel mittels des zweiten Signals ansteu erbar ist. Das von der Steuereinheit erzeugte zweite Signal kann also nicht nur sichtbar gemacht werden, beispielsweise mittels eine Anzeige, die ein Bediener der Trocknungsvorrichtung ablesen kann, sondern es kann auch dazu verwendet werden, die Fördermittel anzusteuern, so dass der Trocknungsprozess automatisiert werden kann. Auf diese Weise ist nur eine sehr begrenzte Überwachung des Trocknungsprozesses notwendig, so dass die entsprechenden personellen Aufwendungen deutlich reduziert werden können. Der Trocknungsprozess kann daher kostengünstiger gestaltet werden.
  • Vorteilhafterweise werden die ersten Antriebsmittel die ersten Fördermittel mit einer ersten Geschwindigkeit und die zweiten Antriebsmittel die zweiten Fördermittel mit einer zweiten Geschwindigkeit angetrieben, wobei die erste und/oder die zweite Geschwindigkeit mittels des zweiten Signals regelbar sind. Hierdurch wird erreicht, dass eine sehr exakte Dosierung vorgenommen werden kann. Wie oben erwähnt, werden bei Vorrichtungen aus dem Stand der Technik nur Massenbereiche definiert, so dass die Trocknungsbänder nur mit Trocknungsgut beladen wird, dessen Masse sich innerhalb dieses Bereiches befinden. Folglich unterliegt die Beladung der Trocknungsbänder der Größe dieses Bereiches entsprechenden Schwankungen, die sich auch auf das Trocknungsergebnis übertragen. Mit der Dosiervorrichtung gemäß der Erfindung ist es möglich, die Trocknungsbänder gleichmäßiger und genauer zu beladen, so dass der Trocknungsgrad keinen nennenswerten Schwankungen unterliegt.
  • Die Beladung der Trocknungsbänder in Vorrichtungen aus dem Stand der Technik erfolgt ausschließlich dadurch, dass die Zufuhr und/oder Trocknungsbänder mit einer konstanten Geschwindigkeit laufen und für eine bestimmte Zeit ein- oder ausgeschaltet werden. Das häufige Ein- oder Ausschalten der Antriebe wirkt sich jedoch sehr negativ auf den Verschleiß der Lagerung und Antriebe aus, so dass diese relativ häufig ausgetauscht werden müssen. Im Gegensatz dazu ist es erfindungsgemäß möglich, die Dosierung dadurch vorzunehmen, dass die Geschwindigkeit der Förderbänder geregelt wird. Somit entfällt ein Ein- und Ausschalten der Förderbänder, so dass die Antriebe geschont werden und länger verwendet werden können. Die Anlage kann folglich kostengünstiger für längere Zeit betrieben werden, ohne dass Austauscharbeiten durchgeführt werden müssen. Ferner ist es möglich, die Trocknungsbänder nicht nur innerhalb eines durch die Position der Endlagenschalter definierten Massenbereiches, sondern mit einem quantitativ bestimmbaren und eng eingrenzbaren Massenbereich zu beladen.
  • Erfindungsgemäß wird die Vorrichtung vorteilhaft weitergebildet, dass die Fördermittel bei einem ersten Massenwert des sich auf dem Abschnitt befindenden Gutes eingeschaltet und bei einem zweiten Massenwert abgeschaltet werden. Bei Anfahr- und Abschaltvorgängen, also beim Regeln der Geschwindigkeiten auf null, tritt das Problem auf, dass ein Teil des Gutes verrutschen kann. Wird beispielsweise das Zuführband abrupt ausgeschaltet, so kann dies dazu führen, dass ein Teil des Gutes aufgrund seiner Trägheit auch dann noch auf den Abschnitt befördert wird, wenn das Zuführband bereits still steht. Entsprechende Effekte können auch beim abrupten Anfahren auftreten, die sich in einer Ungleichmäßigkeit der Beladung der Trocknungsbänder äußern. Weiterhin können Trägheitseffekte bei der Änderung der Lageänderung des Abschnitts negative Auswirkungen auf die Beladung der Trocknungsbänder haben. Erfindungsgemäß können die Geschwindigkeiten so geregelt werden, dass derartige Effekte berücksichtigt werden. Beispielsweise kann ein Anfahrvorgang, also ein Regeln der Geschwindigkeit von null auf eine bestimmte Geschwindigkeit, bereits dann vorgenommen werden, bevor die Masse auf dem Abschnitt den eigentlich gewünschten Betrag erreicht hat. Durch Vorsehen einer derartigen "Hysterese" kann das Einregeln der Beladung der Trocknungsbänder auf den gewünschten Betrag schneller erfolgen.
  • Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die erste und zweite Geschwindigkeit derart regelbar sind, dass das Gut auf den Fördermitteln nicht verrutscht. Aus dem Stand der Technik bekannte Dosiervorrichtungen der eingangs genannten Art haben den Nachteil, dass die Fördermittel nur zwischen ihrer üblichen Fördergeschwindigkeit und Null und umgekehrt geschaltet werden. Folglich kann es, wie bereits erwähnt, zu einem unkontrollierten Verrutschen des Gutes auf den Fördermitteln kommen, insbesondere, wenn Förderbänder eingesetzt werden. Diese Probleme werden dadurch verschärft, dass die üblicherweise verwendeten Elektromotoren ein hohes Anfahrmoment aufweisen, so dass es zu einer ruckartigen Aktivierung der Förderbänder kommt. Erfindungsgemäß werden die Fördermittel so langsam von Null auf ihre maximale Geschwindigkeit und umgekehrt gebracht, dass es zu keinem Verrutschen des Gutes kommt. Die Genauigkeit der Dosierung des Gutes wird dadurch erhöht und die Regelung erfolgt schneller.
  • Weiterhin vorteilhaft ist, dass der Abschnitt derart gelagert und mit der Einrichtung verbunden ist, dass die Einrichtung durch die Masse oder Masseänderung des Gutes zum Erzeugen des ersten Signals aktivierbar ist. Eine zunehmende Masse des Gutes bewirkt eine stärkere Aktivierung der Einrichtung, welches die entsprechenden ersten Signale erzeugt. Hierzu liegt der Abschnitt direkt auf der Einrichtung auf, die Masse des Gutes bewirkt keine nennenswerte Stauchung der Einrichtung oder Auslenkung des Abschnitts, so dass kein zusätzlicher Raum bereitgestellt werden muss. Ferner ist die Einrichtung selbst in der Lage, eine gewisse Rückstellkraft aufzubauen, so dass die bewirkte Stauchung bei Abnahme der Masse entsprechend reduziert wird. Zusätzliche Rückstellmittel sind nicht notwendig, wodurch die Montage, der Aufbau und die Wartung der Dosiervorrichtung vereinfacht wird.
  • In einer vorteilhaften Ausbildung ist erfindungsgemäß der Abschnitt derart gelagert, dass seine Lage durch die Masse des Gutes veränderbar ist und die Lageänderung des Abschnitts zum Erzeugen des ersten Signals verwendet wird. Auf diese Weise kann das erste Signal sehr zuverlässig erzeugt werden, ohne dass komplizierte Mechanismen zur Lagerung des Abschnittes oder Messvorrichtungen erforderlich sind. Ferner bietet diese Ausgestaltung der Erfindung die Möglichkeit, bereits bestehende Trocknungstunnel mit der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung nachzurüsten, ohne dass hierzu große konstruktive Änderungen durchgeführt werden müssten.
  • Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Abschnitt ein erstes und ein zweites Ende auf und ist so gelagert, dass durch die Masse des Gutes das erste Ende um das zweite Ende oder umgekehrt schwenkbar ist. Eine derar tige Ausgestaltung des Abschnitts ist insbesondere einfach zu fertigen und zeichnet sich durch eine große Zuverlässigkeit aus. Ferner kann durch die Wahlmöglichkeit, entweder das erste Ende um das zweite Ende schwenkbar zu gestalten oder umgekehrt, besondere Rücksicht auf bauliche Besonderheiten im Trocknungstunnel genommen werden.
  • In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Abschnitt in das erste oder das zweite Fördermittel integriert. Somit entfällt die Notwendigkeit, einen zusätzlichen Antrieb des Abschnitts und eine entsprechende Lagerung mitsamt Antrieben vorzusehen. Durch die Reduzierung der Teile wird zum Einen die Trocknungsvorrichtung günstiger, zum Anderen kann diese auch zuverlässiger betrieben werden. Ferner kann auch hierbei auf spezielle Einbausituationen dadurch Rücksicht genommen werden, dass der Abschnitt entweder in das erste oder in das zweite Fördermittel integrierbar ist. Hierzu wird ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Flexibilität der Gestaltung der Dosiervorrichtung geleistet.
  • Vorzugsweise werden Kraftmessdosen wie Wiegezellen, Piezo-Elemente oder dergleichen zum Erfassen der Lageänderung verwendet. Kraftmessdosen sind aus dem Stand der Technik bestens bekannt und haben hier breite Verwendung gefunden. Sie zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit sowie durch einen günstigen Preis aus. Werden Kraftmessdosen in Form von Wiegezellen oder Piezo-Elementen ausgeführt, besteht insbesondere der Vorteil, dass diese sehr klein und zudem sehr genau sind. Die Wiegezellen sowie die Piezo-Elemente verwenden die Lageänderung zum Erzeugen der ersten Signale, so dass diese für die Steuereinheit erfassbar wird.
  • Weiterhin vorteilhaft umfasst die Dosiervorrichtung optische Sensoren zum Erfassen der Lageänderung. Die Verwendung von optischen Sensoren hat insbesondere den Vorteil, dass die Lageänderung berührungslos erfassbar wird. Somit ist keine Vorrichtung notwendig, durch welche der Abschnitt mit den Elementen zur Erfassung der Lageänderung gekoppelt werden muss. Auch hierdurch wird die Zuverlässigkeit der Dosiervorrichtung erhöht, ohne dass für die Anschaffung von optischen Sensoren ein erhöhter Investitionsbeitrag geleistet werden müsste.
  • Die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung wird vorteilhaft durch eine Messeinheit zum Bestimmen des Trocknungsgrades des zu trocknenden Gutes und zum Erzeugen eines entsprechenden dritten Signals weitergebildet. Das dritte Signal kann der Steuereinheit zugeführt werden, wodurch diese eine Information darüber bekommt, ob das Gut beispielsweise beim Verlassen des Trocknungstunnels den gewünschten Trocknungsgrad aufweist. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann die Steuereinheit die Dosierung entsprechend anpassen. Auf diese Weise kann sich die Dosiervorrichtung selbst steuern bzw. regeln, ohne dass manuell ein Abgleich zwischen der Beladung der Trocknungsbänder und deren Fördergeschwindigkeit und dem erzielten Trocknungsgrad durchgeführt werden müsste. Die Steuereinheit kann die bei einer bestimmten Beladung der Trocknungsbänder und einer bestimmten Fördergeschwindigkeit erzielten Trocknungsgrade speichern und Beziehungen zwischen diesen Größen herstellen. Je mehr Messwerte vorhanden sind, desto genauer kann sich das System auf einen noch nicht gewählten Trocknungsgrad einstellen, wodurch die Regelung verbessert und die Trocknung genauer durchgeführt wird.
  • Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Trocknungsvorrichtung zum Trocknen eines Gutes wie ein Gärsubstrat oder Kot, welche eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung verwendet. Die für die Dosiervorrichtung genannten Vorteile gelten entsprechend für die Trocknungsvorrichtung.
  • Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dosieren eines Gutes, insbesondere eines zu trocknenden Gutes wie ein Gärsubstrat oder Kot,
    • – Eingeben von das Gut betreffende Informationen mittels einer Eingabeeinheit,
    • – Zuführen des Gutes zu einem Abschnitt mittels eines ersten Fördermittels,
    • – Bestimmen der Masse des sich auf dem Abschnitt befindenden Gutes und zum Erzeugen eines entsprechenden ersten Signals mittels einer Einrichtung,
    • – Abführen des Gutes aus dem Abschnitt mittels eines zweiten Fördermittels
    • – Empfangen und Verarbeiten der von der Eingabeeinheit gelieferten Informationen und des von der Einrichtung gelieferten zweiten Signals sowie Erzeugen eines die Dosierung des Gutes betreffenden zweiten Signals mittels einer Steuereinheit.
    umfassend folgende Schritte:
  • Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren durch den Schritt des Ansteuerns von ersten Antriebsmitteln zum Antreiben der ersten Fördermittel und zweiten Antriebsmitteln zum Antreiben der zweiten Fördermittel mittels des zweiten Signals weitergebildet. Ein weiterhin vorteilhafter Schritt des Verfahrens beinhaltet das Regeln einer ersten Geschwindigkeit, mit welcher die ersten Antriebsmittel die ersten Fördermittel antreiben und/oder einer zweiten Geschwindigkeit, mit welcher die zweiten Antriebsmittel die zweiten Fördermittel antreiben, mittels des zweiten Signals.
  • Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich durch Ansteuern der ersten und zweiten Geschwindigkeit derart, dass die Fördermittel bei einer anderen Masse des sich auf dem Abschnitt befindenden Gutes eingeschaltet als bei welcher sie abgeschaltet werden.
  • Ferner ist es vorteilhaft, wenn das erfindungsgemäße Verfahren durch Bestimmen des Trocknungsgrades des zu trocknenden Gutes und Erzeugen eines entsprechenden dritten Signals mittels einer Messeinheit, sowie durch Empfangen und Verarbeiten des von der Messeinheit gelieferten dritten Signals sowie Erzeugen eines die Dosierung des Gutes betreffenden zweiten Signals mittels einer Steuereinheit weitergebildet wird.
  • Die Erfindung ist nachstehend anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung innerhalb der Trocknungsvorrichtung,
  • 2 eine Seitendarstellung des in 1 dargestellten Beispiels der Dosiervorrichtung in unbeladenen Zustand,
  • 3 die in 2 dargestellte Dosiervorrichtung im beladenen Zustand,
  • 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung im unbeladenen Zustand,
  • 5 das in 4 gezeigte Ausführungsbeispiel der Dosiervorrichtung im beladenen Zustand.
  • In 1 ist eine Trocknungsvorrichtung 10 dargestellt, welche die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung 12 umfasst. Die Dosiervorrichtung 12 umfasst mindestens ein erstes Fördermittel 14 und mindestens ein zweites Fördermittel 16'. Im dargestellten Beispiel ist das erste Fördermittel als ein Zuführband 14 zum Zuführen eines zu trocknenden Gutes G in einen Abschnitt 18, und das zweite Fördermittel als ein erstes Trocknungsband 16' zum Abführen des Gutes G aus einem Abschnitt 18 und zum Trocknen des Gutes G ausgeführt.
  • Im dargestellten Beispiel ist der Abschnitt 18 in das erste Zuführband 14 integriert (vgl. 2 und 3), kann aber auch in das erste Trocknungsband 16' integriert oder separat (vgl. 4 und 5) ausgeführt sein und dient zur Bestimmung der Masse des auf ihn befindlichen Gutes G. Der Abschnitt 18 weist ein erstes Ende 20 und ein zweites Ende 22 auf. Im dargestellten Beispiel ist der Abschnitt 18 am ersten Ende 20 drehbar gelagert und das zweite Ende 22 über ein Verbindungsmittel 24 so mit dem ersten Ende 20 verbunden, dass es um das erste Ende 20 verschwenkbar ist. Das Verbindungsmittel 24 kann in Form von Stangen, wie dargestellt, oder einer Platte ausgeführt sein. Das Zuführband 14 und die Trocknungsbänder 16' können Perforationen 26 aufweisen, um das zu trocknende Gut G mit Luft zu durchströmen. Die Bänder 14, 16' sind mit Lagermitteln 30 an einem Rahmen 28 der Trocknungsvorrichtung 10 gelagert. Die Lagerung der Bänder 14, 16' kann in jeder geeigneten Weise erfolgen, beispielsweise in Form von Umlenkrollen, welche mit Hilfe von Lagermitteln 30, wie z. B. Wellen und entsprechende Kugellager, in Rahmen 28 gelagert. Die Lagermittel 30 sind aus Vereinfachungsgründen nicht näher dargestellt. Das Zuführband 14 wird über ein erstes Antriebsmittel 32 und das erste Trocknungsband über ein zweites Antriebsmittel 33 angetrieben. Hierzu können beispielsweise Elektromotoren verwendet werden. Im dargestellten Beispiel greifen diese direkt in die Lagermittel 30 ein und sind am Rahmen 28 befestigt. Weiterhin weist die Dosiervorrichtung 12 eine Eingabeeinheit 34 auf, mittels welcher Informationen eingegeben werden, die das zu trocknende Gut G betrifft. Die Eingabeeinheit 34 ist mit einer Steuereinheit 36 über Leitungen 40 verbunden. Alternativ kann die Verbindung auch drahtlos erfolgen.
  • In 2 ist die Trocknungseinheit mit der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung 12 in einer Seitenschnittdarstellung illustriert. Neben dem Zuführ- und dem ersten Trocknungsband 14, 16' sind noch zwei weitere Trocknungsbänder 16'' und 16''' dargestellt. Die Anzahl und Länge der Trocknungsbänder 16 kann entsprechend den Anforderungen beliebig gewählt werden. Das Zuführband 14 und jedes der Trocknungsbänder 16 weist eigene und separat ansteuerbare Antriebsmittel 33 auf. Alternativ können diese jedoch auch über einen gemeinsamen Antrieb, etwa einen Kettenantrieb, angetrieben werden.
  • Die Lage des Abschnitts 18 wird aufgrund der auf dem Abschnitt 18 vorhandenen Masse des Gutes G verändert. Im Ausführungsbeispiel, welches in den 1 bis 3 dargestellt ist, wird das zweite Ende 22 um das erste Ende 20 verschwenkt. Bei ansteigender Masse des Gutes G findet die Verschwenkung im wesentlichen in Richtung der Wirkrichtung der Schwerkraft g statt. Um eine Nullstellung des Abschnitts 18 im unbeladenen Zustand zu definieren und den Abschnitt zu halten bzw. ihn bei nachlassender Masse wieder in Richtung der Nullstellung zurückzustellen, sind Rückstellmittel 44 vorgesehen, etwa in Form einer Feder (vgl. 2 und 3). Die Federn sind am zweiten Ende 22 des Abschnitts 18 und am Rahmen 28 der Trocknungsvorrichtung 10 befestigt.
  • Soll nun das Gut G getrocknet werden, wird es mithilfe des Zuführbandes 14 etwa aus einem Stall oder einer entsprechenden Einheit einer Kläranlage zum Abschnitt 18 transportiert, so dass, wie in 3 gezeigt, mit zunehmender Masse des Gutes G das zweite Ende 22 im Wesentlichen in Richtung der Wirkrichtung der Schwerkraft auslenkt wird. Die Auslenkung nimmt umso mehr zu, desto höher die Masse des Gutes G, welches sich auf dem Abschnitt 18 befindet. Die Auslenkung wird von einer Einrichtung 38 registriert, die beispielsweise Kraftmessdosen 42 oder Piezo-Elemente umfasst. Diese Einrichtung 38 erzeugt erste Signale, welche sie der Steuereinheit 36 über die Leitungen 40 oder drahtlos zuführt. Anhand dieser ersten Signale und der über die Eingabeeinheit 34 eingegebenen Daten ermittelt die Steuereinheit 36 zweite, die Geschwindigkeit der Förderbänder betreffende Signale, mit welchen die Antriebsmittel 32 angesteuert werden. Die Trocknungsbänder 16 können mit derselben Geschwindigkeit angetrieben werden, jedoch ist es ebenfalls möglich, jedes der Trocknungsbänder 16', 16'' oder 16''' mit einer anderen Geschwindigkeit anzusteuern. Beispielsweise kann die Geschwindigkeit der einzelnen Trocknungsbänder 16 den sich ändernden Trockensubstanzgehalt des Gutes G berücksichtigen.
  • Alternativ kann das zweite Ende 22 des Abschnitts 18 direkt auf der Einrichtung 38, beispielsweise eine Wiegezelle, aufliegen. Mit zunehmender Masse des Gutes G drückt das zweite Ende 22 stärker auf die Einrichtung 38, die diesen zunehmenden Druck registriert und die entsprechenden ersten Signale erzeugt. Im Gegensatz zu der oben beschriebenen Ausführungsform erzeugt die Zunahme der Masse des Gutes G zumindest keine visuell wahrnehmbare Lageänderung des zweiten Endes 22, allenfalls wird die Einrichtung im μm- oder mm-Bereich gestaucht. Bei abnehmender Masse reduziert sich das Maß der Stauchung, beispielsweise durch eine von der Einrichtung 38 erzeugten Rückstellkraft. Aufgrund der geringen Lageänderungen des zweiten Endes 22 kann auf die Verwendung von Rückstellmitteln 44 verzichtet werden.
  • Durch Regeln der Beträge der ersten Geschwindigkeit und der zweiten Geschwindigkeit zueinander wird erreicht, dass das Zuführband 14 soviel Masse an Gut G das erste Trocknungsband 16' übergibt, dass dieses wie über die Eingabeeinheit 34 angegeben beladen wird. Dabei nimmt die Steuereinheit 36 einen Soll-Ist-Abgleich zwischen der gewünschten und der tatsächlich im Abschnitt 18 vorhandenen Masse von Gut G vor. Weicht die Masse des Gutes G auf dem Abschnitt 18 von der gewünschten ab, so ändert die Steuereinheit 36 die Ge schwindigkeit des Zuführbandes 14 und/oder des Trocknungsbandes 16' so, dass die Masse auf dem Abschnitt 18 wieder den Sollwert erreicht. So wird beispielsweise die Geschwindigkeit des Zuführbandes 14 erhöht, wenn die Steuereinheit 36 registriert, dass sich zuwenig Gut G auf dem Abschnitt 18 befindet. Zusätzlich oder alternativ kann die Steuereinheit 36 die Geschwindigkeit der Trocknungsbänder reduzieren. Ein Abschalten der Bänder ist hier nur in Ausnahmefällen nötig, so dass Anfahr- und Abschaltvorgänge weitgehend vermieden werden. Sollte dieser Fall dennoch mal eintreten, so kann über die Steuereinheit 36 ebenfalls vorgegeben werden, dass beispielsweise der Anfahrvorgang des Zuführbandes 14 beim Über- oder Unterschreiten einer gewissen Masse Gut G auf dem Abschnitt 18 vorgenommen wird, die sich von der unterscheidet, bei welcher das Zuführband 14 abgeschaltet wird. Durch Vorsehen einer derartigen Hysterese können Trägheitseffekte des Gutes G, welche sich in einem Verrutschen des Gutes G auf den Bändern beim Beschleunigungsvorgang, oder Trägheitseffekte der Lageänderung des Abschnitts 18 berücksichtigt werden.
  • Das erste Trocknungsband 16' transportiert das Gut G in Richtung des Pfeils P weiter, bis dass es sein Ende erreicht. Anschließend wird das Gut G auf ein weiteres Trocknungsband 16' übertragen, was im dargestellten Beispiel unterhalb des ersten Trocknungsbandes 16' angebracht ist. Um eine sichere Übergabe zu gewährleisten, können die Enden der jeweiligen Trocknungsbänder 16 leicht versetzt angeordnet sein. Je nach Anforderungen können beliebig viele weitere Trocknungsbänder in der Trocknungsvorrichtung 10 angeordnet sein, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen oder baulichen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Die Trocknung erfolgt dadurch, dass das Gut G in Richtung der Pfeile P entlang des Trocknungsvorrichtung 10 gefördert wird, wobei Luft durch die Perforationen 26 durchströmen kann und somit dem Gut G Feuchtigkeit entzieht. Je länger die Verweilzeit des Gutes G in der Trocknungsvorrichtung 10, desto höher ist sein Trocknungsgrad. Kurz bevor das Trocknungsgut die Trocknungsvorrichtung 10 verlässt, ist es optional möglich, den Feuchtigkeitsgehalt bzw. den Trocknungsgrad durch die Messeinheit 50 zu ermitteln. Der Trocknungsgrad kann beispielsweise berührungslos durch Infrarotmessverfahren, kapazitive Methoden (Bestimmung der Dielektrizitätszahl im Gut) oder Neutronenstreuverfahren be stimmt werden. Auf diese Weise kann bestimmt werden, ob der gewünschte Trocknungsgrad tatsächlich erreicht wird oder ob eine Anpassung der Dosierung notwendig ist. In diesem Fall ist es möglich, über die Eingabeeinheit 34 nur den gewünschten Trocknungsgrad einzugeben, die Dosiervorrichtung ermittelt dann selbständig die hierzu notwendige Beladung und Fördergeschwindigkeit der Förderbänder.
  • In den 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung 12 dargestellt. Im Gegensatz zum in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist hier der Abschnitt 18 kein Bestandteil des Zuführ- oder des ersten Trocknungsbandes 14, 16', sondern als separates Förderband mit eigenem Antrieb ausgeführt. Ferner ist dieser Abschnitt 18 nicht an seinem ersten Ende 20 drehbar gelagert, sondern verändert seine Lage als Ganzes unter dem Einfluss der Masse des Gutes G und behält seine im Wesentlichen horizontale Lage bei. Dies kann beispielsweise durch eine Lagerung in Schienen erreicht werden. Dadurch wird verhindert, dass ein Teil des Gutes G aufgrund der Lageänderung vom Abschnitt 18 herunterfällt, wie es im Falle einer verschwenkbaren Anordnung der Fall sein könnte. Als Rückstellmittel 44 sind in diesem Fall pneumatische Zylinder vorgesehen, jedoch können auch hier Federn oder andere geeignete Mittel verwendet werden. Die Lageänderung wird in diesem Ausführungsbeispiel nicht von Kraftmessdosen 42 erfasst, sondern von optischen Sensoren 46, welche die Lageänderung ohne mechanische Verbindung zum Abschnitt 18 berührungslos erfasst. Eine derartige Ausführungsform ist insbesondere dann geeignet, wenn die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung 12 in eine bereits existierende Trocknungsvorrichtung integriert werden soll. Die sonstige Funktionsweise der Trocknungsvorrichtung entspricht der des in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiels.
  • Die Erfindung ist anhand von zwei Ausführungsbeispielen beschrieben worden, jedoch kann sie auf unterschiedliche Weise variiert und modifiziert werden. Derartige Variationen und Modifikationen gehen nicht über den Schutzumfang der Erfindung hinaus, welcher in den folgenden Ansprüchen definiert wird.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19851793 [0002]

Claims (13)

  1. Dosiervorrichtung zum Dosieren eines Gutes (G), insbesondere eines zu trocknenden Gutes wie ein Gärsubstrat oder Kot, mit – einem ersten Fördermittel (14) zum Zuführen des Gutes (G) zu einem Abschnitt (18), – einem zweiten Fördermittel (16) zum Abführen des Gutes (G) aus dem Abschnitt (18), – einer Einrichtung (38) zum Bestimmen der Masse des sich auf dem Abschnitt (18) der Einrichtung (38) befindenden Gutes (G) und zum Erzeugen eines entsprechenden ersten Signals, – einer Eingabeeinheit (34) zum Eingeben von das Gut (G) betreffende Informationen, und – einer Steuereinheit (36) zum Empfangen und Verarbeiten der von der Eingabeeinheit (34) gelieferten Informationen und des von der Einrichtung (38) gelieferten ersten Signals sowie zum Erzeugen eines die Dosierung des Gutes (G) betreffenden zweiten Signals.
  2. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, weiterhin umfassend erste Antriebsmittel (32) zum Antreiben der ersten Fördermittel (14) und zweite Antriebsmittel (33) zum Antreiben der zweiten Fördermittel (16), dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Antriebsmittel (32, 33) mittels des zweiten Signals ansteuerbar ist.
  3. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2, wobei die ersten Antriebsmittel (32) die ersten Fördermittel mit einer ersten Geschwindigkeit antreiben und die zweiten Antriebsmittel (33) die zweiten Fördermittel mit einer zweiten Geschwindigkeit antreiben, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Geschwindigkeit mittels des zweiten Signals regelbar sind.
  4. Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (14, 16) bei einem ersten Massenwert des sich auf dem Abschnitt (18) befindenden Gutes (G) eingeschaltet und bei einem zweiten Massenwert abgeschaltet werden.
  5. Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Geschwindigkeit derart regelbar sind, dass das Gut (G) auf den Fördermitteln nicht verrutscht.
  6. Dosiervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (18) derart gelagert und mit der Einrichtung (38) verbunden ist, dass die Einrichtung (38) durch die Masse oder Masseänderung des Gutes (G) zum Erzeugen des ersten Signals aktivierbar ist.
  7. Dosiervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (18) derart gelagert ist, dass seine Lage durch die Masse des Gutes (G) veränderbar ist und die Lageänderung des Abschnitts (18) zum Erzeugen des ersten Signals verwendet wird.
  8. Dosiervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (18) ein erstes und ein zweites Ende (20, 22) aufweist und so gelagert ist, dass durch die Masse des Gutes (G) das erste Ende (20) um das zweite Ende (22) oder umgekehrt schwenkbar ist.
  9. Dosiervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (18) in das erste oder das zweite Fördermittel (14, 16) integriert ist.
  10. Dosiervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) Kraftmessdosen (42) wie Wiegezellen, Piezo-Elemente oder dergleichen zum Erfassen der Masse oder Masseänderung des Gutes (G) oder der Lageänderung umfasst.
  11. Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) optische Sensoren (46) zum Erfassen der Lageänderung umfasst.
  12. Dosiervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Messeinheit (50) zum Bestimmen des Trocknungsgrades des zu trocknenden Gutes (G) und zum Erzeugen eines entsprechenden dritten Signals.
  13. Trocknungsvorrichtung zum Trocknen eines Gutes (G) wie ein Gärsubstrat oder Kot mit einer Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
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