DE202008002132U1 - Sitzmöbel - Google Patents
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-
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Landscapes
- Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)
Abstract
Sitzmöbel mit
einer Sitzfläche
und einem Haltemittel für
die Sitzfläche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von zueinander parallel
und mit ihren Längsseiten
(12) aneinanderliegend sowie im Wesentlichen vertikal orientierten
Stäben
(10) vorgesehen ist, wobei obere Stirnflächen (11) der Stäbe (10)
die Sitzfläche
(1) bilden und die Stäbe
(10) im Haltemittel (2) in Richtung ihrer Längsachse bei Belastung auf
ihre obere Stirnfläche (11)
gegen eine Rückstellkraft
beweglich gehaltert sind.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel mit einer Sitzfläche und einem Haltemittel für die Sitzfläche. Das Haltemittel hält die Sitzfläche in der für das Sitzmöbel gewünschten Position. Beispielsweise sind Haltemittel Stuhl- oder Bankgestelle, die für die richtige Orientierung und Sitzhöhe der Sitzfläche im Raum sorgen.
- Bekannte Sitzmöbel sind Hocker, Stühle, Bänke, Sessel oder dergleichen. Alle Sitzmöbel zeichnen sich dadurch aus, dass die Sitzfläche mehr oder weniger gut an die Anatomie der Person, die das Sitzmöbel benutzt, angepasst ist oder sich daran anpasst. Bei Stühlen mit fester Sitzfläche kann dies durch die räumliche Ausformung der Sitzfläche erreicht werden. Bei gepolsterten Sitzmöbeln wird eine Anpassung der Sitzfläche zur ermüdungsfreien Abstützung der auf dem Sitzmöbel sitzenden Person durch ein mehr oder weniger weiches Polster, beispielsweise aus Schaumstoff, einem federnden Polster oder Kombinationen daraus erreicht.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Sitzmöbel mit einer Sitzfläche zu schaffen, die zwar eine feste Oberfläche aufweist, sich gleichwohl ähnlich eines Polstersitzmöbels an die Anatomie der das Sitzmöbel benutzenden Person anpasst.
- Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Sitzmöbel gemäß Anspruch 1. Die zueinander parallel und mit ihren Längsseiten aneinanderliegend sowie im Wesentlichen vertikal orientierten Stäbe bilden mit ihren oberen Stirnflächen eine feste Sitzfläche entsprechend der Härte des für die Stäbe verwendeten Materials. Durch die bewegliche Halterung der Stäbe in Richtung ihrer Längsachse, können die Stäbe bei Belastung durch die auf der Sitzfläche sitzende Person ausweichen. Dabei wirkt eine Rückstellkraft der Belastung auf der oberen Stirnfläche durch die sitzende Person entgegen. Entsprechend passt sich die aus den oberen Stirnflächen gebildete Sitzfläche des Sitzmöbels der Anatomie der darauf sitzenden Person an. Entsprechend besitzt das Sitzmöbel neben der ästhetisch ansprechenden Form der Sitzfläche einen guten Sitzkomfort.
- Wenn die Stäbe federnd gelagert sind, wird die einer Belastung entgegenstehende Rückstellkraft technisch einfach realisiert.
- Dadurch, dass das Haltemittel ein die Stäbe an ihren außenliegenden Längsseiten führender Rahmen ist, sind die Stäbe in dem Rahmen so geführt, dass sie trotz ihrer Beweglichkeit in Längsachse mit ihren Längsseiten aneinanderliegend gehalten werden. Die Stäbe können sich in dem Rahmen also nur in Richtung ihrer Längsachse frei bewegen.
- Wenn das Haltemittel einen Boden aufweist, auf dem sich die unteren Stirnflächen der Stäbe abstützen, wird die Lastübertragung von der durch die oberen Stirnflächen gebildeten Sitzfläche auf das Haltemittel des Sitzmöbels auf einfache Weise realisiert.
- Dadurch, dass zwischen unteren Stirnflächen der Stäbe und dem Boden elastische Mittel zur federnden Abstützung der Stäbe vorgesehen sind, wird bei einer Ausgestaltung des Haltemittels mit einem Boden eine konstruktiv einfache Lösung zur beweglichen und federnden Lagerung der Stäbe bereitgestellt. Bevorzugt sind das/die elastischen Mittel eine Schaumstoffplatte, ein Luftpolster, eine Wassermatratze oder jedem Stab zugeordnete Druckfedern.
- Um besondere Sitzformen, beispielsweise für Rückengeschädigte, die auf normalen Sitzmöbeln mit einem Keilkissen sitzen, nachbilden zu können, hat durch Variation der Länge der Stäbe und/oder durch Ausformung des elastischen Mittels die Sitzfläche eine vorgegebene räumliche Ausformung in unbelastetem Zustand.
- Jeder Stab weist einen konstanten Querschnitt auf. Die Form des Querschnitts ist im Prinzip beliebig, es muss lediglich sichergestellt sein, dass die Längsseiten der Stäbe aneinander entlanggleiten können. Insofern können auch Stäbe mit gerundeten Querschnitten, wie beispielsweise kreisförmigen oder elliptischen Querschnitten verwendet werden. Bevorzugt haben die Stäbe einen dreieckigen, viereckigen, sechseckigen und/oder achteckigen Querschnitt. Solch geformte Stäbe können an ihren planen Längsseiten etwaige Seitenkräfte ohne unerwünschte Punktlasten weiterleiten und über die außenliegenden Längsseiten in das beispielsweise als Rahmen oder Trog ausgebildete Haltemittel des Sitzmöbels übertragen. Ferner dürfte die Reibung bei entsprechenden Ausgleichsbewegungen in Richtung ihrer Längsachsen der Stäbe bei planeben aneinandergrenzenden Längsseiten vorteilhaft gering sein. Besonders bevorzugt haben, alle Stäbe gleichen Querschnitt, insbesondere rechteckigen und besonders bevorzugt quadratischen Querschnitt.
- Bevorzugt sind die Stäbe aus Massivholz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen und/oder Verbundwerkstoffen hergestellt. Beispielsweise können die Stäbe aus 2,5 × 2,5 cm Massivholzleisten geschnitten werden. Für einen Hocker können dann beispielsweise 12 × 12 Stäbe, also 144 Stäbe in einem entsprechend dimensionierten Rahmen eingesetzt werden.
- Selbstverständlich kann das Sitzmöbel auch als Hocker, Stuhl oder Bank mit oder ohne Armlehnen ausgebildet sein.
- Um einen besonderen, ergänzenden Sitzkomfort zu erreichen, sind die obere und/oder untere Stirnfläche der Stäbe konvex gerundet ausgebildet. Beim Eindrücken einzelner Stäbe ergeben sich somit weniger markante Kanten zu den weniger belasteten Stäben.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung detailliert beschrieben.
- Darin zeigt:
-
1 in teils geschnittener räumlicher Ansicht einen Hocker. - In
1 ist in teils geschnittener räumlicher Ansicht ein Sitzmöbel in Form eines Hockers dargestellt. Der Hocker weist eine Sitzfläche1 und ein Haltemittel2 für die Sitzfläche1 auf. Die Sitzfläche1 besteht aus einer Vielzahl von zueinander parallel und mit ihren Längsseiten aneinanderliegend sowie im Wesentlichen vertikal orientierten Stäben10 . Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind 12 × 12 gleich 144 Stäbe10 mit einer quadratischen Querschnittsfläche von 2,5 cm × 2,5 cm vorgesehen. - Jeder Stab
10 weist eine obere Stirnfläche11 , Längsseiten12 sowie eine untere Stirnfläche13 auf. Die Sitzfläche1 wird durch die oberen Stirnflächen11 der Stäbe10 gebildet. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Sitzfläche eine Größe von 12 × 2,5 cm gleich 30 cm × 12 × 2,5 cm gleich 30 cm auf. - Die Stäbe
10 bestehen aus Massivholzleisten, die beispielsweise in Tischlereien als Abfallstücke übrig bleiben. Die Leisten werden auf ein einheitliches Maß von 2,5 cm × 2,5 cm und eine einheitliche Länge von beispielsweise ca. 30 cm geschnitten. Bei Verwendung von Resthölzern können verschiedenste Holzarten in dem Hocker miteinander kombiniert werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Sitzfläche aus Stäben10 zusammenzusetzen, die ausschließlich aus einer Holzart hergestellt sind. - Das Haltemittel
2 bildet quasi das Gestell des Sitzmöbels. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Haltemittel2 aus einem kastenartigen Rahmen21 mit quadratischem Grundriss, der unten mit einem Boden22 geschlossen ausgebildet ist. Das Innenmaß des kastenförmigen Haltemittels2 entspricht dem Außenmaß der in den Rahmen21 einzusetzenden 144 Stäbe10 in der Anordnung 12 × 12 Stäbe mit einem entsprechenden Toleranzmaß, so dass die Stäbe10 in dem Haltemittel2 in Richtung ihrer Längsachse zueinander beweglich geführt sind. In1 ist eine Längsachse Z strichpunktiert dargestellt. - Zwischen den unteren Stirnflächen
13 der Stäbe10 und dem Boden22 des Haltemittels2 ist ein elastisches Mittel3 zur federnden Lagerung zwischengelagert. Das elastische Mittel3 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Schaumstoffplatte31 , die passgenau in den Rahmen21 des Haltemittels2 auf dem Boden22 auflegbar ist. Zur Vermeidung eines übermäßigen Abriebs an der Schaumstoffplatte31 durch die vom Gewicht der auf dem Hocker sitzenden Person eingedrückten Stäbe10 zu vermeiden, kann die Schaumstoffplatte31 mit einem Textilbezug oder dergleichen ummantelt sein. - Unterhalb des Bodens
22 sind am Haltemittel2 vier Füße23 angeordnet, mit denen der Hocker auf dem Fußboden steht. Selbstverständlich kann das Sitzmöbel auch als längliche Bank, Stuhl mit oder ohne Rückenlehne und/oder Armlehnen ausgestaltet sein. Ferner ist es möglich bereits Vorformungen der Sitzfläche1 in den aneinanderliegenden Stäben10 einzuformen. Dies kann sowohl durch Vorsehen einer entsprechenden Ausformung in dem elastischen Mittel3 unterhalb der Stäbe10 , wie auch durch unterschiedliche Längen und Gestaltung der oberen Stirnflächen erzeugt werden. - Beim bestimmungsgemäßen Gebrauch des Sitzmöbels werden die durch die sich hinsetzende Person belasteten Stäbe
10 in das elastische Mittel3 eingefedert. Die dabei ansteigende Rückstellkraft stützt die auf dem Sitzmöbel sitzende Person ab. Durch die elastisch federnde Aufnahme des Körpergewichts der sitzenden Person wird eine Lastverteilung auf der Sitzfläche1 erreicht, womit Punktlasten und damit einhergehende Druckstellen sowie Ermüdungserscheinungen an der sitzenden Person vermieden werden. Das erfindungsgemäße Sitzmöbel ermöglicht somit ein an die äußere Form der auf dem Sitzmöbel sitzenden Person angepasste Sitzfläche trotz des für die Sitzfläche verwendeten harten Materials, wie beispielsweise Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe und/oder Verbundwerkstoffe. -
- 1
- Sitzfläche
- 10
- Stab
- 11
- obere Stirnfläche
- 12
- Längsseite
- 13
- untere Stirnfläche
- 2
- Haltemittel
- 21
- Rahmen
- 22
- Boden
- 23
- Fuß
- 3
- elastisches Mittel
- 31
- Schaumstoffplatte
- Z
- Längsachse
Claims (12)
- Sitzmöbel mit einer Sitzfläche und einem Haltemittel für die Sitzfläche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von zueinander parallel und mit ihren Längsseiten (
12 ) aneinanderliegend sowie im Wesentlichen vertikal orientierten Stäben (10 ) vorgesehen ist, wobei obere Stirnflächen (11 ) der Stäbe (10 ) die Sitzfläche (1 ) bilden und die Stäbe (10 ) im Haltemittel (2 ) in Richtung ihrer Längsachse bei Belastung auf ihre obere Stirnfläche (11 ) gegen eine Rückstellkraft beweglich gehaltert sind. - Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (
10 ) federnd gelagert sind. - Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (
2 ) ein die Stäbe (10 ) an ihren außenliegenden Längsseiten (12 ) führender Rahmen (21 ) ist. - Sitzmöbel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (
2 ) einen Boden (22 ) aufweist, auf dem sich die unteren Stirnflächen (13 ) der Stäbe (10 ) abstützen. - Sitzmöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen unteren Stirnflächen (
13 ) der Stäbe (10 ) und dem Boden (22 ) elastische Mittel (3 ) zur federnden Abstützung der Stäbe (10 ) vorgesehen sind. - Sitzmöbel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das/die elastischen Mittel (
3 ) eine Schaumstoffplatte (31 ), ein Luftpolster, eine Wassermatratze oder jedem Stab (10 ) zugeordnete Druckfedern sind. - Sitzmöbel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch Variation der Länge der Stäbe (
10 ) und/oder durch Ausformung des elastischen Mittels (3 ) die Sitzfläche (1 ) eine vorgegebene räumliche Ausformung in unbelastetem Zustand hat. - Sitzmöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (
10 ) einen dreieckigen, viereckigen, sechseckigen und/oder achteckigen Querschnitt haben. - Sitzmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass alle Stäbe (
10 ) gleichen Querschnitt, insbesondere rechteckigen und besonders bevorzugt quadratischen Querschnitt, haben. - Sitzmöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (
10 ) aus Massivholz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen und/oder Verbundwerkstoffen hergestellt sind. - Sitzmöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als Hocker, Stuhl oder Bank mit oder ohne Armlehnen ausgebildet ist.
- Sitzmöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und/oder untere Stirnfläche (
11 ,13 ) der Stäbe (10 ) konvex gerundet ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE202008002132U DE202008002132U1 (de) | 2008-02-15 | 2008-02-15 | Sitzmöbel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202008002132U1 true DE202008002132U1 (de) | 2008-04-24 |
Family
ID=39326895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE202008002132U Expired - Lifetime DE202008002132U1 (de) | 2008-02-15 | 2008-02-15 | Sitzmöbel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202008002132U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202013101910U1 (de) | 2013-05-02 | 2013-06-25 | Edgar Seckinger | Sitzmöbel mit einer nachgiebig gestalteten Sitzfläche |
| CN107087933A (zh) * | 2017-07-02 | 2017-08-25 | 赵大兵 | 一种腰部支撑面可调整靠垫 |
-
2008
- 2008-02-15 DE DE202008002132U patent/DE202008002132U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
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| DE202013101910U1 (de) | 2013-05-02 | 2013-06-25 | Edgar Seckinger | Sitzmöbel mit einer nachgiebig gestalteten Sitzfläche |
| EP2798978A1 (de) | 2013-05-02 | 2014-11-05 | Edgar Seckinger | Sitzmöbel mit einer nachgiebig gestalteten Sitzfläche |
| CN107087933A (zh) * | 2017-07-02 | 2017-08-25 | 赵大兵 | 一种腰部支撑面可调整靠垫 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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Effective date: 20080529 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20110301 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20140220 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |