-
Die
Erfindung betrifft ein Werkzeug, insbesondere Multifunktionswerkzeug,
mit einem in dem Werkzeug integrierten Wechselspannungsdetektor, einem
Handgriff und mindestens einem Arbeitsende.
-
Derartige
Werkzeuge sind vielfach bekannt und sind häufig auch als
Multifunktionswerkzeuge mit mehreren Arbeitsenden ausgebildet. In
der
DE 299 24 677
U1 und der
DE
203 02 423 U1 werden beispielsweise Werkzeuge der eingangs
genannten Art offenbart. Die Wechselspannungsdetektion kann galvanisch,
d. h. unter Kontakt mit einem mit Wechselspannung beaufschlagten
elektrischen Leiter, oder berührungslos durch Anregung
des durch die Wechselspannung erzeugten elektromagnetischen Feldes erfolgen,
in dessen Nähe das Werkzeug gebracht wird. Um verlässlich
zum Beispiel Spannungsfreiheit feststellen zu können, wird
in der Regel zuvor umständlich eine Referenzmessung an
einer bekannten Wechselspannungsquelle gemacht.
-
Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug der eingangs
genannten Art bereitzustellen, das eine weniger umständliche Überprüfung
des Vorhandenseins einer Wechselspannung in einem Leiter erlaubt.
-
Die
gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale der Anspruches 1 und insbesondere dadurch gelöst,
dass der Wechselspannungsdetektor eine Prüfvorrichtung
zur Überprüfung seiner Funktionsfähigkeit
aufweist und dass die Prüfvorrichtung eine Signalvorrichtung
umfasst, mittels derer ein außerhalb des Werkzeuges wahrnehmbares Überprüfungssignal
zur Anzeige der Funktionstüchtigkeit des Wechselspannungsdetektors
erzeugbar ist.
-
Mit
dem Überprüfungssignal kann ein Benutzer die Funktionstüchtigkeit
des Werkzeuges bzw. des Wechselspannungsdetektors erkennen und kann
eine verlässliche Detektion einer Wechselspannung in einem
elektrischen Leiter durchführen, ohne zuvor oder danach
eine Referenzmessung an einer bekannten Wechselspannungsquelle durchführen
zu müssen. Das Überprüfungssignal an
sich kann so ausgebildet sein, dass durch dasselbe eine negative Funktionstüchtigkeit,
d. h. ein Nichtfunktionieren des Wechselspannungsdetektors, und/oder
eine positive Funktionstüchtigkeit, d. h. ein Funktionieren
des Wechselspannungsdetektors, wahrnehmbar ist. Es können
mittels des Überprüfungssignales Aussagen über
den Zustand des Wechselspannungsdetektors während des Betriebszustandes
des Wechselspannungsdetektors angezeigt werden. Das Prüfsignal kann
zum Beispiel durch, falls vorgesehen, mangelnde, Versorgungsspannung,
durch Nichteinschalten des Wechselspannungsdetektors, durch ein
defektes, zur Durchführung einer Detektionsmessung notwendiges
Bauteil, durch defekte elektrische Verbindung und dergleichen ausgelöst
werden. Hierzu kann die Prüfvorrichtung bzw. die Signalvorrichtung
eine Steuerung mit einer zur Erzeugung eines Überprüfungssignals
geeigneten Schaltung und Stromversorgung aufweisen. Schaltung und/oder
Stromversorgung zur Erzeugung und/oder Darstellung des Überprüfungssignales
können unabhängig einer vorgesehenen Schaltung
und/oder Stromversorgung zur Erzeugung und/oder Darstellung des
Detektionssignales sein. Allgemein kann vorgesehen sein, dass der Wechselspannungsdetektor
zur Durchführung der jeweiligen Messung in einem betriebsbereiten
Zustand gebracht werden oder sein muss. Es auch vorgesehen sein,
dass über ein Betriebssignal oder Betriebssignale angezeigt
wird, ob der Wechselspan nungsdetektor eingeschaltet und/oder nicht
eingeschaltet ist.
-
Vorzugsweise
ist das Überprüfungssignal automatisch mit Eintreten
des Wechselspannungsdetektors in dem Betriebszustand des Wechselspannungsdetektors
erzeugbar. Ist also der Wechselspannungsdetektor in einen Betriebszustand
versetzt, in dem er funktionell in der Lage ist, eine Wechselspannung
zu detektieren, so kann vorgesehen sein, dass der Wechselspannungsdetektor
automatisch zum Beispiel in einer bestimmten Folge ein Überprüfungssignal
abgibt, dank dessen der Benutzer vor, während und/oder
nach einer Detektionsmessung über die Verlässlichkeit
derselben in Kenntnis gesetzt werden kann.
-
Vorzugsweise
kann das Überprüfungssignal in bestimmten Prüfzeitabständen
und/oder -Rhythmen erzeugt werden. Hierbei kann das Überprüfungssignal
auch in einer bestimmten Weise zumindest eines seiner physikalischen
Eigenschaften, wie zum Beispiel bei einem akustischen Signal die
Tonhöhe oder bei einem optischen Signal die Farbe oder die
Lichtstärke, ändern.
-
Zur
leichteren Unterscheidung eines Detektionssignales von einem Überprüfungssignal
kann vorgesehen sein, dass, wenn der Wechselspannungsdetektor in
der Nähe eines mit einem mit einer Wechselspannung beaufschlagten
Leiters oder im Kontakt mit demselben gelangt, das Detektionssignal
in Detektionszeitabständen erzeugt wird, die wesentlich geringer
als die Prüfzeitabstände des Überprüfungssignals
sind. Allgemein kann sich das Detektionssignal zumindest in einer
seiner physikalischen Eigenschaften, wie zum Beispiel bei einem
akustischen Signal die Tonhöhe oder bei einem optischen
Signal die Farbe oder die Lichtstärke, von dem Überprüfungssignal
unterscheiden.
-
Vorzugsweise
betragen die Detektionszeitabstände höchstens
ein Fünftel der Prüfzeitabstände. Hierbei
können die Prüfzeitabstände kleiner 60 Sekunden,
kleiner 15 Sekunden oder kleiner 6 Sekunden sein. Zur Stromersparnis
können die Prüfzeitabstände auch größer
oder gleich einer Minute sein.
-
Vorzugsweise
weist das Werkzeug eine interne Spannungsquelle zur Versorgung des
Wechselspannungsdetektors auf. Diese kann Batterien oder Akkumulatoren
umfassen. Die Prüfvorrichtung kann ausgelegt sein, die
Funktionstüchtigkeit der Spannungsquelle für den
Wechselspannungsdetektor, insbesondere den Ladezustand der als Spannungsquelle
vorgesehenen Batterie oder Akkumulators zu erfassen. Hierbei kann
die Funktionstüchtigkeit der Spannungsquelle mittels eines
Spannungsprüfsignals anzeigt werden. Insbesondere wird
dann ein Spannungsprüfsignal von der Prüfvorrichtung
erzeugt und angezeigt werden, wenn der Ladezustand der Batterie
bzw. des Akkumulators eine untere kritische Grenze erreicht hat
oder unterschreitet. Vorzugsweise ist das Spannungsprüfsignal
in zumindest einer physikalischen Eigenschaft unterschieden von dem Überprüfungssignal
und von dem Detektionssignal.
-
Als
Signalform kommen letztlich alle geeigneten infrage. Vorzugsweise
ist das Überprüfungssignal jedoch leicht wahrnehmbar.
So kann zum Beispiel für blinde Benutzer ein Vibrationsalarm
als Überprüfungssignal und/oder Detektionssignal
vorgesehen sein. Vorzugsweise sind das Überprüfungssignal
und/oder Detektionssignal ein optisches und/oder ein akustisches
Signal. Hierbei kann vorgesehen sein, dass sich das Überprüfungssignal
grundlegend in der Signalform von dem Detektionssignal unterscheidet,
indem zum Beispiel das Detektionssignal ein akustisches Signal ist,
während das Überprüfungssignal ein optisches
Signal ist.
-
Die
Signalvorrichtung kann mindestens einen Leuchtkörper, insbesondere
eine Leuchtdiode, zur Anzeige des optischen Signales aufweisen.
Diese Signalform hat den Vorteil, dass es auch leicht in einer lauten
Umgebung, wie zum Beispiel in einer Werkshalle oder an einer Verkehrsader,
wahrgenommen werden kann.
-
Der
Leuchtkörper bzw. die Leuchtdiode kann zugleich zur Anzeige
des Detektionssignals und/oder des Spannungsprüfsignals
dienen.
-
Es
können mindestens ein weiterer, vorzugsweise andersfarbiger
Leuchtkörper, insbesondere Leuchtdiode zur Anzeige des
Detektionssignales und/oder des Spannungsprüfsignales vorgesehen sein.
Der Wechselspannungsdetektor kann so konzipiert sein, dass das Überprüfungssignal
ein dauerhaftes Signal ist, während das Detektionssignal
periodisch, vorzugsweise mit erhöhter Frequenz vom Wechselspannungsdetektor
abgegeben wird.
-
Zur
Schonung der Spannungsquelle kann der Wechselspannungsdetektor einen Ein/Aus-Schalter,
insbesondere einen Taster, zum Einschalten und Ausschalten des Wechselspannungsdetektors
in seinen bzw. aus seinem betriebsbereiten Zustand aufweisen. Hierbei
kann das Einschalten zugleich mit einer Überprüfung
des Wechselspannungsdetektors und mit einer Abgabe eines Überprüfungssignales
verbunden sein, so dass mit dem Überprüfungssignal
das Einschalten an sich und die Funktionstüchtigkeit des
Wechselspannungsdetektors angezeigt werden kann.
-
Zur
Durchführung einer automatischen Prüfung der Funktionstüchtigkeit
des Wechselspannungsdetektors und zur Erzeugung bzw. zur Impulsgebung
des Überprüfungssignals kann der Wechselspannungsdetektor
eine übliche, vorzugsweise programmierbare elektronische
Schaltung aufweisen. Hierbei kann die Überprüfung
des Wechselspannungsdetektors auf Funktionstüchtigkeit
so ausgelegt sein, dass auch bei einem Ausfall der elektronischen
Schaltung und/oder eines elektronischen Bauteiles derselben ein Überprüfungssignal
generiert und angezeigt wird.
-
Es
kann vorgesehen sein, dass das Detektionssignal so gesteuert wird,
dass seine Frequenz mit Annähern des Werkzeuges bzw. des
Wechselspannungsdetektors an den Strom führenden Leiter
steigt und/oder dass die Frequenz proportional zum elektromagnetischen
Feld des mit der Wechselspannung beaufschlagten Leiters ist. Ferner
kann im Falle eines galvanischen Kontaktes des Werkzeuges mit dem mit
Wechselspannung beaufschlagten Leiter vorgesehen sein, dass die
Frequenz des Überprüfungssignals mit steigendem
Wechselspannungswert steigt. Es wird vorgeschlagen, dass zur leichten
Unterscheidbarkeit der Signale die Frequenz des Detektionssignals
deutlich größer als die des Überprüfungssignals
ist. Vorzugsweise weist das Spannungsprüfsignal eine Frequenz
auf, deren Wert 1,5-mal bis viermal so hoch, insbesondere doppelt
so hoch wie der der Frequenz des Überprüfungssignales
ist.
-
Die
Energieversorgung kann zum Beispiel zumindest teilweise indirekt über
elektromagnetische Wellen im Raum und/oder über das elektromagnetische
Feld, das durch die zu messende Wechselspannung erzeugt wird erfolgen,
deren Energie, ähnlich wie bei sog. Transpondern, über
Empfangvorrichtungen, wie Antennen, in den Wechselspannungsdetektor
eingespeist werden kann.
-
Um
jedoch über eine nach heutigem Stand der Technik verlässliche
und ausreichend hohe Spannungsquelle zu verfügen, wird
vorgeschlagen, dass der Wechselspannungsdetektor ein Batteriefach
zur Aufnahme einer oder mehrerer Batterien oder Akkumulatoren als
Spannungsquelle für seinen Betrieb aufweist. Es kann vorgesehen
sein, dass das Batteriefach so ausgelegt ist, dass der oder die
Akkumulatoren über den Wechselspannungsdetektor bzw. über
das Werkzeug geladen werden können.
-
Vorzugsweise
ist der Wechselspannungsdetektor vollständig in dem Handgriff
integriert. Hierzu kann der Handgriff einer Aufnahme mit einem Aufnahmeraum
für den Wechselspannungsdetektor aufweisen. Der Aufnahmeraum
kann an einer dem Arbeitsende abgewandten Stirnseite des Handgriffes eine
Aufnahmeöffnung aufweisen. Dadurch ist der Wechselspannungsdetektor
in den Aufnahmeraum einbringbar. Vorzugsweise ist der Aufnahmeraum mittels
einer Kappe oder eines Deckels verschließbar.
-
Der
Wechselspannungsdetektor kann in der Kappe integriert sein. Die
Kappe kann ein Aufnahmeelement zum Eingriff und Festlegung der Kappe
in der Aufnahme aufweisen. Hierzu kann das Aufnahmeelement als vorzugsweise
mittig angeordneter und sich in Längsrichtung erstreckender
Vorsprung ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Vorsprung form-
und/oder kraftschlüssig in der Aufnahme bzw. in dem Aufnahmeraum
festlegbar. Herbei kann der Vorsprung unter Ausbildung einer Steckverbindung in
der Aufnahme festlegbar sein. Der Vorsprung kann verdrehfest in
dem dem Querschnitt des Vorsprunges angepassten Aufnahmeraum festlegbar
sein. Der Vorsprung weist vorzugsweise einen nichtkreisrunden Querschnitt
auf. Der Querschnitt kann hierzu eine polygone Form, vorzugsweise
eine Umrissform mit einem gleichmäßigen Sechseck,
aufweisen. Zudem kann der Vorsprung in dem Aufnahmeraum durch Verrastung
festlegbar sein. Hierzu kann seitlich am Vorsprung eine elastisch
gelagerte Rastnase oder Rastvorsprung vorgesehen sein, der an vorgesehener
Stelle, in der die Kappe in eine Festlegungsposition geführt
ist, in eine Ausnehmung in dem Ausnahmeraum einrastet. Diese Rastnase
kann auch als Blattfederelement ausgelegt sein, mittels dessen sich der
Vorsprung elastisch in der Aufnahme verspannt. Der Aufnahmeraum
kann schachtartig mit Seitenwänden ausgebildet sein. In
diesen Seitenwänden kann die Ausnehmung angeordnet sein.
Die Blattfeder kann sich zur Festigkeitssteigerung der Steckverbindung
zusätzlich zur Rastverbindung oder ohne Ausbildung der
Rastverbindung in dem Ausnahmeraum, vorzugsweise gegen eine der
Seitenwände, elastisch verspannen. Vorzugsweise ist das
Aufnahmeelement so ausgebildet, dass die Kappe auf einem üblichen,
ebenfalls mit einer Kappe oder Deckel besehenen Werkzeug eingesetzt
werden kann, indem die Kappen ausgetauscht werden.
-
Der
Aufnahmeraum kann ein Vorratsfach für Ersatzbatterien aufweisen,
wobei das Vorratsfach in Einbaulage der Kappe vorzugsweise durch
die Kappe so begrenzt wird, dass Ersatzbatterien in dem Vorratsfach
bewegungsfest gehalten werden können. Vorzugsweise sind
die Ersatzbatterien bei entfernter Kappe durch die Aufnahmeöffnung
in den Vorratsraum einsetzbar und demselben entnehmbar.
-
Die
Kappe kann ein Gehäuse zur Aufnahme des Wechselspannungsdetektors
aufweisen. Hierbei kann das Gehäuse eine vom Arbeitsende
abgewandte erste Gehäusehälfte und eine dem Arbeitsende zugewandte
zweite Gehäusehälfte aufweisen, die miteinander
verbindbar, vorzugsweise verschraubbar sind. Hierbei kann das Batteriefach
von beiden Gehäusehälften gebildet werden. Dies
kann von der Konstruktion her so in üblicher Weise gelöst
sein, dass mit Verschraubung beider Gehäusehälften
in das Batteriefach eingesetzte Batterien oder Akkumulatoren gegen
vorgesehene Kontakte gedrückt werden.
-
In
der vom Arbeitsende abgewandten Stirnseite des Gehäuses
kann der Ein/Aus-Schalter so vorgesehen sein, dass er zu seiner
Bedienung die Stirnseite um einen bestimmten, vorzugsweise geringen
Betrag überragt. Desgleichen kann der Leuchtkörper
in der Stirnseite oder unterhalb derselben im Gehäuse so
angeordnet sein, dass er ein nach außen hin sichtbares
Leuchtsignal abgeben kann. Ist der Leuchtkörper im Gehäuse
angeordnet, so kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse zumindest
in der Umgebung des Leuchtkörpers transparent ausgebildet
ist. Es können der Leuchtkörper bzw. die Leuchtdiode
und/oder der Ein/Aus-Schalter in der ersten Gehäusehälfte,
vorzugsweise unterhalb oder innerhalb der dem Arbeitsende abgewandten
Stirnfläche des Gehäuses oder dieselbe um einen
geringen Betrag überragend angeordnet sein. Vorzugsweise
ist die erste Gehäusehälfte transparent ausgebildet.
Die abgewandte Stirnfläche kann unter Ausbildung einer
Mulde zum Gehäuseinneren hin konkav gewölbt sein,
so dass der Leuchtkörper bzw. die Leuchtdiode und/oder
der Ein/Aus-Schalter geschützt in der Mulde angeordnet
sein und nicht unabsichtlich betätigt werden können.
Vorzugsweise ragt der Ein/Aus-Schalter um einen Betrag über
die Mulde hinaus, der geringer als ein Schaltweg zur Auslösung des
Ein/Aus-Schalters ist.
-
Das
Werkzeug kann eine Befestigungsvorrichtung, vorzugsweise in Form
eines üblichen Clips, aufweisen, mit dem das Werkzeug beispielsweise
an der Kleidung des Benutzers festgelegt werden kann. Vorzugsweise
ist vorgesehen, dass die Kappe den Clip aufweist, der vorzugsweise
einstückig mit dem Gehäuse der Kappe verbunden
ist. Vorzugsweise ist der Clip einstückig mit der zweiten
Gehäusehälfte der Kappe verbunden.
-
Das
Gehäuse bzw. die beiden Gehäusehälften
können als Spritzgusswerkstück bzw. Spritzgusswerkstücke
hergestellt sein. Hierbei kann die obere Gehäusehälfte
aus transparentem Kunststoff hergestellt sein.
-
Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand mehrerer in einer
Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
-
1a eine
Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines Werkzeuges
mit einer Kappe, in der ein Wechselspannungsdetektor integriert
ist,
-
1b eine
Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des Werkzeuges
gemäß 1b, hier
als Multifunktionswerkzeug ausgebildet,
-
2 einen
Ausschnitt des Werkzeuges mit der Kappe,
-
3 eine
Schnittansicht der Kappe gemäß dem Schnittverlauf
von III-III in 2,
-
4 eine
Schnittansicht der Kappe gemäß dem Schnittverlauf
IV-IV in 3,
-
5 eine
Unteransicht der Kappe und
-
6 eine
Draufsicht auf die Kappe.
-
In
den 1a und 1b wird
jeweils ein Werkzeug 1 in einer Seitenansicht gezeigt,
wobei in 1a eine erste Ausführungsform
als einfaches Werkzeug 1 und in 1b eine
zweite Ausführungsform als Multifunktionswerkzeug wiedergegeben
ist. In beiden Ausführungsformen umfasst das Werkzeug 1 eine
Kappe 2, wobei die Kappe 2 an sich in den 3 bis 6 wiedergegeben
ist.
-
Das
Werkzeug 1 weist einen integrierten Wechselspannungsdetek tor 3,
einen Handgriff 4 und ein Arbeitsende 5 auf. In
das Arbeitsende 5 ist ein hier als Schraubendreher ausgebildetes
Bit 6 einführbar. Ferner sind bei dem Multifunktionswerkszeug hier
Beispiel gebend weitere Werkzeugformen 7 mit hier nicht
der Zeichnung entnehmbaren Arbeitsenden im Handgriff 4 vorgesehen,
die aus demselben heraus verschwenkbar sind. Die Kappe 2 ist
Teil des Handgriffes 4.
-
Der
Wechselspannungsdetektor 3 weist eine Prüfvorrichtung 8 zur Überprüfung
seiner Funktionsfähigkeit auf. Hierzu umfasst die Prüfvorrichtung 8 eine
Signalvorrichtung 9. Mittels der Signalvorrichtung 9 ist
ein außerhalb des Werkzeuges wahrnehmbares Überprüfungssignal
zur Anzeige der Funktionstüchtigkeit des Wechselspannungsdetektors 3 erzeugbar.
Das Überprüfungssignal ist in dieser Ausbildungsform
so ausgebildet, dass durch das Überprüfungssignal
eine positive Funktionstüchtigkeit signalisiert wird. Ist
der Wechselspannungsdetektor 3 in einen Prüfmodus
versetzt, so wird in dieser Ausführungsform des Werkzeuges 1 alle
fünf Sekunden ein Überprüfungssignal
ausgesendet. Ferner ist vorgesehen, dass die Prüfvorrichtung 8 die
Funktionstüchtigkeit einer Spannungsquelle für
den Wechselspannungsdetektor 3, hier den Ladezustand zweier
als Spannungsquelle vorgesehenen Knopfbatterien 14, erfasst
und mittels eines Spannungsprüfsignals anzeigt. Das Spannungsprüfsignal
ist so ausgelegt, dass es in einer seiner physikalischen Eigenschaften verschieden
von dem Überprüfungssignal zur Überprüfung
der Funktionstüchtigkeit des Wechselspannungsdetektors 3 und
von dem Detektionssignal zur Anzeige einer Wechselspannung ist.
-
Der
Wechselspannungsdetektor 3 ist bezüglich seiner
Bauteile insbesondere in den 3 und 4 erkennbar
dargestellt. 3 ist eine Schnittansicht gemäß dem
Schnittverlauf III-III in 2 und 4 eine
Schnittansicht gemäß dem Schnittverlauf IV-IV
in 3. Die Kappe 2 weist hierbei ein Gehäuse 10 mit
einer vom Arbeitsende 5 abgewandten ersten Gehäusehälfte 11 und
eine dem Arbeitsende 5 zugewandten zweiten Gehäusehälfte 12 auf,
die miteinander verschraubt sind. Beide Gehäusehälften sind
Kunststoff-Spritzgussteile, wobei die erste Gehäusehälfte
aus transparentem Kunststoff gefertigt ist. Ferner umschließen
beide Gehäusehälften 11, 12 ein
Batteriefach 13, das durch Verschrauben der beiden Gehäusehälften 11, 12 geschlossen
wird. In dem Batteriefach 13 sind hier zwei übereinander
angeordnete und in Reihe geschaltete Knopfbatterien 14 gelagert.
Die Knopfbatterien 14 können durch Aufschrauben
der Gehäusehälften 11, 12 ausgetauscht werden.
Sie werden über Federn 15 gegen Kontakte 16 gedrückt.
-
An
der dem Arbeitsende 5 abgewandten Stirnseite 17 ist
ein als Taster 18 ausgebildeter Ein/Aus-Schalter vorgesehen.
Die Stirnseite 17 weist eine Mulde 19 auf, in
der der Taster 18 halb versenkt angeordnet ist. Wie insbesondere
in den 2, 4 und 6 ersichtlich,
umfasst die Signalvorrichtung 9 eine Leuchtdiode 20 zur
Anzeige eines optischen Signals. Die Leuchtdiode 20 ist
hier unterhalb der Stirnseite 17 angeordnet. Da in diesem
Ausführungsbeispiel des Werkzeuges 1 die gesamte
erste Gehäusehälfte 11 durchsichtig ausgebildet
ist, ist das optische Signal nicht nur zur Stirnseite 17 hin,
sondern auch rundherum sichtbar. Ferner ist der Bereich der Stirnseite 17,
der unmittelbar an die Leuchtdiode 20 angrenzt, als Linse 28 ausgebildet,
so dass an dieser Stelle Licht von der Leuchtdiode 20 gebündelt und
damit leichter wahrnehmbar abgestrahlt wird.
-
Die
Leuchtdiode 20 erfüllt in dieser Ausführungsform
des Werkzeuges 1 eine dreifache Funktion: Zum einen gibt
sie ein Überprüfungssignal ab, das mit Einschalten
des Wechselspannungsdetektors 3 über den Taster 18 alle
fünf Sekunden in Form eines kurzen Aufleuchtens der Leuchtdiode 20 erscheint.
Zudem gibt sie ein Spannungsprüfsignal ab, wenn die Batterie-
oder Akkuspannung eine untere kritische Spannung erreicht hat oder
unterschreitet. Das Spannungsprüfsignal ist in seiner Frequenz
doppelt so hoch wie das Überprüfungssignal, d.
h. die Leuchtdiode 20 blinkt zweimal in fünf Sekunden. Schließlich
ist vorgesehen, dass über die Leuchtdiode 20 ein
Detektionssignal ausgesendet werden kann, indem die Leuchtdiode 20 in
der Nähe eines mit einer Wechselspannung beaufschlagten
Leiters (hier nicht dargestellt) blinkt. In diesem Falle überdeckt
das Detektionssignal das Überprüfungssignal. Zur
Unterscheidung eines Detektionssignals von dem Überprüfungssignal
ist vorgesehen, dass das Blinken der Leuchtdiode 20 beim
Detektionssignal etwa fünf Mal pro Sekunde erfolgt.
-
Somit
wird der Wechselspannungsdetektor 3 mit seinem Einschalten über
den Taster 18 in einen Betriebszustand versetzt, in dem
der Wechselspannungsdetektor 3 automatisch unmittelbar
mittels des Überprüfungssignals seine Funktionstüchtigkeit
anzeigt. Dieses Überprüfungssignal wird ständig
alle fünf Sekunden ausgesendet. Dadurch kann ein Benutzer
sich stets vergewissern, ob das Werkzeug 1 bzw. der Wechselspannungsdetektor 3 funktionstüchtig
ist. Bringt er das Werkzeug 1 mit dem Wechselspannungsdetektor 3 in
die Nähe eines hier nicht gezeigten Leiters und wird kein
Detektionssignal über die Signalvorrichtung 9 angezeigt,
so kann er sicher sein, dass dieser Leiter mit keiner Wechselspannung
zumindest in dem Voltbereich beaufschlagt wird, für den
der Wechselspannungsdetektor 3 ausgelegt ist. Der Wechselspannungsdetektor 3 in
dieser Ausführungsform für Wechselspannungen von
50 V bis 600 V ausgelegt. Ist eine entsprechende Wechselspannung
im Leiter vorhanden, so wird ein entsprechendes Detektionssignal
abgegeben, das mit Fortbewegen des Werkzeuges 1 von dem
Leiter aufhört zu blinken, wobei die Leuchtdiode 20 dann
wieder ein Überprüfungssignal mit der deutlich
geringeren Frequenz von 0,2 Hz abgibt. Zur Detektion des elektromagnetischen
Feldes der Wechselspannung und zur Steuerung der Leuchtdiode 20 ist
eine übliche elektronische Schaltung vorgesehen, die auf
einer Platine 21 angeordnet ist.
-
Zur
stirnseitigen Festlegung der Kappe 2 an dem Handgriff 4 weist
der Handgriff 4 eine Aufnahme 22 mit einem Aufnahmeraum 23 für
die Kappe 2 auf. Der Aufnahmeraum 23 ist zur Stirnseite 17 hin
geöffnet. Die Kappe 2 umfasst ein Aufnahmeelement 24 zum
Eingriff und Festlegen der Kappe 2 in der Aufnahme 22.
Das Aufnahmeelement 24 ist hier als mittig angeordneter,
sich in Längsrichtung 1 erstreckender Vorsprung 25 ausgebildet,
wobei der Vorsprung 25 und der Aufnahmeraum 22 jeweils
aneinander angepasste hexagonale Querschnitte aufweisen. Mit Einstecken
des Vorsprunges 25 in den Aufnahmeraum 23 wird
eine drehfeste Steckverbindung zwischen denselben hergestellt. Zur
festeren Steckverbindung sind seitlich am Vorsprung 25 kleine
radiale Klemmvorsprünge 26 vorgesehen. Seitlich
an der zweiten Gehäusehälfte 12 angreifend,
ist ein Clip 27 vorgesehen, mittels dessen das Werkzeug 1 zum Beispiel
in eine hier nicht dargestellte Tasche eines Kleidungsstückes,
wie eines Kittels, eines Anwenders festgeklemmt werden kann.
-
- 1
- Werkzeug
- 2
- Kappe
- 3
- Wechselspannungsdetektor
- 4
- Handgriff
- 5
- Arbeitsende
- 6
- Bit
- 7
- Werkzeugform
- 8
- Prüfvorrichtung
- 9
- Signalvorrichtung
- 10
- Gehäuse
- 11
- erste
Gehäusehälfte
- 12
- zweite
Gehäusehälfte
- 13
- Batteriefach
- 14
- Knopfbatterie
- 15
- Feder
- 16
- Kontakt
- 17
- Stirnseite
- 18
- Taster
- 19
- Mulde
- 20
- Leuchtdiode
- 21
- Platine
- 22
- Aufnahme
- 23
- Aufnahmeraum
- 24
- Aufnahmeelement
- 25
- Vorsprung
- 26
- Klemmvorsprung
- 27
- Clip
- 28
- Linse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 29924677
U1 [0002]
- - DE 20302423 U1 [0002]