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Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufbringung von Schmierstoff
durch mindestens eine Sprühdüse, wobei
eine Druckluftquelle vorgesehen ist, die über eine Druckluftleitung mit
einer Mischkammer verbunden ist, wobei die Mischkammer auch mit einem
Schmierstoffkanal verbunden ist, über den aus einem Schmierstoffreservoir
entnommenen Schmierstoff der Mischkammer zuführbar ist, wobei abstromseitig
an die Mischkammer eine Schmierstoff-Luft-Gemischleitung angeschlossen
ist, die zur Förderung
eines Schmierstoff-Luft-Gemisches an eine oder mehrere Sprühdüsen ausgebildet
ist.
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Derartige
Schmiereinrichtungen sind an sich bekannt. Es wird rein exemplarisch
hierzu beispielsweise auf die
EP 0 854 072 B1 verwiesen.
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Ein
Problem bei den vorbekannten Einrichtungen zur Aufbringung von Schmierstoff
der vorgenannten Art besteht jedoch darin, dass nicht immer ausreichend
sichergestellt ist, dass tatsächlich
auch Schmierstoff in jeder vorbestimmten Arbeitsphase ausgegeben
wird.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, hierfür eine Überwachungseinrichtung vorzuschlagen.
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Diese
Aufgabe wird mit einer Einrichtung zur Aufbringung von Schmierstoff
nach den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Ein
Kerngedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass ein Kontrollkolben
vorgesehen ist, der bei bestimmungsgemäßer Förderung von Schmierstoff in
einer Arbeitsposition steht.
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Die
Verwendung eines Kontrollkolben stellt eine sowohl einfache als
auch gleichzeitig zuverlässige
Methode dar, um definiert festzustellen, ob in einer Arbeitsphase
Schmierstoff ausgegeben wird.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Kontrollkolben in Strömungsrichtung
vor der Mischkammer, insbesondere im Schmierstoffkanal oder zwischen
Schmierstoffkanal und Mischkammer angeordnet. Bei dieser Ausgestaltung
sitzt der Kontrollkolben also unmittelbar im noch nicht mit Druckluft vermischten
Schmierstofffluss, bevorzugtermaßen im Hauptschmierstofffluss,
wobei auch theoretisch Anordnungen denkbar sind, in denen nur ein
Teilfluss über
den Kontrollkolben geführt
ist.
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In
einer alternativen Ausgestaltung ist der Kontrollkolben abstromseitig
der Mischkammer, insbesondere in der Schmierstoff-Luft-Gemischleitung oder
zwischen der Mischkammer und der Schmierstoff-Luft-Gemischkammer
angeordnet.
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In
einer weiter bevorzugten Ausgestaltung wirkt der Kontrollkolben
mit einem Sensor, insbesondere einem Nährungssensor zusammen, der
dazu ausgebildet ist, zu kontrollieren, ob der Kontrollkolben in
Arbeitsposition steht bzw. bestimmungsgemäß in Arbeitsposition gelangt.
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Alternativ
oder zusätzlich
wirkt der Kontrollkolben mit einer optischen Sichtanzeige zusammen, die
zur Anzeige ausgebildet ist, ob der Kontrollkolben in einer Arbeitsposition
steht bzw. in eine Arbeitsposition übergeht. Diese optische Sichtanzeige
kann insofern eine unmittelbare Kontrolle der Position des Kontrollkolbens
darstellen oder mittelbar, das heißt nach Auswertung des Sensors,
die Position des Kontrollkolbens anzeigen.
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In
einer konkreten Weiterbildung ist weiterhin ein Hubkolben vorgesehen,
der bei Beaufschlagung mit Druckluft aus der Druckluftquelle Schmierstoff
in Richtung auf eine Mischkammer, in der Druckluft und Schmierstoff
vermischt werden, ausgibt.
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In
einer konkret bevorzugten Ausgestaltung ist dabei eine Ringkammer
um den Hubkolben herum vorgesehen, in die Schmierstoff ohne Beaufschlagung
des Hubkolbens mit Druckluft aus dem Schmierstoffreservoir angesaugt
wird. In einer weiterhin konkreten Ausgestaltung weißt der Hubkolben einen
Kolbenabschnitt entsprechend dem Durchmesser der Ringkammer auf,
wobei bei Beaufschlagung des Hubkolbens mit Druckluft der in der
Ringkammer befindliche Schmierstoff in Richtung auf die Mischkammer
ausgestoßen
wird.
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Die
Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und
Vorteile anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die nachstehenden Zeichnungen näher erläutert.
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Hierbei
zeigen:
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1 eine
erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Einrichtung
zur Aufbringung von Schmierstoff auf Spurkränze eines Schienenfahrzeuges
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2 eine
Veranschaulichung der pneumatischen Konfiguration
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3 eine
Teilansicht einer im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
verwendeten Pneumatikpumpe in einem ersten Betriebszustand
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4 die
Pneumatikpumpe nach 3 in einem zweiten Betriebszustand
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5 eine
Schemadarstellung zur Erläuterung
der prinzipiellen Funktionsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung
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6 eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Einrichtung
mit einem erfindungsgemäßen Kontrollkolben
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7 eine
Ausführungsform
der bei der erfindungsgemäßen Einrichtung
einsetzbaren Pneumatikpumpe in einer Schnitt- sowie in einer Seitenansicht
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8 die
Pneumatikpumpe nach 7 in einer Ansicht von oben
sowie in einer Ansicht von unten
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9 ein
Prinzipschema zur Veranschaulichung eines bevorzugten Schmierstoffverteilers
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10 eine
Querschnittansicht durch eine Ausführungsform eines Schmierstoffverteilers
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11 eine
Prinzipskizze eines Schmierstoffverteilers in perspektivischer Explosionsansicht
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12 eine
Veranschaulichung der Beaufschlagung eines Radkranzes mit einem
Schmierstoff-Luft-Gemisch mittels der erfindungsgemäßen Einrichtung
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13 die
Beaufschlagung einer zur schmierenden Fläche mit Schmierstoff-Luft-Gemisch aus einer
Sprühdüse
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14 eine
Pneumatikpumpe zum Einsatz in einer erfindungsgemäßen Einrichtung
in perspektivischer Ansicht
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In 1 ist
eine Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Einrichtung
zur Schmierung eines Spurkranzes eines Schienenfahrzeuges. Auf einen Radkranz 24 wird
hierbei über
Sprühdüsen 11, 12 ein Schmierstoff-Luft-Gemisch
aufgetragen, das eine Schmierung zwischen Rad und Schiene bewirkt.
Bei der vorliegenden Ausführungsform
ist eine Mischkammer 19 (vgl. 5/6)
in einer Pneumatikpumpe 25 untergebracht. Bei der vorliegenden
Ausführungsform
ebenfalls in der Pneumatikpumpe untergebracht ist ein Schmierstoffreservoir 26.
Eine Druckluftquelle 13 ist über eine Druckluftleitung 14 mit
der bereits erwähnten
Mischkammer 19 verbunden, wobei die Druckluft gleichzeitig über einen
noch näher
zu erläuternden
Hubkolben 18 dafür
sorgt, dass Schmierstoff aus dem Schmierstoffreservoir 26 entnommen
und in der Mischkammer 19 mit der Druckluft zur Ausbildung
eines Schmierstoff-Luft-Gemisches vermengt wird. Das Schmierstoff-Luft-Gemisch gelangt über eine
Schmierstoff-Luft-Gemischleitung 16 über einen noch näher zu erläuternden
Verteiler 27 an die Sprühdüsen 11, 12.
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In 2 ist
das Pneumatikschaltbild einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Aufbringung
von Schmierstoff veranschaulicht, wobei die aus einer Druckluftquelle 13 entnommene
Druckluft über
ein hier nicht weiter mit Bezugszeichen versehenes magnetisches
3/2 Wege-Ventil an einem Verzweigungspunkt 28 in einen
zylinderförmigen Raum 29 geführt ist,
in dem sie den bereits erwähnten
Hubkolben 18 bedarfsweise beaufschlagt. Gleichzeitig ist
die Druckluftleitung 14 am Verzweigungspunkt 28 in
einer Druckluftförderleitung 30 weiter
an die Mischkammer 19 geführt. Innerhalb der Druckluftförderleitung 30 ist
ein Druckluft-Rückschlagventil 31 vorgesehen,
das ein Zurückströmen von
Druckluft in der Druckluftförderleitung 30 in
Richtung auf die Druckluftquelle 13 verhindert. Neben der
Druckluft wird auch Schmierstoff in die Mischkammer 19 über einen Schmierstoffkanal 22 geleitet,
wobei zur Verhinderung des Rückflusses
von Schmierstoff auch im Schmierstoffkanal 22 ein Schmierstoff-Rückschlagventil 32 angeordnet
ist. Der in den Schmierstoffkanal 22 geförderte Schmierstoff
wird einem Schmierstoffreservoir 26 über ein Pumpenelement 33,
das über den
Hubkolben 18 betätigt
wird oder diesen einschließt,
entnommen. Über
eine Schmierstoff-Luft-Gemischleitung 16 wird das in der
Mischkammer 19 gebildete Schmierstoff-Luft-Gemisch an einen
Verteiler 33 und von dort an Sprühdüsen 11, 12 gefördert.
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In 3 ist
eine Teilschnittansicht einer Ausführungsform einer Pneumatikpumpe
zum Einsatz bei der erfindungsgemäßen Einrichtung in einer ersten
Arbeitsposition dargestellt. 4 zeigt
die Pneumatikpumpe nach 3 in einem zweiten Betriebszustand.
Die Pneumatikpumpe 25 umfasst zunächst den verschieblich gelagerten
Hubkolben 18, der ein in das Schmierstoffreservoir 26 eintauchendes
erstes Ende sowie ein hierzu gegenüberliegendes zweites Ende aufweist.
Am ersten Ende des Hubkolbens 18 ist eine Mischscheibe 34 angeordnet,
die bei jedem Hub des Hubkolbens 18 für eine Mischumwälzung im Schmierstoffreservoir 26 sorgt.
Das zweite Ende des Hubkolbens 18 taucht in den zylinderförmigen Raum 29 ein
und weist eine gegen die Wände
des zylinderförmigen
Raums 29 abdichtende Betätigungsscheibe 35 auf.
Der Hubkolben 18 wird durch eine im zylinderförmigen Raum 29 angeordnete
Spiralfeder 36 in eine Ansaugposition vorbelastet, in der
der Hubkolben 18 durch die Spiralfeder 36 weiter
in das Schmierstoffreservoir 26 hinein verschoben ist.
Der Hubkolben 18 ist in einer zylindrischen Bohrung 37 innerhalb
des Grundkörpers 38 der
Pneumatikpumpe 25 verschieblich gelagert.
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Die
zylindrische Bohrung 37 ist über einen gewissen Abschnitt
zu einer Ringkammer 20 erweitert, die über einen Kanal mit einem Rückschlagventil (nicht
gezeigt) mit dem Schmierstoffreservoir 26 in Fluidverbindung
steht. In der in 3 dargestellten Position ist
die Ringkammer 20 mit aus dem Schmierstoffreservoir 26 entnommenen
Schmierstoff befüllt. Bei
der Bewegung des Hubkolben 18 in die in 3 dargestellte
Position wird Schmierstoff in die Ringkammer 20 aus dem
Schmierstoffreservoir 26 angesaugt.
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Der
Hub des Hubkolbens 18 erfolgt, wie bereits erwähnt, über die
im zylinderförmigen
Raum 29 angeordnete Spiralfeder.
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Der
Grundkörper 38 ist über einen
Druckluftanschluss 39 an die Druckluftleitung 14 angeschlossen.
Ein im Grundkörper 38 vorgesehener
Druckluftkanal 40 stellt eine Pneumatikverbindung zwischen dem
Druckluftanschluss 39 und dem zylinderförmigen Raum 29 dar.
Konkret mündet
der Druckluftkanal 40 an einem Auslass 41 in den
zylinderförmigen Raum 29,
der bezogen auf die als Trennwand wirkende Betätigungsscheibe 35 in
dem dem Hubkolben 18 zugewandten Teil des zylinderförmigen Raums 29 angeordnet
ist.
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Wird
die Druckluftleitung 14 nun mit Druckluft beaufschlagt,
so gelangt Druckluft über
den Druckluftanschluss 39 in den Druckluftkanal 40 und über den
Auslass 41 in den zylinderförmigen Raum 29, wo sie
die Betätigungsscheibe 35 beaufschlagt
und den Hubkolben (vgl. 4) in eine zweite Position überführt, nämlich in
den zylinderförmigen
Raum 29 hinein und weiter aus dem Schmierstoffreservoir 26 hinaus.
Durch diese Bewegung wird über
einen am Hubkolben 18 vorgesehenen Kolbenabschnitt 21 der
in der Ringkammer 20 aufgenommene Schmierstoff in einen
Schmierstoffkanal 22 überführt und über ein Rückschlagventil 42 hin
auf eine Mischkammer 19 gefördert, wo eine Vermischung
mit der aus der Druckluftleitung 14 zugeführten Druckluft
stattfindet.
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Dieses
Prinzip ist in der schematischen Darstellung gemäß 5 näher veranschaulicht.
Druckluft aus der Druckluftleitung 14 gelangt an einen
Verzweigungspunkt 28 und wird über einen Strang an den Hubkolben 18 geführt, also
zur Verrichtung mechanischer Arbeit, nämlich der Translationsbewegung
des Hubkolbens 18 über
die Betätigungsscheibe 35 eingesetzt.
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Über einen
zweiten Strang wird ausgehend vom Verzweigungspunkt 28 Druckluft über ein
Rückschlagventil 43 an
eine Mischkammer 19 geführt
und dort mit Schmierstoff zu einem Schmierstoff-Luft-Gemisch vermischt.
Die Mischkammer 19 kann als echte Kammer, Erweiterung einer
Erweiterung, eines Kanals oder auch mehr funktionell als Vereinigungspunkt
der Zuführung
von Schmierstoff und Druckluft verstanden werden.
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Unter
Bezugnahme auf 6 wird nun die Vermischung von
Schmierstoff mit Druckluft in einer Mischkammer 19 bzw.
einem Mischabschnitt anhand einer Schnittansicht durch den Grundkörper 38 einer Pneumatikpumpe 25 noch
näher erläutert. Ausgehend
von einem Druckluftanschluss 39 gelangt die in den Grundkörper 38 einströmende Druckluft
an den Verzweigungspunkt 28 und wird dort über den
ersten Strang in Richtung auf den zylinderförmigen Raum 29 geführt. Über einen
zweiten Strang gelangt die Druckluft in die Mischkammer 19 bzw.
den Mischabschnitt 19 und wird dort mit Schmierstoff vermischt. Das
Schmierstoff-Luft-Gemisch wird an einem Schmierstoff-Luft-Auslass 44 in
eine Schmierstoff-Luft-Gemischleitung ausgegeben.
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Der
bei Beaufschlagung mit Druckluft sich in Richtung auf den zylinderförmigen Raum 29 bewegende
Hubkolben 18 drückt über den
Kolbenabschnitt 21 Schmierstoff aus der Ringkammer 20 in den
Schmierstoffkanal 22 aus. Von dort gelangt er über einen
Kontrollkolben 17 an die Mischkammer 19 bzw. den
Mischabschnitt 19.
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Die
Mischkammer 19 ist hier dadurch definiert, dass sich zwei
Bohrungen orthogonal kreuzen, wobei in der einen Bohrung wie bereits
erwähnt
die Druckluft vom Verzweigungspunkt 28 her zugeführt wird
und in der zweiten Bohrung Schmierstoff vom Schmierstoffkanal 22 an
den Mischabschnitt gelangt. In der erwähnten zweiten Bohrung ist der
Kontrollkolben translatorisch beweglich gelagert. Der Kontrollkolben 17 erfüllt bei
der vorliegenden Ausführungsform
gleichzeitig die Funktion des Rückschlagventils 42.
Konkret ist der Kontrollkolben 17 in einem in die Bohrung 44 eingesetzten
hülsenförmigen Einsatz verschieblich
gelagert, wobei ein Federelement 46 den Kontrollkolben 17 in
unbelastetem Zustand in eine Schließposition drückt. Sobald
im Schmierstoffkanal 22 Druck aufgebaut ist, wird der Kontrollkolben 17 entgegen
der Wirkung des Federelements in Offenstellung verschoben, so dass
Schmierstoff durch den Einsatz hindurch in Richtung auf die Mischkammer 19 strömen kann.
Am distalen Ende des Kontrollkolbens ist eine scheibenförmige Erweiterung 47 angeordnet,
die einerseits den Mischprozess zwischen Druckluft und Schmierstoff
in der Mischkammer 19 bzw. dem Mischabschnitt 19 unterstützt und
andererseits mit einem Sensor 23 zusammenwirkt. Der Sensor 23 ist
in der hier vorliegenden Ausgestaltung als Nährungssensor ausgebildet und
arbeitet beispielsweise nach dem kapazitiven Prinzip. Es ist für den Fachmann
selbstverständlich,
dass auch andere Sensoren eingesetzt werden können, welche in der Lage sind,
die Position des Kontrollkolbens 17 bzw. eines mit dem
Kontrollkolben 17 verbundenen Elements zu erfassen. In
der hier vorliegenden Ausführungsform
ist der als Nährungssensor
ausgebildete Sensor 23 in der Lage, festzustellen, ob der
Kontrollkolben 17 nicht von Schmierstoffdruck beaufschlagt ist
und somit durch das Federelement 46 in einer zum Sensor
entfernt liegenden Position steht oder ob aufgrund der Beaufschlagung
durch Schmierstoffdruck Schmierstoff durch den Einsatz 45 in
auf die Mischkammer 19 bzw. den Mischabschnitt 19 gefördert wird.
Dies bewirkt nämlich
eine Annäherung
des Kontrollkolbens 17 bzw. der daran angeordneten scheibenförmigen Erweiterung 47 hin
auf den Sensor. Der Sensor 23 kann mit einer integralen
oder räumlich beabstandeten
Auswerteinrichtung sowie einer ebenfalls integralen oder räumlich beabstandeten Steuereinrichtung 49 zusammenwirken.
Im hier vorliegenden Fall sind Auswerteinrichtung 48 und
Steuereinrichtung 49 direkt in einem Einschraubelement 50 am
Grundkörper 38 der
Pneumatikpumpe 25 untergebracht. Die Steuereinrichtung 49 kann
nun beispielsweise eine optische Anzeigeeinrichtung 51 ansteuern,
die beispielsweise als LED ausgebildet sein kann, wobei die optische
Anzeigeeinrichtung 51 ebenfalls am Grundkörper 38 oder
räumlich
beabstandet beispielsweise an einer zentralen Steuereinheit vorgesehen
sein kann.
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In
der 7 ist eine Ausführungsform einer Pneumatikpumpe
in einer Schnittansicht sowie in einer Seitenansicht dargestellt.
Die 8 zeigt die in 7 veranschaulichte
Pneumatikpumpe in einer Ansicht von oben sowie einer Ansicht von
unten.
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Die
Pneumatikpumpe 25 nach der hier vorliegenden Ausführungsform
hat ein fest eingestelltes Fördervolumen
von 0,1 bis 1,0 cm3/Hub. Das Schmierstoffreservoir 26 weist
ein Volumen von alternativ 5,8 l, 8 l, 10 l oder 13 l auf. Zur Befüllung sind eine
mit einem Tankdeckel 52 verschlossene Öffnung sowie darüber hinaus
ein zusätzlicher
Befüllstecker 53 vorgesehen.
Der Druckluftanschluss 39 sowie der Auslass 41 sind
beide in einer Schnittebene der Pneumatikpumpe angeordnet, die unter
der in den 7 und 8 dargestellten
durch den Tankdeckel 52 und den Befüllstecker 53 definierten
Ebene vorgesehen ist.
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Der
Füllstand
des Schmierstoffs innerhalb des Schmierstoffreservoirs 26 lässt sich über einen Füllstandsmessstab 54 kontrollieren.
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Die
Pneumatikpumpe 25 lässt
sich beispielsweise mit vier Schrauben M8 und geeigneter Schraubensicherung
an einem Schienenfahrzeug montieren. Der Druckluftanschluss von
hier 8 mm Durchmesser lässt
sich an dem Druckluftauslass von 8 mm Durchmesser des 3/2-Wege-Magnetventils
anschließen.
Der Schmierstoffauslassanschluss mit einen bevorzugten Durchmesser
von 8 mm wird mit dem Eingang (Durchmesser 8 mm) am Verteiler 33 verbunden.
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In 9 ist
das Prinzip eines Verteilers 33 zur Aufteilung des Schmierstoff-Luft-Gemisches auf mehrere
Sprühdüsen veranschaulicht.
Gemäß dem in 9 dargestellten
Prinzip weist der Verteiler einen Eingang 55 sowie zwei
oder mehrere Ausgänge 56, 57 auf.
Innerhalb des Verteilers 33 sind ein oder mehrere Verteilereinsätze aus
porösem
Material angeordnet, die für
eine Aufteilung des Schmierstoffes auf die gewünschte Anzahl von Ausgängen 56, 57 sorgen.
Der Zerteilereinsatz 58 speichert die flüssigen Schmierstoffpartikel,
zerkleinert sie in winzige Tröpfchen
(0,15 mm und kleiner) und gibt sie – vergleichbar einem Nieselregen – an die
vorbeiströmende
Druckluft ab. Dieses Prinzip gewährleistet
gleichmäßige Mischungsverhältnisse
auch bei mehreren Sprühdüsen.
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In 10 ist
eine konkrete Ausführungsform eines
Verteilers in einer Schnittansicht dargestellt. Von dem bereits
erwähnten
Eingang 55 aus gelangt das Schmierstoff-Luftgemisch an mehrere Ausgänge 56, 57,
hier konkret an vier Ausgänge.
Der hier dargestellte Mischverteiler mit vier Ausgängen wird
daher auch als vierstelliger Mischverteiler bezeichnet. Es sind
aber auch abgewandelte Ausführungsformen mit
einer abweichenden Anzahl von Ausgängen möglich. Beim hier konkret dargestellten
Verteiler sind insgesamt drei Zerteilereinsätze 58, 59, 60 vorgesehen,
nämlich
ein Zerteilereinsatz 58 stromauf und zwei Zerteilereinsätze 59, 60 stromab
einer zentralen Verzweigungskammer 61.
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In 11 ist
der Aufbau einer abgewandelten Ausführungsform, nämlich eines
Verteilers mit zwei Ausgängen 56, 57 noch
näher erläutert. Der
hier dargestellte Verteiler kann insoweit auch als zweistelliger
Mischverteiler bezeichnet werden. Der oder die Zerteilereinsätze 58 sind
in einer zylindrischen Hülse 62 gehalten,
die an einem Ende, und zwar an ihrem strömungstechnisch abgewandten
Ende eine mit mehreren, hier konkret vier Ausnehmungen 63,
versehene Abschlussplatte 64 aufweist. Durch die vier Ausnehmungen 63 strömt das im
Zerteilereinsatz 58 vorkonditionierte Schmierstoff-Luftgemisch in Richtung
auf eine Ausgangsbohrung 65 und kann über Ausgangsanschlüsse 66 über Zuführleitungen 67 an die
jeweiligen Sprühdüsen 11, 12 geführt werden.
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Die
Besprühung
eines Radkranzes eines Schienenfahrzeuges mit Schmierstoff-Luftgemisch über zwei
Sprühdüsen 11, 12 ist
anhand von 12 veranschaulicht. Die Sprühdüsen 11, 12 sind
in einer gemeinsamen Halterung 68 angeordnet, wobei die Winkelausrichtung
sowie die Positionierung der Sprühdüsen oberhalb
des Radkranzes einstellbar sind. Die Anordnung ist dabei so getroffen,
dass die Sprühdüsen 11, 12 den
Radkranz sowohl von einer Außenseite
als auch von einer Innenseite besprühen. Dabei kann auch über die
jeweilige Düsengröße und/oder
eine entsprechende Steuerung das Verhältnis der Aufbringung von Schmierstoff
auf Innen- und Außenseite
des Rades eingestellt werden. Die Einstellbarkeit und Positionierung
der Sprühdüsen 11, 12 sowie
die zielgerichtete Aufbringung des Schmierstoffs gewährleisten,
dass auch bei hohen Geschwindigkeiten die Schmierung der Radkränze bzw.
Laufflächen
gewährleistet
bleibt, ohne dabei andere Bauteile wie z. B. Bremsen zu verschmutzen.
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In 13 ist
eine bevorzugte Positionierung einer Sprühdüse 11 bezogen auf
einen Radkranz 24 nochmals detaillierter erläutert. Zu
beachten ist, dass der Sprühkegel
etwa so eingestellt ist, dass er dort auftrifft, wo Rad und Radkranz
ineinander übergehen.
Ein bevorzugter Abstand des Austritts der Sprühdüse kann bei 30 mm +/– 5 mm liegen.
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In 14 ist
eine bevorzugte Ausgestaltung der Pneumatikpumpe 25 nochmals
in perspektivischer Ansicht dargestellt. Die Pneumatikpumpe 25 weist
bevorzugtermaßen
einen Aluminiumbehälter auf,
wobei unterschiedliche Behältergrößen, beispielsweise
mit 5,8, 8 l, 10 l oder 13 l bereitgehalten werden können. Über die
Mischscheibe 34 wird für eine
ständige
Vermischung des Schmierstoffes Sorge getragen. Die Fördermenge
ist einstellbar und liegt bevorzugtermaßen in einem Bereich 0,05 bis
1,0 cm3/Impuls.
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Die
Funktionen der hier beschriebenen Einrichtung zur Aufbringung von
Schmierstoff können von
einem elektronischen Steuergerät
geregelt werden. Dies gestattet eine optimale Anpassung an die jeweiligen
Betriebsbedingungen. Die hier vorgestellte Einrichtung zum Aufbringen
von Schmierstoff kann überall
dort Einsatz finden, wo hohe Flächenpressungen
auftreten, beispielsweise zur Schmierung der Räder bzw. Radkränze von
Schienenfahrzeugen, Zahnrädern
oder Getriebeelementen, beispielsweise auch bei Pitcheinstellungen
von Windkraftanlagen. Die vorgestellte Einrichtung zur Aufbringung
von Schmierstoff ist jedoch universell einsetzbar und keineswegs
auf die vorgenannten Anwendungsfälle
beschränkt.
Bei Anwendung für
Schienenfahrzeuge kann der Schmierstoffauftrag zeit-, weg- oder
kurvenabhängig
gesteuert werden.
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Die
pneumatische Versorgung einer Einrichtung zur Aufbringung von Schmierstoff
nach der vorliegenden Erfindung kann eigenständig ausgebildet sein oder
es kann Druckluft von einer ohnehin vorhandenen Druckluftquelle
bezogen werden. Das vorgestellte System zeichnet sich durch geringen Schmierstoff-
und Luftverbrauch sowie geringen Montageaufwand aus und bewirkt
in der jeweiligen Anwendungsumgebung eine Kostenreduzierung durch
Verschleißminderung.
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- 11,
12
- Sprühdüsen
- 13
- Druckluftquelle
- 14
- Druckluftleitung
- 16
- Schmierstoff-Luft-Gemischleitung
- 17
- Kontrollkolben
- 18
- Hubkolben
- 19
- Mischkammer
- 20
- Ringkammer
- 21
- Kolbenabschnitt
- 22
- Schmierstoffkanal
- 23
- Sensor
- 24
- Radkranz
- 25
- Pneumatikpumpe
- 26
- Schmierstoffreservoir
- 27
- Verteiler
- 28
- Verzweigungspunkt
- 29
- zylinderförmiger Raum
- 30
- Druckluftförderleitung
- 31
- Druckluft-Rückschlagventil
- 32
- Schmierstoff-Rückschlagventil
- 33
- Verteiler
- 34
- Mischscheibe
- 35
- Betätigungsscheibe
- 36
- Spiralfeder
- 37
- zylindrische
Bohrung
- 38
- Grundkörper (Pneumatikpumpe)
- 39
- Druckluftanschluss
- 40
- Druckluftkanal
- 41
- Auslass
- 42
- Rückschlagventil
(Schmierstoffkanal)
- 43
- Rückschlagventil
(Druckluft)
- 44
- Bohrung
(Kontrollkolben)
- 45
- Einsatz
- 46
- Federelement
- 47
- scheibenförmige Erweiterung
- 48
- Auswerteinrichtung
- 49
- Steuereinrichtung
- 50
- Einschraubelement
- 51
- optische
Anzeigeeinrichtung
- 52
- Tankdeckel
- 53
- Befüllstecker
- 54
- Füllstandsmessstab
- 55
- Eingang
(Verteiler)
- 56,
57
- Ausgang
(Verteiler)
- 58,
59, 60
- Zerteilereinsatz
- 61
- Verzweigungskammer
- 62
- zylindrische
Hülse
- 63
- Ausnehmung
(Abschlussplatte)
- 64
- Abschlussplatte
- 65
- Ausgangsbohrung
- 66
- Ausgangsanschlüsse
- 67
- Zuführleitungen
- 68
- Halterung