-
Die
Erfindung betrifft eine Leuchte.
-
Bei
Leuchten der in Rede stehenden Art handelt es sich um Deckenleuchten,
die typischerweise in größeren Räumen von
Gebäuden
wie Eingangshallen von Bürogebäuden, Hotels
oder auch Theater und anderen offiziellen Gebäuden, installiert werden.
-
Bei
derartigen Objekten haben die Leuchten einerseits die Aufgabe, für eine möglichst
flächige Beleuchtung
des jeweiligen Raumes zu sorgen. Weiterhin ist es wesentlich, dass
die Leuchten selbst ein Stilmittel bilden, welches dem jeweiligen
Raum ein repräsentatives
Aussehen verleiht.
-
Bekannte
derartige Leuchten weisen typischerweise an ihren Unterseiten transparente
Abdeckungen aus Glas oder dergleichen auf, so dass die Leuchtmittel
Licht durch die Abdeckungen nach unten in Richtung des Bodens des
jeweiligen Raums abstrahlen. Je nach Strahlcharakteristik der Leuchtmittel
wird dabei eine eher flächige
oder punktuelle Beleuchtung erhalten.
-
Weiterhin
sind Leuchten bekannt, die mehr oder weniger schalenförmige, nicht
transparente Aufnahmen für
die Leuchtmittel aufweisen. Dabei sitzen die Leuchtmittel auf den
Aufnahmen auf und strahlen Licht in Richtung der Decke oder der
Wand des Raums ab und sorgen so für eine indirekte Beleuchtung
des Raums.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte der eingangs
genannten Art bereitzustellen, welche bei hoher Funktionalität auch gehobenen ästhetischen
Ansprüchen
genügt.
-
Zur
Lösung
dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte
Ausführungsformen
und zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
-
Die
erfindungsgemäße Leuchte
umfasst einen Hohlraum umschließenden
ringförmigen
Körper. In
dessen Innenraum sind sich in Umfangsrichtung des Körpers erstreckende
Leuchtmittel gelagert, welche Licht über eine Lichtaustrittsfläche abstrahlen, die
von der inneren Mantelfläche
des Körpers
gebildet ist, welche den Hohlraum begrenzt.
-
Durch
die ringförmige
Ausgestaltung der Leuchte und die über die innere Mantelfläche des Körpers erfolgende
Lichtabstrahlung wird ein leuchtender Innenring geschaffen, der
einerseits, da die direkte Lichtstrahlrichtung innerhalb des Rings
verläuft, ohne
Gefahr eines Blendens auch von Personen direkt unterhalb der Leuchte
betrachtet werden kann und andererseits auch von größerer Entfernung
gut sichtbar ist.
-
Die
Leuchte ist dabei bevorzugt mittels einer Halterung im Deckenbereich
eines Raums so fixiert, dass der Körper und damit auch der leuchtende
Innenring in einer horizontalen Ebene verläuft.
-
Dieser
innenliegende Leuchtring bildet ein ästhetisches Stilmittel, welches
den optischen Gesamteindruck der erfindungsgemäßen Leuchte erheblich steigert.
-
Mit
der erfindungsgemäßen Leuchte
wird zudem überraschenderweise
auch eine gute flächige Beleuchtung
des jeweiligen Raumes erhalten. Da die Lichtaustrittsfläche von
der innenliegenden Mantelfläche
des Körpers
der Leuchte gebildet ist, ist die direkte Abstrahlrichtung von einem
Flächenelement der Auflagefläche immer
auf ein gegenüberliegendes Segment
der Lichtaustrittsfläche
gerichtet. Dadurch verbleibt das in der Hauptstrahlrichtung abgestrahlte Licht
im Bereich des Körpers
der Leuchte. Diese Strahlanordnung ist zunächst für eine Leuchte untypisch oder
sogar widersinnig, da das direkt abgestrahlte Licht auf gegenüberliegende
Segmente der Lichtaustrittsfläche
trifft und nicht in den zu beleuchtenden Raum gelangt.
-
Dieses
Problem wird jedoch durch eine hinreichend breite Abstrahlcharakteristik
des Lichts über die
Lichtaustrittsfläche
gelöst.
Da somit Licht in einem breiten Winkelbereich durch die Lichtaustrittsfläche gestrahlt
wird, ist gewährleistet,
dass eine hinreichende Lichtmenge in den Raum zu dessen Beleuchtung
gelangt. Da die Hauptstrahlrichtung des Lichts im Bereich des Körpers liegt,
gelangt nur Licht außerhalb
dieser Hauptstrahlrichtung in den Raum, wodurch insbesondere der
Raum unterhalb der Leuchte gleichmäßig und flächig beleuchtet wird. Diese gleichmäßige Beleuchtung
wird ohne weitere Zusatzelemente, die das Licht verteilen, erreicht.
-
Die
Lichtverteilung, insbesondere auch das Verhältnis des im Bereich des Körpers geführten Lichts
einerseits und des in den zu beleuchtenden Raum abgestrahlten Lichts
andererseits kann durch die geometrischen Formen der Komponenten
der Leuchten einfach vorgegeben werden.
-
Um
einen hinreichend hohen Anteil des abgestrahlten Lichts für die Raumbeleuchtung
zur Verfügung
zu haben, ist es zweckmäßig, die
Bauform des Körpers
so zu wählen,
dass dessen Bauhöhe
in radialer Richtung signifikant kleiner ist als in axialer Richtung,
und dass die Leuchtmittel möglichst über die
gesamte Innenseite der in axialer Richtung verlaufenden Innenwand
des Körpers,
die der Lichtaustrittsfläche
zugewandt ist, verteilt sind.
-
Eine
derartige Konstruktion der Leuchte lässt sich in einer besonders
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreichen, dass
der Körper
als Ge häuseteil
ein u-förmiges
Profil aufweist, welches die Ober- und Unterseite sowie eine äußere Mantelfläche bildet.
-
Dabei
ist auf dem u-förmigen
Profil eine transparente Abdeckung aufgebracht, welche die Lichtaustrittsfläche bildet.
-
Die
Fixierung der Abdeckung kann besonders einfach durch Verspannen
am u-förmigen Profil erfolgen.
-
Ebenso
kann die Abdeckung an ihrem oberen Rand einen Vorsprung aufweisen,
mit welchem die Abdeckung auf dem u-förmigen Profil aufliegt.
-
Die
Leuchtmittel, die sich vorteilhaft über die gesamte, der Lichtaustrittsfläche zugewandten
Innenseite des u-förmigen
Profils erstrecken, können von
LED-Elementen gebildet
sein.
-
Derartige
LED Elemente, die insbesondere in Form von LED-Pads oder LED-Bänder ausgebildet sind, das
heißt
als flächige
Elemente, ermöglichen eine
einfache und schnelle Bestückung
der gesamten Innenseite des u-förmigen
Profils.
-
Die
Leuchte kann in verschiedenen Geometrien und Größen hergestellt werden, wobei
je nach Ausbildung der Leuchte das u-förmige Profil und die Abdeckung
ein- oder mehrstückig
ausgebildet sein können.
-
Die
Leuchte kann generell einen ovalen oder mehreckigen Querschnitt
aufweisen, wobei dieser bevorzugt eine Drehsymmetrie gegenüber Drehungen
um diskrete Drehwinkel bezüglich
der in axialer Richtung aufweist.
-
Besonders
vorteilhaft ist der Körper
der Leuchte kreisringförmig
ausgebildet, wodurch eine besonders gleichförmige Strahlcharakteristik
erhalten wird.
-
In
einer vorteilhaften Ausgestaltung sind im Bereich des vom Körper umschlossenen
Hohlraums Strahler angeordnet. Die Strahler sind an mit dem Körper verbundenen
Verbindungselementen gelagert.
-
Damit
kann die flächige
Beleuchtung, die mit der Leuchte erzielt wird, mit punktförmigen oder
gerichteten Beleuchtungen mittels der Strahler kombiniert werden.
-
Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
-
1:
Draufsicht auf die Oberseite eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Leuchte.
-
2:
Querschnitt durch die Leuchte gemäß 1.
-
3:
Vergrößerte Darstellung
eines Ausschnitts von 2.
-
4:
Draufsicht auf die Unterseite eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Leuchte.
-
5:
Querschnitt durch die Leuchte gemäß 4.
-
Die 1 bis 3 zeigen
ein erstes Ausführungsbeispiel
einer als Deckenleuchte ausgebildeten Leuchte 1, die bevorzugt
in größeren Räumen, wie
Eingangshallen von Bürogebäuden, Banken
oder dergleichen, angebracht wird. Typischerweise sind in derartigen
Räumen
Mehrfachanordnungen derartiger Leuchten 1 vorgesehen.
-
Die
Leuchte 1 weist im vorliegenden Fall einen kreisringförmigen Körper auf
und ist damit rotationssymmetrisch zu der in vertikaler Richtung
verlaufenden Symmetrieachse S, die in 2 dargestellt ist,
ausgebildet. Die Leuchte 1 wird mittels einer Halterung,
die im vorliegenden Fall von drei an der Oberseite der Leuchte 1 fixierten
Drahtseilen 2 gebildet ist, an der Decke des Raumes befestigt,
so dass die Leuchte 1 in einer horizontalen Ebene liegt.
-
Anstelle
einer Kreisringform kann die Leuchte 1 auch eine ovale,
mehreckige oder andere drehsymmetrische Form aufweisen.
-
Der
Körper
der Leuchte 1 weist ein lichtundurchlässiges Gehäuseteil auf, das im vorliegenden Beispiel
von einem u-förmigem
Profil 3 gebildet ist. Das u-förmige
Profil 3 besteht bevorzugt aus einem metallischen Werkstoff,
bevorzugt aus Aluminium. Je nach Größe der Leuchte 1 ist
das u-förmige
Profil 3 ein- oder mehrstückig ausgebildet.
-
Das
u-förmige
Profil 3 weist in Umfangsrichtung der Leuchte 1 einen
konstanten Querschnitt auf. Die Außenseite der Rückwand 3a des
u-förmigen Profils 3 bildet
die äußere Mantelfläche des
Körpers der
Leuchte 1. Die Rückwand 3a bildet
ein kreiszylindrisches Flächenelement 4a,
welches axialsymmetrisch zur Symmetrieachse S der Leuchte 1 ist.
Die beiden Schenkel 3b, 3c des u-förmigen Profils 3 stehen
vom oberen beziehungsweise unteren Rand der Rückwand 3a des u-förmigen Profils 3 in
Richtung des Zentrums hervor. Die beiden Schenkel 3b, 3c bilden
identisch ausgebildete, in horizontalen Ebenen verlaufende Kreisringflächen. Die
Höhe der
Rückwand 3a des
u-förmigen
Profils 3 ist erheblich kleiner als die Ausdehnungen der
Schenkel 3b, 3c in radialer Richtung, so dass
ein flaches, zum Zentrum der Leuchte 1 offenes u-förmiges Profil 3 erhalten
wird.
-
Die
Rückwand 3a des
u-förmigen
Profils 3 bildet eine geschlossene, lichtundurchlässige Außenwand
des Körpers
der Leuchte 1, die Schenkel 3b, 3c des
u-förmigen Profils 3 bilden
eine lichtundurchlässige,
geschlossene Ober- beziehungsweise Unterseite des Körpers der
Leuchte 1.
-
Auf
dem u-förmigen
Profil 3 ist eine transparente Abdeckung 4 aufgebracht,
die im vorliegenden Beispiel aus Acrylglas besteht.
-
Die
Abdeckung 4 weist ein kreiszylindrisches Flächenelement 4a auf,
das die Öffnung
des u-förmigen
Profils 3 abschließt.
An der Unterseite des Flächenelements 4a mündet ein
in radialer Richtung der Leuchte 1 verlaufender Vorsprung 4b aus,
der unterhalb des unteren Schenkels 3b des u-förmigen Profils 3 verläuft.
-
Der
Querschnitt der so ausgebildeten Abdeckung 4 ist über dessen
gesamten Umfang konstant. Die Wandstärke der Abdeckung 4 ist
dabei sowohl im Bereich des Flächenelements 4a als
auch im Bereich des Vorsprungs 4b konstant.
-
Das
Flächenelement 4a der
Abdeckung 4 sitzt auf den freien Enden der Schenkel 3b, 3c des u-förmigen Profils 3 auf
und schließt
die Öffnung
des u-förmigen Profils 3 vollständig ab.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird die Abdeckung 4 am u-förmigen Profil 3 verspannt.
Alternativ kann der Vorsprung 4b der Abdeckung 4 auch
an deren oberen Rand angeordnet sein, so dass zur Fixierung der
Abdeckung 4 dieser Vorsprung 4b auf die Oberseite
des u-förmigen
Profils 3 aufgelegt wird.
-
An
der Innenseite der Rückwand 3a des u-förmigen Profils 3 sind,
wie aus 2 ersichtlich, Leuchtmittel 5 angebracht.
Diese Leuchtmittel 5 sind, wie in der Detaildarstellung
von 3 erkennbar, von LED-Elementen 5a gebildet,
welche Lichtstrahlen L emittieren. Die LED-Elemente 5a sind
im vorliegenden Fall als LED-Bänder
ausgebildet, die sich über die
gesamte Höhe
und entlang des gesamten Umfangs der Rückwand 3a erstrecken,
so dass die gesamte Fläche
der Rückwand 3a mit
LED-Elementen 5a ausgefüllt
ist. Die LED-Bänder
sind durch mechanische Verbindungen wie Rastaufnahmen oder durch Klebemittel
am u-förmigen
Profil 3 fixiert. Anstelle von LED-Bändern können auch LED-Pads eingesetzt werden.
Generell können
als Leuchtmittel 5 anstelle von LED-Elementen 5a auch
Neon-Hochspannungsröhren
oder Kompakt-Leuchtstofflampen
eingesetzt werden.
-
3 zeigt
schematisch die mit den Leuchtmitteln 5 erhaltene Abstrahlcharakteristik.
Die von den Leuchtmitteln 5 emittierten Lichtstrahlen L
verlaufen in Richtung der Abdeckung 4 und durchsetzen das
Flächenelement 4a der
Abdeckung 4, welches somit die Lichtaustrittsfläche für das emittierte
Licht bildet. Die Hauptabstrahlrichtung des von den Leuchtmitteln 5 emittierten
Lichts erfolgt in Richtung des Normalenvektors 6 der Lichtaustrittsfläche, das heißt dieses
Licht wird in Richtung des gegenüberliegenden
Flächensegments 4a der
Abdeckung 4 abgestrahlt. Dadurch wird ein bereits von großen Distanzen
gut sichtbarer Leuchtring in der Innenseite des Körpers der
Leuchte 1 generiert.
-
Durch
die breite Lichtabstrahlung der LED-Elemente 5a und das
flach bauende u-förmige Profil 3 der
Leuchte 1 wird zudem in dem sich über wenigstens 180° erstreckenden
Raumbereich 7 Licht abgestrahlt. Diese Abstrahlung erfolgt
gleichförmig von
räumlichen
LED-Elementen 5a entlang des gesamten Umfangs der Leuchte 1,
so dass von der Leuchte 1 gleichmäßig Licht nach oben und unten abgestrahlt
wird, wodurch eine gleichmäßige, flächige Raumbeleuchtung
erhalten wird.
-
In
der Detaildarstellung von 3 ist weiterhin
eine Aufnahme in Form eines Bolzens 8 dargestellt, an welchem
eines der Drahtseile der Halterung befestigt ist.
-
Die 4 und 5 zeigen
eine Weiterbildung der Leuchte 1 gemäß den 1 bis 3.
Die Leuchte 1 gemäß den 4 und 5 entspricht
dabei exakt der Ausführungsform
gemäß den 1 bis 3.
Als Zusatzelemente sind bei der Leuchte 1 gemäß den 4 und 5 drei
identisch ausgebildete Strahler 9 vorgesehen. Die Strahler 9 sind
jeweils an einer Schwenkhalterung 10 gelagert, die wiederum
an der Unterseite einer kreisscheibenförmigen, konzentrisch zur Symmetrieachse
der Leuchte 1 liegenden Platte 11 befestigt sind.
Die Platte 11 ist durch drei in radialer Richtung verlaufende
Streben 12 an dem Körper
der Leuchte 1 befestigt. Mit den Strahlern 9 wird
eine gerichtete Zusatzbeleuchtung bereitgestellt, die die flächige Beleuchtung
mit den Leuchtmitteln 5 der Leuchte 1 ergänzt.
-
Das
Ausführungsbeispiel
gemäß den 4 und 5 kann
auch dahingehend abgewandelt sein, dass die Strahler 9 Einbaustrahler
bilden. In diesem Fall sitzen die Strahler 9 oben auf der
Platte 11 auf. In der Platte 11 sind dann Durchbrüche vorgesehen,
durch welche die Strahler 9 Licht nach unten aussenden.
-
- 1
- Leuchte
- 2
- Drahtseil
- 3
- u-förmiges Profil
- 3a
- Rückwand
- 3b
- Schenkel
- 3c
- Schenkel
- 4
- Abdeckung
- 4a
- Flächenelement
- 4b
- Vorsprung
- 5
- Leuchtmittel
- 5a
- LED-Element
- 6
- Normalenvektor
- 7
- Raumbereich
- 8
- Bolzen
- 9
- Strahler
- 10
- Schwenkhalterung
- 11
- Platte
- 12
- Strebe
- L
- Lichtstrahlen