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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herausdrücken
einer flüssigen und/oder gelartigen und/oder pastösen
Substanz aus einer verformbaren Tube, umfassend ein Ausdrückelement
mit zwei entgegengesetzten Ausdrückschenkeln zum Greifen
der auszudrückenden Tube und Herausdrücken der
Substanz aus der Tube, sowie ein Gehäuse zur Aufnahme des
Ausdrückelements.
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Derartige
Ausdrückvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt.
Mit Hilfe dieser Vorrichtungen ist eine kontrollierte Abgabe von
Substanzen aus verformbaren Tuben, das heißt Metall oder Kunststofftuben,
die zusammengedrückt werden können, damit die
Substanz aus einer Abgabemündung möglich.
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So
wird in
DE 691 18
524 T2 eine derartige Vorrichtung beschrieben, die ein
Ausdrückelement, bestehend aus einem Paar in einem Drehgelenk
miteinander verbundenen Ausdrückschenkeln zur Aufnahme
des Tubenkörpers, sowie ein Gehäuse, welches dieses
Ausdrückelement enthält, umfasst.
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DE 699 05 163 beschreibt
eine Vorrichtung mit einem Ausdrückelement, dessen Ausdrückschenkel
an einem Ende an einem Träger angebracht und durch diesen
verbunden sind. Ferner weist die genannte Vorrichtung ein Gehäuse
auf, welches sowohl eine Öffnung an einem Basisende als auch
an einem oberen Ende aufweist.
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Bei
den aus dem Stand der Technik bekannten Ausdrückvorrichtungen
sind die Ausdrückschenkel an einem unteren Ende gelenkig
miteinander oder mit einem Träger verbunden. Beim Einsetzen
einer auszudrückenden Tube in das Ausdrückelement muss
die auszudrückende Tube von oben, das heißt aus
Richtung der nicht miteinander verbundenen Enden der Ausdrückschenkel
in das Ausdrückelement eingeführt werden.
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Die
Ausdrückvorrichtungen aus dem Stand der Technik weisen
beispielsweise den Nachteil auf, dass die Dicke der auszudrückenden
Tuben limitiert ist. Ferner ist das Integrieren der Tuben und das
Zusammensetzen der einzelnen Bestandteile bei den Ausdrückvorrichtungen
aus dem Stand der Technik oft nicht ganz einfach.
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Ferner
wird bei den Ausdrückvorrichtungen aus dem Stand der Technik
beim Ausdrücken ein relativ hoher Kraftaufwand benötigt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine alternative
Ausdrückvorrichtung zur Verfügung zu stellen,
welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet.
Ein Ziel ist es, ein einfaches Einsetzen einer auszudrückenden
Tube in die Ausdrückvorrichtung zu ermöglichen.
Ein weiteres Ziel ist es zum Beispiel, den Kraftaufwand beim Ausdrücken
zu reduzieren.
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Die
genannten Aufgaben werden gelöst durch eine Vorrichtung zum
Herausdrücken einer flüssigen und/oder pastösen
und/oder gelartigen Substanz aus einer verformbaren Tube, umfassend ein
Ausdrückelement mit zwei entgegengesetzten Ausdrückschenkeln
zum Greifen der auszudrückenden Tube und Herausdrücken
der Substanz aus der Tube sowie ein Gehäuse zur Aufnahme
des Ausdrückelements, wobei die Ausdrückschenkel
des Ausdrückelements an einem unteren, der Öffnung
der auszudrückenden Tube entgegengesetzten Ende frei sind.
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Frei
bedeutet insbesondere, dass die Ausdrückschenkel nicht
unlösbar (beispielsweise über ein Gelenk) miteinander
oder mit einem Träger verbunden sind.
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Die
Tatsache, dass die Ausdrückschenkel des Ausdrückelements
an einem unteren, der Öffnung der auszudrückenden
Tube entgegengesetzten Ende nicht miteinander verbunden sind, bringt
beispielsweise den Vorteil, dass eine auszudrückende Tube
in einfacher Art und Weise in das Ausdrückelement integriert
werden kann, indem diese vom unteren Ende der Ausdrückschenkel
her mit der Tubenöffnung voran in das Ausdrückelement
eingeschoben werden kann. Dies ist beispielsweise mit den Vorrichtungen
aus dem Stand der Technik nicht möglich, da bei diesen
die Ausdrückschenkel an einem Ende entweder direkt oder über
einen Träger miteinander verbunden sind. Dadurch ist dieser
Bereich der Ausdrückschenkel geschlossen.
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Durch
die Anordnung der Ausdrückschenkel mit freien unteren Schenkelenden
ist es ferner möglich, die Ausdrückvorrichtung
in einfacher Art und Weise an die verschiedensten Tubengrößen
anzupassen.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung kann zur Abgabe jeder
Sub stanz mit dem Verhalten eines Fluid, Gels oder einer pastösen
Substanz verwendet werden. Insbesondere ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung für den Gebrauch bei der Abgabe von Klebstoffen
geeignet. Es ist nicht ganz einfach, klebrige Substanzen oder Klebstoff
allein durch eine Manipulation einer verformbaren Tube, die sie
bzw. ihn enthält, abzugeben, da es praktisch unmöglich
ist, eine kontrollierte Menge der Substanz genau auf den gewünschten
Punkt aufzubringen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung werden die Ausdrückschenkel des Ausdrückelements
im zusammengesetzten Zustand zumindest im Bereich des unteren Endes
durch Einrichtungen des Gehäuses in Position gehalten.
Dieses In-Position-Halten der Ausdrückschenkel durch das
Gehäuse ersetzt eine direkte gelenkige Verbindung der beiden
Ausdrückschenkel, wie es aus dem Stand der Technik bekannt
ist. Das Halten der Ausdrückschenkel durch das Gehäuse
kann beispielsweise durch Schnapp-, Rast- oder Klemmverbindungen
erfolgen. Durch diese in der Regel lösbaren Verbindungen
kann auch erreicht werden, dass das gesamte Ausdrückelement
im Gehäuse gehalten wird.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind die Ausdrückschenkel zumindest in einer
Ruhestellung in Form eines V angeordnet, wobei die Ausdrückschenkel
an der Spitze des V (unteres Ende) nicht, insbesondere nicht unlösbar,
miteinander verbunden sind. Es ist jedoch durchaus möglich,
dass sich die Schenkel an der Spitze des V berühren, was
jedoch nicht bedeuten soll, dass die Schenkel miteinander verbunden sind.
Vorzugsweise wird die Spitze des V durch die oben genannten Einrichtungen
des Gehäuses zusammen gehalten. Dieser Punkt an dem die
Schenkel an der Spitze des V durch das Gehäuse zusammengehalten
werden, fungiert in der Regel als Gelenk beim Zusammendrücken
der Schenkel.
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Mit
Vorteil weisen die Ausdrückschenkel, insbesondere im Bereich
des unteren Endes, Einrichtungen auf, die mit Einrichtungen des
Gehäuses zusammenwirken, um die Ausdrückschenkel,
insbesondere im Bereich des unteren Endes in Position zu halten.
In der Regel sind die Einrichtungen der Ausdrückschenkel
Rippen und/oder Nasen und/oder Nuten.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung weist das Ausdrückelement Betätigungseinrichtungen,
insbesondere Flügel auf, die mit den Ausdrückschenkeln,
vorzugsweise in einem oberen Bereich, z. B. über Stege,
insbesondere Film-Hinges, verbunden, vorzugsweise gelenkig verbunden
sind. Diese Betätigungseinrichtungen fungieren vorzugsweise
als Hebel, wobei eine Kraft, die auf die Betätigungseinrichtungen
ausgeübt wird, potenziert und über die Ausdrückschenkel
auf die auszudrückende Tube übertragen wird. Bei
Druck auf die Betätigungseinrichtungen sorgen bei einer bevorzugten
Ausführungsform Stege dafür, dass die Ausdrückschenkel
aufeinander zu und gleichzeitig nach oben (in Richtung der Tubenöffnung)
bewegt werden, um sich unter die Tubenschulter zur vollständigen
Entleerung der Tube zu schieben. Diese Anordnung potenziert die
auf die Betätigungseinrichtungen ausgeübte Kraft
deutlich.
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In
der Regel weist das Ausdrückelement in einem oberen Bereich
eine Halteeinrichtung mit einer Öffnung zum Aufnehmen und
Halten der auszudrückenden Tube auf. Diese Halteeinrichtung
ist in der Regel ebenfalls gelenkig mit den oben genannten Betätigungseinrichtungen
verbunden. Eine derartige gelenkige Verbin dung wird vorzugsweise über
dünne, flexible Verbindungsstreifen, welche die Halteeinrichtung
mit den Betätigungseinrichtungen verbinden, erreicht.
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Das
Gehäuse kann einstückig ausgebildet sein. Insbesondere
aufgrund einer einfacheren Herstellbarkeit ist es jedoch bevorzugt,
dass das Gehäuse zweistückig ausgebildet ist.
Insgesamt ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
vorzugsweise dreistückig ausgebildet, wobei das Ausdrückelement
vorzugsweise einstückig und das Gehäuse vorzugsweise zweistückig
ausgebildet ist.
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Die
erfindungsgemäß Vorrichtung ist in der Regel aus
Kunststoff gefertigt. Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung im Spritzgussverfahren hergestellt. Dies ermöglicht
eine einfache und kostengünstige Herstellung.
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Bei
einer bestimmten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind in das Ausdrückelement Gehäuseelemente
integriert. Diese Ausführungsform wird weiter unten (Figurenbeschreibung)
näher erläutert.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung
mit den Zeichnungen und den Unteransprüchen. Hierbei können
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder in
Kombination miteinander verwirklicht sein.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Ausführungsform im auseinander gezogenen Zustand;
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1A eine
Seitenansicht des ersten Gehäuseteils der Ausführungsform
von 1;
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1B eine
Draufsicht auf das Gehäuseteil von 1a;
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2 eine
perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Ausdrückvorrichtung
im auseinandergebauten Zustand;
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2A eine
Draufsicht auf das Ausdrückelement von 2;
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2B eine
Seitenansicht eines Gehäuseteils der Ausführungsform
von 2;
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3 eine
perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Ausdrückvorrichtung
im auseinander gebauten Zustand;
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3A eine
Draufsicht auf das Ausdrückelement der Ausführungsform
von 3;
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4 eine
perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Ausdrückvorrichtung;
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1 stellt
eine auseinandergezogene Ansicht einer erfindungsgemäßen
Ausdrückvorrichtung 1 dar, wie sie zur Verwendung
zusammengebaut sein würde. Vorrichtung 1 umfasst
ein Ausdrückelement 2 sowie ein Gehäuse 3,
wobei sich das Gehäuse 3 aus einem ersten Gehäuseteil 4 und
einem zweiten Gehäuseteil 5 zusammensetzt. Das
Ausdrückelement 2 weist zwei entgegengesetzte
Ausdrückschenkel 6a, 6b zum Greifen einer
auszudrückenden Tube und Herausdrücken der Substanz
aus der Tube auf. In der vorliegenden Darstellung ist noch keine
Tube in das Ausdrückelement 2 integriert worden.
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Ausdrückelement 2 weist
ferner entgegen gesetzt angeordneten Ausdrückflügel 7a, 7b auf, welche über
Stege 8a, 8b gelenkig mit den Ausdrückschenkeln 6a bzw. 6b verbunden
sind. Durch diese spezielle Anordnung der Ausdrückflügel 7a, 7b,
die über die Stege 8a, 8b, die wiederum
als Scharniere wirken, mit den Ausdrückschenkeln 6a bzw. 6b verbunden
sind, wird eine Hebelwirkung erreicht, durch die eine Kraft, die
auf die Ausdrückflügel ausgeübt wird,
potenziert und auf die auszudrückende Tube übertragen
wird. Bei Druck auf die Ausdrückflügel 7a, 7b sorgen
die Stege 8a, 8b dafür, dass die Ausdrückschenkel 6a, 6b aufeinander
zu und gleichzeitig nach oben bewegt werden (in Richtung Tubenöffnung),
um sich unter die Tubenschulter zur vollständigen Entleerung
der Tube zu schieben.
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Das
Ausdrückelement 2 umfasst ferner einen Haltebereich 9.
Der Haltebereich 9 ist gelenkig mit den Ausdrückflügeln 7a, 7b verbunden.
Ferner weist der Haltebereich 9 eine Öffnung 11 auf,
durch welche sich im vorliegenden Fall eine Düse 10 erstreckt.
Diese Düse 10 weist ein, hier nicht abgebildetes,
Gewinde zur Aufnahme einer Austragöffnung einer Tube auf.
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Wie
bereits oben dargelegt, besteht das Gehäuse 3 aus
einem ersten Gehäuseteil 4 und einem zweiten Gehäuseteil 5.
Beide Gehäuseteile weisen miteinander im Eingriff stehende
Gebilde auf, um die beiden Gehäuseteile 4 und 5 zusammenzuhalten.
Im vorliegenden Fall weist das Gehäuseteil 5 Rippen
zur Aufnahme in entsprechende Nuten im Gehäuseteil 4 auf.
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Das
Gehäuseteil 4 weist Rippen 13 auf. Diese
Rippen 13 halten die V-förmig angeordneten Ausdrückschenkel 6a und 6b im
zusammengesetzten Zustand zusammen. Durch dieses Festklemmen der Ausdrückschenkel 6a und 6b durch
die Rippen 13 wird erreicht, dass die Ausdrückschenkel 6a, 6b in V-förmiger
Stellung gehalten werden. Der Bereich der Spitze des V, an dem die
beiden Ausdrückschenkel zusammen gehalten werden, fungiert
als Gelenk. An der Spitze des V können sich die Schenkel 6a, 6b berühren,
was jedoch nicht sein muss.
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Beim
Zusammensetzen der Vorrichtung 1 wird folgendermaßen
vorgegangen. Zuerst wird eine auszudrückende Tube mit der Öffnung
voran von unten, das heißt von der Spitze des V, zwischen
die Ausdrückschenkel 6a und 6b geschoben,
die vorher etwas auseinandergedrückt werden. Die Tube wird sodann
mit der Öffnung voran durch die Öffnung 11 im
Haltebereich 9 bis zum Anschlag eingeführt und mit
der Düse 10 verschraubt. Nun wird das Ausdrückelement
mit der darin integrierten Tube in das erste Gehäuseteil 4 geschoben,
bis die Ausdrückschenkel 6a und 6b mit
den Rippen 13 verrasten und festgeklemmt werden. Schließlich
wird das zweite Gehäuseteil 5 derart über
das erste Gehäuseteil 4 geschoben, dass die Rippen 12 im
Gehäuseteil 5 mit den Nuten im Gehäuseteil 4 in
Eingriff stehen.
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Durch
Drücken auf die Ausdrückflügel 7a, 7b werden
die Ausdrückschenkel 6a und 6b in Richtung aufeinander
zu bewegt, wobei der Tubeninhalt durch die Öffnung der
Tube und die Düse 10 herausgedrückt wird.
Durch die spezielle Geometrie der Vorrichtung 1, insbesondere
die Anordnung der Schenkel 6a, 6b sowie die Anordnung
der Ausdrückflügel 7a, 7b mit
den Stegen 8a, 8b wird eine Vorwärtsbewegung
der auszudrückenden Flüssigkeit in Richtung auf
die Tubenöffnung hin erreicht. Ein Wandern der auszudrückenden
Substanz in Richtung des geschlossenen Endes der Tube wird weitgehend
verhindert.
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1A zeigt
eine Seitenansicht des Gehäuseteils 4 von 1.
Hier sind gut die Rippen 13 zu erkennen, welche die Ausdrückschenkel
des Ausdrückelements zusammenklemmen.
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1B zeigt
eine Draufsicht auf das Gehäuseteil 4 aus 1.
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2 zeigt
eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Ausdrückvorrichtung 20. Die Ausdrückvorrichtung 20 umfasst
ein Ausdrückelement 21 sowie ein Gehäuse 22,
welches wiederum ein erstes Gehäuseteil 23 sowie
ein zweites Gehäuseteil 24 umfasst. Das Ausdrückelement 21 weist zwei
entgegen gesetzt angeordnete Ausdrückschenkel 25a, 25b auf.
Ferner weist das Ausdrückelement 21 Ausdrückflügel 26a, 26b auf,
die über als Film-Hinges ausgebildete Stege 27a, 27b mit
den Ausdrückschenkeln 25a bzw. 25b gelenkig
verbunden sind. Die Ausdrückflügel 26a, 26b sind
ihrerseits über dünne flexible Verbindungsstreifen
gelenkig mit dem Haltebereich 28 des Ausdrückelements 21 verbunden.
In der vorliegenden Abbildung ist bereits eine auszudrückende
Tube 29 im Ausdrückelement 21 integriert.
Hierbei wird die Tube 29 von den Ausdrückschenkeln 25a und 25b seitlich
gehalten. Im oberen Bereich der Tube wird diese durch den Haltebereich 28 gehalten.
In diesem Bereich erstreckt sich die Tubenöffnung durch
eine Öffnung 30 im Haltebereich 28.
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Auch
in diesem Ausführungsbeispiel sind die Ausdrückschenkel 25a, 25b V-förmig
angeordnet, wobei die Ausdrückschenkel 25a und 25b an
der Spitze des V nicht miteinander verbunden sind.
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Dadurch
lassen sich die Ausdrückschenkel 25a, 25b in
diesem Bereich auseinander drücken, das heißt
voneinander weg bewegen, um die auszudrückende Tube 29 zwischen
den Schenkeln 25a und 25b aufnehmen zu können.
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Im
unteren Bereich der Ausdrückschenkel 25a, 25b,
das heißt an der Spitze des V, sind Rippen 31 vorgesehen.
Die Rippen 31 sind derart angeordnet, dass sie mit Rippen 32 im
Gehäuse 22 zusammenwirken, indem die Rippen 32 des
Gehäuses 22, die übereinander angeordnet
sind, die Ausdrückschenkel 25a, 25b im
Bereich der Rippen 31 zwischen sich einklemmen und in Position
halten. Dadurch wird erreicht, dass sich das V der Schenkel 25a, 25b nur
nach oben hin öffnen bzw. schließen lässt.
An der Spitze des V entsteht durch das Zusammenklemmen durch die
Rippen 32 im Gehäuse ein Gelenk.
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Auch
in dieser Ausführungsform sind die Auspressflügel 26a, 26b im
oberen Bereich der auszudrückenden Tube 29 angeordnet.
Dies ist der Bereich, an den die Tube am stärksten ausgebildet
ist, so dass an dieser Stelle die meiste Kraft aufgewendet werden
muss. Durch die Anordnung der Flügel 26a, 26b in
Verbindung mit den als Scharnieren wirkenden Stegen 27a, 27b wird
wiederum eine Hebelwirkung erreicht, welche eine aufgebrachte Kraft
potenziert und auf die Schenkel 25a, 25b überträgt.
Bei Druck auf die Ausdrückflügel 26a, 26b sorgen
die Stege 27a, 27b dafür, dass die Ausdrückschenkel 25a, 25b aufeinander
zu und gleichzeitig nach oben bewegt werden (in Richtung Tubenöffnung),
um sich unter die Tubenschulter zur vollständigen Entleerung der
Tube zu schieben.
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Die
beiden Gehäuseteile 23 und 24 nehmen das
Ausdrückelement 21 im zusammengebauten Zustand
auf. Die beiden Gehäuseteile 23 und 24 können
in einfacher Art und Weise durch zusammensteckbare Stifte 33,
welche einstückig mit den jeweiligen Gehäuseteilen
verbunden sind, zusammengesteckt werden.
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2a zeigt
das Ausdrückelement 21 von 2 (Seitenansicht),
wobei hier noch keine Tube integriert ist.
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2b zeigt
eine Seitenansicht des Gehäuseteils 23 aus 2.
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3 zeigt
eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Ausdrückvorrichtung 40 mit einem Ausdrückelement 41 und
einem Gehäuse 42. Das Gehäuse 42 besteht
aus einem ersten Gehäuseteil 43 und einem zweiten
Gehäuseteil 44. Das Ausdrückelement 41 umfasst
zwei V-förmig angeordnete Ausdrückschenkel 45a und 45b.
Das Ausdrückelement 41 weist wiederum zwei Ausdrückflügel 46a, 46b auf.
Die Ausdrückflügel 46a, 46b sind
einstückig über einen gebogenen Verbindungsabschnitt 47 miteinander
verbunden. Im Verbindungsabschnitt 47 ist eine Öffnung 48 zum
Durchführen einer auszudrückenden Tube vorgesehen.
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Die
Gehäuseteile 43 und 44 weisen übereinander
angeordnete Rippen 49 auf, welche dem Zusammenklemmen der
Ausrückschenkel 45a, 45b im unteren Bereich
(Spitze des V) dienen. Im vorliegenden Fall weisen die Ausdrückschenkel 45a, 45b an ihrem
unteren Ende gebogene Elemente 50a, 50b, die einstückig
mit diesen verbunden sind, auf. Die gebogenen Elemente 50a, 50b werden
beim Zusammensetzen der Vorrichtung 40 zwischen die Rippen 49 geklemmt,
wodurch wiederum die Ausdrückschenkel 45a, 45b im
unteren Bereich in Position gehalten werden.
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Die
Gehäuseteile 43 und 44 weisen Stifte 51 und
Rippen 52 auf zum Einführen in Kanäle 53 bzw. Nuten 54 im
Ausdrückelement 41. Durch die genannten Elemente
ist ein einfaches Zusammenstecken der Teile möglich. Die
Gehäuseteile 43 und 44 sind identisch
ausgebildet, was die Herstellung der gesamten Vorrichtung vereinfacht.
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3A zeigt
eine Seitenansicht des Ausdrückelements 41 aus 3.
In dieser Darstellung sind die V-förmig angeordneten Ausdrückschenkel 45a und 45b gut
zu erkennen. Auch bei dieser Ausführungsform sind die Schenkel 45a und 45b im
unteren Bereich, das heißt an der Spitze des V, nicht miteinander
verbunden. In diesem Bereich gehen die Schenkel dieser Ausführungsform
jedoch in gebogene Abschnitte 50a, 50b über.
Diese gebogenen Abschnitte 50a und 50b gehen im
weiteren Verlauf ihrerseits in nach oben ziehende, Gehäuse
bildende Abschnitte 55a und 55b über.
Diese Gehäuse bildenden Elemente 55a und 55b sind
größtenteils mit Verstärkungen 56a, 56b beaufschlagt.
Lediglich in einem oberen Bereich der Gehäuse bildenden
Elemente 55a, 55b, welche leicht versetzt in Richtung
auf die Ausdrückschenkel 45a, 45b hin
angeordnet sind, sind keine Verstärkungen angeordnet. In
diesem Bereich sind die Ausdrückflügel 46a, 46b darüber
liegend angeordnet. Durch die versetzte Anordnung der oberen Bereiche
der Gehäuse bildenden Elemente 55a, 55b wird
verhindert, dass die Flügel 46a, 46b beim
Zusammendrücken zu früh mit den Gehäuse bildenden
Elementen zusammenstoßen. Die Ausdrückflügel 46a und 46b sind
auch bei dieser Ausführungsform über Verbindungsstege 57 mit
den Ausdrückschenkeln 45a, 45b verbunden,
wobei die Verbindungsstege 57 als Scharniere fungieren.
Die Ausdrückflügel 46a und 46b sind – wie
bereits oben erwähnt – über einen Verbindungsabschnitt 47 miteinander
verbunden. Das gesamte Element (Flügel 46a, 46b und
Verbindungsabschnitt 47) ist einstückig ausgebildet,
wobei die Flügel 46a und 46b elastisch
ausgebildet sind, um beim Ausdrücken einer Tube aufeinander
zu bewegt werden zu können. Hierbei werden die Ausdrückschenkel 45a und 45b ebenfalls aufeinander
zu bewegt, was wiederum ein Drücken bzw. Ausdrücken
einer integrierten Tube zur Folge hat. Auch hier ist durch die Geometrie
der Anordnung ein Transport einer auszudrückenden Substanz
in Richtung der Öffnung der Tube gewährleistet.
Bei Druck auf die Ausdrückflügel 46a, 46b sorgen
die Stege 57, 57 dafür, dass die Ausdrückschenkel 45a, 45b aufeinander
zu und gleichzeitig nach oben bewegt werden (in Richtung Tubenöffnung),
um sich unter die Tubenschulter zur vollständigen Entleerung der
Tube zu schieben.
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Beim
Zusammensetzen der Vorrichtung 40 werden – wie
bereits oben dargelegt – die gebogenen Bereiche 50a und 50b der
Ausdrückschenkel 45a und 45b zwischen
die Rippen 49 des Gehäuses 42 geklemmt,
wodurch die gebogenen Bereiche 50a und 50b zusammen
gedrückt werden. Hierbei schließt sich, eine im
auseinander gebauten Zustand bestehende Lücke 58,
indem die gebogenen Bereiche 50a und 50b derart
zusammengedrückt werden, dass sie im Bereich der besagten
Lücke 58 aneinander stoßen.
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In
der vorliegenden Ausführungsform sind also im Ausdrückelement 41 Gehäuseteile 55a, 55b, 56a, 56b integriert.
Sie bilden mit den Gehäuseteilen 43 und 44 das
Gesamtgehäuse.
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4 zeigt
eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Ausdrückvorrichtung 60 mit einem Ausdrückelement 61 sowie
einem Gehäuse 62. Bei dieser Ausführungsform
ist das Gehäuse 62 einstückig ausgebildet.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist bereits eine auszudrü ckende
Tube 63 in der Vorrichtung 60 integriert. Die
Ausdrückschenkel 64a, 64b des Ausdrückelements 61 sind
ebenfalls V-förmig angeordnet und weisen an ihrem unteren
Ende jeweils Rippen 65a, 65b auf. Im Gehäuse 62,
das in dieser Darstellung mit abgenommener Seitenwand dargestellt
ist, sind zwei, jeweils profilierte Platten 66 (in der vorliegenden
Abbildung ist nur eine der beiden Platten zu erkennen) integriert.
Im vorderen Bereich 66a sind die Profilplatten 66 V-förmig
ausgeschnitten, wobei im hinteren Bereich zwei Schultern 67 ausgebildet
sind. Im Anschluss an diese Schultern 67 schließt sich
noch ein einseitig geschlossener Schlitz 68 an. Die Schultern 67 dienen
zum Einrasten der Rippen 65a, 65b der Ausdrückschenkel 64a und 64b.
Der Schlitz 68 dient zum Aufnehmen der Endwulst 69 der auszudrückenden
Tube 63. Ansonsten entspricht die Anordnung der Ausdrückflügel
und die dahinter stehende Mechanik im Wesentlichen der Ausführungsform,
welche in 2 gezeigt ist.
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Allen
beschriebenen Ausführungsformen ist gemein, dass die Ausdrückschenkel
der Ausdrückelemente V-förmig angeordnet sind
und an der Spitze des V nicht miteinander verbunden sind. In diesem Bereich
werden die Ausdrückschenkel vielmehr durch Einrichtungen
im Gehäuse der Vorrichtungen zusammengehalten, wodurch
verhindert wird, dass die Ausdrückschenkel in diesem Bereich
auseinander driften. Es entsteht in diesem Bereich ein Gelenk.
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Ein
Vorteil aller Ausführungsformen besteht unter anderem darin,
dass die Ausdrückschenkel nach dem Entfernen des Ausdrückelements
aus dem Gehäuse im unteren Bereich voneinander weg bewegt
werden können, wodurch eine auszudrückende Tube
zwischen den Schenkeln positioniert werden kann.
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Die
in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Ausdrückvorrichtungen
sind aus thermoplastischem Kunststoff gefertigt. Es versteht sich
jedoch, dass auch andere Materialien (z. B. Metall etc.) verwendet
werden können.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 69118524
T2 [0003]
- - DE 69905163 [0004]