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Die
Erfindung betrifft eine Duscheinrichtung mit einer den Wasserfluß vorgebenden
Mischwasserarmatur gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
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Bekannte
Duscheinrichtungen neuerer Ausführung weisen im Bereich
der Mischwasserarmatur unterschiedliche Konstruktionen mit Begrenzungsventilen
o. dgl. Zusatzbauteilen auf, mit denen nach einem Einbau der Duscheinrichtung
eine Drosselung des Wasserflusses so möglich ist, daß der
Wasserverbrauch gesenkt werden kann. In
DE 195 08 631 C1 ist ein
durchflußbegrenzendes Ventil zum Einbau zwischen einen
Brauseschlauch und eine Handbrause vorgesehen, wobei dieses Ventil
nach Art eines Absperrventils auch bei bestehenden Duscheinrichtungen,
Brauseanlagen o. dgl. nachgerüstet werden kann. Dabei ist
das Ventil so ausgelegt, daß ein von der Mischwasserarmatur
kommender Wasserfluß mit einer zum normalen Duschen geeigneten
Literleistung strömen kann. Mittels einer zusätzlich
in das Ventil integrierten Betätigungseinrichtung ist eine Umstellung
nur derart möglich, daß eine vergleichsweise größere
Durchlaßöffnung freigegeben wird und so eine größere
Wassermenge pro Zeiteinheit das Ventil zur Handbrause hin durchströmen
kann. In jedem Falle fließt jedoch beim Duschen permanent auch
dann Wasser, wenn der Nutzer durch Hilfsbewegungen wie Seifenbenutzung
o. dgl. keinen Wasserbedarf hat, so daß damit weiterhin
nachteilige Wasserverluste verbunden sind.
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Bei
einem Brauseschlauch mit Ventil gemäß
DE 102 08 190 A1 wird
das vorbeschriebene Problem ebenfalls durch das den Durchfluß steuernde Ventil
gelöst, wobei dieses vorteilhaft im Bereich der Handbrause
angeordnet und einfach bedienbar ist. In
DE 199 40 909 A1 ist eine
automatische Unterbrechung des Wasserflusses beim Duschen mit einem Auflagebehälter
kombiniert, wobei die ablegbare Handbrause so zu positionieren ist,
daß diese mittels eines be- bzw. entlastbaren Elementes
auf ein Absperrventil einwirkt und der Durchfluß geöffnet
wird bzw. verschlossen ist.
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Eine
weitere technische Entwicklungsrichtung zum Wassersparen wird durch
Konstruktionen gezeigt, bei denen ein Selbstschluß-Zeitventil
für Duschanlagen, Waschtischarmaturen o. dgl. vorgesehen
ist (
DE 37 44 396 C2 ,
DE 41 05 166 C2 ).
Dabei sind unterschiedliche Regelmechanismen vorgesehen, wobei jeweilige
federbelastete oder hydraulisch betätigte Elemente eine
Abschaltung bewirken können. Ebenfalls bekannt ist es,
den Wasserverbrauch beim Duschen dadurch zu regeln, daß das
Ventilelement durch programmierbare elektronische Baugruppen gesteuert
wird (
DE 10 2004
052 793 A1 ).
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Die
Erfindung befaßt sich mit dem Problem, eine vorhandene
Duscheinrichtung mit einer den Wasserfluß vorgebenden Mischwasserarmatur
so zu gestalten, daß derartige Einrichtungen mit bereits
installierten Leitungen im Bereich des Brauseschlau ches mit einfachen
Mitteln und weitgehend ohne Hilfe von Fachpersonal auf eine wassersparende
Ausführung umrüstbar sind.
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Die
Erfindung löst diese Aufgabe mit einer Duscheinrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Hinsichtlich weiterer Ausführungen
wird auf die Ansprüche 2 bis 9 verwiesen.
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Bei
der an sich bekannten Duscheinrichtung als installierte Baugruppe
in einem Badezimmer, einer öffentlichen Dusche o. dgl.
wird in erfindungsgemäßer Ausführung
zwischen die zur Temperatureinstellung vorgesehene Mischwasserarmatur
und das insbesondere als Brauseschlauch ausgebildete Ausleitteil
ein Brausestopp-Element installiert. Damit weist die Duscheinrichtung
eine zeitlich begrenzbare Mischwasserzufuhr auf.
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Dieses
Brausestopp-Element ist als ein nachrüstbares Zwischenglied
ausgeführt, so daß am jeweiligen ½''-Ausgang
der Mischwasserarmatur eine einfache Installation möglich
ist, derart, daß eine Nachrüstung im wesentlichen
ohne Fachpersonal durchgeführt werden kann. Nach der Installation
des Nachrüstteils kann die Duscheinrichtung in an sich bekannter
Bedienweise benutzt werden und die an einer vergleichsweise einfach
aufgebauten Mischwasserarmatur eingestellte Durchflußmenge
kann durch einen kurzen Bediendruck auf das Brausestopp-Element
kurzzeitig so unterbrochen werden, daß beim Duschen ein
Wasserspareffekt erzielbar ist.
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Das
Konzept dieser nachgerüsteten Duscheinrichtung geht davon
aus, daß als Brausestopp-Element eine an sich am Markt
verfügbare Baugruppe in Form eines Selbstschlußventiles
o. dgl. Steuerteile eingesetzt werden kann und damit an Stelle der
Vielzahl von im Stand der Technik bekannten Reduktions-Ventilen
ein effizienter Durchfluß-Unterbrecher nach Art eines Druckspülers
bereitgestellt wird. Die Einbaulage dieses Brausestopp-Elementes ist
dabei entsprechend der Duscheinrichtung an die jeweilige Aufputz-
und/oder Unterputz-Ausführung der Mischwasserarmatur anpaßbar.
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Weitere
Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Duscheinrichtung mit Brausestopp-Element
näher veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigen:
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1 eine
Vorderansicht auf eine an einer Badezimmerwand o. dgl. vorgesehene
Duscheinrichtung mit zusätzlichem Brausestopp-Element,
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2 eine
Ausschnittsdarstellung der Duscheinrichtung im Bereich der als Unterputz-Ausführung
vorgesehenen Mischwasserarmatur mit dem Brausestopp-Element gemäß 1,
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3 eine
zweite Einbaulage des Brausestopp-Elementes unmittelbar an der Mischwasserarmatur
in Aufputz-Ausführung,
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4 eine
Explosivdarstellung des Brausestopp-Elementes mit einem Aufnahmekörper
und einer in dieses einsetzbaren Druckspülereinheit in Standard-Ausführung,
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5 eine
Schnittdarstellung des Brausestopp-Elementes mit eingesetztem Durchfluß-Unterbrecher
gemäß 2,
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6 eine
Schnittdarstellung des Brausestopp-Elementes ähnlich 3,
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7 bis 9 jeweilige
Ansichten des Aufnahmekörpers des Brausestopp-Elementes
in Einzeldarstellungen, und
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10 eine
Einzeldarstellung eines in den Aufnahmekörper einsetzbaren
Selbstschlußventils.
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In 1 ist
eine insgesamt mit D bezeichnete Duscheinrichtung dargestellt, wobei
diese in an sich bekannter Ausführung eine den Wasserfluß vorgebende
Mischwasserarmatur 1 aufweist. Derartige Armaturen 1 sind
auslaßseitig (hier nicht dargestellt) mit einem eine Handbrause 2 aufweisenden
Brauseschlauch 3 versehen.
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Ausgehend
von diesen als bereits eingebaute Systeme in Wohnhäusern
vorliegenden Duscheinrichtungen D ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß in diese Baugruppen jeweils zwischen Mischwasserarmatur 1 und
Brauseschlauch 3 ein Brause stopp-Element 4 integriert
wird. Dieses Brausestopp-Element 4 ist in Form eines Nachrüstteiles
vorgesehen, das vom Nutzer in die vorhandene Duscheinrichtung D
installierbar ist und zur Unterbrechung des an der Mischwasserarmatur 1 eingestellten
Wasserflusses mit geringem Aufwand zu aktivieren ist. Bei jeder
Benutzung der Einrichtung D kann durch das Brausestopp-Element 4 ein
Wasserspareffekt erzielt werden, da eine einfache Bedienbewegung
den Wasserzufluß unterbricht.
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In 2 zeigt
eine Seitenansicht die Installation des Brausestopp-Elementes 4 bei
einer Unterputz-Ausführung der Mischwasserarmatur 1,
wobei im Abstand A zu dieser an deren ½''-Auslaßrohr 5 ein einfacher
Anschluß durch die an sich bekannte Schraubverbindung S
erfolgt und dabei das Brausestopp-Element 4 zusätzlich
wandungsseitig bei 6 abstützbar ist. Durch einen
Pfeil F ist die bevorzugte Bedienrichtung des Brausestopp-Elementes 4 verdeutlicht,
das in der Einbaulage vom Nutzer besonders einfach erreichbar ist
(1).
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Das
Brausestopp-Element 4 kann dabei in konstruktiv unterschiedlichen
Ausführungen in Form eines ”Druckspülers” o.
dgl. am Markt verfügbaren Baugruppen ausgeführt
werden, so daß insgesamt eine preiswerte Konstruktion des
Nachrüstteiles erreicht wird. Dabei ist das System D im
Bereich der Schraubverbindung S so aufgebaut, daß das Brausestopp-Element 4 auch
ohne Hilfe von Fachpersonal einfach installierbar ist.
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In 3 ist
eine zweite Ausführung des Brausestopp-Elementes 4 dargestellt,
wobei dieses bei einer als Aufputz-Ausführung installierten
Mischwasserarmatur 1' unmit telbar an deren ½''-Ausgang 5' angebaut
ist und damit das Brausestopp-Element 4 nach Art eines
Zwischengliedes direkt an den Brauseschlauch 3 angeschlossen
wird. Die Bedienung des Betätigungsknopfes K erfolgt ähnlich
der in 2 dargestellten Ausführung.
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Die
vergrößerte Explosivdarstellung gemäß 4 verdeutlicht
den zweiteiligen Aufbau des Brausestopp-Elementes 4, wobei
dieses einen im wesentlichen zylinderförmigen Aufnahmekörper 8 und
ein in diesen einsetzbares Selbstschlußventil 7 mit
Betätigungsknopf K aufweist. Das als serienmäßiges
Kaufteil am Markt verfügbare Selbstschlußventil 7 (10)
ist in Einbaulage im Bereich eines Gewindes 9 mit dem Aufnahmekörper 8 verbunden,
so daß entsprechende Einlaßspalte 10 und
Auslaßöffnungen 11 des Ventils 7 in
einer Druckkammer 12 bzw. einer Ausleitkammer 13 des
Aufnahmekörpers 8, 8', 8'' positioniert
sind (5 und 6).
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In 7 bis 9 ist
der erfindungsgemäße Aufnahmekörper 8 in
einteiliger Ausführung als Bauteil des Brausestopp-Elementes 4 in
jeweiligen Einzeldarstellungen veranschaulicht, wobei 7 den inneren
Aufbau mit der in Strömungsrichtung W vorderen Druckkammer 12 und
der nachgeordneten Ausleitkammer 13 mit der Ausleitöffnung 14 verdeutlicht.
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In
den Darstellungen gemäß 5 und 6 sind
weitere denkbare Ausführungsformen des Aufnahmekörpers 8' bzw. 8'' dargestellt,
wobei diese jeweils als mehrteilige Formkörper ausgeführt
sind. Entsprechend der jeweiligen Strömungsrichtung W (mit
dem entsprechenden Wasseranschluß) und der Einbaulage des
Elementes 4 ge langt das Brausewasser in Druckkammern 12' in
den Nahbereich des eingeschraubten Selbstschlußventils 7 und
wird unter dessen Wirkung in die Ausleitkammer 13' weitergegeben.
Dieser Wasserfluß kann durch entsprechende Stopp-Stellung
(Pfeil F) unterbrochen bzw. fortgesetzt werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19508631
C1 [0002]
- - DE 10208190 A1 [0003]
- - DE 19940909 A1 [0003]
- - DE 3744396 C2 [0004]
- - DE 4105166 C2 [0004]
- - DE 102004052793 A1 [0004]