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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft einen Kosmetikbehälter, insbesondere einen bequem
tragbaren und praktischen Kosmetikbehälter.
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Stand der Technik
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Frauen,
die für
längere
Zeit geschminkt bleiben möchten,
haben ihre Kosmetikartikel stets dabei, die üblicherweise in einem Kosmetiketui
aufbewahrt werden, das in eine Tasche oder einen Rucksack eingelegt
wird. Zum Schminken muss lediglich das Kosmetiketui herausgenommen
werden, aus dem die benötigen
Kosmetikartikel herausgenommen werden sollen.
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Zu
den grundlegenden Kosmetikartikeln zum Schminken oder Nachschminken
gehören
Augenbrauenstifte, Eyeliner, Lidschatten, Augencreme, Wangenpuder
und Make-Up (Shading
powder). Die oben aufgelisteten Kosmetikartikel sind meistens einzelne
Artikel und benötigen
zum Schminken Hilfsmittel wie Spiegel, abgewinkelte Pinsel, Lidschattenpinsel,
Wangenpinsel oder Lippenpinsel. Es ist bekannt, dass es viel Zeit
kosten kann, bis der Benutzer zwischen den Kosmetikartikeln und
Hilfsmitteln den gewünschten
Kosmetikartikel oder Hilfsmittel im Kosmetiketui findet, wobei der
Benutzer in große
Hektik geraten und dadurch Kosmetikartikel fallen lassen kann, die
weggeschmissen werden müssen,
was den Benutzer finanziell belastet.
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Aufgabe der Erfindung
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kosmetikbehälter zu
schaffen, der bequem zu tragen und benutzerfreundlich ist.
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Technische Lösung
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch einen Kosmetikbehälter
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Der
erfindungsgemäße Kosmetikbehälter umfasst
folgendes:
einen Grundkörper,
in dem ein Aufnahmeraum ausgebildet ist und bei dem seitlich eine Öffnung ausgebildet
ist, wobei in der oberen Hälfte
der vorderen Seite des Grundkörpers
ein Spiegel angeordnet ist;
einen gleitbaren Deckel, der an
der vorderen Seite des Grundkörpers
gleitbar angeordnet ist;
ein Koppelelement, das im Grundkörper angeordnet ist,
Kosmetikartikel aufnimmt und in den Aufnahmeraum des Grundkörpers bzw.
aus demselben ein- bzw. austreten kann; und
eine gekoppelte
Schaltervorrichtung, die im Aufnahmeraum des Grundkörpers montiert
ist und mit dem gleitbaren Deckel und dem Koppelelement verbunden
ist, so dass, wenn der gleitbare Deckel zur Seite des Grundkörpers verschoben
worden ist, das Koppelelement dadurch aus dem Grundkörper hinaus verschoben
wird.
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Wenn
der Benutzer sich schminken oder nachschminken will, braucht er
lediglich den gleitbaren Deckel nach unten so zu verschieben, dass
der Spiegel aufgedeckt wird. Sofern der gleitbare Deckel in eine
angemessene Entfernung verschoben worden ist, wird die gekoppelte
Schaltervorrichtung ausgelöst,
so dass das Koppelelement aus dem Grundkörper hinaus verschoben wird,
damit der Benutzer einen Überblick über die
im Koppelelement aufgenommenen Kosmetikartikel haben und sie bequem benutzen
kann. Der erfindungsgemäße Kosmetikbehälter ist
insofern vorteilhaft, als die für
Schminken erforderlichen Kosmetikartikel im Kosmetikbehälter ordentlich
und bei gutem Überblick
aufbewahrbar sind, so dass der Benutzer beim Schminken nicht in große Hektik
geraten muss.
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Kurze Beschreibung der Zeichnung
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters im
zusammengesetzten Zustand gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters im
geöffneten
Zustand gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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3 zeigt
eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters im
aufgeschlossenen Zustand gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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4 zeigt
eine Teilschnittansicht eines erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters im
geschlossenen Zustand gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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5 zeigt
eine Teilschnittansicht eines erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters im
aufgeschlossenen Zustand gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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6 zeigt
eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters im
aufgeschlossenen Zustand gemäß einem
weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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Wege der Ausführung der Erfindung
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Im
Folgenden werden Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung anhand der detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen
und der beigefüg ten
Zeichnungen näher
erläutert werden.
Jedoch soll die Erfindung nicht auf die Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen
beschränkt
werden.
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1 bis 3 zeigen
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kosmetikbehälters, der
einen Grundkörper 10,
einen gleitbaren Deckel 20, ein Koppelelement 40 und
eine gekoppelte Schaltervorrichtung 30 umfasst.
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Im
Grundkörper 10 ist
ein Aufnahmeraum 11 angeordnet, und an einer Seite des
Grundkörpers 10 ist
eine Öffnung 12 ausgebildet.
In der oberen Hälfte der
vorderen Seite des Grundkörpers 10 ist
ein Spiegel 13 zum Zeigen des Gesichts des Benutzers vorgesehen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung verläuft
in der Mitte der vorderen Seite des Grundkörpers 10 eine längliche
Gleitschiene 14, wobei an der vorderen Seite des Grundkörpers 10 weiterhin
zusätzlich
zwei Hilfsgleitschienen 15 vorgesehen sind, die jeweils
nahe den beiden länglichen Seiten
des Grundkörpers 10 anliegen.
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Der
gleitbare Deckel 20 ist an der vorderen Seite des Grundkörpers 10 gleitbar
angeordnet; an einer Seite des gleitbaren Deckels 20 ist
eine längliche
Gleitrille 21 vorgesehen, die mit der länglichen Gleitschiene 14 korrespondiert;
ferner sind am gleitbaren Deckel 20 zwei Hilfsgleitrillen 22 jeweils
den beiden Hilfsgleitschienen 15 des Grundkörpers 10 angeordnet,
so dass der gleitbare Deckel 20 stabiler am Grundkörper 10 auf-
und abwärts
gleiten kann.
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Das
Koppelelement 40 ist im Aufnahmeraum 11 des Grundkörpers 10 angeordnet
und kann in den Aufnahmeraum 11 des Grundkörpers 10 bzw.
aus demselben ein- bzw.
austreten; an der vorderen Seite des Koppelelements 40 ist
eine Mehrzahl von Aufnahmefächern 41 angeordnet,
in denen Kosmetikartikel unterschiedlicher Farben bzw. Sorten wie
z. B. Puder, Lidschatten oder Wangenpuder oder Pinsel, aufgenommen
werden können.
Nachdem das Koppelelement 40 aus dem Grundkörper 10 herausgesprungen
ist, kann der Benutzer schnell einen Überblick über die Kosmetikartikel gewinnen
und sich bequem schminken bzw. nachschminken. Wie weiterhin aus 6 ersichtlich
ist, sind von der Oberseite des Koppelelements 40 mehrere
Einsetzlöcher 42 vertieft
ausgebildet, in denen zum Schminken benötigte stiftenförmige Kosmetikartikel
wie Wimperntuschen, Concealer, Augenbrauenstifte, Lippenstifte, Lidschattenstifte
oder Pinsel einsetzbar sind.
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Die
gekoppelte Schaltervorrichtung 30 ist im Aufnahmeraum 11 des
Grundkörpers 10 montiert und
mit dem gleitbaren Deckel 20 und dem Koppelelement 40 verbunden,
so dass, wenn der gleitbare Deckel 20 zur Seite des Grundkörpers 10 verschoben
worden ist, das Koppelelement 40 dadurch aus dem Grundkörper 10 hinaus
verschoben wird. Die gekoppelte Schaltervorrichtung 30 umfasst
eine Auslöseanordnung 31,
die aus einem Rasthaken 33 und einer Schalterfeder 34 besteht,
wobei der Rasthaken 33 etwas aus der vorderen Seite des
Grundkörpers 10 hervorragt,
und die Schalterfeder 34 an den beiden Enden jeweils mit
dem Grundkörper 10 und
dem Rasthaken 33 verbunden ist. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist der Rasthaken 33 in der unteren Hälfte mit einem oberen Hakenteil 35 versehen. Nachdem
der gleitbare Deckel 20 nach unten in eine angemessene
Entfernung geglitten ist, wird er gegen die Oberseite des Rasthakens 33 drücken und
dadurch den Rasthaken 33 zum Verschieben nach unten bringen
und die Schalterfeder 34 zusammendrücken; wenn sich der gleitbare
Deckel 20 nach oben verschiebt und den Rasthaken 33 freilässt, wird
die Schalterfeder 34 den Rasthaken 33 nach oben
stützen,
bis dass der Rasthaken 33 zur ursprünglichen Position zurückkehrt.
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Die
angetriebene Anordnung 32 weist ein Gleitelement 36 und
eine Gleitfeder 37 auf, wobei am Gleitelement 36 eine
Rastnase 38 angeordnet ist, die mit dem oberen Hakenteil 35 des
Rasthakens 33 in Eingriff steht. Das Gleitelement 36 kann
aus der Öffnung 12 des
Grundkörpers 10 hinausgleiten.
Die Gleitfeder 37 ist jeweils mit dem Gleitelement 36 und dem
Grundkörper 10 verbunden.
Unter dem Eingriff der Rastnase 38 und des oberen Hakenteils 35 befindet
sich das Gleitelement 36 im Aufnahmeraum 11 des
Grundkörpers 10 und
drückt
die Gleitfeder 37 zusammen (siehe 4); wenn
sich das obere Hakenteil 35 nach unten verschiebt und von
der Rastnase 38 löst,
wird die Gleitfeder 37 eine Rückstellkraft auf das Gleitelement 36 ausüben und
gleichzeitig das Gleitelement 36 derart nach außen verschieben, dass
das Gleitelement 36 außerhalb
des Grundkörpers 10 erscheint
(siehe 5). Hierbei befindet sich das Koppelelement 40 am
Gleitelement 36 und kann sich deswegen mit dem Gleitelement 36 gemeinsam verschieben.
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Ferner
kann am Grundkörper 10 des
Kosmetikbehälters
zusätzlich
ein abnehmbarer Anspitzer-Träger 50 angeordnet
werden (siehe 6). Da die üblichen Anspitzer-Träger ein
kleines Volumen haben und sich daher im Kosmetiketui schwierig finden
kann und leicht verloren gehen, ist die Anordnung des Anspitzer-Trägers 50 im
Kosmetikbehälter eine
optimale Lösung
des oben genannten Problems beim herkömmlichen Aufbewahren von Anspitzer-Trägern.
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Wie
aus 4, 5 ersichtlich, ist an der Bodenseite
des Gleitelements 36 zusätzlich eine zahnförmige Schienenrille 39 vorgesehen.
Der Kosmetikbehälter
weist ferner ein stoßdämpfendes Zahnrad 60 auf,
das sich im Aufnahmeraum 11 befindet und mit der zahnförmigen Schienenrille 39 in
Eingriff steht. Die Anordnung der zahnförmigen Schienenrille 39 und
des stoßdämpfenden
Zahnrades 60 gewährleistet
einen reibungslosen Ein- bzw. Austritt des Gleitelements 36 und
des Koppelelements 40 in den bzw. aus dem Aufnahmeraum 11.
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Zum
Schminken oder Nachschminken braucht der Benutzer bloß den gleitbaren
Deckel 20 nach unten so zu verschieben, dass der Spiegel
aufgedeckt wird. Sofern der gleitbare Deckel 20 in eine angemessene
Entfernung verschoben worden ist, wird er sich an der Oberseite
des Rasthakens 33 abstützen
und zugleich den Rasthaken 33 nach unten so drücken, dass
der Rasthaken 33 sich vom oberen Hakenteil 35 löst, wobei
die zusammengedrückte Gleitfeder 37 das
Gleitelement 36 und das Koppelelement 40 gemeinsam
so herausschiebt, dass das Koppelelement 40 aus der Öffnung 12 des
Grundkörpers 10 herausspringt.
Auf diese Weise kann der Benutzer die im Koppelelement 40 aufbewahrten
Kosmetikartikel bequem benutzen. Zum Zusammenfalten des Kosmetikbehälters wird
das Koppelelement 40 in den Aufnahmeraum 11 des
Grundkörpers 10 so eingeschoben,
dass die Rastnase 38 wieder mit dem oberen Hakenteil 35 des
Rasthakens 33 in Eingriff kommt. Schließlich muss lediglich der gleitbare
Deckel 20 nach oben geschoben werden, bis dass er richtig
den Grundkörper
zugedeckt hat.
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Die
vorstehende Beschreibung lässt
sich wie folgt zusammenfassen: im erfindungsgemäßen Kosmetikbehälter sind
die für
Schminken erforderlichen Kosmetikartikel, Pinsel und ein Spiegel
ordentlich und bei gutem Überblick
aufbewahrbar, so dass der Benutzer beim Schminken bzw. Nachschminken nicht
nach dem gewünschten
Kosmetikartikel oder Pinsel lange suchen muss und so in große Hektik
gerät.
Zum Schminken muss der Benutzer lediglich den gleitbaren Deckel 20 nach
unten schieben, so dass der Spiegel aufgedeckt wird und das Koppelelement 40 herausspringt.
Die Anordnung des stoßdämpfenden
Zahnrades 60 und der zahnförmigen Schienenrille 39 gewährleistet
einen reibungslosen Ein- bzw. Austritt des Gleitelements 36 und
des Koppelelements 40 in den bzw. aus dem Aufnahmeraum 11. Zum
Zusammenfalten des Kosmetikbehälters
muss das Koppelelement 40 in den Aufnahmeraum 11 des Grundkörpers 10 lediglich
so eingeschoben werden, dass die Rastnase 38 wieder mit
dem oberen Hakenteil 35 in Eingriff kommt. Ein derartiger
Kosmetikbehälter
ist für
den Benutzer leicht tragbar und sehr praktisch.
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- 10
- Grundkörper
- 11
- Aufnahmeraum
- 12
- Öffnung
- 13
- Spiegel
- 14
- längliche
Gleitschiene
- 15
- Hilfsgleitschiene
- 20
- gleitbarer
Deckel
- 21
- längliche
Gleitrille
- 22
- Hilfsgleitrille
- 30
- gekoppelte
Schaltervorrichtung
- 31
- Auslöseanordnung
- 32
- angetriebene
Anordnung
- 33
- Rasthaken
- 34
- Schalterfeder
- 35
- oberes
Hakenteil
- 36
- Gleitelement
- 37
- Gleitfeder
- 38
- Rastnase
- 39
- zahnförmige Schienenrille
- 40
- Koppelelement
- 41
- Aufnahmefach
- 42
- Einsetzloch
- 50
- Anspitzer-Träger
- 60
- stoßdämpfendes
Zahnrad