DE202008005796U1 - Vorrichtung zur Betätigung mehrerer Gaswechselventile - Google Patents
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Abstract
Hubkolbenbrennkraftmaschine
mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine Kurbelwelle drehbar
gelagert ist, die mittels zumindest eines Pleuels zumindest einen
Kolben führt, wobei der Kolben in einem von einem Zylinderkopf
(1) abgedeckten Zylinder angeordnet ist und im Zylinderkopf (1)
mehrere Gaswechselventile (2, 3) geführt sind und zumindest
zwei Gaswechselventile (2, 3) paarweise mittels einer Brücke
(17) mit Kipphebeln (23) in Wirkverbindung stehen, die von einer
mit der Kurbelwelle drehbaren Nockenwelle betätigbar sind,
wobei die Brücke (17) einerseits über Stützflächen
(20, 21) nur mit den Ventilschäften (4, 5) zusammenwirkt
und andererseits nur mit dem Kipphebel (23), vorzugsweise unter
Zwischenschaltung eines Wälzkörpers oder eines
Kugelfußes (22), in Wirkverbindung steht, und wobei die
Stützflächen (20, 21) so weit innerhalb der Brücke
(17) angeordnet sind, dass die Brücke (17) seitliche Ausnehmungen
(15, 16) aufweist, die den Außenwänden der Ventilschäfte
(4, 5) benachbart sind, dadurch gekennzeichnet, dass in die Brücke
(17) verschiebbare Platten (14a, 14b) eingesetzt sind,...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Hubkolbenbrennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, die mittels zumindest eines Pleuels zumindest einen Kolben führt, wobei der Kolben in einem von einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder angeordnet ist und im Zylinderkopf mehrere Gaswechselventile geführt sind und zumindest zwei Gaswechselventile paarweise mittels einer Brücke mit Kipphebeln in Wirkverbindung stehen, die von einer mit der Kurbelwelle drehbaren Nockenwelle betätigbar sind, wobei die Brücke einerseits über Stützflächen nur mit den Ventilschäften zusammenwirkt und andererseits nur mit dem Kipphebel, vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Wälzkörpers oder eines Kugelfußes, in Wirkverbindung steht, und wobei die Stützflächen so weit innerhalb der Brücke angeordnet sind, dass die Brücke seitliche Führungsflächen aufweist, die den Außenwänden der Ventilschäfte benachbart sind.
- Eine derartige gattungsbildende Hubkolbenbrennkraftmaschine ist aus der
DE 10 2006 019 254 A1 bekannt. Bei dieser Ausgestaltung wirken die Brücken über Stützflächen mit Stirnflächen der Ventilschäfte zusammen, die in die Brücken hineinragen. Dabei ist die gattungsbildende Hubkolbenbrennkraftmaschine insbesondere dahingehend verbessert, dass die Berührungsflächen zwischen der Brücke und den Gaswechselventilen so ausgebildet sind, dass sie dauerhaltbarer als bei vergleichbaren Hubkolbenbrennkraftmaschinen sind. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsbildende Hubkolbenbrennkraftmaschine dahingehend zu verbessern, dass die Flächenpressung in den zusammenwirkenden Bereichen der Stirnflächen der Ventile und den Stützflächen der Brücke weiter reduziert ist und dementsprechend die Dauerhaltbarkeit verbessert ist.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in die Brücke verschiebbare Platten eingesetzt sind, die zwischen Stirnflächen der Ventilschäfte und den Stützflächen angeordnet sind, dass die Stirnflächen und den Stirnflächen zugewandte Plattenstirnflächen eben ausgebildet sind und dass die Stützflächen und den Stützflächen zugewandte Plattenstützflachen miteinander zusammenwirkend zylinderförmig, insbesondere zylindermantelsegmentförmig ausgebildet sind. Durch die Zwischenführung der Platten kann die Flächenpressung an den beteiligten Flächen deutlich herabgesetzt werden. Die zylinderförmigen Flächen gleichen die auftretenden Schwingbewegungen der Brücke im Bezug zu den Ventilschäften aus, während die ebenen Flächen die leichte Gleitbewegung zwischen der Brücke und den Ventilschäften ausgleichen.
- In Weiterbildung der Erfindung ist die Paarung der Stützflächen und Plattenstützflächen konkav zu konvex oder konvex zu konkav. Dabei wird die entsprechende Paarung insbesondere hinsichtlich fertigungstechnischen Möglichkeiten ausgesucht werden.
- In weiterer Ausgestaltung weisen die Platten seitliche Führungsstege auf, die in entsprechende Führungsausnehmungen der Brücke eingreifen. Dadurch ist sichergestellt, dass Platten im Bezug zu der Brücke geführt sind und die gekrümmten Flächen der beiden Bauteile immer zueinander richtig ausgerichtet sind.
- Dabei sind in Weiterbildung der Erfindung die Führungsausnehmungen in Längsrichtung der Brücke angeordnet und die freien Enden der Führungsausnehmungen sind verschlossen, insbesondere verstemmt oder verschweißt. Die Platten sind entlang der Führungsausnehmungen verschiebbar. Diese Vorrichtung ist relativ einfach zu fertigen, bietet aber gegenüber bekannten Lösungen eine wesentliche bessere Dauerhaltbarkeit auf, da die Flächenpressung zwischen den zusammenwirkenden Teilen deutlich reduziert ist.
- Insbesondere, wenn die Hubkolbenbrennkraftmaschine als Fahrzeugmotor benutzt wird, soll ein Auslassventil zur Motorbremswirkung zeitweise offen gelassen werden, wobei dann eine deutliche Schrägstellung der Brücke erfolgt. Zum Ausgleich einer solchen Schrägstellung ist die Verschiebbarkeit der Platten ausgelegt.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung zu entnehmen, in der ein in den Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben ist. Es zeigen:
-
1 einen Querschnitt durch einen Zylinderkopf einer Hubkolbenbrennkraftmaschine mit Schnitt durch eine Brücke zur Betätigung von Gaswechselventilen, -
2 eine vergrößerte Darstellung eines Endbereichs eines Ventilschaftes mit Schnitt durch eine Platte und die Brücke, -
3a drei Ansichten der Platte und bis3c -
4 in einer ähnlichen Ansicht wie2 die Anordnung von Führungsausnehmungen in der Brücke. - In den
1 bis4 ist, soweit im Einzelnen dargestellt, mit1 ein Zylinderkopf einer Hubkolbenbrennkraftmaschine bezeichnet, in dem Gaswechselventile2 und3 geführt sind. Die Gaswechselventile beherrschen den Querschnitt der Gaswechselkanäle. Die Gaswechselventile2 und3 haben Ventilschäfte4 und5 , die im Zylinderkopf geführt sind. An den Ventilschäften4 und5 greifen Federteller6 und7 an, die durch Druckfedern8 und9 belastet sind, so dass die Gaswechselventile2 und3 durch die Kräfte der Druckfedern8 und9 in Schließstellung gehalten werden. Die Ventilschäfte4 und5 weisen Stirnflächen10 und11 auf, die rechtwinklig zur Achse der Ventilschäfte ausgeführt und eben ausgebildet sind. An die Stirnflächen10 und11 schließen sich Plattenstirnflächen12 und13 an, die Bestandteil je einer Platte14a ,14b sind. Die Platten14a ,14b sind in Ausnehmungen15 ,16 einer Brücke17 – wie später detailliert erläutert ist – eingesetzt. Die Platten14a ,14b weisen gegenüberliegend zu den Plattenstirnflächen12 ,13 Plattenstützflächen18 ,19 auf, die mit Stützflächen20 ,21 auf jeweils dem Boden der Ausnehmungen15 ,16 zusammenwirken. Die Ausnehmungen15 ,16 sind so in die Brücke17 eingearbeitet, dass eine Führung der Brücke17 auf den Ventilschäften4 ,5 erfolgt. Dabei kann die Brücke17 aber zu der Längsrichtung der Ventilschäfte4 ,5 zumindest leicht gekippt werden. - Die Brücke
17 hat auf ihrer den Ventilschäften4 ,5 abgewandten Seite eine Fläche, an der ein Kugelfuß22 angreift, der an einem Kipphebel23 befestigt ist. Der Kipphebel ist auf einer Achse24 gelagert, die am Zylinderkopf1 nicht näher dargestellt befestigt ist. Auf der dem Kugelfuß22 gegenüberliegenden Seite des Kipphebels23 ist eine Stellschraube25 zum Ausgleich des Spiels zwischen der Brücke17 einerseits und den Ventilschäften4 ,5 sowie dem Kugelfuß22 andererseits eingebaut, die mit einer Stößelstange26 in Wirkverbindung steht, die, nicht näher dargestellt, durch Nocken einer Nockenwelle in Längsrichtung der Stößelstange26 bewegt wird. - Die Brücke
17 weist auf der der Stützfläche18 gegenüberliegenden Seite eine Kontaktfläche27 auf, die mit einem Stellelement28 in Wirkverbindung treten kann. Bewegt sich das freie Ende des Stell elements28 in Richtung zur Kontaktfläche27 , so kippt es bei hinreichender Stellbewegung die Brücke17 und öffnet dabei unabhängig von der Öffnung der Gaswechselventile2 und3 durch den Kipphebel23 das Gaswechselventil2 , wodurch eine zusätzliche Bremswirkung der Hubkolbenbrennkraftmaschine geschaltet wird. Die Vorgänge der Motorbremswirkung werden hier nicht näher erläutert, da diese dem Fachmann bekannt sind und dieser weiß, dass eine Motorbremswirkung insbesondere bei in Nutzfahrzeugen eingebauten Hubkolbenbrennkraftmaschinen zur Unterstützung der Betriebsbremse benötigt wird. - Aus den vergrößerten Darstellungen des Endes des Ventilschaftes
4 und der Brücke17 in der2 ist erkennbar, dass die Stirnfläche10 des Ventilschaftes4 parallel zu der Plattenstirnfläche12 der Platte14a angeordnet ist, während die Plattenstützfläche18 und die Stützfläche20 der Brücke17 gebogen zueinander ausgebildet sind. Die Platte14a ist dabei – wie durch den darüber dargestellten Pfeil angedeutet – auf der bogenförmig ausgebildeten Stützfläche20 in einem vorgegebenen Umfang beweglich, wobei durch beispielsweise eine Aufstemmung32 in dem linken freien Bereich der nachfolgend noch genauer erläuterten und in Längsrichtung der Brücke17 angeordneten Führungsausnehmungen30 ein Hinausgleiten der Platte14a verhindert wird. Die zuvor genannte Beweglichkeit kann durch eine Schrägstellung der Brücke17 in Bezug zu der Stirnfläche10 des Ventilschaftes4 ausgeglichen werden und es tritt insbesondere keine durch nur punktuelle Kraftübertragung hervorgerufene Flächenpressung auf. Die verschiedenen Kontaktflächen der Platte14a werden über einen in der Stützfläche20 mündenden Schmierölkanal29 mit Schmieröl versorgt (dies gilt ebenso für die Platte14b ). Das Schmieröl wird über Kanäle und Strömungsverbindungen insbesondere in dem Kipphebel23 von der Achse24 zugeführt. - Die
3a bis3c zeigen in verschiedenen Ansichten eine Platte14 , wobei insbesondere in3c die gebogene Plattenstützfläche18 und die ebene Plattenstirnfläche12 dargestellt ist. Weiterhin sind in diesen3a bis3c seitliche Führungsstege31 der Platten14 dargestellt. Mit diesen Führungsstegen31 sind die Platten14 in den Führungsausnehmungen30 (4 ) geführt und somit unverlierbar. -
- 1
- Zylinderkopf
- 2, 3
- Gaswechselventile
- 4, 5
- Ventilschaft
- 6, 7
- Federteller
- 8, 9
- Druckfeder
- 10, 11
- Stirnfläche
- 12, 13
- Plattenstirnfläche
- 14a, 14b
- Platte
- 15, 16
- Ausnehmung
- 17
- Brücke
- 18, 19
- Plattenstützfläche
- 20, 21
- Stützfläche
- 22
- Kugelfuß
- 23
- Kipphebel
- 24
- Achse
- 25
- Stellschraube
- 26
- Stößelstange
- 27
- Kontaktfläche
- 28
- Stellelement
- 29
- Schmierölkanal
- 30
- Führungsausnehmung
- 31
- Führungssteg
- 32
- Aufstemmung
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102006019254 A1 [0002]
Claims (6)
- Hubkolbenbrennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, die mittels zumindest eines Pleuels zumindest einen Kolben führt, wobei der Kolben in einem von einem Zylinderkopf (
1 ) abgedeckten Zylinder angeordnet ist und im Zylinderkopf (1 ) mehrere Gaswechselventile (2 ,3 ) geführt sind und zumindest zwei Gaswechselventile (2 ,3 ) paarweise mittels einer Brücke (17 ) mit Kipphebeln (23 ) in Wirkverbindung stehen, die von einer mit der Kurbelwelle drehbaren Nockenwelle betätigbar sind, wobei die Brücke (17 ) einerseits über Stützflächen (20 ,21 ) nur mit den Ventilschäften (4 ,5 ) zusammenwirkt und andererseits nur mit dem Kipphebel (23 ), vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Wälzkörpers oder eines Kugelfußes (22 ), in Wirkverbindung steht, und wobei die Stützflächen (20 ,21 ) so weit innerhalb der Brücke (17 ) angeordnet sind, dass die Brücke (17 ) seitliche Ausnehmungen (15 ,16 ) aufweist, die den Außenwänden der Ventilschäfte (4 ,5 ) benachbart sind, dadurch gekennzeichnet, dass in die Brücke (17 ) verschiebbare Platten (14a ,14b ) eingesetzt sind, die zwischen Stirnflächen (10 ,11 ) der Ventilschäfte (4 ,5 ) und den Stützflächen (20 ,21 ) angeordnet sind, dass die Stirnflächen (10 ,11 ) und den Stirnflächen (10 ,11 ) zugewandte Plattenstirnflächen (12 ,13 ) eben ausgebildet sind und dass die Stützflächen (20 ,21 ) und den Stützflächen (20 ,21 ) zugewandte Plattenstützflächen (18 ,19 ) miteinander zusammenwirkend bogenförmig ausgebildet sind. - Hubkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Paarung der Stützflächen (
20 ,21 ) und Plattenstützflächen (18 ,19 ) konkav zu konvex oder konvex zu konkav ist. - Hubkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (
14a ,14b ) seitliche Führungsstege (31 ) aufweisen, die in entsprechende Führungsausnehmungen (30 ) der Brücke (17 ) eingreifen. - Hubkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsausnehmungen (
30 ) in Längsrichtung der Brücke (17 ) angeordnet sind. - Hubkolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Führungsausnehmungen (
30 ) verschlossen, insbesondere verstemmt oder verschweißt sind. - Hubkolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (
14a ,14b ) entlang der Führungsausnehmungen (30 ) verschiebbar sind.
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| DE202008005796U1 true DE202008005796U1 (de) | 2008-07-24 |
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|---|---|---|---|
| DE200820005796 Expired - Lifetime DE202008005796U1 (de) | 2008-04-25 | 2008-04-25 | Vorrichtung zur Betätigung mehrerer Gaswechselventile |
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Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102006019254A1 (de) | 2006-04-26 | 2007-10-31 | Deutz Ag | Vorrichtung zur Betätigung mehrerer Gaswechselventile |
-
2008
- 2008-04-25 DE DE200820005796 patent/DE202008005796U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
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| DE102006019254A1 (de) | 2006-04-26 | 2007-10-31 | Deutz Ag | Vorrichtung zur Betätigung mehrerer Gaswechselventile |
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