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Die
Erfindung betrifft einen Kälteschutzanzug
zum Überleben
im Wasser, in Form eines Overalls mit integriertem Beinkleid, Oberteil
und Ärmeln, die
alle aus einem wasserundurchlässigen
Material hergestellt sind und wobei an das Beinkleid Fußteile und
an die Ärmel
Handschuhe wasserdicht abgedichtet anschließen, die ebenfalls aus wasserdichtem
Material bestehen.
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Es
sind bereits Kälteschutzanzüge bekannt, die
dem Benutzer das Überleben
im Wasser von nahezu 0°C
bis zu mindestens 6 Stunden gewährleisten können. Solche Überlebensanzüge oder „Survival Suits" sind in der Regel
wie Overalls mit integrierten Fußteilen und Handschuhen sowie
mit angeformter Kappe gebaut, wobei ein wasserdichter Reißverschluss
zum wasserdichten Verschließen
des Anzugs dient. Das Material des Anzugs ist zu diesem Zweck wasserundurchlässig, um
den Benutzer trocken zu halten. Wenn der Anzug weit genug geschnitten
ist, kann darunter auch eine Schwimmweste getragen werden. Außerdem müssen die
Schuhe und Handschuhe nicht in den Anzug integriert sein. Es sind
auch Anzüge
bekannt, bei denen die Fußteile und
die Handschuhe extra angezogen werden, wobei dann die Ärmel und
die Beinkleider des Overalls mit Hilfe von Dichtungsmanschetten
am Körper
dichtend anliegen.
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Ein
Nachteil dieser bekannten Kälteschutzanzüge besteht
darin, dass sie das Gesicht des Benutzers freilassen, so dass dieser
in schwerer See Wasser durch Mund und Nase aufnehmen kann, wodurch
die Gefahr des Ertrinkens selbst dann besteht, wenn der Benutzer
eine Schwimmweste trägt.
Diese Gefahr ist einmal dadurch gegeben, dass die im Kälteschutzanzug
vorhandene Luft vom Wasser nach oben gedrückt wird und damit den Benutzer
in die Bauchlage und demzufolge mit dem Gesicht ins Wasser drückt, wenn
der Auftrieb der Schwimmweste nicht ausreicht, dem Benutzer hinreichend
weit aufzurichten. Eine weitere Gefahr des Ertrinkens besteht durch
Sprühwasser
bei starkem Wind, wenn sich der Benutzer davor nicht schützen kann.
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Aus
der
DE 203 06 577
U1 ist ferner ein Kälteschutzanzug
zum Überleben
im Wasser in Form eines Overalls mit integriertem Beinkleid und
Oberteil bekannt, die beide aus einem wasserundurchlässigen Material
hergestellt sind. Dieser bekannte Kälteschutzanzug weist aber außerdem an
seinem Oberteil eine Kappe aus luftdurchlässigem, jedoch wasserundurchlässigem Material
auf, die einen wasserdichten Verschluss zum Anziehen des Kälteschutzanzuges
besitzt.
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Wenn
ein Benutzer dieses Kälteschutzanzugs
mit geschlossener Kappe in Wasser eintaucht, dann wird die im Kälteschutzanzug
vorhandene Luft zunächst
nach oben in den Bereich der Kappe gedrückt. Dies setzt voraus, dass
der Benutzer etwa senkrecht ins Wasser eintaucht, was sich durch
mit Gewicht versehene Schuhe, durch Zusatzgewichte im Beinbereich
o.ä. ohne
weiteres erreichen lässt. Dabei
bildet sich ein Atemluftpolster in der Kappe etwa im Bereich von
den Schultern aufwärts,
dass es dem Benutzer gestattet, selbst ohne externe Luftzufuhr im
geschlossenen Kälteschutzanzug
zu atmen. Da das Material der Kappe aber luftdurchlässig ist, kann
aus der Umgebung neue Atemluft angesaugt werden, so dass selbst
bei längerer
Verweildauer im Wasser über
Stunden ein nahezu ungehindertes Atmen möglich ist.
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Ein
Nachteil dieses bekannten Kälteschutzanzuges
besteht jedoch darin, dass keine integrierten Schuhe oder Handschuhe
vorgesehen sind, was als äußerst unangenehm
empfunden wird und letztlich auch zu starker Unterkühlung führen kann.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, einen Kälteschutzanzug zu schaffen,
der auch zumindest die Hände
eines Benutzers vollständig
einhüllt,
diese aber vor dem Gebrauch noch freiläßt.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe dient ein Kälteschutzanzug
der eingangs genannten Art, der sich dadurch auszeichnet, dass die
Handschuhe einen Schlitz aufweisen, durch die jeder Handschuh über die
Hand gestülpt
werden kann, und dass der Schlitz mit einem wasserdichten Verschluss
versehen ist.
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Dadurch
wird erreicht, dass die Handschuhe zu einem Zeitpunkt, in dem die
Hände noch
zum Halten und Hantieren benutzt werden sollen, im Ärmel des
Kälteschutzanzugs
verstaut werden können.
Erst wenn kein Hantieren mehr erforderlich ist und die Hand daher
ebenfalls vor Kälte
geschützt
werden soll, wird der Handschuh aus dem Ärmel gezogen und über die
Hand gestülpt.
Anschließend
wird der Schlitz durch den wasserdichten Verschluss geschlossen.
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Vorzugsweise
ist der wasserdichte Verschluss ein Reißverschluss.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung verläuft
der Schlitz und damit der wasserdichte Verschluss in Längsrichtung
des Handschuhs.
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In
einer anderen Ausführungsform
verläuft der
Schlitz mit dem wasserdichten Verschluss quer oder schräg über den
Handschuh.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert; es
zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung mit geöffnetem
Verschluss;
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2 das
Ausführungsbeispiel
von 1 mit geschlossenem Verschluss; und
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3 einen
in den Ärmel
eines Kälteschutzanzugs
gesteckten erfindungsgemäßen Handschuh.
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1 zeigt
in perspektivischer Darstellung das Ende des Ärmels
1 eines nicht
dargestellten, an sich bekannten Kälteschutzanzugs, der beispielsweise
gemäß
DE 203 06 577 U1 gestaltet
sein kann, also am Oberteil eine wasserundurchlässige Kappe aufweist. Zusätzlich sollte
der Kälteschutzanzug
mit integrierten Schuhen versehen sein, aber darauf kommt es bei
der Erfindung nicht an, denn diese bezieht sich lediglich auf das
An- und Unterbringen der Handschuhe
2 an bzw. in den Ärmeln
1 des
Kälteschutzanzugs.
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1 zeigt
demnach einen im Inneren des Ärmels 1 angebrachten
Handschuh 2 für
die rechte Hand 4 eines Benutzers, wobei erkennbar ist,
dass der Handschuh 2 durch ein Dichtungsband 6 an
der Innenseite des Ärmels 1 wasserdicht
befestigt ist. Der Handschuh 2 besteht ebenso wie der Ärmel 1 des
Kälteschutzanzugs
aus wasserundurchlässigem Material
und ist mit einem Schlitz 3 versehen, der sich in der dargestellten
Ausführungsform
in Längsrichtung
des Handschuhs 2 erstreckt und eine derartige Abmessung
hat, dass die Hand 4 hindurch gesteckt bzw. der Handschuh 2 über die
Hand 4 gestülpt
werden kann.
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Zweckmäßigerweise
verläuft
der Schlitz 3 in Längsrichtung
des Handschuhs 2. Er kann aber auch in anderer Richtung
verlaufen, nämlich
quer dazu oder auch schräg über den
Handschuh 2, wobei es nur darauf ankommt, dass die Hand 4 hindurch
gesteckt werden kann.
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2 zeigt
den geschlossenen Handschuh 2, wozu die Hand 4 durch
den Schlitz 3 zurückgezogen
worden ist oder der Handschuh 2 über die Hand 4 gestülpt wurde.
Anschließend
ist der wasserdichte Reißverschluss 5 durch
seinen Schieber 8 geschlossen worden, indem der Schieber 8 auf
bekannte Weise vom Bereich der Handwurzel zur Handspitze bewegt
worden ist. In dieser Stellung kann kein Wasser mehr in den Kälteschutzanzug
eintreten, so dass nicht nur der Körper und die Gliedmaßen, sondern auch
die Hände
vor dem Kontakt mit Wasser und damit vor einer drohenden Unterkühlung sicher
sind.
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3 zeigt
den in den Ärmel 1 gesteckten oder
gestopften Handschuh 2 vor dem Verschließen, wodurch
die Hand 2 ungehindert aus dem Ärmel 1 herausragen
kann und zum Greifen und Hantieren einsatzbereit ist. Wenn allerdings
kein Gebrauch der Hand mehr gefordert wird, wird der Handschuh 2 aus dem Ärmel 1 gezogen,
so dass er in die in 1 gezeigte Stellung gelangt und
anschließend über die Hand 4 gestülpt und
gemäß 2 geschlossen
werden kann.