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Die
Erfindung betrifft eine Spieldecke und ein Spieldeckenset.
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Auf
dem Markt ist eine Vielzahl von Decken für unterschiedliche Einsatzzwecke
bekannt, z. B. Wärmedecken,
Brandschutzdecken, Maler- und Schmutzauffangdecken etc. Daneben
sind vereinzelt auch Spieldecken für Kinder bekannt, auf denen
z. B. Landschaften mit Straßen
und Häusern
oder Spielpläne
aufgedruckt sind.
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Insbesondere
jedoch für
Kleinkinder und Säuglinge
sind jedoch keine Einrichtungen bekannt, die für eine längerfristige und abwechslungsreiche Beschäftigung
geeignet wären,
da Kinder dieser Altersgruppe schnell die Begeisterung an der Beschäftigung
mit einem einzelnen Gegenstand verlieren und auch herkömmliche
Decken nicht als Spielgegenstand auffassen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spieldecke
und auch ein Set zusammengehöriger
Spieldecken zu schaffen, die eine längerfristige abwechslungsreiche
Beschäftigung
für Kleinkinder
ermöglichen.
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Diese
Aufgabe wird für
eine Spieldecke erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Spieldecke an zumindest zwei ihrer Ränder Koppelelemente aufweist,
unter deren Verwendung die Spieldecke in eine dreidimensionale Form
bringbar ist.
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Vorzugsweise
sind hierzu die zumindest zwei mit Koppelelementen versehenen Ränder lösbar an
einander ankoppelbar. Ebenso ist bevorzugt, dass jeder der zumindest
zwei mit Koppelelementen versehenen Ränder lösbar an eine weitere Spieldecke
ankoppelbar ist.
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Entsprechend
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Spieldecke gekennzeichnet durch zumindest drei die Spieldecke
begrenze Ecken und dazwischen liegende Ränder, wobei zumindest einer der
Ränder
durch eine gekrümmte
Linie, insbesondere durch ein Kreisbogenstück gebildet ist.
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Die
Koppelelemente der Spieldecke sind vorzugsweise an entgegengesetzten
Rändern
angeordnet, wobei die Ränder
vorzugsweise schief oder winkelig zueinander und/oder nicht direkt
aneinander angrenzend sind.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Spieldecke hat diese im Wesentlichen die Form eines Kreissektors
oder eines Kreisringstückes.
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Insbesondere
ist bevorzugt dass eine, vorzugsweise verschließbare Verbindungsöffnung zwischen
einer Oberseite und einer Unterseite der Spieldecke ausgebildet
ist.
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Weiterhin
ist bevorzugt, dass zumindest auf der Oberseite der Spieldecke,
vorzugsweise verschiedenartige Strukturelemente ausgebildet sind. Ebenfalls
ist bevorzugt, dass zumindest auf der Oberseite der Spieldecke eine
Mehrzahl von, insbesondere unterschiedlichen, Spiel- und Beschäftigungsfunktionen
verwirklicht bzw. durch die Strukturelemente verkörpert sind.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Spieldecke, ist zumindest ein langgestrecktes Spielelement vorgesehen,
das sich zumindest über
einen Teil der Oberseite der Spieldecke insbesondere zumindest teilweise
frei von dieser und/oder insbesondere senkrecht zu einem ihrer Ränder, erstreckt.
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Es
ist weiterhin bevorzugt, dass einzelne der Strukturelemente sich
hinsichtlich ihrer optischen, akustischen, haptischen, guestischen
und/oder osphrantisch wahrnehmbaren Gestaltung unterscheiden. Vorzugsweise
weist jedes Strukturelement eine von anderen Strukturelementen unterschiedliche
Gestaltung auf, die so ausgeführt
sein kann, daß jedes hauptsächlich einen
bestimmten der fünf
Sinne fördert.
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Hierdurch
ist es möglich,
die unterschiedlichen Sinne bereits bei Kleinkindern und Säuglingen gesondert
oder gemeinsam anzusprechen und zu fördern.
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Insbesondere
ist bevorzugt, dass zumindest eines der Strukturelemente, mit einem
Beißstück versehen
ist, wobei das Beißstück insbesondere
perlenförmig
ausgebildet ist, und/oder unterschiedliche Strukturen auf seiner
Oberfläche
aufweist. Bei einer Ausführungsform
der Spieldecke ist das Beißstück insbesondere
scheibenförmig
ausgebildet ist, und/oder unterschiedliche Strukturen auf seiner Oberseite,
insbesondere auf seiner Vorder- und Rückseite, aufweist. Hierdurch
kann besonders der guestische aber auch der haptische und optische Sinn
gezielt angesprochen und gefördert
werden.
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Auch
ist bevorzugt, dass zumindest eines der Strukturelemente mit einer
Figurengestaltung, insbesondere einer Tier- oder Pflanzengestaltung und/oder
einem Bestandteil einer solchen versehen ist. Durch diese Ausführungsform
eines Strukturelementes kann insbesondere der optische, aber auch der
haptische Sinn des Kleinkindes gefördert werden.
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Weiterhin
ist bevorzugt, dass zumindest eines der Strukturelemente, zumindest
teilweise mit einem von dem Material der Oberflache der Spieldecke verschiedenen,
insbesondere folienartigen, Material bedeckt ist, insbesondere mit
einem Material, das bei Berührung,
Bewegung oder Verformung Geräusche, insbesondere
ein Rascheln, ein Rasseln, ein Quietschen und/oder Knistern, erzeugt,
und/oder einem Material, das bei Berührung eine andere taktile Empfindung
hervorruft, als das Material der Oberfläche der Spieldecke. Hierdurch
werden insbesondere die aktustischen und haptischen Fähigkeiten
des Kleinkindes geschult. Selbstverständlich können auch mehrere unterschiedliche
Materialien, entweder an demselben oder an mehreren Strukturelementen
vorgesehen sein.
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Ebenfalls
ist bevorzugt, dass zumindest eines der Strukturelemente mit einem
taschenförmigen Aufnahmeabschnitt,
insbesondere mit einer Aufnahmeöffnung,
versehen ist, und/oder dass ein einen Geruch abgebendes Element,
insbesondere innerhalb des taschenförmigen Aufnahmeabschnittes, vorgesehen
oder aufnehmbar ist. Bei dieser Ausführungsform werden insbesondere
die für
den Geruch zuständigen
Sinnesorgane, also die osphrantische Wahrnehmung des Kleinkindes,
geschult. Dabei ist der taschenförmige
Aufnahmeabschnitt insbesondere auch farbig gestaltet, um gleichzeitig
die optische Wahrnehmung zu schulen. Es können mehrere Aufnahmetaschen
zur Aufnahme unterschiedlicher Geruchskörper vorgesehen sein. Auch
ist denkbar, daß andersartige
Befestigungseinrichtungen für
Geruch abgebende Elemente, beispielsweise parfümierte Stoffstücke oder
Gewürzkräuter, an
dem Strukturelement ausgebildet sind.
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Schließlich ist
bevorzugt, dass zumindest eines der Strukturelemente band- oder
garnförmig
ausgebildet ist und/oder sich vertikal, horizontal oder diagonal
zu einem Rand über
die Oberfläche
erstreckt, wobei es vorzugsweise mit beiden Enden an dieser und/
oder dem Rand befestigt ist, wobei vorzugsweise eine Anzahl von
darauf verschiebbar angeordneten weiteren Spielelementen, vorgesehen
sind, die vorzugsweise unterschiedlich ausgebildet sind.
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Auch
ist bevorzugt, dass zumindest eines der Strukturelemente netzartig
ausgebildet ist und/oder sich vertikal, horizontal oder diagonal
zu einem Rand über
die Oberfläche
erstreckt, wobei es vorzugsweise mit beiden Enden an dieser und/oder dem
Rand befestigt ist.
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Auch
ist denkbar, daß die
einzelnen Strukturelemente abnehmbar und/oder austauschbar an der Spieldecke
befestigbar sind. Hierdurch kann der Spieldecke ständig unterschiedliche
und sich wandelnde Gestaltungen erhalten, die zur Verlängerung des
Lern- und Spieleinsatzes dienen.
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Vorzugsweise
besteht die Spieldecke zumindest teilweise aus einem Wasser aufnehmenden und/oder
abstoßenden
Material, insbesondere Frotee oder Flies. Ebenfalls ist die Spieldecke
vorzugsweise aus einem flexiblen Material, welches jedoch in sich
steif genug ist, um zu ermöglichen,
dass die Spieldecke aufrecht stehen bleibt, wenn sie unter Verwendung
ihrer Koppelelemente in eine dreidimensionale Form gebracht ist,
also insbesondere steif genug, um dann nicht in sich zusammen zu
sacken. Hierzu können
auch innere Versteifungselemente vorgesehen sein.
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Bei
einer Spieldecke der vorgenannten Art ist bevorzugt, dass die einzelnen
Strukturelemente in unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und/oder Farben
ausgebildet sind.
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Daneben
wird die eingangs genannte Aufgabe für ein Spieldeckenset erfindungsgemäß gelöst durch
ein Set mit einer Anzahl einzelner, an einander koppelbarer Spieldecken,
insbesondere der vorgenannten Art, wobei die Spieldecken im aneinander gekoppelten
Zustand eine im wesentlichen zweidimensionale oder flache Form oder
Fläche,
insbesondere eine Spielfläche,
bilden und/oder die an einander gekoppelten Spieldecken in einem
Zustand, bei dem weniger als alle Spieldecken des Spieldeckensets
an einander gekoppelt sind, in der Lage sind einen dreidimensionalen
Körper
zu bilden.
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Hierbei
ist bevorzugt, dass die Spieldecken im aneinander gekoppelten Zustand
eine kreisförmige
oder kreisringförmige
Form oder Fläche
bilden. Es ist denkbar, dass die kreisförmige oder kreisringförmige Form
oder Fläche
durch mehrere aneinandergrenzende gerade und/oder gekrümmte Stecken
angenähert
ist.
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Auch
ist bevorzugt, dass der von den aneinander gekoppelten Spieldecken
des Spieldeckensets gebildete dreidimensionale Körper ein Kegel, ein Kegelmantel,
ein Kegelstumpf oder ein Kegelstumpfmantel ist. Es ist denkbar,
dass der dreidimensionale Körper
mehrere aneinandergrenzende im Wesentlichen ebene und/oder gekrümmte Flächen angenähert ist.
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Es
ist bevorzugt, dass der Körper
einen Hohlraum aufweist, der vorzugsweise über eine, insbesondere verschließbare, Öffnung zugänglich ist.
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Bei
einen Spieldeckenset mit einer Anzahl einzelner, an einander koppelbarer
Spieldecken ist insbesondere bevorzugt dass die einzelnen Spieldecken
einen zumindest annähernd
identischen äußeren Umriss
aufweisen.
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Es
ist ferner vevorzugt, dass auf jeder der Spieldecken, eine Mehrzahl
von, insbesondere zu den übrigen
Spieldecken unterschiedlichen Spiel- und Beschäftigungsfunktionen verwirklicht
sind.
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Weitere
Bevorzugte Ausführungsformen sind
Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung mit weiteren Einzelheiten und näher erläutert. Darin zeigen:
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1 eine
Vorderansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spieldecke,
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2 eine
Vorderansicht einer zweiten bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spieldecke
mit einer verschließbaren
Durchgriffsöffnung,
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3 eine
Vorderansicht einer dritten bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spieldecke,
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4 eine
Vorderansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Spieldeckensets,
bei dem deren Spieldecken (zum Teil) an einander gekoppelt sind,
und
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5 eine
Ansicht einer Spieldecke entsprechend der zweiten bevorzugten Ausführungsform
mit (teilweise) geöffneter
Durchgriffsöffnung,
wobei die gegenüberliegenden
Ränder
der Spieldecke aneinander gekoppelt sind, zur Bildung eines dreidimensionalen
Körpers.
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Die
in den 1 bis 5 dargestellten Spieldecken 1, 1a, 1b, 1c sind
in ihrer hier gezeigten Ausführungsform
zum einzelnen oder gemeinsamen Einsatz als lehr- und abwechslungsreiche
und unterhaltende Unterlage insbesondere für die Erziehung und Beschäftigung
von Kleinkindern vorgesehen.
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In
den 1 bis 3 sind jeweils Ausführungsformen 1a, 1b, 1c der
Spieldecke 1 gezeigt, die jeweils die Form eines Kreisringsegmentes
haben. Hierbei wird die Spieldecke 1 von einem äußeren Rand 6,
einem inneren Rand 5 und zwei seitlichen bzw. stirnseitigen
Rändern 3, 4 begrenzt.
Zwischen dem inneren Rand 5 und den angrenzenden seitlichen
Rändern 3, 4 befinden
sich innere Ecken 8, 9. Zwischen dem äußeren Rand 6 und
den angrenzenden seitlichen Rändern 3, 4 befinden
sich äußere Ecken 10, 11.
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An
den oder im Bereich der seitlichen Rändern 3, 4 sind
jeweils eine oder mehrere Koppel- oder Befestigungseinrichtungen 2 vorgesehen,
mittels derer sich die Ränder 3, 4 einer
Spieldecke 1 aneinander ankoppeln lassen, wie dies in 5 dargestellt ist.
Hierdurch kann die im wesentlichen zweidimensionale Spieldecke (siehe
z. B. 2) in einen dreidimensionalen Körper umgewandelt
werden, wodurch sich der Spielmöglichkeiten
deutlich vervielfältigen.
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Bevorzugte
dreidimensionale Körper,
sind Kegel oder Kegelstümpfe
(bzw. Kegelmantel oder Kegelstumpfmantel), wie in 5 gezeigt.
Ein solcher räumlicher
Körper
kann auch dadurch gebildet werden, dass zwei oder mehr Spieldecken 1, 1a, 1b, 1c an
ihren Rändern 3, 4 (ringförmig) aneinander
gekoppelt werden. Hierdurch lässt
sich auch der Neigungswinkel der Mantelflächen einstellen. Durch weitere
Spieldecken, lassen sich auch die untere und obere Öffnung eines
Kegelstumpfmantels, wie in 5 gezeigt,
zusätzlich
verschließen
(nicht dargestellt), um so einen geschlossenen Hohlraum zu bilden.
Insbesondere hierzu können
zusätzliche
Koppelelemente an den Rändern 5, 6 der
Spieldecken 1 vorgesehen sein.
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Mit
solchen zusätzlichen
Spieldecken kann auch die Mittelöffnung
eines Spieldeckensets von ringförmig
aneinander angekoppelten Spieldecken 1 (5)
geschlossen werden, so dass sich eine geschlossene ebene Spielfläche ergibt.
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Um
der Spieldecke 1 die erforderliche Steifigkeit zu geben,
damit sie im aufgestellten (dreidimensionalen) Zustand nicht in
sich zusammenfällt, ist
im Inneren der Spieldecke eine flexible Einlage mit hinreichender
Steifigkeit vorgesehen, z. B. aus einem Schaumstoff.
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Die
Koppelelemente können
unterschiedlicher Art sein. In Der dargestellten Ausführung sind kurze
Stoffstreifen als Koppelelemente, die miteinander verknotbar sind,
vorgesehen. Selbstverständlich können auch
Kordeln, Klettverschlüsse,
Reißverschlüsse, knöpfbare Verbindungen
oder andere geeignete Mittel als lösbare Koppelelemente dienen.
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Wie
in den 1 bis 4 gezeigt, hat die bevorzugte
Spieldecke jeweils die Form eines Kreisringsegmentes. Insbesondere
sind die Segmentgrößen so gewählt, dass
drei Spieldecken einen geschlossenen Kreisring bilden, also die
Ränder 3, 4 einer
Spieldecke einen Winkel von 120° einschließen. Natürlich sind
auch andere Winkelstücke
(im Extremfall von 1° bis
360°) für die Kreissegmente
denkbar, bevorzugte Winkelstücke
sind z. B. 45°,
60°, 90°, 120°, 180°. Auch hierdurch
lässt sich
der Neigungswinkel der Mantelflächen
im Aufgestellten (dreidimensionalen) Zustand der Spieldecken einstellen.
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Die
Oberflächen 13 einzelner
Spieldecken 1, 1a, 1b, 1c eines
Spieldeckensets 22 koööen farblich unterschiedlich
gestaltet sein. An Ihnen sind jeweils (unterschiedliche) Spiel-
bzw. Strukturelemente angeordnet, die unterschiedliche Sinnesorgane
des Spielenden fordern bzw. fördern.
Eine Mehrzahl unterschiedlicher Strukturelemente ist auf jeder Spieldecke 1 vorgesehen.
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Auf
der in den Figuren dargestellten Oberseite der Spieldecke 1 schließen sich
einzelne Strukturelemente 15 bis 21 an die Ränder 5, 6 oder
an weitere gestalterische Elemente im Abstand hierzu an.
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Wie
dargestellt, ist es hierbei möglich,
die einzelnen Strukturelemente 15 bis 21 einstückig mit der
Oberfläche 13 auszubilden.
Vorzugsweise ist jedoch jedes einzelne der Strukturelemente getrennt gefertigt
und dann mit der Oberfläche
verbunden. Eine abnehmbare und/oder austauschbare Gestaltung, auch
zwischen den einzelnen Strukturelementen ist denkbar.
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Wie
dargestellt, kann hierbei jedes Strukturelement 15 bis 21 aus
mehreren einzelnen Teilen bestehen oder auch einstückig gefertigt
sein.
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Bei
der dargestellten Ausführungsform
ist jedem Strukturelement schwerpunktmäßig ein eigenes Sinnesorgan
zugeordnet, dessen Wahrnehmungsfähigkeit
durch das entsprechende Strukturelement besonders gefördert werden
soll.
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So
sind vorzugsweise Beißstücke bzw.
-perlen 16a für
die guestische Wahrnehmung, Blumen 17 für die optische Wahrnehmung,
Raschelblätter 18 für die akustische
Wahrnehmung, netzartige Blätter 18 für die haptische
Wahrnehmung und Geruchelemente 20 für die osphrantische Wahrnehmung
besonders ausgebildet.
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Selbstverständlich spricht
jeder der einzelnen Strukturelemente neben der primären Wahrnehmung
durch das jeweils angesprochene Sinnesorgan auch noch weitere Sinnesorgane
an, die gleichzeitig, allerdings in unterschiedlichem Maße, mitgeschult werden.
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An
dem Strukturelement 16, einer nur an ihrem Stengel an der
Oberfläche 13 der
Spieldecke 1 befestigten Blume, ist ein Beißstück 16a vorgesehen, das
jedoch auch durch ein mit besonderen Geschmacksmitteln versehenes
Lutschstück
ersetzbar ist. Auch kann eine Einsatzstelle für Dauerlutscher oder ähnliches
vorgesehen sein.
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Das
Beißstück 16a ist
in der dargestellten Ausführungsform
scheibenförmig
ausgeführt
und hat auf seiner Vorderseite konzentrische Ringe ausgebildet,
und auf seiner Rückseite
einzelne Erhebungen, z. B. Noppen. Das Beißstück ist dazu gedacht, einerseits
die Zahnentwicklung und Kaumuskulatur zu fördern, andererseits auch die
Reflexe beim Zubeißen zu
schulen. Alternativ kann auch ein Schnuller (abnehmbar) vorgesehen
sein.
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Das
Strukturelement 17 weist eine Blumendarstellung auf, die
abnehmbar ausgestaltet sein kann. Dieses und andere, vorzugsweise
zusätzlich an
den Grundkörper
des Strukturelementes angesetzten Elemente, sind vorzugsweise so
ausgebildet, daß sie
von den Händen
des Kleinkindes bzw. Säuglings
ergriffen und (getrennt) bewegt werden können, was die Bewegungskoordination
und Greiffähigkeit schult.
Wie zuvor erwähnt,
ist die Blumendarstellung 17 auch als Figurengestaltung
denkbar.
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Gemäß der dargestellten
Ausführungsform ist
das Strukturelement als Blatt 18 an seiner Vorderseite
zumindest teilweise mit einem folienartigen Material versehen, das
bei Bewegung Geräusche,
vorzugsweise ein Knistern oder Rascheln, hervorruft. Dieses Folienelement 18 kann
wiederum dauerhaft angebracht oder austauschbar ausgebildet sein. Durch
den Austausch des Folienelementes 18 können unterschiedliche Geräusche und
taktile Wahrnehmungen hervorgerufen werden.
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Wie
ferner in 1 dargestellt, ist eines oder mehrere
der Strukturelemente 19, 20 mit einem taschenförmigen Aufnahmeabschnitt 19a versehen, der
z. B. zur Aufnahme von Gegenständen
beliebiger Art dient.
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In 1 ist
ein erstes Taschenelement 19 gesteift dargestellt. Ein
weiteres netzförmiges
Taschenelement 19 ist gesondert als Aufnahmeelement 21 für ein oder
mehrere Geruchselemente 20 vorgesehen.
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Dieses
Geruchselement 20 kann beispielsweise ein Stück einer
natürlichen
Kräuterpflanze bzw.
eine Samenkapsel oder dergleichen sein. Das Strukturelement 21 ist
somit insbesondere für
eine osphrantisch wahrnehmbare Gestaltung ausgebildet.
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Das
Geruchselement 20 kann jedoch auch ein künstliches
Aroma oder ein Körper,
der ein (künstliches
oder natürliches)
Aroma ausstrahlt, sein. Zur Aufnahme des Geruchskörpers, sei
er künstlich oder
natürlich,
ist eine netzartige Halterung vorgesehen, der gegebenenfalls eine
von der Unterseite der Spieldecke zugängliche Aufnahmeöffnung aufweist, durch
die das Geruchselement 20 eingeschoben werden kann.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist an der Oberfläche 13 oder
an einer anderen geeigneten Stelle der Spieldecke ein Hinweiselement
angebracht. Dieses Hinweiselement kann einen Hinweis auf den Hersteller
und/oder auf Bedienungs- bzw. Pflegehinweise für die Spieldecke beinhalten.
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Ein
weiteres Spielelement bilden blumenstengelartige Stoffabschnitte
oder Kordeln 15. Auf diese sind mehrere einzelne weitere
Spielelemente 16a aufgefädelt, in der gegenwärtigen Ausbildung
in der Form von Beißperlen,
die jeweils wiederum eine unterschiedliche Gestaltung aufweisen.
Diese Beißperlen
können
z. B. Längsrippen,
Querrippen, und/oder Noppen aufweisen.
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Selbstverständlich sind
auch anders geartete Ausbildungen von Spielelementen, die alle gleich oder
unterschiedlich ausgebildet sein können, denkbar. Auch ist eine
beliebige Anzahl solcher Spielelemente denkbar. Ebenso sind mehrere
Kordeln nebeneinander oder sich kreuzend denkbar.
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Derartige
Zusatzspielelemente können
an jedem Teil der Spieldecke, insbesondere auch an den Rändern 3–5,
ausgebildet sein. Die Spieldecken können nach einzelnen Motiven,
z. B. einem Blumengarten gestaltet sein.
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Der
Spieldecke mag weitere Befestigungsmittel für zusätzliche Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten,
beispielsweise Knöpfe,
an unterschiedlichen Stellen aufweisen.
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Der
Spieldecke mag aus einheitlichen oder unterschiedlichen Stoffen
oder Materialien aufgebaut sein. Vorzugsweise ist zumindest der
Oberflächenbereich
aus einem Frottee- oder
Filzmaterial gefertigt, oder aus einem anderen geeigneten, leicht
waschbaren Material.
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Bezüglich der
einzelnen Strukturelemente kann sich die Ausgestaltung durch die
Farbgebung oder auch durch die Materialwahl jeweils geeignet, aber
nicht notwendigerweise von der Gestaltung der Oberfläche der
Decke unterscheiden.
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Neben
Naturfasern können
auch Kunstfasern bzw. Materialien für die einzelnen Elemente der Spieldecke
Verwendung finden.
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Die
Farbgebung ist vorzugsweise derart ausgeführt, daß die einzelnen Elemente gefahrlos
von den Kleinkindern in den Mund genommen werden können und
somit eine zusätzliche
sensorische Wahrnehmung und Schulung der entsprechenden Sinnesorgane
ermöglichen.
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Bezüglich der
Farbgebung kann jedes einzelne Strukturelement individuell ein-
oder mehrfarbig gestaltet sein, es kann aber auch die gesamte Decke,
zumindest in dem Bereich ihrer Oberfläche, ein- oder zweifarbig ausgebildet
sein. Bei einem Spieldeckenset kann jede Decke unterschiedlich (oder
gleich) farbig ausgebildet sein.
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Insbesondere
durch die beschriebene und dargestellte Ausführungsform sowie die entsprechend
denkbaren Abwandlungen hiervon, wird eine Spieldecke geschaffen,
die die Sinnesorgane eines Kleinkindes fördert und somit der frühzeitigen
Entwicklung des Kindes zuträglich
ist.
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Auch
können
Kinder, beispielsweise wenn sie sich alleine beschäftigen sollen,
ein gefahrloses Spielelement vorfinden, mit dem das Spielen lehr- und
abwechslungsreich gestaltet werden kann.
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Die
einzelnen Strukturelemente, die vorzugsweise aus Kunst- oder Naturstoffen
gefertigt sind, können
an das jeweils zu stimulierende Sinnesorgan angepaßt werden,
und auch auf das Alter des Kindes abgestellt werden.
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Da
die Decke pflegeleicht, widerstandsfähig und von geringem Gewicht
ist, kann sie überall
mitgeführt
werden und eine universelle Beschäftigungsmöglichkeit für alle Gegebenheiten bilden.
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Das
Set kann beliebig ergänzt
oder erweitert werden, indem einzelne Spieldecken mit anders gestalteten
Spielelement hinzugefügt
bzw. ausgetauscht werden.