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Die
Erfindung betrifft eine optoelektronische Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Derartige
optoelektronische Vorrichtungen bilden typischerweise Lichttaster,
mittels derer diffus reflektierende Objekte sicher erfassbar sind.
Problematisch bei derartigen Lichttastern ist jedoch die Detektion
von glänzenden,
das Licht zumindest teilweise gerichtet reflektierenden Objekten.
Der gerichtet reflektierende Anteil des Lichts gelangt nur bei einer bestimmten
Objektneigung zurück
zum Lichttaster. Daher wird üblicherweise
bei der Detektion derartiger glänzender
Objekte nur der diffus reflektierte Anteil des Sendelichts ausgewertet,
was die Detektionssicherheit derartiger Objekte erheblich reduziert.
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Aus
der
DE 199 33 439
C2 ist eine optoelektronische Vorrichtung zum Erfassen
von Objekten in einem Überwachungsbereich
mit einem Sendelichtstrahlen emittierenden Sender und einem Empfangslichtstrahlen
empfangenden Empfänger
bekannt. Die Sendelichtstrahlen und die Empfangslichtstrahlen durchlaufen
innerhalb des Überwachungsbereichs einen
gemeinsamen Pfad. Die Sendelichtstrahlen, die innerhalb eines vorgegebenen
Winkelbereichs auf die zumindest teilweise spiegelnde Oberfläche eines
Objekts im Überwachungsbereich
auftreffen, werden vom Objekt zu einem retroreflektierenden Reflektor
reflektiert und als Empfangslichtstrahlen über das Objekt entlang des
Pfades zum Empfänger zurückreflektiert,
während
bei freiem Strahlengang die Sendelichtstrahlen am Reflektor vorbeigeführt sind.
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Mit
dieser optoelektronischen Vorrichtung können spiegelnde Objekte auch
dann erfasst werden, wenn deren Oberflächen relativ zur Strahlachse der
Sendelichtstrahlen um einen gewissen Winkel verkippt sind.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optoelektronische Vorrichtung
der eingangs genannten Art bereitzustellen, mittels derer glänzende Objekte
sicher erfassbar sind.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte
Ausführungsformen
und zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Die
erfindungsgemäße optoelektronische Vorrichtung
betrifft einen Sendelichtstrahlen emittierenden Sender, einen Empfangslichtstrahlen
empfangenden Empfänger,
eine Ablenkeinheit, mittels derer nur die Sendelichtstrahlen periodisch
innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereichs abgelenkt werden und
eine Auswerteeinheit, in welcher die durch die Empfangslichtstrahlen
am Ausgang des Empfängers
generierten Empfangssignale in Abhängigkeit der aktuellen Winkelpositionen
der Sendelichtstrahlen ausgewertet werden. Zur selektiven Detektion von
glänzenden
Objekten wird der von deren Objektoberflächen gerichtet zurückreflektierte
Anteil der Empfangslichtstrahlen ausgewertet.
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Durch
die Ablenkung der Sendelichtstrahlen mittels der Ablenkeinheit ist
eine flächige
Abtastung der Oberflächen
von glänzenden
Objekten möglich, so
dass von diesen kommende Direktreflexe, das heißt gerichtet reflektierte Empfangslichtstrahlen,
in einem weiten Neigungswinkelbereich der Objektoberfläche zur
optoelektronischen Vorrichtung erfassbar sind. Durch die Amplitudenauswertung
der Empfangslichtstrahlen in der Auswerteeinheit ist dabei eine
selektive Erfassung glänzender
Objekte möglich.
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Somit
können
glänzende
Objekte mit unterschiedlichen Oberflächenformen und in unterschiedlichen
Orientierungen zur optoelektronischen Vorrichtung sicher erfasst
werden.
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Gemäß einer
ersten vorteilhaften Variante der Erfindung weist die optoelektronische
Vorrichtung einen Sendelichtstrahlen emittierenden Sender, einen
Empfangslichtstrahlen empfangenden Empfänger, eine Ablenkeinheit, mittels
derer nur die Sendelichtstrahlen periodisch innerhalb eines vorgegebenen
Winkelbereichs abgelenkt werden und eine Auswerteeinheit, in welcher
durch die Empfangslichtstrahlen am Ausgang des Empfängers in
Abhängigkeit
der aktuellen Winkelpositionen der Sendelichtstrahlen ausgewertet
werden, auf. Zur selektiven Detektion von glänzenden Objekten wird der von
deren Objektoberflächen
gerichtet zurückreflektierte
Anteil der Empfangslichtstrahlen ausgewertet.
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Durch
die Möglichkeit
der Distanzbestimmung von glänzenden
Objekten wird die Funktionalität
der optoelektronischen Vorrichtung erheblich erhöht.
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Gemäß einer
zweiten Variante der Erfindung kann ein glänzendes Objekt, insbesondere
ein Reflektor, als Begrenzung des Überwachungsbereichs, innerhalb
dessen mit der optoelektronischen Vorrichtung Objekte erfasst werden,
dienen. Das glänzende Objekt
bildet dann ein Referenzobjekt, das mit den Sendelichtstrahlen linienförmig abgetastet
wird. Bei einem Objekteingriff in den Überwachungsbereich erfolgt
eine Strahlunterbrechung der Sendelichtstrahlen, die in der Auswerteeinheit
winkelabhängig,
das heißt
abhängig
von den Winkelpositionen der Sendelichtstrahlen, erfasst wird. Die
dadurch mögliche
genaue Analyse der Art und Dauer einer Strahlposition ermöglicht Aussagen über die
Objektpositionen und Objektbeschaffenheiten der in den Überwachungsbereich
eindringenden Objekte. Insbesondere kann ermittelt werden, ob das
eindringende Objekt eine diffus reflektierende oder eine glänzende Oberfläche aufweist.
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Gemäß einer
dritten Variante der Erfindung kann eine optoelektronische Vorrichtung
mit einem einzelnen Empfänger
oder gegebenenfalls auch mit zwei Empfängern zur Detektion der Position
von Kanten glänzender
Objekte eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft ist, das durch
die Ablenkbewegung der Sendelichtstrahlen die jeweilige Kante nicht
nur lokal an einem Ort erfasst werden kann. Vielmehr kann mit der
optoelektronischen Vorrichtung die Annäherung der Kante kontinuierlich
verfolgt werden.
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Die
Erfindung wird im Nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
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1:
Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer optoelektronischen
Vorrichtung.
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2:
Skizze zur Beschreibung der Definition des Begriffes Glanz.
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3:
Variante der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 1.
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4:
Strahlengang der Sendelichtstrahlen und Empfangslichtstrahlen für die optoelektronische Vorrichtung
gemäß 1.
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5a,
b: Empfangssignale für
die Endlagenerfassung der Sendelichtstrahlen der optoelektronischen
Vorrichtung gemäß 3 und 4.
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6a,
b: Empfangssignale für
die Objekterfassung für
die optoelektronische Vorrichtung gemäß 3 und 4.
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7:
Variante der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 3 geführten Sendelichtstrahlen.
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8:
Räumlicher
Verlauf der über
den Schwingspiegel der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 3 geführten Sendelichtstrahlen.
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9:
Variante der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 7.
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10a: Zeitlicher Verlauf der Scanamplitude des
Schwingspiegels der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 9.
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10b: Zeitlicher Verlauf der Empfangssignale der
Zusatzempfänger
der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 9.
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11:
Variante der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 3.
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12:
Längsschnittdarstellung
der Senderanordnung der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 11.
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13a: Strahlengang der Sendelichtstrahlen und Empfangslichtstrahlen
der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 11 bei
Annäherung
eines Objekts.
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13b: Strahlengang der Sendelichtstrahlen und Empfangslichtstrahlen
der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 11 bei
einer Neigung eines Objekts.
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14:
Zweites Ausführungsbeispiel
einer optoelektronischen Vorrichtung mit einem Reflektor als Referenzobjekt.
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15:
Variante eines Referenzobjekts für die
optoelektronische Vorrichtung gemäß 15.
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16:
Anordnung der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 14 an
einem Förderband.
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17:
Strahlverlauf der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 14 bei
freiem Überwachungsbereich.
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18:
Strahlverlauf der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 14 bei
einem ebenen spiegelnden Objekt im Überwachungsbereich.
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19:
Strahlverlauf der optoelektronischen Vorrichtung gemäß 14 bei
einem gewölbten, spiegelnden
Objekt im Überwachungsbereich.
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20:
Zeitlicher Verlauf der Empfangssignale der optoelektronischen Vorrichtung
gemäß 14 bei
freiem Überwachungsbereich.
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21:
Zeitlicher Verlauf der Empfangssignale der optoelektronischen Vorrichtung
gemäß 14 bei
Detektion eines spiegelnden Objekts.
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22:
Zeitlicher Verlauf der Empfangssignale der optoelektronischen Vorrichtung
gemäß 14 bei
Detektion eines größeren diffus
reflektierenden Objekts.
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23:
Zeitlicher Verlauf der Empfangssignale der optoelektronischen Vorrichtung
gemäß 14 bei
Detektion eines kleinen diffus reflektierenden Objekts.
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24a-c: Zeitliche Abfolge einer Kantendetektion
mittels einer optoelektronischen Vorrichtung gemäß 3.
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25a-c: Zeitliche Abfolge einer Kantentdetektion
mittels einer weiteren optoelektronischen Vorrichtung.
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1 zeigt
schematisch den Aufbau eines ersten Ausführungsbeispiels einer optoelektronischen
Vorrichtung 1. Die optoelektronische Vorrichtung 1 weist
einen Sender 2 in Form einer Leuchtdiode auf, der Sendelichtstrahlen 3 emittiert.
Weiterhin weist die optoelektronische Vorrichtung 1 zwei
in Abstand nebeneinander angeordnete, Empfangslichtstrahlen 4a,
b empfangende Empfänger 5a,
b auf, die jeweils von einer Fotodiode gebildet sind. Bei der Detektion
eines Objekts 6 werden die Sendelichtstrahlen 3 als
Empfangslichtstrahlen 4a, b von der Objektoberfläche zurück zu den
Empfängern 5a,
b reflektiert.
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Dem
Sender 2 ist eine Ablenkeinheit in Form eines Schwingspiegels 7 nachgeordnet.
Dieser ist bevorzugt von einem Microscanspiegel gebildet. Mittels
des Schwingspiegels 7 erfolgt eine Ablenkung der Sendelichtstrahlen 3 in
zwei Raumrichtungen, so dass die Sendelichtstrahlen 3 periodisch
innerhalb eines sich über
einen vorgegebenen Winkelbereich erstreckenden Ablenkbereich abgelenkt
werden. Dadurch wird eine flächige
Abtastung der Objektoberfläche
erzielt.
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Die
Komponenten der optoelektronischen Vorrichtung 1 sind in
einem Gehäuse 8 integriert.
Die optoelektronische Vorrichtung 1 weist weiterhin einen Schaltausgang 9 und
eine Schnittstelle 10 auf, die an eine Auswerteeinheit 11 angeschlossen
sind. Die Auswerteeinheit 11 ist von einem Mikroprozessor oder
dergleichen gebildet. In der Auswerteeinheit 11 erfolgt
eine Auswertung der Empfangssignale der Empfänger 5a, b zur Generierung
eines Objektfeststellungssignals, welches über die Schnittstelle 10 und/oder
den Schaltausgang 9 ausgebbar ist. Diese elektronischen
Komponenten sind auch bei sämtlichen
weiteren Ausführungsbeispielen
vorgesehen.
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Die
optoelektronische Vorrichtung 1 dient zur selektiven Erfassung
von glänzenden
Objekten 6. Zur Unterscheidung von glänzenden Objekten 6 und diffus
reflektierenden Objekten 6 erfolgt in der Auswerteeinheit 11 eine
Amplitudenbewertung, insbesondere eine Schwellwertbewertung der
Empfangssignale. Dadurch können
selektiv oder ausschließlich die
von der Objektoberfläche kommenden
Direktreflexe, das heißt
die an dieser gerichtet reflektierten und auf die Empfänger 5a,
b geführten
Empfangslichtstrahlen 4a, b, ausgewertet werden.
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In
der Auswerteeinheit 11 werden jeweils die aktuellen Winkelpositionen
des Schwingspiegels 7 erfasst, so dass die Empfangssignale
in Abhängigkeit
der Winkelpositionen in der Auswerteeinheit 11 ausgewertet
werden.
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Wird
ein glänzendes
Objekt 6 detektiert, so wird in der Auswerteeinheit 11 die
Differenz der Winkelpositionen ermittelt, bei welchen die jeweiligen
Direktreflexe von der Objektoberfläche auf die Empfänger 5a,
b auftreffen. Diese Winkeldifferenz bildet ein Maß für die Distanz
des glänzenden
Objekts 6 zur optoelektronischen Vorrichtung 1.
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Der
Begriff „Glanz" wird im Folgenden
anhand von 2 beschrieben.
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Glanz
ist die Eigenschaft einer Oberfläche, einfallende
Lichtstrahlen mehr oder minder gerichtet zu reflektieren. Je mehr
Lichtstrahlen von einer Oberfläche
gerichtet reflektiert werden, desto glatter und glänzender
ist diese.
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Der
Glanzgrad einer Oberfläche
ist definiert als der Quotient aus dem gerichtet und dem diffus
reflektierten Anteil des auffallenden Lichts. Die praktische Bestimmung
des Glanzgrades erfolgt nach DIN 537781 in den sechs Glanzgraden:
hochglänzend, glänzend, seidenglänzend, seidenmatt,
matt, und stumpfmatt. Wie aus 2 ersichtlich,
bilden die einfallenden Sendelichtstrahlen 3 zur Flächennormalen des
Objektes 6 den Einfallswinkel α. Der Ausfallswinkel ist mit β bezeichnet.
- a) Ist das Objekt 6 transparent, werden
die Sendelichtstrahlen 3 gebrochen und mit ca. 95% der Intensität als gebrochener
Strahl 30 weitergeleitet. Ein Anteil mit ca. 4% wird mit
dem Ausfallswinkel β vom
Objekt 6 reflektiert.
- b) Ist das Objekt 6 nichttransparent und hochglänzend, wird
das gesamte Sendelicht 3 mit dem Ausfallswinkel β vom Objekt 6 reflektiert.
- c) Ist das Objekt 6 nichttransparent und seidenmatt
bis glänzend,
bildet sich um den reflektierten Empfangslichtstrahl 4 Streustrahlung 40.
Ein Anteil des Sendelichts 3 wird je nach Glanzgrad durch
das Objekt 6 absorbiert.
- d) Ist das Objekt 6 nichttransparent und stumpfmatt
bis matt, wird der überwiegende
Teil des Sendelichts 3 absorbiert und ein geringer Anteil diffus
in den Halbraum reflektiert.
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Die 3 und 4 zeigen
eine Variante der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 1. Die
beiden Empfänger 5a,
b liegen im Bereich der gegenüberliegenden
Ränder
der Frontseite des Gehäuses 8 der
optoelektronischen Vorrichtung 1 hinter einem nicht dargestellten
Austrittsfenster. Der Sender 2 und der nachgeordnete Schwingspiegel 7 liegen
in der Mitte zwischen den Empfängern 5a,
b. Durch die Schwenkbewegung des Schwingspiegels 7 wird,
wie in 3 dargestellt, eine in der x-z Ebene verlaufende
zweidimensionale sinusförmige
Abtastbewegung der Sendelichtstrahlen 3 erhalten, wodurch
eine zeilenförmige
Abtastung eines glänzenden
Objekts 6 erhalten wird.
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Wie
in 4 veranschaulicht, treffen in zwei um einen Winkel
W1 versetzten Winkelposition des Schwingspiegels 7 die
von der Oberfläche
des Objekts 6 gerichtet reflektierten Empfangslichtstrahlen 4a,
b als Direktreflexe auf die Empfänger 5a,
b. Diese Winkeldifferenz W1 wird in der Auswerteeinheit 11 als
Maß für die Distanz
des Objekts 6 zur optoelektronischen Vorrichtung 1 ausgewertet.
Dies gilt nahezu unabhängig
vom Neigungswinkel W2 der Objektoberfläche zur optoelektronischen
Vorrichtung 1.
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Um
die aktuelle Ablenkposition des Schwingspiegels 7 erfassen
zu können,
muss dessen Nulldurchgangsposition bekannt sein. Zur Bestimmung der
Null durchgangsposition sind im vorliegenden Fall als optische Elemente
zwei Umlenkspiegel 12a, b vorgesehen, die dicht neben den
Empfängern 5a,
b angeordnet sind und zur Bestimmung der Endlagen bei der Abtastbewegung
der Sendelichtstrahlen 3 dienen. In einer ersten Endlage
der Sendelichtstrahlen 3 werden diese über den Umlenkspiegel 12a zum Empfänger 5a geführt. In
einer zweiten Endlage werden die Sendelichtstrahlen 3 über den
Umlenkspiegel 12b zum Empfänger 5b geführt.
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Die
hierbei erhaltenen, Endlagensignale bildenden Empfangssignale U
(5a), U (5b) der Empfänger 5a,
b sind in den 5a, b dargestellt. Das Endlagensignal
am Empfänger 5a tritt
zu einer Zeit t1 auf, das Endlagensignal
am Empfänger 5b zu
einer Zeit t2. Die Mitte des Zeitintervalls
zwischen t1 und t2 definiert
die Nulldurchgangsposition des Schwingspiegels 7, wobei
jeweils für
den Hinlauf und Rücklauf des
Schwingspiegels 7 eine solche Nulldurchgangsposition erhalten
wird.
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Die 6a,
b zeigen eine alternative Methode zur Bestimmung der Nulldurchgangsposition.
In diesem Fall erfolgt die Bestimmung der Nulldurchgangsposition
ohne zusätzliche
optische Elemente allein anhand der Direktreflexe, die von der Objektoberfläche auf
die Empfänger 5a,
b geführt
sind.
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6a zeigt
das Empfangssignal U (5a) des Empfängers 5a, wobei zu
den Zeiten tah, t'ah und tar der vom Objekt reflektierten Empfangslichtstrahlen 4a,
b auf den Empfänger 5a,
b treffen und dort entsprechende Signalpeaks generieren. Da die
periodische Ablenkbewegung des Schwingspiegels 7 symmetrisch
zu dessen Nulldurchgangsposition ist, sind die Signalpeaks tah, t'ah während
des Hinlaufs des Schwingspiegels 7 und die Signalpeaks
tar während des
Rücklaufs
des Schwingspiegels 7 symmetrisch zu den Endlagen des Schwingspiegels 7.
Demzufolge ergibt sich der Zeitpunkt t1 der
ersten Endlage aus dem Mittelwert von tah und
tar und der Zeitpunkt t2 der zweiten
Endlage aus dem Mittelwert von tar und t'ah. Entsprechendes
gilt für
die Empfangssignale U (5b) für
den zweiten Empfänger 5b,
bei welchem die Direktreflexe zu den Zeiten tbh,
tbr, t'bh erhalten werden.
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Die
in 6b dargestellten Zeitintervalle dt1 und dt2 sind
ein Maß für die Objektdistanz,
da sie proportional zu den Differenzen der Winkelposition der Direktreflexe
für die
beiden Empfänger 5a,
b sind. Das Verhältnis
dt1/dt2 ist ein Maß für die Objektneigung.
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7 zeigt
eine Variante der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 1.
Die Anordnung der optischen Komponenten der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 7 entspricht
weitgehend der Ausführungsform
gemäß 3.
Im Unterschied hierzu ist im vorliegenden Fall als optisches Mittel
zur direkten Bestimmung der Nulldurchgangsposition des Schwingspiegels 7 ein
Umlenkspiegel 13 im Zentrum des Ablenkbereichs W der Sendelichtstrahlen 3 angeordnet,
so dass zur der Nulldurchgangsposition des Schwingspiegels 7 die
Sendelichtstrahlen 3 über den
Umlenkspiegel 13 auf einen Zusatzempfänger 14 treffen. Das
Ausgangssignal des Zusatzempfängers 14 liefert
somit direkt die Nulldurchgangsposition des Schwingspiegels 7.
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8 zeigt
die periodischen Abtastlinien der Sendelichtstrahlen 3 für die optoelektronische
Vorrichtung 1 gemäß 7 in
der x-z-Ebene. Wie aus 8 ersichtlich, sind die Sendelichtstrahlen 3 entlang
sinusförmiger
Abtastlinien geführt,
wobei die Sendelichtstrahlen 3 für den Hinlauf des Schwingspiegels 7 mit
durchgezogenen Linien und die Sendelichtstrahlen 3 für den Rücklauf des
Schwingspiegels 7 mit gestrichelten Linien dargestellt
sind. Die Nulldurchgangsposition ist in 8 mit N
bezeichnet.
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9 zeigt
eine Variante der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 7.
Der Zusatzempfänger 14 liegt
in diesem hinter einer Bohrung 21 eines großflächigen stationären Spiegels 15 der
die Sendelichtstrahlen 3 des Senders 2 nach Führung über den
Schwingspiegel 7 ablenkt. Ansonsten entspricht die optoelektronische
Vorrichtung 1 gemäß 9 der
Ausführungsform
gemäß 7.
Die Bohrung 21 ist geringfügig zur Mitte des Spiegels 15 versetzt,
so dass die Zeitpunkte der Signalpeaks der Empfangssignale UEO des Zusatzempfängers 14 (10b) zu den Nulldurchgängen der Scanamplituden, das
heißt
der Auslenkbewegungen der Sendelichtstrahlen 3 (10a), etwas versetzt sind. Dadurch wird eine Unterscheidung
der Nulldurchgangsposition beim Hin- und Rücklauf des Schwingspiegels 7 möglich.
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11 zeigt
eine weitere Variante der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 3.
Die Senderanordnung der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 11,
die in 12 separat dargestellt ist, umfasst
neben dem Sendelichtstrahlen 3 emittierenden Sender 2 und
dem Schwingspiegel 7 zusätzlich eine dem Schwingspiegel 7 nachgeordnete
Sendeoptik 16 zur Fokussierung der Sendelichtstrahlen 3. Wie
aus 12 ersichtlich, werden die über den Schwingspiegel 7 abgelenkten
Sendelichtstrahlen 3 somit auf einen Fokuspunkt F fokussiert.
In dem Fokuspunkt F können
kleine glänzende
Objekte 6 erfasst werden, während außerhalb des Fokuspunkts großflächige Objekte 6 erfassbar
sind.
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Den
beiden Empfängern 5a,
b ist als Empfangsoptik eine Zylinderlinse 17 vorgeordnet.
Ansonsten entspricht die optoelektronische Vorrichtung 1 gemäß 11 hinsichtlich
Aufbau und Funktionsweise der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 3.
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13a zeigt den Strahlengang der Sendelichtstrahlen 3 und
Empfangslichtstrahlen 4a, b der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 11 für den Fall,
dass sich ein Objekt 6 der optoelektronischen Vorrichtung 1 nähert, wobei
das angenäherte Objekt
mit 6' bezeichnet
ist. Das Objekt 6' kann
bei einer Annäherung
an die optoelektronische Vorrichtung 1 solange noch erfasst
werden, solange der Rückstrahlbereich 18 der
Empfangslichtstrahlen 4a, b (bei Annäherung des Objekts bezeichnet
mit 18') noch
die Zylinderlinse 17 vollständig ausleuchtet.
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Entsprechendes
gilt für
eine Neigung der Objektoberfläche
des Objekts 6' wie
in 13b dargestellt.
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14 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
der optoelektronischen Vorrichtung 1. Die vom Sender 2 dieser
optoelektronischen Vorrichtung 1 emittierten Sendelichtstrahlen 3 werden
wieder über einen
Schwingspiegel 7 abgelenkt und von dort zu einem Strahlteiler 19 geführt. Die
am Strahlteiler 19 reflektierten Sendelichtstrahlen 3 werden
mittels einer Sendeoptik kollimiert und dann in einen Überwachungsbereich
geführt,
welcher von einem glänzenden
Referenzobjekt begrenzt ist. Das Referenzobjekt ist im vorliegenden
Fall von einem Reflektor 20 gebildet. Durch die Ablenkbewegung
des Schwingspiegels 7 wird bei freiem Überwachungsbereich die Oberfläche des
Reflektors 20 als Empfangslichtstrahlen 4a, b
reflektierten Sendelichtstrahlen 3 werden über die
Sendeoptik 16 zum Strahlteiler 19 geführt, wobei
der den Strahlteiler 19 durchsetzende Anteil der Empfangslichtstrahlen 4a,
b auf den Empfänger 5 der
optoelektronischen Vorrichtung 1 geführt wird.
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Zur
Bestimmung der Nulldurchgangsposition des Schwingspiegels 7 ist
wieder ein Zusatzempfänger 4 vorgesehen.
Der den Strahlteiler 19 durchsetzende Anteil der Sendelichtstrahlen 3 wird
in Richtung des Zusatzempfängers 14 geführt. Mit
einer dem Zusatzempfänger 14 vorgeordneten
Blende 22 wird erreicht, dass nur in den Nulldurchgängen des Schwingspiegels 7 die
Sendelichtstrahlen 3 auf den Zusatzempfänger 14 treffen, so
dass dessen Ausgangssignale die Nulldurchgangsposition des Schwingspiegels 7 definieren.
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15 zeigt
eine alternative Ausbildung des Referenzobjekts in Form einer Reflektoranordnung 23 mit
zwei diskreten Spiegelflächen 24.
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16 zeigt
eine Applikation der optoelektronischen Vorrichtung 1 zur
Erfassung von Objekten 6 auf einem Förderband, wobei die Objekte 6 in
einer Förderrichtung
f gefördert
werden. Das Gehäuse 8 der
optoelektronischen Vorrichtung 1 und der Reflektor 20 der
optoelektronischen Vorrichtung 1 sind ge genüberliegend
beidseits des Förderbands
angeordnet, so dass bei freiem Strahlengang mittels der Sendelichtstrahlen 3 eine
linienförmige
Abtastung des Reflektors 20 als Referenzobjekt erfolgt.
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Wie
aus 16 ersichtlich, führt ein in den Überwachungsbereich
eintauchendes Objekt 6 zu einer teilweisen Unterbrechung
des Strahlengangs der Sendelichtstrahlen 3. Durch eine
winkelaufgelöste Erfassung
der Strahlunterbrechungen der Sendelichtstrahlen 3 in der
Auswerteeinheit 11 der optoelektronischen Vorrichtung 1 kann
die Objekthöhe
h und die Eintauchtiefe e des Objekts 6 in den Überwachungsbereich
zeitaufgelöst
bestimmt werden.
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Durch
die Begrenzung des Überwachungsbereichs
mit dem Reflektor 20 als glänzendem Referenzobjekt können mit
der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 14 Objekte 6 unterschiedlicher Beschaffenheiten
sicher detektiert und zudem voneinander unterschieden werden. Dies
ist in den 17 bis 23 veranschaulicht.
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17 zeigt
den Strahlengang der Sendelichtstrahlen 3 und Empfangslichtstrahlen 4a,
b der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 14 bei freiem Überwachungsbereich.
Da die Sendelichtstrahlen 3 am Reflektor 20 als
Empfangslichtstrahlen 4a, b in sich selbst zurückreflektiert
werden, werden bei jeder Winkelposition des Schwingspiegels 7 die Sendelichtstrahlen 3 als
Empfangslichtstrahlen 4a, b vom Reflektor 20 zurück zum Empfänger 5a,
b geführt.
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Dementsprechend
wird für
diesen Fall der in 20 dargestellte zeitliche Verlauf
der Empfangssignale U am Ausgang des Empfängers 5a, b erhalten. Da
die Sendelichtstrahlen 3 fortlaufend auf dem Reflektor 20 auftreffen
und zu diesem gerichtet als Empfangslichtstrahlen 4a, b
auf den Empfänger 5a,
b geführt
sind, liegt das Empfangssignal während
der gesamten Perioden der Strahlablenkung des Schwingspiegels 7,
sowohl während
des Hinlaufs (bezeichnet mit H) als auch während des Rücklaufs (bezeichnet mit R)
des Schwingspiegels 7 oberhalb des Schwellwerts Umin mittels derer die Amplitu den des Empfangssignals
zur Unterscheidung von diffusen und glänzenden Objekten 6 bewertet
werden.
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Die 18 und 19 zeigen
einen Eingriff eines glänzenden
Objekts 6 in den Überwachungsbereich,
wobei im Fall von 18 das Objekt 6 eine ebene
glänzende
Oberfläche
und im Fall von 19 das Objekt 6 eine
gekrümmte
glänzende
Oberfläche aufweist.
In jedem Fall treffen nur bei einer Ablenkposition des Schwingspiegels 7 die
mit 4' bezeichneten Empfangslichtstrahlen 4 auf
den Empfänger 5.
Die übrigen
Empfangslichtstrahlen 4 gelangen daher nicht zum Empfänger 5.
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Ein
Objekteingriff derartiger glänzende
Objekte 6 in den Überwachungsbereich
führt auf
den zeitlichen Empfangssignalverlauf gemäß 21. Der
Strahlengang der Sendelichtstrahlen 3 wird durch das Objekt 6 für eine bestimmte
Anzahl von Abtastperioden unterbrochen, so dass das Empfangssignal
zwischen t1 und t2 unter
den Schwellwert Umin absinkt und nur einmal
bei t3 durch den Direktreflex der glänzenden
Oberfläche
den Schwellwert Umin kurz überschreitet.
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22 zeigt
den Empfangssignalverlauf bei Eingriff eines diffus reflektierenden
Objekts 6 in den Überwachungsbereich,
wobei die Größe dieses
Objekts 6 der Objektgröße im Fall
von 21 entspricht. Dementsprechend fällt auch
hier das Empfangssignal im Zeitintervall zwischen t1 und
t2 unter den Schwellwert Umin ab.
Da jedoch in diesem Fall kein Direktreflex auftrifft, fehlt hier
der Signalpeak bei t3.
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23 zeigt
den Empfangssignalverlauf bei Eingriff eines gegenüber dem
Fall von 22 erheblich kleineren diffus
reflektierenden Objekts 6. Aufgrund der kleineren Objektgröße liegt
das Empfangssignal zwischen t4 und t5 nur kurzzeitig unterhalb des Schwellwerts
Umin. Dabei kann aus der zeitlichen Abfolge
der Schwellwertunterschreitung die Objektposition ermittelt werden.
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Wie
aus dem Vergleich der 20 bis 23 ersichtlich,
können
anhand der Verläufe
der Empfangssignale die Größen, Positionen
und Oberflächenbeschaffenheiten
von Objekten 6 analysiert werden.
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Die 24a bis c zeigen die zeitliche Abfolge einer Detektion
einer Kante eines glänzenden
Objekts 6 mittels der optoelektronischen Vorrichtung 1 gemäß 3.
Das glänzende
Objekt 6 ist im vorliegenden Fall von einer Steherkante
gebildet. Derartige Steher sind Bestandteile von Regalen, die in
industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Wie aus den 24a bis e ersichtlich, ist die Kante des Stehers
abgerundet. Die optoelektronische Vorrichtung 1 wird in
positiver X-Richtung relativ zur Steherkante bewegt. Entsprechend
den jeweiligen Positionen der optoelektronischen Vorrichtung 1 gelangen in
unterschiedlichen Winkelpositionen des Schwingspiegels 7 die
von der Objektkante gerichtet reflektierten Empfangslichtstrahlen 4a,
b als Direktreflexe zu den Empfängern 5a,
b der optoelektronischen Vorrichtung 1. Daraus kann die
Position der optoelektronischen Vorrichtung 1 relativ zur
Steherkante fortlaufend erfasst werden, wenn der Abstand der optoelektronischen
Vorrichtung 1 in Y-Richtung zur Steherkante bekannt ist.
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Die 25a bis c zeigen dieselbe Applikation wie in den 24a bis c dargestellt. Die optoelektronische Vorrichtung 1 gemäß 25a bis c ist gegenüber der Vorrichtung der 24a bis c dahingehend abgewandelt, dass diese
nur einen Empfänger 5 aufweist.
Weiterhin ist der Sender 2 mit dem nachgeordneten Schwingspiegel 7 so
orientiert, dass der von den Sendelichtstrahlen 3 überstrichene
Abtastbereich zum Empfänger 5 hin
gewandt ist. Damit kann innerhalb eines großen Bereichs die Position der
Steherkante überprüft werden.
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Um
die Kantenposition eindeutig von der anschließenden horizontalen Fläche unterscheiden
zu können,
wird vorzugsweise der Scanwinkel w3 = 0° als Kante definiert, wobei
der Direktreflex, wie in 24b gezeigt,
gerade noch im letzten Teil der Rundung der Kante reflektiert wird.
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Damit
wird erreicht, dass, wie in 24c gezeigt,
sich der zur horizontalen Fläche
gehörende
Scanwinkel w3' von
dem für
die Kante geltenden Scanwinkel w3 deutlich unterscheidet.
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Sender
- 3
- Sendelichtstrahlen
- 4a
- Empfangslichtstrahlen
- 4b
- Empfangslichtstrahlen
- 5a
- Empfänger
- 5b
- Empfänger
- 6
- Objekt
- 6'
- Objekt
- 7
- Schwingspiegel
- 8
- Gehäuse
- 9
- Schaltausgang
- 10
- Schnittstelle
- 11
- Auswerteeinheit
- 12
- Umlenkspiegel
- 13
- Umlenkspiegel
- 14
- Zusatzempfänger
- 15
- Spiegel
- 16
- Sendeoptik
- 17
- Zylinderlinse
- 18
- Rückstrahlbereich
- 18'
- Rückstrahlbereich
- 19
- Strahlteiler
- 20
- Reflektor
- 21
- Bohrung
- 22
- Blende
- 23
- Reflektoranordnung
- 24
- Spiegelfläche
- 30
- gebrochener
Stahl
- 40
- Streustrahlung