DE202007009971U1 - Verschiebbarer Sonnenschutz für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
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-
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft einen verschiebbaren Sonnenschutz für ein Kraftfahrzeug.
- Ein solcher Sonnenschutz wird meist in Verbindung mit einem Schiebedachsystem eingesetzt. Der Sonnenschutz ist entlang den Rändern der Dachöffnung verschiebbar angebracht, die vom Deckel des Schiebedachsystems verschlossen werden kann. Der Sonnenschutz kann dabei meist in Fahrzeuglängsrichtung zwischen einer nach hinten unter den Dachhimmel zurückgeschobenen Stellung und einer mehr oder weniger nach vorne verschobenen Stellung verstellt werden.
- Aus optischen Gründen ist es erstrebenswert, daß der Sonnenschutz an das für den Innenhimmel des Fahrzeugdachs verwendete Material angepaßt ist oder, im optimalen Fall, aus demselben Material besteht. Aus diesem Grunde wurde bisher für den Sonnenschutz zunächst eine Platte bereitgestellt, auf die dann eine Lage des Materials, aus dem der Innenhimmel besteht, auflaminiert wurde. Dieses Material ist beispielsweise ein Gewebe oder Stoff. Diese Vorgehensweise ist allerdings mit hohen Kosten verbunden.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Sonnenschutz zu schaffen, der mit geringen Kosten so ausgebildet werden kann, daß er an den Innenhimmel des Kraftfahrzeugs perfekt angepaßt werden kann.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Sonnenschutz vorgesehen, mit einem Rahmen und einem flächigen, nicht eigenstabilen Verschattungselement, das vom Rahmen in einem vorgespannten Zustand gehalten ist. Die Erfindung beruht auf der Grundidee, das für den Innenhimmel verwendete Material, beispielsweise Stoff oder Gewebe, in einem Rahmen aufzuspannen, so daß es flächig gehalten ist. Es ist nicht erforderlich, den Stoff oder das Gewebe über die gesamte Fläche an einem Träger anzubringen, wie dies bisher der Fall war. Auf diese Weise ergibt sich ein sehr leichter und auch kostengünstig herstellbarer Sonnenschutz. Da für das Verschattungselement exakt dasselbe Material verwendet werden kann, wie es sich über den Innenhimmel des Fahrzeugs erstreckt, ist der Sonnenschutz perfekt an den Innenhimmel angepaßt.
- Vorzugsweise ist vorgesehen, daß das Verschattungselement durch ein Gewebe bzw. Stoff gebildet ist. Alternativ wäre auch denkbar, eine Folie zu verwenden.
- Der Rahmen kann insbesondere aus Kunststoff bestehen. Dies ermöglicht, den Rahmen auf das Verschattungselement aufzuspritzen oder den Rahmen durch Umspritzen des Randbereichs des Verschattungselementes zu bilden. In beiden Fällen ergibt sich ein sehr kostengünstiges Herstellungsverfahren. Außerdem ist das Verschattungselement zuverlässig am Rahmen festgelegt.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Rahmen durch mindestens einen Einleger verstärkt. Auf diese Weise kann der Rahmen mit geringen Abmessungen und damit mit geringem Gewicht hergestellt werden, während gleichzeitig eine vergleichsweise hohe Festigkeit erzielbar ist.
- Vorzugsweise ist ein Spriegel vorgesehen, der fest mit dem Verschattungselement verbunden ist. Der Spriegel kann einstückig mit dem Rahmen ausgebildet sein, insbesondere aus demselben Material gespritzt werden, und kann mit einem Griff versehen sein.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind am Rahmen Gleitelemente vorgesehen, mittels denen der Sonnenschutz in einer Führungsschiene geführt werden kann. Die Gleitelemente können entweder einstückig mit dem Rahmen ausgeführt sein, beispielsweise als kleine Vorsprünge oder Nasen, wenn der Rahmen aus einem Material mit guten Gleiteigenschaften besteht. Alternativ können die Gleitelemente separate Bauteile sein, die nach der Herstellung des Rahmens an diesem befestigt werden, beispielsweise eingeclipst. Diese Bauteile können auch eine Feder enthalten, beispielsweise eine Blattfeder, so daß der verschiebbare Sonnenschutz spielfrei in ihm zugeordneten Führungsschienen geführt ist.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform beschrieben, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen:
-
1 einen erfindungsgemäßen Sonnenschutz in einer schematischen Draufsicht; und -
2 einen Schnitt entlang der Linie II-II von1 . - In
1 ist ein Sonnenschutz10 gezeigt, der dafür vorgesehen ist, im Bereich des Innenhimmels eines Kraftfahrzeugs verschiebbar angeordnet zu werden. Der Sonnenschutz ist dabei unterhalb einer Öffnung im Dach vorgesehen, in welcher entweder ein stationärer, transparenter Deckel oder ein verschiebbarer Deckel eines Schiebedachsystems angeordnet ist. Der Sonnenschutz ist so angeordnet, daß er in eine Position verstellt werden kann, in welcher er den Lichteinfall in den Fahrzeuginnenraum durch die Öffnung verringert oder vollständig unterbindet. In Abhängigkeit von der Breite der Öffnung im Dach kann sich der Sonnenschutz auch über die gesamte Breite des Fahrzeugdachs erstrecken. - Der Sonnenschutz
10 ist als insgesamt flaches Bauteil ausgeführt, welches eben sein kann oder an die Krümmung des Fahrzeugdachs angepaßt ist. Er besteht aus einem Rahmen, gebildet durch drei Rahmenabschnitte12 ,14 ,16 , und einem flächigen Verschattungselement18 . Das Verschattungselement18 besteht aus Gewebe oder Stoff und ist daher ohne den Rahmen nicht formstabil. Es wird vom Rahmen12 ,14 ,16 in einer flächig aufgespannten Form gehalten. Um zu verhindern, daß das Verschattungselement18 in den Innenraum des Fahrzeugs hinein durchhängt, ist vorgesehen, daß das Verschattungselement vorgespannt gehalten ist. - An dem in Fahrtrichtung des Fahrzeugs gesehen vorderen Rand des Sonnenschutzes ist ein Spriegel
20 angebracht, an dem ein Griff22 vorgesehen ist. Mittels des Griffs kann der Sonnenschutz10 manuell in der Längsrichtung des Fahrzeugs verstellt werden. - An den sich in Längsrichtung erstreckenden Seitenrändern, also im Bereich der Rahmenabschnitte
12 und16 , sind jeweils zwei Gleitelemente24 angeordnet, die dazu dienen, den Sonnenschutz mit geringer Reibung, jedoch im wesentlichen spielfrei in einer ihm zugeordneten Führungsschiene zu führen. Die Gleitelemente24 sind hier gebildet durch Blattfederelemente, die an die entsprechenden Rahmenabschnitte12 ,16 angeclipst werden können und an ihren freien Enden mit Führungselementen versehen sind. Diese bestehen aus einem Material, welches einen niedrigen Reibungskoeffizienten hat. Alternativ können die Gleitelemente auch durch Vorsprünge, Nasen oder federnde Laschen gebildet sein, die einstückig mit den Rahmenabschnitten ausgeführt sind. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn der Rahmen aus einem Material besteht, der einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweist. Insbesondere mit federnden Laschen ist es möglich, den Sonnenschutz in y-Richtung in den ihm zugeordneten Führungen vorzuspannen. Eine Vorspannung in z-Richtung kann beispielsweise dadurch erzielt werden, daß Gleitelemente am vorderen und hinteren Rand des Sonnenschutzes auf einer Seite des Rahmens angeordnet sind, beispielsweise auf der unteren Seite, während mittig ein dritter Gleiter auf der entgegengesetzten Seite angeordnet ist, beispielsweise auf der oberen Seite. Dadurch wird der gesamte Rahmenabschnitt12 bzw.16 als federndes Element verwendet, da er von den Gleitern elastisch gebogen in der Führung gehalten wird. - Der Rahmen, gebildet durch die Rahmenabschnitte
12 ,14 ,16 , und auch der Spriegel20 bestehen aus Kunststoff. Um das Verschattungselement18 mit geringem Aufwand am Rahmen befestigen zu können, ist der Rahmen durch Umspritzen des Randbereichs des Verschattungselements18 hergestellt (siehe2 ). Der Rahmen hat also einen allgemein U-förmigen Querschnitt, wobei das Verschattungselement zwischen den beiden Schenkeln des U aufgenommen ist. Zusätzlich ist im Rahmen ein Einleger26 angeordnet (siehe2 ), der den Rahmen verstärkt. Der Einleger26 besteht aus Metall. Der Sonnenschutz kann insgesamt sehr kostengünstig dadurch hergestellt werden, daß der Einleger zusammen mit dem Verschattungselement in einer Spritzgußform angeordnet und anschließend mit Kunststoff umspritzt wird. - Der Spriegel
20 kann entweder als separates Bauteil ausgeführt werden, welches nachträglich am Rahmen und/oder am Verschattungselement befestigt wird, oder kann einteilig mit dem Rahmen ausgebildet werden. In diesem Fall umgreift auch der Spriegel den Randbereich des Verschattungselements. - Gemäß einer nicht dargestellten Variante kann vorgesehen sein, daß der Rahmen nicht durch Umspritzen des Randbereichs hergestellt ist, sondern auf den Randbereich des Verschattungselementes aufgespritzt ist. Auch in diesem Fall läßt sich eine ausreichend sichere mechanische Verbindung zwischen dem Verschattungselement und dem Rahmen erzielen.
- Als Material für den Rahmen ist insbesondere POM geeignet.
-
- 10
- Sonnenschutz
- 12
- Rahmenabschnitt
- 14
- Rahmenabschnitt
- 16
- Rahmenabschnitt
- 18
- Verschattungselement
- 20
- Spriegel
- 22
- Griff
- 24
- Gleitelement
- 26
- Einleger
Claims (14)
- Verschiebbarer Sonnenschutz (
10 ) für ein Kraftfahrzeug, mit einem Rahmen (12 ,14 ,16 ) und einem flächigen, nicht eigenstabilen Verschattungselement (18 ), das vom Rahmen (12 ,14 ,16 ) in einem vorgespannten Zustand gehalten ist. - Sonnenschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschattungselement (
18 ) durch ein Gewebe bzw. Stoff gebildet ist. - Sonnenschutz nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (
12 ,14 ,16 ) aus Kunststoff besteht. - Sonnenschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (
12 ,14 ,16 ) auf das Verschattungselement (18 ) aufgespritzt ist. - Sonnenschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (
12 ,14 ,16 ) einen Randbereich des Verschattungselements (18 ) umgreift. - Sonnenschutz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (
12 ,14 ,16 ) durch Umspritzen des Randbereichs des Verschattungselements (18 ) gebildet ist. - Sonnenschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (
12 ,14 ,16 ) durch mindestens einen Einleger (26 ) verstärkt ist. - Sonnenschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spriegel (
20 ) vorgesehen ist, der fest mit dem Verschattungselement (18 ) verbunden ist. - Sonnenschutz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spriegel (
20 ) einstückig mit dem Rahmen (12 ,14 ,16 ) ausgeführt ist. - Sonnenschutz nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Spriegel (
20 ) ein Griff (22 ) vorgesehen ist. - Sonnenschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Rahmen (
12 ,14 ,16 ) Gleitelemente (24 ) vorgesehen sind, mittels denen der Sonnenschutz (10 ) in einer Führungsschiene geführt werden kann. - Sonnenschutz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitelemente durch Vorsprünge am Rahmen gebildet sind.
- Sonnenschutz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitelemente durch am Rahmen (
12 ,14 ,16 ) angebrachte Bauteile (24 ) gebildet sind. - Sonnenschutz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauteile (
24 ) eine Feder aufweisen.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE200720009971 DE202007009971U1 (de) | 2007-07-17 | 2007-07-17 | Verschiebbarer Sonnenschutz für ein Kraftfahrzeug |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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-
2007
- 2007-07-17 DE DE200720009971 patent/DE202007009971U1/de not_active Expired - Lifetime
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