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Die
Erfindung betrifft eine Tierleine mit einem Band, das an einem freien
Ende Befestigungsmittel aufweist zur Befestigung des Bandes an einem
Halsband des Tieres und mit einem Gehäuse, in dem das Band aufrollbar
angeordnet ist, und das eine Durchgangsöffnung aufweist für den Durchgang
des Bandes.
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Aus
der
DE 199 30 092
A1 ist eine Tierleine mit einem Band zur Befestigung an
einem Halsband eines Tieres bekannt, die ein Gehäuse aufweist, in dem das Band
aufrollbar angeordnet ist. Das Gehäuse weist eine Durchgangsöffnung auf,
so dass das Band zwischen einer aufgerollten Stellung und einer abgerollten
Stellung bewegbar ist.
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Nachteilig
an der bekannten Tierleine ist jedoch, dass sie kein Griffteil zum
manuellen Erfassen der Tierleine aufweist.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Tierleine derart weiterzubilden,
dass die Handhabung verbessert wird, wobei insbesondere eine lösbare Befestigung
der Tierleine an einem ortsfesten Gegenstand ermöglicht sein soll.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff
des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass sich an das Gehäuse ein
Griffteil anschließt,
das zumindest teilweise derart beweglich mit dem Gehäuse verbunden ist,
dass es relativ zu dem Gehäuse
zum einen in eine Öffnungsstellung
bringbar ist, in der das Griffteil an einem ersten Ende unter Bildung
eines Zwischenraumes beabstandet zu dem Gehäuse angeordnet ist, und zum
anderen in eine Schließstellung
bringbar ist, in der das erste Ende des Griffteils fest mit dem Gehäuse verbunden
ist.
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Der
besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die bewegbare
Anordnung eines Griffteils relativ zu einem Gehäuse der Tierleine dieselbe
auf einfache Weise lösbar
befestigbar an einem ortsfesten Gegenstand ist. Vorteilhaft kann
hierdurch beispielsweise die als Hundeleine ausgebildete Tierleine
an einem vor einem Geschäft
platzierten festen Gegenstand einfach und schnell befestigt werden,
so dass der Hundebesitzer zum Einkaufen von Waren sich in das Geschäft begeben
kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass der zurückgelassene Hund nach- oder
weglaufen kann. Dadurch, dass die Befestigung der Tierleine an dem
ortsfesten Gegenstand allein durch Zusammenwirken des Griffteils
mit dem Gehäuse
erfolgt, muss das Band der Tierleine selbst hierfür nicht
eingesetzt werden. Dass Band der Tierleine kann somit beispielsweise
in einer ab gerollten Stellung sein, so dass das Tier eine relativ
große Bewegungsfreiheit
hat. Durch Einstellen der Länge des
Bandes kann der Bewegungsradius des Tieres in Bezug auf den ortsfesten
Gegenstand voreingestellt sein. Dies ist insbesondere dann einfach
einstellbar, wenn in dem Gehäuse
der Tierleine eine Aufrollspule mit einer Rückholfeder vorgesehen ist,
so dass mittels entsprechend vorgesehener Betätigungsmittel eine manuelle
Festlegung der Länge
des abgerollten Bandes einstellbar ist. Dadurch, dass ein erstes
Ende des Griffteils in eine Öffnungsstellung
bringbar ist, in der es unter Bildung eines Zwischenraumes beabstandet
zu dem Gehäuse
angeordnet ist, kann dass Griffteil einen ortsfesten Gegenstand
umfassen. Durch Verbringen des Griffteils in eine nachfolgende Schließstellung,
in der das erste Ende des Griffteils wieder fest mit dem Gehäuse verbunden
ist, wird eine sichere Verriegelung der Tierleine mit dem ortsfesten
Gegenstand erzielt. Vorzugsweise ist das Griffteil zu dem Gehäuse derart
ausgeformt, dass das Griffteil in der Schließstellung zusammen mit dem
Gehäuse
einen steg- oder stangenförmigen
Gegenstand umgreift.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist ein zweites Ende des Griffteils schwenkbar zu dem
Gehäuse
angeordnet. Vorteilhaft bewegt sich das Griffteil zwischen der Öffnungsstellung
und der Schließstellung
desselben entlang einer geführten
Bewegungsrichtung in einer Ebene. Durch die definierte Schwenkbewegung
wird die Handhabung der Tierleine beim öffnen und Schließen des Griffteils
vereinfacht.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung weist das Griffteil an einem sich an dem ersten Ende desselben anschließenden ersten Schenkel
Betätigungsmittel
auf, so dass durch Angreifen eines Fingers der Bedienperson das
am ersten Ende angeordnete Befestigungsmittel in eine Verriegelungsstellung
oder in eine Entriegelungsstellung bringbar ist. Vorteilhaft kann
hierdurch insbesondere die Entriegelung des Griffteils durch Einhandbedienung
erfolgen.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist das Griffteil U-förmig ausgebildet,
wobei an einem zweiten Schenkel des Griffteils mindestens eine Griffmulde
vorgesehen ist zum manuellen Erfassen des Griffteils. Vorteilhaft
kann hierdurch das Griffteil während
des Gebrauchs einfach in der Hand der Bedienperson liegen.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist das Befestigungsmittel am
Griffteil derart ausgebildet, dass das Griffteil rastend mit dem
Gehäuse
verbindbar und lösbar
ist. Vorteilhaft wird hierdurch eine Art Klipsverbindung geschaffen,
die ein schnelles und einfaches Verriegeln bzw. Entriegeln ermöglicht.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist das Betätigungsmittel zum Entriegeln
und/oder Verriegeln des Griffteils an dem Gehäuse als ein federvorgespannter
Betätigungshebel
ausgebildet, wobei ein aus dem Griffteil hervorstehender Betätigungsknopf
in einem Scheitelbereich des Griffteils angeordnet ist, so dass
ein einfaches manuelles Erfassen aus der Griffposition der Hand
ermöglicht
wird.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist ein Betätigungsmittel zum Festlegen
der Länge
des abgerollten Bandes an dem Gehäuse in einem dem zweiten Ende
des Griffteils zugewandten Bereich des Gehäuses angeordnet, so dass durch Erfassen
des Griffteils von einer ersten Längsseite der Tierleine das
Betätigungsmittel
zur Längenbestimmung
des Bandes und durch Erfassen des Griffteils von einer gegenüberliegenden
Längsseite
das Erfassen des Betätigungsknopfes
zum Entriegeln oder Verriegeln des Griffteils an dem Gehäuse gewährleistet
ist. Es kann somit jeweils die Betätigung mittels Einhandbedienung
erfolgen.
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Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht der Tierleine in einer Schließstellung eines Griffteils
und
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2 eine
Seitenansicht der Tierleine in einer Öffnungsstellung des Griffteils.
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Eine
Tierleine 1 ist vorzugsweise als eine Hundeleine ausgebildet,
mittels derer Hunde in der Umgebung ausgeführt werden können. Alternativ kann
die Tierleine auch für
Katzen oder andere Tiere eingesetzt werden.
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Die
Hundeleine 1 besteht zum einen aus einem flachen Gehäuse 2,
in dem eine Aufrollspule 3 mit einer Rückholfeder 4 angeordnet
ist. Auf der Aufrollspule 3 ist ein Band 5 wickelbar,
an dessen freien Ende ein lösbarer
Verschluss, vorzugsweise ein Karabinerhaken 6, als Befestigungsmittel
zum Befestigen des Bandes 5 an ein nicht dargestelltes Halsband
des Hundes vorgesehen ist. Das Gehäuse 2 weist eine Durchgangsöffnung auf,
durch die das Band bewegt werden kann zwischen einer auf der Aufrollspule 3 vollständig aufgerollten
Position und einer entrollten Position, in der die Tierleine 1 die
maximale Länge
aufweist. Die Aufrollspule 3 weist umfangsseitig verteilt
angeordnete radial abstehende Rastnasen 7 auf, so dass
die Stellung der Aufrollspule 3 bzw. die Länge des
Bandes 5 durch Betätigung an
einer Außenseite
des Gehäuses 2 angeordneten und
auf eine Klinke 8 wirkendes Betätigungsmittel 9 eingestellt
werden kann. Durch Drücken
des Betätigungsmittels 9 wird
die Klinke 8 in radialer Richtung auf die Aufrollspule 3 zu
bewegt, wobei unter Anlegen der Rastnase 7 an die Klinke 8 ein
Weiterdrehen der Aufrollspule 3 verhindert wird. Ein selbsttätiges Aufrollen
des Bandes 5 auf der Aufrollspule 3 wird somit
verhindert. Die Länge
des außerhalb
des Gehäuses 2 angeordneten
Bandes 5 kann somit in bekannter Weise festgelegt werden.
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Ferner
weist die Tierleine 1 ein U-förmiges Griffteil 10 auf,
das an einem ersten Ende 11 desselben über Befestigungsmittel 12 lösbar mit
dem Gehäuse 2 verbunden
ist. Das Griffteil 10 kann aus einer in 1 dargestellten
Schließstellung,
in der das erste Ende des Griffteils 10 fest mit dem Gehäuse 2 verbunden
ist, in eine in 2 dargestellte Öffnungsstellung
verbracht werden, in der das erste Ende 11 des Griffteils 10 unter
Bildung eines Zwischenraumes beabstandet zu dem Gehäuse 2 angeordnet
ist. In der Öffnungsstellung
des Griffteils 10 kann ein ortsfester Gegenstand, vorzugsweise
eine ortsfeste Stange in den offenen Bereich zwischen dem Gehäuse 2 und dem
Griffteil 10 verbracht werden, so dass nach nachfolgendem
Verschließen
des Griffteils 10 eine unlösbare Verbindung zwi schen der
Tierleine 1 und dem ortsfesten Gegenstand gegeben ist.
Beispielsweise kann der Hund hierdurch in einem Bereich vor einem
Geschäft „festgebunden" werden, während der
Hundehalter in dem Geschäft
Einkäufe
erledigt.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist das Griffteil 10 schwenkbar um eine Schwenkachse S
zu dem Gehäuse 2 gelagert,
wobei die Schwenkachse S senkrecht zu Flachseiten 13 des
Gehäuses 2 verläuft. Zu
diesem Zweck ist ein zweites Ende 14 des Griffteils 10 schwenkbar
mit dem Gehäuse 2 verbunden.
Beispielsweise kann das zweite Ende 14 des Griffteils 10 über ein
Gelenk (Drehgelenk) mit dem Gehäuse 2 verbunden
sein.
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Das
Griffteil 10 weist einen ersten Schenkel 15 auf,
an dessen freien Ende das erste Ende 11 des Griffteils 10 angeordnet
ist. Der erste Schenkel 15 weist das Befestigungsmittel 12 zum
Verbringen des Griffteils 10 in die Verriegelungsstellung
oder in die Entriegelungsstellung zu dem Gehäuse 2 sowie einen
von dem Griffteil 10 abragenden Betätigungsknopf 16 als
Betätigungsmittel
auf, mittels dessen das Befestigungsmittel 12 manuell betätigbar ist.
Das Befestigungsmittel 12 ist als ein Feder vorgespannter Befestigungshebel 17 ausgebildet,
der im Bereich des ersten Endes 11 endseitig einen Klemmhaken 18 und
auf einer dem Klemmhaken 18 abgewandten Endseite den Betätigungsknopf 16 aufweist.
Der Befestigungshebel 17 ist mittels einer Feder 26 vorgespannt
um eine parallel zur Schwenkachse S gelagerten Achse schwenkbar
gelagert. Der Klemmhaken 18 ist rastend mit einem Halteelement 19 des Gehäuses 2 verbindbar.
Beispielsweise kann der Klemmhaken 18 derart ausgebildet
sein, dass das Griffteil 10 aus der Öffnungsstellung in die Verriegelungsstellung
durch Einschnappen des Klemmhakens 18 an dem Halteelement 19 erfolgen
kann. Das Verbringen des Griffteils 10 aus der Verriegelungsstellung
in die Öffnungsstellung
kann nur durch Betätigen,
vorzugsweise durch Drücken
des Betätigungsknopfes 16 erfolgen,
wobei der Klemmhaken 18 in Außereingriffstellung zu dem
Halteelement 19 verbracht wird.
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Der
erste Schenkel 15 des Griffteils 10 dient somit
hauptsächlich
zur Aufnahme des Betätigungsmittels 16 bzw.
des Befestigungsmittels 12.
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Das
Griffteil 10 weist einen zweiten Schenkel 20 auf,
an dessen freien Ende das zweite Ende 14 angeordnet ist.
Der zweite Schenkel 20 weist einen konvexförmigen Mittelabschnitt 21 sowie
sich zu beiden Seiten des Mittelabschnitts 21 anschließende Griffmulden 22, 22' auf. Der zweite
Schenkel 20 dient somit zum manuellen Erfassen des Griffteils 10,
wobei durch manuelles Erfassen des zweiten Schenkels 20 von
einer Längsseite
des Griffteils 10 her eine Einhandbedienung des Betätigungsknopfes 16 einerseits
und durch manuelles Erfassen von einer gegenüberliegenden Längsseite
des Griffteils 10 her eine Einhandbedienung des Betätigungsmittels 9 andererseits
ermöglicht
wird. Vorzugsweise kann diese manuelle Betätigung mittels eines Fingers,
vorzugsweise eines Daumens, der Bedienperson erfolgen, während der
Zeigefinger in der entsprechenden Griffmulde 22, 22' zur Anlage
kommt.
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Der
Abstand eines Scheitelbereiches 23 des Griffteils 10 ist
zu einem dem Griffteil 10 zugewandten Umfangsabschnitt 24 des
Gehäuses 2 derart
gewählt,
dass eine Vielzahl von unterschiedlich dimensionierten ortsfesten
Gegenständen
umfasst werden können.
Der Abstand zwischen dem Scheitel bereich 23 des Griffteils 10 und
dem Umfangsabschnitt 24 des Gehäuses 2 kann beispielsweise
in einem Bereich zwischen 3 und 10 cm liegen.
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Im
Scheitelbereich 23 des Griffteils 10 kann eine Öse 25 angeordnet
sein, so dass die Tierleine 1 bei einem Nichtgebrauch beispielsweise
an einen Haken befestigt werden kann.