[go: up one dir, main page]

DE202007008628U1 - Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil - Google Patents

Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil Download PDF

Info

Publication number
DE202007008628U1
DE202007008628U1 DE200720008628 DE202007008628U DE202007008628U1 DE 202007008628 U1 DE202007008628 U1 DE 202007008628U1 DE 200720008628 DE200720008628 DE 200720008628 DE 202007008628 U DE202007008628 U DE 202007008628U DE 202007008628 U1 DE202007008628 U1 DE 202007008628U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
energy
valve
emergency
hydraulic
hydraulic cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE200720008628
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Liebherr Hydraulikbagger GmbH
Original Assignee
Liebherr Hydraulikbagger GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Liebherr Hydraulikbagger GmbH filed Critical Liebherr Hydraulikbagger GmbH
Priority to DE200720008628 priority Critical patent/DE202007008628U1/de
Priority to DE102008024982A priority patent/DE102008024982A1/de
Publication of DE202007008628U1 publication Critical patent/DE202007008628U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B20/00Safety arrangements for fluid actuator systems; Applications of safety devices in fluid actuator systems; Emergency measures for fluid actuator systems
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F9/00Component parts of dredgers or soil-shifting machines, not restricted to one of the kinds covered by groups E02F3/00 - E02F7/00
    • E02F9/20Drives; Control devices
    • E02F9/22Hydraulic or pneumatic drives
    • E02F9/2217Hydraulic or pneumatic drives with energy recovery arrangements, e.g. using accumulators, flywheels
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F9/00Component parts of dredgers or soil-shifting machines, not restricted to one of the kinds covered by groups E02F3/00 - E02F7/00
    • E02F9/20Drives; Control devices
    • E02F9/22Hydraulic or pneumatic drives
    • E02F9/226Safety arrangements, e.g. hydraulic driven fans, preventing cavitation, leakage, overheating
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F9/00Component parts of dredgers or soil-shifting machines, not restricted to one of the kinds covered by groups E02F3/00 - E02F7/00
    • E02F9/20Drives; Control devices
    • E02F9/22Hydraulic or pneumatic drives
    • E02F9/2264Arrangements or adaptations of elements for hydraulic drives
    • E02F9/2275Hoses and supports therefor and protection therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Abstract

Ansteuerungsvorrichtung für das Notbetätigungsventil (2) eines Hydrozylinders (1) mit einer Energieübertragungsleitung (3) zur Übertragung der Energie, über welche das Notbetätigungsventil (2) angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils (2) von einem autonomen Energiespeicher (4) zur Verfügung gestellt wird oder eine mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung (5) zur Bereitstellung dieser Energie vorgesehen ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ansteuerungsvorrichtung für das Notbetätigungsventil eines Hydrozylinders mit einer Energieübertragungsleitung zur Übertragung der Energie, über welche das Notbetätigungsventil angesteuert wird.
  • Zum Beispiel verfügen die Hydrozylinder, über welche das Hubgestell der Fahrerkabine von Umschlaggeräten bzw. Mobilbaggern verfahren werden kann, über ein solches Notbetätigungsventil und eine entsprechende Ansteuerungsvorrichtung. Das Notbetätigungsventil soll dabei sicherstellen, dass das Hubgestell auch dann abgelassen werden kann, wenn die hydraulische Ansteuerung des Zylinders ausfällt oder sonstige Defekte am Zylinder auftreten. Notbetätigungsventile mit entsprechender Ansteuerungsvorrichtung kommen jedoch auch bei einer Vielzahl von anderen Hydrozylindern zum Einsatz, um eine Notbetätigung auch bei Ausfall der sonstigen Hydrauliksteuerung zu ermöglichen.
  • Bei bekannten mechanisch betätigbaren Notbetätigungssystemen ohne Energieübertragungsleitung, bei welchen eine räumliche Trennung von Bedienelement und Notbetätigungsventil somit nicht möglich ist, besteht dabei das Problem, dass die hohen hydraulischen Drücke im Bereich des Fahrers in der Fahrerkabine ein Sicherheitsrisiko darstellen.
  • Bekannte Notbetätigungssysteme werden deshalb meist über ein elektronisch betätigtes Ventil realisiert, welches über elektrische Leitungen angesteuert werden kann, so dass das Ventil nicht im Bereich der Fahrerkabine montiert werden muß. Die Energie zur Betätigung des Notbetätigungsventils wird in bekannten Systemen dabei über das Bordnetz des Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. Der Nachteil eines solchen Systems liegt darin, dass bei einem Ausfall der Bordelektronik gleichzeitig auch die Notbetätigung für den Hydrozylinder ausfällt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil eines Hydrozylinders mit einer Energieübertragungsleitung zur Übertragung der Energie, über welche das Notbetätigungsventil angesteuert wird, zur Verfügung zu stellen, welche eine erhöhte Sicherheit und Verfügbarkeit des Notbetätigungsventils ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe von einer Ansteuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Dabei wird die Energie zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils erfindungsgemäß von einem autonomen Energiespeicher zur Verfügung gestellt, oder es ist eine mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung zur Bereitstellung dieser Energie vorgesehen. Durch den autonomen Energiespeicher bzw. die mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung zur Bereitstellung der Energie ist sichergestellt, dass das Notbetätigungsventil der erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung auch dann betätigt werden kann, wenn die übrigen Systeme ausfallen und z. B. das Bordnetz keine elektrische Energie zur Verfügung stellt.
  • Das Notbetätigungsventil kann so vollkommen autonom gesteuert werden und steht jederzeit zur Verfügung. Im Vergleich zu bekannten mechanischen Ansteuerungen ergibt sich darüber der Vorteil, dass dennoch Energieübertragungsleitungen zur Übertragung der Energie eingesetzt werden, so dass das Notbetätigungsventil für die hohen hydraulischen Drücke nicht im Bereich des Fahrers angeordnet werden muß.
  • Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß die Energieübertragungsleitung flexibel ausgeführt, so dass sie problemlos z. B. von der Fahrerkabine zu einem Hydrozylinder verlegt werden kann und auch bewegte Elemente mit Energie versorgen kann.
  • Weiterhin vorteilhafterweise überträgt die Energieübertragungsleitung dabei elektrische, pneumatische oder hydraulische Energie. Es kommen also entweder wie im Stand der Technik Leitungen zur Übertragung von elektrischer Energie zum Einsatz, oder aber pneumatische Leitungen zur Übertragung von Gas oder Luft oder Energieübertragungsleitungen für eine Niederdruckhydraulik, welche z. B. mit Öl, Fett oder Wasser arbeitet. Die Energiequelle kann dabei bei allen drei oben genannten Medien entweder aus einem autonomen Energiespeicher oder durch eine mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung zur Verfügung gestellt werden.
  • Vorteilhafterweise ist der Energiespeicher dabei ein elektrischer, pneumatischer oder hydraulischer Energiespeicher. Als elektrische Energiespeicher kommen Batterien oder Akkumulatoren in Frage, als pneumatische Energiespeicher z. B. CO2-Patronen oder Gasflaschen, als hydraulische Energiespeicher z. B. Öldruckspeicher.
  • Vorteilhafterweise ist dabei ein die Energieübertragung aus dem Energiespeicher in die Energieübertragungsleitung steuerndes Element, insbesondere ein Schalter, eine Drossel oder ein Ventil, vorgesehen. Über dieses steuernde Element kann so die Energie vom Energiespeicher in die Energieübertragungsleitung geleitet werden und so das Notbetätigungsventil angesteuert werden. Durch Betätigung des steuernden Elements kann so das Notbetätigungsventil betätigt werden. Hierbei kann das steuernde Element z. B. in der Fahrerkabine angeordnet sein, während das Notbetätigungsventil im Bereich des Hydrozylinders angeordnet ist.
  • Weiterhin vorteilhafterweise wandelt die mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung zur Bereitstellung der Energie mechanische Energie in elektrische, pneumatische oder hydraulische Energie um. So kann die Muskelkraft der Bedienperson verwendet werden, um die elektrische, pneumatische oder hydraulische Energie zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils zur Verfügung zu stellen. Die Vorrichtung kann dabei z. B. aus einem Dynamo zur Bereitstellung von elektrischer Energie, oder aber einer einfachen Pumpe wie z. B. einer Fahrradpumpe, einer Fettpresse, oder einem Verdrängerzylinder zur Bereitstellung von pneumatischer oder hydraulischer Energie bestehen. Die Vorrichtung zur Bereitstellung der Energie ist dabei vorteilhafterweise in der Fahrerkabine angeordnet und überträgt die Energie über die Energieübertragungsleitung zum im Bereich des Hydrozylinders angeordneten Notbetätigungsventil.
  • Alternativ kann die Energieübertragungsleitung auch eine Vorrichtung zur Übertragung von mechanischer Energie sein, insbesondere ein Seil- oder Bowdenzug. So ergibt sich ein äußerst einfacher mechanischer Aufbau, wobei durch die Energieübertragungsleitung die Gefahren durch den hydraulischen Druck im Bereich der Fahrerkabine vermieden werden.
  • Durch die erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtungen ergibt sich so eine äußerst einfache Ansteuerung für das Notbetätigungsventil, welche unabhängig von den übrigen Systemen arbeitet und hierdurch äußerst zuverlässig und sicher ist. Die erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtungen kommen dabei auch ohne komplizierte und teure elektronische Ansteuerungen aus, und sind hierdurch sicher, kostengünstig und leicht zu warten.
  • Das Notbetätigungssystem der vorliegenden Erfindung kann dabei positiv arbeiten, indem z. B. die Notbetätigung mittels einer Druckaufschaltung aktiviert wird, oder aber auch negativ, indem die Notbetätigung z. B. mittels einer Druckentlastung realisiert wird.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt weiterhin eine Ansteuerungsvorrichtung für das Notbetätigungsventil eines Hydrozylinders mit einer Energieübertragungsleitung zur Übertragung der Energie, über welche das Notbetätigungsventil angesteuert wird, wobei weiterhin erfindungsgemäß ein Sperrventil zur Sicherung des Hydrozylinders gegen einen plötzlichen Druckabfall vorgesehen ist und das Notbetätigungsventil am Sperrventil angebaut ist.
  • Sperrventile sind dabei bereits bei bekannten Systemen vorgesehen, um ungewollte Bewegungen z. B. bei einem Schlauchriss oder einem sonstigen ungewollten Druckabfall zu unterdrücken. Zum Beispiel sind auch bei bekannten Kabinenerhöhungszylindern Senkbremsen vorgesehen. Jedoch ist bei bekannten Systemen die Notbetätigung dezentral z. B. zwischen Zylinder und Senkbremsventil an der Hochdruckleitung angeordnet, so dass hier ein gewisses Sicherheitsrisiko verbleibt. Reißt z. B. der von der Hochdruckleitung zwischen Zylinder und Senkbremsventil hin zum Notbetätigungsventil verlaufende Schlauch, wird sich die Kabine auf jeden Fall ungehindert absenken. Bei dem erfindungsgemäßen Notbetätigungsventil, welches direkt am Sperrventil angebaut ist, kann dieses Sicherheitsrisiko vermieden werden.
  • Für den Fachmann ist damit offensichtlich, dass die Anordnung des Notbetätigungsventils am Sperrventil auch ohne die erfindungsgemäße Ansteuerung des Notbetätigungsventils durch einen autonomen Energiespeicher oder durch die mit Muskelkraft arbeitenden Vorrichtung von großem Vorteil ist, wobei sich jedoch im Zusammenspiel mit einer solchen Ansteuerung ein noch sichereres System realisieren läßt. Insbesondere vereinfacht die Ansteuerung des Notbetätigungsventils über Energieübertragungsleitungen die direkte Montage am Sperrventil.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt weiterhin einen Hydrozylinder mit einem Notbetätigungsventil und einer Ansteuerungsvorrichtung, wie sie oben beschrieben wurden. Vorteilhafterweise ist dabei das Notbetätigungsventil im Bereich des Hydrozylinders angeordnet, insbesondere am Hydrozylinder angebaut. Hierdurch werden die Gefahren durch hydraulischen Hochdruck in der Fahrerkabine vermieden, da das Not betätigungsventil im Bereich des Hydrozylinders angeordnet werden kann und dennoch durch die Energieübertragungsleitung von der Fahrerkabine aus angesteuert werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt weiterhin ein Hubgestell mit einem hydraulischen Hubzylinder mit einem Notbetätigungsventil und einer Ansteuerungsvorrichtung, wie sie oben beschrieben wurden. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Hubgestell über das Notbetätigungsventil auch dann sicher abgelassen werden kann, wenn die elektrischen und hydraulischen Bordsysteme ausfallen.
  • Weiterhin vorteilhafterweise umfaßt die vorliegende Erfindung ein Bau- und/oder Umschlaggerät, insbesondere einen Mobil- oder Umschlagbagger, mit einer hydraulisch betätigbaren Vorrichtung, insbesondere einem Hubgestell für die Fahrerkabine, mit einem Hydrozylinder, insbesondere mit einem hydraulischen Hubzylinder, mit einem Notbetätigungsventil und einer Ansteuerungsvorrichtung wie sie oben beschrieben wurden. Offensichtlich ergeben sich hierdurch ebenfalls die erfindungsgemäßen Vorteile.
  • Vorteilhafterweise erfolgt dabei die Ansteuerung des Notbetätigungsventils von der Fahrerkabine aus, wobei die Energie zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils über die Energieübertragungsleitung von der Fahrerkabine zum Notbetätigungsventil übertragen wird, welches im Bereich des Hydrozylinders angeordnet ist. Die erfindungsgemäße mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung zur Bereitstellung der Energie bzw. das die Energieübertragung aus dem Energiespeicher in die Energieübertragungsleitung steuernde Element sind dabei vorteilhafterweise in der Fahrerkabine angeordnet, so dass das Notbetätigungsventil sicher und einfach von dort aus betätigt werden kann.
  • Die Notbetätigung kann dabei bei einer Speicherquelle z. B. einfach über eine Drossel dosiert werden bzw. bei einer mit Muskelkraft betätigbaren Vorrichtung durch eine feinfühlige Benutzung z. B. einer Pumpe ausgelöst werden. Der Signalträger, d. h. das oben erwähnte Medium, schaltet dann das Notbetätigungsventil.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichnungen näher erläutert.
  • Dabei zeigen
  • 1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Hydrozylinders mit der erfindungsgemäßen Ansteuerung,
  • 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung,
  • 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung,
  • 4 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung und
  • 5 ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung.
  • 1 zeigt dabei eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung, welche bei einem Hydrozylinder 1 eines Hubgestells der Fahrerkabine eines Mobil- bzw. Umschlagbaggers zum Einsatz kommt. Der Hydrozylinder 1 verfügt dabei über das Notbetätigungsventil 2, über welches im Notfall Hydraulikfluid aus einer Druckkammer des Hydrozylinders 1 abgelassen werden kann.
  • Das Notbetätigungsventil 2 wird dabei durch von der Energieübertragungsleitung 3 übertragene Energie angesteuert, welche entweder von einem autonomen Energiespeicher 4 oder durch eine mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung 5 zur Verfügung gestellt wird. Durch diesen autonomen Aufbau der erfindungsgemäßen Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2 über die Energieübertragungsleitung 3 und den Energiespeicher 4 bzw. die mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung 5 ist es möglich, auch bei einem kompletten Ausfall der sonstigen Hubgestellsteuerung 9, welche mit einem Hochdruckspeicher 10, einer Steuereinheit 11 und einem Tank 12 in Verbindung steht, eine sichere und zuverlässig arbeitende Notbetätigung des Hydrozylinders 1 zur Verfügung zu stellen. Insbesondere ist so sicher gestellt, dass auch bei einem Ausfall der Bordelektronik noch eine Notbetätigung des Hydrozylinders 1 möglich ist.
  • Weiterhin ist bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ein Sperrventil 8 zur Sicherung des Hydrozylinders 1 gegen einen plötzlichen Druckabfall vorgesehen. Diese Senkbremse kann so ungewollte Bewegungen des Hubgestells z. B. bei einem Schlauchabriss oder einem Druckabfall in der Hubgestellsteuerung 9 unterdrücken. Erfindungsgemäß ist dabei das Notbetätigungsventil 2 direkt am Sperrventil 8 angebaut, so dass die mit einer dezentralen Anordnung der Notbetätigung verbundenen Sicherheitsrisiken vermieden werden können. Dieser Anbau des Notbetätigungsventil 2 am Sperrventil 8 wird dabei durch die Energieübertragungsleitung 3 möglich, welche sicher stellt, dass eine Bedienung des Notbetätigungsventils von der Fahrerkabine aus möglich ist, ohne dass das Notbetätigungsventil selber auch im Bereich der Fahrerkabine angebaut werden müßte.
  • Denkbar sind jedoch auch Anordnungen des erfindungsgemäßen Notbetätigungsventils, welches über die Energieübertragungsleitung 3 von einem Energiespeicher 4 oder einer manuell betreibbaren Vorrichtung 5 angesteuert wird, zwischen dem Hydrozylinder und dem Sperrventil bzw. über einen separaten Anschluß am Hydrozylinder. Ebenso ist es denkbar, die erfindungsgemäße Anordnung des Notbetätigungsventils am Sperrventil bei einer konventionellen elektronischen Ansteuerung des Notbetätigungsventils über die Bordelektronik zu nutzen.
  • Verschiedene Ausführungen der erfindungsgemäßen Ansteuerungsvorrichtung durch unterschiedliche Energieformen sind nun in 2 bis 5 dargestellt.
  • 2 zeigt dabei in einem Prinzipschaubild zwei unterschiedliche Varianten einer elektrischen Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2 über Elektroleitungen 3. Entweder kann hier ein Energiespeicher 4 in Form von Batterien oder Akkumulatoren zum Einsatz kommen, welche über einen Schalter bzw. eine Drossel 6 mit der Energieübertragungsleitung 3 verbunden werden können, oder aber ein Dynamo 5 eingesetzt werden. So kann entweder durch Verbindung der Batterie 4 mit der Energieübertragungsleitung 3 durch die Drossel oder den Schalter 6 das Notbetätigungsventil 2 mit elektrischer Energie aus dem Energiespeicher 4 beaufschlagt werden und so geschaltet bzw. angesteuert werden. Alternativ kann das Notbetätigungsventil 2 auch über eine Betätigung des Dynamos 5 angesteuert bzw. geschaltet werden. Üblicherweise wird dabei entweder ein Energiespeicher 4 oder ein Dynamo 5 eingesetzt, wobei zur Erhöhung der Sicherheit jedoch auch beide Alternativen kombiniert werden können.
  • In 3 ist eine pneumatische Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2 dargestellt, wobei pneumatische Energie über die Pneumatikleitung 3 zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2 übertragen wird. Diese pneumatische Energie wird dabei entweder von einem pneumatischen Energiespeicher 4 z. B. in Form eine CO2-Katusche oder einer Gasflasche zur Verfügung gestellt, wobei der Energiespeicher 4 über eine Drossel oder ein Ventil 6 mit der Energieübertragungsleitung 3 verbunden werden kann. Ebenso kann eine Vorrichtung zur Erzeugung von pneumatischer Energie 5 z. B. in Form einer Pumpe zum Einsatz kommen. Als Medium können dabei z. B. Gas oder Luft verwendet werden. Auch hier ist es möglich, entweder alternativ eine Pumpe oder einen pneumatischen Energiespeicher einzusetzen, oder aber beides kombiniert.
  • 4 zeigt eine Anordnung zur hydraulischen Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2, wobei die hydraulische Energie über eine Niederdruckhydraulikleitung 3 übertragen wird. Die hydraulische Energie wird dabei z. B. über einen Ölspeicher 4, welcher über eine Drossel oder ein Ventil 6 mit der Hydraulikleitung 3 in Verbindung steht, zur Verfügung gestellt. Ebenso ist eine einfache Pumpe 5 z. B. in Form einer Fettpresse denkbar, um die zum Ansteuern des Notbetätigungsventils 2 benötigte hydraulische Energie zur Verfügung zu stellen. Als Medium kann hier z. B. Öl oder Fett zum Einsatz kommen. Wiederum kann alternativ ein Energiespeicher oder eine Pumpe zum Einsatz kommen, oder aber eine Kombination beider Möglichkeiten.
  • 5 zeigt nun die Möglichkeit einer mechanischen Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2. Dabei wird die auf den Handgriff 7 aufgebrachte mechanische Energie direkt über den Seil- oder Bowdenzug 3 zum Notbetätigungsventil 2 übertragen. Auch hier ergibt sich ein einfaches mechanisches System zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils 2, welches gegen Ausfälle gesichert ist und dennoch die Gefahr durch Hochdruckleitungen in der Fahrerkabine vermeidet, da das Notbetätigungsventil am Hydrozylinder angebaut werden kann und dennoch durch den Seil- oder Bowdenzug 3 von der Fahrerkabine aus mechanisch angesteuert werden kann.
  • Durch die vorliegende Erfindung ist es damit möglich, eine autonome Ansteuerung der Notbetätigung eines Hydrozylinders zur Verfügung zu stellen, welche eine sichere und zuverlässige Bedienung auch bei einem Ausfall aller sonstigen Systeme ermöglicht.

Claims (13)

  1. Ansteuerungsvorrichtung für das Notbetätigungsventil (2) eines Hydrozylinders (1) mit einer Energieübertragungsleitung (3) zur Übertragung der Energie, über welche das Notbetätigungsventil (2) angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils (2) von einem autonomen Energiespeicher (4) zur Verfügung gestellt wird oder eine mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung (5) zur Bereitstellung dieser Energie vorgesehen ist.
  2. Ansteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Energieübertragungsleitung (3) flexibel ausgeführt ist.
  3. Ansteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Energieübertragungsleitung (3) elektrische, pneumatische oder hydraulische Energie überträgt.
  4. Ansteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Energiespeicher (4) ein elektrischer, pneumatischer oder hydraulischer Energiespeicher ist.
  5. Ansteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei ein die Energieübertragung aus dem Energiespeicher (4) in die Energieübertragungsleitung (3) steuerndes Element (6), insbesondere ein Schalter, eine Drossel oder ein Ventil, vorgesehen ist.
  6. Ansteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die mit Muskelkraft arbeitende Vorrichtung (5) zur Bereitstellung der Energie mechanische Energie in elektrische, pneumatische oder hydraulische Energie umwandelt.
  7. Ansteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Energieübertragungsleitung (3) eine Vorrichtung zur Übertragung von mechanischer Energie ist, insbesondere ein Seilzug.
  8. Ansteuerungsvorrichtung insbesondere nach Anspruch 1, wobei ein Sperrventil (8) zur Sicherung des Hydrozylinders (1) gegen einen plötzlichen Druckabfall vorgesehen ist und das Notbetätigungsventil (2) am Sperrventil (8) angebaut ist.
  9. Hydrozylinder mit einem Notbetätigungsventil und einer Ansteuerungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche.
  10. Hydrozylinder nach Anspruch 9, wobei das Notbetätigungsventil im Bereich des Hydrozylinders angeordnet ist, insbesondere am Hydrozylinder angebaut ist.
  11. Hubgestell mit einem hydraulischen Hubzylinder mit einem Notbetätigungsventil und einer Ansteuerungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche.
  12. Bau- und/oder Umschlaggerät, insbesondere Mobil- oder Umschlagbagger, mit einer hydraulisch betätigbaren Vorrichtung, insbesondere einem Hubgestell für die Fahrerkabine, mit einem Hydrozylinder, insbesondere mit einem hydraulischen Hubzylinder, mit einem Notbetätigungsventil und einer Ansteuerungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche.
  13. Bau- und/oder Umschlaggerät nach Anspruch 12, wobei die Ansteuerung des Notbetätigungsventils (2) von der Fahrerkabine aus erfolgt und die Energie zur Ansteuerung des Notbetätigungsventils (2) über die Energieübertragungsleitung (3) von der Fahrerkabine zum Notbetätigungsventil (2) übertragen wird, welches im Bereich des Hydrozylinders (1) angeordnet ist.
DE200720008628 2007-06-20 2007-06-20 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil Expired - Lifetime DE202007008628U1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200720008628 DE202007008628U1 (de) 2007-06-20 2007-06-20 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil
DE102008024982A DE102008024982A1 (de) 2007-06-20 2008-05-23 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200720008628 DE202007008628U1 (de) 2007-06-20 2007-06-20 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE202007008628U1 true DE202007008628U1 (de) 2008-10-23

Family

ID=39877507

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200720008628 Expired - Lifetime DE202007008628U1 (de) 2007-06-20 2007-06-20 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil
DE102008024982A Ceased DE102008024982A1 (de) 2007-06-20 2008-05-23 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102008024982A Ceased DE102008024982A1 (de) 2007-06-20 2008-05-23 Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil

Country Status (1)

Country Link
DE (2) DE202007008628U1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017178413A1 (de) * 2016-04-11 2017-10-19 Schwing Gmbh ELEKTROHYDRAULISCHER STEUERKREIS FÜR EINEN GROßMANIPULATOR
WO2023232330A1 (de) * 2022-06-03 2023-12-07 Winz Baggerarbeiten Gmbh Mobile hydraulische arbeitsmaschine mit notstoppventilen und ein verfahren zur steuerung einer mobilen hydraulischen arbeitsmaschine

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017178413A1 (de) * 2016-04-11 2017-10-19 Schwing Gmbh ELEKTROHYDRAULISCHER STEUERKREIS FÜR EINEN GROßMANIPULATOR
US10900244B2 (en) 2016-04-11 2021-01-26 Schwing Gmbh Electrohydraulic control circuit for a large manipulator
WO2023232330A1 (de) * 2022-06-03 2023-12-07 Winz Baggerarbeiten Gmbh Mobile hydraulische arbeitsmaschine mit notstoppventilen und ein verfahren zur steuerung einer mobilen hydraulischen arbeitsmaschine

Also Published As

Publication number Publication date
DE102008024982A1 (de) 2008-12-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2368059B1 (de) Hydrostatisches antriebssystem
DE112009002432T5 (de) Leistungsentnahmesteuerungssystem angetrieben durch einen Elektrohybridfahrzeug-Antriebsmotor
EP2133576A2 (de) Stellglied sowie Drehgestellsteuerung
EP3159549B1 (de) Vorrichtung zur rückgewinnung hydraulischer energie bei einem arbeitsgerät und ein entsprechendes arbeitsgerät
DE102015116505B4 (de) Mobile Schachtwinde
EP3038870A2 (de) Verfahren und einrichtung zur hilfsluftversorgung eines schienenfahrzeuges
DE102014207669A1 (de) Steuerungssystem für eine hydraulische Arbeitsmaschine
DE102017219921A1 (de) Elektrohydraulische Fremdkraft-Fahrzeugbremsanlage
DE102019207685A1 (de) Elektrohydraulische Fremdkraft-Fahrzeugbremsanlage für ein autonom fahrendes Landfahrzeug
DE102012022732A1 (de) Baumaschine mit einer Arbeitseinrichtung zur Bodenuntergrundbearbeitung und Verfahren zum Betrieb einer solchen Baumaschine
DE102015116506A1 (de) Mobile Schachtwinde
DE10324723B4 (de) Federspeicher-Feststellbremse für Fahrzeuge mit Fremdkraftbremsanlage
EP3286030A1 (de) Energieversorgungseinheit, kombination einer derartigen energieversorgungseinheit mit einer weiteren funktionseinheit und schwerlastfahrzeug
DE102021204253A1 (de) Hydraulikblock für ein Betriebsbremsaggregat einer hydraulischen Fremdkraftbremsanlage
DE202007008628U1 (de) Ansteuerungsvorrichtung für ein Notbetätigungsventil
DE102008035335A1 (de) Druckmittelbetätigte Bremsvorrichtung für Kraftfahrzeuge
EP1440211B1 (de) Arbeitsmaschine und verfahren zum betreiben einer arbeitsmaschine
DE102013113206A1 (de) Batterie-elektrisch betriebenes Flurförderzeug
DE102005032219A1 (de) Steuervorrichtung für eine Luftfederungsanlage eines Kraftfahrzeuges
EP3512732A1 (de) Hydrauliksystem
DE102012020821B4 (de) Notantrieb für ein Baugerät und Verfahren zum Betrieb des Notantriebs
DE102016218150B4 (de) Hydrauliksystem, Verfahren zum Betreiben eines Antriebsstrangs eines Kraftfahrzeugs sowie Antriebsstrang
DE102009051995A1 (de) Hydraulische Schaltungsanordnung
DE202019005835U1 (de) Hydrauliksystem mit Energierückgewinnungskreislauf
DE602005005544T2 (de) Kombinierte Bremsausrüstung für ein Fahrzeug

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 20081127

R150 Term of protection extended to 6 years

Effective date: 20100630

R151 Term of protection extended to 8 years

Effective date: 20130710

R152 Term of protection extended to 10 years
R071 Expiry of right