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DE202007008522U1 - Handwerkzeug mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Auslösedrehmoments - Google Patents

Handwerkzeug mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Auslösedrehmoments Download PDF

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DE202007008522U1
DE202007008522U1 DE200720008522 DE202007008522U DE202007008522U1 DE 202007008522 U1 DE202007008522 U1 DE 202007008522U1 DE 200720008522 DE200720008522 DE 200720008522 DE 202007008522 U DE202007008522 U DE 202007008522U DE 202007008522 U1 DE202007008522 U1 DE 202007008522U1
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Abstract

Handwerkzeug (1) mit einer Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) zur, insbesondere stufenlosen, Einstellung eines Auslösedrehmoments, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) mit Einraststellen (7) vorgesehen ist, die mit der Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) gekoppelt ist, wobei die Einraststellen (7) der Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) jeweils wenigstens einem vorbestimmten und/oder vorbestimmbaren Auslösedrehmoment der Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) entsprechen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Handwerkzeug, insbesondere einen Drehmomentschlüssel, mit einer Einstellvorrichtung zur, insbesondere stufenlosen, Einstellung eines Auslösedrehmoments.
  • Im Folgenden werden derartige Handwerkzeuge mit einstellbarem Drehmoment am Beispiel eines Drehmomentschlüssels ausgeführt.
  • Unter Drehmomentschlüsseln versteht man Schraubwerkzeuge, mit denen eine bestimmte Drehkraft, auch Anzugsmoment, auf ein Verbindungselement, etwa auf eine Schraube oder eine Mutter, ausgeübt werden kann. Das maximal erreichbare Anzugsmoment ist zum einen begrenzt durch die Kraft, die ein Mensch durchschnittlich aufbringen kann, und zum anderen durch die Hebellänge, bis zu der ein manuelles Werkzeug handhabbar bleibt.
  • Wenn bei einer Schraubverbindung die Anforderung gestellt wird, dass die Schraube mit einer definierten Kraft vorgespannt wird, werden Drehmomentschlüssel eingesetzt. Das gilt für Verschraubungen, die mit großen Vorspannkräften belastet werden sollen, als auch für solche, die nur mit geringen Momenten vorgespannt werden dürfen.
  • Die Einstellung eines Auslösedrehmoments erfolgt bei bekannten Drehmomentschlüsseln und anderen Handwerkzeugen beispielsweise durch Vorspannen einer Feder. Die Feder liegt dabei an einem Körper mit Außengewinde an, das in ein Innengewinde der äußeren Hülse des Drehmomentschlüssels eingreift. Durch Drehung des Körpers in der Hülse wird die Feder, je nach Drehrichtung, stufenlos gespannt oder entspannt und damit das Auslösedrehmoment erhöht oder abgesenkt.
  • Drehmomentschlüssel und ähnliche Handwerkzeuge gibt es mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien. Bei mechanischen Drehmomentschlüsseln gibt es beispielsweise so genannte Knickschlüssel, die bei Erreichen des gewünschten Drehmoments durchknicken oder abbrechen und somit eine weitere Einleitung eines Drehmoments verhindern. Weitere mechanische Drehmomentschlüssel sind Knack-Schlüssel oder Slipper. Slipper schlupfen bei Erreichen des Grenzmomentes durch und verhindern weitere Momenteinleitung.
  • Elektronische Drehmomentschlüssel zeigen auf optische, sensorische oder akustische Weise das Erreichen des voreingestellten Anzugsmomentes an oder lösen beim Erreichen des voreingestellten Anzugsmoments elektromechanisch aus.
  • Bei so genannten auslösenden Drehmomentschlüsseln und entsprechenden anderen Handwerkzeugen kann mittels einer Skala oder unter Zuhilfenahme eines Prüfgerätes ein bestimmtes Zielmoment oder Sollmoment (Auslösedrehmoment) eingestellt werden. Im Einsatz des Drehmomentschlüssels wird bei Erreichen des voreingestellten Drehmoments ein hörbares, fühlbares und/oder sichtbares Signal ausgelöst, meistens ein spürbares Klicken oder Knacken. Ein gattungsgemäßer Drehmomentschlüssel ist beispielsweise aus DE 203 15 000 U1 bekannt. Darin ist ein elektronischer Drehmomentschlüssel mit referenzarmloser Winkelmessung beschrieben, der ein stabartiges Gehäuse aufweist, das an seinem einen Ende einen Handgriff besitzt und an seinem anderen Ende eine Aufnahmevorrichtung für ein Werkzeug mit einer im Inneren des Gehäuses angeordneten Vorrichtung zur Erfassung des Drehmoments und einer Vorrichtung zur Erfassung des Drehwinkels sowie einer elektronischen Auswertevorrichtung. Dabei dient die Anzeige dazu, das erreichte bzw. noch einzustellende Drehmoment bzw. den erreichten bzw. noch einzustellenden Drehwinkel anzuzeigen. Bei dem Drehmomentschlüssel gemäß DE 203 15 000 U1 ist der Drehmomentschlüssel so gestaltet, dass der Anwender die Anzeige in verschiedenen Arbeitspositionen ablesen kann.
  • Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Handwerkzeug zur Verfügung zu stellen, bei dem ein einzustellendes Soll-Drehmoment unter allen Umständen und allen Arbeitsbedingungen einfach, genau und reproduzierbar einzustellen ist, wobei ein Verstellen des eingestellten Soll-Drehmoments während der Benutzung des Handwerkzeugs sicher verhindert werden soll.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Handwerkzeug, insbesondere einen Drehmomentschlüssel, mit einer Einstellvorrichtung zur, insbesondere stufenlosen, Einstellung eines Auslösedrehmoments gelöst, der dadurch weitergebildet ist, dass eine Rastvorrichtung mit Einraststellen vorgesehen ist, die mit der Einstellvorrichtung gekoppelt ist, wobei die Einraststellen der Rastvorrichtung jeweils wenigstens einem vorbestimmten und/oder vorbestimmbaren Auslösedrehmoment der Einstellvorrichtung entsprechen. Die Differenz zwischen benachbarten Einraststellen entspricht daher einem Inkrement im einzustellenden Auslösedrehmoment. Ein erfindungsgemäßes Handwerkzeug ist ein Drehmomentschlüssel.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass die Einstellung eines Auslösedrehmoments nunmehr nicht mehr nur über eine optische Anzeige durch Skalen oder durch eine elektronische Anzeige erkennbar ist, sondern die Einstellvorrichtung des Handwerkzeugs mit einer Rastvorrichtung gekoppelt ist, so dass die Einstellvorrichtung über die Rastvorrichtung an vorgegebenen Einraststellen einrastet. Diese Einraststellen entsprechen jeweils einem oder mehreren vorbestimmten oder vorbestimmbaren Auslösedrehmomenten der Einstellvorrichtung bzw. des Handwerkzeugs. Beispielsweise können die Einraststellen der Rastvorrichtung in solchen Abständen gewählt sein, dass mit jedem Einrasten der Rastvorrichtung das Auslösedrehmoment um 0,01 Nm, 0,1 Nm oder um einen beliebigen anderen festen Betrag erhöht oder erniedrigt wird. Mittels der Rastvorrichtung ist es nunmehr möglich, anhand des Einrastens der Rastvorrichtung in einer Einraststelle die Anzahl der Einrastpunkte mitzuzählen und somit durch Addition der Drehmoment-Inkremente ein gewünschtes Auslösedrehmoment vorzuwählen.
  • Die Rastvorrichtung kann zusätzlich zu oder anstelle einer Skala, einer digitalen Anzeige oder eines Nonius verwendet werden. Eine Kombination optischer Anzeigearten und akustischer bzw. haptischer sensorischer Informationen erleichtert die Bedienbarkeit des Handwerkzeugs weiter.
  • Die Einrastvorrichtung kann auch zum lösungssicheren Verriegeln der Einstellvorrichtung benutzt werden.
  • Vorzugsweise ist dafür vorgesehen, dass die Rastvorrichtung ausgebildet ist, um bei einer Veränderung der Einstellung der Einstellvorrichtung bei Erreichen einer Einraststelle fühlbar und/oder hörbar einzurasten.
  • Besonders einfach wird das Berechnen des vorbestimmten Auslösedrehmoments, wenn die Abstände vorzugsweise zwischen den Einraststellen so ausgebildet sind, dass jeweils von einer Einraststelle zur nächsten das Auslösedrehmoment um einen konstanten Betrag erhöht wird.
  • In einer bevorzugten einfachen Ausführungsform weist die Rastvorrichtung einen Schaft mit radialen Mulden und eine Hülse mit wenigstens einem Rastelement auf, das in eine Mulde eingreift. In diesem Fall ist der Schaft in der Hülse gelagert und durch Drehung des Schaftes in der Hülse oder der Hülse um den Schaft wird das Rastelement von einer Mulde zur nächsten bewegt, so dass jeweils das Rastelement bei Erreichen einer Mulde in diese eingreift. Diese verschleißarme Ausführungsform führt zu einem deutlich hör- und fühlbaren Einrasten des Rastelements in der jeweils erreichten Mulde.
  • Dazu ist das Rastelement vorzugsweise eine ausgeformte Blattfeder, die in eine Mulde einfedert. Alternativ dazu ist vorzugsweise das Rastelement eine Blattfeder mit einer Walze, wobei die Walze in eine Mulde einfedert.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwerkzeugs ist die Hülse als Griff des Handwerkzeugs ausgebildet.
  • Vorzugsweise ist eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, mittels der die Rastvorrichtung an einer Einraststelle verriegelbar ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass nach Einstellen eines vorbestimmten Auslösedrehmoments die Einstellvorrichtung unbeabsichtigt aus der einmal erreichten Position herausläuft bzw. das voreingestellte Auslösedrehmoment verloren geht oder verfälscht wird.
  • Um eine reproduzierbare und genaue Einstellung des Auslösedrehmoments des Handwerkzeugs zu garantieren, ist die Verriegelungsvorrichtung vorzugsweise so ausgebildet, dass eine Verriegelung der Rastvorrichtung außerhalb einer Einraststelle verhindert wird.
  • In einer besonders einfachen vorteilhaften Ausbildung ist die Verriegelungsvorrichtung als Verriegelungsring ausgebildet. Dabei weist der Verriegelungsring vorzugsweise eine exzentrische Innenbohrung auf, mittels der das Rastelement in einer Mulde lösbar fixierbar ist. Durch die Verdrehung des Verriegelungsringes mit exzentrischer Innenbohrung kann der Verriegelungsring gegenüber dem Rastelement, also der Blattfeder bzw. der Walze mit Blattfeder gegenüber, so angeordnet werden, dass in einer offenen Stellung die Blattfeder bzw. die Walze aus einer Mulde herausfedern kann, während in einer weiteren Stellung des Verriegelungsrings die Blattfeder bzw. die Walze fest in eine Mulde eingepresst wird. Die Verriegelung mittels des Verriegelungsrings ist besonders sicher gegen versehentliches Lösen, da er bei der Benutzung des Handwerkzeugs entweder gar nicht oder nur mit dem Handgriff des Handwerkzeugs zusammen angefasst wird und daher nicht relativ zum Handgriff gedreht wird. Daher kann der Verriegelungsring sich während der Benutzung des Handwerkzeugs nicht verschieben und die Rastvorrichtung entriegeln.
  • Da in dieser Ausführungsform die Rastvorrichtung und der Verriegelungsring unabhängig von Gewinden des Schaftes oder der Hülse oder anderer Komponenten des Handwerkzeugs bzw. der Einstellvorrichtung des Handwerkzeugs ausgebildet ist, entsteht an den anderen Komponenten oder Gewinden, die für die Einstellung des Soll-Drehmoments wichtig sind, durch die Rastvorrichtung kein Verschleiß.
  • Um dem Benutzer des erfindungsgemäßen Handwerkzeugs zu ermöglichen zu erkennen, ob das Handwerkzeug mit einem vorbestimmten Auslösedrehmoment benutzt werden kann, ohne dass die Voreinstellung verloren geht, ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass eine Verriegelungsanzeige für die Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist. Mit einer Verriegelungsanzeige werden Bedienfehler vermieden, die dadurch entstehen, dass das Soll-Moment verstellt wird, während das Handwerkzeug noch nicht verriegelt ist. Die Verriegelungsanzeige ist vorzugsweise lageunabhängig ablesbar. Dies erhöht die Sicherheit des Benutzers über den Verriegelungsstatus.
  • Wenn vorzugsweise die Verriegelungsanzeige eine um den Körper des Handwerkzeugs umlaufende Anzeige, die insbesondere in 2 bis 15 Felder, vorzugsweise in 3 Felder, segmentiert ist, umfasst, ist aus jedem Blickwinkel wenigstens ein Anzeigensegment sichtbar, wodurch die Verriegelungsanzeige lageunabhängig ablesbar ist.
  • Vorzugsweise weist die Verriegelungsanzeige wenigstens ein Verriegelungs-Sichtfenster im Verriegelungsring auf, insbesondere entsprechend einer Anzahl von Segmenten einer umlaufenden Anzeige. Durch die Verriegelungs-Sichtfenster sind dann nur die einer Entriegelung oder einer Verriegelung der Einstellvorrichtung entsprechenden Symbole sichtbar. Geeignete Symbole sind Farbwechsel im Fenster, etwa eine unauffällige Farbe für den verriegelten Zustand, Signalfarbe für den entriegelten Zustand oder umgekehrt, oder bildhafte Symbole, wie geöffnete und geschlossene Schlösser, oder eine Kombination von bildhaften Symbolen mit farbiger Ausgestaltung der Symbole.
  • Vorteilhafterweise ist die Verriegelungsanzeige ausschließlich oder zusätzlich als digitale Anzeige vorgesehen.
  • Zusätzliche Ablesesicherheit wird vorteilhafterweise erreicht, wenn der Schaft des Handwerkzeugs eine Skala aufweist, die so ausgeführt ist, dass jeweils ein dem eingestellten Auslösedrehmoment entsprechender Skalenwert der Skala auf dem Schaft vollständig sichtbar ist, insbesondere nicht von der Hülse des Handwerkzeugs verdeckt ist.
  • Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels,
  • 2 eine schematische Explosions- und Aufrissansicht des Drehmomentschlüssels gemäß 1,
  • 3 eine schematische Darstellung einer perspektivischen Ansicht des Drehmomentschlüssels gemäß 1,
  • 4a, 4b zwei schematische Darstellungen eines erfindungsgemäßen Verriegelungsmechanismus und
  • 5 eine Skala und eine Nonius-Skala.
  • In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten Vorstellung abgesehen wird.
  • 1 stellt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels 1 dar. Der Drehmomentschlüssel 1 weist einen Handgriff 2 und einen Schaft 6 auf, wobei der Schaft 6 verkürzt dargestellt ist. Am Ende des Schaftes 6 werden in bekannter Art und Weise Werkzeugeinsätze angebracht. Der Schaft 6 kann am nicht dargestellten Ende auch einen Knick-Kopf aufweisen. Der Schaft 6 weist eine Skala 8 auf, die zusammen mit einer Nonius-Skala 5 auf einem Ring 4 des Drehmomentschlüssels 1 anzeigt, welches Anziehdrehmoment voreingestellt ist. Beispielsweise wird während des Einstellens des Anziehdrehmoments der Schaft 6 in den Handgriff 2 hineingezogen, so dass eine Feder im Inneren des Schafts 6 verkürzt wird und das Anziehdrehmoment erhöht wird.
  • Zum Einstellen des Anziehdrehmoments des Drehmomentsschlüssels 1 wird der Handgriff 2 mit dem Ring 4 zusammen gegenüber dem Schaft 6 verdreht. Ring 4 und Handgriff 2 sind dabei gegenüber einander nicht radial beweglich.
  • Ferner weist der Drehmomentschlüssel 1 einen Verriegelungsring 3 auf, mittels dessen der Drehmomentschlüssel 1 bei einem eingestellten Anziehdrehmoment verriegelt werden kann. Der Verriege lungsring 3 weist Sichtfenster 9 auf, in denen sichtbar wird, ob der Drehmomentschlüssel 1 verriegelt ist oder nicht. Dazu weist der Drehmomentschlüssel einen Verriegelungs-Sichtring 10 auf, dessen vorderer Teil sichtbar ist und der sich innerhalb des Verriegelungsrings 3 in die Richtung des Handgriffs 2 erstreckt und dessen Teile durch die Sichtfenster 9 sichtbar sind. Auf dem durch die Sichtfenster 9 sichtbaren Teil des Verriegelungs-Sichtrings 10 sind Markierungen angebracht, die indizieren, ob der Drehmomentschlüssel 1 verriegelt ist oder nicht. Der Verriegelungs-Sichtring 10 kann auch Aussparungen aufweisen, so dass er in nicht verriegeltem Zustand nicht durch die Sichtfenster 9 zu sehen ist.
  • Der Rastmechanismus, der in 1 nicht zu sehen ist, da er sich im Inneren des Drehmomentschlüssels 1 befindet, ist in der Explosions- und Aufrisszeichnung in 2 zu sehen. Der Schaft 6 ist in dieser Zeichnung aus dem Handgriffteil des Drehmomentschlüssels 1 herausgenommen. Der Schaft 6 weist um seinen Umfang herum Mulden 7 auf, die im Ausführungsbeispiel die Form von Zylinderabschnitten haben. Im Inneren des Schafts 6 befindet sich ein Federmechanismus, dessen Federspannung und somit dessen Anziehdrehmoment durch Drehung des Schafts gegenüber dem Handgriff 2 in bekannter Weise einstellbar ist.
  • Der Handgriff 2 weist eine federvorbelastete Walze 11 an der Innenseite auf, im Zustand, in dem der Schaft 6 in den Handgriff 2 eingeführt ist, in die Mulden 7 eingreift. Wird das Anziehdrehmoment eingestellt, so wird der Schaft 6 gegenüber dem Handgriff 2 und dem Ring 4 gedreht, so dass die federvorbelastete Walze 11 jeweils aus einer Mulde herausgedrückt wird und bei Drehung um einen bestimmten Winkel in die nächste Mulde einfährt. Das führt zu einer fühlbaren und/oder hörbaren Einrastaktion. Mit dem Einrasten in eine weitere Mulde 7 ist das Anziehdrehmoment um einen be stimmten, gegebenenfalls konstanten Betrag erhöht oder erniedrigt. Wenn der Schaft 6 gegenüber dem Handgriff 2 um mehr als 360° gedreht wird, entspricht eine Mulde 7 zunächst einem Drehmoment und nach einer vollständigen Drehung einem höheren Anziehdrehmoment. Insofern ist es möglich, dass jeder Mulde ein bzw. mehrere Anziehdrehmomente entsprechen.
  • Ebenfalls sichtbar in 2 ist der Verriegelungsmechanismus. Dazu sind um den Handgriff 2 herum ein Verriegelungsring 3 und ein Verriegelungs-Sichtring 10 angeordnet. Der Verriegelungs-Sichtring 10 greift teilweise unter den Verriegelungsring 3. Der Verriegelungsring 3 weist, in 2 nicht dargestellt, eine exzentrische Innenbohrung auf, die die federvorbelastete Walze 11 in einer extremen Einstellung in die Innenbohrung des Handgriffs 2 drückt und somit in einer Mulde 7 des Schafts 6 arretiert und in einer anderen Einstellung das Zurückfedern der in Richtung auf die Mulden 7 federvorbelasteten Walze 11 aus einer Mulde 7 des Schafts 6 heraus ermöglicht.
  • Ein Sichtfenster 9 ist dargestellt, durch das ein Teil des Verriegelungs-Sichtrings 10 zu sehen ist, anhand dessen festgestellt werden kann, ob der Drehmomentschlüssel 1 verriegelt ist oder nicht.
  • In 3 ist eine weitere schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels 1 aus 1 und 2 in perspektivischer Darstellung gezeigt. Es ist zu erkennen, wie die federvorbelastete Walze 11 aus der Innenwand des Handgriffs in die Innenbohrung hineinragt und in ihrer Form der Form der Mulden 7 im Schaft 6 entspricht. Anstelle einer Walze 11 kann auch ein anderer Körper, etwa eine Kugel, verwendet werden.
  • In den 4a und 4b sind in schematischer Darstellung zwei Positionen des Verriegelungssystems des erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels 1 dargestellt. Hierbei handelt es sich um einen Durchschnitt durch den Drehmomentschlüssel 1 an der Stelle des Verriegelungsrings 3 und der Mulden 7 auf dem Schaft 6. Der Verriegelungsring 3 weist eine exzentrische Innenbohrung 12 auf, die an einer Stelle wenig Spielraum zwischen der Innenseite des Verriegelungsrings 3 und der Außenfläche des Schafts 6 lässt. In 4a befindet sich der Verriegelungsring 3 in einer Position, in der die federvorbelastete Walze 11 die Möglichkeit hat, bei einer Drehung des Schafts 6 gegenüber dem Verriegelungsring 3 aus der Mulde 7, in der sie, wie dargestellt, eingreift, herauszufedern und bei weiterer Drehung in die folgende Mulde 7 wieder einzufedern.
  • Demgegenüber ist in 4b der Verriegelungsring 3 um 90° gedreht, so dass die engste Stelle zwischen dem Schaft 6 und der Innenseite des Verriegelungsrings 3 an der Stelle der federvorbelasteten Walze 11 positioniert ist. Der Zwischenraum zwischen der Mulde 7, in die die federvorbelastete Walze 11 eingreift und der Innenseite des Verriegelungsrings 3 mit der exzentrischen Innenbohrung 12 entspricht dem Durchmesser der federvorbelasteten Walze 11. Somit ist es in dieser Position des Verriegelungsrings 3 nicht mehr möglich, dass die federvorbelastete Walze 11 bei Drehung des Schafts 6 aus der Mulde 7 herausfedert. Dadurch ist eine weitere Drehung des Schafts 6 unmöglich. Der Schaft 6 und der Verriegelungsring 3 bzw. Handgriff 2 des Drehmomentschlüssels 1 sind auf diese Weise fest miteinander verbunden. Eine weitere Verstellung des Anziehdrehmoments ist nicht möglich. Dafür muss erst der Verriegelungsring 3 wieder in die in 4a dargestellte Position verdreht werden.
  • In 5 ist ein Ausschnitt eines Drehmomentschlüssels dargestellt, der einen Ring 4 und einen Schaft 6 teilweise zeigt. Beim Einstellen eines Auslösedrehmoments wird der Ring 4 gegenüber dem Schaft 6 verdreht. Beim Anziehen des Auslösedrehmoments wird eine Feder im Inneren des Schafts 6 verkürzt. Dabei wird der Schaft 6 allmählich in den Ring 4 hineinbewegt.
  • Der Ring 4 trägt eine Nonius-Skala 5, die sich mit dem Ring 4 mitdreht. Der Schaft 6 trägt eine Skala 8, die im dargestellten Fall zentrale waagerechte Striche aufweist, die in 10 Nm-Abständen von 40 Nm bis 200 Nm reichen. Wenn ein Strich mit dem Ende des Rings 4 fluchtet, entspricht das eingestellte Auslösedrehmoment der links oder rechts angeordneten Zahl, die über einen schrägen Abschnitt des Strichs mit dem waagerechten Strich verbunden ist.
  • Durch die versetzte Anordnung der Zahlen gegenüber den entsprechenden waagerechten Strichen sind die Zahlen, die einem eingestellten Auslösedrehmoment entsprechen, jederzeit gut lesbar.
  • Die Feinunterteilung zwischen den 10er-Schritten ist am Nonius 5 abzulesen. Da in 5 die Nonius-Skala 5 auf „0" steht und der waagerechte Strich, der 40 Nm entspricht, knapp oberhalb des Rings 4 ist, entspricht die Einstellung 40 Nm. Falls der Ring 4 soweit weiter gedreht würde, dass die „2" auf der Nonius-Skala 5 mit den waagerechten zentralen Strichen auf der Skala 8 des Schafts 6 fluchten würde, wären 42 Nm eingestellt.
  • 1
    Drehmomentschlüssel
    2
    Handgriff
    3
    Verriegelungsring
    4
    Ring
    5
    Nonius-Skala
    6
    Schaft
    7
    Mulden
    8
    Skala
    9
    Sichtfenster
    10
    Verriegelungs-Sichtring
    11
    federvorbelastete Walze
    12
    exzentrische Innenbohrung
    13
    Blattfeder

Claims (18)

  1. Handwerkzeug (1) mit einer Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) zur, insbesondere stufenlosen, Einstellung eines Auslösedrehmoments, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) mit Einraststellen (7) vorgesehen ist, die mit der Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) gekoppelt ist, wobei die Einraststellen (7) der Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) jeweils wenigstens einem vorbestimmten und/oder vorbestimmbaren Auslösedrehmoment der Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) entsprechen.
  2. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Handwerkzeug (1) ein Drehmomentschlüssel (1) ist.
  3. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) ausgebildet ist, um bei einer Veränderung der Einstellung der Einstellvorrichtung (2, 4, 5, 6, 8) bei Erreichen einer Einraststelle (7) fühlbar und/oder hörbar einzurasten.
  4. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände zwischen den Einraststellen (7) so ausgebildet sind, dass jeweils von einer Einraststelle (7) zur nächsten das Auslösedrehmoment um einen konstanten Betrag erhöht wird.
  5. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) einen Schaft (6) mit radialen Mulden (7) und eine Hülse (2, 3, 4) mit wenigstens einem Rastelement (11, 13), das in eine Mulde (7) eingreift, aufweist.
  6. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (11, 13) eine ausgeformte Blattfeder (13) ist, die in eine Mulde (7) einfedert.
  7. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (11, 13) eine Blattfeder (13) mit einer Walze (11) ist, wobei die Walze (11) in eine Mulde (7) einfedert.
  8. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (2, 3, 4) als Griff (2) des Handwerkzeugs (1) ausgebildet ist.
  9. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungsvorrichtung (3) vorgesehen ist, mittels der die Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) an einer Einraststelle (7) verriegelbar ist.
  10. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (3) so ausgebildet ist, dass eine Verriegelung der Rastvorrichtung (6, 7, 11, 13) außerhalb einer Einraststelle (7) verhindert wird.
  11. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (3) als Verriegelungsring (3) ausgebildet ist.
  12. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsring (3) eine exzentrische Innenbohrung (12) aufweist, mittels der das Rastelement (11, 13) in einer Mulde (7) lösbar fixierbar ist.
  13. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungsanzeige (9) für die Verriegelungsvorrichtung (3) vorgesehen ist.
  14. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsanzeige (9) lageunabhängig ablesbar ist.
  15. Handwerkzeug (1) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsanzeige (9) eine um den Körper des Handwerkzeugs (1) umlaufende Anzeige, die insbesondere in 2 bis 15 Felder, insbesondere in 3 Felder, segmentiert ist, umfasst.
  16. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsanzeige (9) wenigstens ein Verriegelungs-Sichtfenster (9) im Verriegelungsring (3), insbesondere entsprechend einer Anzahl von Segmenten einer umlaufenden Anzeige, aufweist.
  17. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsanzeige (9) ausschließlich oder zusätzlich als digitale Anzeige vorgesehen ist.
  18. Handwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (6) des Handwerkzeugs eine Skala (8) aufweist, die so ausgeführt ist, dass jeweils ein dem eingestellten Auslösedrehmoment entsprechender Skalenwert der Skala (8) auf dem Schaft (6) vollständig sichtbar ist, insbesondere nicht von der Hülse (2, 3, 4) des Handwerkzeugs verdeckt ist.
DE200720008522 2007-06-14 2007-06-14 Handwerkzeug mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Auslösedrehmoments Expired - Lifetime DE202007008522U1 (de)

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DE200720008522 DE202007008522U1 (de) 2007-06-14 2007-06-14 Handwerkzeug mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Auslösedrehmoments

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