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DE202007008008U1 - Vorrichtung zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen - Google Patents

Vorrichtung zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen Download PDF

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DE202007008008U1
DE202007008008U1 DE202007008008U DE202007008008U DE202007008008U1 DE 202007008008 U1 DE202007008008 U1 DE 202007008008U1 DE 202007008008 U DE202007008008 U DE 202007008008U DE 202007008008 U DE202007008008 U DE 202007008008U DE 202007008008 U1 DE202007008008 U1 DE 202007008008U1
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Abstract

Vorrichtung (1) zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen (5), insbesondere im Mundbereich, umfassend eine erste Anordnung von mechanischen Erregern (4.1, 15), wobei eine beliebige Anzahl von Erregern (4.1, 15) sowohl als Sender als auch als Empfänger anwählbar sind, wobei die Einkopplung der von den Erregern (4.1, 15) ausgesandten mechanischen Anregungen und die Auskopplung der von den Erregern (4.1, 15) empfangenen mechanischen Anregungen über ein zwischen den Erregern (4.1, 15) und dem zu untersuchenden Körperteil (5) angeordnetes verformbares Medium (6) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine zweite Anordnung von mechanischen Erregern (4.2, 16, 17) vorgesehen ist, wobei die erste Anordnung von Erregern (4.1, 15) und die mindestens zweite Anordnung von Erregern (4.2, 16, 17) unter Einschluss eines Zwischenraums zur Aufnahme des zu untersuchenden Körperteils (5) auf Mitteln (2, 3, 11, 12, 13) zum ortsfesten Ausrichten bezüglich des Körperteils (5) angeordnet sind, wobei weiterhin eine Auswerteeinheit (7) vorgesehen ist, in der sowohl...

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen, insbesondere im Mundbereich auf der Basis von mechanischen Anregungen. Die mechanischen Anregungen werden von Erregern erzeugt, die sowohl als Sender als auch als Empfänger ansteuerbar sind.
  • Stand der Technik
  • Aus der EP 0 353 209 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur dentalen Untersuchung mit Ultraschall bekannt, bei der eine Anordnung von Ultraschalltransducern verwendet wird, die die Möglichkeit besitzen, den Strahl zu formen, um einen Einfallswinkel nahezu senkrecht zur zu untersuchenden Oberfläche zu erreichen und den Fokus des Strahl zu variieren. Das Verfahren und die Vorrichtung sind bevorzugt anwendbar zur intraoperativen endodontischen Diagnose, insbesondere zur Bestimmung der Lage von intradentalen Sonden.
  • Aus der US 6,162,177 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Ultraschalluntersuchung von feinen Oberflächenlesionen von Zahnkronenoberflächen bekannt. Die Vorrichtung umfasst einen Ultraschalloberflächenwellengenerator, der in der Lage ist, Ultraschalloberflächenwellen auf einer Zahnoberfläche zu erzeugen sowie einen Ultraschalloberflächenempfänger, der die Oberflächenwellen empfängt.
  • Die US 5,115,813 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ultraschalluntersuchung von dichten Geweben, insbesondere von Zahngewebe. Das Verfahren basiert auf dem Impuls-Echo-Prinzip. Das Ultraschallsignal wird durch eine niederfrequente Vibration überlagert.
  • Die US 6,638,219 B1 offenbart ein Verfahren zur Darstellung von internen 3D-Strukturen von Zahnformationen. Dazu ist eine Transducervorrichtung vorgesehen, die einen Ultraschallimpuls direkt auf die zu untersuchenden Zahnformationen abstrahlt, wobei die Ultraschallantwort der Zahnformation gemessen wird. Die Ultraschallerreger sind auf einem rotierenden Bogen in einem Gehäuse angeordnet.
  • Aus der US 6,589,054 B2 ist ein Verfahren zur Untersuchung von Zähnen mittels Laufzeitmessungen bekannt. Dazu wird eine Anregungswelle erzeugt, durch den Zahn geleitet und auf der Gegenseite des Zahnes empfangen.
  • Die aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass jeweils nur ein Messprinzip Verwendung findet. Dadurch ist die Messgenauigkeit sowie die Möglichkeit zur Vermessung von durch schlechtleitende Bereiche abgeschattete rückwärtige Bereiche stark eingeschränkt.
  • Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Vermessung von Zähnen anzugeben, die eine verbesserte Auflösung auch unter problematischen Messbedingungen ermöglicht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach handhabbare Vorrichtung zur Vermessung anzugeben.
  • Darstellung der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Tomographie wird beschrieben durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1.
  • Eine Vorrichtung zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen, insbesondere im Mundbereich, umfasst eine erste Anordnung von mechanischen Erregern, wobei eine beliebige Anzahl von Erregern sowohl als Sender als auch als Empfänger anwählbar sind, wobei die Einkopplung der von den Erregern ausgesandten mechanischen Anregungen und die Auskopplung der von den Erregern empfangenen mechanischen An regungen über ein zwischen den Erregern und dem zu untersuchendem Körperteil angeordnetes verformbares Medium erfolgt. Es ist mindestens eine zweite Anordnung von mechanischen Erregern vorgesehen, wobei die erste Anordnung von Erregern und die mindestens zweite Anordnung von Erregern unter Einschluss eines Zwischenraums zur Aufnahme des zu untersuchenden Körperteils auf Mitteln zum ortsfestesten Ausrichten bezüglich des Körperteils angeordnet sind. Weiterhin ist eine Auswerteeinheit vorgesehen, in der sowohl mechanische Anregungen aus der Transmission und aus der Reflexion und/oder der Streuung an dem zu untersuchendem Körperteil erfasst und auswertet werden.
  • Eine derartige Vorrichtung ermöglicht eine hochaufgelöste dreidimensionale Vermessung von Gewebe, beispielsweise von Zähnen. Bei Zähnen besteht das Problem, dass manche Füllungen bzw. andere Zahnersatze nicht röntgenstrahlendurchlässig sind und auf einem Röntgenbild einen schwarzen Schatten zeigen. Häufig sind die an die Zahnersatzteile angrenzenden Bereiche des Zahnes besonders kariesempfindlich, so dass eine zerstörungsfreie dreidimensionale Aufnahme eines derartigen Zahnes besonders wünschenswert ist.
  • Erfindungsgemäß werden entweder Transmission und Reflexion oder Transmission und Streuung oder Transmission und Reflexion und Streuung ausgewertet. Dies ermöglicht eine bestmögliche Auflösung des zu untersuchenden Bereichs, welcher sich in den Zwischenraum zwischen den mindestens zwei Anordnungen von Erregern befindet.
  • Die Erreger sind mittels einem verformbaren Medium an dem zu untersuchenden Körperteil angeordnet, das Luftstrecken im Raum zwischen Erregern und Körperteil verhindert.
  • Vorteilhafterweise sind die Erreger als Ultraschallwandler ausgebildet und die mechanischen Anregungen sind Ultra schallsignale. Ultraschallsignale haben eine vergleichsweise kurze Wellenlänge, was mit einer hohen möglichen Auflösung einhergeht. Darüber hinaus sind Ultraschallwandler kompakt und kostengünstig herstellbar. Das Einbringen einer Vielzahl von Ultraschallerregern in den ist daher ohne weiteres möglich.
  • Vorteilhafterweise ist das zu untersuchende Körperteil ein Hartgewebe, insbesondere eine Zahnhartsubstanz.
  • Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Medium ein Gel, eine hochviskose Flüssigkeit oder ein weicher Festkörper ist. Dies ermöglicht den Einsatz der Tomographievorrichtung sowohl am Ober- als auch am Unterkiefer ohne die Gefahr des Auslaufens des Ankopplungsmediums.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Medium ein Gel-Kissen ist. Ein derartiges Gel-Kissen ist besser handhabbar als ein lose einzubringendes Medium und darüber hinaus mehrfach verwendbar.
  • Vorteilhafterweise geliert das Medium blasenfrei und kann flüssig zwischen die Erreger und dem zu untersuchenden Körperteil eingebracht werden. Dies erleichtert die Anwendung des Mediums.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Mittel zur ortsfesten Ausrichtung in ihren Dimensionen so gestaltet sind, dass in den Mund einführbar sind und wenn wenigstens eine Anordnung von Erregern mindestens die Breite eines Zahnes hat. Dies erleichtert die Anwendung der Tomographievorrichtung und erhöht die mögliche Auflösung.
  • Vorteilhafterweise sind die erste Anordnung von Erregern und die mindestens zweite Anordnung von Erregern auf den einander zugewandten Seiten einer Klammer angeordnet. Eine Klammer ist leicht positionierbar und kann mit einem vorbestimmbaren Druck an den Zahn angepresst werden.
  • Alternativ ist eine Anordnung denkbar, bei der die erste Anordnung von Erregern und die zweite Anordnung von Erregern auf einem U-förmigen Träger angeordnet sind, der in der dritten Raumrichtung so gekrümmt ist, dass er die Form eines Kiefers zumindest abschnittsweise nachbildet. Die sich ergebene Form erinnert an einen dentalen Abformlöffel, mit dem Abdrücke von Zähnen erstellt werden. Der Vorteil einer solchen raumfesten Anordnung von Erregern ist, dass die Lagebeziehung der Erreger zueinander bekannt ist und dadurch eine erhöhte Auflösung gewährleistet werden kann. Dabei ist das Medium vorzugsweise eine gelierende oder formbare, aushärtbare Masse.
  • Vorteilhafterweise ist eine weitere Anordnung von Erregern vorgesehen, die eine weitere Seite des durch die erste Anordnung von Erregern und die zweite Anordnung von Erregern gebildeten Zwischenraums zumindest teilweise abdeckt.
  • Zur Erreichung einer höchstmöglichen isotropen Auflösung ist es theoretisch ideal, wenn die Erreger auf einer Kugeloberfläche um den Zahn herum angeordnet sind. Eine derartige Anordnung kommt diesem Ideal relativ nahe.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Der erfindungsgemäße Tomograph wird anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine erste Ausführungsform des Tomographen in einer schematischen Darstellung, die
  • 2 eine alternative Ausführungsform des Tomographen in einer schematischen Darstellung, die
  • 3A eine schematische dreidimensionale Darstellung einer weiteren alternativen Ausführungsform des Tomographen, die
  • 3B einen Ausschnitt aus 3A in anderer Perspektive, die
  • 3C einen Schnitt durch einen Tomographen gemäß 3A, die
  • 4A–C schematische Darstellungen von Transmission, Reflexion und Streuung und die
  • 5 den Verlauf einer Anregung innerhalb eines Zahnes.
  • Ausführungsbeispiel der Erfindung
  • 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Tomographen 1 zur intraoralen Anwendung in schematischer Darstellung. Der Tomograph 1 umfasst Haltevorrichtungen 2, 3, auf denen Erreger 4.1, 4.2 in Gruppen angeordnet sind. Mithilfe der Haltevorrichtungen 2, 3 werden die Erreger 4.1, 4.2 bezüglich eines Zahnes 5 ortsfest ausgerichtet. Die Erreger 4.1, 4.2 sind als Ultraschallerreger ausgebildet und können sowohl mechanische Ultraschallanregungen aussenden als auch empfangen.
  • Ultraschallerreger sind besonders gut zur Tomographie von Zahngewebe geeignet, da die Wellenlänge der Ultraschallwellen klein ist im Vergleich zu den aufzunehmenden Strukturen.
  • Ein sich zwischen den Haltevorrichtungen 2, 3 und dem Zahn 5 befindlicher Hohlraum ist mit einem Gel 6 gefüllt. Das Gel 6 dient zur Übertragung der von den Erregern 4.1, 4.2 ausgesandten Ultraschallanregungen. Bei Anregungen im Ultraschallbereich müssen Luftstrecken oder Übergänge, bei denen die Schallgeschwindigkeit extrem voneinander abweichen, vermieden werden. An solchen Übergängen finden Reflexionen statt, die die auf das anzuregende Objekt übertragene Energie stark verringern würden. Das eingesetzte Gel 6 besitzt ähnliche akustische Eigenschaften wie Wasser und eignet sich sehr gut zum Übertragen von mechanischen Anregungen. Alternativ zu dem Gel können andere Medien vorgesehen sein, beispielsweise ein Kissen aus einem verformbaren Material, das sich frei von Luftblasen an den Zahn 5 anschmiegt und ebenfalls gute akustische Übertragungseigenschaften aufweist.
  • Ein weiterer Bestandteil des Tomographen ist eine Auswerteeinheit 7, die mit den am Zahn 5 liegenden Bestandteilen des Tomographen so verbunden ist, dass Daten von den Erregern 4.1, 4.2 an die Auswerteeinheit 7 übertragen werden können. Die Auswerteeinheit 7 kann darüber hinaus zur Steuerung und Energieversorgung der Erreger 4.1, 4.2 dienen.
  • Die Erreger 4.1, 4.2 sind in zwei Gruppen angeordnet, wobei die Erreger 4.1 und 4.2 den Zahn 5 zwischen sich einschließen. Die Erreger 4.1 und 4.2 sind im Wesentlichen so ausgerichtet, dass ihre jeweilige Schwingungsachse 8 im Wesentlichen in Richtung des Zahnes 5 weist. Die resultierende Anordnung weist eine Bogenform auf.
  • Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform ist in 2 gezeigt. Ein Tomograph 10 weist drei Haltevorrichtungen 11, 12, 13 auf. Die Haltevorrichtungen 11, 12, 13 werden von einer Zange 14 gehalten. An den drei Haltevorrichtungen 11, 12, 13 befinden sich jeweils Anordnungen von Erregern 15, 16, 17, die in Richtung des Zahnes 5 ausgerichtet sind.
  • Ein zwischen den Haltevorrichtungen 11, 12, 13 und dem Zahn 5 befindlicher Hohlraum ist mit einem Gel 6 gefüllt.
  • Im Gegensatz zu der in 1 gezeigten Anordnung werden bei dem in 2 gezeigten Tomographen 10 drei Seiten des Zahnes 5 von Erregern 15, 16, 17 umgeben. Damit ist es möglich, auch Streusignale, die auf der okklusalen Seite aus dem Zahn 5 heraustreten, zu empfangen oder aus Richtung der Okklusionsfläche zu senden. Die Auflösung und die Genauigkeit der Aufnahmen nimmt mit der dritten Erregeranordnung 17 insbesondere in Richtungen senkrecht zur Okklusalebene zu.
  • Die Zange 14 dient dazu, die Haltevorrichtungen 11, 12, 13 ortsfest am Zahn 5 zu positionieren und ermöglicht eine einfache Handhabung. Durch Spreizen des unteren Teils der Zange 14 werden Kräfte auf die Haltevorrichtungen, dargestellt durch Pfeile, ausgeübt, die die Haltevorrichtungen 11, 12, 13 an den Zahn 5 pressen.
  • 3A zeigt eine weitere alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tomographen 18 in schematischer, dreidimensionaler Darstellung. Der Tomograph 18 umfasst eine Haltevorrichtung 19, einen Griffbereich 20 und ein Datenkabel 21.
  • Die Haltevorrichtung 19 ist nach Art eines Abformlöffels ausgebildet. Auf der den Zähnen zugewandten Innenseite 19.1 der Haltevorrichtung 19 befinden sich Sensorgruppen 22.1. 22.2 und 22.3. Die Sensorgruppe 22.1 ist bukkal bzw. labial angeordnet, die Sensorgruppe 22.2 ist okklusal angeordnet und die Sensorgruppe 22.3 ist lingual angeordnet. Die Haltevorrichtung 19 ist im wesentlichen ein Torussegment, wobei die Sensorgruppen 22.1, 22.2 und 22.3 um die zu vermessenden Zähne (nicht dargestellt) eine in radialer Richtung im wesentlichen kreisförmige Anordnung bilden.
  • Die Gestaltung der Haltevorrichtung 19 nach Art eines Abformlöffels hat erhebliche Vorteile. Einerseits bildet die Innenwand 19.1 eine Art Wanne, in der das verformbare Medium ohne Schwierigkeiten an den Zahn gebracht und im Zwi schenbereich zwischen Zähnen und Sensoren gehalten werden kann, zum anderen ist die Lagebeziehung der Sensorgruppen 22.1, 22.2 und 22.3 durch die Geometrie der Haltevorrichtung 19 fest vorgegeben und daher bekannt und zum Dritten ermöglicht die Haltevorrichtung 19 eine Tomographie einer vollständigen Kieferhälfte auf einmal.
  • Die 3B zeigt einen Ausschnitt aus 3A in anderer Perspektive. Das abschließende Ende der Haltevorrichtung 19 ist so geformt, dass an dem zu vermessenden Kiefer ein möglichst dichter Abschluss zum Kiefer hin erreicht wird.
  • 3C zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A aus 3A. Die Sensorgruppen 22.1, 22.2 und 22.3 sind in die Haltevorrichtung 19 eingelassen. Die Sensorgruppen 22.1, 22.2 und 22.3 werden mittels des Kabels 21 mit Energie versorgt und können empfangene Signale über das Kabel 21 an die nicht dargestellt Auswerteeinheit 7 senden. Das Kabel 21 ist dazu ausgelegt, alle einzelnen Sensorelemente zu versorgen und von allen einzelnen Sensorelementen Signale zu empfangen. Die konstruktive Ausgestaltung des Kabels 21 bzw. der Versorgungsleitungen ist nicht Gegenstand der Erfindung, mögliche konstruktive Ausgestaltungen sind im Stand der Technik hinreichend bekannt.
  • In den 4A–C werden die grundlegenden akustischen Phänomene, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgewertet werden, dargestellt.
  • 4a zeigt dabei die Transmission eines Signals 27 durch den Zahn 5. Das Signal 27 wird durch einen auf der Haltevorrichtung 2 befindlichen, nicht dargestellten Erreger erzeugt und durch einen weiteren nicht dargestellten Erreger auf der Haltevorrichtung 3, der in der dargestellten Laufrichtung des transmitierten Signals 27 liegt, als Signal 20' empfangen. Das Signal 27' trägt Informationen über den Zustand des Zahnes in Form von Signalamplitude, Signalform, Laufzeit und Phaseninformation.
  • In 4b wird die Reflexion eines Signals 28 dargestellt, wobei entgegen der Darstellung das reflektierte Signal 28' von demselben Erreger, der die Anregung 28 emittiert hat, empfangen wird. Reflexion tritt an der Grenzfläche zwischen zwei Materialien mit unterschiedlichem Wellenwiderstand auf. Sofern der Erreger nicht entlang der Normalen der Zahnoberfläche ausgerichtet ist, wird das reflektierte Signal unter einem Winkel reflektiert und von einem anderen Erreger der gleichen Gruppe von Erregern empfangen werden.
  • 4c zeigt die Streuung der Anregung 29, die an Grenzflächen im Inneren des Zahnes 5 stattfindet. Die gestreuten Signale 29' können in alle Richtungen gestreut werden, bei Mehrfachstreuungen ist es auch möglich, dass gestreute Signale wieder entlang der Schwingungsrichtung des entsprechenden Erregers laufen. Gestreute Signale unterscheiden sich von transmitierten oder reflektierten Signalen hinsichtlich ihrer Laufzeit und ihrer Signalhöhe und sind daher gut von diesen zu unterscheiden.
  • 5 zeigt die Propagation eines Anregungssignals 30 innerhalb des Zahnes 5. Mehrfachstreuungen sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt. In dem Zahn 5 befinden sich Bereiche 31, 32 mit im Vergleich zum normalen Dentin unterschiedlicher Dichte. Der Bereich 31 ist eine Markhöhle und der Bereich 32 ist ein kariöser Bereich.
  • Beim Auftreffen auf die Zahnoberfläche 5.1 wird ein Teil des Anregungssignals 30 gemäß den in der Wellenmechanik geltenden Stetigkeitsbedingungen reflektiert und ein weiterer Teil des Signals 30 tritt in den Zahn ein. Die Ausbreitung des Signals 30 von einem Punkt der Zahnoberfläche ist in drei verschiedenen Richtungen als Teilsignale 30.1, 30.2 und 30.3 beispielhaft dargestellt.
  • Das Teilsignal 30.1 wird an der Grenzfläche 32.1 des kariösen Bereichs 32 unter einem Winkel reflektiert und verlässt den Zahn 5 als gestreutes Signal in eine Richtung, die von der Richtung des einfallenden Signals 30 abweicht.
  • Das Teilsignal 30.2 propagiert durch den Zahn 5 ohne eine Richtungsänderung zu erfahren.
  • Das Teilsignal 30.3 trifft auf die Grenzfläche 31.1 zwischen der Markhöhle 31 und dem Dentin des Zahnes 5. Ein Teil dieses Teilsignals 30.3 wird an der Grenzfläche reflektiert und tritt als Teilsignal 30.3' aus dem Zahn heraus, während ein weiterer Teil durch die Markhöhle 31 propagiert, diese rückwärtig verlässt und als Teilsignal 30.3'' aus dem Zahn 5 austritt.
  • 1
    Tomograph
    2
    Haltevorrichtung
    3
    Haltevorrichtung
    4.1
    Erreger
    4.2
    Erreger
    5
    Zahn
    5.1
    Zahnoberfläche
    6
    Gel
    7
    Auswerteeinheit
    8
    Schwingungsachse
    10
    Tomograph
    11
    Haltevorrichtung
    12
    Haltevorrichtung
    13
    Haltevorrichtung
    14
    Zange
    15
    Erreger
    16
    Erreger
    17
    Erreger
    19
    Haltevorrichtung
    19.1
    Innenseite
    20
    Griffbereich
    21
    Datenkabel
    22.1–22.3
    Sensorgruppen
    27'
    Signal
    28
    Signal
    28'
    Signal
    29
    Anregung
    30
    Signal
    30.1–30.3
    Teilsignal
    31
    Bereich
    32
    Bereich
    32.1
    Grenzfläche

Claims (9)

  1. Vorrichtung (1) zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen (5), insbesondere im Mundbereich, umfassend eine erste Anordnung von mechanischen Erregern (4.1, 15), wobei eine beliebige Anzahl von Erregern (4.1, 15) sowohl als Sender als auch als Empfänger anwählbar sind, wobei die Einkopplung der von den Erregern (4.1, 15) ausgesandten mechanischen Anregungen und die Auskopplung der von den Erregern (4.1, 15) empfangenen mechanischen Anregungen über ein zwischen den Erregern (4.1, 15) und dem zu untersuchenden Körperteil (5) angeordnetes verformbares Medium (6) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine zweite Anordnung von mechanischen Erregern (4.2, 16, 17) vorgesehen ist, wobei die erste Anordnung von Erregern (4.1, 15) und die mindestens zweite Anordnung von Erregern (4.2, 16, 17) unter Einschluss eines Zwischenraums zur Aufnahme des zu untersuchenden Körperteils (5) auf Mitteln (2, 3, 11, 12, 13) zum ortsfesten Ausrichten bezüglich des Körperteils (5) angeordnet sind, wobei weiterhin eine Auswerteeinheit (7) vorgesehen ist, in der sowohl mechanische Anregungen (27, 28, 29) aus der Transmission (27') und aus der Reflexion (28') und/oder der Streuung (29') an dem zu untersuchenden Körperteil (5) erfasst und ausgewertet werden, wobei die erste Anordnung von Erregern (4.1, 15) und die zweite Anordnung von Erregern (4.2, 16, 17) auf einem U-förmigen Träger angeordnet sind, der in der dritten Raumrichtung so gekrümmt ist, dass er die Form eines Kiefers zumindestens abschnittsweise nachbildet.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger in einer Art eines Abformlöffels ge formt ist, wobei das Medium vorzugsweise eine gelierende oder formbare, aushärtbare Masse ist.
  3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Anordnung von Erregern (17) vorgesehen ist, die eine weitere Seite des durch die erste Anordnung von Erregern (15) und die zweite Anordnung von Erregern (16) gebildeten Zwischenraums zumindest teilweise abdeckt.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erreger (4.1, 4.2, 15, 16, 17) als Ultraschallwandler ausgebildet sind und die mechanischen Anregungen (27, 28, 29) Ultraschalsignale sind.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zu untersuchende Körperteil (5) ein Hartgewebe, insbesondere eine Zahnhartsubstanz ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium (6) ein Gel, eine hochviskose Flüssigkeit oder ein weicher Festkörper ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium (6) ein Gel-Kissen ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium (6) blasenfrei gelierend ist und flüssig zwischen die Erreger (4.1, 4.2, 15, 16, 17) und dem zu untersuchenden Körperteil (5) eingebracht wird.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (2, 3, 11, 12, 13) zur ortsfesten Ausrichtung in ihren Dimensionen so gestaltet sind, dass sie in den Mund einführbar sind und dass wenigstens eine Anordnung von Erregern (4.1, 4.2, 15, 16, 17) mindestens die Breite eines Zahnes hat.
DE202007008008U 2006-06-06 2007-06-05 Vorrichtung zur Tomographie für Gewebeuntersuchungen von Körperteilen Expired - Lifetime DE202007008008U1 (de)

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