DE202007004244U1 - Abschreckvorrichtung für Vögel - Google Patents
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Abstract
Abschreckvorrichtung
für Vögel, insbesondere
zur Anbringung an oder auf einem Boot, gekennzeichnet durch die
folgenden Merkmale:
– es ist zumindest eine Spritzdüse (33) zur Erzeugung zumindest eines kontinuierlichen oder unterbrochenen Flüssigkeitsstrahls vorgesehen,
– es ist eine Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung vorgesehen, die zumindest mittelbar mit der zumindest einen Spritzdüse (33) in Verbindung steht,
– es ist eine Steuerungseinrichtung (15) vorgesehen, worüber die Abschreckvorrichtung steuerbar ist,
– es ist zumindest eine Sensoreinrichtung (25, 25') vorgesehen, worüber ein Überwachungs- und/oder Auslösebereich vorzugsweise zur Erfassung von bewegten Objekten, insbesondere in Form von Vögeln, sensorisch erfass- und/oder überwachbar ist,
– ausgelöst über die zumindest eine Sensoreinrichtung (25, 25') ist zumindest ein Flüssigkeitsstrahl und vorzugweise mehrere Flüssigkeitsstrahlen in unterschiedlicher Richtung und/oder mit unterschiedlichen Treffpunkten im Überwachungs- und oder Auslösebereich erzeugbar.
– es ist zumindest eine Spritzdüse (33) zur Erzeugung zumindest eines kontinuierlichen oder unterbrochenen Flüssigkeitsstrahls vorgesehen,
– es ist eine Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung vorgesehen, die zumindest mittelbar mit der zumindest einen Spritzdüse (33) in Verbindung steht,
– es ist eine Steuerungseinrichtung (15) vorgesehen, worüber die Abschreckvorrichtung steuerbar ist,
– es ist zumindest eine Sensoreinrichtung (25, 25') vorgesehen, worüber ein Überwachungs- und/oder Auslösebereich vorzugsweise zur Erfassung von bewegten Objekten, insbesondere in Form von Vögeln, sensorisch erfass- und/oder überwachbar ist,
– ausgelöst über die zumindest eine Sensoreinrichtung (25, 25') ist zumindest ein Flüssigkeitsstrahl und vorzugweise mehrere Flüssigkeitsstrahlen in unterschiedlicher Richtung und/oder mit unterschiedlichen Treffpunkten im Überwachungs- und oder Auslösebereich erzeugbar.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Abschreckvorrichtung für Vögel, die insbesondere im Zusammenhang mit Booten benutzbar ist.
- Bekannterweise sind Boote, die in einem Hafen oder an einer Boje liegen, ein bevorzugter Rastplatz für Vögel, insbesondere Möwen. Dies hat zwangsläufig zur Folge, dass derartige Tiere zur Verschmutzung der Boote beitragen, nicht nur durch Futterreste, sondern vor allem auch durch ihre Exkremente etc.
- Diese Hinterlassenschaften müssen vom Bootsbesitzer umgehend entfernt werden, da ansonsten durch die Zersetzung Teile des Bootes in Mitleidenschaft gezogen werden können. Darüber hinaus sind natürlich derartige Verschmutzungen einschließlich der erwähnten Exkremente zu unhygienisch.
- Bisher sind bereits mehrere Versuche unternommen worden, durch zahlreiche Maßnahmen Vögel allgemein und insbesondere Möwen davon abzuhalten, sich im Bereich von Booten niederzulassen. Zum Teil sind auch Raben eingesetzt worden. Verwendet worden sind Propeller, aufgespannte Leinen, die es Vögeln und insbesondere Möwen unmöglich machen oder zumindest erschweren soll, sich im Bereich des Bootes niederzulassen, Bälle, Wimpel, aufgespannte Netze, aufblasbare Tiere und dergleichen.
- Das Problem jedoch ist stets, dass derartige Einrichtungen und Maßnahmen in der Regel nicht ausreichen, Vögeln im allgemeinen und Möwen insbesondere dauerhaft von derartigen Plätzen und Booten fernzuhalten. In der Regel gewöhnen sich die Tiere mit der Zeit an diese Maßnahmen, so dass der Verschmutzung der Boote hierdurch nicht Einhalt geboten werden kann.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, eine verbesserte Möglichkeit zu schaffen, Vögel und insbesondere Möwen von bestimmten Bereichen, insbesondere Booten fernzuhalten. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird ein völlig neuartiger Weg beschritten.
- Erfindungsgemäß ist nunmehr eine Sensoreinrichtung vorgesehen, die einen zu überwachenden Bereich, insbesondere den Bereich eines Bootes, überwacht. Sobald sich ein Vogel und insbesondere eine Möwe dem Boot nähert, wird hierüber eine Abschreckvorrichtung ausgelöst. Diese ist nach Art einer Sprinkler-, Spritz- und/oder Beregnungsanlage gestaltet.
- Sobald sich nämlich z.B. eine Möwe auf dem Boot niederlassen will, wird von der Sensoreinrichtung ein Befehl an eine Steuerungsvorrichtung der Abschreckvorrichtung gegeben, der diese veranlasst aus zumindest einer und bevorzugt verschiedenen Düsen Wasserstrahlen auf das Boot zu spritzen. Da die Möwen diese Wasserstrahlen meiden, können sie mittels dieser Maßnahme vom Boot ferngehalten werden.
- Bevorzugt ist die Abschreckvorrichtung so aufgebaut, dass beispielsweise zumindest eine Düse vorgesehen ist, die vorzugsweise nach dem Zufallsprinzip so hin und her bewegt wird, dass der Wasserstrahl zumindest in zeitlich möglichst kurzen Abständen den gesamten zu überwachenden Bereich, insbesondere den gesamten Bootsbereich, überdeckt. Dabei kann es sich um einen kontinuierlichen Wasserstrahl oder um einen periodisch erzeugten Wasserstrahl oder insbesondere um einen pulsierenden Wasserstrahl handeln, der möglichst kräftig, also mit hohem Druck arbeitet. Wird die Art und Weise, wie dieser Strahl über das Boot hinweg bewegt wird, nach dem Zufallsprinzip erzeugt, kann auch hierüber kein Gewöhnungseffekt zugunsten der Möwen eintreten, die von diesem Zeitpunkt an dauerhaft und sicher vom Boot ferngehalten werden, und das Boot dadurch vor Verschmutzung schützen.
- Bevorzugt kann die Abschreckvorrichtung eine Vielzahl von Düsen aufweisen, die bevorzugt einstellbar sind. Sie können also in verschiedenen Richtungen und in der Höhe unterschiedlich eingestellt werden, so dass hierüber alle relevanten Bereiche des Bootes erreichbar und schützbar sind. Die Ansteuerung kann dabei derart erfolgen, dass die einzelnen Düsen nicht alle gleichzeitig, sondern zumindest eine oder mehrere bzw. nicht alle Düsen gleichzeitig in einem bestimmten zeitlichen Muster oder ebenfalls nach dem Zufallsprinzip angesteuert für eine gewisse Zeit entsprechende Flüssigkeitsstrahlen erzeugen, bevorzugt mit einem pulsierenden Muster, um das gesamte Boot hierüber zu schützen.
- Ebenfalls voreinstellbar, veränderbar oder auch nach dem Zufallsprinzip zwischen diesen Bereichen erzeugbar kann festgelegt werden, wie lange die Wasserstrahlen erzeugt werden. Hier kann eine bestimmte Zeitdauer fest vorgegeben werden. Möglich ist aber auch, dass immer wieder die Wasserstrahlen für eine mehr oder weniger lange Periode eingeschaltet bleiben. Schließlich ist auch genauso denkbar, dass mit dem Sensor wiederum eine Abschaltung erfolgt, wenn der Sensor kein bewegtes Objekt, also beispielsweise keine Möwe mehr im Überwachungs- und Auslösebereich detektiert.
- Ebenso kann auch unabhängig von einer sensorverursachten Auslösung in größeren zeitlichen Abständen die Abschreckvorrichtung von sich aus zumindest kurzzeitig mit einem bestimmten Programm gestartet werden, um bereits von Hause aus Vögel bzw. Möwen vom Boot fernzuhalten.
- Bevorzugt ist die Vorrichtung in einem kompakten Gehäuse untergebracht, wobei der Sensor an einer Gehäuseseite, insbesondere Gehäuseoberseite, vorgesehen ist. Bevorzugt kann der Sensor aber auch getrennt vom Gehäuse montiert werden, beispielsweise an einer mastförmigen Verlängerung, die insbesondere am Gehäuse der Abschreckvorrichtung angebracht sein kann, beispielsweise auch teleskopartig ein- und ausfahrbar sein kann.
- Genauso kann der Sensor aber auch an ganz anderer Stelle am Boot angebracht sein, wobei er dann über eine normale Leitung mit der Vorrichtung insbesondere der Steuerungsvorrichtung einschließlich einer Pumpe etc. verbunden sein kann. Auch eine Funkverbindung ist möglich und denkbar. Ebenso können auch mehrere Sensoren vorgesehen sein, vor allem dann, wenn von einer Position aus abgeschirmte Bereiche auf dem Boot ansonsten vorhanden wären, die von einer Sensorposition aus nicht überwacht werden können.
- In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung mit einem Ansaugschlauch oder einer Ansaugleitung versehen ist, die – wenn die Vorrichtung am Boot montiert ist – mit ihrer Einsaugöffnung im Wasser endet, dadurch also stets Wasser als Flüssigkeit zum Spritzen zur Verfügung steht. Die Abschreckvorrichtung wird typischerweise eine Pumpe, insbesondere Hochdruckpumpe aufweisen, die über die Steuerungsvorrichtung mit dem Sensor gekoppelt ist. Zudem kann aber auch ein Druckbehälter vorgesehen sein, der gewährleistet, dass über die Pumpe stets so viel Flüssigkeit, insbesondere so viel Wasser, im Druckbehälter bereitgehalten wird, dass nach Auslösung des Sensors sofort mit ausreichendem Druck der zumindest eine oder die mehreren Flüssigkeitsstrahlen erzeugt werden können. Insoweit kann in einer Weiterbildung der Erfindung auch ein Druckabfallsensor angeordnet sein, der nach einem gewissen Druckabfall stets wieder die Pumpe für eine gewisse Zeit anschaltet, um den Druck auf einen gewünschten Minimaldruck in der erwähnten Druckkammer zu halten.
- Bei Bedarf könnte auch noch eine separate Beimengungskammer vorgesehen sein, in der beispielsweise ein flüssiges oder sonstiges Mittel auf Vorrat gehalten wird, welches möglichst gering dosiert dem Flüssigkeitsstrahl beigegeben wird. Die hier beigemengten Materialien können so ausgewählt werden, dass sie beispielsweise aufgrund der Duftstoffe oder sonstiger charakteristischer Eigenschaften mit unterstützend dazu beitragen, Möwen oder andere Vögel vom Boot fernzuhalten.
- Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich nachfolgend aus dem anhand von Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel. Dabei zeigen im einzelnen:
-
1 : ein üblicherweise motorbetriebenes Boot in Seitenansicht mit der erfindungsgemäßen Abschreckvorrichtung für Vögel; -
2 : eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in vergrößerter Detaildarstellung; -
3 : eine zu2 um 90° versetzt vorgenommene Seitendarstellung der in2 gezeigten erfindungsgemäßen Vogelabschreckvorrichtung; -
4 : ein zu2 abgewandeltes Ausführungsbeispiel in schematischer Seitenansicht, und -
5 : eine zu4 um 90° versetzt liegende Seitendarstellung des in4 wiedergegebenen Ausführungsbeispieles. - In
1 ist in schematischer Seitenansicht ein beispielsweise im Hafen oder an einer Boje1 liegendes motorbetriebenes Boot3 gezeigt, welches im Wasser5 schwimmt. - Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist an der rückwärtigen Seite (Heck) eine Abschreckvorrichtung
7 gezeigt. Diese Abschreckvorrichtung7 kann mit ihren wesentlichen Teilen beispielsweise in einem Gehäuse11 untergebracht sein, welches mittels einer Halte- und Montageeinrichtung13 an einer geeigneten Stelle am Boot angebracht werden kann. - Die Halte- und Montageeinrichtung
13 kann dabei beispielsweise auch lediglich mit einer Einhängvorrichtung vorgesehen sein, um sie an einer entsprechenden Stelle anzuhängen. Bevorzugt ist sie aber an geeigneter Stelle am Boot fest montierbar, beispielsweise mittels nicht näher gezeigter Schrauben. - Im Inneren des Gehäuses
11 umfasst die Abschreckvorrichtung7 beispielsweise eine Steuerungseinrichtung15 , eine Pumpe17 , beispielsweise einen Druckbehälter19 , z. B. eine integrierte Stromversorgung, die beispielsweise auch über eine Schalteinrichtung auf eine externe Stromversorgung umgestellt werden kann. Bevorzugt ist allerdings ein elektrisches Anschlusskabel21 vorgesehen, welches an einer bootseigenen Batterie direkt oder über einen Steckeranschluss angeschlossen werden kann, worüber dann die elektrischen und elektronischen Komponenten der Abschreckvorrichtung, insbesondere die Steuerungsvorrichtung und die Pumpe mit Strom und Spannung versorgt wird. Ansonsten kann aber jede geeignete Energieversorgung verwendet werden, beispielsweise auch Wechselstrom, wenn ein elektrischer Stromanschluss zur Verfügung steht. - Darüber hinaus können weitere Schalteinheiten wie beispielsweise ein Ein- und Ausschalter, vorzugsweise in Form von Leuchttasten
23 etc. vorgesehen sein. - Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist an der Oberseite des Gehäuses
11 noch eine teleskopartig ein- und ausfahrbare Sensoreinrichtung25 vorgesehen, und zwar vorzugsweise in Form eines Bewegungssensors25' . Die ein- und ausfahrbare Teleskophalterung ist mit dem Bezugszeichen27 bezeichnet. - Ferner ist in den
1 bis3 noch eine Ansaugleitung29 in Form eines Schlauches gezeigt, dessen Ansaugöffnung29' unterhalb des Wasserspiegels5' endet. - Die mit diesen Komponenten grundsätzlich ausgestattete Abschreckvorrichtung wird an geeigneter Stelle, beispielsweise am Heck des Bootes
3 so montiert, dass einerseits die Ansaugöffnung29' unterhalb der Wasseroberfläche5 endet und andererseits der Sensor29 beispielsweise durch Ausfahren der teleskopartigen Halteeinrichtung so positioniert werden kann, dass er im Wesentlichen die gesamte Oberfläche bzw. die relevanten Teile der Oberfläche des Bootes überwachen kann. - Dadurch wird also ein entsprechender Überwachungs- und/oder Auslösebereich vorgegeben.
- Nähert sich nunmehr ein Vogel dem Boot oder will auf dem Boot landen, so kann dies über den Bewegungssensor
25' innerhalb des vom ihm abgedeckten Überwachungs- und/oder Auslösebereiches erfasst werden. Darüber wird dann ein Steuersignal bevorzugt zunächst an die Steuerungseinrichtung25 gegeben, worüber beispielsweise ein nicht näher gezeigtes Flüssigkeitsventil vom Druckbehälter19 geöffnet wird, damit im Druckbehälter19 befindliche Flüssigkeit, im gezeigten Ausführungsbeispiel Wasser, der zumindest einen oder mehreren Spritzdüsen33 zugeführt wird. Gleich zeit wir die Pumpe17 angeschaltet, um weiteres Wasser anzusaugen und um das Wasser im Druckbehälter auf einem entsprechenden Druckniveau zu halten. Dabei kann die Schaltungsanordnung so sein, dass mittels der Pumpe17 über den Ansaugschlauch29 Wasser angesaugt und in den Druckbehälter19 gefördert wird, um von dort zu Spritzdüsen33 befördert zu werden. Auf einen separaten Druckbehälter19 kann aber auch verzichtet werden, so dass das Wasser über die Pumpe17 direkt gefördert und unter entsprechendem Druck stehend den Spritzdüsen zugeführt wird. In2 und3 ist eine Ausführungsform beschrieben, bei der die teleskopartig ein- und ausfahrbare Einrichtung nicht nur den Sensor am oberen Ende mit ein- und ausfährt, sondern die im Inneren auch noch eine Förder- und Druckleitung31 umfasst, wobei unter Druck stehende Flüssigkeit vom Druckbehälter19 und/oder der Pumpe17 kommend nach oben gefördert wird, um dort am oberen Ende direkt unterhalb des Sensors25 über eine oder mehrere Spritzdüsen33 , also allgemein Düsen33 auszutreten. - Das erwähnte Steuersignal vom Bewegungssensor
25' zur Steuerungseinrichtung15 kann drahtlos über Funk oder über eine integrierte, ebenfalls vorzugsweise innerhalb der teleskopartigen Tragkonstruktion verlaufende Leitung zur Steuereinrichtung15 geleitet werden, die dann das entsprechende Programm auslöst. - Bevorzugt sind die Spritzdüsen
33 unterschiedlich einstellbar, d.h. zumindest innerhalb gewisser vorgegebener Grenzen in Vertikal- und/oder in Horizontalrichtung. Damit sind die Düsen33 so ausrichtbar, dass darüber letztlich alle relevanten Bereiche der Bootsoberseite abgedeckt werden können, so dass ein Vogel auch nicht versuchen würde, in Zwischenberiechen auf dem Boot zu landen oder sich zu bewegen. - Mit anderen Worten sind die Düsen
33 also teilsweise auf den seitlichen Bereich des Bootes und in ihrer Höhe zudem so ausgerichtet, dass nicht nur die rückwärtigen, sondern auch die vorderen und mittleren Bereiche des Bootes zumindest partiell mit abgedeckt werden. - Die Steuerungsvorrichtung
15 kann so aufgebaut sein, dass alle Düsen33 gleichzeitig mit Wasser versorgt werden, um möglichst den gesamten Oberflächenbereich entsprechend ihrer Einstellung des Bootes zu überdecken. - Davon abweichend kann aber auch vorgesehen sein, dass die Flüssigkeitsstrahlen nicht in Form von kontinuierlichen Strahlen abgegeben werden, sondern nur periodisch für bestimmte Zeitabschnitte. Bevorzugt werden Wasserstrahlen nach Art von pulsierenden Wasserstrahlen erzeugt, mit möglichst hohem Druck ggf. unter Erzeugung einer Vielzahl von Tropfen, wodurch die Vögel und insbesondere die Möwen besonders nachhaltig vom Landen auf dem Boot abgehalten werden können.
- Ferner kann vorgesehen sein, dass die Düsen nicht alle gleichzeitig, sondern beispielsweise nur einzelne der mehreren Düsen oder zumindest immer nur eine oder zeitweise nur eine oder einige Düsen aktiviert werden, wobei die Abfolge der Aktivierung der Düsen vorgegeben oder nach dem Zufallsprinzip variiert werden kann. Dieses Prinzip der Erzeugung von bevorzugt pulsierenden Wasserstrahlen aus verschiedenen Düsen
33 in zufälligen zeitlichen Abständen (vorzugsweise pulsierend) und/oder mit zufällig unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung bzw. bei zeitlich zufälliger Aktivierung einzelner unterschiedlich ausgerichteter Düsen führt zu einem sehr nachhaltigen Effekt. Das Entstehen eines Gewöhnungseffektes wird bei den Vögeln und insbesondere den Möwen vermieden. Von diesem Zeitpunkt an kann das Boot dauerhaft vor Verschmutzung geschützt werden. - Anhand von
4 und5 ist nur schematisch gezeigt, dass die Sensoreinrichtung25 auch auf der Oberseite des Gehäuses11 positioniert werden kann. Abweichend davon kann aber auch ein Sensor getrennt von dem Gehäuse11 vorgesehen und/oder am Boot separat angebracht sein, der beispielsweise über eine separate Leitung mit der Steuerungsvorrichtung15 oder mittels einer Funkverbindung mit der Steuerungseinrichtung15 der Abschreckvorrichtung in Verbindung stehen kann. Bei Bedarf können auch mehrere am Boot an unterschiedlichen Stellen positionierbare Sensoreinrichtungen25 vorgesehen sein, um die gesamte Oberfläche des Bootes möglichst gut zu überwachen. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn durch Aufbauten des Bootes ansonsten abgeschirmte Bereiche entstehen würden, die von einem beispielsweise nur am Heck montierten Sensor nicht oder nur schwer erfasst und überwacht werden könnten. - Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
4 und5 ist zumindest in der Seitendarstellung gemäß4 gezeigt, dass eine weitere Sensoreinrichtung25 und insbesondere ein Bewegungssensor25' über eine straßenlampen- oder peitschenförmige Halterung37 (die beispielsweise ebenfalls am Gehäuse11 der Abschreckvorrichtung angebracht ist), ein weiterer Sensor25 und insbesondere Bewegungssensor25' quasi oberhalb des Bootes positioniert werden kann, um ggf. den gesamten Bereich des Bootes oder einen vom Plazierungsort des Gehäuses11 der Abschreckvorrichtung entfernter liegenden Bereich optimal bezüglich sich nähernder Vögel zu überwachen. Beliebige Abwandlungen sind hier möglich. - Das Ausführungsbeispiel gemäß den
4 und5 zeigt auch, dass hier eine Vielzahl von Düsen33 auf der Oberseite des Gehäuses11 der Abschreckvorrichtung7 vorgesehen sind. Diese sind bevorzugt unterschiedlich einstellbar, so dass ein Wasserstrahl mit unterschiedlicher Vertikalkomponente und/oder mit unterschiedlicher Horizontalkomponente erzeugbar ist. Mit anderen Worten werden die Düsen33 so eingestellt, dass letztlich über alle Düsen mehr oder weniger der gesamte Deckbereich des Bootes (Oberflächenbereich des Bootes) erfasst werden kann. Dabei müssen nicht alle Düsen gleichzeitig angesteuert werden. Möglich ist, dass durch die Steuerungsvorrichtung immer nur punktuell einzelne Düsen zur Erzeugung eines vorzugsweise pulsierenden Strahles oder mehrerer Düsen, beispielsweise zwei bis sechs Düsen gleichzeitig angesteuert werden, wobei mehr Düsen, z.B. zwölf bis zwanzig Düsen oder mehr oder weniger vorgesehen sein können. Dadurch kann stets auch der bevorzugt pulsierende Wasserstrahl mit ausreichendem Druck erzeugt werden, der auch entsprechend weiter entfernt liegende Teile des Bootes erreichen kann. - Gegebenenfalls kann auch vorgesehen sein, dass über eine nicht näher gezeigte Schlauchverbindung eine Verbindung von der Pumpe
17 und/oder einer eventuell vorgesehenen Druckkammer19 zu einer vom Gehäuse11 separat angeordneten weiteren Spritzeinrichtung führt, die an anderer Stelle am Boot verankert wird. Auch dadurch kann gewährleistet werden, dass mit nur einer Abschreckvorrichtung, bzw. mit nur einer Pumpe Düsen an unterschiedlichen Positionen des Bootes bedient werden, um an den gewünschten Stellen der Abschreckung dienende Flüssigkeitsstrahlen zu erzeugen (ebenso können natürlich bei Bedarf zwei oder mehrere Abschreckvorrichtungen an unterschiedlichen Stellen des Bootes montiert werden, insbesondere dann, wenn es sich um ein vergleichsweise großes Boot handelt). - Ansonsten wird angemerkt, dass abweichend von dem Ausführungsbeispiel gemäß den
4 und5 auch nur eine Spritzdüse33 vorgesehen sein kann, die vorzugsweise regelmäßig oder nach einem Zufallsprinzip oder einem bestimmten Programm folgend, vorzugsweise zwischen einer linken und einer rechten Begrenzung und einer oberen und unteren Begrenzung verstellbar ist, um einen Flüssigkeitsstrahl in unterschiedlicher Richtung zu erzeugen, der dann praktisch über alle relevanten Bereiche der Bootsoberseite hinweg bewegt werden kann, um die Vögel und insbesondere Möwen vom Boot und insbesondere vom Landen auf dem Boot abzuhalten. Auch hier wird bevorzugt ein pulsierender Flüssigkeits- und insbesondere Wasserstrahl erzeugt und verwendet. - Abweichend hiervon können aber auch ein oder mehrere, beispielsweise zwei oder drei unterschiedlich bewegbare oder steuerbare Strahlerzeugungseinrichtungen vorgesehen sein. Hierbei können auch Einrichtungen verwendet werden, wie sie vom Grundsatz her beispielsweise bei Rasensprenganlagen bekannt sind, bei denen beispielsweise auch ein über das Boot hin und her bewegbarer Strahl erzeugbar ist.
Claims (21)
- Abschreckvorrichtung für Vögel, insbesondere zur Anbringung an oder auf einem Boot, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – es ist zumindest eine Spritzdüse (
33 ) zur Erzeugung zumindest eines kontinuierlichen oder unterbrochenen Flüssigkeitsstrahls vorgesehen, – es ist eine Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung vorgesehen, die zumindest mittelbar mit der zumindest einen Spritzdüse (33 ) in Verbindung steht, – es ist eine Steuerungseinrichtung (15 ) vorgesehen, worüber die Abschreckvorrichtung steuerbar ist, – es ist zumindest eine Sensoreinrichtung (25 ,25' ) vorgesehen, worüber ein Überwachungs- und/oder Auslösebereich vorzugsweise zur Erfassung von bewegten Objekten, insbesondere in Form von Vögeln, sensorisch erfass- und/oder überwachbar ist, – ausgelöst über die zumindest eine Sensoreinrichtung (25 ,25' ) ist zumindest ein Flüssigkeitsstrahl und vorzugweise mehrere Flüssigkeitsstrahlen in unterschiedlicher Richtung und/oder mit unterschiedlichen Treffpunkten im Überwachungs- und oder Auslösebereich erzeugbar. - Abschreckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Flüssigkeitsstrahl kon tinuierlich, periodisch und/oder vorzugsweise pulsierend erzeugbar ist.
- Abschreckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Flüssigkeitsstrahl mit hohem Druck erzeugbar ist.
- Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine oder vorzugsweise mehrere Düsen (
33 ) vorgesehen sind, die in unterschiedlicher vertikaler oder horizontaler Richtung zumindest manuell einstellbar sind. - Abschreckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine oder die mehreren Düsen (
33 ) gesteuert in unterschiedlicher horizontaler und/oder vertikaler Richtung verstellbar sind, vorzugsweise während der Aktivierung und Erzeugung eines Flüssigkeitsstrahls. - Abschreckvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedliche automatische Ausrichtung und Einstellung der zumindest einen und der vorzugsweise mehreren Düsen (
33 ) nach einem vorgebbaren Programm und/oder nach dem Zufallsprinzip oder nach einem Pseudo-Zufallsprinzip durchführbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung eine Pumpe (
17 ) umfasst, worüber Flüssigkeit und insbesondere Wasser der zumindest einen Düse (33 ) zuführbar ist. - Abschreckvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung ferner einen Druckbehälter (
19 ) umfasst, der mit der Pumpe (17 ) in Verbindung steht, worüber Flüssigkeit für die Düsen (33 ) unter einem vorgegebenen und/oder vorwählbaren Mindestdruck bereitgehalten ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung insbesondere mit der Pumpe (
17 ) eine Ansaugleitung (29 ) umfasst, deren Ansaugöffnung (29' ) in einem Wasserreservoir positionierbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckvorrichtung über ein elektrisches Kabel (
23 ) an einer bootseigenen Energieversorgung anschließbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckvorrichtung über eine Stromleitung mit einer externen Energieversorgungseinrichtung verbindbar ist.
- Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (
25 ) leitungsgebunden mit der Steuerungseinrichtung (15 ) und/oder der Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung verbunden ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (
25 ) über Funk mit der Steuerungseinrichtung (15 ) und/oder der Flüssigkeitszufuhr- und/oder Druckerzeugungseinrichtung verbunden ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sensoreinrichtungen (
25 ) vorgesehen sind, die an unterschiedlichen Stellen des zu überwachenden Überwachungs- und/oder Auslösebereiches, vorzugsweise an einem Boot, positionierbar sind. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinrichtung (
25 ,25' ) vorzugsweise über eine teleskopartig ein- und ausfahrbare Halteinrichtung (27 ) in der Höhe verstellbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (
25 ) aus einem Bewegungssensor besteht oder einen Bewegungssensor (25' ) umfasst. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Sensoreinrichtung (
25 ,25' ) über eine weit über das Gehäuse (11 ) der Abschreckvorrichtung hinausragende Halteeinrichtung (27 ) oberhalb des Bootes positionierbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine und die vorzugsweise mehreren Düsen (
33 ) über eine teleskopartig ein- und ausfahrbare Halteeinrichtung (27 ) in der Höhe ein- und/oder verstellbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuerungseinrichtung (
15 ) die Dauer vorgebbar, voreinstellbar oder nach dem Zufallsprinzip selbsttätig unterschiedlich er zeugbar ist, für die nach Auslösung über ein Signal der Sensoreinrichtung (25 ) ein oder mehrere Flüssigkeitsstrahlen erzeugt werden. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass unabhängig von einem Auslösesignal der zumindest einen Sensoreinrichtung (
25 ,25' ) die Abschreckvorrichtung nach Überschreiten einer vorgebbaren oder voreinstellbaren oder nach dem Zufallsprinzip von der Steuerungsvorrichtung (15 ) vorgebbaren Zeitdauer aktivierbar ist. - Abschreckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Halte- und Montageeinrichtung (
13 ) umfasst, worüber sie an einem Boot einhängbar- und/oder montierbar ist.
Priority Applications (1)
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| DE200720004244 DE202007004244U1 (de) | 2007-03-22 | 2007-03-22 | Abschreckvorrichtung für Vögel |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE200720004244 DE202007004244U1 (de) | 2007-03-22 | 2007-03-22 | Abschreckvorrichtung für Vögel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE202007004244U1 true DE202007004244U1 (de) | 2007-06-21 |
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ID=38220204
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202007004244U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3101521A1 (fr) * | 2019-10-04 | 2021-04-09 | Avant Garde Robotique | Système de protection d’une installation aquatique |
| US20230157272A1 (en) * | 2021-11-19 | 2023-05-25 | Craig Howland | Motion-Activated Animal Repelling Device and Kit |
-
2007
- 2007-03-22 DE DE200720004244 patent/DE202007004244U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3101521A1 (fr) * | 2019-10-04 | 2021-04-09 | Avant Garde Robotique | Système de protection d’une installation aquatique |
| US20230157272A1 (en) * | 2021-11-19 | 2023-05-25 | Craig Howland | Motion-Activated Animal Repelling Device and Kit |
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