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DE202007004161U1 - Automatische Leckagerückführung - Google Patents

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DE202007004161U1
DE202007004161U1 DE200720004161 DE202007004161U DE202007004161U1 DE 202007004161 U1 DE202007004161 U1 DE 202007004161U1 DE 200720004161 DE200720004161 DE 200720004161 DE 202007004161 U DE202007004161 U DE 202007004161U DE 202007004161 U1 DE202007004161 U1 DE 202007004161U1
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OKT OPTIMIERUNGS und KONTROLLT
Okt Optimierungs und Kontrolltechnik GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B21/00Common features of fluid actuator systems; Fluid-pressure actuator systems or details thereof, not covered by any other group of this subclass
    • F15B21/12Fluid oscillators or pulse generators

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
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  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Hydraulikzylinder, bestehend aus Zylinder und Kolben zum Zwecke der Erzeugung von pulsierendem Fluiddruck mit Betätigung des Kolbens, d. h. Krafteinwirkung auf den Kolben, dadurch gekennzeichnet, dass Kolben und Zylinder als Stufenkolben bzw. Stufenzylinder ausgebildet sind, so dass ein abgeschlossener Ringraum entsteht, der sich bei Bewegung des Kolbens relativ zum Zylinder vergrößert und verkleinert, wobei ein Rückschlagventil von der Umgebung in den Ringraum führt und ein zweites Rückschlagventil vom Ringraum in den Druckraum, in dem bei Relativbewegung des Kolbens der Druck pulsiert, der mit einem unter Innendruck pulsierend zu belastendem Bauteil (oder Probe) verbunden ist, so dass der Druckraum durch Hin- und Herbewegen des Kolbens unter steigenden Druck gesetzt wird, und wenn der gewünschte Druck erreicht ist, die Leckage, die durch den Spalt zwischen Kolben und Zylinder nach außen tritt, ausgeglichen wird, wobei Maximal- und Minimaldruckregelung mittels einer geeigneten Auswahl, z. B. aus folgenden im einzelnen jeweils bekannten Maßnahmen erfolgt, wie...

Description

  • Stand der Technik:
  • Üblich ist es, unter hohem Innendruck pulsierende Räume dadurch zu erzeugen, dass ein Kolben in einem Zylinder hin und her bewegt wird. Die Leckage, die dabei auftritt, wird üblicherweise durch eine Leckölpumpe ausgeglichen. Diese fördert in eine Leitung, die einer-seits über ein Rückschlagventil mit dem pulsierenden Raum und andererseits über ein Druckbegrenzungsventil mit dem Ölvorratsbehälter verbunden ist.
  • Meist ist diese Leitung außerdem mit einem Pulsationsdämpfer verbunden. Auf diese Weise wird der Mindestdruck in dem pulsierenden Raum über das regelbare Druckbegrenzungsventil geregelt.
  • Der Maximaldruck kann auf verschiedene Weise geregelt werden. Am häufigsten wird der Kolben über einen hydraulisch betätigten zweiten Kolben bewegt und so auch der maximale Innendruck eingeregelt.
  • Kolben und Zylinder zusammen bezeichnet man auch als Druckübersetzer, weil der Druck im zweiten Zylinder nicht über den bei hydraulischen Pulseinrichtungen – sog. Hydropulser – üblicherweise max. möglichen Druck von 300 bar steigen kann.
  • Bekannt ist auch, den ersten Kolben über Unwuchtwellen anzutreiben. Wird die Leckage in oben beschriebener Weise ausgeglichen, ist ein eigenes Hydraulikaggregat dafür notwendig. Problematisch ist dabei vor allem die Einleitungsöffnung für die Leckagezufuhr, weil eine hoch beanspruchte Verschneidung entsteht.
  • Erfindungsgemäß wird eine separate Speisepumpe mit Zubehör sowie eine bruchgefährliche Öffnung im Zylinder oder auf dem Zylinderboden auf folgende Weise vermieden:
    Wie in 1 dargestellt, wird der Kolben 1 sowie der Zylinder 2 mit je einem Durchmessersprung versehen, so dass ein Ringraum 3 entsteht, der den Arbeitsraum einer Pumpe darstellt, die über das Saug- bzw. Einlassventil 4 bei Saughub Fluid ansaugt und über das Druckventil 5 in den Druckraum 6 fördert, wenn der Kolben den anschließenden Druckhub ausführt.
  • Der Druckraum 6 ist über eine Öffnung bzw. Leitung 7 mit dem unter pulsierenden Druck zu setzenden, hier nicht gezeichneten Bauteil verbunden.
  • Die Krafteinleitung erfolgt in 1 beispielhaft über den Exzenter 8. Sie kann aber auch über einen Kurbeltrieb, einen zweiten Hydraulikzylinder, einen Unwuchtmotor oder ein schwingendes Feder-Massesystem erfolgen, das z. B. über einen Elektromagneten angeregt wird. Der Druck im Druckraum 6 steigt laufend. Erreicht er die gewünschte Höhe, muss durch eine geeignete Maßnahme dafür gesorgt werden, dass er nicht weiter ansteigt. Dies kann z. B durch ein Druckbegrenzungsventil erfolgen oder eine sogenannte Saugventilanhebung am Ventil 4. Dabei wird der Ventilkegel (in 1 ist es eine Kugel) durch z. B. einen magnetisch betätigten Stift am automatischen Schließen gehindert. Auf diese Weise wird beim Druckhub der Arbeitsraum 3 nicht mehr verdichtet und im Druckraum 6 sinkt der Druck wegen der Leckage langsam ab, bis die Saugventilanhebung wieder aufgehoben werden kann.
  • Der Minimaldruck im Druckraum 6 kann z. B. durch einen veränderbaren Hub eingeregelt werden. Möglich ist auch, den Hub konstant (zu groß) zu belassen, den Maximaldruck durch das Druckbegrenzungsventil 9 zu begrenzen und den Minimaldruck aufrecht zu erhalten.
  • Der Maximaldruck kann auch dadurch eingeregelt werden, dass die Betätigungskraft mittels eines kraftgeregelten Hydropulszylinders aufgebracht wird.
  • Das gleiche gilt für den Minimaldruck. Dabei wandert aber die Mittellage des Kolbens, je nachdem wie groß die Leckage ist im Vergleich zur Fördermenge der Leckagepumpe ist. Die Leckagefördermenge muss deshalb geregelt werden, sei es mit Hilfe des Ventils 9 oder des Ventils 4 in der oben beschriebenen Weise.
  • Eine Druckerzeugung nach 1 auf eine der beschriebenen Weisen hat bei höheren Drücken, d. h. bei Drücken über 2000 bis 3000 bar aber den Nachteil, dass in dem Pumpenraum, d. h. dem Ringraum 3, der max. Druck auftritt, bedeutsam, weil bruchgefährdend.
  • Bei einem energiesparenden Antrieb über einen Exzenter oder Kurbeltrieb, bei dem im Gegensatz zum hydraulischen Antrieb die Kompressionsarbeit, abgesehen von der Leckagearbeit, zurückgewonnen wird, wirkt sich zudem der Nachteil, dass der Maximaldruck über das Druckbegrenzungsventil 9 geregelt werden muss, entscheidend aus. Es bedeutet die Notwendigkeit eines verschleißbehafteten Überströmventils bei hohem Differenzdruck. Um diese Nachteile zu vermeiden, wird erfindungsgemäß besser nach 2 verfahren. Hierbei wird zwar auch ein Ringraum 3 zwischen dem Stufenkolben 1 und dem Stufenzylinder 2 hergestellt, dieser verkleinert sich aber nicht beim Druckhub, sondern beim Rückhub.
  • Das hat den Vorteil, dass der abgestufte Teil des Zylinders, der besonders bruchgefährdet ist, nicht mit dem Maximaldruck beaufschlagt wird. Das Rückschlagventil 5 öffnet, d. h., bewegt sich nur bei Erreichen des Minimalhubs im Druckraum 6.
  • Das Druckhalteventil 9 wird ebenfalls nur mit dem Minimaldruck beaufschlagt und durchströmt. Um zu vermeiden, dass während des überwiegenden Teil des Rückhubs dieses Ventil 9 durchströmt wird, nämlich solange, bis sich der Druck im Druckraum 6 bis auf den Minimaldruck abgebaut hat, wird vorteilhafterweise der Ringraum 3 mit einem Pulsationsdämpfer 10 verbunden. Das bringt überdies den Vorteil, dass der Durchmesser-sprung kleiner gehalten werden kann, weil der Minimaldruck, d. h. der Vordruck im Druck-speicher gespeichert wird, d. h., die Leckageausgleichsmenge wird während des gesamten Rückhubs in den Druckspeicher gefördert und gen Ende des Rückhubs, wenn der Druck im Druckraum unter den gewünschten Minimaldruck abgesunken ist, schneller in den Druckraum gefördert. Der Durchfluss, sowohl durch das Einströmventil 4 wie auch durch das Druckbegrenzungsventil 9 entspricht dann lediglich der Leckage zwischen Ringraum und Umgebung, die wesentlich kleiner ist als bei der Anordnung nach 1, weil bei 2 der Druck im Ringraum max. bis zum Miminumdruck ansteigt. Die Leckage aus dem Druckraum wird auf diese Weise im wesentlichen in dem Pulsationsdämpfer gespeichert.
  • Wird überdies der Kolben über eine Membrane 11 in 3 leckagefrei mit dem Zylinder verbunden, was bei geringen Minimaldrücken problemlos möglich ist, tritt das Ventil 4 nur bei Beginn des Pulsationsvorgangs, nämlich beim erstmaligen Aufladen des Druckraums in Aktion. Bei ausreichend dimensioniertem Pulsationsdämpfer 10 bleibt das Überströmventill 9 in Ruhe, das heißt, ist ohne Verschleiß.
  • Bei sehr hohen Drücken, nämlich Drücken über 6000 bar, wirkt sich bei dieser Version jedoch der Umstand nachteilig aus, dass der dem Antrieb zugewandte Teil des Kolbens einen kleineren Durchmesser aufweist als der dem Druckraum zugewandte Teil desselben (vgl. 2). Das bedeutet, dass der dünnere Teil eine Druckspannung erfährt, die um den Faktor (D2/d)2 größer ist, wobei d der Durchmesser der dünneren Teils und D der Durchmesser des dickeren Teils ist. Da der dickere Teil aber bereits mit einer Druckspannung gleich dem Maximaldruck im Druckraum, d. h. z. B. 6000 bar = 600 MPa beaufschlagt ist, wird der dünnere Teil, berücksichtigt man, dass es sich um eine dynamische Beanspruchung handelt und zudem Kerbwirkung u. a. wegen der Querschnittsveränderungen auftritt, übermäßig beansprucht.
  • Um diese Schwachstelle zu vermeiden, empfiehlt es sich zumindest bei sehr hohen Drücken eine Anordnung entsprechend 3 zu realisieren.
  • Hierbei weist sowohl der Kolben als auch der Zylinder einen Durchmessersprung auf, so dass, wie in 3 ersichtlich, ein Ringraum 12 und 13 entsteht. Über das Rückschlagventil wird z. B. aus einem Behältnis Fluid beim Rückhub des Kolbens in den Ringraum 12 angesaugt. Wird dieser Ringraum 12 so dimensioniert, dass er mehr Fluid aufnimmt als von dem Druckraum in diesen Ringraum 12 Leckage einströmt, wird die Leckage beim Rückhub vollständig von diesem Ringraum a aufgenommen. Durch das Rückschlagventil strömt vorteilhafterweise nur so viel, wie der Ringraum zur Funktionssicherheit zu groß dimensioniert ist. Beim Rückhub wird die Leckage plus die zu viel angesaugte Menge plus die Leckage während des Druckhubs, d. h., die gesamte Leckage über das Rückschlagventil 14 in den Ringraum 13 gefördert.
  • Um, wie oben erwähnt, die Druckbeanspruchung in dem dem Antrieb zugewandten Kolbenteil gering zu halten, wird vorteilhafterweise der Durchmesser des Kolbens an diesem Ende nicht kleiner ist als an dem dem Druckraum zugewandten Ende gehalten. Das hat aber zur Folge, dass der Ringraum b nicht groß genug ist, um die Leckage, die insgesamt, d. h. während des Druck- und Rückhubs auftritt, aufzunehmen. Ein angeschlossener Druckspeicher 10 sorgt für Abhilfe.
  • Vorteilhafterweise wird der Druckspeicher und das Druckbegrenzungsventil im Ringraum 13 als Kombination ausgeführt, indem z. B. ein Kolben 15 an einem Ende vom Druck im Ringraum 13 beaufschlagt wird und sich an anderen Ende auf eine einstellbare Feder 16 abstützt, wobei der Kolben 15, wenn der Druck im Ringraum 13 über den gewünschten Druck ansteigt, über z. B. einen ringförmigen Einstich den Ringraum mit dem unter Umgebungsdruck stehenden Vorratsbehälter verbindet. Das Volumen, das dieser Kolben 15 bis zum Überströmen freigibt, stellt das gespeicherte Volumen dar.
  • Wird das speicherbare Volumen groß genug gewählt und außerdem Leckage vom Ringraum 13 nach außen unterbunden, z. B. durch eine Doppelmembrane 11, wie in 3 dargestellt, tritt das Einlassventil 4 nur bei Beginn des Pulsvorgangs zum Einbringen und Entlüften, z. B. mittels eines nicht gezeichneten Entlüftungsventils in Aktion. Anschließend ist das gesamte System von der Umgebung getrennt, es sei denn, der Prüfling leckt. Das über das Einlassventil 4 angesaugte Volumen kann als Bruchkriterium bezüglich der Probe verwendet werden, weil das Ansaugvolumen genauer und schneller zu messen ist als das an der Probe austretende.
  • Die Diosselwärme, die am Spalt zwischen Kolben und Zylinder auftritt, kann leicht durch Kühlen der Zylinder von außen abgeführt werden, weil der metallische Zylinder einen guten Wärmeleiter darstellt.
  • Ist der gewünschte Minimaldruck im Druckraum relativ hoch, z. B. 2000 bar oder höher, so ist der Ringraum 13 mit seinen Verschneidungen und damit Kerbwirkungen kaum noch dauertest zu gestalten. Dies gilt auch für die Membrane 11.
  • Eine Abhilfe kann eine zweistufige Ausführung beispielsweise nach 4 bringen. Hierbei findet der Druckraum 6 über den Zusatzkolben 17 Fortsetzung in den Hochdruckraum 18.
  • Dieser Zusatzkolben 17 weist vorteilhafterweise eine zentrische Bohrung und ein vorgespanntes Hochdruckrückschlagventil 19 auf. Ist der Durchmesser des Zusatzkolbens kleiner als der des Kolben 1 am druckseitigen Ende, so bewegt sich der Zusatzkolben entsprechend seiner Querschnittsfläche relativ zu der des Kolbens 1 schneller als der Kolben 1. Weist der Zusatzkolben einen Anschlag 20 auf, der seinen Weg begrenzt und eine Rückholfeder 21, die in ihrer Wirkung stärker ist als die Druckhaltefeder 19 am Hochdruckventil 19, spielen Kolben und Zusatzkolben wie folgt zusammen:
    Zu Beginn, wenn alle Räume Umgebungsdruck aufweisen, liegt der Zusatzkolben wegen der Feder 21 am Kolben an. Bei der Bewegung der Kolbens in den Druckraum hinein baut sich der Druck im Druckraum schneller auf als im Hochdruckraum, weil bzw. wenn das jeweils eingeschlossene Volumen relativ zum jeweils verdrängten Volumen im Druckraum kleiner ist als im Hochdruckraum. Sobald diese Druckdifferenz groß genug ist, um die Kraft der Feder 21 am Zusatzkolben 17 zu überwinden, löst sich der Zusatzkolben vom Kolben. Der Zusatzkolben kommt dadurch vor dem Kolben, der durch den Flansch 20 am Zylinder abgebremst wird, zum Still-stand. Während des verbleibenden Wegs des Kolbens wird Fluid vom Druckraum in den Hochdruckraum gefördert. Bezüglich des Systems ohne Zusatzkolben ist dies mit einer Leckage gleichbedeutend. Diese Leckage am Kolben wird in der oben beschriebenen Weise gegen Ende des Rückhubs ausgeglichen, durch Einströmen vom Druckspeicher 10 durch das Rückschlagventil 5.
  • Beim Rückhub des Kolbens 1 baut sich der Druck im Druckraum 18, wie oben erklärt, schneller ab als im Hochdruckraum. Der Zusatzkolben 17 liegt deshalb am Kolben 1 an; außerdem baut sich der Druck im Hochdruckraum langsamer ab. Es bleibt ein höherer Restdruck im Hochdruckraum als im Druckraum.
  • Auf diese Weise wird erreicht, dass der auf den Prüfling wirkende Mindestdruck höher ist als ohne diesen Zusatz, ohne dass der Druckspeicher 10 und das Überströmventil stärker beansprucht werden. Beim nächsten Druckhub bleibt wegen des höheren Ausgangsdrucks im Hochdruckraum der Zusatzkolben mit dem Kolben in Kontakt, bis kurz vor Ende des Druckhubs. Der eilt dann wegen der Leckage vom Hochdruckraum zum Druckraum hin voraus. Während des restlichen Hubs des Kolbens in den Druckraum hinein steigt der Druck im Hochdruckraum an und fördert über das Rückschlagventil 19 eine der Leckage adäquate Menge in den Hochdruckraum. Auf diese Weise kann z. B. ein Prüfling mit Drücken zwischen 7000 bar und 8000 bar getestet werden, also mit einer relativ geringen Druckamplitude und relativ hohem Minimaldruck, ohne dass die Leckagerückführung technische Schwierigkeiten bringt, weil kein externes Leckagegerät mit hohem Druck nötig ist und auch keine festigkeitsrelevante T-Verschneidung o. ä. zur Leckagerückführung in den Hochdruckraum.
  • Bei allen beschriebenen Varianten treten sowohl am Kolben als auch am Zylinder Querschnittssprünge und damit Spannungsspitzen (Kerbwirkung) auf. Um eine Überbeanspruchung zu vermeiden, empfiehlt sich:
    • a) Beim Kolben den Teil, der dem Antrieb zugewandt ist, vom dem restlichen Kolben zu trennen. Auf diese Weise kann auch die Kerbwirkung an der Stelle, wo vom Ringraum 13 Fluid über die Leitung 22 dann zum Rückschlagventil 5 zugeführt wird, weitgehend entschärft werden, weil an der Stelle, an der bei einer Querbohrung ein Riss entstehen würde, bereits eine Trennung vorliegt. Diese Trennung hat allerdings den Nachteil, dass beim Rückhub der mittlere und dem Druckraum zugewandten Teil des Kolbens nicht folgt, wegen der Querschnitts- und Druckverhältnisse nach dem Abbau des Drucks im Druckraum. Dass die beiden Kolbenteile sich trennen, kann aber verhindert werden, z. B. indem, wie in 5 dargestellt, die beiden Kolbenteile mittels eines Kerns 23 verbunden sind, wobei der Kern 23 so dimensioniert ist, dass er die auf ihn wirkende Zugkraft erträgt. Dies ist möglich, wenn er entsprechend den Regeln für Zugproben gestaltet ist. Der zweite Querschnittsübergang am Kolben ist nicht gefährdet, weil an ihm keine Zugspannungen auftreten.
    • b) Beim Zylinder Kerbwirkungen am Zylinder können dort, wo sie gefährlich sind, durch die bekannte "Sandwichbauweise" entschärft werden, d. h., der Zylinder wird wie der Kolben geteilt und durch vorgespannte Spannschrauben und Dichtflächen in bekannter Weise zusammengehalten und nach außen abgedichtet. Erfolgt der Antrieb über einen Kurbeltrieb, z. B. einen Exzenter, ist es vorteilhaft, den Maximaldruck durch Veränderung des schädlichen Raums, d. h. des Druckraums 6, durch einen Gegenkolben 24, wie in 3 ersichtlich, zu verändern, indem dieser Gegenkolben z. B. über eine Spindel 25 hin- und herbewegt wird.

Claims (7)

  1. Hydraulikzylinder, bestehend aus Zylinder und Kolben zum Zwecke der Erzeugung von pulsierendem Fluiddruck mit Betätigung des Kolbens, d. h. Krafteinwirkung auf den Kolben, dadurch gekennzeichnet, dass Kolben und Zylinder als Stufenkolben bzw. Stufenzylinder ausgebildet sind, so dass ein abgeschlossener Ringraum entsteht, der sich bei Bewegung des Kolbens relativ zum Zylinder vergrößert und verkleinert, wobei ein Rückschlagventil von der Umgebung in den Ringraum führt und ein zweites Rückschlagventil vom Ringraum in den Druckraum, in dem bei Relativbewegung des Kolbens der Druck pulsiert, der mit einem unter Innendruck pulsierend zu belastendem Bauteil (oder Probe) verbunden ist, so dass der Druckraum durch Hin- und Herbewegen des Kolbens unter steigenden Druck gesetzt wird, und wenn der gewünschte Druck erreicht ist, die Leckage, die durch den Spalt zwischen Kolben und Zylinder nach außen tritt, ausgeglichen wird, wobei Maximal- und Minimaldruckregelung mittels einer geeigneten Auswahl, z. B. aus folgenden im einzelnen jeweils bekannten Maßnahmen erfolgt, wie z. B.: – Überdruck- bzw. Druckbegrenzungsventil von Druckraum in die Umgebung – Saugventilanhebung des Ventils, das von der Umgebung in den Ringraum führt – Kraftgeregelte Betätigung des Kolbens im Falle eines Antriebs über einen zweiten Hydraulikzylinder – Wegregelung im Falle eines mechanischen Antriebs
  2. Hydraulikzylinder, zur Erzeugung von pulsierendem Innendruck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ringraum nach Anspruch 1 so angeordnet ist, dass er sich beim Druckhub des Kolbens verkleinert, so dass dabei dem Druckraum Fluid zugeführt wird, wodurch der maximale Druck im Ringraum nur dem Druck im Druckraum entspricht.
  3. Hydraulikzylinder, zur Erzeugung von pulsierendem Innendruck nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Zylinder und Kolben zwei Durchmessersprünge aufweisen, so dass nicht nur ein, sondern zwei Ringräume entstehen, wobei der dem Druckraum nächstliegende Ringraum mit einem Rückschlagventil in die Umgebung mit Durchlass zum Ringraum verbunden ist und außerdem mit einem Rückschlagventil zum anderen Ringraum und der zweite Ringraum mit einem Rückschlagventil vorzugsweise durch den Kolben hindurch in Richtung Druckraum verbunden ist, wobei der Kolbenteil, der zur Antriebsseite hingewandt ist, auf diese Weise keinen kleineren Durchmesser und damit keine höhere Spannung aufweist als der Teil des Kolbens, der zum Druckraum hingewandt ist, im Gegensatz zu der Version nach Anspruch 2.
  4. Hydraulikzylinder, zur Erzeugung von pulsierendem Innendruck nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ringraum, der sich beim Rückhub verkleinert, ein Druckspeicher, z. B. als Pulsationsdämpfer angeschlossen ist, so dass die Leckage in diesem Druckspeicher zwischengespeichert wird und nur die Leckage nach außen hin über das Ansaugventil zum Ringraum nachgefördert werden muss.
  5. Hydraulikzylinder, zur Erzeugung von pulsierendem Innendruck nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfling nicht direkt mit dem Druckraum verbunden ist, sondern mit einem Hochdruckraum, in den der relativ zum Kolben getrennte Zusatzzylinder saugt und das über ein vorgespanntes Rückschlagventil in Richtung Hochdruckraum, wobei der Zusatzkolben vorzugsweise über eine Feder, die in ihrer Wirkung stärker ist als die Vorspannfeder am Rückschlagventil, so dass der Zusatzkolben bestrebt ist, am Kolben anzuliegen, wenn sich spezielle Druckverhältnisse im Druck- und Hochdruckraum dem entgegenstellen, wobei der Zusatzkolben in seiner Bewegung zum Hochdruckraum hin begrenzt wird, z. B. durch einen entsprechenden Bund oder einen geeigneten Anschlag.
  6. Hydraulikzylinder, zur Erzeugung von pulsierendem Innendruck nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Leckagesammelraum mit einem Druckspeicher und vorzugsweise einstellbaren Druckbegrenzungsventil zur Umgebung hin versehen ist, wobei Druckbegrenzungsventil und Druckspeicher vorzugsweise dadurch kombiniert gestaltet sind, dass ein Kolben von einer Feder mit möglichst flacher Kennlinie gegen den Druck im zweiten Druckraum wirkt und bei Überschreiten des über die Feder eingestellten Drucks er so wert bewegt wird, dass der Ringraum mit dem Außenraum in Verbindung gerät, dabei aber ein so großer Weg des Kolbens mittels geeigneter Federkennlinie vorgesehen ist, dass die Leckage, die dem Druckraum verlorengeht, über den Pufferspeicher beim Rückhub in den entspannten Druckraum nachgefördert wird.
  7. Hydraulikzylinder, zur Erzeugung von pulsierendem Innendruck nach Anspruch 1 bis inkl. 6, dadurch gekennzeichnet, dass der unter pulsierenden Druck gesetzte Raum durch einen zweiten, in den Druckraum ragenden Gegenkolben begrenzt wird, der z. B. über eine Spindel hin- und hergewegt wird, so dass der sogenannte schädliche Raum, d. h., der Druckraum in seinem Volumen verändert wird, so dass bei gleichbleibendem Hub des druckerzeugenden Kolbens der Maximaldruck verändert werden kann, wobei im Fall von Anspruch 5 vorteilhafterweise der dort erwähnte Zusatzkolben sich in dem Gegenkolben befindet.
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