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DE202006020838U1 - Einrichtung zur Energieversorgung von Feldgeräten - Google Patents

Einrichtung zur Energieversorgung von Feldgeräten Download PDF

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DE202006020838U1
DE202006020838U1 DE202006020838U DE202006020838U DE202006020838U1 DE 202006020838 U1 DE202006020838 U1 DE 202006020838U1 DE 202006020838 U DE202006020838 U DE 202006020838U DE 202006020838 U DE202006020838 U DE 202006020838U DE 202006020838 U1 DE202006020838 U1 DE 202006020838U1
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ABB AG Germany
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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Abstract

Anordnung (1) zur Energieversorgung eines Feldgerätes (10) zur Überwachung eines verfahrenstechnischen Prozesses in einer Anlage mit einem Gehäuse (11) und mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle (13) zum Datenaustausch mit einer zentralen Dateneinrichtung und mit einem thermoelektrischen Wandler (16), der einen vorhandenen Wärmestrom (20) zwischen zwei Stellen (18, 19) verschiedener Temperaturen in elektrische Energie umwandelt und diese für das Feldgerät (10) bereitstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoelektrische Wandler (16) in einem separaten Gehäuse (17) zum Feldgerät (10) angeordnet ist und die elektrische Energie mittels elektrischer Leitungen (25) oder drahtloser Übertragung (26) an das Feldgerät (10) weiterleitet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Energieversorgung eines Feldgerätes gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
  • Aus dem Stand der Technik sind Feldgeräte, die mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle, beispielsweise einer GPRS-, Bluetooth- oder einer anderen energiesparsamen Schnittstelle wie ZigBee, ausgestattet sind, zur Anwendung in verfahrenstechnischen Anlagen bekannt. Diese Feldgeräte weisen neben einer Sensor/Aktoreinheit, welche den eigentlichen Mess- oder Stellmodul, einen Steuerungs-, Datenerfassungs- und Verarbeitungsmodul und auch die drahtlose Kommunikationsschnittstelle umfasst, noch eine Energieerzeugungs- und Bereitstellungseinheit zur drahtlosen Energieversorgung des Feldgerätes innerhalb eines Gehäuses auf. Besonders vorteilhaft erscheint dabei eine Variante einer Energieerzeugungs- und Bereitstellungseinheit, durch die prozessual in der verfahrenstechnischen Anlage vorhandene, nichtelektrische Primärenergie in elektrische Energie umgesetzt und das Feldgerät auf diese Weise mit elektrischer Energie versorgt wird, da man auf diese Art und Weise den Nachteil der Erschöpflichkeit konventioneller Primärenergiequellen, wie z. B. Batterien oder dergleichen, vermeidet. In der Druckschrift DE 101 20 100 A1 wurde ein solches System vorgeschlagen, das sich zur Versorgung von Feldgeräten mit drahtloser Kommunikationseinrichtung zur Verwendung in verfahrenstechnischen Anlagen sogenannter nichtkonventioneller Primärenergieerzeuger bedient, beispielsweise durch den Einsatz eines thermoelektrischen Wandlers, mit dem eine Temperaturdifferenz zwischen zwei Medien unterschiedlicher Temperatur in einen elektrischen Strom umgesetzt wird. Diese ther moelektrischen Wandler machen sich den Seebeck-Peltier-Effekt zur Umwandlung der Wärmenergie in elektrische Energie zu Nutze.
  • Aus der Druckschrift DE 201 07 112 U1 wird eine weitere Einrichtung zur Energieversorgung von Feldgeräten in verfahrenstechnischen Anlagen, die mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle zum Austausch mit einer zentralen Einrichtung ausgestattet sind, beschrieben. Bei diesen Feldgeräten kommt der zuvor genannte thermoelektrische Wandler zum Einsatz. Der thermoelektrische Wandler in dieser Einrichtung wird dabei aus einem Thermoelement zwischen zwei Fühlstellen gebildet, wobei die erste Fühlstelle durch die Wand der Rohrleitung des verfahrenstechnischen Prozesses in das Prozessmedium hineinragt und die zweite Fühlstelle innerhalb oder außerhalb des Feldgerätes sich jeweils auf Umgebungstemperaturniveau befindet. Bei einer solchen Anordnung besteht allerdings die Schwierigkeit, dass die in das Prozessmedium hineinragende erste Fühlstelle des thermoelektrischen Wandlers besonders gegen Korrosion und Verunreinigungen geschützt werden muss, wodurch sich im Laufe der Zeit insbesondere der Wärmeübergang von dem Medium auf die Fühlerstelle und damit die Effizienz des thermoelektrischen Wandlers verschlechtern könnte. Außerdem stellt die besondere Anordnung des thermoelektrischen Wandlers in dieser Einrichtung einen hohen konstruktiven Aufwand dar.
  • Aus der Offenlegungsschrift WO 2004/082099 A1 ist weiterhin bekannt, den thermoelektrischen Wandler mit einer prozesszugewandten Wandlerseite an der prozessmedienführenden Rohrleitung anzuordnen und eine zweite prozessabgewandte Wandlerseite der normalen Umgebung zuzuordnen. Die Temperaturdifferenz an den beiden Wandlerseiten wird dann zur Erzeugung der elektrischen Energie durch den thermoelektrischen Wandler genutzt. Dieser thermoelektrische Wandler ist zu diesem Zweck außerhalb der prozessmedienführenden Rohrleitung aber innerhalb des Feldgerätes angeordnet. Somit ist man bei der räumlichen Anordnung des Feldgerätes direkt an die prozessmedienführende Rohrleitung gebunden. Außerdem können keine standardisierten Feldgeräte verwendet werden, da der zusätzliche thermoelektrische Wandler in dem Feldgerät angeordnet ist.
  • Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung zur Versorgung eines Feldgerätes in verfahrenstechnischen Anlagen, welches mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle ausgestattet ist, bereit zu stellen, bei der das Feldgerät unabhängig von dem thermoelektrischen Wandler räumlich anordbar ist. Außerdem soll das Feldgerät auch dazu nutzbar sein, die vorhandenen physikalischen Größen im thermoelektrischen Wandler zu überwachen und diese Messdaten über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle an die zentrale Dateneinrichtung zu übertragen.
  • Die zuvor genannte Aufgabe wird durch die technischen Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
  • Erfindungsgemäß weist die Anordnung den thermoelektrischen Wandler in einem separaten Gehäuse zum Feldgerät auf, wobei die in dem thermoelektrischen Wandler erzeugte elektrische Energie mittels elektrischer Leitungen oder drahtloser Übertragung an das Feldgerät weiterleitbar ist. Durch diese räumliche Trennung des thermoelektrischen Wandlers von dem Feldgerät ist eine freie räumliche Anordnung des Feldgerätes möglich. Außerdem weist diese Trennung den Vorteil auf, dass standardisierte Feldgeräte zum Einsatz kommen können. Ferner muss bei dieser Anordnung nicht die prozessmedienführende Rohrleitung angezapft werden, womit die zur Druckschrift DE 201 07 112 U1 genannten Nachteile vermieden werden. Auch lässt sich bei dieser Anordnung der thermoelektrischen Wandler auf einfache Art und Weise an der Rohrleitung anordnen, da das Gewicht des Feldgerätes nicht auch durch die Halterung des thermoelektrischen Wandlers aufgenommen werden muss. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den thermoelektrischen Wandler zum größten Teil in einer bestehenden Isolation für die Rohrleitung zu integrieren. Hierdurch können die Wärmeverluste durch die Anbringung des thermoelektrischen Wandlers an der Rohrleitung auf ein Minimum reduziert werden. Folglich kann der Wärmeverlust der prozessmedienführenden Rohrleitung fast auf die nutzbare Wärme für die Umwandlung der elektrischen Energie für das Feldgerät reduziert werden.
  • Durch die räumliche Trennung des thermoelektrischen Wandlers von dem Feldgerät ergeben sich auch besondere Vorteile bei der Wartung und Reparatur des Feldgerätes. So kann beispielsweise das Feldgerät einfach und reversibel in der verfahrenstechnischen Anlage angeordnet werden. Bei einer eventuellen Wartung kann dieses dann ohne große Aufwendungen entfernt werden, da die notwendige Wärmekopplung zur Energieerzeugung nur mit dem thermoelektrischen Wandler stattfindet. Ebenfalls kann das Feldgerät an einem sicheren Ort in der verfahrenstechnischen Anlage vorgesehen sein, an dem es gegen mögliche Störungsfälle geschützt ist.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Ausführungsformen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen 2 bis 11 hervor.
  • Dabei ist es bei einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der thermoelektrische Wandler an einer prozessmedienführenden Rohrleitung benachbart zum Feldgerät angeordnet ist, wobei der thermoelektrischen Wandler eine prozesszugewandte und eine prozessabgewandte Wandlerseite aufweist, welche die beiden erforderlichen Stellen mit den unterschiedlichen Temperaturen bilden. Somit kann der eigentliche thermoelektrische Wandler mit seiner prozesszugewandten und seiner prozessabgewandten Wandlerseite einen Teil des Gehäuses darstellen. Außerdem ist hierdurch eine optimale Wärmeübertragung von der prozessmedienführenden Rohrleitung zum thermoelektrischen Wandler möglich. Vorteilhafterweise können auch zwischen der prozessmedienführenden Rohrleitung und der prozesszugewandten Wandlerseite Wärmeleitmittel, insbesondere eine Wärmeleitpaste, vorgesehen sein, womit der Wärmeübergang optimiert werden kann. Außerdem kann der thermoelektrische Wandler auf der prozessabgewandten Wandlerseite mit einem Kühlkörper versehen sein, der eine große Oberfläche zur Umgebung aufweist. Durch den vorgesehenen Kühlkörper kann ein vordefinierter Pfad für den Wärmestrom in dem thermoelektrischen Wandler geschaffen werden. Damit der Kühlkörper einen guten Wärmeübergang zur Umgebung des thermoelektrischen Wandlers ermöglicht, kann er zumindest teilweise oder auch ganz aus dem Gehäuse des thermoelektrischen Wandlers herausragen. Hierdurch lässt sich eine gute Wärmeabfuhr an die Umgebung des thermoelektrischen Wandlers realisieren, wodurch die benötigte Temperaturdifferenz zwischen den beiden funktionswesentlichen Stellen bzw. Wandlerseiten aufrechterhalten werden kann. Mit anderen Worten es wird ein Temperaturübergang bzw. -ausgleich von der prozesszugewandten Wandlerseite auf die prozessabgewandte Wandlerseite vermieden. Folglich ist sichergestellt, dass der thermoelektrische Wandler durch die vorhandene Temperaturdifferenz ausreichend elektrische Energie für das Feldgerät erzeugen kann.
  • Eine zweckmäßige Ausgestaltungsform der Erfindung sieht vor, dass der vorhandene Wärmestrom zwischen der prozesszugewandten und der prozessabgewandten Wand lerseite unabhängig von der Richtung des Wärmestromes in elektrische Energie umwandelbar ist. Damit wird erreicht, dass auch in Fällen, in denen beispielsweise das Prozessmedium in der Rohrleitung stark gekühlt wird, wobei die Prozessmedientemperatur unter die Umgebungstemperatur sinkt, der thermoelektrische Wandler weiterhin elektrische Energie erzeugt und somit eine unterbrechungsfreie Stromversorgung des Feldgerätes gewährleistet ist. Zusätzlich erhöht sich der Einsatzbereich der erfindungsgemäßen Anordnung, da es nicht darauf ankommt, dass die prozessmedienführende Rohrleitung eine höhere Temperatur als die Umgebungstemperatur aufweisen muss.
  • Um eine drahtlose Energieübertragung der erzeugten elektrischen Energie an das Feldgerät von dem thermoelektrischen Wandler zu ermöglichen, kann diese zusätzlich einen Wechselrichter zur Erzeugung einer Wechselspannung aufweisen sowie eine Energieübertragungseinheit, insbesondere eine Spule. Hierdurch kann die erzeugte elektrische Energie beispielsweise über Induktion auf das Feldgerät übertragen werden. Zu diesem Zweck kann das Feldgerät ebenfalls mit einer Energieempfangseinheit, insbesondere einer Spule, ausgestattet sein, wobei ein zusätzlicher Gleichrichter die aus der Spule erhaltene Wechselspannung in eine Gleichspannung umwandeln kann. Auf diese Art und Weise ist eine einfache drahtlose Energieübertragung von dem thermoelektrischen Wandler zum Feldgerät realisierbar. Ebenfalls ist es denkbar, dass die Energieempfangseinheit mit dem zusätzlichen Gleichrichter eine weitere Baueinheit bildet, die nicht im Gehäuse des Feldgerätes vorgesehen ist. Diese Baueinheit ist dann wiederum über eine oder mehrere elektrische Leitungen mit dem Feldgerät zur Energieüberragung verbunden. Somit kann trotz der drahtlosen Energieübertragung auf standardisiert bzw. bestehende Feldgerät zurückgegriffen werden.
  • Bei einer zusätzlichen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, dass der thermoelektrische Wandler zumindest einen Messfühler, insbesondere zur Erfassung der Temperatur an der prozesszugewandten und/oder prozessabgewandten Wandlerseite und/oder der elektrischen Messgrößen, insbesondere der erzeugten Spannung und/oder Strom, aufweist. Durch den Einsatz von einem oder mehreren Messfühlern im thermoelektrischen Wandler kann somit die Energieerzeugung im thermoelektrischen Wandler überwacht werden. Die von den Messfühlern erzeugten Messdaten können z. B. über die elektrische Leitung oder die drahtlose Energieverbindung zum Feldgerät weitergeleitet werden. Sofern eine elektri sche Leitung zwischen dem thermoelektrischen Wandler und dem Feldgerät vorgesehen ist, kann eine zusätzliche Datenleitung zur Datenübertragung der Messsignale vorgesehen werden. Ebenfalls ist es möglich, die Messdaten als modulierte Signale über die elektrische Leitung oder die drahtlose Energieübertragung weiterzuleiten. Bei dieser Variante ist dann keine zusätzliche elektrische Datenleitung zwischen dem thermoelektrischen Wandler und dem Feldgerät notwendig.
  • Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Anordnung weist das Feldgerät einen Energiespeicher, insbesondere einen Akku, einen Speicher-Kondensator oder dergleichen auf. Zusätzlich kann ein Energiemanagementsystem für das Feldgerät vorgesehen sein, wobei das Energiemanagementsystem in einem Controller oder einem Steuerungs-, Datenerfassungs- und/oder Verarbeitungsmodul integrierbar ist. Mit dem Energiemanagementsystem ist der gesamte Energieverbrauch des Feldgerätes minierbar. Dabei kann das Energiemanagementsystem auch über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle mit der zentralen Dateneinrichtung verbunden sein. Wird beispielsweise festgestellt, dass die prozessmedienführende Rohrleitung zur Zeit kein Prozessmedium transportiert, so kann über die zentrale Dateneinrichtung der Energieverbrauch des Feldgerätes reduziert werden, in dem dieses auf einen sogenannten „Stand-by”-Zustand gesetzt wird, solange, bis wieder ein Transport des Prozessmediums durch die Rohrleitung erfolgt. Durch den optionalen Einsatz des Energiespeichers können eventuelle Energieschwankungen von dem thermoelektrischen Wandler ausgeglichen werden. Je nach Größe des Energiespeichers lässt sich somit das Feldgerät auch zeitweilig ohne Energie aus dem thermoelektrischen Wandler betreiben.
  • Wie bereits erwähnt wurde, können auch Messdaten von dem zusätzlichen Messfühlern aus dem thermoelektrischen Wandler an das Feldgerät geschickt werden. Dabei kann die Feldgeräteelektronik auch diese Messdaten erfassen und über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle an die zentrale Dateneinrichtung mit den übrigen Daten übertragen. Hierdurch ist auch eine komfortable Diagnose des Feldgerätes und/oder des thermoelektrischen Wandlers möglich. Außerdem lassen sich im Vorfeld mögliche Signalausfälle von dem Feldgerät erkennen, wenn beispielsweise die Energie vom thermoelektrischen Wandler nicht mehr ausreichend sein sollte, dass Feldgerät zu versorgen. Zu diesem Zweck kann die Feldgeräteelektronik auch eine Diagnosefunktion aufweisen, womit die Messdaten von dem thermoelektrischen Wandler überwachbar sind, und durch die Diagnosefunktion erzeugte Warnmeldungen zum Zustand des thermoelektrischen Wandlers über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle an die zentrale Dateneinrichtung übertragbar werden.
  • Ferner ist die Erfindung auch auf einen thermoelektrischen Wandler und/oder ein Feldgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11 gerichtet.
  • Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung, mit einem thermoelektrischen Wandler, der über eine elektrische Leitung die Energie für das räumlich getrennte Feldgerät bereitstellt und
  • 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, bei der die elektrische Energie des thermoelektrischen Wandlers drahtlos auf das Feldgerät übertragbar ist.
  • In 1 ist die erfindungsgemäße Anordnung 1 zur Energieversorgung eines Feldgerätes 10 mit einem Gehäuse 11 und einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle 13 zum Datenaustausch mit einer zentralen Dateneinrichtung dargestellt. Zur Energieversorgung des Feldgerätes 10 ist zusätzlich ein thermoelektrischer Wandler 16 in einem separaten Gehäuse 17 vorgesehen, der einen vorhandenen Wärmestrom 20 zwischen zwei Stellen 18, 19 verschiedener Temperaturen in elektrische Energie umwandelt und diese für das Feldgerät 10 bereitstellt. Dabei wird die erzeugte elektrische Energie über eine oder mehrere elektrische Leitungen 25 an das Feldgerät 10 geliefert. Der thermoelektrische Wandler 16 ist selbst zum Beispiel an einer prozessmedienführenden Rohrleitung 27 mittels eines Halters angeordnet, wobei eine prozesszugewandte Wandlerseite 18 direkt oder indirekt an der prozessmedienführenden Rohrleitung 27 zu liegen kommt. Hierdurch soll die Temperatur der Rohrleitung 27 auf die prozesszugewandte Wandlerseite 18 übertragen werden. Zu diesem Zweck können zwischen der Rohrleitung 27 und der prozesszugewandten Wandlerseite 18 Wärmeleitmittel vorgesehen sein. Des Weiteren weist der thermoelektrische Wandler 16 eine in der Regel der prozesszugewandten Wandlerseite 18 abgewandten Wandlerseite 19 auf, die durch eine Gehäuseseite des Gehäuses 17 realisiert werden kann. Die beiden Wandlerseiten 18, 19 stellen die beiden erforderlichen Stellen 18, 19, zwischen den eine Temperaturdifferenz vorliegt, dar. Der zwischen den Wandlerseiten 18, 19 vorhandene Wärmestrom 20 wird durch den thermoelektrischen Wandler 16 in elektrische Energie umgewandelt. In der 1 ist dieser Wärmestrom 20 schematisch mit dem Pfeil 20 dargestellt.
  • Um auch die aktuellen physikalischen bzw. elektrischen Größen des thermoelektrischen Wandler 16 zu erfassen, können verschiedene Messfühler 24 vorgesehen sein. Im vorliegenden Beispiel ist jeweils ein Messfühler 24 an der prozesszugewandten und der prozessabgewandten Wandlerseite 18, 19 angeordnet. Diese Messfühler 24 erfassen die jeweilige Temperatur an den Wandlerseiten 18, 19 und können die erfassten Messdaten beispielsweise über die elektrische Leitung 25 an das Feldgerät 10, insbesondere die Feldgeräteelektronik 12 weiterleiten. Vorteilhafterweise weist die Feldgeräteelektronik 12 eine Diagnosefunktion für die Messdaten aus dem thermoelektrischen Wandler 16 auf. Somit können auch diese Messdaten von dem Feldgerät 10 überwacht werden, um z. B. durch die Diagnose erhaltenen Warnmeldungen zum aktuellen Zustand des thermoelektrischen Wandlers 16 über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle 13 an die zentrale Dateneinrichtung zu übertragen. Folglich sind bereits im Vorfeld eventuelle Störungen durch eine aussetzende Energieversorgung des Feldgerätes 10 vorhersehbar. Diese könnten z. B. auftreten, falls keine Temperaturdifferenz mehr an den beiden Stellen 18, 19 im thermoelektrischen Wandler 16 vorliegen würde. Dieses könnte beispielsweise der Fall sein, wenn über längere Zeit kein Prozessmedium mehr durch die Rohrleitung 27 transportiert werden würde. Um etwaige Schwankungen in der Energieversorgung abzuschwächen bzw. abzufangen, kann das Feldgerät 10 mit einem zusätzlichen Energiespeicher 14 versehen sein. Durch diesen Energiespeicher 14 können nicht nur Energieschwankungen von dem thermoelektrischen Wandler 16 abgeschwächt werden, sondern teilweise auch der Betrieb ohne jede Energie von außen sichergestellt werden. Des Weiteren ist es zweckmäßig, dass das Feldgerät 10 mit einem Energiemanagementsystem ausgestattet ist, wobei das Energiemanagementsystem in der Feldgeräteelektronik 12 integrierbar ist.
  • In beiden 1 und 2 ist – zur besseren Übersicht – auf eine Darstellung der elektrischen Verbindungen innerhalb des thermoelektrischen Wandlers 16 und des Feldgerätes 10 verzichtet worden.
  • In der 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung 1 angeordnet. Auch diese Anordnung 1 enthält ein Feldgerät 10, welches durch einen thermoelektrischen Wandler 16 mit Energie versorgt wird. Diese Energie wird allerdings nicht im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel durch eine Leitung 25 übertragen, sondern die Energieübertragung findet drahtlos statt. Hierzu weist der thermoelektrische Wandler 16 in seinem Gehäuse 17 einen Wechselrichter 22 auf, der die erhaltene elektrische Energie in eine Wechselspannung umwandelt. Anschließend wird diese Wechselspannung über eine Energieübertragungseinheit 23, die beispielsweise aus einer Spule besteht, an das Feldgerät 10 drahtlos übertragen. Dieses weist zu diesem Zweck eine Energieempfangseinheit 15 auf, die ebenfalls aus einer Spule bestehen kann. Somit ist es möglich, das Feldgerät 10 in der Nähe zum thermoelektrischen Wandler 16 ohne jede materielle Verbindung zu betreiben. Gerade bei äußerst schwierigen Einsatzbedingungen des Feldgerätes 10 ist somit eine absolute Entkopplung des thermoelektrischen Wandlers 16 von dem Feldgerät 10 möglich. Wie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigt ist, kann der thermoelektrische Wandler 16 innerhalb einer Isolierung 28 um die prozessmedienführende Rohrleitung 27 mittels eines Halters angeordnet sein. Dabei ist es ausreichend, wenn nur die prozessabgewandte Wandlerseite 19 bzw. zweite Stelle 19 des thermoelektrischen Wandlers 16 aus der Isolierung 28 derart herausragt, dass sie mit der Umgebung in freiem Kontakt steht. Zweckmäßigerweise kann dazu der thermoelektrische Wandler 16 an seiner prozessabgewandten Wandlerseite 19 zusätzlich einen Kühlkörper 21 aufweisen, um somit eine Erwärmung oder Abkühlung durch die prozesszugewandte Wandlerseite 18 zu vermeiden. Durch den zusätzlichen Kühlkörper 21 soll möglichst eine große Temperaturdifferenz zwischen der prozesszugewandten und der prozessabgewandten Wandlerseite 18, 19 erreicht werden. Um möglichst genaue Informationen über den aktuellen Zustand des thermoelektrischen Wandlers 16 zu erhalten, können zusätzliche Messfühler 24 zur Erfassung der jeweiligen Temperatur an den Wandlerseiten 18, 19 vorgesehen sein.
  • Ebenfalls ist es denkbar, auch die elektrische Spannung und den elektrischen Strom der erzeugten Energie des thermoelektrischen Wandlers 16 über die Messfühler 24 zu erfassen. Die von den Messfühlern 24 gelieferten Daten können mit der erzeugten Energie an das Feldgerät 10 übermittelt werden. Hierbei kann auf gängige Datenübertragungsverfahren zurückgegriffen werden. Die eigentliche Energieübertragung ist in der 2 durch den Pfeil 26 gekennzeichnet.
  • Das in der Anordnung 1 vorgesehene Feldgerät 10 weist innerhalb des Gehäuses 11 die Feldgeräteelektronik 12 und die Kommunikationsschnittstelle 13 auf. Außerdem ist die Energieempfangseinheit 15 für die drahtlose Energieübertragung 26 vorgesehen und ein zusätzlicher Energiespeicher 14 und/oder Gleichrichter kann optional vorhanden sein. Auch bei dieser Ausführungsform kann die Feldgeräteelektronik 12 zur Erfassung und Überwachung der von den Messfühlern 24 gelieferten Messdaten aus dem thermoelektrischen Wandler 16 dienen. Wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel kann dann eine Diagnose der erhaltenen Messdaten aus dem thermoelektrischen Wandler 16 vorgenommen werden.
  • Abschließend sei erwähnt, dass auch eine beliebige Kombination der beschriebenen technischen Merkmale aus den beiden Ausführungsbeispielen möglich ist, soweit sie sich nicht explizit ausschließen.
  • 1
    Anordnung
    10
    Feldgerät
    11
    Gehäuse
    12
    Feldgeräteelektronik
    13
    Kommunikationsschnittstelle
    14
    Energiespeicher
    15
    Energieempfangseinheit
    16
    Thermoelektrischer Wandler
    17
    Gehäuse
    18
    prozesszugewandte Wandlerseite/1. Stelle
    19
    prozessabgewandte Wandlerseite/2. Stelle
    20
    Pfeil für den Wärmestrom
    21
    Kühlkörper
    22
    Wechselrichter
    23
    Energieübertragungseinheit
    24
    Messfühler
    25
    elektrische Leitung
    26
    Pfeil für drahtlose Energieübertragung
    27
    prozessmedienführende Rohrleitung
    28
    Isolierung
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10120100 A1 [0002]
    • - DE 20107112 U1 [0003, 0007]
    • - WO 2004/082099 A1 [0004]

Claims (11)

  1. Anordnung (1) zur Energieversorgung eines Feldgerätes (10) zur Überwachung eines verfahrenstechnischen Prozesses in einer Anlage mit einem Gehäuse (11) und mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle (13) zum Datenaustausch mit einer zentralen Dateneinrichtung und mit einem thermoelektrischen Wandler (16), der einen vorhandenen Wärmestrom (20) zwischen zwei Stellen (18, 19) verschiedener Temperaturen in elektrische Energie umwandelt und diese für das Feldgerät (10) bereitstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoelektrische Wandler (16) in einem separaten Gehäuse (17) zum Feldgerät (10) angeordnet ist und die elektrische Energie mittels elektrischer Leitungen (25) oder drahtloser Übertragung (26) an das Feldgerät (10) weiterleitet.
  2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoelektrische Wandler (16) an einer prozessmedienführenden Rohrleitung (27) benachbart zum Feldgerät (10) angeordnet ist, wobei der thermoelektrische Wandler (16) eine prozesszugewandte und eine prozessabgewandte Wandlerseite (18, 19) aufweist, welche die beiden Stellen mit den unterschiedlichen Temperaturen bilden.
  3. Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vorhandene Wärmestrom (20) zwischen der prozesszugewandten und der prozessabgewandten Wandlerseite (18, 19) unabhängig von der Richtung des Wärmestromes (20) in elektrische Energie umwandelbar ist.
  4. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoelektrische Wandler (16) auf der prozessabgewandten Wandlerseite (19) mit einem Kühlkörper (21) versehen ist.
  5. Anordnung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper (21) zumindest teilweise aus dem Gehäuse (17) herausragt.
  6. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoelektrische Wandler (16) einen Wechselrichter (22) zur Erzeu gung von Wechselspannung aufweist und eine Energieübertragungseinheit (23), womit die elektrische Energie an das Feldgerät (10) drahtlos übertragbar ist.
  7. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoelektrische Wandler (16) zumindest einen Messfühler (24), insbesondere zur Erfassung der Temperatur an der prozesszugewandten und/oder prozessabgewandten Wandlerseite (18, 19) und/oder der elektrischen Messgrößen, insbesondere der erzeugten Spannung und Strom, aufweist, wobei das entsprechende Mess-Signal über die elektrische Leitung (25) oder die drahtlose Energieverbindung (26) an das Feldgerät (10) weiterleitbar ist.
  8. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Feldgerät (10) eine Energieempfangseinheit (15), insbesondere eine Spule, zur drahtlosen Energieübertragung (26) aufweist, wobei ein Gleichrichter zur Erzeugung einer Gleichspannung anordbar ist.
  9. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Feldgerät (10) mit einem Energiespeicher (14), insbesondere einem Akku, einem Speicher-Kondensator oder dergleichen, und/oder einem Energiemanagementsystem ausgestattet ist, wobei das Energiemanagementsystem in einem Controller oder einem Steuerungs-, Datenerfassungs- und/oder Verarbeitungsmodul integrierbar ist.
  10. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldgeräteelektronik (12) auch die Messdaten von dem thermoelektrischen Wandler (16) erfasst, und diese Messdaten über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle (13) an die zentrale Dateneinrichtung übertragbar sind.
  11. Anordnung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldgeräteelektronik (12) eine Diagnosefunktion aufweist, womit die Messdaten von dem thermoelektrischen Wandler (16) überwachbar sind, und durch die Diagnosefunktion erzeugte Warnmeldungen zum Zustand des thermoelektrischen Wandlers (16) über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle (13) an die zentrale Dateneinrichtung übertragbar sind.
DE202006020838U 2006-03-29 2006-03-29 Einrichtung zur Energieversorgung von Feldgeräten Expired - Lifetime DE202006020838U1 (de)

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