DE202006019546U1 - Anprallvorrichtung mit Verformungselement - Google Patents
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Abstract
Anprallvorrichtung
(1) zum Abbremsen eines anprallenden Fahrzeugs, insbesondere vor
einer Sicherungs- oder Leiteinrichtung (13), umfassend
– ein Verformungselement (2),
– mindestens einen Verformer (8),
– einen Abweiser (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Abweiser (4) zusätzlich eine Führung (5) zum gerichteten Ableiten des verformten Verformungselements (2) aus dem Verformer (8) angeordnet ist.
– ein Verformungselement (2),
– mindestens einen Verformer (8),
– einen Abweiser (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Abweiser (4) zusätzlich eine Führung (5) zum gerichteten Ableiten des verformten Verformungselements (2) aus dem Verformer (8) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anprallvorrichtung, insbesondere vor einer Sicherungseinrichtung, zum Abbremsen eines aufprallenden Fahrzeugs, wobei die Anprallvorrichtung ein Verformungselement, einen Verformer und einen Abweiser umfasst.
- Gattungsgemäße Anprallvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bei der Leitplankenextruder-Konstruktion aus der
US 6,715,735 oder derUS 4,928,928 wird an das Ende einer herkömmlichen Leitplanke ein Terminal aufgesteckt. Das Terminal ist aus Fahrtrichtung in einen vorderen und hinteren Bereich zu unterteilen. Im hinteren Bereich ist ein die Leitplanke umschließender Führungsschacht angeordnet, der im Falle eines Anpralls entlang der Leitplanke gleiten kann. Im vorderen Bereich schließt sich eine Extruderkonstruktion an, durch die die Leitplanke durch einen Verformer verformbar und durch einen Abweiser zur Seite umbiegbar ist. Der Verformer bildet dabei eine Verengung im Inneren des Extruders, der Abweiser weist eine Bogenform auf und biegt die verformte Leitplanke um etwa 90° zur Seite. Im Falle eines Anpralls verschiebt sich das gesamte Terminal über die Leitplanke hinweg, wobei letztere durch die Verengung des Extruders verformt und über den bogenförmigen Abweiser seitlich nach außen geführt wird. Durch die Verformung der Leitplanke wird die kinetische Energie des Fahrzeugs umgewandelt, wodurch das Fahrzeug gleichzeitig abgebremst wird. Abhängig von der Aufprallmasse und Geschwindigkeit wird ein entsprechend längeres Stück Leitplanke verformt, bis das Fahrzeug zum Stillstand kommt. - Das offenbarte Extruderterminal hat den Nachteil, dass seine Funktionsweise nur bei frontalem Auffahren gewährleistet ist. Bei dem Einsatz im Straßenverkehr zeigt sich wiederholt, dass Fahrzeuge gerade nicht frontal auf Leitplankenenden auffahren, sondern schräg oder schleudernd auftreffen. Das beschriebene Extruderterminal knickte bei derartigen Unfällen im Alltagsbetrieb wiederholt ab, drang seitlich in die Fahrgastzelle ein und verletzte die Insassen.
- Des Weiteren ist es nachteilhaft, dass sich die verformte Leitplanke bei einem Anprall undefinierbar in der seitlichen Umgebung erstreckt und für den nachfolgenden Verkehr ein erhebliches Gefahrenpotential birgt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anprallvorrichtung bereitzustellen, die nach einem Anprall keine Gefährdung für Andere darstellt.
- Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Anprallvorrichtung dadurch gelöst, dass an einem Abweiser zusätzlich eine Führung zum gerichteten Ableiten des verformten Verformungselements angeordnet und das Verformungselement ein zusätzliches, vor eine Sicherungs- oder Leiteinrichtung angeordnetes, verformbares Bauteil ist.
- Auf diese Weise kann vorteilhafterweise die kinetische Energie eines anprallenden Fahrzeuges in Verformungsenergie umgewandelt und das dabei verformte Verformungselement für den nachfolgenden Verkehr sicher in der Führung aufgenommen werden. Die Anprallvorrichtung bewahrt nach dem Anprall im Wesentlichen seine äußere Form, ein Abknicken von Bauteilen, oder die willkürliche seitliche Erstreckung des verformten Verformungselements im Bereich der Anprallvorrichtung kann vermieden werden. Nach dem Anprall eines Fahrzeugs ist das Verformungselement zu erneuern und die Anprallvorrichtung in seine ursprüngliche Position zurückzubringen. Vor der Wiederinstandsetzung bietet das Terminal keinen zusätzlichen Schutz, es stellt jedoch auch keine erhöhte Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar.
- Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass das Verformungselement ein extra Bauteil der Anprallvorrichtung darstellt. Auf diese Weise können beliebige Profile verwendet wer den, vorzugsweise ist das Verformungselement rohrförmig ausgebildet. Dem Einsatzgebiet anpassbar können die Profile, abhängig von ihrer Dimensionierung und der Materialwahl, eine unterschiedlich große Menge an Verformungsenergie aufnehmen. Die Anprallvorrichtung ist unabhängig von bestehenden Sicherungseinrichtungen, wie Schutzplanken oder Ähnlichem.
- Innerhalb des Leitelements ist vorteilhafterweise mindestens ein Verformer angeordnet, den das Verformungselement im Falle eines Anpralls durchfährt, wobei es zu einem Flachprofil verformt wird. Durch diese Verformung wird ein Großteil der Anprallenergie in Verformungsenergie umgewandelt. Der Verformer kann innerhalb des Leitelements als extra Bauteil angeordnet, oder durch das Leitelement selbst gebildet sein.
- Nach der Verformung wird das Verformungselement vorteilhafterweise von dem Abweiser um etwa 90° umgebogen, wodurch weiterhin kinetische Energie des anprallenden Fahrzeuges umgewandelt und das Fahrzeug abgebremst wird.
- Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass sich dem Abweiser die Führung direkt oder beabstandet so anschließt, dass das darin, im Falle eines Anpralls, verlaufende verformte Verformungselement im Wesentlichen in Fahrtrichtung zurückgeführt werden kann. Die Führung und der Abweiser bilden vorteilhafterweise eine Schleife, die entlang der Fahrtrichtung vertikal oder horizontal verläuft. Der sich zurück in Richtung des Leitelements erstreckende Teil der Führung kann entweder neben dem Leitelement, oder auf diesem angeordnet sein. Vorteilhafterweise sind das Leitelement, der Abweiser und die Führung als starres Vierkantrohr ausgebildet, das im Falle eines Anpralls im Wesentlichen seine äußere Form bewahrt. Das Leitelement, der Abweiser und die Führung können ein- oder mehrteilig ausgebildet sein.
- Vorteilhafterweise kann an das Leitelement aus Fahrtrichtung gesehen ein Verbindungselement anschließen, das zumindest teilweise von dem Leitelement umschlossen sein kann. Vorteilhafterweise ist dieses Verbindungselement starr ausgebildet, so dass die Gesamtstabilität der Anprallvorrichtung erhöht wird und auch eventuell schräg anprallende Fahrzeuge die Anprallvorrichtung nicht abknicken und seine Funktionsweise beeinträchtigen. An dem aus Fahrtrichtung gesehen hinteren Ende des starren Verbindungselementes kann die Anprallvorrichtung an bereits bestehende Sicherungseinrichtungen nachgerüstet, bei Neubauten installiert, oder an sonstige Abstützvorrichtun gen angebaut werden.
- Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass im Falle eines Anpralls das Leitelement, der Abweiser und die Führung über das Verbindungselement verschiebbar sind, wodurch das sich an dem Verbindungselement abstützende Verformungselement durch den Verformer geschoben, an dem Abweiser um etwa 90° umgebogen, als Flachprofil in der Führung aufgenommen wird und somit für Andere unzugänglich verwahrt ist.
- Außerdem ist es von Vorteil, dass das verformte Verformungselement in der sich dem Abweiser anschließenden Führung weiter umgebogen und in Fahrtrichtung zurückgeführt werden kann. Auf diese Weise ist ebenfalls kinetische Energie des Fahrzeugs umwandelbar.
- In einer anderen Ausführungsform kann die Schleife vorteilhafterweise zwischen der Sicherungseinrichtung und dem Verformungselement angeordnet sein. Das Verformungselement wird dabei aktiv von dem anprallenden Fahrzeug in den Verformer und die Schleife hineingeschoben, wodurch die kinetische Energie des Fahrzeugs umwandelbar ist.
- Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Die Erfindung wir anhand der in den Figuren schematisch dargestellten Beispiele näher erläutert. Es zeigen:
-
1 Anprallvorrichtung in Seitenansicht -
2 Anprallvorrichtung in einer weiteren Ausführungsform in Seitenansicht -
3 Anprallvorrichtungen in einer weiteren Ausführungsform in einer Draufsicht -
4 Anprallvorrichtung nach einem Anprall in Seitenansicht -
5 Anprallvorrichtung in einer weiteren Ausführungsform in Seitenansicht - In
1 ist einen Anpralldämpfer1 in der Seitenansicht dargestellt. An eine Sicherungseinrichtung13 , in dieser Ausführungsform einer Schutzplanke13' , ist ein Verbindungselement12 befestigt, vorzugsweise verschraubt, genietet, oder verschweißt. Das Verbindungselement12 kann als Vierkantrohr, als Rundrohr, oder einer der Sicherungseinrichtung13 entsprechenden Form ausgebildet sein. Auf der der Sicherungs einrichtung13 abgewandten Seite schließt an dem Verbindungselement12 das Leitelement3 an. Letzteres erstreckt sich, wie auch das Verbindungselement12 , in Fahrtrichtung6 entlang der Achse der Sicherungseinrichtung13 . Im Endbereich11 kann das Leitelement3 das Verbindungselement12 teilweise umschließen und überlappen. Der Außendurchmesser des Verbindungselements12 kann derart dimensioniert sein, dass das Verbindungselement12 passgenau, oder zum Innendurchmesser des Leitelements3 beabstandet in das Leitelement3 einschiebbar ist. Innerhalb des Leitelements3 ist, im Wesentlichen auf der gegenüberliegenden Seite des Endbereichs11 , ein Verformer8 angeordnet. Dieser Verformer8 bildet durch mindestens eine schräge Kante8' eine Verengung zum Ende des Leitelements3 , das vorzugsweise als Vierkantrohr ausgebildet ist. In diesem Ausführungsbeispiel weist der Verformer8 eine sich von oben schräg nach unten erstreckende Kante8' auf. Der gegenüberliegende Teil der Verengung wird durch das Leitelement3 gebildet. Der Verformer8 kann auch durch zwei aufeinander zulaufende Kanten8' gebildet sein, die die dem Verformer8 nachfolgende Richtung für das verformte Verformungselement2 vorgeben können. Die Kanten8' können entweder als zusätzliches Bauteil in das Leitelement3 eingebracht und an diesem befestigt sein, oder das Leitelement3 selbst kann die Kanten8' durch eine Abschrägung seiner Außenkante/n bilden. An das Leitelement3 schließt sich entlang der Fahrtrichtung6 der Abweiser4 an, der an dem Leitelement3 befestigbar ist. Das Leitelement3 und der Abweiser4 können einteilig ausgebildet sind. Die Form des Abweisers4 weist im Wesentlichen einen Viertelkreis auf, der an den jeweiligen Enden waagerecht bzw. senkrecht verlängert sein kann. Vorzugsweise ist der Abweiser4 ebenfalls als Vierkantrohr ausgebildet, verlängert das Leitelement3 entgegen der Fahrtrichtung6 und erstreckt sich vorzugsweise um etwa 90° bogenförmig nach oben, bis zumindest die Höhe der Sicherungseinrichtung13 erreicht ist. - An den Abweiser
4 schließt sich direkt oder beabstandet die Führung5 , die vorzugsweise ebenfalls als Vierkantrohr ausgebildet ist, an. Die Verbindung des Abweisers4 und der Führung5 kann durch Umschließen oder direktes Aneinanderlegen der Endkanten ausgeführt sein. Auch kann die Führung5 , der Abweiser4 und das Leitelement3 einteilig ausgebildet sein. Die Form der Führung5 entspricht im aus Fahrtrichtung6 gesehen vorderen Bereich im Wesentlichen der gespiegelten Form des Abweisers4 . In einer Bogenform erstreckt sich die Führung5 zurück in Fahrtrichtung6 und liegt zumindest in ihrem Endbereich auf dem Leitelement3 auf. Der Abweiser4 und die Führung5 bilden durch ihre Bogenform vorzugsweise eine Schleife7 , die sich aus der Längsachse des Verbindungselements12 und des Leitelements3 nach oben oder zur Seite erstreckt und im Wesentlichen wieder auf diese Längsachse zurückgeführt wird. - Innerhalb des Leitelements
3 ist das Verformungselement2 so angeordnet, dass das eine Ende eine Kontaktstelle10 zu dem Verbindungselement12 aufweist. Vorzugsweise liegt diese Kontaktstelle10 innerhalb des Leitelements3 . Das Verformungselement2 erstreckt sich von der Kontaktstelle10 bis im Wesentlichen zu dem Verformer8 , wobei das Ende an den Kanten8' des Verformers8 anliegend angeordnet sein kann. Das Verformungselement2 ist rohrförmig mit rundem oder ovalem Querschnitt und vorzugsweise aus Metall, Kunststoff oder Gummi gefertigt. Auch sind alle sonstigen Profile für das Verformungselement2 einsetzbar. Zur Erhöhung der Gleiteigenschaften kann das Verformungselement2 mit einem Schmiermittel umgeben sein. - Eine, oder mehrere Stützeinrichtungen
14 können unter der Anprallvorrichtung1 zur Abstützung angeordnet sein. Die Oberseite15 der unter dem Verbindungselement12 angeordneten Stützeinrichtung14 kann zur Unterstützung des Entlanggleitens abgeschrägt sein. An der Unterseite der aus Fahrtrichtung6 gesehen vorderen Stützeinrichtung14 kann ein Gleitschuh17 angeordnet sein, der ein Entlanggleiten auf dem Boden19 ermöglicht. Auf diese Weise ist die Stützeinrichtung14 entlang der Fahrtrichtung6 verschieblich und mit der Anprallvorrichtung1 mitgbewegbar. Außerdem kann jede der Stützeinrichtungen14 eine Sollbruchstelle16 aufweisen, an der diese bei einem zu heftigen Stoß abbricht und somit die von dem anprallenden Fahrzeug zu verschiebende Masse reduziert wird. Die Merkmale der einzelnen Stützeinrichtungen14 sind in den Kombinationsmöglichkeiten nicht beschränkt. - Aus Fahrtrichtung
6 im vorderen Bereich des Anpralldämpfers1 kann vor der Schleife7 ein Anprallelement18 angeordnet sein, das vorzugsweise aus stoßabsorbierendem Material gefertigt ist. Das Anprallelement18 kann die Front der Anprallvorrichtung1 ganz oder teilweise überdecken. - In
2 ist eine weitere Ausführungsform der Anprallvorrichtung1 dargestellt. Neben den übereinstimmenden Merkmalen aus1 weist das Leitelement3 zwei Verformer8 auf, deren Kanten8' in unterschiedlich schrägen Winkeln die Verformungscharakteristik für das Verformungselement2 bilden. Der näher an dem Ende des Verformungselement2 angeordnete Verformer8 leitet die Verformung des Verformungsele ments2 als eine Vorstufe ein, der zweite Verformer8 kann mit stärker abgeschrägten Kanten8' eine kleinere Verengung bilden, so dass das Verformungselement2 in zwei Stufen zu einem Flachprofil9 umformbar ist. Die Schleife7 der Anprallvorrichtung1 verläuft in ihrem unteren Bereich, dem Abweiser4 , nach dem zweiten Verformer8 in Richtung des Boden19 , bevor sich der Abweiser4 nach oben erstreckt und dabei eine in etwa 90° abdeckende Bogenform aufweist. Der daran anschließende Bereich, die Führung5 , führt die Bogenform des Abweisers4 fort, bis in etwa die Höhe der Oberseite des Leitelements3 erreicht ist und erstreckt sich daran anschließend in Fahrtrichtung6 auf der Oberfläche des Leitelements3 . Der Abweiser4 und die Führung5 bilden zusammen im Wesentlichen eine Kreis- oder Ovalform. An der Unterkante des Abweisers4 kann ein Gleitschuh17 angeordnet sein, der die verschieblichen Teile der Anprallvorrichtung1 , nämlich dem Leitelement3 , dem Abweiser4 und der Führung5 , stützt und in Fahrtrichtung6 auf dem Boden19 entlang gleiten kann. - In
3 ist eine weitere Ausführungsform der Anprallvorrichtung1 dargestellt. Neben den übereinstimmenden Merkmalen voran beschriebener Ausführungsbeispiele sind zwei Anprallvorrichtung1 nebeneinander angeordnet. Im, in Fahrtrichtung6 gesehen, hinteren Bereich sind die Verbindungselemente12 an einer Abstützvorrichtung20 , vorzugsweise an einem Betonblock befestigt. Die Anprallvorrichtungen1 können sich von der Abstützvorrichtung20 entgegen der Fahrtrichtung6 gerade, schräg aufeinander zulaufend oder sich voneinander entfernend erstrecken. Die sich an den Leitelementen3 anschließenden Abweiser4 weisen eine etwa 90° Biegung zur rechten oder linken Seite auf. Die Führungen5 schließen sich den Abweisern4 an und weisen ebenfalls eine bogenförmige Form auf, die sich zurück in Fahrtrichtung6 erstreckt. Im, in Fahrtrichtung6 gesehen, hinteren Bereich verlaufen die Führungen5 entlang den Leitelementen3 und können an diesen oder mit Stützeinrichtungen14 am Boden19 befestigt sein. Durch das Anordnen mehrerer Anprallvorrichtungen1 nebeneinander können größere Bereiche, die sich beispielsweise hinter der Abstützvorrichtung20 befinden, geschützt werden. - In
4 ist eine Anprallvorrichtung1 nach einem Anprall eines Fahrzeugs dargestellt. Die Anprallvorrichtung1 weist die Merkmale des Ausführungsbeispiels aus1 auf. Der aus Fahrtrichtung6 gesehen vordere Bereich, nämlich die Schleife7 und das Leitelement3 sind in Fahrtrichtung6 verschoben. Das Leitelement3 ist über das Verbindungselement12 geschoben und umschließt dieses fast vollständig. Das Verfor mungselement2 ist durch den Verformer8 zu einem Flachprofil9 umgeformt und über den Abweiser4 in die Führung5 geschoben. - In
5 ist eine weitere Ausführung einer Anprallvorrichtung1 dargestellt. Neben den zu voran beschriebenen Ausführungsbeispielen übereinstimmenden, weist diese Ausführungsform weitere Merkmalen auf. Das Anprallelement18 ist direkt an dem Verformungselement2 angeordnet und bildet die Front der Anprallvorrichtung1 . Das Verformungselement2 erstreckt sich entlang der Längsachse der Sicherungseinrichtung13 , bzw. der Schutzplanke13' , von dem Anprallelement18 bis zu dem Leitelement3 , auf dessen unteren Innenwand es sich abstützen kann. Auf diese Weise kann das Leitelement3 das Verformungselement2 zumindest teilweise umschließen und/oder überlappen. Am, in Fahrtrichtung6 gesehen, vorderen Ende des Leitelements3 ist der Verformer8 angeordnet. Das Verfomungselement2 kann direkt an dem Verformer8 anliegend oder zu ihm beabstandet sein. Der Verformer8 kann eine oder zwei, eine Verengung bildende Kante/n8' aufweisen, die sich von den Innenwänden des Leitelements3 ins Innere erstrecken. Das Leitelement3 verläuft entlang der Längsachse der Sicherungseinrichtung13 in Verlängerung des Verformungselements2 . Am, in Fahrtrichtung6 gesehen, hinteren Ende des Leitelements3 ist der Abweiser4 angeordnet, dessen Merkmale mit denen vorangegangener Ausführungsbeispiele übereinstimmen. An den Abweiser4 anschließend weist die Anprallvorrichtung1 die Führung5 auf, die den durch den Abweiser4 eingeleiteten Umbiegevorgang fortsetzt und das verformte Verformungselement2 nachfolgend durch eine Schleife7 in Fahrtrichtung6 führt, wobei es noch einmal umgebogen wird. Das Ende der Führung5 kann sich auf der Sicherungseinrichtung13 abstützen, oder an dieser befestigt sein. Ebenfalls kann die Anprallvorrichtung1 Befestigungsstellen im Bereich des Abweiser4 und/oder der daran anschließenden Führung5 mit der Sicherungseinrichtung13 aufweisen. Zum Abstützen des Leitelements3 können Stützeinrichtungen14 unterhalb des Leitelements3 angeordnet sein. Ebenfalls ist das Verformungselement2 mit mindestens einer Stützeinrichtung14 gegenüber dem Boden19 abgestützt, wobei die Stützeinrichtung14 einen Gleitschuh17 aufweisen kann. - Bei den Ausführungsbeispielen der
1 bis4 wird im Falle eines Anpralls durch ein Fahrzeug auf die Anprallvorrichtung, bzw. auf das Anprallelement18 ein Stoßimpuls übertragen. Auf diese Weise werden die verschiebbar gelagerten Elemente (Leitelement3 , Abweiser4 , Führung5 , Anprallelement18 , Stützeinrichtung14 ) in Fahrt richtung6 bewegt. Das an dem starren Verbindungselement12 abgestützte, im inneren des Leitelements3 angeordnete Verformungselement2 wird durch den am Ende des Leitelements3 angeordneten Verformer8 geschoben, bzw. gedrückt und dabei zu einem Flachprofil9 verformt. Durch den sich dem Verformer8 anschließenden Abweiser4 wird das verformte Verformungselement2 um etwa 90° umgebogen. Durch die Form des Abweisers4 in dem Ausführungsbeispiel aus2 , die an das Leitelement3 anschließend erst in Richtung des Bodens19 verläuft und sich anschließend bogenförmig nach oben erstreckt, kommt es zu einer zweifachen Umbiegung des Verformungselements2 , wobei auf gleichmäßige Weise eine größere kinetische Energie umgewandelt werden kann. Die Führung5 nimmt das verformte, umgebogene Verformungselement2 auf, führt den durch den Abweiser4 eingeleiteten Umbiegevorgang fort und leitet es zurück in Fahrtrichtung6 parallel zu dem Leitelement3 . Das verformte Verformungselement2 bleibt stets innerhalb der Anprallvorrichtung1 , so dass auch nach einem Anprall eine Gefährdung Anderer durch Teile der Anprallvorrichtung1 ausgeschlossen ist. - In der Ausführungsform der
5 wird das Verformungselement2 im Falle eines anprallenden Fahrzeugs an das Anprallelement18 aktiv durch den Verformer8 in das Leitelement3 geschoben, wobei es vorzugsweise zu einem Flachprofil umgeformt wird. Auf diese Weise wird die kinetische Energie des Fahrzeugs umgewandelt. Durch den an das Leitelement3 anschließenden Abweiser4 kommt es zu einer einleitenden Umbiegung des verformten Verformungselements2 um etwa 90°, die durch die Führung5 und die Schleife7 fortgesetzt wird, wodurch weitere kinetische Energie des Fahrzeugs umgewandelt wird. - Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. Die Anordnung der Führung, und entsprechend die des Abweisers, kann zu beiden Seiten, sowie nach oben und unten erfolgen. Auch sind spiralförmige Ausbildungen der Führung möglich und fallen mit unter den Schutzumfang. Die Anzahl von zu kombinierenden Anprallvorrichtungen ist nicht begrenzt. Auch kann die Anprallvorrichtung als platzsparender Anpralldämpfer verwendet werden.
-
- 1
- Anprallvorrichtung
- 2
- Verformungselement
- 3
- Leitelement
- 4
- Abweiser
- 5
- Führung
- 6
- Fahrtrichtung
- 7
- Schleife
- 8
- Verformer
- 8'
- Kanten
- 9
- Flachprofil
- 10
- Kontaktstelle
- 11
- Endbereich des Leitelements
- 12
- Verbindungselement
- 13
- Sicherungseinrichtung
- 13'
- Schutzplanke
- 14
- Stützeinrichtung
- 14'
- Auffangvorrichtung
- 15
- Oberseite der Stützeinrichtung
- 16
- Sollbruchstelle
- 17
- Gleitschuh
- 18
- Anprallelement
- 19
- Boden
- 20
- Abstützvorrichtung
Claims (34)
- Anprallvorrichtung (
1 ) zum Abbremsen eines anprallenden Fahrzeugs, insbesondere vor einer Sicherungs- oder Leiteinrichtung (13 ), umfassend – ein Verformungselement (2 ), – mindestens einen Verformer (8 ), – einen Abweiser (4 ), dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abweiser (4 ) zusätzlich eine Führung (5 ) zum gerichteten Ableiten des verformten Verformungselements (2 ) aus dem Verformer (8 ) angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) zum Abbremsen eines anprallenden Fahrzeugs, insbesondere auf dem Beginn einer Sicherungs- oder Leiteinrichtung (13 ) mit mindestens einer Schutzplanke (13' ), umfassend – ein Verformungselement (2 ), – mindestens einen Verformer (8 ), – einen Abweiser (4 ), dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (2 ) ein zusätzliches, vor die Sicherungs- oder Leiteinrichtung (13 ) angeordnetes, verformbares Bauteil ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leitelement (3 ) für das Verformungselement (2 ) vorgesehen ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelements (3 ) zumindest zum Teil um das Verformungselement (2 ) herum angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformer (8 ) an dem Leitelement (3 ) angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformer (8 ) derart ausgebildet ist, dass das durch ihn geführte bzw. geschobene Verformungselement (2 ) im Wesentlichen zu einem Flachprofil (9 ) verformt wird. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformer (8 ) in dem Leitelement (3 ) integriert ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abweiser (4 ) anschließend an den Verformer (8 ) angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Sicherungs- oder Leiteinrichtung (13 ) und dem Verformungselement (2 ) ein Verbindungselement (12 ) angeordnet ist und das Leitelement (3 ) in Fahrtrichtung (6 ) gesehen im Endbereich (11 ) anschließt. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (3 ) das Verbindungselement (12 ) zumindest teilweise umschließt. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (3 ) über das Verbindungselement (12 ) verschiebbar ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (3 ) als ein U-Profil oder Vierkantrohr ausgebildet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abweiser (4 ) und die diesem folgende Führung (5 ) nach dem Verformer (8 ) angeordnet sind und, in Fahrtrichtung (6 ) gesehen, im vorderen Bereich der Anprallvorrichtung (1 ) eine Schleife (7 ) ausbilden. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Art einer Schleife (7 ) ausgebildete Führung (5 ) das verformte Verformungselement (2 ) in Fahrtrichtung (6 ) zurück biegt. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleife (7 ) mit der Führung (5 ) vertikal angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleife (7 ) mit der Führung (5 ) horizontal angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (5 ), in Fahrtrichtung6 gesehen, im hinteren Bereich im Wesentlichen auf dem Leitelement (3 ) abgestützt ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (3 ) mit dem Verformer (8 ) bei einem Anprall auf das Verformungselement (2 ) geschoben wird. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass verformte Verformungselement (2 ) bei einem Anprall durch die Schleife (7 ) führbar ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Anprall das verformte Verformungselement (2 ) in der Führung (5 ) aufnehmbar ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleife (7 ) das in Fahrtrichtung (6 ) zurückgebogene Verformungselement (2 ) im Wesentlichen parallel zu dem Leitelement (3 ) zurück führt. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (2 ) an dem Verbindungselement (12 ) abgestützt ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (2 ) von der ersten Schutzplanke (13' ) der Sicherungseinrichtung (13 ) gebildet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (2 ) im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (12 ) mit der Sicherungseinrichtung (13 ) oder einer Abstützvorrichtung (20 ) verbunden ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Leitelement (3 ) zumindest mit einer vorbestimmten Länge über das Verbindungselement (12 ) erstreckt. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Leitelement (3 ) und/oder dem Verbindungselement (12 ) mindestens eine Stützeinrichtung (14 ) zum Stützen der Anprallvorrichtung (1 ) angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stützeinrichtung (14 ) auf ihrer Oberseite (15 ) abgeschrägt ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 27 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stützeinrichtung (14 ) eine Sollbruchstelle (16 ) aufweist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stützeinrichtung (14 ) einen Gleitschuh (17 ) aufweist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anprallelement (18 ) an dem aus Fahrtrichtung (6 ) gesehen vorderen Bereich der Anprallvorrichtung (1 ) angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Anprallelement (18 ) aus einem stoßabsorbierenden Dämpfungsmaterial gefertigt ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleife (7 ) zwischen dem Verformungselement (2 ) und der Sicherungseinrichtung (13 ) angeordnet ist. - Anprallvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Schleife (7 ) eine Auffangvorrichtung (14' ) für die Stützeinrichtung (14 ) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200620019546 DE202006019546U1 (de) | 2006-12-28 | 2006-12-28 | Anprallvorrichtung mit Verformungselement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200620019546 DE202006019546U1 (de) | 2006-12-28 | 2006-12-28 | Anprallvorrichtung mit Verformungselement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE202006019546U1 true DE202006019546U1 (de) | 2007-03-08 |
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ID=37887625
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200620019546 Expired - Lifetime DE202006019546U1 (de) | 2006-12-28 | 2006-12-28 | Anprallvorrichtung mit Verformungselement |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| EP3802961A4 (de) * | 2018-05-31 | 2022-03-09 | The UAB Research Foundation | Gewickeltes rückhalteleitplankensystem und endstellen |
-
2006
- 2006-12-28 DE DE200620019546 patent/DE202006019546U1/de not_active Expired - Lifetime
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